mm2013 Klein

LONER_Silver_72dpi_RGBUSA 2013. Regie: Gore Verbinski Darsteller: Johnny Depp, Armie Hammer, Tom Wilkinson, William Fichtner, Barry Pepper, James Badge Dale, Ruth Wilson, Leon Rippy, Helena Bonham Carter

Story: Die Eisenbahn verbindet endlich Ost- und Westküste. Zur „Feier“ soll Gangster Butch Cavendish hängen. Der entkommt und erledigt mit seiner Gang gleich auch noch die Truppe von Rangern, die auf seiner Spur sind – darunter Dan Reid, der Bruder des braven Staatsanwalts John Reid, der schwer verletzt überlebt. Es ist der schräge Komantsche Tonto, der John rettet und ihn zum „Spiritwalker“ erklärt, der nicht sterben kann. Als „Lone Ranger“ ist Reid fortan entschlossen, die Mörder seines Bruders der Gerechtigkeit zu zu führen – stellt aber fest, dass Gerechtigkeit im Wilden Westen ein flüchtiges Gut ist und die Verschwörung rund um den Bahnbau bis in höchste Kreise reicht…

Kritik: Ich hasse es, wenn so etwas passiert. Gegen meinen erklärten Willen ist mir natürlich nicht verborgen geblieben, dass „Lone Ranger“ in den USA böse gefloppt ist, was für Disney eine echte Katastrophe darstellt. Nach „John Carter“ 2012 hat man damit wieder eine Mega-Produktion, die eigentlich eine Franchise starten sollte, in den Sand gesetzt. Und zum Geld- kommt auch der Gesichtsverlust, denn die Kritik ist mit „Lone Ranger“ ebenfalls nicht freundlich ins Gericht gegangen. So überschlagen sich diverse Webseiten schon jetzt mit Analysen, was alles schief gelaufen ist – und was ich gar nicht wissen will. Generell wird konstatiert, dass „Lone Ranger“ nach „Wild Wild West“ und „Cowboys and Aliens“ der dritte Crossover-Western ist, der sich an seiner eigenen Hybris und dem Größenwahn der Macher verschluckt.

Für mich ist das besonders ärgerlich, weil ich ein echter „Lone Ranger“-Fan der alten Schule bin. Ich hatte schon als Vierjähriger ein Comic, das nach Motiven der alten TV-Serie gezeichnet worden war, mit einem tollen Farbfoto von Clayton Moore auf dem Cover. Ich habe in den 80ern die grottige Filmation-Trickserie zu „Lone Ranger“ geliebt. Ich habe seinerzeit sogar auf Kabel1 den entsetzlich doofen, aber ganz hübsch anzusehenden Pilotfilm von 1981 gesehen. Der zweite TV-Pilot von 2003 ging allerdings gar nicht – schon allein deshalb, weil der Ranger hier im wahren Leben „Luke Hartman“ heißt. Geht’s noch?

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Für mich ist „Lone Ranger“ immer ein perfektes Serienformat gewesen: ein maskierter Westernheld zieht mit seinem Indianer-Sidekick durch die Prairie und sorgt für Gerechtigkeit. Wie man das zu einem Blockbuster mit mehr als 200 Millionen Budget aufblasen kann, erschließt sich mir nicht.

Genervt hat mich auch das Presseheft zum Film (immerhin 68 Seiten). Das strotzt vor Arroganzien wie

Johnny Depp, Gore Verbinski und Jerry Bruckheimer – das erfolgreichste und kreativste Dreiergespann der Kinogeschichte ist zurück! Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um sich jetzt schon auf das ideenreichste Kinoevent des Sommers zu freuen.

und

Die Kultkostüme, die der Lone Ranger und Tonto in der klassischen TV-Serie trugen, kannte Rose allerdings. Aber weder sie noch Bruckheimer oder Verbinski dachten nur eine Sekunde daran, Clayton Moores altmodisch-kitschiges Outfit aus der Serie wiederaufleben zu lassen.

und diesen Kappes über Jerry Bruckheimer:

Seine Produktionen, stets angekündigt von dem vertrauten einschlagenden Blitz in einen Baum, haben nicht nur Zuschauer auf der ganzen Welt blendend unterhalten, sondern über die Jahrzehnte auch die Popkultur entscheidend mitgeprägt. (…) Möglicherweise hat er diese Fähigkeit bereits von Geburt an, aber wahrscheinlicher ist, dass seine Talente in den Anfangsjahren seiner Karriere diesen Schliff erhielten, diese „Laserpräzision“.

Das macht nicht Lust auf den Film, sondern Schadenfreude, wenn er floppt.

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So saß ich also am 10.7. um 18.30 Uhr brav im Cinema-Kino hier in München, um mir pflichtbewusst einen Film anzusehen, der kaum eine Chance hatte, Gnade in meinen Augen zu finden. Ich sortierte schon die ersten Argumente gegen „Lone Ranger“, bevor das Saallicht herunter gedreht wurde.

Fürwahr, es ist kein „Lone Ranger“-Film, es ist ein „Tonto“-Film. Johnny Depps Charakter ist Dreh- und Angelpunkt, hat den interessantesten Look, bekommt die besten Gags, öffnet und schließt die Rahmengeschichte. Alle anderen Figuren sind müde Klischees, die gar nicht dafür entworfen sind, ihm das Rampenlicht streitig zu machen. Darin findet sich auch die Ursache für das Casting des erschütternd blassen Armie Hammer – eine wandelnde Big Jim-Puppe und ein Tolpatsch, der einfach nicht Held sein darf. Dass man damit die Figur Lone Ranger jeder Epik beraubt? Geschenkt.

Jenseits der „origin story“ des Lone Ranger ist die Handlung von „Lone Ranger“ schlicht und tausend Mal gesehen: es ist der Indianerkrieg, der angezettelt werden soll, um dem Weißen Mann die endgültige Kontrolle über das Land zu sichern. Wer das verhindern will, wer korrupt hinter den Kulissen die Fäden zieht – man muss drei Jahre alt oder auf dem Weg zum Kino gegen eine Laterne gelaufen sein, um es nicht sofort zu durchschauen.

Es ist zudem ziemlich frech, wie sehr sich „Lone Ranger“ bei anderen, ungleich besseren, Western bedient. Die Rahmengeschichte aus „Little big man“, ganze Sequenzen aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ – oft fühlt man auch sich an die Comedy-Western mit Terence Hill erinnert oder an die frühen „Lucky Luke“-Alben. In seiner geschönten und seltsam entschuldigenden Darstellung des Wilden Westens schließt „Lone Ranger“ nebenbei noch Blutsbruderschaft mit „Winnetou“.

Dass der Film für das kleine bisschen Plot satte 147 Minuten braucht und TROTZDEM diverse Handlungsstränge versumpfen lässt, ist fast schon eine Leistung für sich: Helena Bonham Carter wird zwar in den Credits und in den Promos weit oben gelistet, hat aber gerade mal zwei nennenswerte Szenen und wirklich keinerlei Funktion. Die Idee, Butch Cavendish könnte ein „Windigo“ sein, ein böser Geist, der die Natur aus der Balance bringt, geht trotz einiger Szenen, die das zu beweisen scheinen, am Ende ins Leere.

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Was aber am meisten überrascht, ist die tonale Unentschlossenheit von „Lone Ranger“. Ich habe noch nie einen Hollywood-Blockbuster gesehen, der so sehr auf harmlosen Slapstick setzt, auf Buddy-Comedy und einen stolpernden Protagonisten – nur um im nächsten Augenblick Indianer zu massakrieren, den Bösewicht das zuckende Herz seines Feindes fressen zu lassen und die Komparsen mit Maschinengewehrfeuer nieder zu mähen. Es ist, als hätte Disney „Lone Ranger“ als kindertauglichen Sommerblockbuster konzipiert, die Regie aber dann unerklärlicherweise Sam Peckinpah oder Walter Hill überlassen. Das kann mir als Erwachsener egal sein – aber es ist schon frustrierend, dass ich die Kids, denen der Cowboyheld wirklich gefallen könnte, nicht ins Kino lassen würde. So verhungert „Lone Ranger“ zwischen den Zielgruppen: für Erwachsene ist er oft zu kindisch, für Kinder eindeutig zu brutal. Von mir gibt es dafür weder FSK 12 noch ein „besonders wertvoll“ (nach welchen Maßstäben das verteilt wird, erschließt sich mir immer weniger).

Eine desaströse Entscheidung der Macher gibt es auch auf dem Soundtrack – der große Action-Showdown wird nicht von Hans Zimmers Musik begleitet, sondern von Rossinis Ouvertüre aus „Wilhelm Tell“. Diese ist mittlerweile derart mit hektischem Slapstick assoziiert, dass ich es unmöglich fand, die dramatische Schwere der Szenen zu verinnerlichen. Gerade hier den Rückgriff auf die alte TV-Serie zu wagen, die man in allen anderen Bereichen (Maske, Pferd, Pose) offensichtlich als peinlich erachtet – es lässt mich kopfschüttelnd zurück:

Aber doch und jetzt kommt’s… habe ich mich eigentlich sehr gut unterhalten. Die ganzen 147 Minuten lang. „Lone Ranger“ ist ein Film, der nicht funktionieren dürfte, es aber über weite Strecke trotzdem tut. Weil er, ähnlich wie „After Earth“ und „John Carter„, im Grunde seines Herzens eine einfache Abenteuergeschichte erzählt. Er ist sehr schmissig inszeniert, diverse Gags zünden ordentlich und die dramatischen Momente sind zünftig-kernig. Es ist vielleicht kurioserweise den jahrelangen Streits um das exorbitante Budget geschuldet, dass „Lone Ranger“ den Zuschauer auch nicht mit einer Abfolge von immer hysterischeren Actionsequenzen überfordert. Er ist kein Effekt-Showcase wie „Wild Wild West“ oder „Cowboys & Aliens“ und kein überhitzter Zirkus wie „Piraten der Karibik“.

Es ist frustrierend, dass ich weiß, dass meine Kritik die meisten von euch davon abhalten wird, euch den Film anzusehen – obwohl mein Urteil doch lautet, dass er als Sommerfilm seine Aufgabe besser erledigt als z.B. „Man of Steel“ oder „Pacific Rim„. Er ist blankes Entertainment, das man ohne große Enttäuschungen genießen kann, weil seine Franchise das Verfallsdatum längst überschritten hat und das Publikum deshalb keine Erwartungshaltung mitbringt.

Letztlich scheitert „Lone Ranger“ nicht an seinen (mangelnden) Qualitäten als Blockbuster – sondern daran, dass es vermutlich eine scheiß Idee war, aus „Lone Ranger“ überhaupt einen Blockbuster machen zu wollen.

Fazit: Ein aufgeblasener Comedy-Western, der viele Fehler macht – aber niemals den, seine Zuschauer zu langweilen. Gut angelegtes Geld, wenn man was für das Genre oder Johnny Depp übrig hat.



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Baumi
Baumi

„Nicht wie ‚Fluch der Karibik'“ ist für mich auf jeden Fall schon mal ein Qualitätsmerkmal – das Kasperletheater hat mich seinerzeit nach wenigen Minuten genervt, insofern hatte ich mit vom Lone Ranger eh nix versprochen. (Selbes Team und so.)

Werd‘ aber wohl auf den Videothekenstart warten – soo neugierig bin ich auf den Film immer noch nicht.

Peroy
Peroy

“ Eine desaströse Entscheidung der Macher gibt es auch auf dem Soundtrack – der große Action-Showdown wird nicht von Hans Zimmers Musik begleitet, sondern von Rossinis Ouvertüre aus “Wilhelm Tell”. Diese ist mittlerweile derart mit hektischem Slapstick assoziiert, dass ich es unmöglich fand, die dramatische Schwere der Szenen zu verinnerlichen.“

Dieser Absatz hat mich ein wenig brechen gemacht… aber wieder mal interessant, wie sehr der Wortvogel danebenliegt…

Marcus
Marcus

Kicher. Dieses Presseheft!

„Die Kultkostüme, die der Lone Ranger und Tonto in der klassischen TV-Serie trugen, kannte Rose allerdings. Aber weder sie noch Bruckheimer oder Verbinski dachten nur eine Sekunde daran, Clayton Moores altmodisch-kitschiges Outfit aus der Serie wiederaufleben zu lassen.“

Erstens sieht der Ranger doch nun wirklich nicht nennenswert anders aus (Kostüm ist ja eh nur „Maske & Cowboyhut“), und zweitens braucht es einige Chuzpe, das alte Tonto-Outfit „kitschig“ zu nennen, wenn man dem neuen gerade einen ausgestopften Vogel auf den Kopf gesetzt hat.

Und in dem Absatz über Bruckheimer haben sie vergessen zu erwähnen, dass er total den Längsten hat…

Exverlobter
Exverlobter

Hier mal wieder eine ausgezeichnete Analyse von Moviebob

http://moviebob.blogspot.de/2013/07/big-picture-lone-ranger-what-happened.html

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln, 200 Millionen für ein Genre, das mit Ausnahme von Der mit dem Wolf tanzt sich seit Ende der 60er fast immer als Kassengift erwiesen hat tzzz.

gerrit
gerrit

„Die Kreativsten“, soso. Wie misst man Kreativität? Und fällt der Widerspruch keinem bei Disney auf, dass einen Blockbuster dreimal zu recyclen nicht unbedingt kreativ ist?

DMJ

Seit ich erstmals von dem Projekt hörte, war ich enorm voreingenommen dagegen und verspürte nie irgendein Verlangen, den Film zu sehen. Keine Ahnung, wieso – ich habe zum Lone Ranger an sich überhaupt keine Beziehung, also auch keine negative.

Vielleicht stört mich die „Karibik“-Vibe etwas. Den ersten Teil fand ich toll und Johnny Depp war darin so großartig, wie alle Leute sagten. Dann aber kamen die Sequels, in denen es auch den Machern zu bewusst war, wie sehr ihr Film durch Depp gewonnen hatte, so dass sie ihn in den Vordergrund drängten, ohne dass es immer wirklich passte. Nun scheinen sie schon wieder so weiter zu machen.

Fichtners Figur sieht aber in jedem Fall nach einem guten Schurken aus – nur, wie du schon sagst, nicht unbedingt nach einem guten Schurken für einen Kinderwestern.

noergel
noergel

Also die Bilder machen Lust auf den Film.Ein Film den ich mir im Kino ansehen werde….aber erst kommt “ Systemfehler-Wenn Inge tanzt“. Das habe ich meiner „LvA“ versprochen.

Ach ja, beim Erbsenzählen gefunden:“Was aber am meisten überrascht, ist die – °tonale° – Unentschlossenheit…“

noergel
noergel

Ups….ja ,ich habs selbst schon bemerkt, nachdem ich „tonal“ auch im Review von „Wolverine“ gelesen habe , hab ich doch lieber mal Wikipedia gefragt. Es hat also etwas mit dem Ton des Films zu tun. Gibt es das Wort „tonal“ eigentlich schon ewig? Ich kannte es bis vor 10 min. jedenfalls noch nicht.

SORRY!

Dietmar
Dietmar

Kommt davon, wenn man herumnoergelt.

Bruhahaha!

`tschuldigung … zu verführerisch … 😉

heino
heino

Ich bin etwas überrascht. Im Gegensatz zu dir betonen die meisten Reviews, wie unfassbar langweilig der Streifen sein soll. Besonders hart sind die iO9-Leute mit ihm ins Gericht gegangen, die auch gleich noch die neue Version von Tonto als ausgemacht rassistisches Klischee bezeichnen. Da mich der Lone Ranger generell nicht interessiert, werde ich mir den Kinobesuch auf jeden Fall sparen

Peroy
Peroy
Peroy
Peroy

Noch schnell dringewesen, bevor er sich aus den letzten Kinos verabschiedet. Lief im kleinsten 50 Sitze-Saal, waren aber immerhin noch 40 Leute drin. Hat Spaßgemacht, war aber eine halbe Stunde zu lang. Die Rahmenhandlung war wohl wirklich nur „Little Big Man“-Reminiszenz und hatte sonst keine Bedeutung und auch keinen Pay-Off… die hätte ich gekickt. Passt als Western-Hommage ganz gut zu den „Spiel mir das Lied vom Tod“-Music Cues. Der Film kommt noch besser, wenn man so tut, als ob er ein Prequel von „The Green Hornet“ wäre, Tom Wilkinson spielt hier auch wieder mit… da muss dann einiges mit dem Stammbaum durcheinander gekommen sein, das wirft viele Fragen auf… 😛

dLTexid
dLTexid

ich mag ihn, grad gesehen… ein Film zwischen den Zeilen. nagut. zwischen meinen Zeilen. Arschschuss, Firmenübernahme. Nationalhymne. Nur ein ganz kleiner Moment des Films. Eigentlich mag ich ihn doch wegen Depp. oder seiner Figur. Kanns net erklären warum, doch es bewegt was in mir. Und sowas sollen Filme sollen.
http://imageshack.us/photo/my-images/713/ml4x.jpg/

invincible warrior
invincible warrior

Ich muss sagen, ich mag den Lone Ranger Film, aber nur bis ca. 1:50h, da wo alles im Grunde geklärt ist, die Bösewicht aufgedeckt und die Indianer zum Angriff blasen. Aber anstatt dem Film da zu einem relativ schnellen und zufriedenstellenden Ende zu bringen, entschließt er sich noch schnell Keatons General in 30 Minuten zusammenzufassen.
Ohne diese fiel zu lange und imo absolut unpassend lange Szene, wäre der Film viel besser aufgenommen worden. Erstens wäre er weitaus günstiger geworden und die kürzere Laufzeit hätte sicherlich auch jeden eher erfreut. Abgesehen davon, dass Depp Tonto spielt, finde ich auch Tonto ausreichend erklärt, wieso er so ist, wie er ist.

Trotzdem ist er verdienter als John Carter gefloppt! Bei dem finde ich es sehr schade, dass es da wohl keine Fortsetzungen gibt.

milan8888
milan8888

Grad die letzte halbe Stunde hat doch überhaupt erst den Lone Ranger gezeigt…