Wenn ihr das lest, sitze ich im Flieger. Die nächsten 9 Tage sehen so aus:

delphNur Superior-Zimmer, sieben a la carte-Restaurants, Nachtclub, Patisserie, sechs Bars, Burger-Stand, Eisdiele, Wellness, Spielhalle, etc. Ich möchte nicht sagen, dass ich es verdient habe, aber – das habe ich verdient.

Da es auch Internet gibt, werde ich mich sicher bei euch melden. Ihr müsst also nächste Woche nicht darben.

Heute gibt es, wie an so vielen Freitagen, eine üppige Leseliste. Konzentriert euch, die Inhalte werden beizeiten abgefragt.

Ich war noch niemals in New York…

Manchmal denke ich darüber nach, abzuhauen. Alles abwerfen, nur ein Bündel Bargeld in der Tasche. Vielleicht nach Kanada. In einem Provinzkaff als Barkeeper anfangen, in einer Klitsche über der Bar pennen. Einen schrottreifen Dodge kaufen, der mich zum See bringt. Neuer Name, neue Freunde, neue Bilder, neue Gedanken. Ron Swanson is my hero. Evan Ratliff hat die Probe aufs Exempel gemacht: Wie schwer ist es, einfach zu verschwinden? Seine Erkenntnis: sehr schwer.

Lesen – und frieren

Es gibt nur wenige Journalisten, die überhaupt versuchen, die multimedialen Möglichkeiten des Internets für die Präsentation ihrer Reportagen wirklich zu nutzen. Dia-Show, ein paar Clips, das war es dann. „Snow Fall“ von John Branch ist ein unglaublich schönes Beispiel, dass es auch anders geht. Lest euch rein, lasst euch entführen.

Das 1×1 des „so geht’s“

Einige von euch haben selber Webseiten, viele davon basieren auf Vorlagen, die es erleichtern, ein anständiges Schriftbild zu haben und ein einigermaßen übersichtliches Layout. Wer genauer wissen will, WARUM Zeilenabstände und Textbreiten so sein sollen, wie sie sind, sollte sich mal dringlich diesen interaktiven Guide zum Thema Blog-Typographie durchlesen. Macht schlau, macht Spaß, macht Lust auf mehr.

Druck machen

Ich beobachte sehr interessiert die Entwicklung von 3D-Druckern. In meinen Augen wachsen da Möglichkeiten heran, die wir bisher noch gar nicht überschauen können. Und die Preise für die Endgeräte sinken rapide. Aber nicht jeder ist überzeugt, in dieser Technologie das „next big thing“ gefunden zu haben. Jessica Leber von Technology Review hält den 3D-Drucker mittelfristig für ein (zu teures) Spielzeug. Ihr auch?

Kauf mein Brot – oder es knallt!

Aus Portland kommt „Dave’s Killer Bread“ – ein Sortiment an hochpreisigen Broten, hergestellt in der Bäckerei eines lange Zeit unbelehrbaren Ex-Knacki und Ex-Junkies. Dave hat seine persönliche Geschichte zum Bestandteil des Marketings gemacht. Das kann man geschmacklos und reißerisch finden, aber es liest sich wie ein guter Hardboiled-Krimi, der nur auf eine Verfilmung wartet…

Good cocaine, I got a truck load…

Vor fast 20 Jahren habe ich „Wired“ gelesen – nicht die Zeitschrift, sondern die Biographie von John Belushi, die auch ziemlich gut verfilmt wurde. Daher bin ich nicht unvorbereitet in den Vanity Fair-Artikel über die Entstehung des Films „Blues Brothers“ gestolpert. Ein sehr langes, detailfreudig recherchiertes Stück Lifestyle-Journalismus, wie man es heute zu selten zu lesen bekommt. Must read!

Schwanger! Tot! Getrennt! Schwul!

Zum Abschluss noch was zum Gucken – die ver/ge/herbeigelogensten Boulevardblatt-Cover in den USA 2012. Allemal Zeit, sowas auch für den deutschen Markt zu erstellen. Ich würde es ja machen, aber wer bezahlt mir die Mühe?

Und wech…



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