31
Mai 2013

Movie Mania (19): Die Unfassbaren

Themen: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2013, Neues |

mm2013 Kleinimage004USA 2013. Regie: Louis Leterrier. Darsteller: Woody Harrelson, Morgan Freeman, Mark Ruffalo, Isla Fisher, Mélanie Laurent, Jesse Eisenberg, Michael Caine, Dave Franco, Common

Story: Vier Illusionisten, vom Straßenbetrüger bis zum Bühnenmagier, werden von einem geheimen Gönner zusammen gebracht, um unter dem Namen "Four Horsemen" die größte Zaubershow der Welt zu präsentieren. Doch ihre Auftritte entwickeln eine (geplante?) Eigendynamik, bei der bald nicht mehr klar ist, wo die Illusion endet und das Verbrechen beginnt. Detective Dylan und die französische Europol-Beamtin  Alma versuchen zu beweisen, dass hinter den Shows mehr steckt als Schall & Rauch – und geraten immer tiefer in den Strudel aus Kult, Charisma und Blenderei. Doch auch die "Four Horsemen" sind nicht ganz sicher, was sie am Ende ihrer letzten großen Performance erwartet…

Kritik: Ich verliere langsam, aber sicher die Geduld mit diesen gelackten Hollywood-Thrillern unter französischer Regie, die uns 100 Minuten lang vorheucheln, total smart zu sein, nur um am Ende mit herunter gelassenen Hosen da zu stehen und "ÄTSCHIBÄTSCH!" kreischend wegzulaufen. "Die Unfassbaren" ist ein perfektes Beispiel für dieses Genre.

Mit viel Aufwand und guten Darstellern werden wir geködert,  es wird ein zentrales Mystery gesetzt (was haben die Horsemen vor?), kleine Nebenplots sorgen für zusätzliche Verwirrung, Loyalitäten verschieben sich, nie ist klar, wer die Nase vorn hat. Geht es am Ende um einen Super-Raubzug? Ist es ein Procedural, bei dem zum Finale die Handschellen klicken? Nicht mal die Figuren selber scheinen zu wissen, auf welcher Seite sie stehen. Sollen wir dem Polizisten die Daumen drücken oder den sympathischen Illusionisten? Was hat es mit dem Auge des Horus auf sich – geht es gar um echte Magie?
NOW YOU SEE ME
Das Gefühl, dass hier ein besonders cleveres Puzzle gelegt wird, dessen Gesamtbild wir erst zum Schluss erkennen, hält ungefähr zwei Drittel der Laufzeit. Dann stellt sich vages Unwohlsein ein, weil die Figuren sich nicht entwickeln, weil selbst Veteranen wie Caine und Freeman auf Autopilot scheinen – weil sich abgesehen von Taschenspielertricks einfach nichts voran bewegt. Wir erfahren nie, warum passiert, was passiert, wir werden nur von Aktion zu Aktion geschleift, atemlos und unruhig. Die Puzzleteile werden lediglich immer wieder neu gemischt, ohne dass sie je ineinander greifen.

Und dann: pffft! "Die Unfassbaren" sagt "fuck that", wirft den Tisch um, alle Puzzleteile fallen auf den Boden und der Film verabschiedet sich mit mit einem trotzigen "ich hätte das auflösen können, ich habe nur jetzt gerade keine Lust". Wir alle wissen, dass er lügt.
Es ist schwer, ohne massive Spoiler, die den Film endgültig kaputt machen würden, die Absurdität des großen "Twists" zu erklären. Es möchte "Usual Suspects" sein, ist aber deutlich näher bei "Knowing". Die natürliche Reaktion auf den dritten Akt von "Die Unfassbaren" kann nur ein gestammeltes "Are you fucking KIDDING me?" sein?
NOW YOU SEE ME
Heist- und Caper-Filme leben vom "Plan", von der großen Idee, dem komplexen Zusammenspiel von brillanten Gangstern und der einzigartigen Belohnung. Wir fiebern mit, weil wir Leuten zuschauen, die viel schlauer sind als wie – und die doch immer wie mit Unwägbarkeiten und Variablen zu kämpfen haben. The ultimate crime to catch the ultimate prize. "Die Unfassbaren" schert sich um nichts davon. Wir wissen weder, was der Plan ist, noch was am Ende dabei heraus kommen soll. Selbst während der Plan ausgeführt wird, verstehen wir ihn nicht. Der Einblick in den "inner circle" bleibt aus.

Es gehört schon eine gehörige Portion Dreistigkeit dazu, dem Zuschauer ein derart verbrezeltes Ende vorzusetzen und zu denken: "passt schon". Nein, es passt nicht. Es beweist nur sehr schmerzhaft, dass es in Hollywood immer unwichtiger wird, ob man seine dramaturgischen Versprechen auch einlöst.

Hinzu kommt, dass der Film uns keine Sekunde lang glauben lässt, wir hätten es tatsächlich mit super brillanten Illusionisten zu tun – weil die Tricks nie aufgeklärt werden. Die paar Erklärungen beziehen sich auf olle Kamellen, die leicht durchschaubar sind. Und bei den großen Nummern wird sogar CGI zu Hilfe genommen, was endgültig beweist, dass hier nicht mal… tja, die Illusion aufrecht erhalten werden soll.

Selten hat mich ein Film so unlustig zurück gelassen, so unwillig, ihn auch noch mit einer Kritik zu würdigen. Er hat schon 100 Minuten meiner Zeit gestohlen – weitere 100 für diesen Review ist er eigentlich nicht wert.

Trotzdem hoffe ich, dass ein paar von euch renitent genug sind, trotzdem ins Kino zu gehen. Weil ich jemanden haben will, mit dem ich jeden einzelnen Dummfug des Scripts aufdröseln kann. Ich will das Finale sezieren, inspizieren, goutieren, regurgitieren – und für die ganze Welt sichtbar auf den Teppich vomitieren.

Fazit: Eine "Ocean’s Eleven"-Variante im schicken Gewand, deren marktschreierisches Gefuchtel zerbröselt, noch bevor das Licht im Kinosaal angeht. Eine Mogelpackung, bei der am Ende nicht mal ein Kaninchen aus dem Hut springt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden



Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
35 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Dietmar
Dietmar
31. Mai, 2013 08:52

Ich habe die Meldung gesehen, dass Freeman beim Interview zum Film mit Cain eingeschlafen ist, als er redete und beide nicht sehr enthusiastisch waren, über den Film etwas zu sagen.
Das Plakat finde ich allerdings schon clever. Aber für ein Plakat gehe ich nicht ins Kino.

heino
heino
31. Mai, 2013 08:54

Wow, der Film muss dich ja echt genervt haben. So schlecht hast du schon lange keinen Streifen mehr besprochen. Ich werde ihn mir jedenfalls nicht im Kino ansehen, dafür reicht die TV-Ausstrahlung auf einem beliebigen Sender an einem beliebigen Sonntag in ca. 2 Jahren

Dietmar
Dietmar
31. Mai, 2013 08:56

Irgendwie ist EDIT verbrezelt: Bei mir ist das so, klickt man auf Editieren, kommt eine Werbung, die man überspringen kann, dann ein Fenster, das einem verspricht zu speichern, und am Ende ist alles so, wie es vorher war. Hmpf.

Doc Knobel
Doc Knobel
31. Mai, 2013 10:14

Hatte mir schon so etwas gedacht. Leterrier bei so einem Thema? No Way. Selbst wenn das Drehbuch nicht so scheinbar dämlich wäre, würde der daraus nichts vernünftiges machen (können). Das Ding wird sicherlich gut aussehen, aber das war´s dann auch. Schade um den Cast.

Wortvogel
Wortvogel
31. Mai, 2013 10:18

@ Doc Knobel: Für den Cast hat’s mich am meisten geärgert. Auch Dave Franco ist nämlich mal wieder richtig gut (wenn auch total im Dave Franco-Modus). Die von Peroy verlinkte Kritik ist deswegen interessant, weil der Rezensent die gleichen Schwächen wahrnimmt wie ich, aber völlig anders gewichtet.

jimmy1138
jimmy1138
31. Mai, 2013 10:21

Irgendwie fallen mir keine Filme ein, die in das vom Wortvogel beschriebene Genre fallen würden – Beispiele bitte?
Leterrier war bisher zuerst Besson-Handlanger, hat das "Clash of the Titans"-Remake verbrochen und den Durchschnitts-Hulk abgeliefert. Viel erwarte ich mir von dem sowieso nicht.

Marcus
Marcus
31. Mai, 2013 11:42

@jimmy1138: "The Incredible Hulk" war doch okay. Mehr hätte man von einem Film über ein grünes Remmidemmi-Monster nicht erwarten können.
@Torsten: "Trotzdem hoffe ich, dass ein paar von euch renitent genug sind, trotzdem ins Kino zu gehen."
Viel Glück, aber ohne mich. Ich habe schon die "Ocean’s wievieleauchimmer"-Filme GEHASST.

Dietmar
Dietmar
31. Mai, 2013 12:05

@Marcus: Habe ich mir alle angesehen. In der Hoffnung, dass sich mir der Humor, Sinn oder was auch immer erschließt. Tat mir nicht den Gefallen.

Marcus
Marcus
31. Mai, 2013 12:32

@Dietmar: So isses. Lahmer, selbstgefälliger Hochglanzplunder.

Dietmar
Dietmar
31. Mai, 2013 12:38

@Marcus: Und Julia Roberts sah im dritten Teil entsetzlich aus.

Peroy
Peroy
31. Mai, 2013 12:51

"Die vonPeroy verlinkte Kritik ist deswegen interessant, weil der Rezensent die gleichen Schwächen wahrnimmtwie ich,aber völlig anders gewichtet."
Ihr hattet jedenfalls beide Probleme damit, eine verständliche Inhaltsangabe zu schreiben…

Magineer
Magineer
31. Mai, 2013 18:38

Nee, bei ’nem Heist-Movie muss ich auch passen, in sowas kriegen mich keine zehn Pferde. Interessiert hätte mich der von Torsten angesprochene Level an Drehbuch-Unfug allerdings schon, auch wenn ich bezweifle, dass man damit den bisherigen Spitzenreiter in Hollywood (der ja mit einem Deutschen ebenfalls einen Import-Regisseur vorzuweisen hatte) vom Thron stoßen könnte.

Marcus
Marcus
1. Juni, 2013 01:11

@Magineer: "Spitzenreiter in Hollywood (der ja mit einem Deutschen ebenfalls einen Import-Regisseur vorzuweisen hatte) "
Von welchem Emmerich-Film redet der Herr? In Sachen Dummfug nehmen die sich doch alle nix… 🙂

Magineer
Magineer
1. Juni, 2013 13:11

@Marcus:
Hoppla, war noch voll in Rage. 🙂 In dem Fall ist Emmerich mal unschuldig, der Regisseur war Schwentke. Und "Flight Plan" so ziemlich das Übelste, was je von einem professionellen Drehbuchautor in Sachen Logik zusammengeschmiert wurde.

Exverlobter
Exverlobter
1. Juni, 2013 13:39

"Emmerich hat immerhin den Paradeblockbuster “Independence Day” auf der Habenseite. Das halte ich ihm zu gute."
Stargate ist besser.

Peroy
Peroy
1. Juni, 2013 15:43

Beide beschissen. Nur "Universal Soldier" ist gut.

jimmy1138
jimmy1138
1. Juni, 2013 20:02

@Magineer:
Und welche Schuld trifft dann den Regiesseur von "Flightpan" (außer, daß er zugesagt hat)?
Das ist primär ein Jodi Foster-Starvehikel, wo das Drehbuch auf die Hauptdarsteller hingeschrieben wurde. Sein erster Hollywood-Film – die Gelegeheit, dort Fuß zu fassen, hat er ja offensichtlich genützt.
Schlimmer finde ich Henkel von Donnersmarck, der nach seinem Oscar-Gewinn den komplett öden "The Tourist" verbrochen hat.

G
G
1. Juni, 2013 20:51

Ganz ehrlich, auf Hochglanz polierte Scheiße wie es "Die Unfassbaren" zu sein scheint (oder auch der von mir bis aufs Blut gehasste "Ballistic: Ecks vs Sever") , kann ich nicht mehr sehen. "Style over Content" ist ja hin und wieder gut und schön, aber wenn ich das gefühl habe, ein Film will mich verarschen, indem er vorgibt mehr zu sein, als er ist, dann werd ich einfach grantig.

Peroy
Peroy
2. Juni, 2013 00:38

Ach, der ist bestimmt toll…

Peroy
Peroy
2. Juni, 2013 00:42

Was "Flightplan" angeht: Schwentke hat ja Hollywood nicht gebraucht, um zu beweisen, dass er einen völlig beschissenen Thriller drehen kann ("Tattoo", anyone?)…

TimeTourist
TimeTourist
3. Juni, 2013 13:05

Der Trailer sah schon kacke aus. Billiges CGI für billige Tricks? Dein Bericht bestätigt nur die erste Vorahnung. Dann auch noch mit offenen oder schlecht aufgelösten Ende? Da schau ich mir lieber einen Porno an und hoffe dass am Ende geheiratet wird.

Teleprompter
Teleprompter
19. Juli, 2013 11:01

Niemand außer dem Wortvogel, der den mittlerweile gesehen hat ?
War jetzt drin und bin (wie meine Begleitung und die Mehrzahl der ja doch recht zahlreichen US-Besucher) durchaus gut unterhalten worden, das war für mich das perfekte, anspruchslose Summer-Movie, 3-D und fast CGI-(im heutigen Sinne: Computergenerierte Innenstadtzerstörung) frei, über weite Strecken mit Schwung und Witz: und in der Szene mit der Karo-Sieben weht sogar ein Hauch von echtem Bühnenzauber durch den Saal (irgendjemand, der die nicht gesehen hat ?)
Achtung im Folgenden Spoiler:
Dass das Ende die Erwartungen nicht erfüllen kann, war mir von vornherein klar, kaum ein Film der letzten Jahre hat mit wirklich überrascht (ich wusste nach 40 Minuten, dass Bruce tot ist), und wenn, dann war es wirklich an den Haaren herbeigezogen. Die eine Hälfte (dass es um Rache für den abgesoffenen Zauberer geht) war offensichtlich, und dann blieben halt nur die französische Mieze und der Cop. Wirklich ärgerlich fand ich es daher auch nicht.

Wortvogel
Wortvogel
19. Juli, 2013 11:06

@ Teleprompter: Es geht ja gar nicht um die Frage, WER der Bösewicht ist, sondern darum, was das Ende alles in den Raum wirft:
– Der Cop hat seine Maske nie fallen lassen, selbst in Szenen, die nur wir sehen – das ist ein totaler Bruch filmischer Realität, weil es den Zuschauer als in der Handlung existent unterstellt
– Ein Caper-Film lebt essentiell davon, dass wir beeindruckt sind, WIE der Coup durchgezogen wird – gerne auch mit der genauen Erklärung am Ende. "Die Unfassbaren" macht sich nur nie die Mühe, uns zu erklären, wie das alles abgelaufen sein soll und gibt damit seine Existenzgrundlage aus.
– Was ist das Auge des Horus?

Teleprompter
Teleprompter
19. Juli, 2013 11:15

Der Bruch filmischer Realität hat sich als Stilmittel mittlerweile (leider ?) eingebürgert, wir sehen Leute, die nur der Hauptdarsteller sieht, Teile von Filmen spielen sich nur im Kopf ab etc. Kann man bedauern; hier fand ich es nicht extrem. Zum einen liefert das Ende immerhin die Erklärung, warum sich der Cop ständig wie ein scheinbarer Vollpfosten von den vieren düpieren lässt. Und mangels echter "privater" Szenen muss er eigentlich auch nicht aus der Rolle fallen.
Der Grad, in dem die Coups erklärt wurden, war doch sehr unterschiedlich: bis ins Detail (Nr 1), wenig (Nr 2), mittel bis viel (Nr 3). Eigentlich für jeden was dabei.
Mit dem Auge des Horus: Das war wirklich eher daneben. Vielleicht wollte man noch die Hobbyverschwörer-Zielgruppe anlocken.

Wortvogel
Wortvogel
19. Juli, 2013 11:24

@ Teleprompter:
zu 1) Du hast nicht verstanden, was ich meine. Auch wenn wir sehen, was nur der Hauptdarsteller sieht, bricht das die filmische Realität (das ist nicht gleichbedeutend mit "Fiktion") nicht. Im Falle von "Die Unfassbaren" heißt es, dass sich der Protagonist UNSERER Existenz bewusst ist, weil er sein wahres Gesichts sogar verheimlicht, wenn außer UNS niemand dabei ist. Das ist ein unredlicher Taschenspielertrick.
zu 2) Öhm – viel, mittel, wenig? Sollte ein Film nicht ALLE Zaubertricks erklären, damit wir sie nachvollziehen können? Vor allem zum Ende hin, wenn wir doch wissen wollen, wie die "Four Horsemen" das gemacht haben? Da könntest du auch bei Ocean’s Eleven zeigen, wie Clooney am Anfang einen Zigaretttenautomaten knackt und dann sagen: "Na ja, damit haben sie ja schon mal ETWAS erklärt, dann ist es nach hinten raus nicht so wichtig, wie genau sie das Casino ausnehmen". Das entspricht ungefähr einem Murder Mystery, bei dem wir am Schluss nicht erfahren, ob überhaupt wer von wem und wie umgebracht wurde.

Teleprompter
Teleprompter
19. Juli, 2013 11:41

Ich würde das mit dem Cop noch mal bei einer Zweitsichtung verifizieren, aber ich glaube, dass der in fast keiner Szene wirklich alleine war. Und wenn: Welcher "echte" Doppelagent, Spion, Verräter fällt denn sofort aus der Rolle, wenn er sich unbeobachtet fühlt ? Wo bei Agatha Christie entlarvt sich der Mörder selbst in der Sekunde, wo der/die Detektiv(in) den Raum verlässt ?. Und selbst wenn da eine Szene bei ist, die nicht ganz "stimmt": Im Gesamtkontext aller falschen Bilder, Illusionen etc, die Hollywood mittlerweile so verkauft (in durchaus allseits gelobten Filmen, das meinte ich im Post zuvor), ist das letztlich allenfalls ein Schönheitsfehler.
Das mit Erklären von Tricks ist streitbar. Ich mag es, wenn am Ende noch ein bisschen Illusion bleibt oder man sich die Rätsel bei einer zweiten Ansicht zumindest teilweise zusammenpuzzeln kann (etwa im nicht ganz unähnlichen "Der Illusionist" mit Norton). Man sollte den Film hier nicht mit den (ich sage jetzt einfach mal zu Recht) ausgestorbenen Caper-Movies vergleichen, bei denen irgendein von Anfang an bekanntes Überhirn sich und dem Zuschauer einen detaillierten Plan ausbreitet und die ganze (wenn überhaupt) Spannung sich auf den Punkt konzentriert, woran es denn dann letztlich scheitert.

Peroy
Peroy
19. Juli, 2013 12:45

Verratet doch gleich alles, ihr Kackstelzen…

Wortvogel
Wortvogel
19. Juli, 2013 12:52

@ Peroy: Okay: Der Cop ist der geheimnisvolle Strippenzieher, denn sein Vater kam bei einem missglückten Zaubertrick ums Leben und er hat die Geschehnisse des Films seit seiner Kindheit exakt so geplant. Am Schluss weiht er die "Four Horsemen" in das Geheimnis des "Auge des Horus" ein, was dem Zuschauer aber auch nicht erklärt wird.
@ Teleprompter: Da kommen wir nicht zusammen. Stuss entschuldigt sich für mich nicht durch "Ach, wird doch heute überall Stuss erzählt" und "Die Unfassbaren" ist nun mal ein Caper-Movie, das beim Caper-Aspekt versagt. Das wurde schon in den 70ern in der Serie "Anthony Blake – Der Magier" besser gemacht. Und von "Jonathan Creek".

Dietmar
Dietmar
19. Juli, 2013 13:28

ich wusste nach 40 Minuten, dass Bruce tot ist

Na und? Immer noch spannend, wie der Charakter an seinem "Leben" festhält, wie sich für ihn alles offenbart, er damit umgeht etc.
Ich wusste nach 40 Minuten, dass Bates seine tote Mutter spielt …
So´n Scheiß-Film …

Wortvogel
Wortvogel
19. Juli, 2013 13:38

ich wusste nach 40 Minuten, dass E.T. ein Außerirdischer ist.

Dietmar
Dietmar
19. Juli, 2013 13:39

Okay … das ist schnell!
Aber unfair, dass das hier gespoilert wird. Ò_ó

Dietmar
Dietmar
19. Juli, 2013 13:45

Moment …
*sing* "Is this the way to Amarillo … shalalaaa lalaaa lala la" Ah: Schalaladingsbums!
Also die Sache mit dem immer gleichen Twist am Schluss der Filme von Schalaladingsbums und so ist ja richtig. Ich mag aber sowohl Spiel seiner Hauptdarsteller als auch vor allem die Atmosphäre von vielen seiner Filme. Auch wenn ich das Ende ahnen konnte; was ich bei "Sixth Sense" aber nicht tat.

Dietmar
Dietmar
19. Juli, 2013 13:48

Auf´n letzten Drücker das "th" noch reingehauen … 🙂

Peroy
Peroy
19. Juli, 2013 17:26

Filme wie "Sixth Sense", die nur auf einen "überraschenden Twist ausgelegt sind und bei denen man den Twist vorherahnen kann (bei mir war es nach einer halben Stunde soweit), sind scheisse…
"Sixth Sense" ist nochmal besonders scheisse, weil alles andere an dem Film furzlangweilig und irrelevant ist. Außerdem führt Shyamalan seine Schauspieler immer so, dass sie wie geistig behindert rüberkommen, mit viel eindringlichem Geflüster, forcierter Traurigkeit und monotonem vor sich Hinstieren (die Deschanel in "The Happening" war da bislang die Krönung, da hab' ich ungelogen tatsächlich den halben Film über gedacht, die wäre zurückgeblieben). Unerträglich.