16
Nov 2012

The Revenge of Leseliste

Themen: Film, TV & Presse, Leseliste, Neues |

Und schon ist es passiert – es gibt einen "Leseliste"-Tag. Damit könnt ihr euch meine Empfehlungen noch mal gesammelt präsentieren lassen. Ab heute mit Überschriften.

Fehlermeldungen aus der Galaxis

Starten wir gleich mit einem massiven Nerd-Alarm. Nerds lieben Gerüchte. Weil sie zu hibbelig sind, einfach auf den Film, das Comic, die Serie oder das Game zu warten. Spekulieren heißt dabei sein, in sein, hip sein. Es muss ja nicht stimmen. Im Gegenteil: je abstruser die "News", desto besser. Das war auch schon vor der Entwicklung des WWW so. Früher holte man sich die hanebüchenen Mutmaßungen nicht von AICN, sondern von Starlog, Fangoria oder Cinefantastique (ganz Mutige auch von der Cinema). Die Huffington Post hat in einem lesenswerten Beitrag mal zusammen gefasst, was die Starlog über die 70er und 80er Jahre an Unfug über Star Wars, Star Trek, Battlestar Galactica & Co. in die Welt geblasen hat.

Jugendsch(m)utz im Rampenlicht

England, du hast es (wieder mal) besser. Das BBFC kümmert sich bei den Briten um das, was man Jugendschutz und Kulturförderung nennen kann – oder einfach Zensur (Stichwort Video Nasties). Nun wird das BBFC 100 Jahre alt und weder feiert man sich noch kehrt man es unter den Teppich. Stattdessen präsentiert das British Film Institute eine Reihe von Veranstaltungen und Diskussionen zum Thema und zeigt den ganzen November unter dem Motto "Uncut" diverse Filme, die in England teilweise jahrelang verboten waren (darunter Raimis "Evil Dead" und Cronenbergs "Crash"). Lobens- und nachahmenswert – aber ich hege wenig Hoffnung, dass so etwas hierzulande möglich ist. Mehr Infos bei der wie immer lesenswerten Radio Times.

The Fog

Bleiben wir in England: Der Londoner Nebel ist keine Erfindung der Edgar Wallace-Filme, aber auch kein Wetter-Phänomen. Er ist bzw. war eine Folge massiver Luftverschmutzung, vergleichbar mit unserem Smog in den 70er und 80er Jahren. Dass sowas nicht gut für die Lunge ist, kann sich jeder selbst ausmalen. Dass ein besonders garstiger Nebel im Dezember 1952 allerdings (laut moderater Rechnung) mehr als 4000 Menschen das Leben kostete, gruselt aber dann doch – und hätte längst Thema eines gepflegten Horrorfilms sein sollen. Based on a true story!

Gänsehaut mit Werbepause

Immer noch England, immer noch Grusel. Von James Herbert, den einfallslose Tastenschlampen lange Zeit hartnäckig als den "britischen Stephen King" bezeichneten, habe ich länger nichts mehr gehört. Nun gibt es eine (erstaunlich gelungene) TV-Adaption seines Romans "The Secret of Crickley Hall" (Netto-Laufzeit immerhin zwei Stunden und elf Minuten). Die Webseite der Daily Mail hat einen schönen Artikel dazu, der vor allem dadurch heraus sticht, dass Herbert ihn selbst verfasst hat.

Inchon, Pulgasari – und Empires of the Deep

Was passiert, wenn ein chinesischer Immobilienmakler 100 Millionen Dollar raushaut, um ein von ihm selbst geschriebenes (!) Fantasy-Epos vom "Catwoman"-Regisseur verfilmen zu lassen? Ein komplettes Debakel. Aber eine klasse Story, die sicher unterhaltsamer als der Film selbst ist.

http://www.youtube.com/watch?v=FUWUFbnRiN0

Ich bin du – willst du ich sein?

Ich war nie ein Fan von Spieleentwickler/Guru Peter Molyneux, fand seine Games wirr und unfokussiert, eitel und nicht zu Ende gedacht. "Wired" hat einen grossartigen Artikel über eine Art Erleuchtung des Programmierers publiziert, die ihren Ursprung im Twitter-Account eines falschen Peter Molyneux nahm, der die Hirnpfurze des Originals so lange perfekt parodierte, bis Fact und Fake ununterscheidbar wurden.

Amazon und Google vs. den freien Markt

Von der Software zur Hardware: Ich bekomme nächste Woche (hoffentlich) mein Kindle Paperwhite. Und auf das Google Nexus 10 bin ich auch schon ganz scharf. Da stimmen Preis UND Leistung. Das Problem: Preis und Leistung stimmen eben nicht. Hier wird die Hardware massiv subventioniert, was zu einer völligen Verzerrung und falschen Prägung der Kundenerwartungen führt. Firmen, die ihre Profite nicht über über andere Geschäftsbereiche quersubventionieren können, schauen in die Röhre. Und das kann weder für den Markt noch für die User letztlich gut sein. Meint zumindest dieses lesenswerte Editorial bei Engadget.

Wäre Til Schweiger doch wirklich ein Schweiger

Es gibt Artikel, die mich ärgern. Nicht, weil sie schlecht sind – sondern so gut, dass ich neidisch bin, sie nicht selber geschrieben zu haben. Dieser hier von Critic.de gehört dazu. Es geht um das schwierige Verhältnis der Filmbranche zur Presse, um gegenseitige Verachtung und Abhängigkeit. Es geht um die Unmöglichkeit, neutral zu sein – und die Unverschämtheit, nicht neutral sein zu wollen. Mehr als ein Diskussionsbeitrag – ein Weckruf.



Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
19 Comments
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Uli
Uli
16. November, 2012 10:02

Den Engadget Artikel empfinde ich als sehr wirr, subventionierte Hardware ist doch überall gang und gäbe und Preiswettläufe gehen immer zugunsten der großen Player. Man muss den Kunden eben einen Mehrwert bieten und kann nicht darauf hoffen das ein 0815 Smartphone immer noch genug Gewinnmarge abwirft, weil die anderen Hersteller sich bei der Preisgestaltung "fair" verhalten.

Amazon wird vielleicht darauf setzen Geräte subventioniert abzugeben und an den Inhalten (e-Books, Filme etc.) zu verdienen, andere Hersteller müssen sich eigene Nischen suchen.

Wortvogel
Wortvogel
16. November, 2012 10:26

@ Uli: Subventionierte Hardware ist eben nicht überall gang und gäbe. Bei Handys z.B. subventioniert nicht der Hersteller, sondern der Telco-Anbieter. Und die verdienen dann an den Gesprächsgebühren. Was sollen bei Tablets "eigene Nischen" sein? Wenn es sich Google leisten kann, (hypothetisch) 100 Dollar auf jedes Nexus 10 drauf zu zahlen, wie soll ein reiner Tablet-Hersteller da mithalten, der über das Gerät Profit erzielen muss? Amazon hat bei den Kindles jahrelang draufgezahlt, weil sie es sich leisten konnten – und nun haben sie eine Biosphäre, die den eigenen Shop massiv bevorzugt. Da können unabhängige Hersteller nicht mithalten.

Tobias
16. November, 2012 10:47

@ Wortvogel:
Das Prinzip der subventionierten Hardware ist mindestens so alt wie der NES. Spielkonsolen waren schon immer ein Oekosystem-Modell. Das das bei Tablets auch passiert, finde ich nicht so verwunderlich.
Das Google, Amazon … auch ihren Gewinn machen wollen und nach Moeglichkeit eine Monopolstellung erlangen wollen, ueberrascht mich auch nicht wirklich.
Apple macht sowohl Gewinn an der Hardware und schafft ein geschlossenes System, was 3-Anbieter ausschliesst. Ob das besser ist.
Das das ein Problem fuer reine Hardware-Hersteller ist: Geschenkt.
Letztenendes ist es der Konsument der mit seinem Geldbeutel abstimmt. Die andere Alternative waere der Staat durch Anwendung der Monopolgesetzgebung. Das ist aber ein anderes Thema.

Howie Munson
Howie Munson
16. November, 2012 10:54

subventionierte Hardware ist doch überall gang und gäbe

also ein Shell-Auto das nur 3000€ kostet, dafür aber nur startet wenn ein geheimes Shell-Additiv im Tank ist, hab ich noch nicht gesehen…. Wo gibt es sowas?

Wortvogel
Wortvogel
16. November, 2012 11:00

@ Tobias: "Das das ein Problem fuer reine Hardware-Hersteller ist: Geschenkt." – so kann man das sehen. Bis die großen Anbieter ihre subventionierten Geräte zum Quasi-Monopol durchgedrückt haben und DANN die Daumenschrauben anziehen. Wie prima der Markt funktioniert, wenn erst mal eine Alleinstellung erreicht ist, sieht man bei Apple (besonders im Redaktionsbereich), Adobe, den Telcos in Amerika, den Absprachen bei Drucker- und CD-Produzenten, etc.

Uli
Uli
16. November, 2012 11:42

"Was sollen bei Tablets “eigene Nischen” sein?"
Apple schafft es mit dem iPad ja auch, Alleinstellungsmerkmale wären im Fall von Apple das Software Ökosystem oder die Retina Displays.

Sonst könnten bei Tablets Stifteingaben interessant sein, hohe Akkulaufzeiten oder z. B. Windows 8 wenn das Vorteile bringt. Amazon hat kürzlich E-Ink mit Touchdisplay kombiniert, ob das toll ist mag dahingestellt sein, aber es ist etwas was es vorher noch nicht gab. Ich nutze ein HTC Smartphone weil ich die "HTC Sense" Oberfläche cool finde usw. usf.

Einfach nur momentan aktuelle Hardware zu einem 0815 Gerät zusammen zu werfen reicht halt nicht (mehr) aus, wenn es zwanzig vergleichbare Geräte gibt die alle über den Preis konkurrieren. Und vor Amazon gab es überhaupt nur einen relevanten Tablet Hersteller (Apple), von daher haben wir uns schon verbessert.

Mencken
Mencken
16. November, 2012 12:38

Kann dem Engadget Artikel auch nichts abgewinnen. Quersubventionen sind eine uralte Geschichte, wobei zwischen Google (und Apple) und Amazon ja ohnehin noch zu differenzieren ist.

Ominöse Quasi-Monopol Ängste halte ich auch für albern, 1. gibt es dergleichen bereits in vielen Bereichen, von denen etliche weitaus wichtiger sind (man denke etwa an den Energiemarkt, Unterbereiche im Finanzsektor oder den Rohstoffmarkt) und viel dringender dereguliert werden müssten, 2. ist gerade der IT-Sektor von einem derartig hohen Innovationsgrad geprägt, dass Quasi-Monopole eben gerade nicht alternativlos und beständig sind (ansonsten wäre z.B. Windows immer noch dominierend, bei Druckern hätten sich Refill- und günstige Patronenanbieter nicht etablieren können usw.) und 3. ist die Prämisse schlichtweg unsinnig. Reine Hardwarehersteller haben Probleme, weil dieses Geschäftsmodell eben zusehends obsolet wird, steht aber jedem frei, strategische Allianzen einzugehen oder eben selbst mittels zusätzlichen Leistungen konkurrenzfähig zu bleiben. Letztendlich nicht anders als bei einem klassischen Verlag, wenn man sich dort weigert, in den Ebook Markt einzusteigen und stur weiter traditionelle Taschenbücher produziert und sich der Innovationsteil darauf beschränkt, möglichst viele Wege zu finden, um den Status Quo zu bewahren (Buchpreisbindung ist da etwa ein Stichwort), dann geht man eben Pleite, dies aber vollkommen verdient und ohne größeren volkswirtschaftlichen Schaden.

Wortvogel
Wortvogel
16. November, 2012 12:49

@ Mencken: Das ist aber nicht der Tenor des Artikels – es geht darum, dass Kunden der Meinung sind, 300 Dollar seien ein angemessener Preis für ein Top-Tablet, weil sie die Quersubvention nicht sehen können. Und damit wird das Verständnis für den Gegenwert ausgehöhlt. Welche Folgen das mittel- und langfristig haben wird, bleibt abzuwarten. Es wird ja auch niemandem geraten, dass Galaxy 10 stehen zu lassen. Aber der Konsument sollte sich klar sein, dass er nicht den Preis des Geräts + Profit zahlt. Es geht um Aufklärung.

Die Tatsache, dass die negativen Folgen von Quasi-Monopolen in verschiedenen Bereichen unübersehbar sind, sollte uns eher NOCH sensibler machen, wenn sich das ausbreitet. Die Regulierung von Strom- und Finanzmarkt erfordert ja keine Betriebsblindheit bei Computerhardware.

Howie Munson
Howie Munson
16. November, 2012 12:54

ansonsten wäre z.B. Windows immer noch dominierend

Windows ist immer noch dominierend für Desktops… 42,76 + 42,52 > 85%

und woanders war es M$ selten…

heino
heino
16. November, 2012 13:27

Der Starlog-Artikel ist lustig und an einige der Gerüchte kann ich mich auch noch erinnern, obwohl ich Starlog nie gelesen habe. Die haben damals wohl ihren Weg auch in gängigere Publikationen gefunden.

Crash und Indy 2 waren auf der Insel verboten? Irre und ich beneide die Engländer um diese Aktion. Zu schade, dass die FSK oder die BPjS sowas nicht auf die Reihe kriegen, das wäre wirklich hochinteressant.

James Herberts Büchern konnte ich nie viel abgewinnen und die Story des Romans/Films klingt für mich sehr abgedroschen. Aber es ist schön, dass mal ein Autor zugibt, dass sein Werk ordentlich adaptiert werden kann/worden ist. Kommt viel zu selten vor.

Von der "Empires of the deep"-Nummer hatte ich noch nie gehört. Um Pitof tut es mir etwas leid, denn "Vidocq" war beileibe kein schlechter Film und das Catwoman-Desaster geht nicht nur auf seine Kappe. Allerdings sieht dieser Trailer so schlimm nach billigem PC-Spiel aus, dass es schon erschütternd ist, obwohl die Idee was hat.

Der Artikel von Critic.de ist hochinteressant und es ist immer wieder erstaunlich, wie bereitwillig und oft Schweiger beweist, was für ein Depp er ist. Der sollte echt mal lernen, seinem Namen gerecht zu werden.

Tobias
16. November, 2012 13:37

@ Wortvogel
Die Frage ist ja, was fuer Konsequenzen man daraus zieht…
Entweder man sagt Konsumenten bekommen die Produkte und den Service den sie verdienen oder man sagt der Staat sollte eingreifen und z.B. google, Apple etc mit Anti-Trust laws begegnen.
Wenn man bedenkt, das MS vor ein paar Jahren dafuer belangt wurde, dass sie einen Web-Browser mit Windows zusammen installiert haben, dann scheint ein geschlossenes Oekosystem indem man nur das installieren kann, was der Anbieter will, doch ein viel groesseres Problem fuer den Verbraucher.

milan8888
milan8888
16. November, 2012 14:46

Hier melden sich einige Leute zu Wort die bei der Produktion von Empires of the deep beteiligt waren:

http://roberthood.net/blog/index.php/2010/01/11/building-the-undersea-empire/comment-page-1/#comments

Mencken
Mencken
16. November, 2012 14:48

@Howie: Ja, aber genau das ist ja der entscheidende Punkt, Desktops werden immer unbedeutender und werden mittelfristig nahezu bedeutungslos werden. Microsofts beinahe Monopol war insofern also bedeutungslos, wobei noch hinzukommt, daß es ja immer auch noch Alternativen gab (entscheidend ist aber der erste Satzteil).

@Wortvogel: Indirekt geht es meines Erachtens schon darum. Die Annahme, der Kunde könne oder wolle die Quersubventionierung nicht sehen, halte ich schon für gewagt (ebenso wie die Behauptung, die Preise der Konkurrenz seien "eigentlich angemessen" – woran wird das festgemacht, bzw. welche "Profit Margins" sind denn akzeptabel und wer legt dies nach welchen Kriterien fest?).
Wenn man genauer hinsieht, wird man sehen, daß viele der Leute, die $249 für overpriced halten, dies eben tun, weil sie darauf verweisen, daß ja noch erhebliche Kosten hinterher kommen (für Content). Bei diesen Leuten sehe ich primär ein Verständnis dafür, daß sich der Markt eben geändert hat und es schlichtweg nicht mehr reicht, nur Hardware anzubieten. Was wir derzeit erleben, ist in erster Linie kein Preiskrieg, sondern ein Krieg zwischen neuem und altem Markt. Aus dieser Sicht sind $249 dann auch tatsächlich overpriced, einfach weil die Differenz zu den günstigeren Anbietern auf die gleichbleibenden Folgekosten einfach draufgeschlagen werden, ohne daß ein Mehrwert geboten wird. Der Weg, Monopole zu verhindern, kann nicht darin bestehen, antiquierte Geschäftsmodelle künstlich am Leben zu erhalten. Amazon geht zudem derzeit ja auch hohes Risiko (siehe etwa die Debatten über Apple vs. Amazon Aktien) mit ihrer Strategie, wozu die Konkurrenz nicht bereit war, als man die Chance hatte. Wenn es schiefgehen sollte, wird auch niemand beklagen, daß nun die reinen Hardwaredinosaurier dominieren, obwohl diese über Jahre dafür bereits fetteste Gewinne eingefahren haben, während Amazon in Zukunftstechnologien und Marktstrategien investiert hat.

Was Strom- und Finanzmarkt angeht sind wir einer Meinung, mich stört einfach generell, daß man bei gesellschaftlich wesentlich wichtigeren Themen schweigt, aber bei reinen Luxusprodukten diskutiert wird (finde es z.B. erstaunlich, daß massive Ausbeutung und bewusstes Fördern der Wegwerfmentalität wie bei Primark zwecks Marktangriffs durch Preisdumping oft mehr akzeptiert (oder zumindest weniger thematisiert)wird).

Wortvogel
Wortvogel
16. November, 2012 14:56

@ Mencken: Nur kurz, weil wir uns grundsätzlich einig sind (ich finde auch, dass Microsoft ein gutes Beispiel ist, dass Monopole nicht unangreifbar sind). Ich habe jetzt seit drei Monaten Klamotten von Primark. Ich meinen Augen ist die Behauptung, das sei Wegwerfkleidung, eine bösartige Kampagne der Konkurrenz, der sich faule Journalisten angeschlossen haben. Ja, die Socken taugen nicht viel (was auch an meinen Monsterzehen liegen mag). Aber die Hosen, die Schuhe und das Hemd sind keinen Deut schlechter, unbequemer oder billiger gearbeitet als die Ware von Kaufhof, H&M, C&A, etc. Ich bin damit zufrieden, weil sie nicht mehr als "basics" sein sollen. Man mag Primark wegen der Preispolitik, der Arbeitsbedingungen oder der Löhne angreifen – bei der Qualität der Klamotten geht der Schuss ins Leere. Zumindest nach meiner Erfahrung.

Peroy
Peroy
16. November, 2012 15:36

"Was passiert, wenn ein chinesischer Immobilienmakler 100 Millionen Dollar raushaut, um ein von ihm selbst geschriebenes (!) Fantasy-Epos vom “Catwoman”-Regisseur verfilmen zu lassen? Ein komplettes Debakel. Aber eine klasse Story, die sicher unterhaltsamer als der Film selbst ist."

Die ist sicher auch unterhaltsamer, als die inhaltsleeren drei Absätze, auf die duz verlinkt hast. Immerhin konnte ich denen entnehmen, dass Pitof mit dem Film gar nichts am Hut hat.

Peroy
Peroy
16. November, 2012 15:39

Aber der Trailer ist ja mal scheissdrecksgeil… leckdieKatzamPenning…

Mencken
Mencken
16. November, 2012 16:09

@Wortvogel: Ich will auch keine Primark Debatte starten, aber der Begriff "Primark effect" (dazu z.B.: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1089094/The-Primark-effect-Throwaway-fashion-recycled-makes-30-cent-waste-council-tips.html) kommt zumindest in GB aus der Politik und nicht von der Konkurrenz (denen an entsprechenden Debatten ja auch nicht wirklich gelegen sein kann).

Wortvogel
Wortvogel
16. November, 2012 16:16

@ Mencken: Dass die Konkurrenz solche Diskussionen nicht offen lanciert, ist klar. Und der Begriff "Primark-Effekt" ist zwar nach der Kette benannt, bezieht sich aber auch im Artikel nicht speziell auf sie. Das ist wie "der Aldi-Effekt", wenn man von Discountern spricht. Wie gesagt: ich bestreite das Problem nicht, sehe Primark aber nicht als einzigen oder besonders auffälligen Verursacher. Ich hatte Markenklamotten von minderer Qualität.

Howie Munson
Howie Munson
16. November, 2012 19:24

@Howie: Ja, aber genau das ist ja der entscheidende Punkt, Desktops werden immer unbedeutender und werden mittelfristig nahezu bedeutungslos werden.

noch doppelt so viele und bald ungefähr gleich viele verkaufte Einheiten sind "unbedeutend"?

Demnach erwartet Reitzes, dass im Jahr 2012 weltweit rund 353 Millionen PCs verkauft werden, 2015 sollen es aber nur noch rund 312 Millionen sein. Damit senke er seine Prognose deutlich. Gleichzeitig erwartet Reitzes aber, dass der Absatz von Tablets deutlich steigen wird, von rund 182 Millionen in diesem Jahr auf 300 Millionen im Jahr 2016.

Denn weder Vielschreiber noch "Pro-Gamer" werden sich mit einen Tablet begnügen… das kaufen sie eher zusätzlich…

350×0,8 = 280 Mio. neue Windosen gegenüber 30 Mio. OSx + 110 Mio. iPads… 2016 dann halt geschätzte 240 zu 200, ohne das Windows8 (bzw. Kachel 2.0) neue Marktanteile gewinnen muss…
Dauert schon noch ein bisschen bis Microsoft da ist, wo Apple Mitte der Neunziger vor Jobs Rückkehr war…