66531_Avengers_2_HP_03SUSA 2015. Regie: Joss Whedon. Darsteller: Robert Downey Jr., Chris Hemsworth, Chris Evans, Scarlett Johansson, Aaron Taylor-Johnson, Jeremy Renner, Cobie Smulders, Samuel Jackson, Elizabeth Olsen, Mark Ruffalo, Don Cheadle, Thomas Kretschmann u.a.

Offizielle Synopsis: Es ist einige Zeit vergangen, seit die Avengers New York gegen den Angriff einer außerirdischen Armee verteidigt haben. Jeder ist seitdem seinen eigenen Weg gegangen und manch einer hatte sein ganz persönliches Abenteuer zu bestehen. Als Milliardär Tony Stark ein stillgelegtes Friedensprogramm reaktiviert, gerät die Situation plötzlich außer Kontrolle und das Schicksal der Erde steht auf dem Spiel. Gemeinsam müssen sich die Avengers Iron Man, Thor, Hulk, Captain America, Black Widow und Hawkeye gegen den scheinbar übermächtigen Ultron stellen, der wild entschlossen ist, die gesamte Menschheit auszulöschen. Um seine Pläne zu vereiteln, müssen die Avengers unberechenbare Allianzen eingehen und in eine Schlacht von globalen Ausmaßen ziehen.

VORAB: Natürlich ist der Begriff „spoilerfrei“ relativ, weil man den Film nicht besprechen kann, ohne auf die Handlung und die Charaktere einzugehen. Aber ich verrate nichts, was nicht schon im Trailer zu sehen ist oder auf den Covern der internationalen Filmzeitschriften.

Kritik: Das nur vorab – die obige Inhaltsangabe des Verleihs ist nicht nur typisch vage, sondern untypisch irreführend: Die Avengers sind mitnichten nach den Ereignissen des ersten Film ihrer Wege gegangen, denn der gesamte Prolog ist ein Teameinsatz, der den erwarteten Hydra/Strucker-Plot in 15 Minuten abhakt und die neuen Figuren rasant einführt. Wirklich globale Schlachten werden es dann auch nicht – statt Manhattan ist diesmal eine Metropole im ehemaligen Ostblock der primäre Schauplatz des Geschehens.

Ich bin mit Vorbehalten ins Kino gegangen, zugegeben – zwar hat das Marvel-Universum mich bisher nur sehr selten enttäuscht, aber nach dem Mega-Hattrick mit „Avengers„, „Captain America: Winter Soldier“ und „Guardians of the Galaxy“ war ich unsicher, ob das Studio sich nicht in eine Sackgasse manövriert hat. Kreativ ist mittlerweile fast alles möglich – zumal die finanziellen Mittel genau so unbegrenzt sind wie die technischen. Aber lässt sich Drama beliebig steigern, steht das Remmidemmi nicht schon längst auf 11, gerade angesichts des begrenzten Spielraums des Marvel-Universums, in dem es immer um das Schicksal mindestens der Erde geht und keiner der Protagonisten sterben darf? Wann ist die Schraube überdreht, wann wird das Spektakel zum nicht mehr steigerungsfähigen Superlativ?

Not today.

„Avengers: Age of Ultron“ behält alle Qualitäten des Vorgängers, paart unterhaltsame Interaktion klar definierter Figuren mit groß angelegter, perfekt inszenierter Action und vielen, vielen „the comics come to life“-Momenten. Der Seiltanz zwischen emotional plausibler Realität und Comic-Bombast – niemand beherrscht ihn so perfekt wie das Team Marvel/Whedon.

Kann die technische Perfektion von „The Avengers“ auch nicht übertroffen werden, so entwickelt das Studio zumindest die Franchise auf allen Ebenen konsequent und plausibel weiter. Statt wie in der „origin story“ die Entstehung des Teams zu erzählen, konzentriert sich Whedon diesmal auf die wechselnden Dynamiken der Charaktere – und findet Platz für ein paar ungewöhnliche Wendungen, von denen Black Widow und der Hulk sicher die schönsten Momente abstauben. Ein Highlight ist die „Avengers-Party“ – wenn es je einen Event gab, bei dem ich gerne auf der Gästeliste stünde, wäre es wohl dieser. Über die privaten Probleme anderer Figuren kann man sicher diskutieren (Hawkeyes‘ kitschiges Familienleben scheint mir ebenso mühsam in die Story fabuliert wie Captain Americas angedeutete Geldprobleme), aber das streut keinen Sand in das Getriebe des Films, der 140 Minuten lang zwar immer wieder Luft holt, aber niemals still steht.

Auch inhaltlich schreitet das Marvelverse voran, baut die nächsten zwei, drei Steinchen für das große Finale um das „infinity gauntlet“. Und nicht nur das: Um die Franchise frisch zu halten, werden die Avengers zum Ende hin neu gemischt, einige Figuren scheiden (zumindest vorläufig) aus und andere werden ins Lineup aufgenommen. Das sorgt jetzt schon dafür, dass Teil 3 auf jeden Fall ein paar andere Nasen auf dem Plakat haben wird.

Vision, Scarlet Witch, Quicksilver  – es ist beneidenswert, wie scheinbar mühelos und perfekt Marvel neue Figuren etabliert, ohne sich zu verstolpern. Der Cast sollte mittlerweile für 20 weitere Ableger reichen.

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Kommen wir nach den Charakteren und der Franchise zum eigentlichen Plot, der ja in vielen Marvel-Filmen kaum mehr als eine Wäscheleine zum Aufhängen der Effekte und der Actionszenen ist: Zwar fehlt Loki, aber es gelingt James Spader mit erfreulicher Souveränität, der reinen (und ständig wechselnden) CGI-Gestalt von Ultron einen so megalomanen wie irren Touch zu geben. Dieser Bösewicht ist nicht bloß ein Superhirn vom Schlage Brainiacs, sondern ein unberechenbarer Psychopath mit haufenweise Prozessorpower.

Es geht natürlich wieder um das Schicksal der Welt, aber diesmal kommt die Gefahr quasi „von innen“ – und ist letztlich auch die Verantwortung der Avengers selbst. Das gibt einen neuen Fokus und macht den Kampf erheblich persönlicher. Die Vernichtung des Bösewichts ist nicht weniger wichtig als der Schutz der Zivilbevölkerung – und aus der Unmöglichkeit, immer beides gleichzeitig bedienen zu können, zieht „Age of Ultron“ eine beträchtliche Suspense. So ist der halbstündige Showdown zwar auch „nur“ wieder eine groß angelegte Zerstörungsorgie, aber mit genügend Brüchen im Blickwinkel, um nicht als Abklatsch durchzufallen.

Zuerst habe ich mich ein wenig daran gestoßen, dass diesmal „no name city“ für den Showdown her halten muss, aber wenn man drüber nachdenkt, ist das nur konsequent: Die Avengers müssen auch für die Namenlosen da sein, für die Menschen in Ländern, die nicht schon „top of the line“ sind und von einer starken Regierung und einer starken Armee geschützt werden. Menschenleben sind nicht vom Pass abhängig oder der Verfügbarkeit erkennbarer Wahrzeichen zur filmisch ansprechenden Zerstörung. In „Age of Ultron“ kämpfen die ganz Großen für die ganz Kleinen, die ganz Starken für die ganz Schwachen.

Ich würde allenfalls vielleicht monieren, dass Scarlet Witch und ihre Fähigkeiten etwas blass bleiben – tatsächliche Magie wirkt im Marvel-Universum etwas deplatziert, was besonders angesichts der geplanten „Dr. Strange“-Verfilmung spannend werden dürfte. So sind auch die von Scarlet Witch induzierten Alpträume der Helden seltsam holperig erzählt und folgenlos. Aber das wäre nur von Belang, wenn es dem Storytelling abträglich wäre, und ich vermelde mit Freuden: „Age of Ultron“ ist wieder mal die perfekte „movie machine“ ohne jegliche Defekte.

Es war hier und da schon zu lesen, dass der neue Marvel-Megafilm es bei der Action ein wenig übertreibe, in fast Transformers-artige Schnellschnitt-Hysterie abdrifte, was der Übersichtlichkeit schade. Das kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ja, Whedon geht diesmal näher ran, die Kämpfe sind turbulenter, aber das scheint mir gewollt – das Chaos droht die Avenger zu überrollen, es wird ein Gefühl von Verzweiflung und Vollgas erzeugt. Teilweise stehen unsere Helden gegen die Übermacht wie im Hexenkessel von Stalingrad – der durchchoreographierte, aus der Luft immer überschaubare Kampf gegen die Aliens in New York wirkte dagegen wie ein spannendes, aber letztlich immer kontrollierbares Vorspiel.

Tja, und so ist es nun. Ich hätte euch gerne eine enthusiastischere Kritik präsentiert, eine mit mehr Fanboy-Herzblut, aber der fast fehlerlose „track record“ von Marvel in den letzten zehn Jahren erlaubt nur die Erkenntnis, dass es wieder mal ein echter Kracher geworden ist. Best value for money. More entertainment than you deserve. Das ist keine wirkliche Überraschung – und das ist das größte Lob, das ich aussprechen kann.

Fazit: Im Spektakel gleichauf mit dem Vorgänger, dafür bei den Charakteren und beim Storytelling eine sympathische Fortsetzung mit vielen kleinen Szenen, die das Fanherz jenseits der Action erfreuen. Marvel legt die Messlatte für den Kinosommer mal wieder verdammt hoch.

P.S.: Sage keiner, die Geeks längen mir nicht am Herzen: Das Presseheft bekommt ihr hier, die „Fun Facts“ des Verleihers hier und die ausführlichen Charakter-Bios hier.

P.P.S.: Kurze post credits-Sequenz schon nach den wichtigsten Nennungen – sitzen bleiben ist angesagt, aber nicht ganz bis zum Schluss nötig.



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Der_Hanseat
Der_Hanseat

Vielen Dank für die Review. Ich gucke mir den Film Donnerstag im Imax an (zum Glück gibt es dort keinen Boykott) und werde trotzdem bis ganz zum Ende sitzen bleiben um sicherzugehen, dass die Pressevorführung von der Publukumsversion nicht abweicht…

Peroy
Peroy

DAS Review…

Der_Hanseat
Der_Hanseat

Es heißt DIE View, daher auch DIE Review 😉

Kaio
Kaio

Diese Kritik beruhigt mich ungemein, da ich mittlerweile schon viele gemischte Stimmen gehört habe. Es sagt zwar niemand dass der Film wirklich schlecht ist, aber manche scheinen von der Formel doch langsam genug zu haben. Ich bin mir aber recht sicher zufrieden aus dem Kino zu gehen, leider klappts erst Anfang Mai, hoffentlich kann ich den meisten Diskussionen darum bis dahin noch entgehen.

Goran
Goran

das oder der Review; Genitiv: des Reviews, Plural: die Reviews, auch: die Review; Genitiv: der Review, Plural: die Reviews

Sagt zumindest Duden online.

Dietmar

Das ist schön!

sb
sb

Bin auch erleichtert. Im Vorfeld waren einige kritische Stimmen zu hören und der Anriss der Kritik auf SpOn klang sehr positiv (normalerweise nie ein gutes Zeichen).

Vielleicht rührte meine Skepsis daher, dass Marvel die Messlatte selbst so hoch gelegt hat, vielleicht habe ich mich von stutenbissigen Kommentaren im Netz verunsichern lassen von Leuten, die mit Ausblick auf das kommende Kinojahr bereits einen fledermausförmigen nassen Fleck im Schritt haben.

Avengers 2 wird jedenfalls geguckt.

BJCarpenter
BJCarpenter

Schade dass der Film doch besser sein wird, als ursprünglich in anderen Kritiken mitbekommen. Schade deswegen, weil ich mich entschieden habe den Boykott unseres heimatlichen Kinos zu unterstützen und ich so vermutlich bis zur DVD warten muss.

Danke für die (laut Duden auch möglich) Review.

Goran
Goran

Hmm, also nach erfolgter Sichtung fand ich AoU jetzt eher ein kleines Bischen öde.

Marko

„Kurze post credits-Sequenz schon nach den wichtigsten Nennungen – sitzen bleiben ist angesagt, aber nicht ganz bis zum Schluss nötig.“

Bei uns gab’s zwei Post-Credits-Szenen, eine nach den wichtigsten Nennungen und dann noch eine nach den ganzen Schrifttafeln.

Peroy
Peroy

Das Universum will nicht, dass ich den Film im Kino sehe… dann eben nicht.

Exverlobter
Exverlobter

„Das Universum will nicht, dass ich den Film im Kino sehe… dann eben nicht.“

Dem schließe ich mich an. Ich guck mir das irgendwann mal in der Pro 7 Premiere an.

Ach ja, btw warum Marvel eine Plage ist.

https://www.youtube.com/watch?v=7gKBchZlkb4

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

@Marko: Zwei Szenen? Neben der besagten Mid-Credit-Szene kam bei uns lediglich ein – bereits im Vorgänger genutztes – „The Avengers will return“. Und entgegen meiner Euphorie im Vorfeld fand ich den zweiten Cap, die Guardians und den Vorgänger tatsächlich einen Tick besser, kann aber auch am etwas drucklosen Ton des Kinos gelegen haben.

Dr. Hobo
Dr. Hobo

Der Kerl von Filmanalyse ist doch der Katusin der Rezensenten. Hauptsache auf breite Hose machen, aber kein Inhalt.

HERDIR
HERDIR

„Die Marvel-Welt ist elitär und nicht die Welt der Hochkultur … “

Okkaaay … Heißt die Hochkultur ist für jeden und nicht nur für die Eingeweihten wie bei Marvelfilmen? … Hmm .. auch ne Meinung … aber „blasiert“ trifft es 🙂

Ich glaube er hat Schwierigkeiten mit der Marvel-Welt an sich .. er sieht nicht durch 🙂 … wenn er wüßte, dass die Comics noch komplexer sind … ich sag mal „Welt 316“ …

Dr. Hobo
Dr. Hobo

Hör mir doch auf – als resident Marvel Nerd in der Gruppe muss ich mir bei jedem zweiten Charakter immer den Mund fusselig reden.

Hach, wäre nur alles so gradlinig wie Garfield…

Exverlobter
Exverlobter

@ Wortvogel

Jo, seine versnobbte Attidüde ist nicht jedermanns Sache, aber ich hör ihm gerne zu.
Er sieht sich wohl eher als „normaler“ Filmkritiker, und nicht wie die derzeit das Internet dominierenden „Nerd-Kritiker“ a la Nostalgia Critic.
Und bei den Normalos machen viele aus Nerd-Sicht unverzeiliche Anfängerfehler wie das Verwechseln von Marvel und DC. Das passiert beim Feuilleton in den Tageszeitungen auch andauernd, wenn sie mal ’nen Comic-Film besprechen.

Goran
Goran

@Exverlobter:
Ist dann aber trotzdem das Zeichen eines schlechten Kritikers.
Im besten Fall ist es dann eine Blasé Einstellung gegenüber dem Film, aber damit macht sich der Kritiker auch lächerlich, denn seine gesamte Glaubwürdigkeit beruht doch darauf, dass man ihm abnimmt. Filme ERNST zu nehmen.

@Dr.Hobo:
Garfield ist einfach?
Du Glücksehliger! Schon mal eine Diskussion übe Garfieldchronoligie verfolgt? Wann John welche Freundin wieder nicht hatte?
Wann die Fehde gegen X losging und wie sie beendet wurde und in welche Periode Garfields Einstellung gegenüber Odie einzuordnen ist?

Misch da noch Metatext wie „Garfield minus Garfield“ rein, übrigens genial, aber unglaublich deprimierend, und die Sache wird so kompliziert, dass ich mir im Dritten wieder Sendungsvorlesungen über Physik wünsche.

Peroy
Peroy

Marvel ist keine Plage. Die Filme sind größtenteils gut bis hervorragend (von gelegentlichen Ausrutschern wie dem ersten „Thor“ und „Guardians of the Galaxy“ abgesehen). DC im Kino ist eine Plage…

dermax
dermax

Wo genau ist der Typ ein Filmkritiker, ich hab in seinen Ausfuehrungen nix im Speziellen zu AoU gehoert, ging doch fast nur um die Pest Marvel im Allgemeinen… wie auch, er scheint nach eigener Aussage ja mehr die anderen Kinobesucher beobachtet zu haben…

Also Leute, bleibt weg und guckt AoU bloss nicht, dann… oh wait…

Karsten

Der Typ ist ´ne inhaltliche Luftpumpe … und so unterhaltsam wie ein 08/15-Dorfprediger. Vielleicht hat er seine Nachbarn im Kino in ein Gespräch verwickelt und die sind deswegen weggedöst.

BJCarpenter
BJCarpenter

Der „Filmkritiker“ präsentiert sich für einen solchen Film bereits völlig unpassend. Er wirkt wie ein angehender Jurist, der das Gefühl hat zu wenig Beachtung erhalten zu haben und jetzt seine Zeit irgendwie vertreiben will, nicht wie jemand der sich auf Filmkritiken spezialisiert hat.

Sein Büro(?) sollte wohl den Eindruck erwecken, er wäre kompetent. Viele Bücher im Hintergrund mit auffallend roten Buchstaben, die nicht vollständig zu sein scheinen. Der Rest eher eintönig grau eingebunden um den Eindruck zu vermitteln hier befindet sich Fachwissen, welches nur der Elite zugänglich wird.
Eine grüne Tischlampe, welche man in amerikanischen Filmen an Bildungseinrichtungen, Büchereien und in geheimen Büros wichtiger Leute sieht.
Dazu gut sichtbar ein Glas Wasser um klar zu machen, dass hier ausführlich berichtet wird und eventuell Zeit für Diskussionen bleibt.

War sonst noch was?

Ach ja ein Typ der in seinem Sessel sitzt und völlig ohne Emotionen einen Text von sich gibt, den er sich auf ein Papier geschrieben (oder schreiben lassen) hat. Dabei seine Stimme monoton hält und völlig emotionslos spricht. Vermutlich um den Eindruck zu erwecken hier neutral zu berichten.

Nachdem ich gemerkt habe, dass ich die Einrichtung spannender finde als seine Meinung über diesen Film, war mir meine Zeit zu schade das Video bis zum Ende anzusehen. (Nur vielleicht die Zeit sinnvoller genutzt, meine Meinung darüber zu schreiben.)

heino
heino

Jau, das hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Zwar gab es ein paar Kleinigkeiten, die man mit bösem Willen störend finden könnte, aber insgesamt war das doch ein verdammt guter Film. Leichte Abstrice mach ich ausgerechnet bei Ultron, der mir einfach zu gewollt witzig und seltsam impotent war, was seine Kräfte anging. Dafür sind Scarlet Witch und Vision echte Kracher.

Nobby
Nobby

Bei welcher Szene wurden denn Geldprobleme bei Captain America angedeutet? Daran kann ich mich nicht erinnern. Und was war nun die zweite Post-Credit-Scene? Bei uns kam keine.

Marko

Ach Mann, googelt denn keiner danach? Na schön:

https://youtu.be/RZ1urzF56aY

(Und ja, ich weiß, was es damit auf sich hat. Kann ja nicht ahnen, dass hier nur ein Haufen Desinteressierter mitliest. 😛 )

Marko

Jaja, deswegen sagte ich doch, ich weiß, was es damit auf sich hat. Wäre aber schön gewesen, wenn einer der Leser hier drauf reingefallen wäre. Aber nein, keiner sucht danach … 😉

DMJ

Also generell mag ich den Filmkritiker, er hat zuweilen auch wirklich schlaue Sachen gesagt, aber hier voll daneben gehauen.
– Und das sage ich als jemand, der „Ultron“ auch mehr nur so „okay“ fand, also nichts gegen einen fiesen Verriss davon auszusetzen hätte.

Aber dass er eine Filmwelle, die ja hier sogar auf eine einzige Marke beschränkt bleibt als Monokultur überschätzt, ist Blödsinn. Solche Wellen gab es schon immer und nie haben sie alles andere verdrängt, wie ja auch jetzt noch andere Sachen laufen.
Es sind die „zu ähnlichen“ Sachen, die darunter leiden: Während einer Slasher-Welle werden keine Zombie-Filme gedreht, aber weil Superhelden gerade Milliarden einspielen wird kein Drama weniger gedreht.

Dietmar

Tja: läuft nicht. Wahrscheinlich boykottiert unser Kino ebenfalls Walt Disney. Familienausflug ins Kino muss geplant werden …

noyse
noyse

Ich persönlich fand den jetzt recht öde. Insbesondere fand ich dass die Roboterkampfszenen immer gleich aussahen nur im anderen Setting und dann waren sie auch noch viel zu lang weil wahrscheinlich jeder Charakter mal gezeigt werden musste wie er zulangt. Das ganze war gefühlt mindestens 30min zu lang. Aber ich fand auch den den ersten eher durchschnittlich.

Peroy
Peroy

IMO ein Tick stärker als der erste „Avengers“… und viel, viel besser als der katastrophale „Guardians of the Galaxy“.