mm2013 Kleing-i-joe-retaliation-3d-posterUSA 2013. Regie: Jon M. Chu. Darsteler: Dwayne Johnson, Bruce Willis, Adrianne Palicki, Ray Stevenson, Ray Park, Channing Tatum, Jonathan Pryce u.a.

Story: Nach einem Einsatz in Pakistan lässt der falsche US-Präsident (Vorgeschichte siehe „G.I. Joe„) die Joe-Truppe attackieren und dezimieren. Nur Roadblock, Jaye und Flint überleben das Massaker. Sie rufen Snake Eyes zu Hilfe, der mit Jinx eine Kämpferin aus seinem Clan mitbringt. Außerdem wird Colonel Colton reaktiviert, der Ur-„Joe“. Gemeinsam will das neue Team dem falschen Präsidenten das Handwerk legen, der gerade dabei ist, die Weltherrschaft an COBRA zu übergeben.

Kritik: Ich gehöre zu denen, die den ersten Teil scheiße finden wollten, es aber nicht übers Herz brachten. „G.I. Joe“ war ein der Trickserie angemessen doofer Actionheuler für Hosenscheißer, der zwar keine Eier, aber ordentlich Budenzauber mitbrachte. Füllmaterial für einen schwachen Kinosommer, der mit der 16er-Freigabe seine eigentliche Zielgruppe aus den Sälen verbannte.

Ich war so überrascht wie frustriert, dass dieser lustlose Heuler ein Sequel rechtfertigen sollte. Noch überraschter war ich allerdings, als der erste Trailer wirklich, wirklich gut aussah:

Sollten die Superhirne Hollywoods endlich mal dazu gelernt haben? Würde „G.I. Joe 2“ das liefern, was man von der Franchise erwarten konnte?

Fat Chance.

Ich werde mich nicht lange dran abarbeiten: GIJ2 ist im gleichen Maße schlechter, als Teil 1 besser war als erwartet. Was im Trailer noch cool und dramatisch aussieht, entpuppt sich auf 99 Minuten als lustloses Schaulaufen von Explosionen und CGI-Figuren, die ungefähr so authentisch wie die Joe-Püppchen der 80er Jahre aussehen. Es ist schmerzhaft zu spüren, dass der Film nach den ersten Testvorführungen noch einmal umgeschnitten und ergänzt wurde, um der Popularität Channing Tatums Rechnung zu tragen: der erste Akt ist nun deutlich zu lang, im zweiten Akt nervt ein Handlungsstrang, der aus einem komplett anderen Film zu stammen scheint – und im einfallslos herunter gekurbelten Finale wird Coltons altes Team vorgestellt, ohne dass auch nur für eine einzige Nahaufnahme Zeit wäre. Sämtliche Actionszenen sind zu Tode geschnitten und so seelenlos, als hätte man einfach ein paar Stunt-Teams mit Second Unit-Regisseuren los geschickt, um ein bisschen Rabatz zu machen. Die 3D-Effekte nerven auch. So sehen Filme aus, wenn sie kaputt produziert werden.

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Es ist müßig, die Absurdität des Comic-Plots, das Fehlen echter Emotionen oder die langweiligen Pappcharaktere zu monieren – das entspricht der Zeichentrick-Vorlage und niemand hatte augenscheinlich ein Interesse, den guten Film, den der Trailer versprochen hat, tatsächlich abzuliefern. Was mich aber erstaunt, ist das totale Versagen selbst auf den Ebenen, die eigentlich Selbstläufer sein sollten.

Nehmen wir nur mal den ersten Akt: es wurde viel Wind drum gemacht, dass das Joe-Team abgeschlachtet wird. Kein Problem: Dennis Quaid, Rachel Nichols und Marlon Wayans aus Teil 1 zeigen – und umnieten lassen. Instant emotions. Stattdessen tritt mit Channing Tatum nur ein Joe aus dem Erstling auf – alle anderen Supersoldaten, die platt gemacht werden, haben wir nie gesehen. Weshalb sie uns auch nicht scheren. Was soll das?

Unerklärlich auch die Entscheidung, den Film zwar mit explodierenden Körpern, Ninja-Massakern und einem fast schon empörenden Bodycount zu pimpen, dabei aber derart verschämt vorzugehen, dass ich ziemlich sicher bin, bis zum Nachspann keinen Tropfen Blut, keinen brechenden Knochen und nur ein paar im Hintergrund liegende Leichen gesehen zu haben. Die Hybris des modernen Actionfilms, selten war sie so offensichtlich und ekelhaft wie hier. Ultraviolence – jugendfrei.

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Manchmal verstolpert sich GIJ2 so erbärmlich, dass es fast peinlich ist, dabei zu zu sehen: es wird ein großes Bohei um die Demaskerierung von Snake Eyes gemacht. Die Musik schwillt zu einem Crescendo an, die Kamera fährt auf das entlarvte Gesicht und… und… UND? Irgend so ein austauschbarer asiatischer Extremitätenschwinger, den keiner kennt und dessen Identität für die Handlung nur von minderer Bedeutung ist. Ein selten doof vermurkster „Höhepunkt“ eines Films, der teilweise in einem ostdeutschen Untergrundgefängnis spielt, das allen Ernstes „Einsargen“ heißt, was der amerikanische Darsteller des Direktors aber leider nicht aussprechen kann.

Ist ja nicht so, dass man es nicht hätte ahnen können: der Regisseur hat vorher die „Step up“-Tanzfilme und die Konzert-Doku von Justin Bieber verbrochen.

Wo Drehbuch und Regie versagen, können die Darsteller nicht viel retten. Sie versuchen es auch gar nicht erst. Rock ist Rock, Bruce Willis hatte vermutlich gerade mal drei Drehtage, Adrianne Palicki bleibt konsequent angezogen und Ray Stevenson spielt hier den Punisher, den er in „Punisher: War Zone“ nicht hinbekommen hat.

Um den Schmerz zu lindern – hier das Presseheft mit 55 Seiten.

Fazit: Ein seelenloser, so schlecht geschriebener wie inszenierter Verhau, der dem schon schwachen Original eine erschütternd schlechte Fortsetzung nachreicht. Ein Film, den man nicht mal zur Free TV-Premiere empfehlen kann.



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flippah
flippah

Schade. Eigentlich hab ich mich auf den gefreut. Jetzt sind meine Erwartungen wieder eingenullt.

Exverlobter
Exverlobter

Danke. Geld gespart.

Reini
Reini

…öhm… hattest du für den Bericht keine Sperrfrist? Uns hat man nämlich eine verpasst…

Pete
Pete

Was soll dieser scheiß rassistische „Schlitzaugen“ Kommentar, bitte? Das ist weder witzig, unterhaltsam, angebracht, satirisch oder sonst was.

Es ist einfach beschämender Rassismus. Erbärmlich. Aber solche Menschen wird es wohl immer geben.

Ich geh jetzt kotzen du Kartoffel

dermax
dermax

Meeeeh… eine Hoffnung weniger… aber immer wieder erstaunlich, dass man um so einen Trailer nicht was einigermassen brauchbares drumrum bauen konnte…

Und zu Kommentar 4: Ich find auch, dass das „S“-Wort uncool ist… aber ist ja Dein Barbecue hier 🙂

Wortvogel
Wortvogel

@ dermax: Kommentar 4 ist wieder vom neuen Haustroll, der sich immer neue Pseudonyme sucht. Normalerweise lösche ich den sofort, aber in diesem Fall finde ich es fast schon putzig, wie er hampelt.

Der Schlitzaugen-Kommentar ist so gemeint wie gedacht. Im Moment der Demaskierung ist die ethnische Zugehörigkeit die einzige Info, die wir geliefert bekommen. Darüber hinaus wird null enthüllt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Anataia
Anataia

Finde die Umschreibung aber auch sehr unschön gelinde gesagt. „Asiate“ hät’s auch getan…

Falls das der Typ vom Screen oben ist, ist das Byung-hun Lee. Kann man kennen, hat in ein paar paar guten (koreanische) Filmen mitgewirkt (A Bittersweet Life, JSA, The Good, The Bad, The Weird).

Btw. „Direktor“ find‘ ich auch irgendwie unschön eingedeutscht.

Naja den Film werde ich mir jedenfalls sparen.

Exverlobter
Exverlobter

Die PC-Polizei ist mal wieder nicht weit. Ich fand das schon bei der Debatte um Otfried Preußler alles etwas übertrieben. Ich gehe mal nicht davon aus, dass der Wortvogel selbst, noch seine Leser anfällig für braune Sauce sind.

BTW, ich hab demletzt alte Gameshows auf Youtube aus den frühen 90ern angesehen. Da war bei Hopp oder Top das gesuchte Wort „Zigeuner. Ist in der heutigen Zeit im deutschen Fernsehen fast undenkbar.

Wortvogel
Wortvogel

@ Anataia: Ich versuch’s mal ganz einfach – man kann den ASIATEN im FILMKONTEXT nicht kennen! Es funktioniert nicht IM FILM! Schön für dich, wenn du Hände klatschend aufspringst und „Byung-hun Lee!“ kreischst!

„Direktor“ mag unschön klingen, ist aber leider korrekt so.

Pete
Pete

“ Schön für dich, wenn du Hände klatschend aufspringst und “Byung-hun Lee!” kreischst!“

Mensch, was für eine Zicke doch manche Männer immer sein können. „Schön für dich“ mimimi

Wortvogel
Wortvogel

@ Pete: Mach weiter, ich suche mir dann aus, ab welchem Kommentar ich deinen Dummfug lösche. Bis hierher machst du dich nur selbst zum Affen.

Reini
Reini

Hmmm…. Wortvogel, willst du den Pete nicht mal ins BM-Forum einladen?

Wortvogel
Wortvogel

@ Reini: Braucht’s einen neuen Ralph?

Lukas
Lukas

Wär mir alles egal, aber Jon M. Chu ist gebucht für das Reboot von „Masters of the Universe“.
Der Film, auf den ich seit einem Vierteljahrhundert warte.
Fuck.
FUCK.

Wortvogel
Wortvogel

@ Lukas: Ich glaube an diesen Reboot, wenn ich ihn sehe. Gehörte vor ein paar Jahren zu den Franchises, die ich als Syfy-Miniserie vorgeschlagen habe (neben Flash Gordon – lange vor der grottigen Serie). Damals wollte John Woo aber schon eine neue Version produzieren, mit Eric Christian Olsen als He-Man:
http://img.poptower.com/pic-30780/eric-christian-olsen.jpg?d=600

Wurde nix draus – darum bleibe ich skeptisch.

Die viel interessantere Frage: wie kommt Chu an solche Deals?

Anataia
Anataia

Ich find‘ die Wortwahl einfach daneben, mehr nicht.

Würdest dich doch im Real-Life auch nicht so ausdrücken denke ich, warum dann im Review?

Wortvogel
Wortvogel

@ Anataia: Im „Real-Life“ drücke ich mich deutlich harscher aus. Das hier ist die höfliche Variante meiner Ausdrucksformen.

Lukas
Lukas

Jaja, die Woo-Geschichte kenn ich noch. Dem hätte ich, trotz einger Totalausfälle in den letzten zwanzig Jahren, sogar zugetraut, es richtig hinzubekommen.
An die momentanen Pläne glaube ich auch nicht so wirklich, aber die Zeichen stehen momentan so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr (damals hatte das Franchise eine neue Spielzeug- und Animationsserie am Start). Mattel hat seit ein paar Jahren eine extrem erfolgreiche und langlebige Actionfigurenserie für erwachsene Sammler laufen, es gab letztes Jahr eine überraschend gut verkaufte iPhone-App, DC hat gerade eine neue Comicserie gestartet – jeweils für sich genommen macht das alles nicht viel her, aber in der Summe ist es bemerkenswert viel Bewegung für eine Marke, die in den Massenmedien eigentlich seit zehn Jahren tot ist.

Pete
Pete

„@ Pete: Mach weiter, ich suche mir dann aus, ab welchem Kommentar ich deinen Dummfug lösche. Bis hierher machst du dich nur selbst zum Affen.“

Ich denke nicht, dass ich mich zum Affen mache. Warum auch? Weil ich Wahrheiten ausspreche, die Sie natürlich (!) anders sehen? Es tut manchmal gut, wenn man einen Spiegel vorgehalten bekommt.

Sie benutzen rassistisch kontaminierte Wörter wie „Schlitzauge“ als wäre es völlig legitim. Des Weiteren reagierten Sie auf die Kritik von Anataia unangebracht zickig. Ein Mann hätte auch charmanter antworten können. Schroff und zickig zu antworten ist immer kindisch.

Exverlobter
Exverlobter

Reg dich nicht so künstlich auf.

Wortvogel
Wortvogel

@ Exverlobter: Er ist ein Troll – er kann nichts anderes als sich künstlich aufregen. Davon lebt er. Darum postet er hier immer und immer wieder unter verschiedenen Namen. Das ist pathologisch und peinlich, aber dank Hausrecht verseucht er mein Kommentarspalten nicht. Beim nächsten Spruch ist er auch wieder raus.

Pete
Pete

Ok, dann werde ich als abschließendes Statement eine Entschuldigung anbieten:

Menschen, welche den Begriff „Schlitzaugen“ benutzen sind natürlilch in keiner Weise rassistisch. Des Weiteren haben Sie auch niemals schroff oder übertrieben zickig auf User geantwortet. Ich habe überreagiert.

Ich bin nur ein Mensch mit Trollitis. Verzeihen Sie mir.

(Das war mein letzter Post, keine Sorge)

Pogopuschel
Pogopuschel

Ich finde den Begriff “Schlitzauge” auch rassistisch und ziemlich daneben. Ich war ehrlich gesagt geschockt, ihn in diesem Review zu lesen. Das ist genauso abwertend, als hättest du den Begriff »Kaffer« für einen schwarzen Bösewicht verwendet.
Es ist ein Unterschied, ob solche Begriffe in fiktionalen Texten vergangener Zeiten stehen, in denen deren Benutzung noch üblich war, oder ob man ihn heute noch in einem Sachtext wie einer Filmkritik verwendet.

reptile
reptile

Warum zur Hölle macht Bruce da mit? Er ist doch nicht wie Kollege Nic Cage abgebrannt. Liest er überhaupt noch die Drehbücher könnte man sich fragen.

Exverlobter
Exverlobter

Lest mal alle die Wortvogel-Review zu Crank 2. Die fand ich echt erfrischend anstößig.

Pogopuschel
Pogopuschel

Ansonsten finde ich die Kritik sehr interessant, da ich den Trailer im Kino überraschend spannend und beeindruckend fand. Was ja scheinbar über die Mängel des Films hinwegtäuscht.

VideoRaider
VideoRaider

Hat mal jemand das Presseheft angelesen? WER bekommt für solche Formulierungen ein Gehalt? Dann lieber gleich Stichpunkte. Wäre für die Journaille auch hilfreicher.

„Produzent Lorenzo di Bonaventura, der verantwortlich zeichnet für einige der erfolgreichsten Filmfranchises aller Zeiten, darunter die TRANSFORMERS-Filme, die weltweit mehrere Milliarden Dollar umgesetzt haben, findet, dass der Abschluss des ersten G.I. JOE-Films die Türen weit öffnete, noch tiefer in die Welt von G.I. JOE einzutauchen.“

Wortvogel
Wortvogel

@ Pogopuschel: Ist der Begriff „Stilmittel“ denn so schwer zu verstehen? Sind meine Meta-Ebenen so unsichtbar? Ist zwischen den Zeilen nicht genug Platz? Seufz…

@ VideoRaider: Ja, Leute bekommen Geld für so etwas. Nein, den Kram lesen nicht mal die Journalisten, für den er verfasst wird.

Exverlobter
Exverlobter

„Ist zwischen den Zeilen nicht genug Platz? Seufz…“

Also meinetwegen brauchst du dich in Zukunft nicht selbst zensieren.

OnkelFilmi
OnkelFilmi

Umm, ich nehme doch mal an, daß Du Dich da oben ziemlich verschrieben hast:

„…um die Demaskerierung von Snake Eyes… Schlitzauge“

Snake Eyes ist nämlich kein Asiate. Sondern Amerikaner (was man selbst in den Rückblenden sehen kann). Und stumm. Und Ray Park.

Und ja, das „Schlitzauge“ nehme ich Dir auch ziemlich übel.

Marcus
Marcus

@Torsten: sorry, aber das „Schlitzauge“ sprang mir auch sofort unangenehm ins Auge.

Ich hab schon kapiert, was du sagen wolltest – aber das wäre nicht weniger pointiert gewesen, wenn du gesagt hättest:

„UND? Es ist… ein mir völlig unbekannter Asiate.“
oder vielleicht
„UND? Es ist… Random Asian Guy.“

Peroy
Peroy

„“UND? Es ist… ein mir völlig unbekannter Asiate.”
oder vielleicht
“UND? Es ist… Random Asian Guy.”“

Ich wäre für „Irgendso’n Reisfresser“… 8)

Exverlobter
Exverlobter

„Ich wäre für “Irgendso’n Reisfresser”… 8)“

So ähnlich argumentierte mein „polakischer“ WG-Genosse vor ein paar Tagen, als ich ihm Taegukgi a.k.a Brotherhood empfohlen habe.
„Och nö, kein Film mit so ’nem Reisfresser…“

Pogopuschel
Pogopuschel

@Wortvogel
Ich habe dir nur eine Rückmeldung gegeben, wie der Text beim ersten Lesen auf mich gewirkt hat.
Mir ist schon klar, dass du auf polemische Weise vermitteln willst, dass der große Unbekannte, der große Bösewicht, auf dessen Enttarnung alle hinfiebern, sich als völlig belangloser No-Name herausstellt. Vielleicht wirkt die Formulierung ja anders, wenn man den Film gesehen hat, aber so war ich beim ersten Lesen einfach geschockt.

„… und… und… UND? Es ist ein Schlitzauge. Irgend so ein austauschbarer asiatischer Extremitätenschwinger, …“
Das liest sich im obigen Absatz, als wären alle Asiaten einfach nur Schlitzaugen, die alle gleich aussehen.
Ist es denn überhaupt von Bedeutung, dass dieser No-Name-Oberbösewicht asiatisch aussieht. Was hättest du bei einem weißen Schurken geschrieben? „Es ist ein Weißbrot. Einer dieser kaukasischen Hüpfdohlen“. Oder hättest du dich da einfach nur darauf beschränkt, dass der große Unbekannte, sich wirklich als Unbekannter herausstellt? Ganz ohne einen Hinweis auf seine (mögliche) ethnische Herkunft.

Ich will hier jetzt keine große Diskussion anfangen. So hat es eben auf mich gewirkt.

Dietmar
Dietmar

Habe gerade die Doku über Bruce Willis gesehen und bin geneigt, ihm wieder zu verzeihen.

Aber nur geneigt.

Warum zum Teufel macht der sowas?!

UND? Es ist irgend so ein austauschbarer asiatischer Extremitätenschwinger, den keiner kennt und dessen Identität für die Handlung nur von minderer Bedeutung ist.

So hätte mir das besser gefallen, um es offen zu sagen. „Extremitätenschwinger“ finde ich richtig lustig. 🙂

Pogopuschel
Pogopuschel

Nachtrag: Falls du darauf hinauswillst, dass der Film den Oberschurken auf diese Art darstellt, ist das zumindest bei mir nicht so angenommen.

So, das war es aber jetzt von mir. Solche Diskussion in öffentlichen Foren oder Kommentarsträngen werden in Regel, je länger sie dauern, irgendwann hässlich. Da habe ich keine Lust drauf.
Als langjähriger Leser dieses Blogs, der ab und zu mal einen Kommentar abgibt, habe ich hiermit ein Feedback zu dieser Kritik gegeben. Was du damit machst, ist deine Sache.

Exverlobter
Exverlobter

Ihr seid alle Spaßbremsen. Bei Gran Torino müsst ihr wohl alle einen Herzinfarkt bekommen haben.

Peroy
Peroy

Herrlicher Spießer-Aufstand mal wieder… 8)

Karsten
Karsten

Der erste Teil ist schon komplett an mir vorbeigegangen, der zweite interessiert mich noch weniger. Die Kritik liest sich aber so, als wäre es der perfekte Film für den VdR-Podcast…ich befürchte bereits das Schlimmste -.-

@obige Diskussion: Ihr macht da gerade einen Elefanten aus ´ner stilistischen Mücke. Klar, war etwas mit dem Holzhammer, aber dennoch als solche zu erkennen. Lasst lieber über den Film diskutieren.

Wortvogel
Wortvogel

@ Onkel Filmi: Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Solltest du dir den Film ansehen, wovon ich dringlich abrate, wirst du es verstehen.

@ Alle: Ich bin nicht renitent. Wenn das, was ich schreibe, derart missverständlich und hässlich wirkt, habe ich was falsch gemacht. Der Text ist korrigiert.

Exverlobter
Exverlobter

Also ich denke die Provokation hätte funktionieren können, ähnlich wie bei Gran Torino der auch ohne Entrüstungstürme davongekommen ist.
Aber man muss mittlerweile immer stärker aufpassen. Wurde demletzt mal von einem Trek-Forum gesperrt, weil ich sowas harmloses wie
„This looks kind of gay“ oder ähnlich geschrieben habe. Wenn ich das auf einer Queer as Folk Fanseite von mir gegeben hatte, wäre es ja verständlich gewesen.
Gott, wenn die Leute keine anderen Probleme haben…

Wortvogel
Wortvogel

@ Exverlobter: Das ist grundsätzlich richtig und ich bin ein konsequenter Verweigerer von PC-Scheiße, aber wenn selbst altgediente Kommentatoren, die der übertriebenen Sensibilität gänzlich unverdächtig sind, hier kritisch die Brauen krauseln, dann muss ich bereit sein, mir Gedanken zu dem Thema zu machen und evtl. einzusehen, dass Intention und Rezeption nicht deckungsgleich sind.

Doc Knobel
Doc Knobel

Auch ich fand die Formulierung etwas unglücklich, verstand aber, worauf du abzielen wolltest. Daher war das recht schnell für mich einzuordnen. Trotzdem sehr anerkennenswert, dass es geändert wurde. Chapeau!

Jor
Jor

Schade, dass meine Befürchtungen zu dem Film bestätigt werden.
Die Filme die Gewalt ohne Blut, Veilchen oder sonstigen Konsequenzen abspulen, nerven mich auch immer mehr. Was bei Bud-Spencer Filmen ja ganz lustig ist, hat nichts in Actionfilmen zu suchen.

Es muss nicht immer überall Blut spritzen, aber dieses sterile Töten und Kämpfen ist seltsam. Ich stelle mir nur mal vor so wäre z.B. Braveheart gedreht worden *schüttel*

Marcus
Marcus

@Ex:

„Also ich denke die Provokation hätte funktionieren können, ähnlich wie bei Gran Torino der auch ohne Entrüstungstürme davongekommen ist.“

Was hat das hier mit einem Film zu tun, in welchem Clint Eastwood natürlich rassistische Schimpfwörter von sich geben kann bis zum Abwinken, weil seine Figur nunmal ein Rassist ist?!

Marcus
Marcus

„ich bin ein konsequenter Verweigerer von PC-Scheiße“

Jetzt auch noch eine Apple-vs.-Microsoft-Diskussion? 😆

Ernsthaft – gut, dass du eingelenkt hast. Respekt.

Dietmar
Dietmar

Immer wieder und immer wieder: Respekt, Torsten!

@Exverlobter: Schließe mich vollumfänglich Marcus an. Kannst Du auf diesen Einwand wirklich nicht selbst kommen?

Dr. Acula
Dr. Acula

Pff… lest bloß keine Reviews von mir.

Strabo
Strabo

Edit: Hat sich ja jetzt erledigt.

Zum Film: War ja echt nix zu erwarten, wenn das Ding nochmal x Monate zurückgehalten wurde um auf 3D zu trimmen und umzuschneiden.

Exverlobter
Exverlobter

„Was hat das hier mit einem Film zu tun, in welchem Clint Eastwood natürlich rassistische Schimpfwörter von sich geben kann bis zum Abwinken, weil seine Figur nunmal ein Rassist ist?!“

@Marcus, Dietmar

Ja, er ist ein Rassist, wandelt sich aber vom Saulus zum Paulus und sieht in der asiatischen Gemeinde im Laufe des Films sogar einen Familienersatz. Das heißt aber nicht, dass er sich infolgedessen ein PC-Vokabular anlegt. Nein, er ermutigt sogar seinen asiatischen Schützling dazu solch rassistische Ausdrücke verstärkt zu benutzen um z.B. auf dem Bau besser anzukommen. Und auch nachdem der asiatische Junge sein Freund geworden ist, sagt er ihm das Wort „Schlitzauge“ bis zum bitteren Ende ins Gesicht.

Die PC-Jünger hätten gerade daraus ein großes Aufsehen machen können und das dem Film vorwerfen können a’la „ein Rassist darf im Kontext des Films solche Worte vielleicht verwenden, aber nicht jemand der in einem positiven Licht dargestellt wird“.

Hätte es eine Art Gran Torino-Skandal gegeben dann wäre es mit solchen Schimpftiraden in Zukunft ähnlich wie die Darstellung vom Rauchen in amerikanischen Filmen. Es würde gar nicht mehr stattfinden. Ich finde man kann es mit übertriebener Freundlichkeit auch übertreiben.

Ich persönlich würde solche Worte auch nie jemandem ins Gesicht sagen, aber im Kontext des Artikels fand ich das jetzt alles nicht so wild.

Ach ja und die Sache mit Otfried Preußler stinkt zum Himmel!

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