tvEigentlich wollte ich einen längeren Beitrag zum Start eines neuen Projekts schreiben, aber von Samstag auf Sonntag hat mich eine böse Erkältung eiskalt erwischt und mein Schädel brummt, wie meine Nase läuft, wie mein Hals kratzt. Diät geht auch so, Sport eher weniger. Grmpf.

Es kam in der Diskussion über die Probleme des öffentlich-rechtlichen Fernsehens eben die Frage auf, mit welchem Recht die gebührenfinanzierten Sender auf breiter Front gegen die Mehrheit der Zuschauer programmieren, wie man überhaupt im Jahr acht Milliarden für so etwas verbraten kann und warum denn niemand an die Kinder denkt.

Ich habe mir vor ein paar Jahren schon Gedanken gemacht, wie ICH die perfekte Struktur für das ÖR sehen würde. Eine Struktur, die dem Kulturauftrag gerecht wird, obwohl sie den Apparat deutlich verschlankt. Die Transparenz schafft, gleichzeitig Vielfalt und Lokales nicht vernachlässigt. Das war allerdings nur eine unausgegorene Randbemerkung in einem Beitrag über die zusätzlichen Werbeeinnahmen der ÖR-Sender. Hier will ich das mal ausformulieren.

Drei Dinge vorab. Eine radikale Kürzung der Gebühren und damit der Etats bedeutet nicht zwangsläufig eine Verknappung der Programmbudgets. Es ist offensichtlich, dass der bei weitem größte Teil der Gelder in den Anstalten versickert. Das System ernährt sich selbst. Die Parkinsonschen Gesetze sind nirgendwo so schön in der freien Wildbahn zu beobachten wie bei den ÖR-Sendern. Sie brauchen immer genau so viel Geld, wie sie kriegen können und im Laufe der Zeit fließt davon immer weniger in die tatsächliche Produktion, weil der Apparat selbst Sinn und Zweck wird. Am Ende: Stagnation. Und totaler Unwille zur Reformation.

Zweitens: Es wird nicht passieren, was ich hier aufschreibe. Nicht so, nicht anders, niemals. Weil das System kein Interesse hat, sich gesund zu schrumpfen. Weil es zig Lobby-Gruppen für jene gibt, die vom System profitieren – und keine für die Zuschauer. Man hat die Gebühren immer sehr clever unterhalb einer demokratischen Schmerzgrenze gehalten – es ist nicht unverschämt viel Geld und irgendwie müssen ja alle zahlen. Das wird auf breiter Front akzeptiert. Es gibt wohl kaum ein Abgabensystem, dem sich so viele schweigend unterwerfen, obwohl sie längst nicht mehr von ihm profitieren. Die aktuelle Umstellung auf eine Haushaltsabgabe ist der endgültige Beweis, dass hier nicht die Zuschauer von ÖR-Sendern zur Kasse gebeten werden sollen. Es ist eine allgemeine, verbindliche, unausweichliche Steuer ohne jede Gegenleistung für einen großen Teil der Bevölkerung.

Drittens: Ich bin FÜR ein starkes öffentlich-rechtliches System, halte es für ein notwendiges Regulativ in einer immer stärker an den Partikularinteressen der Konzerne ausgerichteten Medienwelt. Ich glaube nur nicht, dass sich Stärke am Budget misst, an der Zahl der Mitarbeiter oder der Sender. Stärke ist Unabhängigkeit von Industrie UND Politik. Stärke ist Sorgfalt, Balance und Weitsicht. Es gilt, Kultur zu finanzieren – nicht Planstellen.

Ich konzentriere mich dabei primär auf die ARD, weil mir ihr Geflecht von Sendern und Programmen problematischer erscheint als das des ZDF. Das föderale System, das nicht zufällig an die politisch-wirtschaftliche Struktur unseres Landes erinnert, erscheint mir als zunehmend ungeeignet.

Fangen wir mit den Fernsehsendern an. Der Wildwuchs durch Dutzende von Dritten Programmen und Digitalkanälen ist mit dem Interesse an lokaler Berichterstattung oder Nischeninteressen längst nicht mehr zu rechtfertigen.

Es liest sich für mich wie Hohn, wenn die Finanzierung des MDR auf der Webseite der ARD so beschrieben wird: „2010 erzielte der MDR Erträge in Höhe von rund 684 Mio Euro, davon knapp 571 Mio Euro an Rundfunkgebühren aus dem eigenen Sendegebiet.„.

Ertrag ist laut Wikipedia „… das Ergebnis der wirtschaftlichen Leistung…„. Der MDR hat die 571 Millionen nicht erzielt, sie sind für ihn eingesammelt und ihm zugeteilt worden.

Ich glaube, es hakt am System, nicht an den Inhalten. Wo es an den Inhalten hakt, steckt auch wieder das System dahinter. Verändere das System, dann veränderst du die Inhalte. Und deshalb geht es auch nicht darum, das Programm von ARD und ZDF neu zu gestalten und alles über den Haufen zu schmeißen. Vieles ist beliebt genug, um seinen Verbleib zu rechtfertigen. Ich selber schaue „Wetten dass…?!“ schon lange nicht mehr, kann aber daraus nicht die Forderung ableiten, die Sendung einzustellen.

Könnte ich die Systeme am grünen Tisch neu planen, liefe das so: die ARD bleibt das Vollprogramm für die großen Shows, die aufwändigen Eigenproduktionen, die spektakulären Dokus und die Magazine. Heimat von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ genau so wie vom „Tatort“. In der Programmstruktur würde sich allerdings einiges ändern. Das bundesweite Frühstücksfernsehen ginge nur bis 9 Uhr, danach gäbe es drei Stunden lang (bis 12 Uhr) Regionalfenster aus der jeweiligen Region. Ein weiteres Regionalfenster gäbe es von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr, danach eine Stunde Soaps bis zur Tagesschau. Mit je einer halben Stunde Regionalnachrichten nach Mitternacht und morgens um 6 Uhr hätte die ARD damit außerhalb der Zuschauer-„Stosszeiten“ sechs Stunden Lokales.

Dafür werden die Dritten Programme ersatzlos eingestellt. Die Anstalten in den Bundesländern schrumpfen zum effektiven und kontrollierten Zulieferer der Regionalfenster – sechs Stunden am Tag, in denen sie sich auf das konzentrieren können, was ihr Auftrag ist.

Da es bei digitaler Verbreitung keinen Unterschied macht, könnten die Zuschauer in den Bundesländern frei welchen, welches Regionalfenster sie empfangen möchte. Ich selbst wäre z.B. an Lokalem aus NRW oft mehr interessiert als an Lokalem aus Bayern.

Ebenfalls denkbar wäre ein Verbleib der Dritten Programme, wenn diese selbst die sechs Stunden Regionales ausstrahlen und drum herum für ein Minimalbudget auf eigene Verantwortung eine Zweitverwertung aus den Archiven der letzten 50 Jahre auf die Beine stellen.

Beim ZDF würde ich ähnlich verfahren, allerdings ohne Regionalprogramme. Primär würde ich eine stärkere Koordination mit der ARD verlangen, um genau das GEGENTEIL von Kooperation zu erreichen: es dürfen nicht mehr die gleichen Sendeformen zur gleichen Zeit laufen, keine Soap gegen Soap, keine Show gegen Show. Wenn sie schon Gebührengelder nehmen, müssen die Vollprogramme sich verpflichten, einander Alternativen und Ergänzung zu sein. Wie sie das regeln, dürfen sie gerne unter sich ausmachen. Es würde aber von einer unabhängigen Kommission mit tatsächlichen Befugnissen kontrolliert.

Die Digitalsender bieten ein ideales Spielfeld, vergleichsweise preiswert auch für eine kleinere Zielgruppe zu produzieren. Sie bilden neben dem Lokalfernsehen die zweite Ergänzung zu den Vollprogrammen. Es muss allerdings künftig klar definierte Zielgruppen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten geben. ZDFtheater, ZDFinfo, alpha, phönix – das ist alles zu Wischiwaschi und beliebig. Ein Nachrichtensender ist nachvollziehbar und überfällig. Kinderkanal auch. Ein Kulturkanal wäre schön. Einer für die Schätze aus den Archiven. ZDFneo lasse ich weiterhin als jugendlich orientierte Alternative zu den Privatsendern gelten. Man könnte einen Bestandteil daraus noch in einen eigenen Kanal absplitten: die Nachwuchsförderung. Es muss einen Spielplatz für Experimente geben, ein Reservat für Spinner und Visionäre.

Mir besonders am Herzen läge zudem noch eine Lösung der Archiv-Frage. Heute ist es so, dass viele alte Programme nicht mehr ausgestrahlt werden können, weil die Rechtefrage ungeklärt ist oder alle Beteiligten noch mal bezahlt werden müssten (der „buy out“ gehörte 40 Jahre lang nicht zum Geschäftsprinzip der Sender). Weil es niemandem hilft, wenn das Material in den Archiven verschimmelt, würde ich eine Pauschallösung auch unter Schirmherrschaft der Politik begrüßen, die auf einen Schlag sämtliche Programme z.B. von vor 1990 von allen Abhängigkeiten befreit und in den Besitz der Sender übergehen lässt. Damit wären praktisch kostenneutrale „Klassiker“-Sender möglich, die 24 Stunden lang den Kult der 60er, 70er und 80er ausstrahlen, die coole Thementage zusammen stellen, die historisches Material in Kontext stellen.

Soviel zum Fernsehen.

Genauso konsequent würde ich bei den Radiosendern verfahren: es ist nicht einzusehen, dass fast jedes Bundesland eine Pop-Welle bestückt, Kultur sendet, dass mehrere Nachrichtensender um die Zuschauer buhlen. Die Marschroute ist klar: was bundesweit von Interesse ist, wird zentral produziert und bundesweit verbreitet. Jugendwelle, Kultur, Klassik, Nachrichten – gerne auch ein meinungsstarkes „Talk Radio“. Die Anstalten in den Ländern konzentrieren sich nicht mehr auf vier oder fünf Programme, sondern auf exakt EINS – das lokale. Damit der Hörer nicht ständig umschalten muss, kann außerdem in die bundesweite Nachrichtenwelle pro Stunde ein viertelstündiges Regionalfenster eingeblendet werden.

Wie weiter oben erwähnt: alle diese Änderungen torpedieren nicht die erreichten Erfolge der ÖR-Sender, sie strangulieren nicht die Möglichkeiten, hochwertiges Programm zu machen. Es ist weiterhin ausreichend Platz, Geld und Gelegenheit für „Tatort“ und „Rosamunde Pilcher“, für Gottschalk und die Champions League, für Weihnachtsserien und Talk. Ich stelle die (an keiner Stelle bewiesene und vielleicht auch unbeweisbare) Behauptung auf, dass man (nach einer schwierigen Übergangsphase) die Kosten für das ÖR-Fernsehen auf weniger als die Hälfte drücken könnte und trotzdem noch MEHR Geld für neue Produktionen hätte.  Dazu noch ein konkretes Beispiel: laut Aussage des Programmchefs Daniel Fiedler bekommt der Spartensender ZDFkultur, dessen Quoten im kaum messbaren Bereich liegen, 2012 satte 18 Millionen zugewiesen. Davon könnte man für jeden Monat im Jahr einen „Tatort“ produzieren.

Diese Umstrukturierungen würden mittelfristig Milliarden einsparen. Die Notwendigkeit, wie die Privatsender Werbespots auszustrahlen oder Events sponsorn zu lassen, wäre dahin. Ich plädiere nicht mal dafür, im Gegenzug die Gebühren zu senken. Aber das eingesparte Geld könnte prima in die Kulturförderung fließen, in Theater und Veranstaltungen. Warum muss es eine Rundfunkgebühr sein, wenn es eine viel breiter angelegte Kulturgebühr sein könnte?

Was bliebe? Eine unabhängige ARD mit sechs Stunden Regionalprogramm am Tag, eine Reihe von (digitalen, unabhängigen) Nischensendern mit klar definierten Zielgruppen und Aufgaben (Nachrichten, Kinderkanal, Klassiker, Dokus), das ZDF als Gegenprogramm. Klare, attraktive Sendeplätze für neue Programmformen und Formate, die keinem Quotendruck ausgesetzt werden. Jeweils nur noch einen bundesweiten Radiosender für junge Hörer, für Nachrichten, für Kultur, lokale Sender nur noch für tatsächlich lokale Inhalte. Keine Werbung.

Ich kann aber nicht ausschließen, dass diese Gedanken verschenkt und unnütz sind. Nicht nur deshalb, weil keiner ein Interesse hat, sie umzusetzen – sondern weil das gesamte System des vorprogrammierten Fernsehens in unserer digitalen „instant gratification / on demand“-Welt zunehmend archaisch und überholt wirkt. Vielleicht versuche ich ein System zu retten, das einfach seinem Ende entgegen schlittert und nur noch darauf wartet, dass jemand die Schrotflinte holt, um es von seinen Leiden zu erlösen.

Dies sind MEINE Vorstellungen. Was sind eure?



40 “ Fernsehen… of the FUTURE!!! Oder: Ein Vorschlag ”

  1. 1
    Jeff Kelly

    Also im Prinzip doch eine Struktur wie bei der BBC.

    Die ARD wird zu BBC One
    Die Regionalprogramme zu Lokalstudios die dem Vollprogramm zuliefern oder alternativ auf ein bis zwei Alternativsendern programmieren können (wie BBC Three und Four)
    Durch die Koordination wird das ZDF so was wie BBC Two.

    Das könnte funktionieren, aber meiner Meinung nach nur unter einer Bedingung.

    Die Produktionsfirmen müssten vom „Apparat“ ARD und ZDF so unabhängig werden wie möglich.

    Keine „Degeto“, keine privaten Produktionsfirmen von Christiansen, Pilawa und Co. die nur zum Zwecke der Geldmaximierung gegründet wurden, faktisch 100% ARD/ZDF-Töchter sind und dazu dienen den Stars und bestimmten Personenkreisen die Taschen zu füllen.

    BTW. Die Radiosender der ARD arbeiten teilweise schon so, weil die Kosten so stark gedrückt werden mussten. Teilweise übernimmt dann ein Sender auch das Nachrichtenprogramm und das Infoangebot für die anderen mit (z.B. Nachts).

  2. 3

    @ Jeff: Die BBC ist mir in der Tat ein Vorbild – deinen weiteren „Bedingungen“ stimme ich vollumfänglich zu. Es kann nicht angehen, dass ein Moderator seine eigene Sendung produziert. Der Vergabeprozess von Produktionen muss außerdem deutlich transparenter werden.

    @ Erik: Holland hat nur ein Fünftel der Bevölkerung von Deutschland. Ich glaube nicht, dass sich das übertragen ließe.

  3. 5

    Vor kurzem kam die Sensationsmeldung, dass ARDUNDZDF sich demnächst miteinander absprechen wollen, wenn solche Dinger passieren wie Adelsfamilienfeiern, Taufen, Begräbnisse, Hochzeiten. Mir kam sofort die Heirat von Käte und Willi in den Sinn. Ich freute mich, dass der Unfug in naher Zukunft ausbleiben könnte, aus beiden Sendern reicht doch zusammen ein Team, wenn sie beide über das gleiche Ereignis berichten.

    Dann kam der Nachsatz. „Ausnahmen würden Großereignisse von historischem Ausmass darstellen.“ Vor Schreck und Wut biss ich in die Fernbedienung.

    Wortvogel for president. Echt, du hast soviel common sense, man sollte Regierungen weltweit dazu verpflichten, sich von dir beraten zu lassen.

  4. 7

    Genauso wichtig wäre mir der uneingeschränkte Online Zugang zu allen Sendungen und Formaten um mir diese live oder nachträglich anzusehen, herunterzuladen oder weiterzugeben.

    Die heutige Praxis des Depublizierens ist ein unglaublicher Bockmist und die momentanen Mediatheken gerade bei den Dritten ein Graus.

  5. 8

    @ Uli: Solange die rechtlichen Grundlagen stimmen, wäre ich auch für eine stark erweiterte Mediathek. Es gibt keinen Grund mehr, dass man auf Programme verzichten muss, nur weil man sie verpasst hat.

  6. 11
    Howie Munson

    ja ich spielte aber schon heut morgen um sieben bis halb acht… *g*

    ok dann also hier nochmal:
    Bei den Radiosendern reicht vermutlich jeweils bundesweit eine Popwelle, ein Schlagerkanal und ein Klassiksender, dazu der DLF plus ein Regionalprogramm für jedes Bundesland.

    Beim Fernsehen würd ich erstmal “nur” Wildwuchs beseitigen, wodurch auch “Stammsehe” auf wenig liebgewonnens verzichten müssen, ganz einfach weil das anders vermutlich eh nicht durchzusetzen ist. (Was gute Quoten bringt, WILL ja auch jemand sehen und nüchterne”Informationssendugen” die keine guten Quoten bringen sollten schon bleiben)
    3sat, Arte und phönix würde ich sfast in der jetzigen Form behalten wollen, nur das die ganzen dinge die als reine Wiederholung von ARD&ZDF laufen da halt als Erstaustrahlungen und NICHT im Hauptprogramm. Das ZDF sollte halt gezwungen werden außerhalb der “traditionellen Kernzeit” zwischen 17:00 und 22:00 die Sendungen vom jetzigen Neo und Festival zu übernehmen. Für die ARD gilt ähnliches mit ihren Digitalsendern plus den momentan parallel ausgestralten gemeinsamproduzieren Morgen- und Mittagsmagazin, sowie die inhaltgleichen “Boulevardsendugen” und Seifenopern. Ist heutzutage nämlich wirklich nicht einzusehen warum beide Hauptsender das gleiche senden sollten, deswegen kommen die Nachrichten beim ZDF dann auch alle “um Halb” statt zur vollen stunde, außer um 19:00 weil da dann auf der ARD auch keine läuft.

    Damit sind schon mal 4 sender eingespart ohne das viel mehr als Wiederholungen und redundanzen rausgeflogen sind.
    Von den Dritten Programmen die mittlerwiel um die 50 Satellitenkanäle belegen bleiben dann um die 10 über, das hat vor 20 Jahren ja auch gereicht. Ob sie den Kika dann integrieren oder eigenständig lassen ist mir dann auch egal. Und das gesamtbudget wird erstmal halbiert und dann nominell nicht mehr angehoben.

    Werbeblöcke werden auch halbiert und product placement komplett Verboten, allenfalls darf am Anfang der Sendung bzw. höchsten einmal pro Stunde ein einmaligen “wird präsentiert von” außerhalb der Werbezeiten gebracht werden. Das gilt dann auch für’s Privatfernsehen. Deren Einahmen werden dann nämlich garantiert nivht um die hälfte sinken, sondern Werbeminuten um einiges teurer. Momentan werden ja oft “Werbespots” für eigene (Tochter-)Unternehmen gesendet, damit es keine Lücken im Programm gibt… (videopüortale, schwestersender,Internetseiten Telefonapps, etc….)

    Und da die Rundfunkgebühr in Zukunft unabhängig vom vorhandensein eines Empfanggerätes gezahlt werden soll, wird selbstverständlich SÄMTLICHES von Gebührengelder produziertes Material in Mediatheken gestellt (auch rückwirkend) und nicht wieder rausgenommen.

    Dafür müsste der Rundfunkstaatsvertrag bzw. dessen Gesetze natürlich auch entsprechend geändert werden.

  7. 12

    @Wortvogel: Grundbedarf sind für mich Nachrichten und meinetwegen noch Sport, Wetter und ein paar Talkshows und Infosendungen.
    Sollte ein Sender problemlos bewältigen können, Kindersendungen usw. (und ich sage das als Vater) müssen nicht mit abgedeckt werden.

  8. 13

    @ Mencken: Warum Sport Grundbedarf ist, bekäme ich gerne mal plausibel erklärt (zumal man die Fakten – die Ergebnisse – problemlos auch in der kostenfreien Kommerzpresse nachlesen kann). Wetter ebenso. Für Fakten braucht es keinen unabhängigen Sender, keine Gebühren. Das ist billiger Service, wie ihn jede Webseite liefert.

    Bei Kindersendung hätte ich in der Tat was dagegen, den Content komplett dem Kommerz zu überlassen. Der Begriff „pädagogisch wertvoll“ mag etwas angestaubt klingen, hat aber durchaus seine Berechtigung.

  9. 14

    Hahaha. Stimme dir vollkommen zu, Herr Wortvogel.

    Ich musste trotzdem gerade lachen, weil ich daran denken musste, dass in der ungekürzten Kinoversion „Rambo III“ seinerzeit das „Prädikat: wertvoll“ bekommen hatte.

  10. 15

    Hochinteressanter Vorschlag @Wortvogel. Gefällt mir gut, vor allem was die digitalen Sparten angeht.

    Tatsächlich würde ich die Wiederholstationen BR, SWR und MDR aber vermissen. Momentan kann ich z.B. davon ausgehen, dass binnen eines halben Jahres jeder „Tatort“ aus den letzten zwei, drei Jahren irgendwo wiederholt wird. Dies gilt für viele andere ÖR-Produktionen und zahlreiche Kinofilme ebenfalls. Das ist toll, wenn man mal was verpasst hat. Und als Nutzer von Angeboten wie OnlineTVRecorder würde mir diese Sendungsvielfalt nun mal fehlen.

  11. 16

    @ Nobby: Da gibt es aber genug „workarounds“ – man kann die Sendungen immer noch in die Mediatheken einstellen, zwischen zwei und sechs Uhr morgens wiederholen oder auf einem der Klassiker-Sender ausstrahlen. Das allein rechtfertigt die Dritten Programme IMO nicht.

  12. 17

    Ja, das würde für mich als Workaround natürlich funktionieren, da ich sowieso nur über Mediatheken bzw. via Download beziehe. Ältere Generationen sähen das unter Umständen aber anders: Mein Vater freut sich beispielsweise immer, wenn er abends auf HR beim Durchzappen plötzlich „Ben Hur“ oder einen alten Western aus seiner Jugend entdeckt. Um drei Uhr nachts würde ihm das wenig bringen.

    Damit will ich übrigens nichts rechtfertigen. Ich überlege nur, an welchen Stellen ich oder andere Zuschauer nach deinem System Beschränkungen in Kauf nehmen müssten.

  13. 19
    Der Karsten

    Also ich könnte auf KIKA im Moment nicht verzichten. Die einzige Alternative dazu, die ich empfange, wäre Nickelodeon und das geht gar nicht. Ist wie Kika auf Ecstasy. Möchte ich meiner Tochter nicht antun.

    Ansonsten stimme ich WV größtenteils zu.. wobei ich eigentlich regelmässiger WDR Gucker bin. Aber die könnten ihr Programm durchaus straffen und diese „Die besten aus NRW“ Sendungen wegschmeißen. Da werden eh nur Beiträge der letzten 60 Jahre recycelt.

  14. 20

    Ich fürchte, mit einer Umstrukuturierung der Programme alleine wäre es nicht getan. Die Inhalte sind das Problem. Ich prophezeie, dass sich trotz der erwarteten Gebühren-Mehreinnahmen kein Senderverantwortlicher trauen wird, mal ein bisschen Geld in die Entwicklung frischer Formate oder neuer Köpfe zu stecken. Die ÖR werden weiter versuchen, mit den Privaten zu konkurrieren, und zwar mit deren eigenen Mitteln. Es wird noch mehr öde, seit den 90ern ausgelutschte Formate mit immer austauschbareren Lanz-Pilawa-Schmierlappen geben, während Leute wie Kalkofe und H. Schmidt unter Auschluss der Öffentlichkeit senden. Von neuen Talenten gar nicht zu reden. Selbst das, was die ÖR mal deutlich vom P-TV unterschieden hat, nämlich der Bildungsanspruch, findet ja nicht mehr statt.
    Früher (ja, früher …) hatten die ÖR mal einen spürbaren Bildungsanspruch und ein gewisses „Niveau“ (in Ermangelung eines besseren Wortes), selbst die seichteste Unterhaltung war nicht ganz doof. Damit meine ich solche Formate wie die Knoff-Hoff-Show, Total Normal oder Schmidteinander, die bei den ÖR heute völlig undenkbar wären. Anfang der 90er hat das ZDF Serien wie die Simpsons und Star Trek TNG in Deutschland eingeführt – welcher todesmutige Wahnsinnige muss das gewesen sein? (Naja, gottseidank hat das ZDF seinen Irrtum schnell eingesehen und diese erfolgreichsten Serien aller Zeiten an die Privaten verhökert, sonst wäre damals womöglich irgendwer unter 80 auf die Idee gekommen, ZDF einzuschalten).

    Am WE lief auf Arte eine „Doku“ über Dunkle Materie, die ich mir unter nur einem einzigen Gesichtspunkt angeschaut habe: Wieviele faktischen Informationen liefert diese Sendung? Kurz gesagt: 45 Minuten hohe Schnittrate, Weißblitz-Überblendungen, aussagelose Computergrafiken, Zisch- und Explosions-Sounds und natürlich die gefühlten 100 Wissenschaftler, die dem Zuschauer nur eins zu sagen hatten, nämlich dass sie finden, dass Dunkle Materie ein sehr interessantes Thema ist. Das alles begleitet von Sprecher-Texten, die ebenfalls keine Fakten enthielten, sondern nur Emotions-Adjektive und Superlative („… ein faszinierendes Phänomen, dass die bedeutentsten Physiker in aller Welt seit jeher beschäftigt… „).
    DAS, liebe ÖR, ist N24-Niveau. Glaubst du, du überforderst den Zuschauer, wenn du ihm ab und zu mal ein paar Zahlen nennst oder ihm mal ein paar Begriffe aus der Fachsprache beibringst? Da inzwischen fast alle „Dokus“ auch im ÖR so aussehen, kann die Anwort nur lauten: „Ja“. Aber auch wenn die sog. „Quoten“, die seit 25 Jahren immer noch auf die gleiche Art und Weise erhoben werden, und kein bisschen das moderne Medienkonsumenten-Verhalten berücksichtigen (Internet, Medienbibliotheken, Digitalaufzeichnung etc.), uns 1000mal sagen, dass heute angeblich keine Sau langweiliges Bildungs-TV guckt; da sag ich A) ich scheiße auf die „Quoten“ und B) VOR den Privaten gings doch auch! Und das ist das, was ich für das neue Zwangsgeld erwarten würde: Innovationsmut und Bildungsanspruch! Und: ja, ich bin schon so naiv auf die Welt gekommen!

  15. 22
    Der Karsten

    Die Abwärtsspirale lässt sich nur durch Investition durchbrechen.. und Innovation. Ist in der VWL ja auch so.. Aber da in den Gremien vielfach Politiker das Sagen haben, die auch nicht wirklich Profis sind, wird das eher ein Innovationshemmer sein.

  16. 23

    @ Karsten: Investition? Die haben ein Budget von fast acht Milliarden! Davon abgesehen kann man Innovation fördern, aber nicht kaufen. Das Problem sind die richtigen Entscheidungen, die gefällt werden müssen. Aber wer strengt sich schon an, wenn er sein Geld unabhängig vom Erfolg seines Produkts bekommt. Das ist eine absurde Situation.

  17. 24
    Teleprompter

    „Für Zuschauer wie deinen Vater gäbe es ja den “Klassiker”-Kanal. Wie im PayTV TNT oder MGM oder Silverline“

    Wer sich als Teil der älteren Generation den Sender „Silverline“ ansieht, würde sich aber wundern, wieviele abgetrennte Köpfe ihm da um die Ohren fliegen.

    Die Vorschläge sind natürlich schon deshalb richtig und gut, weil es so wie es ist kaum schlechter geht. Und dabei wären einige meiner Hauptkritikpunkte noch ganz andere (das Verstecken der hochklassigen Filmware durch die ARD Sonntags (!) im Nachtprogramm; die unsägliche Geldverschwendung für die Fußball-CL-Rechte, die nun wirklich absolut schmerzfrei auch auf den Privaten zu sehen waren, weil da „im Prinzip“ ja auch werbefrei.). In den Zeiten knappen Geldes sollte ein öffentlich-rechtlicher Primetimesender wirklich ausreichen, werbefrei und „eigentlich“ auch wiederholungsfrei, dazu die Regional- und ein paar Spartensender und wie angesprochen auch eine Abspielstation für ältere Sachen.

  18. 25

    @ Teleprompter: Guter Punkt – auch die Menge an erlaubten Wiederholungen und die dafür geeigneten Sendeplätze müsste man besprechen. Wir bekommen ja auch kein Geld zurück, nur weil wir für eine Ausstrahlung früher schon mal bezahlt haben.

  19. 26

    Hm.

    Ich würde jetzt gern etwas kluges ergänzen, aber das Wortvogel’sche Modell klingt für mich so sauber, dass ich nichts zu ergänzen weiß.
    Also: Sollte ich mal zum Diktator ausgerufen werden (was eh mal nötig wäre) erinnere man mich daran, es so umzusetzen, wie hier ausgeführt!

  20. 27

    Alle Eigenproduktionen sollten von Anfang an gemeinfrei sein. Oder zumnidest eine vernünftige Creative Commons Lizenz bekommen. Das Volk hat’s zum größten Teil bezahlt, dann soll es auch frei darüber verfügen können.

  21. 28

    @ 10tacula: Das ist mir nerdtypisch zu simpel und zu kurz gedacht. Den Gebührenzahlern gehören die Produktionen nicht, die zahlen nur für das Konsumrecht. Und da z.B Fiction-Produktionen oft genug nicht voll finanziert werden, sondern ihr Budget erst über internationale Verkäufe oder Zweitverwertungen wie DVDs einspielen, gibt es da auch keine rechtliche Handhabe. Und was heißt schon „frei verfügen können“? Soll ich dann den Furtwängler-Tatort von gestern heute auf DVD brennen und verhökern dürfen? So geht’s auch nicht.

    Der Aspekt, den du ansprichst, betrifft aber auch andere Bereiche. Wenn z.B. das ZDF die alten Folgen „Bergdoktor“ einkauft, dann zahle ich mit meinen Gebühren dafür – obwohl ich dafür im Privatfernsehen schon mit den Werbespots beballert wurde. De facto müsste der „Bergdoktor“ für mich jetzt kostenlos sein. Stattdessen zahle ich ein zweites Mal dafür.

  22. 29

    @Wortvogel: Weil Sport (ich meinte auch nur Ergebnisbekanntgabe) und Wetter nun mal auf großes Interesse stossen und nicht jeder das Internet nutzt.

    Meinetwegen kann man beides auch weglassen, bei den Kindersendungen sehe ich den Markt mit Kika usw. potentiell gut abgedeckt, zumal ja gerade der Wunsch nach „pädagogisch wertvollen“ Sendungen so groß ist, daß sich das Abdecken mittels kommerzieller Sender lohnt.

    Inwieweit die öffentlich-rechtlichen Sender pädagogisch wertvoll (und in politischer und weltanschaulicher Hinsicht neutral) sind, ist zudem auch noch ein Thema für sich.

  23. 30

    Generell halte ich die Frage nach Niveau und Anspruch für vollkommen irrelevant, noch ist es entscheidend, welchen Status die Produktionen haben (online verfügbar, generell frei usw.).

    Entscheidend ist einfach, daß ich zur Zahlung verpflichtet bin, selbst wenn ich das Angebot nicht nutzen will. Das kann man ansatzweise noch rechtfertigen (Informationszugriff muss gesichert sein usw.), aber was unter diese Rechtfertigung fällt, läßt sich für einen Bruchteil der derzeitigen Gebühren auf einem Sender erledigen. Der Rest ist überflüssig und wird meines Erachtens in absehbarer Zeit auch nicht mehr durchsetzbar sein, ich erwarte jedenfalls schon bei der angekündigten „Reform“ im nächsten Jahr massive Proteste (und gehe auch davon aus, daß die Reform rechtlich nicht haltbar ist und irgendjemand wird schon den Weg durch die Instanzen gehen).

  24. 31

    Ich sehe, mein Lieblingspunkt wurde schon erwähnt: wieso Millionen für Sportrechte rauswerfen, die andernfalls eh von den Privaten gekauft würden, für ein Publikum, dem es doch nun wirklich egal ist, auf welchem Sender er sich das anguckt.

    Das ist immer noch das schönste Beispiel für die Dummheit des ÖR, wie die Privaten die Quote über alles zu heben. Ohne Not übernehmen sie deren Logik, dass eine gute Quote alles rechtfertigt (egal wie zweifelhaft deren Erhebung ist), und deshalb haben sie Angst um ihre Existenz, wenn sie keine guten Quoten haben.
    Weil sie mit ihrem eigenen Programm selber keine guten Quoten hinbekommen, nehmen sie halt die Gebührenmilliarden und kaufen sich welche. Kann ihnen ja egal sein, dass sie damit nur die weiß Gott nicht arme Bundesliga & Co. auf Kosten der Allgemeinheit mästen. Noch schöner war ja der Haufen Geld, den sie in Boxübertragungen gesteckt haben. Ein Millionenbetrag, der zu 100% an einen einzigen Boxpromoter ging, weil der nun mal die paar Boxer hat, die Quoten bringen.

  25. 32

    @ Mencken: Dann hast du an das Fernsehen aber einen ganz anderen Anspruch als den, der in seinem Auftrag formuliert wird.

    Generell denke ich, dass wir in Details auch aneinander vorbei reden: wenn der Kika für dich in Ordnung ist, dann stimme ich dir zu, dass man nicht mit Gewalt auch noch in die ARD ein Kinderprogramm pferchen muss. Wetter und Sportergebnisse bekommt man nicht nur online, auch bei den Privaten und in jeder Zeitung. Ich sehe nicht, wo das zur Grundversorgung gehört. Grundversorgung ist aber eben nicht nur das, was notwendig (was ist das schon?), sondern auch das, was gesellschaftlich gewünscht wird.

    Ich würde aber vehement widersprechen, dass der Wunsch nach hochwertigem Kinderfernsehen auch für das Privatfernsehen attraktiv ist. Hochwertiges Kinderfernsehen bedeutet für mich nämlich auch: nichts verkaufen wollen. Und damit widerspricht es dem Grundansatz des kommerziellen Fernsehens – und sei es nur in den Werbeunterbrechungen, die in einem Kinderprogramm einfach nichts zu suchen haben.

    Man muss auch bedenken (wie Marcus richtig anmerkt), dass die Privaten durchaus viel von dem übernehmen, was „notwendig“ ist, Sport, Wetter, etc. Das kann jeder gucken.

    Anders war es in den frühen 90ern, als ich noch beim GONG war. Damals gab es eine riesige gesellschaftliche Debatte, ob es okay sei, dass RTL erstmals die Bundesliga-Rechte kauft – wo der Sender doch gar nicht von 100 Prozent der Haushalte empfangen werden konnte! Es gab einen Aufschrei und Politiker faselten vom „Recht auf Fußball“. Hat sich im Laufe der Jahre dann schnell gelegt.

  26. 33

    @Wortvogel: Stimmt sicherlich, mein Anspruch an das Fernsehen ist eigentlich nur noch, nicht mehr zahlen zu müssen, nutzen tue ich das Programmangebot ohnehin nicht. Der formulierte Auftrag ist in der Tat ein guter Einwand, allerdings sehe ich auch hier eher Bedarf für eine Reform, formuliert wurde das Ganze schließlich zu Zeiten, die mit dem heutigen Stand nichts mehr gemein haben (wobei die kommende Reform ja auch zeigt, daß man Formulierungen im Zweifelsfall recht kreativ umbiegen kann).

    Bei den Kinderkanälen würde ich aber widersprechen, Kinder sind zwar ein immens lukrativer Markt, Zielgruppe aber letztendlich immer die Eltern. Bei Büchern, CDs usw. ist ein entsprechender Trend schon lange vorhanden und hochwertige (pädagogisch wertvolle) Sachen verkaufen sich ausgezeichnet (und man hat kaum Probleme mit Raubkopien), da ist in jedem Fall genug Potenzial für mind. einen Fernsehsender vorhanden. Nicht weil ich glaube, daß die Sender nichts verkaufen wollen, sondern weil ich glaube, daß dies auf diese Art auch, bzw. besser möglich ist, die Idee, die Eltern zum Kauf zu bewegen, indem man die Kinder mittels Werbung für sich gewinnt, ist arg veraltetes Marketingdenken (wenn auch derzeit vereinzelt noch vorhanden, aber wir reden ja über die Zukunft des Fernsehens).

    Selbst das beste Programm sollte zudem ohnehin nur ein vergleichsweise unbedeutender Baustein bei der Unterhaltung / Erziehung von Kindern sein. Persönlich erwarte ich auch nicht, daß andere Rundfunkteilnehmer das Programm meiner Kinder mitfinanzieren, dafür müsste Kinderfernsehen dann schon nachweislich so pädagogisch wert voll sein, daß ein positiver gesamtgesellschaftlicher Nutzen vorhanden ist, was ja aber nicht der Fall ist.

    Bei Wetter und Sport stimme ich zu, beides ja aber nicht so kostspielig, insofern kann man das meinetwegen gerne als Bonus mit reinnehmen, muss man aber natürlich nicht.

  27. 34

    @Wortvogel: Da sieht man, so schnell entsteht Misskommunikation. Ich vergaß ein Smiley. Es sollte heißen
    „Früher (ja, früher … ;-)“
    womit ich anzeigen wollte, mir ist die Ironie durchaus bewusst, dass ich jetzt einen „Früher war alles besser“-Sermon vom Stapel lasse. Naja, da steh ich wohl jetzt als Ewig-Gestriger da. However, I stand by my opinion, und die war ja gefragt: Es geht hier nicht nur um Umverteilung der Inhalte, sondern auch um deren Qualität. Und mit meinem arte-Beispiel wollte ich zeigen, warum ich die inakzeptabel finde, egal, wo sie wann laufen.

  28. 35

    Das ist so ein Thema, wo ich immer nur dumpf vor mich hin grolle: „Das geht so nicht weiter. So geht das nicht weiter!“, ohne eine Idee, wie es denn weiter gehen solle. Jetzt habe ich ein paar Vorstellungen. Danke! Auch wenn das so nicht gemacht werden wird: Zu vernünftig.

  29. 37
    Der Karsten

    @Chabnurek: Der Film lief schon mindestens 3x im Fernsehen.. 2x davon hat meine Frau den geguckt. ^^ Der ist einfach nur .. bääääh.. Das sind auch nur Termine AB dem 24.12..

  30. 40

    Bei ÖR wird mit immer übel, denn mit deiner Aussage „Es wird nie passieren…“ triffst du voll ins Schwarze.

    Die Politiker nutzen das ÖR als Selbstdarstellungsplatform und vergeben attraktive Posten an Parteimitglieder (siehe z.B. Martin Karren Saarland). Zudem wird vermutlich jeder Politiker der es versuchen würde die geballte Macht/Geld des ÖR spüren.

    Wenn ich zudem sehe wir im ÖR mit unseren Zwangsgeldern umgegangen wird. Kika Chef unterschlägt 8 Millionen, CL für 10-20 Millionen mehr Sat.1 weggekauft, NDR Chefin sich selbst eigene Drehbücher verkauft, „Stars“ bekommen Gagen jenseits sämtlicher Lohnspiegel der Privaten.

    Dann die Mondpreise für die der ÖR Sportrechte kauft, da hält kein privater Sender mehr mit. Ist es die Aufgabe unserer ÖR einen Großteil des Etat für Sport auszugeben, der sonst bei Sat.1, RTL oder Sky laufen würde?



Antworten

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>