26
Sep 2014

Das Wortvogel-Manifest: Wofür ich stehe (4)

Themen: Neues |

Ja, der letzte Teil ist eine Weile her – Umzug nach Speyer, Fantasy Filmfest und familiäre Notwendigkeiten haben meinen Blogfluss ein wenig gebremst. Ich muss ja auch noch Geld verdienen und Artikel wie diesen tippt man nicht mal eben in zehn Minuten. Aber keine Sorge: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch – und für die nächsten acht Jahre geht mir das Material auch nicht aus, versprochen.

Genau: Der Vogel ist während des Fantasy Filmfest 2014 acht Jahre alt geworden. So eine flegelige Rotznase…

Heute will ich mit euch unter anderem über

Accountability

sprechen, also Verantwortlichkeit und Rechenschaft. Dass es daran mangelt, habe ich in den anderen Teilen dieser Reihe ausreichend moniert. Angesichts der Pläne der Regierung, mit der PKW-Maut marode Brücken zu sanieren, die gar nicht marode sein dürften, und der beschämenden Einsatzunfähigkeit der Bundeswehr habe ich mir einen frischen Ansatz dazu ausgedacht.

Wir müssen die staatlichen Aufgaben, Befugnisse und Verpflichtungen neu verteilen. Es muss Dringlichkeitsstufen geben, Prioritäten, deren Einhaltung nicht wünschenswert, sondern bindend ist. Ohne A kein B, oder um es polemisch zu sagen: Ohne kostenlose Schulbücher keine Kampfpanzer.

Mit würde da ein Stufensystem vorschweben, vielleicht mit drei Stufen, ob 1 bis 3 oder A bis C ist völlig irrelevant. Stufe 1 benennt die grundlegendsten Aufgaben des Staates: Alle Bürger müssen im und vom Rechtsstaat geschützt werden, jeder hat das Recht auf Essen und Unterkunft, die Behörden funktionieren, grundlegende analoge und digitale Infrastrukturen sind gesichert. Die "basics", wenn man so will.

Nun kann man meinen, dass das ja sowieso klar ist. Aber mein Stufensystem ist auch für die Ausnahmesituationen gedacht – sollte das System mal zusammen brechen, haben die Aufgaben der Stufe 1 absolute Priorität. Sacken die Haushaltseinnahmen weg, sind diese Bereiche nicht verhandelbar. Eine Regierung, die Stufe 1 nicht bedingungslos garantieren kann, ist handlungsunfähig.

Wichtig: Stufe 2 steht nicht NEBEN Stufe 1, sondern DANACH. Erst wenn Stufe 1 "sitzt", kommt Stufe 2. Weitere Selbstverständlichkeiten: Forschung und Lehre, Bildung, soziale Leistungen über das Mindestmaß hinaus, Förderung strukturschwacher Regionen, Erhalt von Kulturgut und historischem Bauwerk.

Auch hier gilt: Wenn es irgendwo in Stufe 1 oder 2 hakt, wird Stufe 3 nicht gezündet oder automatisch finanziell so lange beschnitten, bis die Stufen 1 und 2 bedient sind. Das wird durch unabhängige Expertengremien laufend überprüft. Solange noch eine Autobahnbrücke als "marode" eingestuft wird oder eine Schule aus Personalmangel keinen Sportunterricht mehr anbieten kann, ist Stufe 3 der Topf, aus dem die notwendigen Mittel geholt werden. Oder anders ausgedrückt: Solange die Hörsäle überfüllt sind, fährt auch der Minister nur einen VW Polo.

Stufe 3 ist das, was ich die Luxusstufe nenne. In die fällt alles, was in einem wohlhabenden Land wünschenswert, aber eben nicht lebensnotwendig ist: Subventionen, Kulturförderung, Rüstung, milliardenschwere Neubauten für die Regierung, Repräsentation von Land und Staat. Das ist alles in Ordnung und normal – aber eben nur, solange Stufen 1 und 2 bedient sind. Und da darf es keine Diskussionen geben.

Der Staat ist zuerst einmal für ALLE Bürger da, dann für bestimmte Gruppen, dann für sich selbst – so kann man die Stufen nämlich auch definieren. Nur gerät diese Reihenfolge immer wieder durcheinander.


Thema 2 scheint Thema 1 zu widersprechen, aber nur scheinbar. Es mag jetzt klingen, als würde ich sinnloser Geldverschwendung das Wort reden, aber mir geht es darum, dass Staatsführung nicht nur Haushaltsführung ist, sondern auch Mentalitätsführung, Psychologie.

Ich glaube daran, dass es wichtig ist, dass sich die Bewohner eines Landes als Volksgemeinschaft begreifen, dass sie einen (sicher oft irrationalen) Stolz empfinden, Bewohner von Land X und nicht Land Y zu sein. Das ist den Religionen nicht unverwandt, die sich ebenfalls allesamt als auserwählt und besser betrachten, was aber nur dann ein Problem wird, wenn sie diese Sicht auch nach außen pressen.

Nationalstolz ist nicht schlecht, dumpfer und grundloser und von der billigen Abgrenzung gespeister Nationalstolz ist schlecht. Die Franzosen halten sich "le grande nation", die Amerikaner ihr Land sowieso für "the greatest country in the world". Das basiert nicht auf Fußballergebnissen oder Einbildung, sondern auf Errungenschaften, auch wenn sie lange her sein mögen: Französische Revolution, Mondlandung, Martin Luther King, Eiffelturm, ALF.

Wir? Haben Goethe, Schiller und eine verdammt gute Verfassung. Vor ein paar Jahren noch die Wiedervereinigung, aber da ist schon ziemlich der Lack ab. 70 Jahre ohne Krieg? Es ist schwer, ein Volk für etwas zu begeistern, dass man NICHT gemacht hat.

Wenn wir wollen, dass der Nationalstolz (so er denn gewünscht ist) kein rückwärtsgerichteter und in seiner Unaktualität frustrierter sein soll, dann wird es Zeit, dem Klein-Klein des Tagesgeschehens etwas entgegen zu setzen. Wir brauchen

Leuchttürme

Leuchttürme sind Projekte, mit denen ein Land sich herausfordert. Die ihm Geld, Mut und Schweiß abverlangen, ohne einen direkten Gegenwert zu liefern. Die von spießigen Biedermännern mit "Davon könnte man aber auch so und so viele Kindergärten bauen" kleingeredet werden.

Unser Land droht am Parkinsonschen Gesetz zu ersticken – das System beschäftigt sich immer mehr mit sich selbst, saugt seine eigenen Profite aus, verbrennt Energie beim Versuch, Energie herzustellen. Die Folge dauerhaften Wohlstands ist Stillstand.

Leuchttürme sind NICHT die Elbphilharmonie, der Berliner Flughafen oder ein Transrapid zum Münchner Flughafen. Größe ist gefragt, nicht Gigantomanie.

Was sind Leuchttürme dann? Ich kann es nicht sagen, weil ich es nicht sagen will. Weil ein Leuchtturm eine gemeinschaftliche Entscheidung sein sollte. Sich einlassen auf etwas, das teuer wird, schwer und von vielen als "unmöglich!" verlacht. Etwas, das Vision fordert – und nicht in der größenwahnsinnigen Form von Hitlers Hauptstadt Germania:

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In einem Land, das derart vom Mikromanagement lebt wie unseres, braucht es für Leuchttürme auch politischen Mut, neue Wege zu gehen. Dann müssen Politiker Hürden nehmen und Bürger sich verkneifen, gegen jedes neue Straßenschild eine Bürgerinitiative zu gründen. Wir brauchen einen Ausbruch aus der "Veränderung gerne – aber doch nicht bei MIR!"-Mentalität.

Komplette Abkopplung heimischer Energieversorgung vom Öl? Städteplanerisch wagemutiger Neubau einer neuen "Ost-Hauptstadt" zu Belebung brachliegender Regionen? Bau eines überregionalen Schnellbahnnetzes, das nur die Metropolen verbindet – mit anschließendem Eurotrain von Finnland bis Gibraltar? Komplettverzicht auf eine Armee, die wir seit 70 Jahren nicht gebraucht haben, die aber im Haushalt den zweitgrößten Kostenfaktor darstellt? Komplette Freigabe von Drogen und Entkriminalisierung von Süchtigen?

Nicht Anführer sein, sondern Vorbild. Auf neuen Wegen gehen, nicht auf ihnen marschieren. Nicht auf Lorbeeren ausruhen, sondern nach vorne schauen. Und wenn es geschafft ist, dürfen alle 80 Millionen (und nicht nur die 200.000, die vielleicht aktiv dran beteiligt waren) sich wie einem WM-Sieg auf die Schulter klopfen. Wir.

Es ist mehr machbar, als wir glauben – wenn wir wieder anfangen, daran zu glauben.


Weil das jetzt alles sehr pathetisch und mit der groben Kelle ausgeteilt wurde, möchte ich noch zwei kleinere Denkanstöße in die Runde werfen.

Fangen mit dem leidigen Thema

Kleidergrößen

an. Dass die Angaben auf den Labels nicht nur europaweit, sondern auch weltweit vereinheitlicht gehören, ist eine Binsenweisheit. Ich finde es geradezu albern, wenn ich in einer Jeans einen zigarettenschachtelgroßen Tag finde, der mir die Größe in zehn verschiedenen Codes für zehn verschiedene Länder anzeigt.

Wichtiger ist aber: Die Größeneinheiten müssen verbindlich aus konkreten Zahlen und keinen Verhältnisangaben bestehen. S, M, L, X – klingt verführerisch einfach. Ist aber scheiße. Weil es nur aussagt, dass S die kleinste Größe ist und (hoffentlich) kleiner als M, L und X ist. Es sagt nichts darüber aus, WIE GROSS S ist. Es ist auch nur EINE Angabe, die vielleicht die Länge der Hose meint, nicht aber die Bundweite. Oder das Volumen?

S, M, L und X können von den Herstellern beliebig interpretiert werden, oft genug ist "S" das, was eigentlich M wäre – aber man möchte die Kundin erfreuen, dass sie in S passt. Taschenspielerei. Blendwerk.

Und was genau soll "slim fit" überhaupt heißen?

Ich fordere verbindliche Kleidergrößen mit metrischen Angaben und klarem Bezug – bei Hosen z.B. Bundweite in Zentimetern, Länge in Zentimetern, Beindurchmesser in Zentimetern. Bei Hemden Kragenweite, Brustumfang, Ärmellänge.

Nun werden einige stöhnen und sagen "Was hat der Dewi denn schon wieder – gerade bei Hosen steht es doch in Inches immer drin!". Das stimmt. Es ist nur Makulatur, weil die Zahlen oft genug keinen Bezug zur Realität haben. Auch bei den Inches werden gerne 34 als 32 verkauft, weil der Kunde im Gedanken, die Diät sei erfolgreich, eher zum Kauf neigt.

Ich liebe es, wenn eine Verkäuferin mir sagt "Die 32er fällt bei dieser Hose eher weit aus". Dann habe ich die Gelegenheit, meinen "32 ist eine mathematische Angabe, die kann nicht klein ausfallen, so wie 4 auch keine eher klein ausfallende 5 ist"-Rant abzulassen. Während man über "Größe M" diskutieren kann, ist "32 Zoll Bundweite" eigentlich nicht verhandelbar. Außer in jedem Modeladen, in dem ich in den letzten 30 Jahren eingekauft habe.

Also: Metrische Angaben für alle relevanten Größenangaben verpflichtend machen und die Hersteller beim Verstoss richtig ran nehmen. Der positive Nebeneffekt wäre: Man könnte tatsächlich blind online Hosen kaufen. Weil die passen, wenn man die richtige Größe angeklickt hat.

Und wenn jetzt jemand fragt "Was hat der denn immer mit Hosen?" – ich muss heute noch eine Hose kaufen gehen.


Der letzten Gedankenanstoß für heute kommt aus der Ecke "Verpflichtung zum sozialen Miteinander". Dass wir nicht alles tun können, was wir tun wollen, ist klar – aber wir sollten wenigstens tun müssen, was wir tun können, um auch die Schwächsten der Gesellschaft mit durch zu bringen.

Ich finde Die Tafeln gut. Toll, dass es sie gibt – schlimm, dass es sie geben muss. Weil unsere Gesellschaft generell nichts wegschmeißen sollte, woran es Menschen mangelt. Das kann Essen sein, Medizin, aber auch mein altes Smartphone.

Aber Die Tafeln sind nur ein erster Ansatz. Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr auf dem Müll. Vieles aus Privathaushalten, aber auch massenhaft Joghurts und Wurstwaren, deren Verfallsdatum gekommen ist. Sie sind nicht schlecht oder schädlich, aber kaufen mag sie auch niemand mehr. Ähnliches gilt für Obst und Gemüse, das unperfekt und angebatscht aussieht. Daran greifen die Konsumenten notorisch so lange vorbei, bis es im Container landet.

Meine Idee wären nun

Konsum-Bistros

in allen großen Supermärkten. Kleine Cafés, deren Angebot sich komplett aus Waren zusammen setzt, die tagesaktuell aus den Regalen geräumt werden müssen. Die B-Äpfel werden zu Apfelsaft und Müsli-Beigabe verarbeitet, die Wurst kommt auf überzählige Brötchen, Kohl und Gurken werden als Juice-Smoothie in die letzte Runde geschickt. Das alles zu Preisen, dass es sich deckt, aber so günstig, dass die Kunden einen klaren Anreiz haben, nach dem Einkauf kurz einzukehren.

Die Konsum-Bistros müssen nicht mal den Supermärkten selbst angeschlossen sein, sondern könnten als kleine Cafés selbstständig arbeiten – auch wenn dann natürlich sicher gestellt werden müsste, dass sie mit dem Konzept keine wettbewerbsverzerrende Konkurrenz zu "normalen" Bistros darstellen. Und am Ende muss auch die Energiebilanz stimmen.

Es wird nie möglich sein, den Ausschuss eigentlich verbrauchsfähiger Waren auf 0 zu senken. Aber es könnte auch eine nationale Aufgabe sein, die Zahl zumindest jährlich aufs immer Neue zu unterbieten. Wo ist der Sportsgeist?



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Stefan
Stefan
26. September, 2014 14:24

Zum Thema Leuchtturm: Diese Woche hat ja die Bundesregierung Militärgüter für ca. 70 Mio. Euro an die Kurden geliefert. Und Indien hat für umgerechnet ca. 60 Mio. Euro eine Sonde zum Mars geschickt.
Offensichtlich ist Raumfahrt vergleichsweise günstig – man käme also mit mäßigen Ausgaben schon relativ weit.
Also: Warum kein großangelegtes deutsches Weltraumprogramm – bzw. den Anteil am europäischen massiv ausbauen?

Wortvogel
Wortvogel
26. September, 2014 14:32

@ Stefan: Weil ich an das Weltraumprogramm generell nur begrenzt glaube – das wird in der nächsten Folge dieser Reihe Thema sein.

Nikolai
Nikolai
26. September, 2014 14:39

Ich finde der ITER als experimenteller Fusionsreaktor ist ein Leuchtturm.
http://www.iter.org/

Und die Deutschen sind dabei 🙂

Kaio
Kaio
26. September, 2014 14:39

Weltraumprogramm ist eine interessante Frage, langfristig der letzte Ausweg vom sterbenden Planeten oder vollkommen sinnlose Geldverbrennung?

Die "Wegen jedem Straßenschild Bürgeriniative Gründer" sind ein echtes Problem in Deutschland. Viel Spaß die weg zu bekommen. Ausser Deportation in den Kongo oder so fällt mir keine geeignete Erziehungsmaßnahme ein…

Daniel
Daniel
26. September, 2014 15:11

Nahezu alle Deine Vorschläge werden jedem Menschen mit IQ oberhalb der Zimmer-Temperatur aus dem gesunden Menschenverstand diktiert und sind dennoch in der Realität mit der Lupe zu suchen. Warum nur, ich weiß es auch nicht. Allein das mit den Klamotten-Größen – was da an Umkleide-Kabinen gespart und Verkaufsfläche dafür geschaffen werden könnte. Ich weiß, es gibt tatsächlich Menschen, die im Geschäft Klamotten nicht nur anprobieren um zu gucken, ob die passen, sondern wie sie darin aussehen. Ein Konzept, dass sich mir allerdings überhaupt nicht erschließt.
Das Stufen-Modell ist ja in gewisser Weise vorhanden, zumindest de jure. Allerdings in der Realität (Rüstung, Elb-Philharmonie, steuerliche Entlastung der Besserverdiener bei gleichzeitig zunehmender Armut) viel zu häufig nicht.
Gut geschrieben und einleuchtend. "Sozial-Romatik, unumsetzbar!" können ja andere schreiben und das werden sie tun. Vernünftig wäre es so allemal.
Nur das da im letzten Absatz. Das mit dem Kohl-Juice-Smoothie. Da muss ich mich jetzt doch erst mal hinlegen. Entschuldigt mich…

Uli
Uli
26. September, 2014 15:37

Bei "Leuchtturm" musste ich auch gleich an den Münchner Transrapid denken, das stand ja original so im Koalitionsvertrag damals. Bis dann irgendwann Edmund Stoiber seinen Hut nehmen musste und damit auch die Transrapid Strecke Geschichte war. Eine alternative Lösung ist bis heute nicht gefunden…

Für mich wäre die Energiewende ein klarer Kandidat für ein nationales Großprojekt auf das man verdammt stolz sein könnte. Der komplette Ausstieg aus der Atomenergie, ob solcher Pläne staunen andere Länder Bauklötze. Nichtmal in Japan hat man diesen Schritt geschafft, man ist jetzt schon wieder am Zurückrudern, obwohl der GAU in Fukushima gerade mal drei Jahre zurückliegt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/japans-atomaufsicht-gibt-gruenes-licht-fuer-rueckkehr-zur-kernkraft-a-981373.html

Leider ist das alles ungemein wenig durchdacht und wird seit Jahren nur halbherzig voran getrieben, deswegen zieht auch die Bevölkerung immer weniger mit. Das nutzen dann wieder populistische Parteien wie die CSU zur Profilierung ("mit uns wird es keine Verschandelung der Landschaft durch Windräder oder Pumpspeicher geben") und schon fährt das Projekt absehbar gegen die Wand.

AlphaOrange
AlphaOrange
26. September, 2014 16:01

Ich fang mal mit den "einfachen" Punkten an: Kleidergrößen, aber hallo! Kaufe ich mehr als eine Hose auf einmal, dann komme ich mit an Sicherheit grenzender Wahrhscheinlichkeit mit Hosen unterschiedlicher Nenngrößen aus dem Laden? Eigentlich sollte das gar nicht möglich sein! Vielleicht werden wir hier ja irgendwann von Körperscannern erlöst, die uns direkt zur perfekt sitzenden Hose führen.
Konsum-Bistros: Die Idee finde ich wirklich interessant und wegweisend. Wie viele deiner Manifest-Ideen in der Realität hakelig, aber es würde gleich beide ganz großen Probleme in dieser Sache auf einmal lösen: Man braucht die Lebensmittel nicht verschenken Und der Konsument bekommt nicht mit, dass es sich um ablaufende oder nicht der Norm entsprechende Produkte handelt.
Nun zum Punkt Accountability: Priorisierung existiert ja durchaus und sollte mMn nicht in das Extrem geschraubt werden, das du vorschlägst. Denn dann gibt es zwei Szenarios: a) es ist Geld für alles da. Dann brauchen wir auch kein Prio-System. b) das Geld für Stufe 3 (oder gar 2) fehlt. Dann führt ein System, das erst eine Stufe komplett ausführt, bevor die nächste überhaupt dran kommt, dass uns im Low-Prio-Bereich sämtliche Finanzierung wegbricht bis einzelne Bereiche komplett ruiniert sind und mittlerweile ein Vielfaches der Finanzierung benötigen, um wieder aufgebaut zu werden. Viel sinniger ist es, für jeden Bereich eine Stufe 1, 2 und 3 zu haben und erst wenn überall Stufe 1 durchgesetzt ist überall Stufe 2 zu zünden usw.
Leuchttürme: Mir fehlt das Wort "visionär" in deinem Beitrag, denn das ist eigentlich, woran es mangelt. Visionen haben, daran glauben und verwirklichen. Das ist aber nicht nur ein politisches Problem, sondern eigentlich ein "national-mentales". In einem Land mit Nationalstolz dürfte es viel einfacher sein, große Visionen durchzusetzen als in einem Land, dass vielfach seinen Staat für eine Steuerverbrennungsmaschine und seine Politiker für Verbrecher hält.

S-Man
S-Man
26. September, 2014 16:39

Hm… Bildung hinter digitale Grundversorgung und auf eine Stufe mit Denkmalschutz halte ich für fragwürdig. Bildung braucht man nicht zum reinen Überleben, Internet aber auch nicht. Jedoch jenseits des nackten Überlebens halte ich Bildung für die notwendigste aller Ausgaben. Die MUSS sitzen.

Ansonsten wieder ein schöner Artikel.

Wortvogel
Wortvogel
26. September, 2014 16:48

@ S-Man: Ich verstehe die Argumentation. Aber es geht für mich um folgendes: Bildung kann ich – wenn es hart auf hart kommt – auch zu Hause erfahren. Eltern können Kinder in harten Zeiten lehren. Eltern können aber keine Autobahnen bauen oder Datenleitungen über das Land legen. Nur darum halte ich das für eine vorrangigere Aufgabe des Staates.

perseus
perseus
26. September, 2014 18:01

Armee abschaffen, außer einer kleine Truppe, damit sich die BRD an UN-Einsätzen beteiligen kann, scheint geboten – im Rahmen der letzten Enthüllungen wurde ja berichtet, dass Deutschland sag und schreibe vier U-Boote besitzt. Ich mein, was machen die denn überhaupt den ganzen lieben Tag lang? Das wäre mal ne schöne Anfrage im Bundestag, die Einsatzbilanz der letzten 10 Jahre steht da wohl wortwörtlich unter Null.

robert
robert
26. September, 2014 18:55

@ Uli: Die Energiewende ist eben gerade nicht so ein Projekt. Das ist nicht schlecht gemacht, sondern technisch und ökonomisch unsinnig.
Dass die Solarenergie in Deutschland großtechnisch nicht so der Bringer ist, sollte beim jetzigen Wetter und dem kommenden Winter nicht überaschen. (Allein schon aufgrund der Lage Deutschlands auf der Nordhalbkugel bricht im Winter der Wirkungsgrad der Solarenergie ein) Und dass der Wind eben nicht steuerbar ist, dagegen hilft kein "die Energiewende ist machbar" Mantra. Es gab in den vergangenen Jahren Zeiten, in denen über eine Woche lang kein Wind in den relevanten Zonen geweht hat. Um diese Energie "erneuerbar" zu speichern, müsste man ganz Bayern unter Wasser setzen.

Das Problem der Energiewende ist zweierlei: Zum ersten war es eine aufoktruierte "Wende", bei denen die garantierten Förderungen eben genau die Zecken angelockt hat, die erkannt haben, dass man Unmengen an Geld erkennen kann, ohne sich dem lästigen Wettbewerb zu stellen. Es ist kein Zufall, dass jetzt die Marktbereinigung kommt und die deutschen Energiemodulhersteller reihenweise pleite gegangen sind. Die Förderungen haben eben nicht zur Verbilligung und zu Innnovation geführt, sondern zu dicken Maden, die von den Chinesen gnadenlos vom Markt geschossen werden, wo die BunReg erkannt hat, dass die Förderungen aus dem Ruder laufen.
Das zweite Problem hab ich schon oben angesprochen: Es existiert keine großtechnisch zu realisierende Möglichkeit, elektrische Energie zwischenzuspeichern. All die Pumpspeicherkraftwerke und "Batteriemodule" können leider die technische Realität nicht ausblenden, dass ein Hochenergieland wie Deutschland viel mehr Energie braucht als in diesen Minidingern (relativ betrachtet) zu speichern ist.

Peroy
Peroy
26. September, 2014 19:46

"Umdiese Energie “erneuerbar” zu speichern, müsste man ganz Bayern unter Wasser setzen."

DAFÜR!

Howie Munson
Howie Munson
26. September, 2014 20:55

@Uli: Japan ist seit drei Jahren zu 90% Atomfrei, da läuft nur hin und wieder ein einzelner Meiler kurz an, um paar Monate später wieder abgeschaltet zu werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_L%C3%A4ndern#Japan

Offensichtlich haben die Lokalpolitiker bei dem Thema deutlich mehr zu sagen als der Hauptstadtregierung lieb ist. Mag sein das sie 10 Reaktorblöcke wieder hochfahren, aber über 40 werden sie erst wieder im Betrieb haben, wenn sie neue bauen.

@robert: es wird weder 100% Windkraft noch 100% Solarkraft gebraucht. Planbar ist das ganze ziemlich gut, weil das eben nur vom Wetter abhängt. Neben Wind und Solar gibt es andere regenerative Energieformen.

Die letzten 9 Jahre EEG hat die CDU als Kanzelerinnenwahlverein zu verantworten, also genau in den Jahren als die Förderung "aus dem Ruder lief".

Im übrigen ist Strom nur 20% von unseren "Hochenergiebedarf", man muss sich also sowieso noch ganz andere Gedanken machen, als nur darüber, wie man Energie elektrisch speichern kann.

Und DIE Gedanken muss man auch machen, falls das mit der Kernfusion doch mal klappt oder man sich doch entschließt, alles mit Kernkraftwerken zu versorgen.

perseus
perseus
26. September, 2014 21:52

Ja, Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien ist nicht das Problem, nach 10 Jahren Förderung schon bei 25%. Aber am gesamten Energieverbrauch kommen die EE nur auf 12%, weil Strom nur einen Teil des Gesamtenergiebedarfs einnimmt. Der Rest ist das Problem, insbesondere der hohe Mineralölanteil an der Verkehrsenergie.

http://www.umweltbundesamt.de/daten/energiebereitstellung-verbrauch/anteil-erneuerbarer-energien-am-energieverbrauch

http://www.umweltbundesamt.de/daten/energiebereitstellung-verbrauch/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren

S-Man
S-Man
26. September, 2014 23:23

@Wortvogel: Hm, nein. Sehe ich anders: Angenommen, es ist ein größerer und langanhaltender Zustand: Dann sind Eltern ungebildet, und die können entsprechend ihre Kinder nicht bilden. Und ungebildete Leute bauen und unterhalten auch keinerlei Infrastruktur. Woher das Know-how für die Basics nehmen, wenn es keiner vermitteln kann? Ich habe lieber keine Autobahn als keine Ahnung, was Buchstaben sind.

Wortvogel
Wortvogel
27. September, 2014 05:32

@ S-Man: Das ist dann aber eher ein postapokalyptisches Szenario. Der Geschichte nach dauern auch die katastrophalsten Krisen nicht länger als fünf bis zehn Jahre.

S-Man
S-Man
27. September, 2014 06:24

Hm, angenommen es kommt zu einer großen Naturkatastrophe, einem Anschlag oder sogar zum Kriegsfall. Ich würde hinterher lieber sehen, dass die Schulen wieder aufmachen, als dass ich Internet kriege. Einer Grundversorgung an befahrbaren Straßen widerspreche ich nicht (zB wegen Rettungswesen). Autobahnen halte ich allerdings in dem Fall für Luxus.

Wortvogel
Wortvogel
27. September, 2014 10:59

@ S-Man: Was nützt dir eine Schule, wenn keine Straßen hinführen? In ein paar Jahren wird es interaktiven Unterricht per digitaler Medien geben, dann reduziert sich die Schulpflicht sowieso. Und ich sprach auch nie von Autobahnen: "grundlegende analoge und digitale Infrastrukturen".

S-Man
S-Man
27. September, 2014 16:18

OK, ich sagte ja, ein gewisses Straßennetz ist notwendig. Aber Bildung hinter die digitalen Sachen zu stellen, nee da werden wir nicht grün miteinander. Ein rein digitaler Unterricht ist sowieso nicht gut, mMn. Schule ist auch für die soziale "Bildung" notwendig, denke ich. Digitale Medien als Unterstützung und vielleicht auch anstelle von Büchern. Aber nicht anstelle von Anwesenheitspflicht und Lehrpersonal. Und dann würde Schule auch ohne digitale Medien funktionieren…

Bzgl. Autobahnen: Sry, da habe ich was reingelesen.

robert
robert
27. September, 2014 17:52

@Howie: Was wird denn "gebraucht"? Du bist dir schon bewusst, dass jede zusätzliche Zweigleisigkeit zusätzliche Kosten verursacht? Von der berühmten "Eiskugel", die das laut Trittin (?) nur zusätzlich kosten soll sind wir nämlich schon weit entfernt.
Wenn man nämlich das Speicherproblem nicht gelöst kriegt, muss man immer weiter auch konventionelle (Gas)kraftwerke nebenher bauen, die die Schwankungen bei den Regenerativen auffangen. Planbar ist ja schön und gut, aber wenn im Winter kein Wind weht kann VW trotzdem nicht einfach sagen: Die Woche ist frei, wir haben keinen Strom für’s Fließband.
Und welche anderen Regenerativen hast du denn noch? Mir fällt da noch die Biomasse ein, die aber genau wie die Solarenergie ihre Energie aus der Sonne zieht, dafür aber noch energieineffizienter ist, weil man den Umweg über die Pflanzen geht. Außerdem wollen wir noch Essen anbauen. Dann gibt’s noch "Exoten" wie geothermische Kraftwerke oder Tidenhub, die ich deswegen unter den Tisch kehre, weil niemand die baut.
Bei der politischen Verantwortung hat sich niemand mit Ruhm bekleckert. Das EEG wurde unter Rot/Grün beschlossen und ich kann mich noch gut erinnern, wie sich die rote Hannelore Kraft mit irgendeinem Solarbaron hat ablichten lassen. Stichwort Hightech-Arbeitsplätze für NRW. Dass dann ein (wahrscheinlich) grüner Energieminister das EEG wieder begrenzt, wo man doch endlich die Chance hat, das "traumtänzer-stigma" loszuwerden und endlich echte Arbeitsplätze schafft, bezweifel ich doch stark.

@perseus: Wie gut, dass Stromerzeugung aus regenerativen Energien kein Problem ist. Deswegen wird bei den Windrädern zu den "Hoch-Zeiten" auch nicht so viel Energie erzeugt, dass das deutsche Leitungsnetz damit überfordert ist. Glücklicherweise leiten wir deswegen unseren tollen Ökostrom auch nicht übers Ausland, damit uns unser Stromnetz nicht um die Ohren fliegt. Mann, was wären die Polen auch sauer, wenn wir sie als Blitzableiter missbrauchen würden.
Deswegen muss die Bundesnetzagentur Energieversorgern auch nicht verbieten, Kohlekraftwerke stillzulegen, weil sie unrentabel geworden sind. Weil wir die schließlich nicht brauchen, wenn mal wieder kein Wind weht und dann das Stromnetz wegen zu wenig Strom zusammenbrechen würde.
Glücklicherweise wird die Aufrechterhaltung der unrentablen Kraftwerke dann natürlich auch nicht auf den Stromkunden umgelegt. Kostet ja schließlich alles nur eine Eiskugel im Monat.
Und natürlich reißen sich die Investoren darum, neue Kraftwerke zu bauen, weil der Strompreis in Deutschland nicht gerade verrückt spielt. Aber die brauchen wir eh nicht, weil der Wind ja planbar ist.
Aber eine Frage hätte ich da doch noch: Nachdem die Regierung(en) Blair massiv in offshore windenergie investiert haben, wieso bauen die plötzlich wieder ein AKW mit fragwürdiger Finanzierung? Sind die etwa wieder vom wahren Glauben abgefallen, die alten Häretiker?

PS: die starken schwankungen der Windenergie kommen übrigens u.a. daher, dass die transportierte Energiemenge proportional zur dritten Potenz der Windgeschwindigkeit ist. d.h. doppelte windgeschwindigkeit = achtfache Energie.

Howie Munson
Howie Munson
27. September, 2014 21:42

Was wird denn “gebraucht”

Sag doch einfach das du keine Lust hast dich mit verlinkten Fakten zu beschäftigen, dann sparen wir alle viel Zeit. Aber ich gebe dir mal eine zweite Chance.
In meine Links oben steht drin, welche Erzeugeungsart wieviel Strom lieferte und wieviel Energiel für Strom, Verkehr und Heizen verbraucht wurde.

Wie schon erwähnt 100% EE-Strom wäre nur 20% EE-Gesamtenergie. Nützt uns also rein gar nichts wenn Öl und Gas alle bzw. zehnmal so teuer wie jetzt sind, dann haben wir zwar Strom, können aber nicht mehr die Heizkosten bezahlen…

Sollte man 100% EE- und/oder Nuklear-Gesamtenergie anstreben braucht man als fünfmal soviel Durchschnittkapazität wie Strombedarf, man muss also sowieso das meiste in einen Gas/Ölersatz synthetisieren. Macht man logischerweise nicht dann wenn Flaute oder das Krafwerk in Revision ist, sondern eben wenn Überschuss erzeugt wird.

Mir fällt da noch die Biomasse ein, die aber genau wie die Solarenergie ihre Energie aus der Sonne zieht, dafür aber noch energieineffizienter ist, weil man den Umweg über die Pflanzen geht.

Rate mal was aus pflanzen wird, wenn sie paar jahrhunderte tief in der Erde liegen. Ist das dann auch ein furchtbarer "Umweg"?

Außerdem wollen wir noch Essen anbauen

Du missgönnst den Landwirten nur noch zu 26% statt zu 41% auf Subventionen angewiesen zu sein und kein Geld mehr dafür kassieren zu müssen das man auf 15% der Flächen mit Absicht nichts anbauen darf?
de.wikipedia.org/wiki/Agrarsubvention#Europ.C3.A4ische_Union
de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsame_Agrarpolitik
de.wikipedia.org/wiki/Flächenstilllegung

Deswegen muss die Bundesnetzagentur Energieversorgern auch nicht verbieten, Kohlekraftwerke stillzulegen, weil sie unrentabel geworden sind. Weil wir die schließlich nicht brauchen, wenn mal wieder kein Wind weht und dann das Stromnetz wegen zu wenig Strom zusammenbrechen würde.

Die zwei Kraftwerksblöcke, die Anfang des Jahres durch die Nachrichten geisterten, darf EnBW nicht abschalten, weil in Südwestdeutschland auch zwei Kernreaktoren vom Netz gehen sollen. Hat insofern nur mit EE so tun, weil sie wegen den niedriegen Preisen an der Strombörse unrentabel geworden sind.

Deswegen wird bei den Windrädern zu den “Hoch-Zeiten” auch nicht so viel Energie erzeugt, dass das deutsche Leitungsnetz damit überfordert ist.

Stell dir vor, wenn es sein müsste könnte man einzeln Windräder bremsen oder gar anhalten. Macht man bei Sturm sowieso.
Aber wie oben schon erwähnt, ich halte nicht für sinnvoll die Maximalleistung ausschließlich für die Stromerzeugung zu nutzen.

Glücklicherweise leiten wir deswegen unseren tollen Ökostrom auch nicht übers Ausland, damit uns unser Stromnetz nicht um die Ohren fliegt. Mann, was wären die Polen auch sauer, wenn wir sie als Blitzableiter missbrauchen würden.

Schon mal nachgeschaut wieviel Strom nach Polen exportiert wird?
http://www.ffe.de/publikationen/pressemeldungen/493-deutschland-steigert-stromexportueberschuesse-um-50-in-2013

Und dann zeichne doch mal in eine Karte ein, von welchen deutschen Windpark zu welchen deutschen Abnehmer der Strom über Polen fließen soll…..
kleiner Tipp: Tschechien wäre als Abkürzung deutlich glaubwürdiger…

Und natürlich reißen sich die Investoren darum, neue Kraftwerke zu bauen, weil der Strompreis in Deutschland nicht gerade verrückt spielt.

de.wikipedia.org/wiki/Liste_geplanter_Kohlekraftwerke_in_Deutschland

de.wikipedia.org/wiki/Liste_geplanter_und_im_Bau_befindlicher_Gaskraftwerke_in_Deutschland

achdem die Regierung(en) Blair massiv in offshore windenergie investiert haben, wieso bauen die plötzlich wieder ein AKW mit fragwürdiger Finanzierung?

Was das subventionierten und preisgarantierte Kernkraftwerk bei den Briten betrifft: auch Nuklearsprenköpfe haben eine Halbwertzeit. Ökonomisch sinnvoll ist es jedenfalls nicht, einen Abnahmepreis zu garantieren, der über den Sätzen von hier nach Sebtember 2014 gebauten Großsolaranlagen liegt.

für 35 Jahre ab Inbetriebnahme eine garantierte Einspeisevergütung in Höhe von 92,5 Pfund/MWh plus einem jährlichen Inflationsausgleich auf Preisbasis 2012 zu (derzeit 116 Euro/MWh).

Also 11,6 Cent/KWh plus Inflationsausgleich.
de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Hinkley_Point

Dachanlagen bis 1 MWp 11,43 Cent/kWh
Dachanlagen und Freiflächen bis 10 MW 9,18 Cent/kWh

de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#Photovoltaik
(Unterste Tabelle)

robert
robert
28. September, 2014 16:45

In meine Links oben steht drin, welche Erzeugeungsart wieviel Strom lieferte und wieviel Energiel für Strom, Verkehr und Heizen verbraucht wurde.

Und ich hab das absichtlich ignoriert, weil ich nur über die Stromerzeugung reden wollte. Die ist nämlich keineswegs "nicht das Problem" wie Perseus behauptet hat, was ich oben zu zeigen versucht hab.
Deswegen war die eigentliche Frage auch: Was tun, wenn im Winter kein Wind weht? Weil, wenn, wie du schreibst(?), das Ziel nicht 100% Strom aus EE ist, brauchen wir Plan B.

Rate mal was aus pflanzen wird, wenn sie paar jahrhunderte tief in der Erde liegen. Ist das dann auch ein furchtbarer “Umweg”?

Bei sowas frag ich mich, ob du darauf eine ernsthafte Antwort haben willst, oder nur meine Intelligenz und/oder Geduld testen?

Du missgönnst den Landwirten nur noch zu 26% statt zu 41% auf Subventionen angewiesen zu sein und kein Geld mehr dafür kassieren zu müssen das man auf 15% der Flächen mit Absicht nichts anbauen darf?

Das Zauberwort ist natürlich immer "großtechnisch". Wenn wir nämlich ne Stadt wie Hamburg (und Umgebung) nur aus Biomasse versorgen wollen, dann konkuriert es eben sehr wohl mit der Nahrungserzeugung.

Die zwei Kraftwerksblöcke, die Anfang des Jahres durch die Nachrichten geisterten, darf EnBW nicht abschalten, weil in Südwestdeutschland auch zwei Kernreaktoren vom Netz gehen sollen. Hat insofern nur mit EE so tun, weil sie wegen den niedriegen Preisen an der Strombörse unrentabel geworden sind.

mal n fettes "HÄ?" von mir. genau das hab ich doch geschrieben: Der subventionierte Ökostrom macht die Kraftwerke unrentabel. Deswegen möchte der Betreiber sie abschalten. Darf er aber nicht, weil das die Netzstabilität gefährden würde.
Und weiter: Ist ein Problem, weil wir die Kraftwerke ja offensichtlich brauchen. Und in Zukunft auch brauchen werden, wenn keine Speichertechnologie kommt. Also muss man ggf. welche neu bauen. Das will aber dann keiner mehr machen, weil man damit kein Geld verdienen kann. Folge: Mehr Kosten für alle, entweder direkt übern Strompreis oder indirekt als Subvention für den Kraftwerksbau.
Was mich direkt zu

de.wikipedia.org/wiki/Liste_geplanter_Kohlekraftwerke_in_Deutschland

de.wikipedia.org/wiki/Liste_geplanter_und_im_Bau_befindlicher_Gaskraftwerke_in_Deutschland

führt. Du liest deine eigenen Links aber auch nicht, oder? 1/3 der KKW sind wegen mangelnder Finanzierung "auf Eis".
Bei den GasKW steht’s sogar direkt drin:

Infolge starker Überkapazitäten im deutschen und europäischen Kraftwerkspark […], ruhen aktuell die meisten konventionellen Kraftwerksprojekte, da die Wirtschaftlichkeit aktuell häufig nicht mehr gegeben ist.

Das ist natürlich von den Wikipedianern schlau geschrieben, so dass nicht direkt gesagt werden muss: Der EE-Strom macht den Strommarkt kaputt, denn die "Überkapazitäten" kommen bestimmt nicht von den konventionellen Kraftwerken. Vor allem, weil gerade die deutschen AKWe abgeschaltet werden.

Schon mal nachgeschaut wieviel Strom nach Polen exportiert wird?

Polen! http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/Polen-Tschechien-wehren-deutschen-Strom
Ich verleihe dir aber einen "??? – Die drei Fragezeichen"-Punkt, weil du auf Tschechien ganz alleine gekommen bist.
Aber den muss ich dir leider gleich wieder abziehen, weil du den Unterschied zwischen "umleiten" und "exportieren" nicht so ganz hingekriegt hast.
Disclaimer: Als ich den Artikel beim Suchen aufgerufen hab, konnte ich ihn vollständig sehen, jetzt krieg die Aufforderung, mich zu registrieren, um mehr als den Teaser lesen zu können. Aber schon die Überschrift + erster Absatz sagen genug aus.

Ökonomisch sinnvoll ist es jedenfalls nicht, einen Abnahmepreis zu garantieren, der über den Sätzen von hier nach Sebtember 2014 gebauten Großsolaranlagen liegt.

du weichst der Frage aus: Wieso machen die das, wenn’s so offensichtlich ökonomisch unsinnig ist?

Howie Munson
Howie Munson
28. September, 2014 19:29

ach die ignorierst also mit Absicht, dass die Stromerzeugung nicht das größte Problem ist, wenn der Ölpreis wieder steigt?

Naja, dann glaub halt weiter daran, dass es für immer billige Kohle und billiges Gas geben wird und das GB keine Kernkraft betreiben muss, um langfristig Atommacht bleiben zu können.
(Wenn sie jetzt kein neues bauen haben sie ab 2024 nur noch ein einziges… )

Und weiterhin viel Spass beim Schimpfen auf die "grüne" Bundespolitik der CDU seit 9 Jahren.

robert
robert
29. September, 2014 00:21

Ich wollte zeigen, dass es sowohl praktische Probleme bei der aktuellen Umsetzung der "Energiewende" gibt, als auch welche prinzipieller Natur, die mMn nicht ausreichend beantwortet sind.
Deswegen bin ich absichtlich nicht auf deine Versuche eingegangen, diverse Nebenschauplätze zu eröffnen, während du um das Wesentliche einen weiten Bogen machst.
Aber drollig isses schon, jetzt plötzlich die "Ölschock"-Karte zu spielen.

Jor
Jor
29. September, 2014 10:03

Das wäre doch mal ein schönes Projekt, ein Stromsystem etablieren, welches die schwächen des Ökostroms kennt und ausgleicht. Sprich man etabliert günstige Backup Quellen, die relativ einfach und schnell einspringen können, sollte der Biostrom knapp werden und die man genauso schnell wieder abschalten kann. Zeitgleich den ganzen Automobilsektor auf Energieautos trimmen.

Wenn man Drogen frei gibt, dann staatlich produzierte bitte. Mit Gütesiegel, Steuer und allem. Immerhin gibt es dann die Sicherheit über Inhaltstoffe z.B. THC Gehalt und man schafft sich nicht organisierte Schmugglerbanden wie die Niederlande.

@ Mars
Frage mich immer, warum da niemand mit einer Tonne Pflanzensamen hoch fliegt, diese in die Atmosphäre kippt und abwartet. Warum halten wir uns an die Star Treck Direktive, wenn da oben schon längst ein Utopia wachsen könnte?

Wortvogel
Wortvogel
29. September, 2014 10:08

@ Jor: "ein Stromsystem etablieren, welches die schwächen des Ökostroms kennt und ausgleicht" – jau, und als nächstes gewinnen wir alle im Lotto, heilen Krebs mit Fanta Light und den Hunger in der Welt durch Beten. Nur schade, dass die Physik da nicht mitspielt.

Was die Drogen angeht: Einfach mal den verlinkten Artikel lesen.

Howie Munson
Howie Munson
29. September, 2014 11:25

Der "Nebenschauplatz" ist aber halt 80% des Energiebedarf. 100% eneuerbare Energie werden wir die nächsten 20 Jahre nicht sehen, ebensowenig wie das endgültige versiegen vom Öl.

Die "aktuellen Umsetzung der Energiewende" ist eine reine "Stromwende" und seit Jahren auf ZickZackkurs und daran wird sich auch nichts ändern, wenn nicht mal einer ein Gesamtkonzept der Energieversorgung überlegt, das auch alle erreichen möchten. Aber das ist ja für dich ein Nebenschauplatz, von daher lass dich nicht stören und schimpf weiter auf die "grüne" Politik die seit 9 Jahren von den schwarzrotgelben gemacht wird.

Dann frag mich bitte auch nicht, "was wird denn gebraucht", wenn du die Antwort nicht lesen willst und behaupte nicht, ich würde "plötzlich" die “Ölschock”-Karte spielen. In meine ersten Posting steht schon:

Im übrigen ist Strom nur 20% von unseren “Hochenergiebedarf”, man muss sich also sowieso noch ganz andere Gedanken machen, als nur darüber, wie man Energie elektrisch speichern kann.

Und DIE Gedanken muss man auch machen, falls das mit der Kernfusion doch mal klappt oder man sich doch entschließt, alles mit Kernkraftwerken zu versorgen.

Thema war übrigens "Leuturmprojekt EE" von Uli. Der hat nicht geschrieben, dass man die Energiewende wie bisher weiter betreiben soll. Auf das Posting haben wir beide ursprünglich geantwortet.
Und ich bezog den "Leuchtturm Kernfusion" von Nikolai mit in meine Argumentation ein, das man eine Kategorie größer denken muss, wenn die Leuchtürme wegweisend sein sollen.

Jor
Jor
29. September, 2014 14:32

Wenn man durch Beten schon Mauern zum Fall bringen kann
http://www.ojc.de/salzkorn/2010/gebet/beten-freundschaft/

Spass beiseite, momentan werden schon verstärkt "Hausbatterien" gefördert und Millionen in Stromspeicherprojekte gegeben. Die Entwicklung im Handy und Laptop-Bereich sind enorm und soviel ich als Laie verstehe, noch lange nicht übertragen in den Auto- bzw. Haussektor.
Oder meintest du mit Physik Problemen etwas anderes?

Mencken
Mencken
29. September, 2014 15:13

Kleidergrößen gibt es ja bei Anzügen (und Hosen, Jacken usw. entsprechender Hersteller) schon lange. Anprobieren würde ich trotzdem immer wollen, zumal der Schnitt ja auch entscheidend ist, Kleidung kann ja tatsächlich auch bei Einhaltung identischer Größenangaben (etwa 32 Bund) durchaus unterschiedlich ausfallen und die einzige Lösung – Standardschnitte für alle Kleidungsstücke- erscheint mir dann doch wenig erstrebenswert.

Wortvogel
Wortvogel
29. September, 2014 15:19

@ Jor: "gefördert" und "in Projekte gegeben" sind Nullargumente – weil die Probleme nicht gelöst sind, so lange sie nicht gelöst sind. Eine komplette Umstellung wird erst möglich sein, wenn zwei Durchbrüche geschafft sind: Solarzellen aus preiswerten Materialien mit extrem hoher Ausbeute und Batterien, die ohne Giftstoffe auskommen, schnell große Leistung aufnehmen und wieder abgeben können. "Da arbeitet man dran" ist zu "Das gibt es" wie "Wir suchen nach Aliens" zu "Guck mal, da sind sie".

@ Mencken: Komplett am Thema vorbei – niemand bestreitet, dass es Kleidergrößen gibt. Die Rede ist von verbindlichen Kleidergrößen. Und bei 32 darf zwar die Hose, nicht aber die Bundweite unterschiedlich ausfallen.

Mencken
Mencken
29. September, 2014 19:41

@Wortvogel: Nö, passt schon zum Thema. Bei Anzügen sind die Größen fest definiert und das wird auch herstellerübergreifend so eingehalten. Und auch die Bundweite ist eben vom Schnitt betroffen, je nach z.b. Oberschenkelpassform oder Sitzhöhe können zwei Hosen kompett unterschiedlich ausfallen, obwohl beide Bundweite 32 haben und diese Bundweite auch einheitlich interpretiert haben. Da müsste man eben genau festlegen, wo denn der Bund zu sitzen hat und damit wäre man dann wieder bei den von mir erwähnten Einheitsschntten.

Wortvogel
Wortvogel
29. September, 2014 20:07

@ Mencken: Es wird nicht wahrer, wenn du es wiederholst – Bundweite ist nicht Schnitt oder Passform. Und 32 Zoll sind 32 Zoll. Die können nicht kleiner ausfallen.

Howie Munson
Howie Munson
29. September, 2014 20:29

@Menken: ne, man muss sich nur darauf einigen, wo man die "Beckenweite" anlegt, dann ist es egal wo der Bund konkret sitzt und man kann sich wenigsten sicher sein, dass der Popo reinpasst und die Hose nicht vom Hintern fällt. Die Bundweite alleine ist doch völlig sinnlos als Maßangabe, wenn eben jener Bund mal am Bauchnabel und mal mit Maurerdekoltee gemessen wird.

Und statt "slim fit", "legal", "straight" "normal" und "comfort" (hab sicher noch paar Begriffe vergessen) die bei jeder Firma anders ausfallen, könnte man auch einfach gleich erwähnen, welchen Umfang die Hosenbeine am Oberschenkel und am Knöchel konkret haben.

Einfach drei Zahlen mehr ranschreiben, die dafür in der ganzen EU das gleiche bedeuten. Ist mir auch völlig egal, ob in Zoll oder Zentimeter. Das mir der Schnitt dann nicht gefällt ist weniger schlimm als das ich erstmal 10 Jeans anprobieren muss, die entweder zu eng oder zu weit sind, bis dann endlich mal eine passt.

Nachtrag: das es daneben auch 34er Hosen gibt, die am Bund enger sind als 32er ist noch ein ganz anderes Thema…. oder 30er fast so lang ausfallen wie 34 wenn wir in die Längenangabe nehmen.

Mencken
Mencken
29. September, 2014 22:22

@Wortvogel: Sage ich ja auch icht, mein Punkt war, daß die Bundweite allein sinnlos als Angabe ist, da Schnitt und Passform trotzdem zu vollkommen anderem Sitz führen können, auch wenn die 32 Zoll jeweils strikt eingehalten werden

@Howie: "Die Bundweite alleine ist doch völlig sinnlos als Maßangabe, wenn eben jener Bund mal am Bauchnabel und mal mit Maurerdekoltee gemessen wird. "

Sage ich doch. Sich auf eine exakte Stelle einigen reicht allerdings nicht als Abhilfe (wie auch? Trägt ja nicht jeder die Hose auf gleicher Höhe), dann müsste man tatsächlich noch deutlich mehr Angaben aufführen. Selbst wenn man vom resultierenden Verlust an gestalterischer Freiheit mal absieht, sehe ich allerdings keine Verbesserung darin, künftig auch noch diverse Schnitte (slim-fit, comfort usw.) europaweit durchzunormen und den Konsumenten zu zwingen, sich künftig noch mehr Kleiderangaben zu merken. Ist doch toll, wenn man eine große Vielfalt hat und jetzt kann sich ja auch jeder die Marken und Modelle merken, die ihm passen, auch nicht schlimmer, als sich diverse Größenangaben einprägen zu müssen (müsste dann ja auch wissen, was meine Comfort-, meine Slim-fit- usw. Größe ist).

Howie Munson
Howie Munson
29. September, 2014 23:59

@Menken: Die Maße muss man sich nicht merken, die kann man auch messen. Und wenn ich erstmal eine Hose anprobiert habe, kann ich auch an deren Angaben schlussfolgern, welche Maße besser passen könnten.

Auch das Argument "nicht jeder trägt die Hose auf derselben Höhe" wiederspricht nicht einer Normangabe. Dann nehmen wir halt den Umfang an der weitesten Stelle von der Hose. Wenn der zu klein ist, weiß ich vorher, dass ich nicht reinpasse und wenn der zu groß ist weiß ich auch vorher, dass die Hose an mir komisch aussieht. Also wir hätten dann Bundweite, Schrittlänge, Maximalweite (Becken), Maximalweite (Bein) und Minimalweite (Bein). Einfach in Zoll oder Zentimeter. Denn Zoll und Zentimeter sind im Gegensatz zu "slim", "legal," "comfort" oder "normal" festgelegte Einheiten und ändern sich nicht je nach Mode oder Hersteller….

Das beste ist: Es muss sich keiner die Zusatzmaße merken, wenn ihm das zu anstrengend ist. Ich will die anderen nichtmal abschaffen, wenn da jemand dran hängt. Und von mir aus können da auch nochmal soviele Stellen definiert und vermessen werden.

Wo du den Verlust von gestalterischer Freiheit und Vielfalt siehst, nur weil Kleidungstücke (vermutlich automatisch am Schnittmuster) an weiteren Stellen abgemessen werden, verstehe ich aber wirklich nicht.

robert
robert
1. Oktober, 2014 01:51

@Howie: Um’s mal klar zu sagen: Ich habe dich schon in deiner ersten Antwort falsch verstanden. Für mich war "Energiewende" immer der Atomausstieg+EEG(aka Windräder und Solarzellen). Ich hatte da den Eindruck, dass du als Ziel nicht 100% EE-Strom hast und die Frage "was wird denn gebraucht?" war in Anlehnung an deine Formulierung dann die Frage, welchen Energiemix klassisch/EE du dir denn als Ziel vorstellst.
Ein gesamtübergreifendes Energiekonzept schön und gut, aber mir drängt sich trotzdem die Frage auf: Wenn schon die "Stromwende" nicht richtig funktioniert, wie soll dann der Rest gutgehen?
Deine penetrante Erwähnung der CDU ist übrigens auch irritierend. Ich habe mit keinem Wort auf eine bestimmte Partei geschimpft. Wenn du’s unbedingt wissen willst: Ich sehe ein parteiübergreifendes Versagen der Umweltpolitiker, die entgegen der Warnungen von (Energie-)Experten mit dem Kopf durch die Wand woll(t)en.

Mencken
Mencken
1. Oktober, 2014 11:04

@Howie: Das klingt furchtbar kompliziert, ich sehe da keinen Vorteil gegenüber dem derzeitigen System.
Mag aber auch daran liegen, daß ich meine Kleidung überwiegend nicht aus dem Versandhandel beziehe.

Little Feller
Little Feller
1. Oktober, 2014 11:48

@Howie #23:
"Naja, dann glaub halt weiter daran, dass es für immer billige Kohle und billiges Gas geben wird und das GB keine Kernkraft betreiben muss, um langfristig Atommacht bleiben zu können."

Billige Kohle? Die wird doch mit Milliarden vom Bund subventioniert. Und das schon seit Jahren und noch ein paar weitere Jahre, diese extrem ökologische Form der Energiegewinnung.

Zu den Hosen:
Also ich weiss nicht wie andere das machen, aber ich habe durchaus Hosen die unterschiedlich aussehen(absichtlich) und da ist der Schnitt usw. schon entscheidend. Und da ich kein Fachmann bin würden mir weitere Angaben nicht weiterhelfen, nur Anprobieren. Es wäre natürlich von Vorteil wenn eine 34 eine 34 wäre und mir dann eine kompetente Verkäuferin eine passende Hose für den gesuchten Schnitt liefern kann. Weiterführende Vorschriften halte ich für nicht sinnig.

Howie Munson
Howie Munson
1. Oktober, 2014 13:14

@Menken & littleFeller: Ich bezweifel nicht, dass für die meisten die jetzigen Maßangaben ausreichend sind, für mich sind nur die ganzen Passform Schlagwörter völlig sinnlos, eben diese würde ich durch konkrete Maße ergänzen/ersetzen.

@Robert: Ok dann haben wir aneinander vorbeiargumentiert.

Ich halte es für unsinnig das Stromnetz für 80% "nicht fossil" oder gar mehr zu optimieren, wenn man Überschüsse sinvoller und zeitversetzt in anderen Energieformen nutzen könnte , bzw müsste, um insgesamt mehr als 50% der Gesamtenergie "nicht fossil" bereitzustellen.

Die CDU erwähnte ich so penetrant, weil die erstmal eine Atomlaufzeitenverlängerung versprochen und auch gemacht haben, um dann wieder fast so auszusteigen wie 2002 geplant. Und unter anderen deswegen hat vor Fukushima keiner die Notwendigkeit gesehen, das Stromnetz darauf vorzubereiten, dass in Süddeutschland Kraftwerke wegfallen.
(Das hat kein Umweltminister allein zu verantworten, dass da 5 GW Leistung in Süddeutschland auf einen Schlag wegfielen, die 5 Monate vorher noch mindestens 8 Jahre laufen sollten und für dass Stromnetz ist ein anderer Minister zuständig. Das nie diese 5 GW in Artikeln erwähnt werden, wenn es um den Netzausbau oder den Zwangsbetrieb von 600MW geht, finde ich auch bestenfalls "stark vereinfachend".)

Eben deswegen und weil sämtliche Energie-Endpreise seit Jahren steigen, halte ich einen parteiübergreifenden, budeslandübergreifenden und energieformübergreifenden Konsens darüber, wo und wie man generell hin will (und was man gegebenfalls als Plan B umsetzt) für wichtig, damit mal wieder langfrister und verbindlich geplant wird, als bis zum nächsten Regierungswechsel.