Die Zeit, sie verging so schnell – zu schnell! Schon Mittwoch und immer noch das Gefühl, gerade erst angekommen zu sein.

Um noch ein besseres Gefühl für die Stadt zu bekommen, beschlossen die LvA und meine Wenigkeit, noch einmal den (mit 22 Pfund online – 30 Pfund vor Ort) überteuerten „Big Bus“ für eine Stadtrundfahrt zu erklimmen. Das Wetter war durchwachsen, aber nicht nass, so konnten wir auch prima auf dem Oberdeck sitzen. Viel Konkurrenz um die Plätze gab es an diesem Vormittag angenehmerweise nicht:

bigbusDer Vorteil einer solchen Tour ist nicht nur, dass man einiges über die Stadt lernt – man sieht auch spontan viele Orte, die man später vielleicht noch mal besuchen will. Amüsant fanden wir, dass der Erklärbärtext, der per Ohrhörer eingespielt wurde, über die Jahre um aktuelle Ereignisse ergänzt wurde – immer wieder wurde die sonore Stimme des Originals von einem deutlich jüngeren Sprecher unterbrochen, der von Kate & William und dem Shard-Neubau erzählte.

Profi-Tipp: Sollte sich jemand in London in Not befinden, weil ihm Ohrhörer fehlen, so braucht er bloß auf dem Häuschen der Bushaltestelle bei der Zentrale des „Big Bus“-Unternehmens nachzuschauen:

ohrhöhrerBleiben wir noch kurz beim Thema Ohrhörer: die müssen mittlerweile wirklich Centartikel sein, denn in den Bussen liegen sie kistenweise und man kann sich problemlos eine Handvoll mitnehmen. Außerdem umsonst und reichlich: klein verpackte Regenponchos. Von beiden Produkten werde ich dieser Tage zwei Sets verlosen!

Sightseeing war also schon mal schön und interessant gewesen. Nun hatten wir aber deutlich Hunger – und ich mir schon ein Ziel ausgesucht:

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Ich darf vorstellen: „Five Guys Burgers and Fries„, eine Kette aus Brooklyn, die zwei Filialen in England aufgemacht hat, davon eine in der Nähe des Leicester Square. Hier ist „hardcore fastfood“ angesagt: 12 Jungs arbeiten im Akkord, um die Burger nach Kundenwunsch extrem frisch zusammen zu stellen. Man kann sich das Teil wirklich bis ins Detail pimpen – no two are alike. Die Pommes gibt es neben „salty“ auch „spicy“, was ich empfehle, wovor ich gleichzeitig auch warne. Die meinen das so! Die Burger kommen in Folie, die Pommes in Becher, alles zusammen in eine schicke braune Papiertüte – ab dafür!

Mein Urteil: exzellente Zutaten, ohne Schnickschnack, große Portion, angemessen reduziert in der Präsentation. US-Fastfood ohne wenn und aber. Wortvogel approved. Die einzige Extravaganz erlaubt sich „Five Guys“ bei den Getränken. Free Refill ist erfreulicherweise angesagt, und zwar an diesem Getränkebot:

five2Aus unglaublichen 107 Varianten aus dem Hause Coca Cola kann man sich hier per Touchscreen seinen liebsten Softdrink zusammen stellen – und da man auch mischen kann, sind die Möglichkeiten faktisch unbegrenzt. Allein NEUN Versionen von Coke Zero bietet der Automat an. Und Eis. Ich bekam fast einen Herzinfarkt vor Freude (kann aber auch am Burger gelegen haben).

Ich bin auch nicht der Einzige, der so denkt:

guys

Fand ich toll. Gehe ich wieder hin. Die LvA möchte allerdings angemerkt wissen, dass die Burger zu teuer sind (6,75 bis 8,75 Pfund).

Bevor jetzt einer (mit entschärfendem Smiley natürlich) fragt: doch, meine Ernährung ist und bleibt umgestellt. Aber ich werde mich auf einem Urlaub wie diesem doch nicht selbst kasteien. Zumal ich die zusätzlichen Kalorien auch wieder abgelaufen habe. Während ich das schreibe, tunke ich weinend Babykarotten in meinen Low Fat-Joghurt…

„Five Guys“ sollte nicht das letzte Highlight des Tages gewesen sein. In einem Artikel der Huffington Post über die besten Dating-Plätze in London hatte ich von einem mehr als 100 Jahre alten Kino gelesen, das mir bisher völlig unbekannt gewesen war. Das „Electric Cinema“ befindet sich auf der berühmten (und sehr hippen) Portobello Road, wurde über die Jahre immer weiter zum Edelkino ausgebaut und gönnt sich eine Ausstattung, die deutsche Lichtspielhäuser blass werden lässt:

cinema-double-beds

(Symbolbild – das sind nicht wir!)

Genau. Die haben nicht nur Ledersessel und Sofas, sondern eine erste Reihe aus sechs Betten mit Kaschmirdecken. Ich hatte mir und der LvA natürlich das Bett in der Mitte vor der schönen Leinwand gemietet (30 Pfund für beide), dazu gab’s Kekse und Getränke.

Das „Electric Cinema“ ist ein einmaliges Erlebnis, das sehr schön von diesem launigen und mit vielen Stars besetzen Trailer verdeutlicht wird:

http://www.youtube.com/watch?v=C3b4CoOHSDE

Kein Scherz: Die Toiletten sind tatsächlich einen Besuch wert.

Wer mehr über das „Electric Cinema“ wissen will, der findet hier ein schönes Booklet über die Historie des Hauses.

Nun wollt ihr natürlich alle wissen: was hat er denn da so gemütlich flegelnd mit seiner LvA geguckt, der feine Herr Wortvogel? Die Antwort: den perfekten Film für eine Date-Nacht in London.

Ein erwartungsgemäß und doch überraschend wunderbarer, bezaubernder, poetischer, kitschiger, witziger und denkanstoßender Film über zweite, dritte, vierte und fünfte Chancen. Danke, Richard Curtis.

Nach dem Zurückschlendern über die ausgestorbene Portobello Road bei Nacht stellten wir fest, dass London immer noch früh dicht macht, obwohl die strengen Sperrstunden eigentlich nicht mehr ganz so verpflichtend sind: wir haben die letzte Ubahn kurz nach Mitternacht verpasst. Aber was ist schöner in einer Date-Night als die Fahrt mit dem Taxi durch die Stadt von Sherlock Holmes und Jack the Ripper?

Es folgte der Donnerstag. Shopping-Großkampftag auf der Oxford Street. Wieder Uniqlo, aber auch LK Bennett, Hobbs, Banana Republik, Clarkes. Zwischendurch mal bei Selfridges rein, nach einem Toastständer gesucht. Keinen gefunden. Dann in die große Zeitschriftenabteilung. Die LvA kümmerte sich um berufliche Lektüre, ich griff diese beiden Hefte ab:

mags

Beim „Skeptic“ fasziniert mich, dass die immer noch das gleiche miese Papier und das lahme Layout (DTP anno 1994) verwenden. Außerdem verschwenden sie zuviel Platz mit endlosen Diskussionen. „New Humanist“, den ich bisher nicht kannte, hat mich dagegen voll überzeugt. Abwechslungsreich, ausgewogen, anspruchsvoll – und mit einem Layout, das an „Newsweek“ und „Time“ erinnert. Wird sicher künftig öfter auf meiner Liste stehen.

Nach dieser Shoppingtour merkten wir doch, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind. Eine Pause im Hotel war von Nöten. Die gönnten wir uns auch. Weil am Abend die Füße immer noch weh taten, gab es keine Experimente: ab zu „Pizza Express“ gleich um die Ecke. Da hatten wir vor über drei Jahren auch schon an Silvester gegessen.

Am Freitag ging es schon wieder deutlich besser, auch wenn das Wetter eher schlechter wurde. Es nieselte immer wieder, ohne Schirm gingen wir nicht raus. Die LvA hatte im Reiseführer die „Brick Lane“ entdeckt, ein indisches Viertel mit vielen Restaurants, das auch „Banglatown“ genannt wird. Das las sich sehr gut, davon hatte ich noch nie gehört – nichts wie hin!

brick-lane

Tatsächlich reiht sich in der Brick Lane ein Curry-Restaurant an das Nächste – und vor jedem steht ein Kellner, der die Passanten mit Angeboten („10 per cent off! First round of drinks free!“) reinlocken will. Aber das ist nur semi-aufdringlich und eigentlich sehr charmant – zumal sich die Gegend wirklich den authentischen Charme bewahrt hat. Hier finden sich viele kleine Klitschen, in denen man u.a. die neusten Bollywood-Streifen (vermutlich als Raubkopien) und viele indische Zeitschriften kaufen kann.

Fast hätte ich übrigens ein billiges T-Shirt mit dem Superman-Logo und dem Spruch „Keep calm and save Metropolis“ gekauft – aber es war ein Großhändler, ich hätte eine ganze Kiste nehmen müssen.

Trendy wird Brick Lane, wenn man von der Station Aldgate East kommt, erst nach ein paar Hundert Metern. Dann mutiert die Gegend zu einer Mischung aus Portobello Road und Camden Market, wenn auch nicht ganz so touristisch. Es gibt coole Hinterhöfe, Vintage-Läden und Kunst zu entdecken:

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Und hier findet sich der versprochene „Meat Porn“:

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So ist auch die Brick Lane mit ihren zwei Gesichtern allemal einen Ausflug wert. Gegessen haben wir bei „Muhib Indian Cuisine„. Eine fette Speisekarte, hochwertige Zutaten, würziges Curry, riesige Portionen, kleine Preise – genau so hatte ich mir das vorgestellt. Mjam!

So vollgefuttert musste natürlich ein anständiger „afternoon tea“ her. Den nahmen wir im „Corinthia Hotel“ ein, der dem Citadines gleich gegenüber liegt. Bestes Porzellan, ausgesuchter Service – in dieser Atmosphäre lässt es sich prima den fiesen Regen aussitzen:

Corinthia-LondonMan muss allerdings bereit sein, für ein Kännchen Tee 6,50 zu zahlen. Pfund.

Ich freute mich, dass nun Zeit für einen echten Abstecher zu „Forbidden Planet“ war, wo sich prompt zeigte, warum der Laden so gut läuft – Sherilyn Kenyon war gerade zur Autogrammstunde da und signierte „Styxx“:

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Und was ärgerte ich mich, am nächsten Tag keine Zeit zu haben – ich hätte DEN HIER zu gerne getroffen:

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Indisches Essen, Regen, Teatime – weil das alles so bezaubernd englisch war, setzten wir noch einen drauf: „Agatha Christie’s Mousetrap„, jenes Krimi-Theaterstück, das seit unglaublichen 60 Jahren ununterbrochen hier aufgeführt wird. Für jeden Fan klassischer „Whodunits“ ist das ein echtes Vergnügen – und ich werde einen Teufel tun und den Mörder verraten!

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Nicht weniger hübsch als die Aufführung und das Buch zum 60. Jubeltag fand ich den Counter im Foyer, der die Shows zählt:

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Ach, wir haben es genossen, auch wenn ich als Autor an der Struktur und der Auflösung des Stücks durchaus was zu kritteln hätte.

Im Regen, zusammen gerückt unter einem großen Schirm, eilten wir danach ins Hotel zurück. Kann ein Freitag der 13. englischer sein?

Wie, schon die ganze Woche rum? Seufz. Doppelseufz. Wir packten unsere Sachen, ließen sie aber noch im Hotel. Schließlich war der Rückflug erst für den Abend geplant. Wir frühstückten noch einmal ausgiebig im „Le pain quotidien“ am Covent Garden, danach spazierten wir die Pall Mall entlang, schauten neugierig in die Schaufenster von Buch- und Tabakläden. Hier gibt es auch viele Herrenschneider, die für mich den Begriff Extravaganz definieren. Wer zur Hölle braucht silberne Kragenstäbchen mit aufwendiger Prägung?

kragen

London halt.

Aber eine Steigerung ist immer möglich – und darum gingen wir zu „Fornum & Mason„, meinem liebsten Luxuskaufhaus der Stadt. Das will was heißen, denn in London gibt es schließlich auch noch Harrods und Liberty. Ich will dort gar nichts kaufen. Es geht ums schlendern, ums anschauen, ums staunen. In der Delikatess-Abteilung ebenso wie in der Papeterie.

Hier gibt es noch echte Armleuchter:

armleuchter

Vom Kaufhaus war es nur ein kurzer Weg zum Leicester Square, wo wir uns in „Muriel’s Kitchen“ einfanden. Ich hätte auf die LvA hören und dem „Wagamama“ zustimmen sollen – das Essen (Bangers and Mash, Chili con carne mit Reis und Nachos) war trocken und relativ blass. Da sind wir Besseres gewöhnt! Wenigstens war das Ambiente nett (shabby chic), und es war auch nicht zu voll.

Wir hätten noch einen letzten Ausflug irgendwo hin einschieben können – aber wir waren nun einfach „durch“. Schnell noch Mitbringsel für den Blog-Admin gekauft und dann ab in die Lounge des Citadines, den Rest der Wartezeit bis zum Rückflug mit Tee und Fernsehen entspannt rumbringen.

Der Taxifahrer, der uns zum Bahnhof Paddington (Agatha Christie-Referenz FTW!) brachte, hatte eine tolle Anekdote drauf. Ein paar Wochen zuvor hatte er eine sehr hübsche Frau gefahren, die ihm von ihrem Modeljob in London erzählte. Sie bat ihn, am nächsten Morgen um 5 Uhr an ihrem Hotel zu sein, damit er sie nach Gatwick zum Flieger bringen könne – sie sei nämlich auch Schauspielerin. Der Taxifahrer freute sich für die enthusiastische junge Dame mit dem schweren südafrikanischen Akzent. Als er sie am Flughafen absetzte, meinte er höflich: „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit der Schauspielerei. Wie heißen Sie denn – falls ich Sie mal in was sehe?“. Die Antwort: „Charlize Theron“.

Und mit dieser Geschichte landeten wir erst in Paddington und kaum eine halbe Stunde später in Heathrow. Der Rest war Routine.

Mein persönliches Fazit (und das der LvA): es war mal wieder toll. Diese Aussage ist das einzige an London, was sich wiederholt, was nicht mehr frisch scheint. Wir denken immer wieder: „Es wird Zeit, mal von den Touri-Attraktionen weg zu kommen, mal das echte London zu suchen“. Aber so lange das „falsche“ London so viel Entertainment zu bieten hat, haben wir es damit nicht eilig.

Das war die chronologische Abfolge der Tage in London, aber ich habe noch diverse Bilder,  die ich euch zeigen möchte. Die kommen dann in einem Bonusbeitrag dieser Tage ans Licht der Welt.



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Hannah

Ich kann den Toastständer von WMF empfehlen – unaufdringliches, schlichtes Design, nicht ganz billig, aber sehr gute Qualität – in Berlin erstanden, nachdem auch ich in London vergeblich gesucht hatte

Lars, too
Lars, too

Dank deiner Beiträge wollen meine Liebste und ich auch im kommenden Jahr nach London. Also erst mal Kudos. 🙂

Zwei Fragen: Wie viel hat euer diesmaliges Hotel pro Nacht gekostet, und ist Gatwick günstiger anzufliegen als Heathrow?

invincible warrior
invincible warrior

Wuhu, endlich ist Five Guys nicht mehr min. 6h Flug entfernt! Der Besuch von Five Guys war immer wieder ein kulinarisches Highlight in meinem Auslandssemester in Florida. Und nix geht über den bestschmenkenden Herztod Bacon Burger all the way.
Haben die eigentlich immer noch all you can eat Erdnüsse (in USA stilecht in ner riesigen Pappschachtel)? Damit konnte man sich die hungrige Wartezeit auch meist gut verkürzen.

Frank Böhmert

Danke wieder einmal für deine ebenso knappen wie pointierten Reiseberichte. Da will ich immer gleich packen und los!

(London on a budget geht natürlich durchaus auch mit viel Spaß, dann landet man halt in den billigeren Gegenden. Ich fand Bethnal Green zum Beispiel spannend! Dort müsste ja auch die Brick Lane liegen, in der ihr gewesen seid. Ist bei mir allerdings schon bestimmt sechs Jahre her; entsprechend dürfte die Gegend ihren Aufschwung genommen haben, denn schon damals hat es überall gebrodelt.)

PabloD
PabloD

@WV/Kommentar 3:
Kann sein, dass ich grad mächtig auf dem Schlauch stehe, aber wie genau hilft mir Wikipedia dabei, aktuelle Hotelkosten zu vergleichen? Gibt’s da wirklich ein Feature, was mir bislang verborgen geblieben ist oder war das ein (Autocorrect-)Vertipper?

Lars, too
Lars, too

@Wortvogel
Die älteren Beiträge kenne ich schon, der Gedanke schlummert auch schon länger im Hinterkopf. Ursprünglich hatte ich auch auf’s The Grand gehofft, bis ich die Zimmerpreise gesehen habe. ^^

Wie sieht es denn aus mit Shoreditch – wart ihr da auch unterwegs, könntest du das als Hub für einen Kurzurlaub empfehlen?

Mencken
Mencken

Turnbull & Asser ist tatsächlich manchmal arg überteuert (qualitativ allerdings auch super, meines Wissens zudem immer „Handmade in England“ und haben von Bond über die Beatles bis zur Königin auch alles an klassisch englischer Prominenz eingekleidet), aber (austauschbare) Kragenstäbchen sind doch eigentlich nicht so ungewöhnlich oder bin ich in dieser Hinsicht tatsächlich so altmodisch?

Silber muss es sicherlich auch nicht unbedingt sein, andererseits aber sicherlich auch kein schlechtes Material (robust, rostet nicht und antibakteriell/keimabtötend) und solche Stäbchen sollten auch ewig halten, was den Anschaffungspreis (was sollen die denn kosten? Schätze um die 100-120 GBP?) etwas relativiert.

pa

„Mousetrap“ sah ich letzten November an einem Montag IIRC. Der Zähler stand gerade bei 25001. Hatte die Jubiläumsvorstellung zufällig um einen Tag verpasst. Nettes Theaterstück, aber doch recht durchschaubar.

Übrigens danke ich für die London-Reiseberichte. Ich besuche die Stadt auch jedes Jahr (diesmal im Oktober) und habe mir schon den einen oder anderen interessanten Tip abgeschaut.

S-Man
S-Man

Ähm… WAS bitte sind Kragenstäbchen???

*an seinem löchrigen Sweatshirt runterschau* Brauch ich sowas auch?

jörsch
jörsch

So wie es dir mit London geht, geht es mir seit einiger Zeit mit Kopenhagen…ich könnt schon wieder in den Flieger…Insgesamt kann ich sehr gut nachvollziehen warum und weshalb es einen immer wieder an den selben Ort zieht. Wenn´s einen halt mal gepackt hat…! Wunderschöner Reisebericht!

Lutz
Lutz

Danke für den Tipp mit dem „Electric Cinema“. Wenn ich das nächste Mal nach London fahre, werde ich mir das echt mal anschauen. Die Preise scheinen zwar gepfeffert zu sein, aber das ist in London ja überall so.

Die Struktur von „The Mousetrap“ stört mich nicht, aber ich finde, dass die Auflösung ein bisschen zu plötzlich kommt. Anders als pa finde ich die Auflösung nicht durchschaubar, nur wenn man sich mit Christie auskennt und merkt, dass sie genau denselben Trick auch in einigen anderen Büchern anwendet. Kanntest du das Stück vorher noch gar nicht?

Peroy
Peroy

Betten im Kino… will mir gar nicht vorstellen, was da schon fùr asselige Sachen abgegangen sein müssen. Oder vielleicht will ich das doch…

pa

@Lutz: Ich kannte das Stück tatsächlich noch nicht. Spätestens in der Hälfte hatte ich mir schon eine Lösung ausgedacht und gehofft, daß es nicht so offensichtlich sei. War es dann leider doch. Aber ich vermute, da steckt wohl mein Film- und Krimi-wissen 60 Jahre aus der Zukunft dahinter. Bei der Premiere des Theaterstücks war es vielleicht origineller. Wurde aber trotzdem ganz gut unterhalten. Hatte vor 2 Jahren „The 39 Steps“ gesehen (auch wegen der Empfehlung hier), dabei hatte ich mich aber köstlich amüsiert. Ich würde letzteres eher empfehlen.

Lutz
Lutz

Mmh, da kommen schöne Erinnerungen hoch. Ich war vor ca. zwei Jahren in NY auch bei den Five Guys, allerdings nicht in Brooklyn, sondern in Manhattan. War klasse, auch wenn mit Pauls Da Burger Joint noch besser gefiel.

Lutz (allerdings ein anderer, als #17)

Mencken
Mencken

„The 39 Steps“ kann ich auch nur empfehlen, in jedem Fall moderner und lustiger als Mousetrap.

Howie Munson
Howie Munson

halb OT: ist eigentlich eine Theaterinszenierung, die im Studio aufgeführt und live gesendet wurde, eine „richtige“ Verfilmung?

Wobei ich natürlich nicht weiß, ob nun Tante Wiki oder eben jene Webseite sich irrt.

Christian

Wieder sehr schön zu lesen – vielen Dank für den tollen Bericht!

Mencken
Mencken

@Wortvogel: Ja, sehe ich auch so, wobei „Mousetrap“ für mich vor allem als Nostalgiestück funktioniert, bzw. eben als klassischer Vertreter der „typical british“ Kultur (die es so ja auch nie gegeben hat).

39 Steps ist das im Original zwar auch, aber ja bereits von Hitchcock schon sehr ironisch in Szene gesetzt und auf dessen Verfilmung (und Gesamtwerk) bezieht sich das Stück ja eindeutig.

Bei den Kragenstäbchen würde ich empfehlen, mal welche aus Metall zu testen, kann ich nur empfehlen, sorgen meines Erachtens für deutlich besseren Kragensitz und fühle sich auch besser an.
Denke auch, dass solche Luxusvarianten durchaus das Wohlbefinden bei einigen Leuten steigern können; halte das für unabhängig davon, ob man den Artikel sehen, bzw. zur Schau stellen kann (gibt ja auch Designerunterwäsche usw.).
Bleibt natürlich letztendlich überflüssiger Luxus (wobei Luxus für mich schon Selbstzweck ist, bzw. gerade erst durch seine Überflüssigkeit zum Luxus wird) und für mich ist das auch nichts, aber immerhin ist das hier ein Objekt, das man lebenslang nutzen kann und das auch qualitativ hervorragend sein sollte (und vermutlich recht wertstabil bleibt). Da gibt es meines Erachtens deutlich sinnloseres/schlechteres, wo man wirklich nur für das Logo/die Marke zahlt.

Dietmar
Dietmar

„Mousetrap“ hat mich geärgert. Den Täter so aus dem Hut zu ziehen, das verzeih ich Agatha nicht.

Ha: Ich war bei Harry Potter und bin auf dem Besen geflogen! Darf man aber leider nicht veröffentlichen.

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