USA 2012. Regie: Peter Jackson. Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Hugo Weaving, Andy Serkis, James Nesbitt, Cate Blanchett u.a.

Disclaimer: Ich habe bisher genau DREI Einblicke in das Tolkien-Universum bekommen. In meinem Bücherregal stand in den 80ern die Parodie „Der Herr der Augenringe“ von „J.R.R. Tollkühn“. Um 2000 wurde ich von Kinowelt zu einer exklusiven Präsentation der ersten 20 Minuten des ersten „Herr der Ringe“-Films ins Kino geladen. Das war geil, top exklusiv und man bekam einen Schuber mit den Büchern und ein Wildledersäckchen mit dem Ring als Giveaway in die Hand gedrückt. My precious!

Und dann natürlich noch das hier:

Demnach: Ich habe die Bücher von Tolkien nicht gelesen. Ich habe auch die „Herr der Ringe“-Filme nicht gesehen, ob mit oder ohne Gefährten. Die „Harry Potter“-Filme verzauberten Millionen, aber mich nicht. „Twilight“ war mir zu blutleer. „Fluch der Karibik“ habe ich weiträumig umschifft. Diese ganzen Fantasy-Mega-Franchises sind einfach nicht so meins, womit ich sie nicht schlecht reden möchte. Ich habe einfach eine größere Affinität zu Science Fiction und Superhelden – zum Grund dafür kommen wir noch.

Bin ich deshalb weniger qualifiziert, den ersten von drei „Hobbit“-Filmen zu besprechen? Ich glaube nicht. Ganz im Gegenteil. Ich kann sehr frisch an die Sache ran gehen, trage keinen Ballast von übermächtigen Erwartungen oder Vergleichen mit mir herum. Ich traue mir daher zu, „Der Hobbit“ vielleicht nicht im Kontext der Verfilmungen, wohl aber für sich genommen kompetent zu besprechen.

Story: Bilbo Beutlin lässt sich eher widerwillig von Zauberer Gandalf rekrutieren, einem kleinen Trupp Zwergen zu helfen, deren vom Drachen Smaug im wahrsten Sinne des Wortes besetzte Reichtümer zurück zu erobern. Doch der Weg zum Einsamen Berg gleicht einem Spießrutenlauf: Orcs, Trolle und eine generelle Ahnung von Tod und Verderben setzen der kleinen Gesellschaft zu. Bilbo muss lernen, ein Held zu sein – was sich als leichter herausstellt, kaum dass er dem Wesen Gollum einen seltsamen Ring abgenommen hat…

Kritik: Nach so vielen Blockbuster-Filmen, die stur Campbells Heldenreise durch deklinieren, die tumbe Kerle frontlastige Schnitten retten lassen, bei denen das Eye Candy mehr wiegt als die tatsächliche Begeisterung für die Geschichte, ist „Der Hobbit“ fast so was wie eine Offenbarung. Entwaffnend in seiner Spielfreude, archaisch und monströs in der Urgewalt seiner Kräfte, lang und doch nie langweilig – es ist die volle Packung. Wieder einmal fasziniert Jacksons Perfektion in der Umsetzung, von den kleinen Szenen bis zur großen Action. Er hat sein Material voll im Griff und er hat verstanden, was die Zuschauer sehen wollen: ein klassisches, von Generationen geliebtes Abenteuer aufwändig, aber dennoch authentisch umgesetzt.

Was „Der Hobbit“ vorsetzt, entspricht einem weihnachtlichen Schmaus, bei dem man sich gar nicht entscheiden kann, wo man zuerst hingucken soll. Ein Fest für die Augen, die Nase, die Ohren, den Kopf, den Bauch. Ein Blockbuster, der seiner Zielgruppe zuarbeitet, ohne sie zu verachten, ohne sie zu unterschätzen. Hier wird das Kino nicht neu erfunden (wie Cameron das gerne für sich reklamiert), aber bis an seine Grenzen perfektioniert. Die Trickeffekte sind über weite Strecken bestaunenswert und es gelingt Jackson, selbst aus Klischee-Sequenzen wie der Drachen-Attacke noch erstaunlich viel Oomph zu wringen.

Wichtiger ist aber der Wert der Figuren, ihre Bedeutung für die Zuschauer. Dem Charme des Films kann man sich schwer entziehen, setzt er doch auf Freundschaft statt auf Allianzen, auf Mut statt auf Muskeln, auf Sanftheit statt auf Sex. Das ist gleichzeitig so altmodisch und doch so aktuell, dass „Der Hobbit“ die ganz große Brücke spannt für ein ganz breites Publikum. Dazu tragen auch die durchweg exzellent gecasteten und aufspielenden Darsteller bei, auch wenn ich bei Christopher Lee den Verdacht hatte, es handele sich um reine CGI, weil der olle Zausel kaum noch auf die Füße kommt.

Obwohl ich den Film also von Anfang bis Ende genossen habe und allen Interessierten mit Nachdruck ans Herz legen möchte, komme ich nun zu einer ganzen Reihe an Bedenken, die ich trage. Lasst euch davon nicht den positiven Tenor meiner Kritik verderben – ich will nur ein paar Sachen nicht unerwähnt lassen.

Es gibt zwar keine wirklichen Ausfälle in „Der Hobbit“, aber der Fairness halber sei erwähnt, dass ich zwei oder drei zu modern klingende Dialogzeilen mit Zähneknirschen zur Kenntnis genommen habe und dass Jackson zwei Geschehnisse gegeneinander schneidet, die Fluch und Segen der Technik illustrieren: während die Holzbrücken-Sequenz mit den Zwergen und Trollen albern überdreht eher nach „Fluch der Karibik“ aussieht, verführt die Begegnung von Bilbo mit Gollum zum Staunen, weil sie uns ein Wesen glauben lässt, dass bis auf die Zahnfäule nah an uns heran kommt. Die Verfolgungsjagd ist Budenzauber, die Konfrontation reine Kinomagie.

Mein Bruder hat mir ein wenig ausgeholfen, was den strukturellen Aufbau der Roman-Vorlage angeht. Demnach hält sich der Film im durchaus vertretbaren Rahmen an die Plot Beats, die Tolkien vorgegeben hat (es steht zu vermuten, dass die Rückreise nach dem Sieg über Smaug für den dritten Film massiv gestreckt werden muss). Wenn dem so ist, dann bin ich von der episodischen Natur der Geschichte etwas enttäuscht. Obwohl permanent etwas passiert, obwohl ein Action-Highlight das nächste jagt, kommt die eigentliche Handlung kaum voran  – und das fast drei erstaunliche Stunden lang. Die Gruppe zieht los, stolpert von Monster-Meeting zu Monster-Meeting und sieht am Ende erstmals den Einsamen Berg. Das war es auch schon. Da wird kein Charakter-Bogen auch nur annähernd auserzählt, keine der Figuren macht eine Wendung durch, keine neuen Hinweise werden gefunden, keine Überraschung stellt den Auftrag in Frage. Erzählerisch läuft der „Hobbit“ als Videospiel wie ein Hack’n’Slay von Level zu Level, ohne dabei wie ein Adventure seine Geschichte immer breiter aufzufächern.

Es soll wohl der Vermarktung und dem Profit dienen, aber hier mag sich am offensichtlichsten rächen, dass man ein Buch von gerade mal 382 Seiten auf drei Filme strecken will, die noch dazu allesamt massive Überlänge haben. Auch bei noch so viel Action wird der unterliegende Plot irgendwann brüchig.

Ich habe oben bereits erwähnt, dass ich Science Fiction der reinen Fantasy vorziehe. „Der Hobbit“ ist ein gutes Beispiel, warum das so ist. Die Gefahren sind praktisch immer externer Natur, brauchen weder logisch noch praktikabel zu sein. So wird am Anfang etabliert, dass der alte Zwergkönig über seine Goldgier wahnsinnig wurde. Statt aber daraus den Untergang des Reiches abzuleiten – taucht ein Drache auf. Wann immer unsere Helden fünf Minuten durch die Landschaft gestapft sind – schwupps, ein Monster.  Die Gesellschaft ist in einer aussichtslosen Situation? Gandalf wird schon was zaubern. Diese Willkür und Beliebigkeit, die der Fantasy „cheats“ aus jeder Situation erlaubt, gebiert zwar viele Twists und einen rasanten Handlungsablauf – menschlichem Drama oder intelligentem Storytelling ist sie allerdings nicht förderlich, weil die Figuren nie sonderlich smart auf Situationen reagieren müssen oder können.

Thema technische Umsetzung: Ich habe den Film in 3D HFR (high frame rate) gesehen – das neue 48f/sec-Format, das bei seinen Testvorführungen viel kritisiert wurde und das Cameron sich für die nächsten „Avatar“-Filme vorgenommen hast. Nun kann ich zum 3D wenig sagen, weil ich das immer noch seltsam vage wahr nehme. Wirkte gut, ausreichend scharf, aber nicht spektakulär. Die Projektion mit 48 Bildern pro Sekunde fand ich aber ebenfalls problematisch. Es mag eine Frage der Gewöhnung sein, aber sie verleiht dem Film eine hyperreine Klarheit, die eher an HD-Video erinnert und in einem Fantasy-Blockbuster seltsam billig wirkt. Vielleicht hat mich hier aber nur die Erwartung getäuscht. Das muss jeder für sich selbst beurteilen.

Ein paar Worte noch zur 12er-Freigabe. Meinem Verständnis nach war „Der Hobbit“ ein Kinderbuch. Ich kann verstehen, dass man den Film für ein breiteres Publikum, das vom „Herrn der Ringe“ angefüttert wurde, erwachsener gestalten wollte. Leider hat man es dabei ins andere Extrem übertrieben. Obwohl wenig Blut fließt und zynische Gewalt kaum vorkommt, ist „Der Hobbit“ streckenweise so brutal und düster, dass ich eine 16er-Freigabe befürwortet hätte. Was hier an ekligen und teilweise verstümmelten Monstern gemetzelt wird, sollte einer entsprechend gefestigten Zielgruppe vorbehalten sein. Ein Film für das Kind im Manne – nicht für das Kind selbst…

Aber wie gesagt: lasst euch von diesen Anmerkungen nicht kirre machen. Die kommen aus dem Kopf, nicht aus dem Bauch. Der Bauch hat sich großartig amüsiert – und ihr werdet es auch tun. Dafür gibt es die seltene Wortvogel-Genussgarantie.

Fazit: Ein 169minütiges Fantasy-Megaspektakel, dessen pralles visuelles und narratives Füllhorn erfreulich selten die Geduld des Zuschauers überstrapaziert, auch wenn der eigentliche Plot sich auf ein arg episodisches „von A nach B“ beschränkt. Genau der richtige Blockbuster zum Jahresausklang.

Anbei noch das ausführliche Presseheft für euch.



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Peroy
Peroy

„Demnach: Ich habe die Bücher von Tolkien nicht gelesen. Ich habe auch die “Herr der Ringe”-Filme nicht gesehen, ob mit oder ohne Gefährten. Die “Harry Potter”-Filme verzauberten Millionen, aber mich nicht. “Twilight” war mir zu blutleer. “Piraten der Karibik” habe ich weiträumig umschifft.“

Ideal ! Dann sag‘ mir jetzt, was du vom Hobbit hältst, denn DEINE Meinung ist mir wichtig.

Alex
Alex

Nach dem Disclaimer hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr, den Artikel zu lesen. Ganz ehrlich, dieser Film kann eigentlich nur im Kontext der Bücher und der bisherigen Filme gesehen werden.
Aber ich werde mir auf jeden Fall mein eigenes Urteil bilden und ich müsste mich schon sehr täuschen, wenn meine Vorfreude auf die Weihnachtszeit für die nächsten 3 nicht durch den Hobbit positiv beeinflusst würde.

Baumi

Was Fantasy angeht: Hast Du Dich mal an „Game of Thrones“ versucht? Die Bücher lagen mir sehr, obwohl ich eigentlich auch kein Fantasy-Fan bin. (Die Serie soll auch gut sein, hab sie aber noch nicht gesehen.) Allerdings ist das auch mehr politische Intrige und Mittelalter-Soap – Magie und Monster kommen nur sehr sparsam dosiert vor und wirken nie so aus dem Hut gezaubert, wie du das beschreibst.

Jörg
Jörg

Den Film sehe ich heute Nachmittag. Nur kurz zum Buch, das ich erst kürzlich meiner Kleinen vorgelesen habe: Trotz seiner Kürze gibt es im Mittelteil wirklich ziemlich viele, recht flott aufeinanderfolgende »Actionsequenzen«, die mir schon beim Lesen ziemlich als reizvoll zu Verfilmen vorkamen – die entsprechende Tricktechnik vorausgesetzt.

Teilweise sind sie schon in einem Kapitel abgehandelt, bieten aber viele Ideen und interessante Bilder für eine ausgedehnte filmische Umsetzung. Dafür dauert es etwas, bis die Truppe aufbricht – und auch am Berg, dem Ziel der Reise, wird es wieder etwas langsamer. Im Vergleich zum LOTR ist das Tempo insgesamt aber wirklich erstaunlich.

Eine Verfilmung in zwei Teilen ist in meinen Augen das absolute Minimum, wenn man alle wichtigen Plotpoints angemessen unterbringen möchte. Allein die epische Schlacht am Ende, die im Buch geschickt im kurzen Rückblick anhand einiger Einzelschicksale erzählt wird, wird bei PJ sicher einn halben Film einnehmen. Und zu Recht, denn das Kino soll zeigen und nicht erzählen. Also soll er gerne auch drei Filme machen. Die Extended Editions der LOTR-Trilogie waren (für mich) auch besser als die Kinofassungen.

Jörg
Jörg

Nochwas zur Heldenreise: ja, das liest sich anfangs ganz wie nach dem üblichen Schema. Aber zum entscheidenden Höhepunkt der Geschichte biegt Tolkien das für seinen Hobbit ganz anders hin. Er wird nie zum eigentlichen, übermenschlichen Helden der Geschichte, sondern macht sein eigenes Ding. Das macht die Figur zum Ende hin erwachsener und glaubhafter als die typischen Helden eines Quests. Bin gespannt, wie das in der Verfilmung wird.

Dietmar
Dietmar

Ich freue mich auf den Film. Die Bücher habe ich mit Begeisterung gelesen. „Der kleine Hobbit“ ist nach meiner Erinnerung tatsächlich über weite Strecken düster und bedrohlich. Besonders reizvoll fand ich, dass die Hobbits keine Helden sein wollen und auch dazu wenig geeignet sind, dann aber immer über sich hinauswachsen. Bilbos Charakterentwicklung ist in meinen Augen sehr interessant: Im Grunde zerbricht er an seinen Abenteuern und findet, genau wie später Frodo, nicht in sein altes Leben zurück. Beide tragen dazu bei, ihre Welt zu retten. Aber beide verstehen, dass sie diese nicht für sich retten können.

Da hat Tolkien etwas ganz Außergewöhnliches geschaffen, meine ich. Die Umsetzung von Jackson ist wunderbar.

(„Piraten der Karibik“: 1. Teil super, 2. Teil hat einen ausgesprochen unterhaltsamen Bösewicht, leidet aber unter dem unsäglichen Cliffhanger, 3. Teil gehört geteert, gefedert und an der höchsten Rahe aufgehängt, nachdem er kielgeholt wurde; so ein Mist!)

Exverlobter
Exverlobter

Jetzt bin ich überrascht. Das wandelnde Dewi-Lexikon offenbart eine Bildungslücke. ( Du kennst Hasenjagd 2 hast aber keinen der Herr der Ringe-Filme gesehen? Wow.)
Das fehlende Interesse an Fantasy wundert mich, hattest du nicht mal mit Wolfgang Hohlbein einen Fantasy-Roman verfasst?

Ich bin zwar optimistisch was den Film anbelangt. Was ich mich aber frage ist, wie das Material genug Stoff für 3 Filme hergeben soll. Beim Herr der Ringe war es ja noch umgekehrt, da musste für die Filme ja noch einiges aus dem Buch der Schere zum Opfer fallen. ALso wenn das Tolkien-Universum unbedingt auf 6 Filme gestreckt werden soll, hätten sie lieber 5 Herr der Ringe und einen Hobbit-Film gemacht. Das hätte strukturell besser gepasst.

Peroy
Peroy

„(“Piraten der Karibik”: 1. Teil super, 2. Teil hat einen ausgesprochen unterhaltsamen Bösewicht, leidet aber unter dem unsäglichen Cliffhanger, 3. Teil gehört geteert, gefedert und an der höchsten Rahe aufgehängt, nachdem er kielgeholt wurde; so ein Mist!)“

Falsch. 8)

Andreas
Andreas

Richtig!

Peroy
Peroy

„Richtig!“

Nein. Die sind alle super.

Der Karsten
Der Karsten

Herr der Ringe war nie so mein Fall.. ich habe mich durch die 3 Filme regelrecht gequält, weil die halt jeder gesehen hatte und sooo toll waren. Ich fand die nur langweilig. ^^ Deswegen wird der Hobbit eher nicht mein Geld sehen.. dann doch eher „Ralph Reicht’s“ 😀

Aber apropos Superhelden: Den neuen „Man of Steel“ Trailer gestern gar nicht gesehen?? 😉

Strabo
Strabo

Wobei man sagen muss, dass nicht nur die knapp 400 Seiten des Hobbits verarbeitet wurden, sondern auch Teile der Anhänge vom Herr der Ringe sowie etwas aus dem Silmarillion. Das was Gandalf in 3 Absätzen im Buch abhandelt (seine Abwesenheit) wird in den drei Filmen ausführlich für Effektkino benutzt.

reptile
reptile

Fantasy war auch nie meins. Drachen, Ritter – bähh!
„Die Gefährten“ habe ich mir damals nicht gegeben, weil es mich nicht interessiert hat. „Die Zwei Türme“ habe ich aber dann doch im Kino…erlebt! Herr der Ringe hat mich bekehrt, dass Fantasy doch sehr, sehr geil sein kann. Ansonsten hätte mich eine Mamut Serie wie Games of Thrones auch nicht interessiert.

Auf den Hobbit freue ich mich auch wenn der erste Teil noch überzeugen muss. Denn ich kann mit nicht vorstellen, dass diese Trilogie mit dem Herr der Ringe mithalten kann. Aber mal sehen.

Und natürlich ist dass schon komisch: Herr der Ringe – 3 dicke Bücher, 3 laaaange Filme. Der Hobbit -ein „kleines“ Buch – 3 laaaange Filme.

S-Man
S-Man

Ich habe auch gehört, dass in der Trilogie deutlich mehr als nur „Der Hobbit“ verfilmt werden soll, wie Strabo beschrieb. Zwar bin ich sehr skeptisch aufgrund der Länge des Epos, dennoch freue ich mich drauf. War Sonntag auch brav 14h im Kino zum HdR-Extended-TripleFeature… Habs damit nun 5x gesehen in einem Rutsch 😀 Ja, ich liebe die Filme. Ja, ich liebe die Bücher. Ja, ich bin heiß auf den Hobbit 😀

Dietmar
Dietmar

@reptile:

Und natürlich ist dass schon komisch: Herr der Ringe – 3 dicke Bücher, 3 laaaange Filme. Der Hobbit -ein “kleines” Buch – 3 laaaange Filme.

Das macht tatsächlich ein wenig Angst.

@Peroy: Der zweite ist wirklich gut und macht Spaß. Aber der dritte? Ne, das war nix.

jimmy1138
jimmy1138

Ad Sci-Fi vs Fantasy: die absolute Mega Fantasy Franchise ist aber „Star Wars“ ;). Hatte für „Fantasy“ auch lange nix übrig, v.a. wegen des Designs – das sah einfach alles ziemlich besch***** aus. Herr der Ringe war da die große Ausnahme. Das oben erwähnte „Star Wars“ lebt auch zu einem großen Teil von McQuarries Design.

Marko

„Star Wars“ ist natürlich keine Sci-Fi. Schließlich heißt es doch: „Es war einmal, vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis“. Also spielt das ganze in der Vergangenheit, und Sci-Fi spielt bekanntermaßen in der Zukunft. Bazinga!

😎

Shah
Shah

Ach, ich freu mich so. Nachdem man die LOTR Filme noch als Spöks in der 7. Klasse mitmachte (und ich nich zu den Premieren durfte, weil alle drei Jahre am nächsten Tag ne Mathearbeit war *grrr*) und das alles fantastisch fand, bin ich umso glücklicher dass der Hobbit nun verfilmt wurde. und das anscheinend so klasse. Zwerge rocken sowieso. Immer.

Was nicht angesprochen wurd: Sind die Zwerge tatsächlich so dödelig wie teils in den Trailern zu sehen war?

Shah
Shah

Super, danke!

comicfreak

..wo taucht im Hobbit Saruman/Christopher Lee auf?

Neva
Neva

Die Gleichung mit dem einen Buch und drei Filmen geht aber nicht ganz auf. 😉
Hauptvorlage ist zwar der Hobbit, aber man hat jede Menge Handlungsteile aus den Anhängen des Herr der Ringe und anderen Tolkien Werken (History of Middle-earth etc.) reingeflochten.
Was mir mehr Angst macht ist die völlig frei erfundene Liebesgeschichte, die sie wohl reingemischt haben, mit Tauriel als (Film-)Arwen 2.0. Ich weiß allerdings nicht, wieviel davon schon im ersten Teil anklingt.

Naja, ich muss trotz großer Vorfreude wohl eh auf die DVD warten, denn bis jetzt hab ich noch kein Kino gefunden, dass nicht 3D spielt und das kann ich leider aufgrund von Augenproblemen nicht sehen. Obwohl es auch gut sein kann, dass es keine 2D Version gibt, wenn die komplett in 3D gedreht haben.

Exverlobter
Exverlobter

Star Wars genau zu klassifizieren ist schwierig, ähnlich wie Back to the Future (Coming of Age-Story, Romantic Comedy, Period Piece, Sci-Fi, Western), weil es sich bei beiden Franchises um einen Genre-Mix handelt.
Wikipedia definiert Star Wars primär als Heldenepos.
Man könnte es wohl als einen wilden Mix aus Märchen, Fantasy, Sci-Fi (eigentlich eher Space-Opera) bezeichnen, mit gewissen Elementen des Westerns, des Action, Abenteuer und Kriegsfilms.
Wahrscheinlich hat genau dieser Mix zum Erfolg geführt, da für jeden irgendwie was dabei ist.

Noch ein Wort zum Herr der RInge.
Obwohl mein Fokus auch eher bei Sci-Fi liegt, halte ich die Herr der Ringe-Trilogie für eines der wenigen, wenn nicht gar einziges Beispiel einer nahezu perfekten Filmtrilogie, da der dritte Teil keinen Qualitätsverlust, wie bei vielen anderen Trilogien aufweist(vielleicht könnte man noch die Dark Knight-Trilogie gelten lassen). Sogar bei Star Wars war mit Return of the Jedi der dritte Teil nur noch gut, und nicht mehr herausragend. Weitere Beispiele mit einem qualitativ eher durchschnittlichem dritten Teil: Der Pate, Spiderman, X-Men, Fluch der Karibik, Alien etc.)
Irgendein Stinker ist fast immer dabei.

comicfreak

@ Neva

..dir kann geholfen werden
http://www.getdigital.de/products/2D-Brille
😀

Exverlobter
Exverlobter

@ Neva

Also ich gehe nächste Woche in eine 2D Vorstellung. Das UCI bietet sowas an.

Neva
Neva

Ich fand die Ausdehnung von 2 auf 3 Filmen auch etwas plötzlich…
Jedenfallls bin ich gespannt ob Peter Jackson es schafft, die Ereignisse, die im Hobbit nur eine Randnotiz sind gut in die eigentliche Geschichte einzuarbeiten. Vielleicht wird es am Ende auch die aufgeblähteste Trilogie aller Zeiten.

Danke für die Info.

@Comicfreak Danke, die kannte ich noch nicht und hier an meinem Studienort zeigen sie oft nur 3D, vielleicht also mal eine Anschaffung wert.

@Exverlobter Danke, UCI ist leider nicht zu erreichen, aber habe gerade entdeckt, dass mein Lieblingskino daheim bei Eltern nun wohl neben 3D auch 2D zeigt. Wird also mein Nachweihnachtsfilm.

DMJ

Das Aufblasen der dünnen Vorlage (die ich im Nachhinein ob ihres ironischen, sehr britischen Stils wohl gar noch lieber mag, als den epochalen Nachfolger) ist auch meine Hauptsorge. Ein überlanger, oder meinetwegen auch zwei „Hobbit“-Filme okay, aber drei klingt für mich verdächtig. Dass man zumindest nicht nur alles verlangsamt, sondern auch Material aus anderen Mittelerde-Büchern einbezieht, ist aber immerhin eine gute Nachricht.
Gespannt bin ich auf die Filme auch, sehen will ich sie auf jeden Fall im Kino, aber ich bleibe dennoch skeptisch.

Der Disclaimer ist für mich auch überhaupt kein Problem: Eine Romanverfilmung ist ein Film und hat für sich zu funktionieren und nicht nur ein paar Bilder zu bringen, um dem Leser seine Vorlage zu illustrieren. Ja, auch beim HdR gab es teils unsaubere Stellen, die dem Kenner der Vorlage mehr sagten (wenn ich mich recht entsinne wurde die Unsterblichkeit der Elben schlecht etabliert – ein Freund von mir stutzte zumindest, als Elrond einen Flashback von über tausend Jahren hat), aber keine echten Löcher.

Die Präferenz von SF über Fantasy verstehe ich, aber pro forma sei natürlich angemerkt, dass hier etwas vergröbert wird. Nicht alle Fantasy funktioniert so und viel SF ist im Grunde Fantasy, bei der die Zauberstäbe halt Laserkanonen und Elfen Vulkanier sind und Konflikte ähnlich auftreten und gelöst werden.
„Der Hobbit“ ist nun tatsächlich eine Episodenhandlung, bei der (bis kurz vorm Ende) die Konflikte nicht von Charakteren, sondern Monsterangriffen stammen. Zumindest der angerissene Wahnsinn des Königs, soweit möchte ich vorausdeuten, ist aber nicht blind eingeworfen, sondern bereitet den Showdown vor, für den er wichtig wird.

Exverlobter
Exverlobter

BTW ein bisschen Nitpicking

Entweder heißt das Pirates of the Caribbean, oder Fluch der Karibik. “Piraten der Karibik” gibt es nicht.

Thies
Thies

Eigentlich sollte ich seit ca. 2 Stunden in der ersten Vorstellung in 3D und HFR sitzen. Wenn alles glatt gelaufen wäre, dann müsste jetzt wohl ungefähr Pause sein. Stattdessen gab es beim Einlass die Ansage, dass noch nicht sicher sei ob der Film gezeigt werden könnte, da der Verschlüsselungskey für die digitale Filmkopie fehle. Nach einer halben Stunde Wartezeit dann die Durchsage, dass diese Vorstellung nur in 2D gezeigt werden könne. Es wurde dafür ein Preisnachlass und ein Popcorn-Gutschein angeboten.

Ich hab dann lieber mein Ticket umgetauscht in der Hoffnung dass das Kino und der Verleih bis zum Sonntag den Scheiss auf die Reihe kriegen. 🙁

Howie Munson
Howie Munson

@Exverlobter: Gibt es doch… (sogar in 3d)

Exverlobter
Exverlobter

Ok, ok. Ich präzisiere meine Aussage.
Was der Wortvogel mit Piraten der Karibik meint, heißt nicht Piraten der Karibik.

reptile
reptile

@Exverlobter
Stimmt. Ich finde auch, dass die Herr der Ringe Trilogie nahezu perfekt ist. Keiner der der 3 Filme fällt meiner Meinung nach ab. Ganz großes Kino. Genau deshalb habe ich ja doch Bedenken, dass die neue Saga abknickt.

Peroy
Peroy

„@Peroy: Der zweite ist wirklich gut und macht Spaß. Aber der dritte? Ne, das war nix.“

Geil war der… 8)

Peroy
Peroy

„Meine Figuren scheitern an sich selbst, aneinander, an Gier und Kleinmut, nicht aber “am Bernsteinpfeil des roten Riesen aus Amethyst-Gebirge”. Ich bevorzuge daher den Begriff “Heldensage”.“

Und an Dämonen-Rape… daran scheitern sie auch…

Gregor

Verdammt, Peroy! Ich habe beinahe meinen Kaffee verschüttet.

Peroy
Peroy

Fairerweise muss man zugeben, daran würde jeder scheitern…

DMJ

Auch hier muss ich Peroy zustimmen – Dämonen-Rape ist wirklich ein arges Hindernis. Das wird selbst den besten zum Verhängnis.

heino
heino

Ich fand die HDR-Bücher aufgrund ihrer Weitschweifigkeit ja gähnend langweilig, die Filme dagegen durch die Kürzungen sehr unterhaltsam. Aber Teil 3 verliert nach dem Ende der Schlacht doch gewaltig an Tempo und Unterhaltungswert, für mich stinkt der gegenüber den anderen beiden dadurch gewaltig ab.

Ob ich mir die Hobbit.Filme ansehe, weiß ich noch nicht. Vermutlich schon, weil Jackson einfach bisher nix wirklich Schlechtes gemacht hat, aber dieser Zwang zur Trilogie mit jeweils einjähriger Wartezeit auf den nächsten Teil nervt doch tierisch.

Gast
Gast

Wie man sich für einen Experten und/oder auch nur Fan für/von Populärkultur, den phantastischen Film oder Kino überhaupt halten kann, um gleichzeitig mit einer derart trotzigen Ignoranz sich den wohl wichtigsten Blockbustern des letzten Jahrzehnts zu verweigern, ist mir unbegreiflich. Ich mag SF auch lieber als Fantasy, und den ganzen infantilen Superheldenkram wiederum eigentlich gar nicht, aber schau mir da trotzdem alle größeren Produktionen an, das ist doch wohl selbstverständlich. Wenn Du das ernst meinst hast Du a) wirklich was versäumt und b) Dich hier komplett selbst disqualifiziert. PS: Trotzdem auch mein Beileid wegen Deiner armen Katze.

Frank Böhmert

Gast, Expertise ohne Mut zur Lücke gerinnt zur Fachidiotie.

Pascal
Pascal

Das ist ja nun nicht gerade nötig. Obwohl auch ich nach deinem ,,Geständnis“ erst mal zusammen gezuckt bin. Hat der die HdR-Filme nicht gesehen! Gibt es doch nicht!
Der Mangel kann natürlich abgestellt werden indem man,
a) die Bücher liest, b) die Filme guckt und c) Reviews schreibt. 😉
Und ja, auch als Tolkien-Fan welcher die Verfilmungen prinzipiell gut fand, weiß ich dass sie ihre Mängel haben.

trackback

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – Kritik zur Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Roman (morgen: Kinostart)…

Der kleine Hobbit – viele Fantasy-Interessierte kennen das Buch von J.R.R. Tolkien, welches quasi die “Einleitung” zum viel bekannteren Werk “Der Herr der Ringe” (HdR) darstellt. Die HdR-Trilogie (bestehend aus den Teilen …

Peroy
Peroy

„@ Gast: Danke für die Info, dass ich mich hier disqualifiziert habe. Das war mir entgangen. Ich werde mich entleiben und den Blog per Testament an einen würdigeren Vogel übergeben.“

Ich könnte mich als Führer anbieten…

Peroy
Peroy

„Gast, Expertise ohne Mut zur Lücke gerinnt zur Fachidiotie.“

Du hättest mal besser bei diesem Kommentar Mut zur Lücke zeigen sollen…

reptile
reptile

@Gast Haters hate…
Es ist immer schwer zu sagen, wie etwas gemeint war bei geschriebenen Text im Internet. War das böser Zynismus…?

Ben

Zu deiner Kritik an der Gewalt: Viel mehr geärgert hat mich das völlige Fehlen von Blut. Denn um das Rating trotz der Gewalt niedrig halten zu können, ist die Welt des HOBBIT ja eine extrem blutleere. So wird aber Gewalt extrem verniedlicht und banalisiert. Da fand ich die HDR-Filme deutlich dreckiger und ehrlicher.

Jörg
Jörg

So, komme gerade aus der 16:00-Vorstellung, die leider wegen der gleichen Entschlüsselungsgeschichte zu einer 16:45-Vorstellung wurde. Grimpf!

Jedenfalls hat der Wortvogel den Film gut getroffen. Es ist ein wirklich keinen Moment langweiliger Film geworden, hervorragend besetzt und vollgestopft mit einer guten Mischung aus Handlung und Action. Wobei wirklich die behutsam erzählten Charakterszenen – wie die Rätsel im Dunkeln – jede noch so überdrehte Action toppen.

Martin Freeman ist klasse als Bilbo, ich freue mich auf die Originalfassung. Die Zwerge sind erfreulicherweise weniger Witzfiguren als ich dachte, angesichts der Sachen, die Gimli in LOTR manchmal ertragen musste. Sondern wirklich eine muntere, bunte Truppe, der man gern zusieht.

Recht unnötig war in meinen Augen die Erfindung eines einzelnen Widersachers in Form des weißen Orks. Das war leider wohl wieder so eine Drehbuchschreiberidee: „wir brauchen einen echten, starken Feind mit Rachegefühlen, nicht so viele anonyme Orks, die da rumwuseln. Und dann gibt es einen Kampf Mann gegen Mann«.

Ich war sehr freudig gespannt auf HFR, musste dann aber gleich erstmal ganz schön schlucken, weil es wirklich ziemlich deutlich nach Video aussah. Nach einer guten halben Stunde fiel es mir dann nicht mehr auf und ich habe die Klarheit in den Actionszenen genossen. Allerdings hat sich Peter Jackson anscheinend ziemlich stark drauf verlassen, dass durch HFR auch schnelle Schwenks viel klarer werden, denn es gibt jede Menge davon, die Kamera wirbelt gerade in der Höhlensequenz heftig durch die Luft. So sehr, dass der Gewinn an zeitlicher Auflösung fast schon wieder dahin ist.

Für mich funktioniert 3D und auch HFR am besten bei langen Einstellungen und langsamen Kamerafahrten. Dann sieht es wirklich grandios aus. Zuviel Handkamera tut dem aber nicht gut.

Resultat der ganzen Kamerawirbelei: Wir sind tatsächlich etwas schwummerig aus dem Kino gekommen, so wie nach einem Flug mit vielen Turbulenzen. Nichts für Leute mit Kinetose-Neigung.

Was mir noch auffiel: Das Bild war ziemlich hell und etwas farbarm, es wirkte fast etwas ausgeblichen. Gerade in den Höhlenszenen hätte etwas weniger Licht die Atmosphäre noch verbessert. Ich frage mich, ob das am Kino liegt. Ging das jemand hier auch noch so?

Unterm Strich jedenfalls ein sehr unterhaltsamer erster Teil! Jetzt warte ich auf den nächsten.

K. Lauer

Buuuh, Gandalf hat ne andere Synchrostimme. Sowas ist immer störend. Und diejenige von Bilbo war auch nicht grad mein Geschmack.

Ein paar kurze Eindrücke:
YAY, nach 9 Jahren Bangen und Hoffen doch noch „Der Hobbit“ von Peter Jackson mit dem ganzen Team dabei. Nach dem hin und her in den Jahren ist das allein schonmal ein Pluspunkt.
So wie die Story im ersten aufgebaut wurde ist es dann wohl eher zwei Filme Hobbit, 4 Filme HdR. Passt. Gutes Verhältnis.
Smeagol/Gollum: Hätte eigentlich hier seinen wahren Einstand feiern müssen, ist natürlich durch die drei Filme vorher aber leider schon erfolgt. So sehen wir als Zuschauer nicht den Blickwinkel von Bilbo(weil die meisten nunmal Gollum schon kennen). Was dann „Riddles in the Dark“ leider auch zu mindestens die Hälfte die Spannung für mich gekostet hat.
Endlich mehr von den Zwergen. Das fand ich top. Die einzige Zivilisation die bei HdR nicht groß eingeführt wurde.
Azog hat mich dummerweise an einen Mix aus den Über-Aliens aus Prometheus und die Vampire aus „30 Days of Night“ erinnert, das hats mir etwas ruiniert. Freu mich aber schon sehr auf „Smaugs Einöde“. Schlacht der 5 Armeen, ich komme…*nur noch 1 Jahr warten*

K. Lauer

Ergänzung: Ich weiß warum Gandalf einen anderen Sprecher hat. Schade drum, die von Höppner war einfach genial passend.

Karsten

Bin auch sehr erstaunt, dass der Wortvogel die HdR-Trilogie nicht kennt….gerade für einen Freund guter Filme halte ich diese drei Teile für eine Pflichtveranstaltung. Und deine Zeilen zum Hobbit zeigen ja auch, dass du mit Filmen dieser Art durchaus ein paar schöne Stunden verbringen kannst, auch wenn es Fantasy und kein Science Fiction ist. Also: nachholen! Wobei es vielleicht gar nicht so doof ist, damit zu warten, bis alle drei Hobbit-Teile erschienen sind 🙂

PS: Ick freu mir wie Bolle auf den Film. Am Wochenende gehen meine Freundin und ich rein. Ich hab natürlich auch meine Augenbrauen nach oben gezogen als ich hörte, dass es drei Teile werden – und das bei dem kleinen Büchlein. Aber mei….Peter Jackson hat mein Vertrauen…und drei gute Fantasy-Filme sind besser als einer oder zwei. Hauptsache ich muss die letzte halbe Stunde des Films nicht wieder Hobbits, die während der Fahrt ihre Eier verloren (oder Eierstöcke gefunden) haben, beim lachen-weinen und andere Leute umarmen zusehen.

Flay
Flay

Ich muss Karsten da zustimmen, ich würde empfehlen, erst den Hobbit, dann den Herrn der Ringe lesen! 🙂 Es ist *das* Grundwerk aller Fantasy, wenn man weiter zurückgehen will, findet man höchstens noch die Nibelungensaga. Das ist so, als ob man Superhelden mag und Superman nicht kennt. Er mag klischeehaft sein, etwas langweilig, weil er zu perfekt ist, aber ohne ihn kann man schwer verstehen, wieso nach ihm so viele andere mit unterschiedlichsten Entwürfen kamen. Ein Original zu einer Zeit, als das Klischee noch nicht existierte.

Der Hobbit ist eine „Quest“, mit Anfang, einer Reise mit Hindernissen und einem Ende. Aus heutiger Sicht sicher etwas zu banal, aber absolut unterhaltsam, wenn man sich darauf einlässt. Die Figuren machen auch durchaus eine Entwicklung mit – die rührendsten Kapitel fand ich im Herr der Ringe diejenigen nach dem „Tod des Endbosses“, wo die Hobbits wieder zurückkehren in ihr kleines, schönes, spießiges Land, für das sie mittlerweile viel zu gross geworden sind.
Auch Gandalf ist keine Figur, die ständig Kaninchen aus dem Hut zaubert (das wäre auch ähnlich nervig wie die Star Trek Episoden, die nonchalant durch „Technogebabbel“ aufgelöst werden), sondern zaubert in den Büchern fast gar nicht (dadurch wirkt er glaubwürdig als wirklich mächtiger Zauberer) und ist eher vergleichbar mit der Rolle, die Obi-Wan Kenobi für Luke Skywalker spielt. Irgendwann ist der grosse Meister lange Zeit nicht mehr zur Stelle, und der kleine Nicht-Held muss über sich hinauswachsen.
Echte Pflichtlektüre:)

S-Man
S-Man

NEEEEIN! NICHT DIE KINOFASSUNGEN! *keuch*

Ehrlich. Wenn du dir was gutes tun willst, nimm gleich die Extended Versions. Die lösen so einige Fragen, die in den Kinofassungen eher als Logikfehler erscheinen. Und es sind echt gute zusätzliche Szenen. Lohnt definitiv. Sowohl der Zeit- als auch der Geldaufwand.

VideoRaider

Die Kinofassungen gehen vollends in Ordnung. Es ist auch die von Peter Jackson favorisierte Version. Lediglich DIE RÜCKEHR DES KÖNIGS, der dritte Teil, litt etwas unter dem Produktionsdruck. Und dies merkt man der Kinofassung auch an. Zwei essentielle Szenen haben es nicht rein geschafft (Saruman, Gandalf Hexenkönig). Da empfehle ich dann nur wegen diesen beiden Szenen wirklich die Extended Fassung.

VideoRaider

Wenn dir die Kinofassungen ausreichen, schicke ich dir die DVDs gratis zu. 😀 Habe alles doppelt und dreifach. und die Extended-Fassungen reichen für mich aus, bis ich mir die Blu-rays irgendwann hole. Verscherbeln bringt auch nichts. Ist den Zeitaufwand nicht wert.

reptile
reptile

Also wenn schon würde ich auch die extended nehmen, wobei dass immer so eine Sache ist.

Als die regulären Kinofassungen liefen, gab es beim zweiten Teil, „Die zwei Türme“ ziemlichen Unmut in meinem Umfeld, von den Kennern der Bücher. Die Geschichte mit den Ants, den Baumwesen, war ja stark gekürzt.

Hach ja. Unvergesslich war das Tripple Feature mit den extended Versions. Ich bin um 17 Uhr ins Kino gegangen und um 5 uhr Morgens wieder raus…

VideoRaider

@ Wortvogel:

Gibt es nicht.

Es gibt nur die Kinofassung und die Extended Versionen.

Wie gesagt, die Kinofassungen sind die von Jackson favorisierte Version, in der inhaltlich alles enthalten ist. Lediglich beim dritten Teil fehlen auch mir zwei gute, wichtige Szenen (erwähnte Saruman-Szenen). Wer kein Fantasy-Faible hat, wie du, sollte mit den Kinofassungen recht glücklich werden. Die Extended Fassungen geben den Charakteren, der Welt und der Geschichte eben mehr Tiefe. Mehr Hintergrundmaterial. Hier und da ist auch die ein oder andere Schlachtszene verlängert. Sie zeigen einfach nur mehr von Mittelerde. Ich würde aber nicht sagen, dass sie wirklich essentiell sind.

Saruman fehlt im dritten Teil eben nur in der Kinofassung, weil Jackson sich mit dem zweiten Teil nicht zu lange aufhalten wollte. Saruman war bereits am Ende des zweiten Teils Geschichte, die Begegnung im dritten Teil rundet seinen Handlungsbogen nur ab. Deswegen hat Jackson diesen für die Kinofassung nicht verwendet (weil er für die Storyline des dritten Teils nicht allzu wichtig war), worüber Christopher Lee sauer gewesen ist. Verständlich. Aber in der Extended Fassung sollte die Szene immer auftauchen (und tut sie auch). Zumindest habe ich nie etwas gegenteiliges gelesen. Lee ist ja auch für DER HOBBIT zurückgekehrt.

Testkaninchen

@ reptile

ENTS, soviel Zeit muss sein. Ants sind kleine Viecher mit 6 Beinen.

Als Version für HdR Beginner würde ich auch Kino nehmen. Die SEE ist dann ab dem 3. Anschauen geeignet. Da sieht man dann auch wie extended die Versionen wirklich sind.

Und 726 Minuten für die Story sind nicht wirklich viel, das sind gerade mal die wichtigsten Handlungsstränge.

Ben

@Wortvogel: Blu Rays haben kein PAL-Speed up mehr. – dadurch laufen sie exakt so lange wie die Kino-Filme und eben 4% länger als die DVD-Versionen.

VideoRaider

@ Wortvogel:

Ben hat recht. Blu-ray läuft länger da PAL wegfällt.

milan8888
milan8888

Ich hätte auf Sarumans Abgang verzichten können – war irgendwie ziemlich lahm.

Frank Böhmert

Es ist *das* Grundwerk aller Fantasy, wenn man weiter zurückgehen will, findet man höchstens noch die Nibelungensaga.

Flay, THE HOBBIT erschien 1937. Davor gab es das Genre längst. „Weird Tales“ hatte seine Hochphase mit Geschichten von Robert E. Howard und Clark Ashton Smith 1937 schon hinter sich. Fritz Leibers erste Fafhrd-Storys erschienen ab 1935, Andre Nortons Geschichten und Romane ab 1934 – von E.R. Eddison (ab 1922) und Edgar Rice Burroughs (ab 1912) ganz zu schweigen! Tolkien war stilprägend für die High Fantasy, unbenommen, aber das kam erst in den 1960er Jahren mit dem raubgedruckten US-Paperback, das in der Hippieszene einschlug; da war die Fantasy bereits ein voll ausgeprägtes Genre.

Frank Böhmert

… und Henry Rider Haggard, ich habe Henry Rider Haggard vergessen. Ab 1885 …

Marko

Ich würde lieber noch warten, die HdR-Filme zu kaufen. Da kommt bestimmt noch eine Special-Sonderedition mit noch mehr Minuten, sobald auch der Hobbit auf Scheibe verfügbar sein wird. Und dann lieber auch nicht kaufen, weil dann bestimmt wenig später ein Hobbit/HdR-Doppelpack mit NOCH mehr nie gezeigten Szenen erscheint. Und dann …

… Himmel, ich weiß schon, warum ich mir sowas nicht kaufe! Allein von den Alienfilmen gibt es zig Editionen und Boxen – kaufst Du Dir eine, erscheint im nächsten Monat eine neuere. Frustrierend. -_-

Mencken
Mencken

Bei Dawn of the Dead machen die unterschiedlichen Fassungen aber schon einen gewaltigen Unterschied (wenn wir vom Argento-Cut und der Romero Version reden).

Ist sicherlich immer Einzelfall abhängig, allerdings denke ich, daß die weite Verbreitung der Masche, immer noch eine „Unrated“ oder sonstige Langfassung nachzuschieben eher nicht dafür spricht, daß dies viel mit Sammlern zu tun hat, sondern wohl doch eher auf breites Interesse trifft.

Marko

Wenn ich mich erinnere, ist der DC von „Alien“ sogar kürzer als der Kinocut. Und von „King Arthur“ ist die Kinofassung eine Frechheit, der DC zumindest eine runde Sache (man mag vom Film halten was man will). Will sagen: Ja, stimmt, die längste Version muss nicht die beste sein, aber leider weiß man ja nie, wann die beste Version kommt. Ich kann (bwz. will) mir ja nicht pauschal alle Box-Editionen eines Films kaufen, um sie dann nach Qualität sortiert im Regal stehen zu haben …

Mencken
Mencken

@Videoraider: Sicher? ich meine, Jackson bedauert im Audiokommentar, daß er bei den Kinofassungen etliche Szenen entfernen musste und er sehr froh ist, daß diese in den extended Versionen wieder auftauchen (sonst wäre Lee vielleicht auch nicht für der Hobbit zu haben gewesen).

Mencken
Mencken

@Wortvogel: Die 80er kenne ich ja auch noch, aber über solche „Langfassungen“ haben wir schon damals nur gelacht (lag vielleicht an der Nähe zu Holland, da gab es ja ohnehin alle Filme ungeschnitten und in Originalton (und meist spottbillig, sofern man nicht gerade nur auf extremen Gore aus war, was mich aber nie interessiert hat).

Jacksons Argumentation kenne ich, aber ich bin mir sicher, daß er sich im (auf dem?) Audiokommentar eben explizit anders äussert und seine ursprüngliche Entscheidung bedauert (Lee macht auch ziemlich deutlich, wie idiotisch er die Entscheidung fand und wie enttäuscht er von Jackson ist, eine Versöhnung gab es da meines Erachtens erst später und eben nachdem sich jackson mehr oder weniger indirekt entschuldigt hat (vielleicht ja auch nur aus taktischen Gründen).

heino
heino

Ich plädiere auch für die Kinofassungen, die sind eine runde Sache. Die Extended Versions mögen mehr in die Tiefe gehen, sind aber nicht wirklich notwendig und eine Menge der zusätzlichen Laufzeit entfällt ja auch auf die unendlich ausgewalzten Abspänne.

reptile
reptile

Also ich finde gerade bei ALIENS den DC viel besser. Natürlich vor allem wegen Ripleys Tochter. Aber auch den Prolog mit den Siedlern finde ich gut, da man noch Mal das Ufo aus Teil 1 sieht und sofort klar ist, dass man hier auf dem gleichen Planeten ist. Unbedingt nötig natürlich nicht aber dies ist meine Lieblingsversion.

Bei Alien 1 und 3 hingegen bevorzuge ich die Kinofassung.

Exverlobter
Exverlobter

Aliens:
Find ich im Extended-Cut besser, James Cameron bevorzugt die Fassung auch, aber das ist wohl Geschmacksache. Im Gegensatz zu „The Abyss“ funktioniert der Film aber auch in der Kinofassung.

Herr der Ringe:
Hab ich mir gleich im Extended geholt. Ich sehe das ähnlich wie Christopher Lee, ich verstehe Peter Jacksons Argumentation einfach nicht.Man hat ja Darth Vader nach Empire Strikes back auch nicht einfach in der Versenkung verschwinden lassen.
Ich hätte das Kino nach dem Ende der End-Credits von Rückkehr des Königs wohl mit einem WUtgefühl verlassen, wenn ich nicht eine Woche vor dem Kinorelease bereits gelesen hätte, dass Lee rausgeschnitten wurde, die Langfassung ihn aber wieder enthält. Damals hieß es aber noch, dass der Film sonst zu lang geworden wäre.(obwohl die zusätzlichen 10 Minuten meiner Meinung nach jetzt keinen großen Unterschied gemacht hätten)
Ich hab erst vor wenigen Wochen das stundenlange Bonusmaterial auf den Extended DVDs angeschaut und ich meine es auch so zu verstehen, dass Jackson seine ursprüngliche Entscheidung mittlerweile als einen Fehler betrachtet.
Ähnlich wie bei Troja, ist Hdr Extended IMO auch die rundere Fassung. Da ist im Gegensatz zu den meisten anderen SE kein unnötiger Ballast.

Ansonsten bin ich aber meist auch ein Freund der Kinofassungen. Der Trend seit der SE von George LUcas alles doppelt rauszubringen geht mir mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Bei einem derart langen Film wie Hdr(auch schon in der Kinofassung), und der Mammutvorlage von Tolkien, kann ich aber den Extended Cut nachvollziehen.

Exverlobter
Exverlobter

„Ich hätte auf Sarumans Abgang verzichten können – war irgendwie ziemlich lahm.“

@Milan
Und seinen Abgang gar nicht zu zeigen ist nicht lahm?

heino
heino

@Exverlobter:Vader ist aber der Antagonist und letztlich die heimliche Hauptfigur der erste SW-Trilogie. Saruman ist eine Nebenfigur, deren Abgang auch in der Romanvorlage nicht eben glorreich ausfällt.

Peroy
Peroy

Gab bislang nur zwei Director’s Cuts, die einen Film besser gemacht haben… „Blade Runner“ und „Der Rasenmäher-Mann“.

Der „DC“ vom ersten „Alien“ ist indiskutabel, weil Ridley Scott ein Arschloch ist und die Flammenwerfer-Szene wieder mit reingenommen hat… und die macht im Kontext der restlichen Filme nun nicht nur keinen Sinn mehr, die arbeitet aktiv gegen alles, was in den Fortsetzungen über die Aliens etabliert wurde. Man hätte das „Prometheus“-Debakel da schon vorherahnen können…

Exverlobter
Exverlobter

@Peroy

Scott ist kein Arschloch, weil er den DC eben nicht als das Non plus ultra bezeichnet, sondern der Kinofassung immer noch den Vorzug gibt. Den DC hat er nur gemacht, weil das Studio halt einen von ihm haben wollte um Geld zu scheffeln, das gibt Scott auch zu.

Exverlobter
Exverlobter

„Vader ist aber der Antagonist und letztlich die heimliche Hauptfigur der erste SW-Trilogie. Saruman ist eine Nebenfigur, deren Abgang auch in der Romanvorlage nicht eben glorreich ausfällt.“

@Heino
Ja, Saruman ist nicht der Darth Vader des Hdr-Universums, aber Saruman ist der für das Publikum einzig greifbare Bösewicht. Im Gegensatz zum Hauptbösewicht Sauron, der lediglich ein Special-Effect ist, ist Saruman ein Charakter, eine richtige Person.
Und das wertet Saruman IMO gegenüber Sauron auf. Und deswegen bin ich über seinen fehlenden Abgang in der Kinofassung auch so angepisst, DAS ist „anticlimatic“ Mr. Jackson!

Peroy
Peroy

„@ Peroy: ich habe die These schon häufiger vertreten, aber gerne noch mal – der DC von “Blade Runner” funktioniert nur, wenn man die Kinofassung kennt. Das ist nicht ideal.“

Und ich wiederhole: Ich habe den Director’s Cut VOR der Kinofassung gesehen… du irrst.

Exverlobter
Exverlobter

„Und ich wiederhole: Ich habe den Director’s Cut VOR der Kinofassung gesehen… du irrst.“

Falsch. Ein Beispiel. Der Begriff „Cityspeak“ ist mittlerweile in das allgemeine Filmvokabular eingedrungen. Jeder weiß was mit Cityspeak gemeint ist. Und warum? Weil es im Voice-Over der Kinofassung definiert wird.
Durch den Wegfall des Voice-Overs weiß aber keiner mehr was Cityspeak sein soll. Deswegen funktioniert der DC ohne die Kinofassung nicht.

DMJ

Schließe mich denen an, die die Kino-Fassungen von HdR empfehlen.
Ja, die Langfassungen glätten zuweilen und stopfen Dinge, die da kleine Löcher sind, aber sie sind g.T. wirklich mehr Bonus für Kenner der Bücher, die sich über Verweise auf diverses daraus bekanntes freuen.

Die Saruman-Sache allerdings ist der große Makel des Gesamtwerks, den ich Jackson noch immer übel nehme. Wie Exverlobter schon sagte, ist er der zentrale „greifbare“ Schurke seit dem ersten Film und wird von einer Ikone gespielt – den handelt man nicht mit einem „Der ist jetzt gefangen“-Nebensatz ab! Das fühlte sich auch für mich so an, als liefe der komplette Handlungsstrang ins Leere.
Ähnlich, aber weniger schlimm der markant aussehende Ork-Häuptling im dritten Teil, der auch immer wieder hervorgehoben wird (untypisch für Orks), aber keinerlei Abgang bekommt.

Exverlobter
Exverlobter

„Ähnlich, aber weniger schlimm der markant aussehende Ork-Häuptling im dritten Teil, der auch immer wieder hervorgehoben wird (untypisch für Orks), aber keinerlei Abgang bekommt.“

Aargh, Miss-Piggy-Orc.
Nieder mit ihm! Aber leider nicht in der Kinofassung.
Als das hässliche Ferkelchen im Extended-Cut endlich abgestochen wurde, habe ich fast laut gejubelt.
Seriously, was hat sich der Make-Up Artist da gedacht?

DMJ

Ich habe ihn als Anspielung auf Jacksons Erstling „Bad Taste“ verstanden, aber man kann sich tatsächlich fragen, ob die hier passte…

Marcus
Marcus

@Ex:

„Falsch. Ein Beispiel. Der Begriff “Cityspeak” ist mittlerweile in das allgemeine Filmvokabular eingedrungen. Jeder weiß was mit Cityspeak gemeint ist. Und warum? Weil es im Voice-Over der Kinofassung definiert wird.
Durch den Wegfall des Voice-Overs weiß aber keiner mehr was Cityspeak sein soll. Deswegen funktioniert der DC ohne die Kinofassung nicht.“

*facepalm*

Hab den Film schon lange nicht mehr gesehen, aber ich meine doch, dass das WORT zu kennen fürs Verständnis des FILMS so ziemlich unwichtig ist. Und das sich auch Slang in Zukunft weiterentwickelt hat, so viel Mitdenken ist dem Publikum dann doch zuzutrauen.

Wieder mal siehst du vor lauter Nerdbäumen den Wald nicht.

Peroy
Peroy

„Der Voice Over hilft.“

Nein.

heino
heino

“Der Voice Over hilft.”

Nein.“

Doch.

„Ja, Saruman ist nicht der Darth Vader des Hdr-Universums, aber Saruman ist der für das Publikum einzig greifbare Bösewicht. Im Gegensatz zum Hauptbösewicht Sauron, der lediglich ein Special-Effect ist, ist Saruman ein Charakter, eine richtige Person.
Und das wertet Saruman IMO gegenüber Sauron auf. Und deswegen bin ich über seinen fehlenden Abgang in der Kinofassung auch so angepisst, DAS ist “anticlimatic” Mr. Jackson!“

Vielleicht bin ich da ja der untypische Leser/Zuschauer, aber ich habe Saruman weder im Buch noch in den Filmen als wesentlihc wichtig empfunden. Klar, er war der grösste Zauberer – noch über Gandalf -, aber letztlich nur ein Hlefershelfer. Ich verstehe deinen Punkt durchaus, Vader war auch nur der Helfershelfer des Imperators, aber er wurde von vornherein als die zentrale Figur aufgebaut, während der Imperator eigentlich erst ab „Phantom Menace“ wirklich eine tragende Rolle bekam. Und wie gesagt, Sarumans Abgang im Buch fand ich auf einer anderen Ebene ebenso nichtssagend wie im Film.

Peroy
Peroy

„“Der Voice Over hilft.”

Nein.”

Doch.“

Nein. Er ist ein ständiger akustischer Reminder für das Nichtvertrauen Hollywoods auf die Intelligenz des Publikums, das auf diesem Weg noch mal unnötigerweise die Dinge reingedrückt bekommt, die es eh schon auf der Leinwand sieht. Die gelangweilte, desinteressierte Art, auf die Harrison Ford seine Zeilen runternuschelt, lässt darauf schließen, dass er es wohl auch so gesehen haben muss und der Voice Over ursprünglich nicht geplant war. Der DC lässt ihn weg und wertet den Film dadurch mächtig auf.

Will Tippin
Will Tippin

„Aargh, Miss-Piggy-Orc.
Nieder mit ihm! Aber leider nicht in der Kinofassung.
Als das hässliche Ferkelchen im Extended-Cut endlich abgestochen wurde, habe ich fast laut gejubelt.
Seriously, was hat sich der Make-Up Artist da gedacht?“

Wird im Making Of erklärt, wie das zu Stande kam. Der Designer hatte eine Lehmbüste modelliert und Peter Jackson gezeigt. Der packte kurzerhand ein paar Hände voll Lehm noch drauf. Neu modelliert, wurde die Büste wieder Jackson gezeigt – und der packte nochmal ein paar Hände drauf. Er wollte das Vieh möglichst hässlich, weshalb diese Geschwulst dreimal so viel Volumen hat wie vom Designer ursprünglich gedacht.

Ähnliches gilt übrigens für den irrsinnig monströsen Morgenstern des Nazgul-Königs im dritten Teil.

PabloD
PabloD

Mal was völlig offtopices hier: Den neuen Film von Peter Jackson („Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“) find ich recht gelungen. War seit langer Zeit auch mal wieder im Kino (und es war tatsächlich mein allererster 3D-Film 😀 ) und bin schwer begeistert: Der Streifen passt sich wunderbar an die vorigen HdR-Filme an, langweilt trotz seiner Länge höchstens mal kurz für wenige Sekunden und ändert einige Dinge der Buchvorlage relativ charmant ab. Allerdings hätte ich mir in unserem Kino mal eine Pause gewünscht, das Freibier der Begleitung….aber das gehört nicht hier her.

So, und jetzt bitte weitermachen mit Blade Runner und Aliens!

trackback

[…] not surprised to see that he and I are on the same page as regards a lot of issues; and I commend his review to your attention (in rough Google translation if you’re not […]

Christian Siegel

Ach nee, wie so oft wieder mal viel zu spät eine interessante Diskussion entdeckt. Ich kann auch nur dringend raten, die cineastische Bildungslücke Herr der Ringe so bald als möglich zu schließen, und beneide dich darum, diese zum ersten Mal ansehen zu können ;). Da das mit Erwartungshaltungen immer so eine Sache ist, will ich aber auch nicht mehr sagen. Ich freue mich jedenfalls schon, deine Meinung zu ihnen zu lesen.

Was die Frage kinofassung oder Extended betrifft, tendiere ich bei „Herr der Ringe“ eher zu den Kinofassungen. Vor allem bei der Erstsichtung. Sie sind einfach straffer und von der Dramaturgie her besser. Der 2. wird zwar meines Erachtens durch die erweiterte Fassung am meisten aufgewertet, da man z.B. Faramir eine plausible Motivation gibt, dennoch ist da nichts wesentliches dabei. Bis auf die Saruman-Szene, die Jackson in der Tat nie aus der Kinofassung hätte rausschneiden oder genauer gesagt noch ans Ende der zwei Türme hätte stellen müssen. Davon – und der Konfrontation mit dem Hexenkönig – abgesehen ziehe ich aber auch von Rückkehr des Königs die Kinofassung vor, da ich sie dramaturgisch für packender und gelungener halte.

Wo ich mit dir nicht übereinstimme, sind Directors Cuts generell. Ich muss mich jenen anschließen, die Blade Runner in der Kinofassung aufgrund des aufdringlichen Voice Over-Kommentars für deutlich schwächer halten als im DC – und das trotz der blöden Einhorn-Szene. Bei Abyss sollte meines Erachetns ohnehin überwiegend Eintracht herrschen, dass der DC die einzig gute Fassung des Films ist. Bei Aliens stimme ich aber zu, bis auf die Szene mit Ripleys Tochter udn dem einen oder anderen Charaktermoment zwischendurch war da nichts wichtiges, und vor allem die Kolonisten-Szene zu Beginn ist suboptimal – da sie den Film etwas an Spannung raubt, da man schon weiß, was dort vorgefallen ist.

Ein Film, den ich aber was die „der DC ist besser“-Diskussion noch ins Rennen schicken würde, ist „Kingdom of Heaven“. Da möchte ich die zusätzlichen Szenen nicht mehr missen.

Anyway, danke für die Hobbit-Kritik – da es nicht mehr viele „HDR-Jungfrauen“ gibt fand ich es sehr interessant, deine Eindrücke zu lesen. Ich freue mich schon auf deine Reviews zur Herr der Ringe-Trilogie, und wünsche dir jetzt schon mal viel Spaß damit :-).

PS: Mit einem Punkt hatte einer der Kommentatoren (sorry, zu faul, um nochmal raufzuscrollen) absolut recht: im SF-Genre wimmelt es nur so vor Deus Ex Machina-Lösungen. Da mutet deine Ablehnung gegen das Fantasy-Genre wegen cheats und leichten Lösungen für schwierige Probleme etwas inkonsequent an ;-).

Dietmar
Dietmar

Boah, bin ich spät dran …

Aber egal: Fantasy-Urform sind die Elias und Odyssee. Ätsch. Gilgamesch vielleicht und AT-Texte (Goliath z. B.).

Georg
Georg

Warner Bros. hat nun 2012 – nach The Dark Knight Rises – schon das zweite mal das Pech, dass ein Eröffnungswochenende eines ihrer Blockbuster durch einen Amoklauf überschattet wird. Viele Amerikaner sitzen momentan vor dem Fernseher und schauen sich die Nachrichten an, statt ins Kino zu gehen. Das ist natürlich bei der menschlichen Tragödie zweitrangig, und alles nur wegen so ein paar Amok-Arschlöchern!!!

Exverlobter
Exverlobter

@Georg
Naja, das wird den HObbit aber im Gegensatz zu Dark KNight Rises nur indirekt betreffen, da das ja diesmal nicht im Zusammenhang mit dem Film steht.

Georg
Georg

In Deutschland nimmt „Der Hobbit“ übrigens momentan Kurs auf 1,2 Mio Besucher am Start-WE und ist damit eher enttäuschend unterwegs (quantitativ betrachtet; qualitativ kann ich nichts sagen, hab ihn nicht gesehen).

Georg
Georg

@Exverlobter Ja klar, wollte ich ja auch nicht behaupten. Natürlich gibt es keinen Zusammenhang zum Film und einen Fluch gibt es auch nicht, aber für Warner trotzdem tragisch.

invincible warrior
invincible warrior

LOL Wie ich grade gelesen habe, hält Jackson die Dreiteilung des Films nicht davon ab, trotzdem einen Extended Cut zu den Hobbit-Filmen zu drehen. Und der für Teil 1 soll sogar schon fertig sein. Nee, wirklisch traurig, was die da machen.

noyse

Hab gerade den Hobbit gesehen und bin eigentlich ein wenig enttäuscht. Er war nicht schlecht, aber ich hatte immer den eindruck irgendwie ein remake von HdR zu sehen nur mit anderen Schauspielern. die grandiosen natureinstellungen gabs genauso in HDR mit denselben rumlatschenden Gestalten mal auf Wiese, dann gebirgskamm, am berg usw. vielleicht hab ich auch bloss keine ahnung 😉

Peroy
Peroy

Icgh hoffe, der Film ist so wichtig schlecht, dann kann ich ihn „Der Hobbit – Eine unerwartete Scheisse“ nenenn…

trackback

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milan8888
milan8888

Das HFR hat mir jedenfalls nicht gefallen und das Tellergeschmeisse sah auch arg künstlich aus.

reptile
reptile

@Peroy
Aber seit wann brauchst Du dafür einen wirklich schlechten Film? 🙂

heino
heino

„Nein. Er ist ein ständiger akustischer Reminder für das Nichtvertrauen Hollywoods auf die Intelligenz des Publikums, das auf diesem Weg noch mal unnötigerweise die Dinge reingedrückt bekommt, die es eh schon auf der Leinwand sieht. Die gelangweilte, desinteressierte Art, auf die Harrison Ford seine Zeilen runternuschelt, lässt darauf schließen, dass er es wohl auch so gesehen haben muss und der Voice Over ursprünglich nicht geplant war. Der DC lässt ihn weg und wertet den Film dadurch mächtig auf.“

Dass Ford den VO gehasst hat, ist ein offenes Geheimnis. Allerdings mag er den Film an sich auch nicht, also sagt das recht wenig darüber aus, ob der VO nötig ist. Ich gebe hier den Produzenten recht, ohne den VO kann man Deckard kaum verstehen.

Peroy
Peroy

„@ heino: Richtig. Es ist ja auch keine richtig/falsch-Aussage. Mag sein, dass man den Film auch ohne den VO verstehen kann. Macht der VO den Film aber trotzdem leichter konsumierbar, flüssiger, über weite Strecken etwas weniger zäh? Ich denke schon.“

Macht er ihn schlechter. Ich denke schon.

Exverlobter
Exverlobter

Also ich habe den FIlm erst vor ein paar Wochen mit ein paar Kumpels angeschaut. Die kannten ihn noch nicht. Es war der Final Cut ohne Voice-Over. Danach fragten sie sich, weshalb der Film den so eine Reputation habe. Letztendlich gehe es nur darum die 4 Replikanten zu killen und fertig. Das sei alles natürlich mit beindruckenden Schauwerten ausgestattet, aber ohne Drive und irgendwie ein bisschen öde. Die vielen Story-Aspekte des Films, die zum Denken anregen (und der VO hilft hier!), nahmen sie gar nicht wahr, eben weil sie nicht durch den Voice-Over auf einige wichtige Aspekte der Story aufmerksam gemacht wurden. Als ich von den vielen Möglichkeiten die Story auszulegen erzählte sagten sie einfach: „Das erzählt der Film zumindest in dieser Fassung einfach nicht. Das ist lediglich ein ödes Nichts und beansprucht wie 2001 eine Signifikanz, die der Film so nicht hergibt.“

Der Film wirkt IMO ohne den VO wie ein nichtssagender Style-over-Substance-FIlm, was nicht ohne Ironie ist, da was die zugrundeliegenden Ideen anbelangt gerade Blade Runner bei näherer Betrachtung eine Menge hergibt. Das bleibt im Final Cut bei vielen aber unter dem Radar.
Des Weiteren bin ich immer noch angepisst, dass Deckard in dieser Fassung selber ein Replikant ist. Abgesehen von Ridley Scott mag niemand diese Idee.

Exverlobter
Exverlobter

Apropos Leonard Nimoy und Bilbo Baggins.
Ich hoffe ihr habt alle schon das hier gesehen.
Freddy Mercury dreht sich gerade im Grabe um.

http://www.youtube.com/watch?v=cKo4FMzt_hM

Marcus
Marcus

„Das erzählt der Film zumindest in dieser Fassung einfach nicht. Das ist lediglich ein ödes Nichts und beansprucht wie 2001 eine Signifikanz, die der Film so nicht hergibt.”

Na denn. Wer in einem Halbsatz so unqualifizert auf 2001 pisst, der hat eh keine Ahnung von gar nix.

heino
heino

„Des Weiteren bin ich immer noch angepisst, dass Deckard in dieser Fassung selber ein Replikant ist. Abgesehen von Ridley Scott mag niemand diese Idee.“

Ich stimme dir zwar zu, was die Verständlichkeit des Films ohne VO angeht, aber dass ausser Scott niemand den DC/FC mag, ist schlichtweg falsch. Ganz im Gegenteil haben alle Fassungen ihre Anhänger (wie man hier ja auch vor einiger Zeit bei der letzten Diskussion darüber sehen konnte). Ich halte die Idee, dass DEckard auch ein Replikant sei, für Blödsinn, weil sie nicht nur dem BUch widerspricht, sondern auch der Aussage des Films, aber sie hat definitiv eine Menge Anhänger.

Peroy
Peroy

„Ich stimme dir zwar zu, was die Verständlichkeit des Films ohne VO angeht, aber dass ausser Scott niemand den DC/FC mag, ist schlichtweg falsch. Ganz im Gegenteil haben alle Fassungen ihre Anhänger (wie man hier ja auch vor einiger Zeit bei der letzten Diskussion darüber sehen konnte). Ich halte die Idee, dass DEckard auch ein Replikant sei, für Blödsinn, weil sie nicht nur dem BUch widerspricht, sondern auch der Aussage des Films, aber sie hat definitiv eine Menge Anhänger.“

Wie ich schon mal gesagt habe, der Film gewinnt durch das ambivalente Ende des DCs gegenüber dem völlig aus dem Arsch gezogenen Friedefreudeeierkuchen-Ende des Kinocuts (mit seinen dämlichen Bäumen) ganz enorm… und er erhält eine zusätzliche Bedeutungsebene, die ihn noch mal extra aufwertet. Nur im DC ist „Blade Runner“ ein wirklich guter Film.

Exverlobter
Exverlobter

„Na denn. Wer in einem Halbsatz so unqualifizert auf 2001 pisst, der hat eh keine Ahnung von gar nix.“

@Marcus

Um Missverständnissen vorzubeugen weise ich darauf hin, dass ich die von dir beanstandete Passage mit Anführungszeichen versehen habe. Der Satz stammt nicht von mir.

Marcus
Marcus

@Ex: das habe ich schon verstanden.

MWi
MWi

mhh gerade aus dem kino gekommen. und ganz ehrlich; ich bin schon ziemlich enttäuscht 🙁
wegen hfr hatte ich schon so meine bedenken, aber jede erzählung vn anderen konnte nicht wiedergeben, wie kagge das ist. irgendwie sehen selbst lateinamerikanische soapoperas daneben wertiger aus 🙁

und spätestens als die zwerge in der küche angefangen haben zu singen dachte ich mir, dass sich das hier verdammt falsch anfühlt.

Naja Teil 2 und 3 werd ich wohl eher nicht mehr im Kino schauen…

noyse

na gut das zwerge gerne singen weiss man spätestens nach schneewitchen 😉

heino
heino

„Wie ich schon mal gesagt habe, der Film gewinnt durch das ambivalente Ende des DCs gegenüber dem völlig aus dem Arsch gezogenen Friedefreudeeierkuchen-Ende des Kinocuts (mit seinen dämlichen Bäumen) ganz enorm… und er erhält eine zusätzliche Bedeutungsebene, die ihn noch mal extra aufwertet. Nur im DC ist “Blade Runner” ein wirklich guter Film.“

Über die Sclussszene kann man sicherlich streiten, aber wo die die Ambivalenz des Stoffes kaputtmachen soll, ershcließt sich mir nicht. Dei Ambivalenz ergibt sich aus den Zweifeln, die Deckard gegenüber der Richtigkeit seines Handelns hat und die am Ende durch das Verhalten von Roy Beatty bestätigt werden, nicht durch die (zugegebenermassen aufgezwungene) Lovestory und das relativ positive Ende. Relativ, weil wir ja nicht wissen, wie lang Rachel wirklich noch lebt und ob die beiden nicht doch noch geschnappt werden.

reptile
reptile

Ich habe nun Der Hobbit auch gesehen. Vielleicht ist es mit dem Film so, wie mit Star Wars Episode 1. Man merkt schon deutlich, dass er auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten ist, als die wirkliche düsteren Herr der Ringe Filme. Trotzdem ist auch der Hobbit so ziemlich das Beste, was man an Fantasy im Kino sehen kann.

ABER: HFR ist der totale Horror. Ich hatte den Eindruck, einen TV-Film zu sehen – oder eine Doku ÜBER den Film. HFR geht wirklich überhaupt nicht. Stellenweise fehlte jegliche Tiefenunschärfe und dies führte zu wirklich zu einem extremen Videolook. Bäh!

Karsten

Soderle, hab den Film jetzt auch gesehen.

Zur Technik: Also ich fand HFR im Gegensatz zu diversen anderen hier richtig geil. Hatte quasi 0 Probleme mit der Eingewöhnung und gerade in den Landschaftssequenzen sorgte das scharfe Bild für visuelle Orgasmen bei mir. Einzig in den ersten Sekunden hatte ich das Gefühl, dass die Bewegungen schneller ablaufen als bei normalen 24 frames, aber das gab sich recht schnell wieder.

Zum Film: Es war so schön, wieder nach Mittelerde zurückzukehren. Die Herr der Ringe-Filme sind nicht perfekt (gerade was Abweichungen vom Original anging), aber dennoch hat Peter Jackson es geschafft, eines meiner absoluten Lieblingsbücher, das ich zudem auch noch für unverfilmbar hielt, in drei qualitativ absolut hochwertige Fantasy-Blockbuster umzumünzen, die mit zu meinen Lieblingsfilmen gehören.

Der Hobbit reiht sich nach gestern Abend in meine Sammlung der Lieblingsfilme ein, obwohl auch er nicht perfekt ist. Ja, der weiße Orc als Bösewicht wirkt für mich als Freund der Buchvorlage etwas aufgesetzt. Von den unterschiedlichen Zwergen gehen einige doch arg unter im kunterbunten Treiben des ersten Teils. Und trotz HFR wirken einige CGI-Effekte einfach zu unecht, wodurch ich ab und an ein wenig aus meiner Reise durch „Mittelerde“ herausgerissen wurde.

Aber hey: Die fast drei Stunden vergingen im Flug. Meine Freundin und ich hatte Gänsehaut (als die Zwerge sangen), haben gelacht, mitgefiebert und die ganze Zeit das wohlige Gefühl gehabt, nach Hause zu kommen und wieder Teil dieses tollen Universums sein zu können. Dazu die vielen Kleinigkeiten, die total toll aus dem Buch umgesetzt wurden. Diese lange bekannten Dialoge, die es jetzt zum Teil fast 1:1 in den Film geschafft haben. Ein toller Kino-Abend.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir uns den Film noch mal im Kino geben….und natürlich fiebern wir den Fortsetzungen bereits entgegen.

Exverlobter
Exverlobter
Peroy
Peroy

„Über die Sclussszene kann man sicherlich streiten, aber wo die die Ambivalenz des Stoffes kaputtmachen soll, ershcließt sich mir nicht. Dei Ambivalenz ergibt sich aus den Zweifeln, die Deckard gegenüber der Richtigkeit seines Handelns hat und die am Ende durch das Verhalten von Roy Beatty bestätigt werden, nicht durch die (zugegebenermassen aufgezwungene) Lovestory und das relativ positive Ende. Relativ, weil wir ja nicht wissen, wie lang Rachel wirklich noch lebt und ob die beiden nicht doch noch geschnappt werden.“

Die Tonalität des Kinocut-Endes ist eine durchweg positive (was auch durch den Wechsel von den urbanen Nightmare-Cityscapes hin zur idyllischen natur-Kulisse nochmal unterstrichen wird). Als Zuschauer ist man ab da nicht mehr dazu angehalten, sich irgendwelche Gedanken um die Protagonisten zu machen, wenn sie happy über die Landstraße cruisen. Das Ende des DCs mit der sich schließenden Aufzugtür ist ideal, ambivalent und hält nach.

milan8888
milan8888

»Und trotz HFR wirken einige CGI-Effekte einfach zu unecht, wodurch ich ab und an ein wenig aus meiner Reise durch “Mittelerde” herausgerissen wurde.«

Ich würde eher sagen wegen HFR wirken einige CGI-Effekte unecht.

reptile
reptile

@Exverlober
Ja, hat der Film auch verdient. Ich für meinen Teil jammere nicht, der Film ist klasse aber die Optik…

@Milan8888
Ja, könnte man so auch sehen. Alles super plastisch, keine Frage aber ohne Tiefenschärfe sieht es für mich nicht wie Kino aus.

Marcus
Marcus

So, auch gerade gesehen. Was soll ich sagen – ist genehmigt. Kein bisschen zäh oder langatmig bis hierhin, sondern ein schönes, flüssiges (Wieder-) Eintauchen in die besondere Atmosphäre von Mittelerde. Die Schauspieler sind auch große Klasse.
Wenn ich was kritisieren müsste, dann wäre es die übertriebene Fluchtsequenz in den Koboldhöhlen, die wirklich aussieht wie die Moria-Szenen aus „Die Gefährten“ auf Ecstasy, und die sich kloppenden Steinriesen, für die ich dann doch ganz gerne eine Erklärung gehabt hätte, wer die sind und wieso sie sich die Berge um die Ohren hauen.

Zur Technik: abgeschreckt von einigen Kommentaren hier habe ich mir den Film in 2D gegeben. Und so sieht das ganze immer noch so filmisch aus, wie man das von HdR gewohnt ist (auch wenn in ein oder zwei schnelleren Schwenks über weitläufige Panoramen wie z.B. die Zwergenstadt am Anfang das Bild komischerweise unscharf wird). Plus, man musste nicht drei Stunden lang eine Brille auf der Nase haben.

Exverlobter
Exverlobter

Komme gerade aus dem Kino.
Passt.
Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, auch wenn der Film nicht an die Original-Triologie herankommt. Damit hatte ich aber gerechnet.

Mein größter Kritikpunkt ist die unnötig in die Länge gezogene erste Hälfte. Z.B. die Szene in der die Trolle versuchen unsere Helden aufzufressen dauerte gefühlte 15 Minuten und leistete trotzdem keinen wirklichen Beitrag zur Story.Auch werden Figuren extrem lang eingeführt und verschwinden plötzlich wieder aus der Story wie z.B der braune Natur-Zauberer, wobei ich da noch nicht weiß, wie sich das in den folgenden Teilen auswirkt, aber fürs erste wirkte der etwas deplaziert. Big Deal in the beginning but no payoff.

Nach 3 Stunden Herr der Ringe: Die Gefährten hatte ich kein Problem damit die Gefährten mit Namen zu benennen. Obwohl es 9 Personen sind, was ein recht großer Cast ist (Nebenfiguren nicht miteingerechnet!) kennt man irgendwie trotzdem alle.
Beim Hobbit konnte ich außer Gandalf, Bilbo und Thorin keinen der anderen Zwerge außeinanderhalten. Und das trotz der extrem langen Einführung der Figuren zu Beginn des Films. Obwohl ich am Anfang schon gelangweilt auf die Uhr schaute (immer ein schlechtes Zeichen) ging ich objektiv betrachtet davon aus, dass das die bittere PIlle ist, die wir alle schlucken müssen, um unsere Figuren näher kennenzulernen. Dieses regelrechte Absitzen zu Beginn hatte aber null Effekt, ich wußte am Schluss immer noch nicht wer wer ist.
Das ging übrigens meinen 5 Kumpels die vorhin mit mir drin waren allen so, ich hatte nicht als Einziger das Problem!

Das heißt jetzt keineswegs, dass der Film schlecht ist, er ist sehr gut. Aber ich habe meine Zweifel, dass die Hobbit-Trilgie ähnlich wie die HdR-Trilogie am Schluss als perfekt bezeichnet werden kann.
Sehr gut, aber nicht perfekt. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass der HObbit jetzt mit Episode 1 verglichen werden muss, wie ich es bei anderen Kritiken schon gelesen habe. Vom Lucas-Niveau ist Peter Jackson noch Lichtjahre entfernt.

Peroy
Peroy

„Das heißt jetzt keineswegs, dass der Film schlecht ist, er ist sehr gut. Aber ich habe meine Zweifel, dass die Hobbit-Trilgie ähnlich wie die HdR-Trilogie am Schluss als perfekt bezeichnet werden kann.“

Man kann auch darüber streiten, ob die HDR-Trilogie als perfekt zu bezeichnen ist. Soleln wir ? Sollen wir darüber streiten ?

Peroy
Peroy

Nein, warte, ich ignoerier‘ dich ja. Bin besoffen. Sotrry.

Exverlobter
Exverlobter

„Nein, warte, ich ignoerier’ dich ja. Bin besoffen. Sotrry.“

Wow, ich muss einigen Leuten hier schwer auf den Schlips getreten sein. Dabei bin ich ein recht umgänglicher Mensch.

Karsten

Alleine die Saruman-Debatte zeigt ja schon, dass HdR nicht „perfekt“ ist. Das schnulzige Ende des dritten Teils nervt mit jedem Anschauen mehr, dafür hätte ich gerne die Rückeroberung des Auenlandes gehabt. Die Figur des Tom Bombadil fehlt mir ebenso. Aber aufgrund der Tatsache, dass ich HdR immer für unverfilmbar gehalten habe, sind das echt nur kleine Punkte, die mich stören. Insgesamt sind alle drei Teile grandios (aber natürlich nicht perfekt).

Und ähnlich sehe ich das beim Hobbit. Ja, mir ging es auch so, dass mir viele Zwerge (viel) zu kurz kamen. Die Auftritte von Radagast haben mich oft zum Lachen gebracht, aber eigentlich waren sie auch ein bisschen unter seiner Würde. Der weiße Orc-Oberbösewicht wirkt mir zu aufgesetzt. Der Oberorckönig unterm Berg und seine Anhänger waren dafür wiederum vor allem klamaukig und wenig bedrohlich dargestellt. Und der Deus Ex Machina löst einfach zu viele Situationen.

ABER: Der Hobbit hat die gesamte Laufzeit so viel Spaß gemacht: who cares?

Exverlobter
Exverlobter

„Das schnulzige Ende des dritten Teils nervt mit jedem Anschauen mehr, dafür hätte ich gerne die Rückeroberung des Auenlandes gehabt. “

Das wäre dann so etwas wie Staffel 5 von Babylon 5 geworden. Nach dem Höhepunkt (bei HdR der Tod von Sauron und die Zerstörung des Rings) sollte man es gut sein lassen. Deswegen bin ich auch skeptisch was die neue Star Wars-Trilogie anbelangt. Darth Vader und der Imperator sind tot. Was soll jetzt noch kommen?

Und auch Peter Jackson sagte auf den Bonus-DVDs, dass ihm beim Transfer vom Buch zum Film von Anfang an klar war, dass die Rückeroberung des Auenlandes vielleicht in Buchform Sinn ergibt, aber nicht im Film, da es dort antiklimaktisch ist.

Peroy
Peroy

Der Blade Runner-Voice Over ist ein Haufen Scheisse… so…

Karsten

Langsam krieg ich mal wieder Lust, Blade Runner zu schauen „die BlueRay rauskram“

Peroy
Peroy

„Langsam krieg ich mal wieder Lust, Blade Runner zu schauen “die BlueRay rauskram”“

Das ist der Director’s Cut !

Karsten

Langsam krieg ich mal wieder Lust, Blade Runner zu schauen „die BlueRay rauskram“

@Ex: Jo klar, auch wenn das ewige Rumgeweine und die friedliche aber recht lang erzählte Rückkehr einen ähnlichen Effekt hatten. So hätte ich den Hobbits wenigstens noch beim Strolche verkloppen zusehen können 😉

Unterm Strich bin ich einfach nur happy, dass eines meiner Lieblingsbücher in drei Filmen derart hochwertig umgesetzt wurde. Und dass mich jetzt die Ver-Trilogiesierung eines anderen sehr schönen Buches des Autors wohl auf einem ähnlich hohen Niveau im Kino begeistern wird.

Exverlobter
Exverlobter

„@Ex: Jo klar, auch wenn das ewige Rumgeweine und die friedliche aber recht lang erzählte Rückkehr einen ähnlichen Effekt hatten. So hätte ich den Hobbits wenigstens noch beim Strolche verkloppen zusehen können 😉 “

Alle gehen davon aus, dass der Film endet wenn Aragorn König wird und sich dann von den HObbits verneigt. Dann geht es aber noch 20 Minuten weiter. Bei einem 4 Stunden Film jetzt nicht so lang, wie alle immer behaupten. Und schön, dass sie sich wenigstens Zeit genommen haben. Hat mich ein bisschen an B5 Sleeping in Light erinnert. Das hatte auch sehr viel Herzschmerz, war aber trotzdem traurig-schön, und ein Geschenk an diejenigen, denen die Charaktere am Herzen liegen. Beim Hdr ging es mir ähnlich, und war über das relativ lange Ende auch froh. Und wie gesagt, 20 Minuten sind jetzt auch nicht sooo lang.

Howie Munson
Howie Munson

Darth Vader und der Imperator sind tot. Was soll jetzt noch kommen?

Thrawn. (aber das ist woanders passender zu diskutieren….)

reptile
reptile

Sehr interessanter Artikel:
Der Hobbit: Wissenschaftler erklärt warum HFR 3D seltsam wirkt (Und der Zuschauer sich nicht daran gewöhnen wird)

http://www.filmjunkies.de/news/hobbit-wissenschaftler-erklaert-hfr-45358.html

heino
heino

„Die Tonalität des Kinocut-Endes ist eine durchweg positive (was auch durch den Wechsel von den urbanen Nightmare-Cityscapes hin zur idyllischen natur-Kulisse nochmal unterstrichen wird). Als Zuschauer ist man ab da nicht mehr dazu angehalten, sich irgendwelche Gedanken um die Protagonisten zu machen, wenn sie happy über die Landstraße cruisen“

Und trotzdem tun sie es. Und der VO macht deutlich, dass Deckard nicht wirklich happy ist, weil er weiß, dass sie niemals sicher sein werden und Rachel jederzeit sterben könnte.

So, damit beende ich das Off Topic-Gelabere von meiner Seite und werde erst wieder hier was posten, wenn ich den Film gesehen habe.

Christian Siegel

Was viele beim Ende von ROTK in meinen Augen übersehen, dass er nicht „nur“ das Ende eines knapp über 3-stündigen Films, sondern vielmehnr der Abschluss einer rund 9 Stunden langen, epischen Saga ist. Als solches gehen die 15-20 Minuten, die man sich am Ende nimmt, absolut in Ordnung – und sind für einen runden, befriedigenden Abschluss IMHO sogar ungemein wichtig.

S-Man
S-Man

So, gestern rausgekommen und… naja, mir fehlt das Wort. Enttäuscht ist zu hart, aber ich bin bei weitem nicht zufrieden.

Der Film ist gut, keine Frage. Es gibt viel Müll auf dieser Filmwelt, der Hobbit wird sicherlich nicht dahin sortiert. Gute Bilder, nette Story, tolle Details, etc. – und doch kein LotR-Film (nicht im Sinne der Story, sondern im Sinne der Mittelerde-„Reihe“).
Ich liebe die vielen kleinen Anspielungen, die aufs Buch, aber auch auf die sich anschließende Trilogie deuten. Kleine Details am Rand, auch die Musik-Themen, die wieder aufgegriffen wurden.

Und doch fehlt mir zu viel, um die LotR-„Epicness“ zu erreichen. Ich weiß nicht so richtig, warum, aber ich hatte nie das Gefühl, abzutauchen nach Mittelerde. Nie das Gefühl, mit den Charakteren mitzugehen, nie das Gänsehautgefühl. Alles wirkte irgendwie zu… verspielt, zu künstlich. Ich glaubte nicht, was ich sah. Zu keinem Zeitpunkt. Dafür war das Gold zu glänzend, die Schlachten zu blutleer (abgetrennte Köpfe, aber nirgends ein Fitzelchen Blut?), die Figuren zu auswechselbar. Die paar Elben hatten nicht den edlen Touch, den ich erwartete – Elrond grinst nicht in meiner Vorstellung.
Irgendwie wirkten viele Figuren noch nicht fertig, als fehlte der letzte Schliff. Und damit mein allergrößter Kritikpunkt, ohne den ich vermutlich völlig anders aus dem Kino gegangen wäre – und es wundert mich, dass er noch nicht angesprochen wurde:
Die Orks. Mein Gott, was sind die hässlich. Wo sind die liebevoll detaillierten Orks aus LotR? Die Orks im Hobbit sehen anders aus, bewegen sich anders, sprechen anders. Im LotR habe ich die Orks geglaubt. Im Hobbit sehe ich ein paar computeranimierte Viecher, die eher Dobby oder Jabba ähneln, als den gewohnten Orks. Sie sind einfach nur schlecht. Genauso die Warge. Irgendwie sahen sie komisch aus. Nicht glaubwürdig.
Dazu kommt noch die neue komisch gurgelnde Stimme von Gandalf, mit der er mir an keiner Stelle irgendwie mächtig, bedrohlich, ehrfurchtgebietend vorkam. Klar, der alte Synchronsprecher ist gestorben, damit müssen wir leben (ok, böse Formulierung), aber warum klingt Gandalf jetzt dauerbesoffen? Ich hab mir immer die alte Stimme vorgestellt, da haben die Blicke und Gesten auch gewirkt. Gut, das ist kein Kritikpunkt am Film direkt.
Die Sache mit den Namen wurde schon mal angesprochen. Ich bin immernoch nicht sicher, welcher nun Gloin ist, Gimlis Vater…

Ich bin nicht sicher, ob das gewollt ist. Generell denke ich, dass der Film einen Touch zu viel Kindlichkeit bekommen hat – was durchaus ja gewollt sein kann, aufgrund der Vorlage. Aber mir gefällts nicht.

Wie gesagt – es sind Kritikpunkte, auch wenn Hobbit dennoch besser ist, als vieles andere, was der Fantasy-Markt hergibt.

PS: Hab ich schon erwähnt, wie schlecht ich die Orks finde?
PPS: Und die Orks erst… Die ORKS!!! 😉

gerrit
gerrit

Synchronstimmen sind scheissegal. Geh ins Original. Der Hobbit ist ein Kinderbuch. Wenn die Englisch-Kenntnisse nicht ausreichen, um bei einer Kinderbuchverfilmung mitzukommen, ist jetzt der Moment, dieses Defizit zu beheben.

S-Man
S-Man

Ja, ich weiß. Hab nur kein Original um die Ecke 🙂 Deswegen hab ichs ja auch etwas ausgeklammert in meiner Kritik 🙂

Bilbo Beutlin
Bilbo Beutlin

Haben da echt welche behauptet HFR sei „etwas gewöhnungsbedürftig“? Ich fand es unerträglich. So schlimm, dass ich nach einer halben Stunde, als ich nicht mehr daran glaubte mich irgendwann daran zu gewöhnen und mir den Film nicht verderben wollte, rausgegangen bin und ein Ticket für die nächste Vorstellung (nur 3D) gelöst habe. Hoffentlich setzt sich DER Mist nicht durch!

Will Tippin
Will Tippin

„und wie gesagt, 20 Minuten sind jetzt auch nicht sooo lang.“

Am Ende eines Triple-Features und 9 Stunden im Kinosessel sind die VERDAMMT lang!

reptile
reptile

@wortvogel
Ich als Überlebener des HDR Triple Features kann dies nur bestätigen.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich Teil 3 noch nicht gesehen und freute mich darauf besonders. Leider sorgten Müdigkeit und Konzentrationsschwächen dafür, dass ich ausgerechnet von Rückkehr des Königs am wenigsten mitbekommen habe. zu diesem Zeitpunkt war der Epilog wirklich ein harter Kampf gegen zufallende Augen. Zumal dies das Triple der Extended Versionen war also knapp 12 Stunden Kino…

Peroy
Peroy
comicfreak

..war jetzt auch drin, also,
WAS EIN GEILER FILM und was für eine verfluchte Sch**** mit den gruseligen Szenen, so dass der Junior noch 2 is 3 Jahre darauf warten muss..

Pantoeffelchen

Ich fand den Film wundervoll.
Wie Karsten so schön schrieb: ich hatte das Gefühl „nach Hause“ zu kommen.

Bilbo ist eine tolle Figur, schön eingeführt. Ich bin noch auf die Entwicklung gespannt.
Die Zwerge waren wunderbar. Gimli ist meine Lieblingsfigur aus HdR, ich hatte etwas auf seinen Humor gehofft, aber die neuen Zwerge sind anders, aber eben nur anders toll. (Und um es mal deutlich als Frau zu sagen: scheiße waren da wieder heiße Männer bei!)
Die „Gastauftritte“ der HdR-Figuren haben mich sehr gefreut, sie waren nie zu aufgesetzt.
Den weißen Ork finde ich sehr interessant. Meine Kritik am HdR ist nämlich, dass es so einfach ist, die Masse an hässlichen, dummen, geschichtslosen Orks usw zu „hassen“. Die Menschen, Elben, Zwerge haben alle eine Geschichte, eine Motivation, Punkte zum Ansatz für Emotion, wenn sie sterben leidet man mit, man freut sich mit ihnen wenn sie sich am Ende wieder sehen, nur die Orks sind eine braune Masse ohne alles.
HFR fand ich super. Sooooo gestochen scharf und das in 3D! Wie kann man über zu viel Schärfe meckern?!
Die Effekte fand ich ebenfalls super. Dieser dicke (Troll?-)könig mit dem riesigen Kinn(-tumor?)… einfach beeindruckend.
Das Gandalf ewig im letzten Moment auftaucht und alle rettet finde ich allerdings auch etwas schade, aber geschenkt.
Und diese Naturaufnahmen <3

Wie bereits erwähnt, der Hobbit ist ein Kinderbuch und trotz Ähnlichkeiten eben nicht HdR 4. Ich bin jedenfalls sehr sehr glücklich aus dem Kino gekommen und kanns kaum noch erwarten den nächsten Teil zu sehen.

Karsten

Fand ich ganz interessant: Meine Freundin war mit der Umsetzung der Herr der Ringe-Trilogie nicht wirklich zufrieden, sie kannte aber „nur“ die Kinoversion. Nachdem ihr „Der Hobbit“ ausnehmend gut gefallen hat, haben wir uns am Wochenende meine Extended-Blue Ray-Version der drei HdR-Filme reingezogen und es war spannend zu verfolgen, wie sie auf die zusätzlichen Szenen reagierte und wie viel besser ihr viele Szenen plötzlich gefielen. Speziell der Abgang von Saruman natürlich, aber auch die gesamte Szene um Aragorn und den Pfad der Toten (in der Extended-Version wird die Hintergrundgeschichte der Untoten durch einen Monolog von Legolas noch einmal genauer beleuchtet) zum Beispiel. Ihre Review würde jetzt nach Sicht der längeren Fassung deutlich positiver ausfallen – und auch ich mag die zusätzlichen Szenen meist, oftmals auch einfach nur, weil ich so gerne in Mittelerde eintauche. Irgendwann wird unser Wortvogel sicherlich beide Versionen gesehen haben und dann bin ich auf seine Meinung gespannt.

heino
heino

“ Der Bauch hat sich großartig amüsiert – und ihr werdet es auch tun. Dafür gibt es die seltene Wortvogel-Genussgarantie.“

Ich will mein Geld zurück………

Ganz im Ernst, ich habe mich bei dem Film fürchterlich gelangweilt. Alles, was du oben gesagt hast, ist richtig, wirkt auf mich aber negativ. Das fängt bei den Figuren an:Bilbo hat keinen wirklichen Grund, die Reise mitzumachen. Die Zwerge sind bis auf Thorin allesamt austauschbar, und der ist fürchterlich unsympathisch. Die Verfolgungsjagden und Kämpfe sind redundant, die Kampfsequenz in der Mine ist grotesk überzeichnet. Sämtliche Kämpfe sind für die „helden“ folgenlos, weil Gandalf immer im letzten Moment alles richtet (was für ein Unterschied zum Tod von Boromir in HDR 1, der hatte emotional impact. Das fehlt im Hobbit völlig). Eine Handlung im eigentlichen Sinne gibt es nicht, dafür wird auf Teufel komm raus die Laufzeit gestreckt. Das 3D war okay, hat aber an einigen Stellen extrem künstlich gewirkt.

Natürlich gibt e sauch positive Seiten. Der Film sieht toll aus, es gibt keinerlei technische Patzer, der Anschluß an die HDR-Trilogie ist vorbildlich gelungen, die einzelnen Sequenzen für sich sind absolut fantastisch inszeniert (die Steinriesen waren der Hammer) und Gollum ist wie auch schon bei HdR allein das Eintrittsgeld wert. Insgesamt hat mich der Streifen bei aller Perfektion aber kalt gelassen und gelangweilt.