03
Mrz 2015

Landfreundschaften

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Ich mache gerne Reportagen mit Johannes Geyer, weil er nicht nur als Fotograf ein echter Profi ist, sondern weil er frei von Allüren ist und die Chemie einfach stimmt. Er hängt sich sich immer zu 150 Prozent rein, "geht nicht" gibt’s nicht, und wenn er sich in ein Motiv verbeisst, muss man ihn manchmal mit strengen Worten wegzerren. Das mag ich.

joge

Was die meisten von euch nicht wissen: Johannes war nicht immer Fotograf. Der hat sein Berufsleben als Kameramann verbracht, war für den "Pumuckl" ebenso mitverantwortlich wie für "Rohe Ostern", hat dem "Tatort" die Bilder gegeben und Serien wie "Die Cleveren". So manche Stunde im Auto verbringen wir mit Anekdoten aus dem deutschen Film- und Fernsehbusiness. Wir kennen und hassen oft genug die gleichen Arschlöcher und die gleichen Arschlöchrigkeiten. Das schweißt zusammen.

Johannes hat eine sehr dezente und geschmackvolle Webseite, auf die ich euch heute mal hinweisen möchte. Sie dient nämlich ihm und mir – und damit auch euch: Hier könnt ihr sehr viele der Reportagen lesen, die ich in den letzten Jahren mit Johannes machen durfte. Was noch schwerer wiegt: Hier könnt ihr die Bilder genießen, die Johannes gemacht hat:

jogey

Manchmal, wenn wir vor Ort einen alten Handwerker besuchen, dann merke ich, wie Johannes ein Foto mit besonderer Sorgfalt vorbereitet: Eine Nahaufnahme der Hände bei der Arbeit. Das ist nämlich nicht nur ein Shot für das Heft – das ist einer für Johannes' persönliche Sammlung. Diese Bilder sind ihm wichtig, die möchte er festhalten.

Auch diese Impressionen findet ihr auf seiner Webseite.

Warum ich euch das erzähle? Weil mir gerade heute aufgefallen ist, wie wunderschön ich die Bilder finde, wie gerne ich an diese spannenden Menschen zurück denke, und wie stolz ich darauf bin, dafür Texte schreiben zu dürfen. Aus dem Kontext des Heftes genommen haben die Reportagen einen ganz eigenen Reiz, stehen in einem ganz eigenen Licht.

Ob Reifendreher oder Ziegen-Flori, Stockmacher oder vegane Patisserie – ich bin beschenkt mit dem Beruf, der meine Berufung ist.

Wenn mich jemand fragt "Was machst du eigentlich bei der Liebes Land so?", dann verweise ich ihn auf diese Webseite.



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Friederike
3. März, 2015 09:12

Meine Rede: Die vermeintlich kleinen Geschichten sind meistens die größten.

Dietmar
3. März, 2015 12:58

Wunderschön!

Steffen
Steffen
4. März, 2015 11:54

Wow, das Material ist echt klasse

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[…] ihr wisst, bin ich bei meiner Arbeit für die “Liebes Land” permanent mit dem Thema Bildrechte konfrontiert. Wer bei uns vor […]