Ihr kennt das Spiel, also muss ich es euch nicht erklären.

Noch knapp vier Wochen bis zu meinem Kindle Paperwhite. Ich habe bereits angefangen, meine alten Festplatten nach aufspielbarem Material zu durchforsten. Dieser Artikel der Huffington Post erklärt schön den prägnantesten Vorteil des Gerätes, der immer noch von vielen als Nachteil missverstanden wird: der Paperwhite hat nur EINE Funktion, auf die er sich mit größtmöglicher Effektivität konzentriert.

Bleiben wir beim Thema digitale Buchrevolte. Dieser Debattenbeitrag wurde schon vielerorts gepriesen – Malte Herwig beschreibt, wie es ist, wenn man seine analoge Bibliothek konsequent auflöst. Ich bin fast schon motiviert, es ihm gleichzutun. Hunderte von Büchern zu scannen ist allerdings eine Herkulesaufgabe. Wie man sie angeht? Hier nachlesen. Interessanter Nebenaspekt: Bibliotheken dürfen gescannte Bücher zur Volltext-Suche nutzen, ohne dass diese als Raubkopien gelten.

Richtig ans Eingemachte geht David Deutsch in seinem Text für das Aeon Magazin zum Thema Künstliche Intelligenz. Ich folge einigen seinen Schlussfolgerungen nicht, weil ich einige seiner Begriffsdefinitionen für fragwürdig halte. Exzellentes „food for thought“ ist es allemal.

Von Wissenschaft und Philosophie im Sturzflug in die niedersten Niederungen der TV-Kultur. Es fasziniert mich, wie die Senderverantwortlichen bei den Privaten mit schnieken Wortschöpfungen und einer schier unendlichen Anzahl von Phrasen das Reality-Genre so weit schön reden können, dass sie mangelnde Programmqualität und totalen Grenzverlust nicht mal mehr thematisieren müssen.

Ein Thema für den Trekker-Stammtisch: Wie es aussieht, dürfte die Mehrzahl der in „Star Wars“ (und konsequenterweise auch in „Star Trek“) vertretenen Rassen und Wesen Analphabeten sein. Sieht man Luke jemals ein Buch lesen? Hat Han ein Zeitung abonniert? Gibt es die Huffington Post Alderaan? Wo sind die Medien in den Sci Fi-Universen, was wurde aus dem Journalismus? Als alter Fiver verweise ich bei der Diskussion natürlich lässig auf die weltbeste Sci Fi-Serie aller Zeiten, in der es noch Fernsehsender gibt und Zeitungen, die man sich individuell ausdrucken lassen kann. JMS FTW!

Wer einen Beweis braucht, dass unsere gesamte Finanzwelt mittlerweile auf hysterischen Spekulationen beruht, die keinerlei logischen Gesetzen folgen und deren Folgen man genau so gut aus Frosch-Eingeweiden lesen könnte, der findet ihn in diesem Artikel über einen Broker, der besoffen und im Alleingang den Rohölpreis auf einen neuen Höchststand trieb.

Ist das beste Laptop aller Zeiten auch das letzte? Farhad Manjoo sieht die Möglichkeit aufziehen, dass das Laptop sich als Gerätekategorie überlebt hat. Die neuen Retina-Macbooks könnten demnach die letzten wirklichen Laptops sein, die noch den Markt erobern – so perfekt, dass sie von anderen Herstellern nicht übertroffen werden können, aber gleichzeitig hilflos der wachsenden Dominanz der Tablets ausgeliefert. Kein Beitrag mit definitivem Ergebnis, aber vielen guten Denkanstößen.

Ich möchte Katja Dittrich böse sein, weil sie behauptet, Katzen seien gar nicht frei, intelligent und leise. Leider sind ihre Argumente ziemlich überzeugend und eigene Feldstudien lassen mich zustimmen. Widerwillig, aber nichtsdestotrotz.



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Zwenti
Zwenti

Zur Intelligenz der Katzen möchte ich noch ausführen, dass neben überfahrenen Igeln und Hasen am meisten Katzen auf dem Straßenbelag ihr Leben aushauchen. Manche sind mir sogar in selbstmörderischer Art und Weise vor das Auto gelaufen. Sprich: Blick auf das Fahrzeug und dann ab auf die Straße. Rechtzeitiges bremsen unmöglich.

Intelligenz sieht anders aus. 😉

gerrit
gerrit

’sind‘ hinter „Die neuen Retina-Macbooks könnten demnach die letzten wirklichen Laptops“ durch ’sein‘ ersetzen, dann passt’s…

Teleprompter
Teleprompter

Auch anerkannt sehr intelligente Tiere wie Wildschweine werden recht häufig angefahren, das ist kein Maßstab (dass kaum Hunde überfahren werden, liegt einfach daran, dass nicht so viele frei herumlaufen). Und was wäre wohl, wenn man kleine Kinder in Straßennähe frei herumlaufen lassen würde…

Gab mal auf den Dritten einen netten Beitrag „Hunden und Katzen im Intelligenz-Vergleich“. Tendenz war, dass Hunde gelehriger sind, aber in vielen Fällen ohne ihr Herrchen hilflos, während die Katzen sich in diesen Fällen prima zu helfen wussten.

Ach ja, Frau Dittrich, ich habe eine Katze, die sich mit nichts von dem was sie da nennen (Vanilleeis ???) zu etwas bestechen ließe.

Georg
Georg

„Sieht man Luke jemals ein Buch lesen?“
Äähhh…zumindest sieht man ihn in „The Empire Strikes Back“ lesen.

„Hat Han eine Zeitung abonniert?“
That’s anybody’s guess… gäbe wahrscheinlich bei der Postzustellung Probleme… Online news vielleicht??

„Gibt es die Huffington Post Alderaan?“
Yepp, und die Schlagzeile auf der Titelseite der letzten Ausgabe lautete: „Todesstern im Anflug auf Alderaan – Es droht keine Gefahr“

Soviel zum Thema Analphabetismus im SW-Universum.

Obige Fragen könnte man übrigens leicht abgewandelt über fast jeden Film stellen, ist eben nicht so prickelnd den Protagonisten 90 Minuten lang beim Zeitungs- oder Bücherlesen zuzuschauen…

Eule
Eule

In „Star Trek – Generations“ gibt es einige Szenen, in der Kirk, Scott und Chekov von eifrigen Reportern umringt werden während sie als Ehrengäste dem Jungfernflug der Enterprise B beiwohnen. Das wirkte auf mich in erster Linie anachronistisch.

GFK

Der Zusatz „und damit konsequenterweise auch in „Star Trek“ ist so denke ich nicht richtig, wenn man bedenkt, wie stark sich die beiden Universen vom der Konstruktion der Gesellschaft und dem Worldbuilding her unterscheiden. Der verlinkte Artikel selbst nennt Star Trek als Gegenbeispiel:
„Very popular science fiction does a little bit better here, with characters on both Star Trek and Battlestar Galactica being pretty into novels and poetry. Notably, both of these universes have some kind of news media (as does Harry Potter.) And it’s in this lack of news media where the possibility of widespread illiteracy in the Star Wars galaxy starts to become more and more likely….“

Georg
Georg

Ich hab den verlinkten Artikel gelesen, ist nett, schön geschrieben, da hat der Autor fleißig seine Hausaufgaben gemacht.

Ist trotzdem ’ne krude Theorie die er da anführt.

Okay, man sieht bei Star Wars selten jemanden lesen. Schlussfolgerung: Die ganze galaktische Republik, das Imperium und der ganze Rest lesen nicht mehr.

Period.

Dann könnte man eigentlich fix weiterspinnen:
Finanzbeamte bei Star Wars: Null, Fazit: Besteuerung wurde abgeschafft.
Toiletten und Toilettengänge im Star Wars-Universum? Fehlanzeige. Schlussfolgerung: Dank der Macht macht man es nicht mehr.

Pornofilme drehen, Herztransplantationen durchführen, Erkältungen auskurieren, Luftballons aufblasen, Hustenbonbons lutschen, Sackhüpfen, Schuhwichsen, Masturbieren, Ölgemälde malen, Gedichte schreiben, Kühe melken, Autos waschen…. do I need to go on?

Georg
Georg

Luke hält die Jedi nicht für eine Legende… das trifft eher auf Han zu, aber der ist sowieso ein prahlerischer Dummschwätzer und obendrein noch stolz auf seine eigene Ignoranz.
Viele der anderen Charaktere im SW-Universum, auch in der originalen Trilogie, glauben sehr wohl an die Macht und an die Existenz der Jedi (Leia, Jabba the Hutt, etc.)

„Wo sind die Aufzeichnungen, die Bücher, die Medien?“
Sind vielleicht alle da. Der Umstand, dass man sie im Film nicht sieht, heißt nicht automatisch, dass es sie nicht gibt. Das ist eine pure Spekulation des Autors, wenn auch eine interessante. Wahr würde sie erst dann, wenn Lucas sie bestätigen würde.
Bis dahin ist das für mich eine krude Theorie eines Nerds. Lesbar, diskutierbar, mehr nicht.

Zahlreiche Diktaturen zensieren Medien auf deren Inhalte.
Würde Han auf zensierte Medien hereinfallen, dann wäre er in guter Gesellschaft. Geht uns doch fast allen so, oder bestreitest du, dass es im Iran Medien gibt, nur weil dort eventuell einige Teile der Bevölkerung nichts von Demokratie halten und das nur wenige Jahrzehnte nach der Revolution?

Eule
Eule

@ Wortvogel: Das mit dem Geld bei Star Trek ist ein wenig chaotisch; es taucht immer mal wieder auf, aber eigentlich ist vorgesehen, dass es in der Föderation kein Geld mehr gibt, weil es allein schon wegen des Replikators schwierig würde. (Goldgepresstes Latinum, das besonders die Ferengi verwenden, ist wertvoll weil es nicht repliziert werden kann.)

http://en.memory-alpha.org/wiki/Money

Als Ergänzung zu meinem Kommentar oben mit den Reportern in „Generations“: Die gehören zum Federation News Service, für den später auch Siskos Sohn Jake tätig ist:

http://en.memory-alpha.org/wiki/Federation_News_Service

Und was Bücher angeht: Shakespeare wird verschiedentlich gern zitiert, Picard spielt auf dem Holodeck alte Dixon-Hill-Romane nach, Data und Geordi spielen Sherlock Holmes (was schnell langweilig wird, weil Data natürlich alle Geschichten schon kennt), und die ganze Crew spielt mit Qs Hilfe Robin Hood.

Davon abgesehen wird sehr häufig etwas von Bildschirmen bzw. Konsolen abgelesen oder eingetippt.

fleckes
fleckes

Nette Linkliste. Da habe ich erst mal wieder was zum Stöbern.
Kleine Anmerkung: der erste Link, der zur Huffington Post fürhren sollte, verlinkt zu mydealz.

Zum Thema Fehlen von Medien im Star Wars Universum: das Fehlen von Presse und Medien ist schon auffällig, wenn man darüber nachdenkt. Natürlich kann man nicht darauf schließen, wenn etwas nicht gezeigt wird, dass es dann auch im jeweiligen Universum nicht existiert. Natürlich wird in einem Film selten gezeigt, dass einer auf der Toilette sitzt (Ich kann mich jetzt spontan nur an Pulp Fiction erinnern), was natürlich nicht bedeuten soll, dass die jeweiligen Filmemacher vermitteln wollen , dass ihre Protagonisten keine Pinkelpausen einlegen müssen. Aber Medien speilen doch einer größere Rolle in unserer Welt und im Leben jedes Einzelnen. Sie beeinflussen unser Denken, unsere Sicht auf Dinge uns unser Handeln und gelten als 4. Macht im Staate (ob sie dem auch gerecht werden ist eine andere Frage)
Wenn man so darüber nachdenkt, finde ich es schon erstaunlich, dass Medien (scheinbar, ich bin nicht so firm im Star Wars Universum wie andere hier) keine Rolle spielen.

Georg
Georg

@Wortvogel, you got a point there.

Ich kann deinen Ausführungen folgen, aber man könnte die „Ignoranz“ von Luke auch anderweitig interpretieren: Er ist ein 19-jähriger Junge auf einem kleinen, unbedeutenden Wüstenplaneten, der mit zwei Feuchtfarmern aufgewachsen ist und keine Ahnung von der weiten Welt da draußen hat. Wie du selbst sagst, gibt es da draußen „Millionen Rassen und ebenso viele Planeten“….das sind verdammt viele Informationen die ein unpolitischer junger Mensch sich da schon merken müsste….
Und als Ben ihn zur Seite nimmt und ihn einweiht, erkennt er eben Zusammenhänge, welche ihm von zuhause nicht mitgegeben wurden.

Und das mit dem Googlen von Yoda wäre gar nicht so einfach, schließlich ist dieser im politischen Asyl und zwar dort wo ihn keiner finden soll.
Wenn es so einfach wäre „Yoda, Dagobah“ zu goggeln, dann hätten die Schergen des Imperators ein leichtes Spiel.
Zumal Yoda in dieser Galaxie weit weit enfernt ein absoluter Allerweltsname sein kann, ähnlich bei uns Horst, Dieter oder Karin.

Und wenn Luke Yoda aus dem Geschichtsunterricht kannte, so musste er doch davon ausgehen, dass dieser am Ende der Klonkriege gestorben war, so wie alle anderen Jedi.

Wenn mir ein Geist einflüsstern würde, ich solle nach Wanne-Eickel fahren und Adolf aufsuchen, so würde ich nicht automatisch nach „Adolf Hitler+doch nicht tot+in Wanne-Eickel untergetaucht+ derzeitige Adresse?“ googlen.

….Aber alle unsere Spekulationen sind irrelevant, George Lucas hat beim Schreiben der Drehbücher wahrscheinlich ein Sixpack Budweiser getrunken und sich über so einen Stuss keinen großen Kopp gemacht.

Ich lebe in Beijing, muss jetzt ins Bett…. bis morgen!

Eule
Eule

@ Wortvogel: Oben fragst du doch nach Büchern, Zeitungen und Medienangeboten, wieso verfehle ich dann das Thema? Ich habe die Wiki-Links angegeben, weil auf diesen Seiten jeweils direkte Beispiele aus verschiedenen Episoden aufgezählt werden: Der News Service wird nicht bloss einmal erwähnt, sondern kommt ausser in Generations noch in mehreren DS9-Folgen vor, wo wir Jake als Kriegsreporter erleben, der unter anderem auch mit dem Thema Zensur konfrontiert wird. Jake schreibt zudem Gedichte, Kurzgeschichten und einen Roman. Soll heissen: Presse und Literatur existieren. Es stimmt allerdings, dass die Geschichtsschreibung immer wieder lückenhaft zu sein scheint. (Das kann ich mir innerhalb des ST-Universums nicht erklären, nur ausserhalb als storytechnische Vereinfachung bei der Dramaturgie.) Allerdings gibt es auch präsente Menschheitsgeschichte wie z.B. in der TOS-Nazi-Episode „Patterns of Force“, in der ein Historiker auf einem Planeten das III. Reich imitiert. Und Picard ist begeisterter Archäologe und hat sich auf diesem Feld früher wissenschaftlich betätigt.

Picard wird nicht bezahlt und braucht sich auch nichts zu kaufen, denn er kann sich ja alles replizieren; das gilt auch für Baumaterial. Aber ein rundum schlüssiges Konzept gibt es dazu nicht. Die in mehreren Episoden klar formulierte (vgl. den Wiki-Link) Absicht ist jedenfalls, eine Gesellschaft ohne Geld und das Ziel materiellen Reichtums darzustellen.

Howie Munson
Howie Munson

Also erstmal ist das Hauptproblem das 1977 Schorchi gar nicht explizit festgelegt hat, das die alte Republik der Jedi erst vor 25 Jahren untergegangen ist. Das hat er nämlich erst mit Ep. 1 gemacht.
Ebenso sind in Ep1. „Randgebiete“ technologisch viel weiter als die Rebellen in Ep. 4 und von Tatooine fang ich am besten gar nicht erst an…

Ne sorry, die einfachste und damit für mich wahrscheinlichste Erklärung ist: In den Filmen kommen keine Bücher drin vor, eben weil George keine verfilmen wollte, da Hologramme netter und fortschrittlicher anzusehen sind und er sich da auch gar keine weiteren Gedanken drüber gemacht hat, wie über unzählige andere Dinge halt auch nicht.

milan8888
milan8888

Hatten die Jedi nicht auch so was wie ein Bilderverbot?

Uli
Uli

Fragt sich wie der rechtliche Status beim Bücher scannen aussieht. Darf man jedes Buch einfach so digitalisieren? Wie sieht es mit dem Verleihen, Vererben oder gar dem Weitervekauf aus?
Bei „analogen“ Büchern ist das alles kein Thema, deswegen würde ich meine auch nie vernichten.

milan8888
milan8888

Dafür zahlt man doch schon die Abgabe aufs Kopiergerät oder den Scanner…

Howie Munson
Howie Munson

@Wortvogel: der Punkt ist, dass solche Details (meiner Meinung nach) Georg Lucas völlig egal sind, eben weil er viele Unstimmigkeiten nicht aufklärt bzw. ohne Not überhaupt entstehen läßt.

Und in den SW-Büchern von anderen Autoren werden ja Dinge recherchiert… ist aber halt Jahre her, dass ich die gelesen hab.

Howie Munson
Howie Munson

@Wortvogel: und ich halte die Darstellung von Lucas eben für nicht abschliessend komplett, eben weil er nach Lust und Laune auch Szenen nachträglich geändert hat.

In der Zwischenzeit hab im Buch zum Film nachgeschlagen: Luke stolpert delirierend nach dem Kampf mit dem Wampa durch die Eiswüste, „unterhält“ sich mit Ben der ihm von Yoda „erzählt“, muss sich im Bacta-„Koma“ regenerieren und am Tag als er wieder ansprechbar ist schon gegen Imperiale kämpfen.

Als der Kampf zuende ist beschließt er auf eigene Faust und entgegen dem allgemeinen Befehl zum Sammeln nach Dagobah zu fliegen, mit der überzeugung den Planeten auch zu finden ohen das R2d2 ihn im Navigationmaterial hätte….

Wann also hätte er googeln sollen? Im Schneesturm schon mal nicht, im Krankenhaus war er nur wenige Stunden Herr seiner selbst und dabei nicht allein und im X-Wig hatte er nur Zugriff auf R2D2…
(und er liest die Übersetzungen von R2s Gepiepe der ihm vom Alleingang abhalten will vom Display ab.)

Aber wie gesagt: ich bestreite überhaupt nicht, dass Lucas zuwenig von Recherche zeigt, als das man von dieser zwingend ausgehen müsste. Ich bestreite lediglich, dass es sinnvoll ist, da besonders viel reinzudeuten.

G

„(und konsequenterweise auch in “Star Trek”) “

Nein.Da gibt es sehr wohl einige Stellen, in denen zumindest aus Büchern iitiert wird.

G

*zitiert

Georg
Georg

Guten Morgen!

Ihr diskutiert ja immer noch…. 🙂

„Gegoogelt“ wird übrigens auch bei Star Wars.
Im Anoat-System in „Empire strikes back“ recherchiert Han in seiner Datenbank und findet dabei den Hinweis auf Lando/Bespin.

Könnte natürlich auch seine persönliche Datenbank sein, in welcher er seine Buddies verzeichnet hat, wenn er mal wieder einen Saufen gehen will.

Georg
Georg

Eine Sache noch:

Für uns ist Googlen inzwischen dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, wir halten das inzwischen für so selbstverständlich, dass wir uns eine höherentwickelte Zivilisation ohne solche Instrumente gar nicht mehr vorstellen können.

Als George Lucas Star Wars 1976/77 drehte, da bestand Nachschlagen aber daraus, sich einen dicken Wälzer aus dem Regal zu ziehen. Lucas aus dem Blickwinkel des Jahres 2012 im Nachhinein mangelnde Kreativität vorzuwerfen ist sehr überheblich.

Und wenn Luke während der Filme ständig seinen dicken Wälzer aus dem Handgepäck geholt hätte, um alles Nachzuschlagen wäre das auch merkwürdig gewesen….

– Standort des geheimen Bunkereingangs auf Endor?
– Wie sprenge ich einen Todesstern?
– Luke Skywalker –> Familienverhältnisse
– Yoda –> Postanschrift
– Leia Organa –> Nacktfotos

Zumindest hätte ihm so ein „Hitchhiker’s Guide“ wohl zwingend das Mitführen eines Badetuchs empfohlen.

Howie Munson
Howie Munson

Als George Lucas Star Wars 1976/77 drehte, da bestand Nachschlagen aber daraus, sich einen dicken Wälzer aus dem Regal zu ziehen. Lucas aus dem Blickwinkel des Jahres 2012 im Nachhinein mangelnde Kreativität vorzuwerfen ist sehr überheblich.

naja, der Text bezieht sich hauptsächlich auf Ep.1-3 und da kann man Lucas problemlos vorwerfen, dass zu viele von den „nicht bösen“ sehr naiv handeln und das „Technik&Wissen“ weder besonders gut zum Universum „Erde 1999“ noch zum Universum „Star Wars Ep. 4-6“ passt…

…aber ich will das wirklich nicht vertiefen, da ärger ich mich nur wieder die ganzen unnötig verhunzten Details.

Ich halte nur den Bogen im Text (und vom Wortvogel) zur alten Triologie als zu weit gehend. Das Owen Lars kein Bock auf mehr Technik und Wissen als unbedingt nötig hat und Luke dementsprechend erzieht, wird meiner Meinung nach genug dadurch erklärt, dass er weiß, was aus seinen (Halb-)Bruder geworden ist, der laut Ep.1 ja ein frühreifes Wunderkind war…..

@Wortvogel: das Universum von Ep.1 bis 3 ist eindeutig nicht so zu Ende konstruiert, dass es widerspruchlos zu Ep.4 passt. Von mir aus sind da auch alle Analphabeten mit extrem schlechten Gedächtnis, das ist dann auch egal, in einer Welt in der JarJarBinks verbindliche Entscheidungen in Vertretung für andere trifft…
(so langsam verstehe ich die „Han shoot first“ Leute *g*)

Xander

„Die in mehreren Episoden klar formulierte (vgl. den Wiki-Link) Absicht ist jedenfalls, eine Gesellschaft ohne Geld und das Ziel materiellen Reichtums darzustellen.“
Das wurde meine ich auch im Film „First Contact“ ganz klar von Picard so formuliert, als er von Lily zur Rede gestellt wird. Wo unter anderem auch thematisiert wird, das Picard „Moby Dick“ gelesen hat, was ihn schon mal nicht zum Analphabeten macht.

Xander

@ Wortvogel:
Erster Absatz: Ok. Ist n anderes Thema.
Dritter Absatz: Schon klar, sollte auch nur als weitere „Quellenangabe“ dienen. Inwiefern sowas tatsächlich umsetzbar ist, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.

Ach so, und wenn von Science Fiction-Serien mit Presse die Rede ist, darf „Battlestar Galactica“ natürlich nicht vergessen werden. Wenn es hier nicht schon genannt wurde und ich das überlesen habe…

Marcus
Marcus

Nette Diskussion hier.

Die Theorie des Artikel scheint mir ganz plausibel – auf Star Wars bezogen.

Aber nein, Torsten: die Analphabeten-Theorie auf Star Trek zu übertragen passt nicht. Historische Datenbanken, Starfleet-Berichte, Romane – auf der Enterprise wird andauernd gelesen, wenn auch eher selten in physischen Büchern (die es aber wohl als Liebhaber-Objekte immer noch gibt – schenkt Spock Kirk in ST2 nicht ein Buch zum Geburtstag?). Auch eine Geschichtsschreibung gibt es in ST noch – gerade in TOS klugscheißert doch ständig irgendwer über die Vergangenheit der Erde, und sei es nur, um die Epoche zu erkennen, die das übermächtige Alien/die bisher unbekannte Zivilisation in dieser Folge nachbildet. 😉

Die interessanteren Fragen bei ST sind:

– Gibt es eine unabhängige Presse?

– Gibt es generell Leute, die nicht so ganz mit der Art, wie die Föderation und Starfleet agieren, einverstanden sind, und wie ergeht es denen damit?

– Ist die Föderation nicht eigentlich eine Militärdiktatur? Zivile politische Institutionen werden so gut wie nie thematisiert, und wann immer etwas passiert, was die ganze Föderation angeht (Erstkontakte, diplomatische Verhandlungen), macht das Starfleet (und meistens die Enterprise). Heutzutage würden wir wohl kaum den ranghöchsten Bundeswehrgeneral zu Handelsgesprächen mit China schicken.

– Wie funktioniert das mit der Gesellschaft ohne Geld? Ich kann akzeptieren, dass man als Starfleet-Offizier während des Dienstes an Bord eines Schiffs kein Geld braucht. Aber sonst? Einfachstes Beispiel: wenn Dr. Bashir mal einen Drink im Quark’s nehmen will, wie macht er das? Ein Ferengi wird doch bestimmt kein Freibier ausgeben?

Georg
Georg

In der Folge Déjà Vu (Cause And Effect), Staffel 5, Folge 18 liest Picard ebenfalls und gibt dann im Gespräch mit Beverly Crusher zu, dass es ihm vorkommt, als hätte er das Buch schon einmal gelesen, was letztendlich daran liegt, dass die Enterprise infolge einer Raum-Zeit-Anomalie in einer Zeitschleife gefangen und dazu verdammt ist, ein und dieselbe Zeit mehrmals zu durchleben.

Georg
Georg

@Marcus

„Gibt es generell Leute, die nicht so ganz mit der Art, wie die Föderation und Starfleet agieren, einverstanden sind, und wie ergeht es denen damit?“

Ja gibt es, eine solche Gruppe waren die Maquis.

Georg
Georg

„Wie wurde politisch mit den Abweichlern umgegangen?“

Wenn ich mich recht entsinne, offiziell sanktioniert und hintenrum dann unterstützt (als Gegenpol zu den Cardasianern).

Georg
Georg

Jepp, du hast wohl recht. Schon wieder was gelernt.

Slightly off-topic:

Newsticker:

++++ Jim Beam: Captain Kirk mit Promille geblitzt ++++

invincible warrior
invincible warrior

Die Föderation ist natürlich keine (gutmütige) Militärdiktatur! Ihr werft da nämlich die Sternenflotte (klassische Kommandostruktur) mit der Föderation (überraschenderweise ein Föderalstaat) zusammen. Dadurch, dass wir in den Star Trek Serien eben nur die Sicht der Sternenflotte (bzw. deren Vorgängern) sehen, könnte aber natürlich der Eindruck einer Militärdiktatur entstehen. Aber das wäre so, als ob man aufgrund zB NCIS oder JAG auf die Regierungssituation in den USA schließen würde. Den Föderationsrat (zB in Star Trek 4 zu sehen besteht aus gewählten Mitgliedern, die auch nicht zwingend der Sternenflotte angehören müssen, wie man dort sieht (fehlende Uniformen)). Zudem wird der Präsident der Föderation mehrmals in TNG und DS9 erwähnt. Weiterhin haben zumindest die Vulkanier noch einen Wissenschaftsrat.
Auch in Enterprise wird mehrmals von einer Zentralregierung der Erde gesprochen, allerdings gibts auch dort politisch Andersdenkende (Folge Terra Prime). Allerdings sind die sehr in der Minderzahl, da auf der Erde nach dem Zusammenbruch der USA (um 2020, Folge „Gefangen in der Vergangenheit“), dem 3. Weltkrieg (um 2030, Star Trek 8) und der folgenden Anarchie (Pilot von TNG) sich der Konsens gebildet hat, dass eine kommunistisch angehauchte Demokratie das beste für die Erde ist. Trotzdem tauchen immer wieder Leute auf, die anderer Meinung sind (Sektion 31 aus DS9 ist eher demokratiefeindlich, genau so der Professor aus „Schablonen der Gewalt“)

zu Star Wars: Sicherlich kann man dem Star Wars Universum vorwerfen, dass es keine Presse gibt. Aber das passt nunmal nicht in Lucas Märchenwelt. Gelesen wird aber trotzdem, die Jedis hatten zB das sogenannte Jedi-Archiv im Jedi-Tempel, das eine riesige Bibliothek war (war relativ prominent in Episode 2, wo Obi-Wan nach den Koordinaten von Kamino sucht). Diese wurde aber mit dem Tempel in Episode 3 wahrscheinlich vernichtet (bzw sicher nach Non-Canon Material). Viele Informationen wurden übrigens in Holocronen gespeichert, was im Grunde Datenträger (meist Videos) waren, aber das ist ja auch schon wieder fast Non-Canon, da das nicht ausdrücklich in den Filmen so genannt wird.
Allerdings hat der Imperator die Jedis nicht nur ausgelöscht, sondern auch den Verfall der Alten Republik angelastet und deren Ruf vernichtet. Der Orden der Jedi war damit Geschichte. Und nun kommen wir nach Tatooine, einem Wüstenplaneten voller armer Bauern und Sklaven. Man kann davon ausgehen, dass Luke auf der Schule (wenn er denn zu einer ging) nicht viel über Jedis(oder im, wenn vorhandenen, Geschichtsunterricht zuhörte), dafür etwas über überlebenswichtige Dinge wie Evaporatoren reparieren, lernte. Könnt ja mal einen chinesischen/amerikanischen/russischen Bauern über die Nazis ausfragen. Und auch Han Solo ist jetzt nicht der typische Shakespeare Leser, ganz zu schweigen von Einserschüler.

Howie Munson
Howie Munson

Wieso sollten keine demokratischen Wahlen möglich sein, nur weil es keine privaten (Groß-) Unternehmen gibt? Also in einer Utopie… ist klar das das praktisch eher unwahrscheinlich ist, solange nicht 95% keinen anderen Ausweg dazu sehen….

tm
tm

…für Fragen rund um Star Trek würde ich immer auf Bernd Schneiders Ex Astris Scientia verweisen – massives Nerdwissen^3. Das Thema Geld hatte er auch schon:

http://www.ex-astris-scientia.org/inconsistencies/economy.htm

Zusammengefasst kann man sagen: … es ist kompliziert, weil sich auch einige Personen gerne selber widersprechen. Aber eine Art von Geld (Federation Credit) muss es geben.

invincible warrior
invincible warrior

Naja, die Filme und Serien sind da sehr vage, es kann aber als Fakt angesehen werden, dass es auf der Welt kein Geld mehr gibt und im Grunde jedem alles gehört (bzw nahezu alles replizierbar ist). Es gibt noch weiterhin normale zivile Berufe (zB Siskos Vater hat ein eigenes Restaurant in San Francisco, Picards Bruder hat eine Winzerei), allerdings ist nicht geklärt, wie die Weltwirtschaft da richtig funktionieren kann. Man kann aber zumindest davon ausgehen, dass Besitz weiterhin respektiert wird. Bis auf den Fakt, dass Geld nicht mehr existiert, gibt es aber keine weiteren Erklärungen.
Zumindest aber können die Sternenflottenangehörigen Fremdwährungen erhalten um mit Völkern außerhalb der Föderation handeln zu können (was man sich aber auch irgendwie erarbeiten muss). Da ist das beste Beispiel Quarks Bar, in der oft mit Latinum (nicht replizierbar) gehandelt wird.

und zu Star Wars: Die Jedi waren hochmütig geworden, hatten sich für die unbezwingbare Autorität benommen. Dadurch haben sie sich aber auch abgeschottet von der Außenwelt, auf manchen Planeten ließen sie sich so gut wie nie blicken. In den Prequels haben wir eigentlich nur die Sicht der Elite, die halt noch Kontakt mit den Jedi hat, aber sonst ist der Kontakt mit Nicht-Jedi sicherlich sehr eingeschränkt. Erst in den Klonkriegen tauchen die Jedi wieder vermehrt in der Öffentlichkeit auf, haben da aber alle militärische Ränge und sind somit eher als Führungselite bekannt. Da kann ich mir schon gut vorstellen, dass es beim gewöhnlichen Volk zwar Geschichten von den Kräften der Jedi gibt, diese aber nie in Aktion sahen. So werden aus Geschichten gerne mal Legenden und die halten nicht alle für bare Münze. Und selbst Vader und der Imperator werden wohl nicht oft hausiert haben mit der Macht, anders kann man es nicht erklären, dass selbst General Motti nicht an die Macht glaubt, bis Vader ihn damit würgt. Und Motti gehört mindestens zu Tarkins Beraterstab – sollte somit sicher wissen, dass die Macht existiert, wenn Vader und der Imperator das nicht bewusst vertuschen würden.

Peroy
Peroy

„Und die Erkenntnis, irgendeine Form von Geld müsse es ja geben, ist genau das, was ich sage. Es kommt in Star Trek nur nicht vor – erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die geschätzte 500 Serienstunden hatten, das mal zu erklären.“

Interessiert doch keine Sau…

invincible warrior
invincible warrior

Man sollte nicht vergessen, dass TOS und TNG noch weit vor der Renaissance der TV Serien entstanden. Das war da, wo sich eigentlich jeder Schauspieler, der sich ne Serie geangelt hatte, seine Filmkarriere (und damit ernsthafte Schauspielerei) an den Nagel hängte. Und dementsprechend waren die Serien eher auf seichten Niveau – Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel.
Deswegen bewegte sich auch TNG selten abseits des gesteckten Szenarios. Und daher gab es nur wenig Informationen über die Erdpolitik und auch das Finanzwesen (solche Themen werden ja auch in keiner Militärserie angesprochen). DS9 kam dann etwas später, es gab schon einige Entwicklungen und auch detailliertere Einblicke vom Leben auf der Erde. Aus dem alten Serienmuster wollte aber auch DS9 nicht ausbrechen, selbst wenn sonst vieles von Babylon 5 „entliehen“ wurde. Voyager war dann ganz aus dem Erdfokus. Enterprise dagegen hätte was werden können, in Staffel 4 gab es ja mehrere Folgen, die sogar nur um die Erdpolitik gingen. Sicherlich hätten die Leute um Manny Coto noch tolle Geschichten über die Erde im Umbruch in petto gehabt, hätte die Serie das gewöhnliche Leben einer Star Trek Serie gehabt.

Im Kommunismus wird meines Wissens schon noch gewählt. Aber viel direkter, nämlich die Person und nicht eine Partei. Wie aber im Star Trek Universum gewählt wird, ist unbekannt. Nur ist eben bekannt, dass es zumindest für die Planeten Repräsentanten gibt und auch, dass ein Föderationspräsident gewählt wird.

Howie Munson
Howie Munson

@Wortvogel: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus
Als erstes wird es da über Gütergemeinschaft da definiert und wenn 95% sich darüber einig sind ginge das auch mit freien Wahlen…..

…wie gesagt ich weiß, dass das praktisch unwahrscheinlich ist, ohne Zwang die Gütergemeinschaft aufrecht zu erhalten, aber es ist auch praktisch unmöglich zu beamen…

Howie Munson
Howie Munson

Ich war doch gar nicht beim Geld sondern bei den Wahlen, bzw. das ich deine Kommunismus Erwähnung wohl anders gedeutet hatte als du sie meintest. Ist jetzt aber auch egal, führt wohl wirklich zu weit vom Thema weg.

gerrit
gerrit

Die Schlussfolgerung „Besoffenen Händlern die Lizenz zu entziehen“ ist ja i-wie logisch, aber dass es da so gar keine Sicherungsmechanismen geben soll, will ich nicht glauben. (Habe selber mal in einer Bank gearbeitet)
Fazit: lustiger Artikel, aber das darf nicht wahr sein.

DMJ

So, nach dem 24-Stunden-Comic in Hamburg (wenn der Wettbewerb demnächst bei Mycomics.de beginnt, wählen coole Leute „Nerdina die Rächerin bzw. Vollstreckerin“ 😉 ) bin ich nun auch dazu gekommen, meiner Nerdpflicht nachzukommen und den „Star Wars“-Artikel zu lesen.

Und ich muss zugeben – er hat mich überzeugt.

DMJ

He, ich war noch nicht fertig!

Also gut:

Bei „Star Trek“ sieht die Sache anders aus, da wird immer wieder gelesen und geschrieben und Jake Sisko ist ja zudem Reporter, aber ST ist ja auch gezielt futuristisch gestaltet und hakt nur an der Geldsache (wenn wir schon bei den Siskos sind, nehmen wir doch mal den Opa mit seinem Restaurant auf der Erde… geht man da rein, isst und geht wieder und alles, was er davon hat, ist das schöne Gefühl, Leuten geholfen zu haben?). SW hingegen gibt sich ja gezielt mittelalterlich und das Mittelalter hatte halt nicht nur Könige und Schwerter, sondern eben auch kaum Leute die lesen konnten. Mit der Nachahmung der coolen Teile, scheint man die uncoolen mitübernommen zu haben. Zudem sagt der Autor ja nicht, dass die Gabe des Lesens im SW-Universum verloren gegangen ist, sondern nur von zu großen Teilen der Gesellschaft nicht mehr ausgeübt und dadurch vergessen wurde.

G

Da wir gerade bei Star Trek sind: ich arbeite für meinen Blog gerade an einem Artikel zum Thema „Beziehungskisten in Star Trek“. Könntet ihr mir evtl ein paar Folgen nennen, in denen die Liebesbeziehungen zwischen Crewmitgliedern das zentrale Thema sind? („Let he who is without sin“ von „Deep Space Nine“ hab ich schon) Wäre mir eine große Hilfe, danke!

invincible warrior
invincible warrior

Mit Renaissance der TV-Serien meinte eigentlich, dass Serien inzwischen einen viel höheren Produktionswert haben und auch das Niveau stark gestiegen ist.

@G: Roddenberry hatte was gegen Liebschaften an Bord, weswegen auch die Riker/Troi Beziehung nach leichten Andeutungen eines Neuauflammens wieder abflaute. Deswegen gab es erst nach Roddenberrys Tod wirkliche Beziehungsgeflechte zwischen den Crewmitgliedern.
Die absoluten Klassiker sind natürlich die Orgienfolgen, in der Original Serie wäre das „The Naked Time“ (1×06), bei TNG „The Naked Now“ (1×03). Bei TOS fällt mir jetzt auch nur noch die Folge „Plato’s Stepchildren“ (3×10) ein, in der Kirk und Uhura den ominösen Kuss haben. Das ist aber nicht wirklich eine Andeutung einer Beziehung, da Kirk nur die Freiheit in der Föderationsgesellschaft verdeutlichen will.
Wegen Roddenberrys Beziehungsablehnung, werden echte Liebesbeziehungen in TNG nur angedeutet. Rikers und Trois Beziehung wird denke ich mal am meisten in der Folge „Second Chances“ (6×24) behandelt, in der Thomas Riker (Will Rikers Klon) aufgefunden wird. Troi darf dann aber auch noch in Folge „Parallels“ (7×11) mit Worf anbendeln. Gibt dann noch eine Folge, wo das weiter angedeutet wird (7×18), aber mit „All Good Things…“ (7×24) ist nach dem Teaser auch schon Schluss mit der Beziehung. In den Filmen kommen Troi und Riker wieder zusammen, in Teil 9 kommen sie dann wieder fest zusammen, in 10 heiraten sie.
Riker lebt aber auch seine Freiheit aus, als der Crew nämlich sein Gedächtnis verliert, bandelt er mit Ro Laren an, das ist die Folge Conundrum (5×14). Doc Crusher und Picards Beziehung dagegen blieb immer recht vage, da gabs aber einige Folgen mit Szenen, zu viel um die aufzuzählen. Dafür durfte die Nervensäge Wes mit Ashley Judd anbändeln, ein Grund mehr das Blag ins All zu schleudern!
Die anschließenden Serien konnten sich dann recht frei entwickeln. DS9 merkte man aber noch an, dass es mit Roddenberry entwickelt wurde. Odo schwärmte für Kira, Bashir für Jadzia. Beide brauchten aber SEHR lange, bis sich da was weiterentwickelte. Für Odo/Kira sind die wichtigsten Folgen „Children of Time“ (5×22) und „His Way“ (6×20). Bashirs Geplänkel dagegen verlief im Wasser, er konnte erst bei Ezri landen. („The Dogs of War“, 7×24). Jadzia kam ja mit Worf zusammen, da sind noch wichtige Folgen „You Are Cordially Invited“ (6×07) und „Tears of the Prophets“ (6×25).

Die beiden fehlenden Serien lasse ich lieber außen vor, weil es da doch arg aus dem Ufer lief mit Beziehungen und ich viele absolut nicht gut heißen konnte. Neelix und Kes waren ein schreckliches Paar, beide blühten erst nach der Trennung auf. Und die Beziehung zwischen Seven (sowieso größte Sünde der Serie) und Chakotey war einfach lächerlich, da denen scheinbar einfach vier Folgen vor Schluß einfiel, dass sie sich liebten. Aber auch Trip und T’Pols Beziehung kam grade anfangs sehr gestellt daher, wurde aber in der 4. Staffel gut ausgebaut, nachdem fähige Leute das Ruder das Serienruder übernahmen.
Unerwähnt sollte aber nicht die Voyager Folge „Threshold“ (2×15) sein, die anerkannt schlechteste Trekfolge aller Zeiten. Die Beziehung zwischen Paris und Janeway setzt der ganzen Geschichte die Krone auf!

G

@Warrior: Wow, danke. Mit so einer ausführlichen Antwort habe ich gar nicht gerechnet. Werd die Liste mal durcharbeiten, da hab ich ja zu tun. 😀