Ein kleines bisschen Kontext: Wir haben eine sehr große, aber gefangene Terrasse. Das heißt, sie ist auf allen vier Seiten entweder von unserer Wohnung oder Mauern umgeben. Sehr privat, sehr angenehm.

Heute saß ich auf dem Sofa, das Macbook auf dem Schoß, und tippte einen Artikel in ein InDesign-Layout. Da höre ich draußen ein „flatsch!“. Kein Problem, wir haben Katzen, die werden schon irgendwas angestellt haben, was sich dem Geräusch zuordnen lässt.

Aber Becky schläft neben mir auf dem Sofa und Rufus höre ich in der Küche mit Trockenfutter knuspern. Unsere Vierbeiner sind es also (ausnahmsweise) mal nicht gewesen. Ich bin aber auch zu faul, um nachzuschauen – es hat ja weder gekracht noch geklirrt, der Sachschaden wird sich in Grenzen halten.

Erst eine Stunde später bin ich auf der Terrasse und was sehe ich?

Eier

Ein Ei. Kleiner als ein Hühnerei, dünnere Schale, aber definitiv ein Ei. Es ist vom Himmel gefallen.

Hat da ein Räuber seine Beute verloren? Ein Vogel den Umzug seines Nests zu schlampig gestaltet? Ein Segelflieger einen Teil seiner Brotzeit aus dem Fenster geworfen? Es ist ein Mysterium. Ich mache ein Foto – als Blogger ist man gewöhnt, sein Leben zu dokumentieren. Zum Wegmachen der Sauerei kann ich mich allerdings nicht aufraffen. Vielleicht regnet es ja heute noch.

Es wird Abend, ich sitze immer noch auf dem Sofa, immer noch am Macbook. Rufus kommt entspannt an mir vorbei spaziert, peilt den Läufer unter dem Esstisch an. Das ist sein Spielplatz, da bringt er alles hin, was er unter „meins!“ einordnet. Im Maul hat er etwas Weißes.

Ich brauche ein paar Sekunden. Dann stehe ich auf, gehe zum Esstisch, schaue darunter, und nehme Rufus die Eierschalen weg. Er schaut beleidigt, eben „meins!“.

Ein Ei. Sachen gibt’s.



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It’s a jungle out there.

Moss the TeXie
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Tja. Und weder unsere aktuelle Orbitalkatze Pünktchen noch Altkater Sam konnten mit den zwei (frischen!) Eidottern, die ich gestern früh ’rausstellte, was anfangen. Meh. Glücklicherweise haben wir auch noch eine Elster unter den Stammkunden.

Beileid übrigens zum InDesign. Grausiges Textmalprogramm.

comicfreak
comicfreak

..der Piratenkater nimmt gerne ein rohes Ei, wenn mal wieder das Katzenfutter aus ist