Damit habe ich hier zu kämpfen:

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Morgen geht es heimwärts – und ich bin froh, mich hier nicht auf die Waage stellen zu können. Um meinen Seelenfrieden zu wahren, werde ich es auch in München erst am nächsten Samstag tun. Aber auch ohne die genaue Zahl ist klar: daheim ist Askese angesagt.

Andererseits: es war auch mal schön, eine „Pause“ von der Diät zu machen.

Weil heute keine „harten Zahlen“ anstehen, erzähle ich euch kleine Anekdoten aus der Zeit, als ich noch das Wortküken war und meiner Umwelt als zu dürr auffiel. Das muss so um 1975 gewesen sein. Ich war sechs, aß nicht viel und meine Familie entschied, dass dem entgegen zu wirken war. Nicht etwa mit Protein-Shakes und Sahnetorten, das wäre zu progressiv gewesen (McNuggets waren auch noch nicht erfunden). Nein, der magere Jungvogel wurde in Kur geschickt.

Schickt man Kinder eigentlich heute noch in Kur oder ist diese Unsitte mit den 70ern ausgestorben?

Wie dem auch sei: ich wurde ins 230 Kilometer entfernte Bad Nauheim verfrachtet. In ein Haus aus den 50ern, das wie eine Mischung aus Altersheim und Grundschule aussah.

Die ersten Tage waren entsetzlich. Ich hatte Heimweh wie Bolle, habe am laufenden Band geflennt und Pläne geschmiedet, wie ich abhauen könnte (Google Maps hätte mir damals geholfen). Im Stockbett über mir lag ein Junge, den ich nett fand, bis er mir seine musikalischen Vorlieben anvertraute: sein absoluter Top Hit war „Mama, du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen“ von Heintje. Ich war dank Papa mit Elvis aufgewachsen und wußte auch im zarten Alter von sechs, dass Heintje scheiße und seine Anhänger an Satan verloren waren.

Das Heimweh ebbte nach ein paar Tagen ab, aber die instinktive Ablehnung einer Institution, die mich zum Essen zwingen sollte, blieb. Ich war in der Tat sehr eigen in der Auswahl meiner Mahlzeiten und die Großküche des Kurbetriebs schien dem keine Rechnung tragen zu wollen. Etwas kontraproduktiv, wenn man ein Kind zur Nahrungsaufnahme mit Lebensmitteln bewegen will, die es prinzipiell ablehnt. Aber ich entdeckte ein paar Sachen, die den Rheinländer in mir als „exotisch“ begeisterten: hauchdünne Scheiben einer angebratenen Fleischwurst mit Soße, die man absurderweise „Leberkäse“ nannte (Wo war da die Leber? Wo war da der Käse?). Meine Mutter hat sich später fast einen Ast gebrochen bei dem Versuch, diesen seltenen Favoriten meines Speisezettels mit Zutaten aus der Metzgerei zu imitieren.

Mitte der 70er herrschte eine seltsame Art unentschlossener Pädagogik: man hatte erkannt, dass es unangebracht war, Kinder mit Prügel oder sonstigen drakonischen Strafen zum Essen bewegen zu wollen. Dummerweise hatte man noch keine Alternative gefunden und für die „gut zureden“-Variante waren wir Rotznasen erheblich zu renitent. Querstellen war demnach ein probates Mittel, um die gesamte Ausrichtung der Kur zu torpedieren.

Einzig Nachtisch habe ich gerne und reichlich gegessen. Geholfen hat es nichts – mein Metabolismus war einfach zu überdreht, um von den paar Extra-Kalorien Pfunde auf die spirreligen Hüften zu packen.

Dem ganzen Konzept war sicher nicht zuträglich, dass es Kinder BEIDER Richtungen gab – die, die zunehmen sollten, und die, die abnehmen sollten. Ist es wirklich ratsam, das zu mischen? Ich erinnere mich an sehnsüchtige Blicke aus der Kohlrabi-Ecke, an erschütternde Weinkrämpfe, an endlose Kauereien auf zähem Fleisch. Food Fight!

Salinen$20Bad$20SalzuflenEs gab auch andere Aktivitäten, die unseren Appetit anregen sollten (was ja nun eigentlich nicht mein Problem war). Dazu gehörte der tägliche Spaziergang durch die Salinen. Das waren riesige, nah aneinander angelegte „Mauern“ aus Geäst, durch das Salzwasser rieselte. Der Geruch, dem Meer nachempfunden, galt als förderlich. Ich fand es penetrant und vor allem langweilig. Wer will denn jeden Tag spazieren gehen? Hätte es damals schon Game Boys gegeben, hätte ich die sicher furchtbar vermisst.

Überhaupt Bad Nauheim: ich nahm den Ort als eine Ansammlung alter Menschen und Pflegekräften wahr, die sich in spießig gepflegten Parks herum trieben und Eichhörnchen fütterten. Für einen Jungen, der seine Freizeit allein stromernd in der Düsseldorfer Einkaufsmeile verbrachte und bevorzugte Fernsehen schaute, war das erheblich zu träge. Hier wurden Stunden zu Tagen, Tage zu Wochen – ohne den Lauf der Zeit damit wirklich voran zu treiben. Gelebtes Valium.

Wenigstens hatte meine Mutter die Gnade besessen, mir ein paar „Lustige Taschenbücher“ mitzugeben. Das signalisierte mir auch den Ernst der Lage – Comics bekam ich sonst nur, wenn ich krank war. Meine Mutter schickte mir auch ein paar Ausgaben der „Micky Maus“ hinterher. Die las ich nicht nur – es wurde mein Hobby, einzelne Figuren abzumalen. Phantomias, einen Geist, Goofy. Die versah ich dann mit eigenen Sprechblasen und dem, was ich für Humor hielt. Quasi eine analoge Variante von 9gag. Es isolierte mich abends genug, um mich nicht mit der Heintje-Pussy unterhalten zu müssen.

Ich weiß nicht mehr, ob die Kur drei, vier oder fünf Wochen dauerte. Für mich waren es Äonen. Gegen Ende nutzte ich mein gespartes Taschengeld, um für die Familienmitglieder Souvenirs zu kaufen. Erinnern kann ich mich nur noch an einen braun lackierten Löwen aus Ton für meinen Vater – ein Aschenbecher.

Natürlich hat der ganze Quatsch nichts genutzt. Es hat mir die Ferien versaut, ich habe kein Gramm zugenommen und nach Bad Nauheim kriegen mich keine zehn Pferde mehr. Irgendwie habe ich auch den Verdacht, es ging nicht wirklich um die Kur – meine Eltern wollten mich nur auf Kosten der Krankenkasse billig ein paar Wochen loswerden. Die hatten so Anwandlungen immer wieder: ein paar Jahre drauf schickten sie mich mit der „Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“ in ein Zeltlager auf Föhr – weil das von den Kommunisten aus der Zone quersubventioniert wurde. Ich musste am Lagerfeuer „Sacco und Vanzetti“ und „Wir sind die Moorsoldaten“ singen, während ich daheim die einzige Woche verpasste, in der das Europa Kino Center „Der unglaubliche Hulk“ zeigte.

Meine Jugend war die Hölle.



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Marcus
Marcus

Dass Eltern kein Verständnis für die Prioritäten des Nachwuchses aufbringen, scheint mir ein Naturgesetz zu sein.

Ich meine, Edgar Wallace‘ „Der Hexer “ läuft (zumindest auf absehbare Zeit) nur einmal, Abendessen mit Verwandten kann man immer. IST DAS SO SCHWER ZU KAPIEREN?! 😉

Dietmar
Dietmar

Das kommt mir seltsam vertraut vor: Ich wurde zur Kur geschickt, weil ich, Achtung (!), zu klein war. ó.Ò Als würde man auf Kur wachsen. Bad Soden-Allendorf war das, meine ich. Das gleiche rieselnde Salzwasser. Wir sind dahin gewandert, ich habe mir das angeguckt und gedacht, das wäre irgendetwas Historisches. Aber was? Diesbezügliche Fragen wurden mit Schweigen der „Pflegerinnen“ quittiert. Neugierige Gören waren wohl nicht ihr Ding. Ich erinnere mich gut daran, dass ich stets das Gefühl hatte, wie in einer Mastherde gehütet zu werden. Wir waren mit uns selbst beschäftigt, es gab mehrere deftige Prügeleien. Bei einer wurde mein Blut über den Flur verspritzt, ich bin benommen in mein Bett gewankt und habe das vollgeblutet. Das brachte mir dann richtig Ärger ein. Und Hausarrest. Der Schläger winkte lachend vom Spielplatz. Pädagogik in den 70ern war eigentlich nach meiner Erfahrung nie anders. Ich gehörte zu denen, die kräftig essen sollten und kenne die Blicke der Zwangs-Vegetarier im gleichen Speisesaal auch. Schön war, dass ich aber immer sehr viel gegessen habe. Deshalb habe ich auf der Kur gehungert: Es gab kein Nachschlag. Kontraproduktiv, wenn gedacht würde, man wüchse, wenn man mehr isst.

Und ich kann mich erinnern, dass ein großer, kräftiger Junge tatsächlich zu fliehen versuchte: Ich war irgendwo auf dem Außengelände unterwegs, wir spielten Fußball. Da war großes Geschrei der nicht ganz so schnellen Pflegerinnen, der Junge wollte an mir vorbei, ich brachte ihn furchtlos zu Fall und hielt ihn so lange, bis sie uns erreichten. Ich trug blaue Flecken an den Schienbeinen von seinen Tritten und Bisswunden davon. Ich kann mich nicht erinnern, ihn danach noch mal gesehen zu haben. Am nächsten Tag gab es so grüne Algenkekse …

Schön bei diesem Kur-Ansinnen ist nach meiner rückblickenden Sicht, dass ich in meiner Familie der körperlich Größte bin. Meine Mutter sah immer nur den Vergleich mit Klassenkameraden, die größer und meistens auch erheblich älter waren. Kommt davon, dass man mit den Sitzenbleibern gemessen wurde und bei der Einschulung der Jüngste der Klasse war.

Meine Kur war über die Herbstferien und z. T. in der Schulzeit; erstaunlich! Fünf Wochen, meine ich. Die Sommerferien wurde ich in Feuerwehr-Zeltlager verbannt. Man meinte damals, mir damit etwas zu bieten, weil Urlaub nicht drin war. Ja, äh, war super, …

Das Albernste daran war aber, dass es auch um „Luftveränderung“ ging: Ich wohnte auf dem Land, mitten im Wald im Gebiet der schönen Lüneburger Heide. Beste Luft, absolute Ruhe, und ich liebte schon damals meine Region. Heute lebe ich in der *hüstel* Stadt.

Dietmar
Dietmar

Oder Bad Sassendorf?

Egal.

Deshalb schreibe ich das auch zur Korrektur jetzt hier hin.

Brandenburgerin
Brandenburgerin

usedom – wegen neurodermitis seit geburt…

ich habe echtes meer gehabt :p am coolsten war der spaziergang bei sturm, die pflegerinnen kannten da nix. ich hab live gesehen, wie die wellen am kreidefelsen genagt haben…

ansonsten beschweren sich meine eltern heute noch, dass ich nach der rueckkehr nie von den 6 wochen was erzaehlt habe. was soll man auch gross erzaehlen von der langeweile?

Marcus
Marcus

@Brandenburgerin/Dietmar: mein Gott, Kindern die Ferien mit langweiligen Kuraufenthalten zu vermiesen scheint wohl irgendwann mal das große Ding gewesen zu sein.

Marcus
Marcus

@Dietmar: „Als würde man auf Kur wachsen.“
Das scheint mir eine vernünftige Annahme zu sein. Liegt bei Kindern in der Natur der Sache.
Zweifelhaft scheint mir eher, dass du nicht gewachsen wärst, wenn du zu Hause geblieben wärst…. 😉

Dietmar
Dietmar

@Marcus: Nein. Das „Größte“ war, bei der Schwiegermutter der Schwester urlauben zu dürfen: Hochhaus, drölfzigster Stock, Mittagessen, das einem aufgetan wird und man aufessen muss, egal, ob man´s mag, zwei Stunden „Mittagsschlaf“, in denen man keinen Pieps machen darf, den Rest des Tages im Zimmer hocken und mit Matchbox-Autos spielen, und wenn man dann mal fernsehen darf, und es kommt „Mein Onkel vom Mars“, den man wirklich, aber wirklich mal sehen will, weil zuhause tagsüber nicht ferngesehen wird, und die Titelmelodie ist gerade vorbei, dann heißt es, so, jetzt machen wir einen schööönen Ausflug.

Das ist hart.

Schön war meine Kindheit aber trotzdem. Denn wenn alles „normal“ war, nichts „Besonderes“, wie solche Dinge, war absolut glücklich und unbeuafsichtigt im Wald und Dorf unterwegs. Kann man sich heute kaum vorstellen.

Dietmar
Dietmar

@Marcus #6: Naja, vielleicht bin ja auch deshalb heute der Größte in der Familie.

sergej
sergej

„Schickt man Kinder eigentlich heute noch in Kur …?“
Meine Nichte fährt demnächst auf Kur. Sie ist allerdings körperlich behindert und die Mutter kommt mit. Nicht mit den Erlebnissen von WV zu vergleichen.

In den 80ger bei meinen Geschwistern und mir lief das so ab:
Der Kinderarzt am Wohnort stellte Atemwegserkrankungen fest, die Kasse hat die Kur bewilligt und die ganze Familie fuhr in den Kururlaub. Also normaler Urlaub mit täglicher Kuranwendung. Am Urlaubsort (Wyk auf Föhr) musste man nochmal zum Badearzt, der hat die genauen Kurempfehlungen gegeben. Bei und war das 1 mal täglich für 20 Minuten (oder 30 oder nur 15?) in einem Raum sitzen, der von ein übergroßen Inhalationsgerät belüftet wurde. Kommentar vom Badearzt „1h am Strand hat den selben Effekt“. Ob es was genutzt hat? Geschadet hat es jedenfalls nicht. Aber die Krankenkasse hat pro Tag und pro Kind 20DM (oder so ähnlich) gezahlt, damit war der (Oster)Urlaub für und nicht so teuer.

Exverlobter
Exverlobter

Also ich wurde in den Ferien ja immer ins Zeltlager geschickt. Ich glaube da hatte ich definitiv mehr Spaß als du in deiner Kur.

Marko

Ich bin etwas sprachlos. Meine Eltern hatten einen Kleingarten mit angrenzenden Wildwiesen und Wäldern, so dass ich an Wochenenden und in den Ferien nahezu ständig „auf Adventure“ war. In der Laube stand ein alter Fernseher, auf dem ich bei Regen „Captain Future“, „Luzie, der Schrecken der Straße“, „Raumschiff Enterprise“ und „Die rote Zora“ gucken konnte. War mir gar nicht bewußt, dass man in der Kindheit auch so seltsame Erfahrungen mit Kuren machen kann, und dass das offenbar nicht untypisch war. o_O Aber gut, ich war auch weder zu dick noch zu dünn, und problematische Krankheiten kamen auch erst mit der Pubertät …

TimeTourist
TimeTourist

Na… dann mach mal lieber einen großen Bogen um meinen Heimatort Bad Kreuznach. Hier ist nämlich Europas größtes Freiluftinhalatorium. Salinen wohin man schaut. Hier würdest du deinen Game Boy definitiv vermissen 🙂

Der Karsten
Der Karsten

Ich bin überrascht, habe ich doch ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. ^^ Ich wurde Mitte / Ende der 80er (ich war auf jeden Fall noch keine 10!) nach Bad Rothenfelde geschickt. Die selben Salinenkackdinger, die selben gepflegten Parks. War bestimmt 3 oder 4 Wochen da und hatte den Großteil der Zeit Heimweh. Dort habe ich auch meine ersten Erfahrungen mit der „Mundorgel“ gemacht.. GRAUSAM..

Nur was das alles sollte, ist mir bis heute schleierhaft. Aber anscheinend bin ich ja nicht der einzige. 😀

Mieze
Mieze

Ich schrei dann auch mal „hier“ 😉 – ich war Mitte der 80er (ich war ca. 8, glaube ich) in Marktredwitz auf Kur. 4 Wochen zum abnehmen. Und ja, wir saßen auch genau neben denen, die zunehmen sollten. Das war grausam.

Ansonsten hab ich aber keine allzu schlechten Erinnerungen. Ich habe gelernt, ein Buch zu binden und Makramee zu knüpfen, hab mich beim Gläserrücken der Teenager-Zimmernachbarn ordentlich gegruselt und zum Abschluss durfte ich das Schneewittchen in einer Theateraufführung spielen^^

Dietmar
Dietmar

@Mieze/Karsten: Die 80er, klar, da war das schon anders. Man hat sich mit den Gören beschäftigt. Einmal spielte eine der jungen Frauen Gitarre. Mehr für sich als für uns. Das war´s so ziemlich. Die blieben unter sich und quatschten, was man mit ca. 20 so quatschte.

Marco
Marco

Vater verbrachte mal eine Kur mit Salinen. Weiss aber nicht mehr wo das war. Das waren aber wohl die 70er und 80er wo die Krankenkasse ordentlich Budget zur Verfuegung hatten. Heute passiert das wohl nicht mehr. Ach ja, Bad Nauheim: http://www.youtube.com/watch?v=7xhZyJ62Ws0

Nikolai
Nikolai

Entschuldigung, das sind Gradierwerke und keine Salinen.

@TimeTourist: Gerade DU solltest das wissen 😛

Gruß

heino
heino

„Nein, der magere Jungvogel wurde in Kur geschickt.“

Willkommen im Club. Ich durfte 1976 volle 6 Wochen aus demselben Grund auf Sylt verbringen, was natürlich völlig nutzlos war. Für mich war das aber nicht ganz so schlimm, weil auch 2 Freunde von mir dabei waren und wir Wanderungen durch`s Wattenmeer unternommen und Krebse gefangen haben. Übel wurde es erst, als ich kurz vor Ende der Kur an Mumps (damals noch als Ziegenpeter tituliert) erkrankte und ohne Wissen meiner Mutter dort für 2 Wochen in ein Krankenhaus gesteckt wurde, während alle anderen heim durften. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…..

Karsten

Ich bin erstaunt. Anscheinend war ja vielen von euch „die Kur“ ja ein einprägender Teil der Jugend.

Ich war wie der Wortvogel in jungen Jahren zwar auch „verschlochen“, aß also vieles nicht und erinnere mich auch an den einen oder anderen tränenreichen Kampf am Abendtisch („du gehst erst ins Bett, wenn du aufgegessen hast“), musste deswegen aber nicht in Kur. Lag vielleicht daran, dass ich viele Sommer bereitwillig meine Großeltern besuchte. Dasselbe Dorf (Eckenhagen anyone?) – zumindest bis zum Gymnasium, dann sind wir umgezogen – aber immer irgendwie Urlaub von der Familie. Einige meiner Lieblingsgerichte wie Kidneybohnensuppe gab es nur dort. Außerdem besaßen sie eine riesige Wiese, mit angrenzendem Wald. Und einige Freunde lebten direkt in der Nachbarschaft. Und das Beste: Während der Mittagsschlaf-Zeit konnte ich mich in den gemütlichen Sessel einkuscheln und in aller Ruhe Bonanza, Star Trek und Co. auf Sat 1 sehen, während Oma und Opa genüsslich vor sich hin schnarchten.

Karsten

Hui….2008 war ich noch gar nicht auf deinem Blog. Da hieß die LvA also noch „Freundin“ und ein Boston Terrier war angedacht (stattdessen verstärkte ja Abby eure Familie – wie es halt immer so kommt im Leben…unverhofft und so).

“Die gemeine Hauskatze” von Terry Pratchett kenne ich gar nicht und dabei verschlang ich in jungen Jahren alle Werke vom Großmeister des fantastischen Humors, derer ich habhaft werden konnte. Wird nachgeholt!

Dr. Acula

Tsssk… wirklich alles lebensunfähige Krüppel hier 😛

Dietmar
Dietmar

@Wortvogel: Wieder gesund und munter im Lande? Bei dem „Schnee-Chaos“ weiß man ja nicht …

Dr. Acula

@Vogel
Ich musste wenigstens nie auf Kur 😛

heino
heino

@Karsten:klar kenne ich Eckenhagen. Ich habe von 1982 – 1994 in Waldbröl gewohnt, also quasi nebenan:-)

Karsten

@Heino: Klein die Welt ist – in Waldbröl bin ich aufs Gymnasium gegangen 🙂