20
Sep 2012

Kurze Gedanken zum Tagesgeschehen

Themen: Neues |

Ich werfe einfach mal meine Meinungen in den virtuellen Raum…

Brennende Botschaften: Zynisch könnte man sagen: es gibt nur Gewinner. Die Fundamentalisten und Rechtskonservativen der USA sehen ihre These bestätigt, dass Muslime brandgefährliche Fanatiker sind. Die Muslime haben einen neuen Beweis, dass die Amerikaner gottlose Heiden ohne Respekt vor dem Propheten sind. Die gemäßigten Christen wie Muslime können sich an einem bequemen Beispiel abgrenzen: wir denken ja eben NICHT so. Und die Atheisten und Säkularisten schütteln die Köpfe: da sieht man mal wieder, wohin religiöser Fanatismus führt.

Sollte man Filme wie "Die Unschuld der Muslime" verbieten können? Quatsch. Wenn wir damit anfangen, dass es nur einen gewaltbereiten Mob braucht, um aufrührerische Trashfilme vom Markt zu hebeln, artet das in Nullkommanichts aus. Zumal es hier um eine geplante Provokation ging, mit der etwas bewiesen werden sollte – und leider bewiesen wurde. Wäre es nicht legal gewesen, wäre es illegal gewesen. Scheißegal.

Aber auch wenn wir die Mechanismen gut verstehen, wenn wir die Proteste in der arabischen Welt als Reaktion auf Provokation verstehen – so sind sie dennoch nicht zu rechtfertigen und sie belegen eben doch, dass hier keine jungen Demokratien an Geburtswehen leiden. Wir haben es mit zutiefst archaischen, patriarchalischen und chauvinistischen Gesellschaften zu tun, die nicht bloss leicht zu provozieren sind, sondern die förmlich darum betteln, provoziert zu werden. Ob der Hass, der sich dann Bahn bricht, von uns durch Invasion und Oppression mit gesät wurde, ist aktuell nicht relevant.

Ich habe keine Antwort auf die Frage, wie man den Protesten umgehen soll. Ich kann nur sagen, was man NICHT tun sollte: einknicken. Aus Furcht und falsch verstandener Toleranz die eigenen Werte beschneiden. Filme wie "Unschuld der Muslime" muss man mit Verachtung, nicht mit Verboten strafen. Wie sollen die Muslime Respekt vor unseren Freiheiten haben, wenn wir nicht (Zähne knirschend, aber dennoch) mit gutem Vorbild voran gehen? Darum halte ich Stefan Kuzmanys Debattenbeitrag nach dem Motto "Man muss doch nicht immer so gemein sein" für völlig verfehlt. Solange Volksgruppen weltweit mit dem Recht auf freie Meinung und Presse nicht umgehen können, liegt das Problem nicht bei uns. Dem arabischen Frühling muss die arabische Aufklärung folgen. Wir können dabei helfen, aber wir können es nicht erzwingen oder verlangen. Zumindest DAS sollte mittlerweile klar sein.

Btw: In einem meiner ersten Blogbeiträge wurde das schon mal thematisiert.

Versteckte Kamera: Klar habe ich die Nackfotos von Kate Middleton gegoogelt. Ohne das Vorwissen, dass es sich hierbei um die Herzogin von Cambridge handelt, hätte ich nach Ansicht des unscharfen Pixelmatsches geurteilt: vermutlich eine Frau, vielleicht 15 bis 50 Jahre alt, eventuell brünett, könnte oben ohne sein – oder ein Bikini-Top mit großen Punkten an ungünstigen Stellen tragen. Kate Middleton? Möglich. Vielleicht auch Kate Beckinsale. Oder Jim Carrey mit Perücke. Oder ein unglücklich fotografierter Dalmatiner.

Augenscheinlich macht es einen großen Unterschied, dass es sich um einen royalen Busenblitzer handelt. Die selbe Presse, die sonst keine Probleme hat, jeden Quadratzentimeter Promihaut auszuschlachten, gibt sich plötzlich etepetete: sowas kann man doch nicht drucken! Pfui! Die arme Kate! Schämen die sich denn nicht? Gibt es irgendeinen Zweifel, dass BILD spitz wie Nachbars Lumpi drauf angesprungen wäre, wenn es sich bei der um ihre Privatsphäre betrogenen Frau um Katy Perry, Kate Bush oder Katherine Heigl gehandelt hätte? Zumindest in dieser Hinsicht muss ich also konstatieren: alles Bullshit. Obwohl Kate Middleton quasi-jungfräulicher Liebling der Regenbogengazetten ist (für die schlüpfrigen Fantasien gibt es ja Schwester Pippa), ist sie genau so "zum Abschuss freigegeben" wie jede andere Frau.

Nämlich gar nicht.

Ich verstehe nicht, was die Rechtslage so kompliziert macht. Wir haben es hier doch mit sehr klar umrissenen Bereichen zu tun (formell wie anatomisch). Persönlichkeitsrecht hin, Pressefreiheit her – KEIN Mensch sollte gegen seinen Willen Bilder seiner Geschlechtsteile veröffentlicht sehen. Punkt. Kein Busen, kein Po, keine Schamlippe – und auch kein Dödel. Wenn Emma Watson bei einer Premiere was aus dem Kleidchen rutscht, sollte der Paparazzi-Instinkt eben nicht sein "geil, das gibt Extra-Honorar!", sondern "scheiße, das kann ich wieder nicht verkaufen".

Mit welchem Recht ist das noch nicht Gesetz?

Klick dich selbst, Julia Schramm: Ob man in der Sache nun Don Alphonso, Niggemeier oder der Zeit zustimmt – das Problem ist in meinen Augen eben NICHT, wie Julia Schramm zum Urheberrecht steht. Es geht um ihren Umgang mit der Kritik, um die Transparenz in eigener Sache. Die Kritiker sind bei ihr sofort der Mob, für den auch kein Datenschutz mehr gilt. Im Chor mit dem Vorstand der Piratenpartei versucht sie, das eigene Versagen als brillante Entblößung verlegerischer Schwächen darzustellen. Ansonsten: abtauchen, abwiegeln, ablenken.

Dass Julia Schramm Geld verdienen will, gerne viel, und dafür bei den etablierten Systemen immer noch die besseren Chancen sieht? Geschenkt. Dass sie ihr Buch lieber gebunden im Schrank als gezipped auf der Festplatte hat? Kann ich verstehen. Geht mir nicht anders. Aber wenn man für etwas steht (so vage und wechselnd das bei Julia Schramm auch sein mag), wenn man das Aushängeschild einer Bewegung sein will, dann sollte man sich nicht ganz so frech mit der Hand in der Keksdose erwischen lassen. Oder wenigstens so tun, als habe man einen Anflug von schlechtem Gewissen.

Schneegoogle und die böse Bettina Wulff: Ein Lehrstück darüber, dass man sich nicht mit Gewalt in die Medien drängen sollte, um sich darüber zu beschweren, dass man in die Medien gedrängt wurde. Es ist die konservative Klatschzeitschriften-Kehrseite von Julia Schramm: die Geister, die sie rief, wird Bettina Wulff nun nicht mehr los. Es geht eben nicht nur um das, was man sagt – sondern um die Wirkung. Glaube ich nun, dass Bettina Wulff nie als Escort gearbeitet hat? Ja. Aber um den Preis, dass ich sie jetzt für eine um Aufmerksamkeit heischende, den eigenen Mann nach Beendigung seiner Karriere abschießende, sich selbst völlige überschätzende C-Prominente halte, die in keiner Weise würdig ist, neben den anderen Bundespräsi-Gattinnen der Republik zu stehen. Wenn sie das erreichen wollte – Gratulation. Die "Hinrichtung", die Michael Spreng hier sieht, hat Bettina Wulff als Angeklagte wie als Anklägerin und Henkerin selber zu verantworten.

Was den Versuch, die Google-Vervollständigungs-Funktion zu zensieren, angeht, kann ich Stefan Niggemeier im aktuellen gedruckten SPIEGEL nicht folgen. Natürlich ist das technisch machbar, aber "the medium is not the message". Und die Forderung, dass Leute Aussagen über sich, die sie für diffamierend halten, einfach löschen können müssen, sticht in zu viele Wespennester. Die Vervollständigung durch die Google-Suche präsentiert keine Tatsachen, sondern bildet die aktuelle Neugier im Netz ab – und in dieser Beziehung ist "Bettina Wulff Escort" nicht wahr, aber leider Fakt.



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MWi
20. September, 2012 18:30

ach, bettina wulff hat sich doch nicht mit aller gewalt in die medien geträngt. sagt sie doch selber gleich im ersten kapitel:

Ich bin nicht die Frau, die Öffentlichkeit sucht.

also manchmal kommst du echt auf ideen, tststs 😉

Shah
Shah
20. September, 2012 18:52

Klar sollten wir dem Arabischen Frühling helfen. Gerne sogar. Und einfach mal aufhören, dem konservativsten, gehasstesten Regime der Region 200 Panzer zu verkaufen. Bigotte Scheiße, das. Vor allem, wenn man beachtet, dass die wirklich gefährlichen Salafisten sich allesamt auf den Wahhabismus beziehen…

Und auch wenn ich diese Proteste wirklich lächerlich finde: Kuzmany hat finde ich schon Recht. Er geht ja mehr auf die (verständliche) Auflagengeilheit von Charlie hebdo und Titanic ein. Das Titanic Cover find ich nichmal witzig, der religiöse Penisvergleich damals wars viel mehr. und keine Sau hats gejuckt.

Die meiner Meinung nach richtige Frage stellte Augstein in seiner SPON Kolumne: Cui Bono? Generell die Drohkulisse aufrecht erhalten? nochmal feuer geben, damit alle beim Irankrieg mitziehen? Und natürlich acuh beim Gegenüber: Neue Legitimation bei Hezballah, MB und Konsorten, damit man auch im Frühlingsgestöber nicht untergeht?

Generell am besten zu "Muslim Rage": http://muslimrage.tumblr.com/

Wortvogel
Wortvogel
20. September, 2012 19:10

@ Shah: Ich schrieb von "verfehlt", weil er Verantwortung bei Leuten sucht, die keine haben. Provozieren Titanic und hebdo? Sicher. Aber das ist a) ihre Aufgabe und b) dem legitimen Streben nach Auflage und Aufmerksamkeit geschuldet. Niemand hat das Recht, Häuser abzufackeln und Leute zu töten, weil er sich von einer Darstellung, die ihn persönlich nicht mal betrifft, beleidigt fühlt.

Dass der gesamte Westen regelmäßig die gleichen Fehler im Umgang mit dem Nahen Osten macht, steht außer Frage. Despoten werden ausgerüstet, Freiheitsbewegungen zu lange ignoriert, Interessen nach Ressourcen ausgerichtet, etc.

Shah
Shah
20. September, 2012 19:12

Ich habe den Artikel ehrlich gesagt nicht so verstanden, dass er die Verantwortung zu den Magazinen schiebt. Und der zweite Teil erübrigt sich, da logisch. Behauptete ich ja auch nicht so.

Mencken
Mencken
20. September, 2012 19:19

Man sollte nicht unterschlagen, daß auch im Nahen Osten nur die extremistischen Lager derartig extrem reagiert haben und gerade die für den Arabischen Frühling entscheidenden Gruppen eben nicht beteiligt waren. Halte es daher für verfehlt, von ganzen Gesellschaften zu sprechen oder Rückschlüsse auf die "jungen Demokratien" ableiten zu wollen.

In der FAZ gibt es dazu einen ganz interessanten Kommentar: http://www.faz.net/aktuell/politik/mohammed-video-protest-der-verlierer-11896323.html

Wortvogel
Wortvogel
20. September, 2012 19:26

@ Mencken: Es ist die Aufgabe der Gemäßigten in der Zivilgesellschaft, die Radikalen unter Kontrolle zu halten. Das gilt für Ägypten genau so wie für die ehemaligen DDR-Bundesländer, in denen Skinheads "national befreite Zonen" einrichten (wollen). Auch daran messe ich den arabischen Frühling.

Eli
Eli
20. September, 2012 19:40

Leider ist es doch so, dass die Macher des Videos genau die Reaktion bekommen haben, die sie wollten: Die Muslimen haben randaliert, auch wenn es nur ein kleiner, nicht repräsentativer Teil ist.

Dr. Acula
20. September, 2012 19:43

Ich stimme eher shah und Kuzmany zu – wenn die Titanic etwas cleveres machen würde, würde ich mich nicht beschweren. Das Cover, das sie jetzt bringen, ist nix als ein belangloses Zusammenklöppeln zweier "memes", die keine Anknüpfungspunkte haben. Da wäre "Romney spielt jetzt beim HSV, weil beide Loser sind", witziger und satirischer. Und den Titelseitencartoon der Franzmänner versteh ich erst gar nicht.

Und ja, auch Satiremagazine haben irgendwo eine gesellschaftliche Verantwortung. Es ist nicht von ungefähr auch strafbar, in einem vollbesetzten Theater "FEUER" zu rufen (bzw. in einer besseren Analogie: ein Babyphone ins Theater zu stellen, einzuschalten und von zu Hause aus "FEUER" zu rufen.)

Dr. Acula
20. September, 2012 19:45

Ah, und die anderen Themen.
Kate Middelton – scheinheilige Aufregung von Berufsspannern.
Julia Schramm – eine dumme Tussi, die dummes Zeug redet. Schlimm genug, dass irgendjemand der Geld für ein Buch in die Hand gibt. Soll mal sehen, wie sie mit dem Shitstorm zurecht kommt.
Wulff – Lehrbuchbeispiel dafür, wie man’s nicht machen sollte.

jimmy1138
jimmy1138
20. September, 2012 20:13

Haben die Leute noch nie was vom Streisand-Effekt gehört?

Wortvogel
Wortvogel
20. September, 2012 20:15

@ jimmy1138: Vermutlich nicht – glaubst du, Bettina Wulff kennt sich mit memes aus? Wichtiger aber: diese Leute sind meistens der Ahnung, FÜR SIE gelte das alles nicht. Klar muss man Kritik abkönnen, ABER DAS geht zu weit!

MWi
20. September, 2012 20:59

nach dem ich fast drei kapitel ihres buches durch hab, drängt sich bei mir immer mehr der eindruck von realitätsverweigerung bei frau wulff auf.
meint: sie glaubt nicht in etwa, dass sowas ausgerechnet ihr nicht passieren könnte, sondern die kommt erst gar nicht auf die idee, dass etwas passieren könnte. vielleicht ist sie sich der gesellschaftlichen / boulevardesken rolle die sie als ex-ministerpräsidenenfreundin, ex-ministerpräsidentenfrau und ex first lady spielt und spielte auch gar nicht bewusst… aber mehr und mehr halte ich sie einfach nur (und das durchaus schon im negativen sinne) für unheimlich naiv.

McCluskey
20. September, 2012 21:01

"Wir haben es mit zutiefst archaischen, patriarchalischen und chauvinistischen Gesellschaften zu tun, die nicht bloss leicht zu provozieren sind, sondern die förmlich darum betteln, provoziert zu werden."

http://www.der-postillon.com/2012/09/erschopfte-islamisten-bitten-darum.html

😉

Satan
Satan
20. September, 2012 21:40

Gutmensch.. bäh.

Der Karsten
Der Karsten
20. September, 2012 22:11

Mist.. den Link zum Postillon wollte ich auch gerade posten. Der hat mir sehr gefallen heute morgen. 😀

Wegen des Islam Videos: Ich höre mehr und mehr, dass der Großteil der Menschen, die dort Flaggen verbrennen und Botschaften stürmen, den Film gar nicht gesehen haben. Die haben nur gehört, dass es da einen Film geben soll, der den Islam beleidigt. Nur sehr wenige sollen sich überhaupt damit befasst haben. Das reicht aber bereits aus, um so auszurasten.

Ich komm irgendwie nicht dahinter, wie erwachsene Menschen bei so etwas mitmachen können. Setzt da komplett der Verstand aus??

Julia Schramm: Ich fürchte, ich bin nicht politisch genug.. die Piraten interessieren mich jetzt auch gar nicht so sehr. Ich beschäftige mich zwar durchaus mit dem LSR und Urheberrecht (Herr Niggemeier protokolliert das ja sehr schön), aber was sie da jetzt was, wann und wie gesagt hat… hab ich nix von mitbekommen. Das scheint auch alles eher auf einer journalistischen Meta-Ebene stattzufinden. ^^ Zumindest hat noch keiner meiner Kollegen zu mir gesagt "ey haste das von der Schramm mitbekommen? Die tickt doch nicht mehr sauber!"

reptile
reptile
20. September, 2012 22:16

Brennende Botschaften:
Zunächst Mal muss man sich klar machen, dass keine Filme Menschen töten. Menschen töten Menschen.
Gut fand ich, dass sich hierzulande auch die liberalen Muslime dafür aussprachen, den Film nciht zu verbieten. Dies würde nur die Leute bestätigen, die meinen, Muslime bekommen immer ihre Sonderbehandlung während es in diesem Land weiterhin jedem frei steht sich über z.B. den Christentum lustig zu machen(Ohne dass dies zur Folge hätte, ein Christen Mob würde durch die Straßen ziehen.)

Schade finde ich aber auch, dass hier keine Muslime mal auf die Straße gehen und Farbe bekennen. Um auch mal zu zeigen "Wir sind nicht alle so". Jede Nazidemo hat seine Gegendemo genau aus diesem Grund.

G
G
20. September, 2012 22:54

"Es ist die Aufgabe der Gemäßigten in der Zivilgesellschaft, die Radikalen unter Kontrolle zu halten."
Leichter gesagt, als getan. Vor allem, wenn die Lage in dem Land sowieso schon instabil ist.

Wortvogel
Wortvogel
20. September, 2012 22:57

@ G: Ich habe nicht gesagt, dass es leicht ist – nur nötig. Es ist nicht unsere Aufgabe, das wie und wann zu reglementieren oder zu beurteilen. Ich habe nur manchmal das Gefühl, wir sollten uns aus der Region generell mehr raushalten mit einem entspannten: "Whenever you’re ready". Andererseits: die haben Öl. Und teilweise Atomwaffen…

@ reptile: Das Schweigen großer Teile der Muslime fällt mir auch sehr negativ auf. Wenn überhaupt, spricht sich ein Imam im Interview gegen Gewalt aus, aber niemand fragt: "Haben Sie das heute morgen auch in der Moschee gepredigt?". Im Angesicht der Gewalt ist die ständige Wiederholung der Behauptung "Der Koran lehrt Frieden" nur eine Phrase.

Anderl
Anderl
20. September, 2012 23:07

@Karsten: "Nur sehr wenige sollen sich überhaupt damit befasst haben. Das reicht aber bereits aus, um so auszurasten."

Klingt wie ein normaler deutscher Shitstorm. Bei dem werden zwar keine Botschaften gestürmt und/oder Flaggen verbrannt, aber der Verlauf an sich ist ähnlich. Siehe auch gerade Julia Schramm. Einer labert’s vor, alle labern’s nach.

G
G
20. September, 2012 23:08

"Andererseits: die haben Öl. Und teilweise Atomwaffen…"
Letzteres macht mir mehr Sorgen. Vor allem wenn ic in regelmäßigen Abständen etwas über die "Vernichtung der Ungläubigen" von diversen durchgeknallten Machthabern höre…
Dass es nötig ist stimmt. Ist halt die Frage, wie man das in diesem Plverfass bewerkstelligen will.

OnkelFilmi
OnkelFilmi
20. September, 2012 23:29

@Reptile:

"Gut fand ich, dass sich hierzulande auch die liberalen Muslime dafür aussprachen, den Film nciht zu verbieten."

Naja, naja. Ganz so ist das nun wirklich nicht, das ist nur die Vorderseite der Medaille… Ayman Mazyek war zB heute abend in der WDR2-Arena. Und da hat er nichts davon gesagt, daß man den Film nicht verbieten sollte. Das klang da dann mehr wie "Hmm, ja… der Film… also… ja… öffentliche Vorführung, Schutz des öffentlichen Friedens, ja, sollte man untersagen…. den Film verbieten. Ja. Nee. Nein, das geht ja leider nicht so leicht." Und kurz darauf kam dann, daß man ja vielleicht die Gesetze ändern müsse, oder wie er es nannte "tarieren" müsse, um so solche Unverschämtheiten und Blasphemie gegenüber einem Glauben verhindern zu können. Auf gut deutsch – Weil "wir" (die Deutschen) den Film nicht verbieten können (leider), müssen "wir" halt die öffentliche Vorführung verbieten um den Frieden zu wahren (und immer, wenn Mazyek sowas in Interviews sagt, hört sich das mehr wie eine Drohung an), und dann die Gesetze ändern, damit sowas nicht nochmal passieren kann. Nach aussen hin also liberal, ansonsten jedoch "…oder sonst!!!"

@Wortvogel:
"Ich habe nur manchmal das Gefühl, wir sollten uns aus der Region generell mehr raushalten mit einem entspannten: “Whenever you’re ready”. Andererseits: die haben Öl. Und teilweise Atomwaffen…"

Aber das geht doch nicht. Die armen, armen Menschen da unten. Die haben doch nix. Die können doch nix. Denen müssen wir doch helfen.
Politische Verbindungen kappen, sämtliche finanzielle und humanitäre Hilfe kappen, generelles Ausfuhrverbot für jedwede Güter in die Region (Waffen, Technik, Medikamente usw.) – und dann ist da innerhalb weniger Jahre Ruhe im Karton.

Thies
Thies
21. September, 2012 00:36

zur Wulff-Sache: ich stelle mal wieder fest, dass ich ein sehr schlechtes Gespür dafür habe, was das Land bewegt. Als ich vor ein paar Wochen das BILD-Titelblatt mit der Schlagzeile "Das steht in Bettina Wulffs Buch" sah, malte ich mir in Gedanken eine völlig blanke Zeitungsseite mit der Überschrift "Rein gar nichts!" – Aber so kann man sich irren, denn auch fehlender Inhalt wird gerne mal ausfürlich ausdiskutiert, wenn ein Promi involviert ist.

zur Diskussion über diesen Islam-Film: da halte ich es nach wie vor mit Hagen Rether: "Ihr wollt Fundamentalisten kennenlernen? Dann versucht doch mal "Das Leben des Brian" im Kölner Dom aufzuführen."
😉

realstar
realstar
21. September, 2012 02:09

Mir gefiel wie Obama bei Letterman seine allgemeine Nahost-Strategie beschrieben hat: Wir erhalten und intensivieren gerne die ökonomische Zusammenarbeit mit diesen Ländern und helfen ihnen nach Möglichkeit, demokratische Strukturen aufzubauen. Im Gegenzug können wir verlangen dass sie unseren Bedürfnissen in Sachen Sicherheitspolitik nachkommen und uns dort unterstützen. Das muss imho die Basis für eine Zusammenarbeit sein, die meines Erachtens auch notwendig ist. Das arrogante "Werdet erstmal säkular bevor wir weiterreden" des Westens ist bequem, aber wenig hilfreich bei der Bewältigung der Probleme.

Guido
Guido
21. September, 2012 05:58

Das Titanic-Cover? Belanglos, geschenkt.
Das CH-Cover? Nun ja, konnte ich immerhin drüber schmunzeln.

Die CH-Karikaturen im Heft? Auch wenn es mir auf den Zeiger geht, dass bei jeder Satire-Diskussion Tucholsky als moralischer Kompaß herhalten muss, irgendwo bin ich dann doch bei Kuzmany. Die CH-Karikaturen nerven. Sie sind größtenteils einfach unlustig und bieten keinerlei erkennbar satirischen Mehrwert.

Sich darüber lustig zu machen, dass die Salafisten Gespenster sehen (bzw. überall Verunglimpfungen Mohammeds), während man in einer grostesk stumpfen Offensichtlichkeit 2cm daneben genau das tut?

Oder kann mir jemand den aufgebockten, nackten Mohammed in der Mitte erklären?

http://www.noelshack.com/2012-38-1348042554-20120919-100853.jpg

Howie Munson
Howie Munson
21. September, 2012 06:56

@Demostrationen im nahen Osten: gäbe wohl aus arabisches Sicht genug andere Anlässe sich an den USA abzureagieren, warum das nun wegen dem Video eines ägyptischen Kopten passiert erschließt sich mir eher nicht…

@Bettina: die macht das absolut mit Absicht schließlich ist sie vom Fach… (laut Wikipedia hat sie schon 2000 PR für Continental gemacht…)

@Schramm: Quotenfrau als Beisitzerin halt, ist da aber eh am falschen Platz, weil die von ihr mitgegündete Spackeria eben eine andere Bewegung ist….

@Boulevardaufregung über Boulevardverhalten: Albern wie immer…

McCluskey
21. September, 2012 07:12

Das hier jagte die letzten Tage auch durchs Netz:

http://www.theonion.com/articles/no-one-murdered-because-of-this-image,29553/

Ich gestehe: ich hab gelacht.

Nikolai
Nikolai
21. September, 2012 08:04

"Ich gestehe: ich hab gelacht."

Ich habe genau das gemacht, was in dem Text als häufigste Reaktion beschrieben wurde: Ich habe die Augen verollt.

Zu Heftigerem reicht mein christlicher Fanatsimus nicht.

Gregor
21. September, 2012 08:31

@ Doc: "Und den Titelseitencartoon der Franzmänner versteh ich erst gar nicht."

Ist ja auch auf Französisch, nicht.

Shah
Shah
21. September, 2012 10:00

@Onkel Filmi

Gute Idee. Aber bitte dann auch alle ökonomischen Lieferungen stoppen. Kein Öl, was generell eher uncool wäre für die westliche Wirtschaft.

@realstar

Das ist im Ansatz eine gute Idee. Aber wieso ist SaudiArabien dann der Hauptpartner? Wie schon oben beschrieben – das sind die schlimmsten von den Allahbetern da unten. Frauenrechte, Liberalität der Religion an sich – verglichen mit SA ist sogar der Iran ein Hort der Freiheit…

@WV hey, wenn ers predigen soll, musst du schon bis Freitag warten. ;). Vergeblich nur, fürchte ich.

Nikolai
Nikolai
21. September, 2012 12:43

Pakistans Premierminister sagte "Wenn es als unangebracht gilt, den Holocaust zu leugnen, ist es dann nicht erst recht legitim zu sagen, dass es ein Verbrechen ist, den Propheten zu beleidigen?"

Wenn ich das nicht verstehe, muss ich dann an mir zweifeln?
Oder ist das wirklich so krudes Zeug für das ich es halte?

Wortvogel
Wortvogel
21. September, 2012 13:06

@ Nikolai: Die Ermordung von sechs Millionen Juden (und einer großen Zahl an Homosexuellen, Behinderten, Kommunisten, etc.) wiegt genau so schwer wie platte Witze über einen imaginären Religionsführer – und wer so denkt, hat in meinem Werteuniversum nix verloren, sorry.

Wortvogel
Wortvogel
21. September, 2012 13:10

@ Nikiolai (Nachtrag): Es ist die immer gleiche Leier: "Frieden, Toleranz und Harmonie stehen im Zentrum des Islam. Aber ein Angriff auf den Propheten, Friede sei mit ihm, ist ein Angriff auf den Glauben von 1,5 Milliarden Muslimen. Das ist inakzeptabel."

Genau genommen ZWINGEN wir die Araber also zur Gewalt.

DMJ
21. September, 2012 14:09

In der Diskussion werden meines Erachtens meist ungleiche Dinge vermischt: Das TITANIC-Cover ist nicht allzu witzig oder satirisch (Kollege Lukas schlug die definitiv bessere Alternative vor: "Aufruhr im Westen: Mohammed dreht Bettina-Wulff-Film") aber natürlich zulässig, die französischen Karikaturen kann ich (mangels Sprachkenntnissen) nicht beurteilen, teils scheinen (!) sie tatsächlich nur plumpe Provokation zu sein, was ich nicht besonders toll finde (man fällt damit leicht den toleranten Muslimen in den Rücken, wenn sie ihrem schlecht gelaunten Schwager versichern, der Westen sei nicht anti-islamisch), aber angesichts des speziellen Hintergrundes (Brandanschlag) verstehe ich, dass man ein Zeichen setzen will und sich nicht bedrohen lässt. Alles legitim.

Der Film selbst aber ist schlicht ein Stück Hetzpropaganda (man beachte die Herkunftslüge von den hundert jüdischen Geldgebern), welches darum schon mal keine Achtung verdient. Juristisch ist in Deutschland die Verunglimpfung von Religionen (die liegt hier eindeutig vor und war ja auch das Ziel) dann illegal, wenn es den inneren Frieden stört. Ob das der Fall ist, kann man streiten, ebenso ob das Gesetz sinnvoll ist (oder aber eben Fundies Einflussnahme erlaubt) aber solange es in Kraft ist, müssen wir es durchziehen. Wie wir uns andersherum von denen nicht vorschreiben lassen dürfen, was wir verbieten sollen, dürfen wir jetzt nicht etwas gegen unsere Gesetze stehendes tun, nur um Eier zu beweisen.
Denn nicht, um Eier, sondern um Rechtsstaatlichkeit zu zeigen, geht es.

Wortvogel
Wortvogel
21. September, 2012 14:15

@ DMJ: Das ist soweit richtig, aber ich werte die Presse- und Meinungsfreiheit immer noch höher als der Schutz religiösen Empfindens. Erwartungsgemäß halte ich den gesetzlichen Schutz religiöser Gefühle sowieso für Kappes. Vor allem aber: eine Verbot kann in diesem Fall nur bei Ausschreitungen in Deutschland erfordern. Es geht ja um den INNEREN Frieden. Und bevor hierzulande eine Botschaft brennt (oder ein anderes Regierungsgebäude), haben die Muslime Staat, Staatsmacht und Bürger gegen sich.

Zum Film selbst: Der ist natürlich ein verachtenswertes Stück Dreck und ale Beteiligten sind Ekel erregender Abschaum. Ich will mich da nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber der könnte schlimmer sein als "End of Animal" oder "Morituris". Weiß ich aber erst, wenn ich ihn gesehen habe. Vielleicht bringt Anolis ihn ja auf DVD.

milan8888
milan8888
21. September, 2012 14:35

»Zum Film selbst: Der ist natürlich ein verachtenswertes Stück Dreck und ale Beteiligten sind Ekel erregender Abschaum.«

Die Cousine meiner Frau spielt in dem Film mit. Soll ich sie von dir grüßen?

DMJ
21. September, 2012 14:44

Ob es den (ganzen) Film wirklich gibt, ist ja derzeit noch umstritten, aber zumindest bei der Kurzfassung kann es keine zwei Meinungen geben, was sie will.
(Und "Beteiligte" dürfte hier "Beteiligte, die wussten, woran sie waren" meinen, man richte seinen Gruß also danach.)

Aber wie gesagt, mir geht es hier auch nicht um den Schutz religiöser Gefühle, sondern deutscher Gesetze. WENN man zu dem Ergebnis kommt, es drohen als Reaktion auf den Film innere Probleme, dann ist der Paragraph erfüllt und sollte vollstreckt werden. Auch, wenn das den Falschen gefallen würde (wäre im anderen Fall ja auch so, da beide Seiten von den falschen angeführt werden).
Man kann streiten, ob das Gesetz selbst sinnvoll ist, oder sich der Staat damit selbst ein Bein stellt, aber das ist eine andere Frage.

Ich merke nur an, dass die öffentliche Diskussion komplett an der eigentlichen (juristischen) Frage vorbei geht.

Wortvogel
Wortvogel
21. September, 2012 14:47

@ milan8888: Es sollte klar sein, wer gemeint war (siehe auch DMJ).

@ DMJ: Doch doch, ich bin schon darauf eingegangen. In meinen Augen kann und sollte der Film verboten werden, wenn er den inneren Frieden gefährdet. Das sehe ich aber momentan nicht.

DMJ
21. September, 2012 14:52

Ich meinte jetzt auch nicht dich, sondern mehr die Allgemeinheit.
Das immer wieder geäußerte und in anderen Fällen ja vollkommen richtige Argument "Das muss erlaubt sein, weil wir uns nichts vorschreiben lassen!" geht eben meines Erachtens am Thema vorbei. Wenn "die uns vorschreiben", unsere eigenen Gesetze anzuwenden, dann haben wir das trotzdem zu tun.
Ob der Fall hier erfüllt ist und wirklich Unruhe droht, ist eben die eigentliche Frage. Das sehe ich nämlich auch eher weniger so, aber das ist eben der Punkt, der zu untersuchen ist.

reptile
reptile
21. September, 2012 14:56

zu 32:
So sieht es aus mit der etwas eigenwilligen Logik. Genau wie eine junge Frau in sexy Sachen ja geradezu darum bettelt, vergewaltig zu werden. Da hat natürlich die Frau schuld, sie muss ja nicht so provozieren.Ursache – Wirkung

Peroy
Peroy
21. September, 2012 15:32

"So sieht es aus mit der etwas eigenwilligen Logik. Genau wie eine junge Frau in sexy Sachen ja geradezu darum bettelt, vergewaltig zu werden. Da hat natürlich die Frau schuld, sie muss ja nicht so provozieren."

Genau DAS sag' ich den jungen Frauen auch immer, nachdem ich sie vergewaltigt habe… aber meinst du die lernen das irgendwann mal ? Nein…

Georg
Georg
21. September, 2012 17:06

Also ich hab’s noch immer nicht kapiert.
Wofür stehen die ganzen Araber noch mal Schlange an? Um sich die Karikaturen von diesem Mohammed anzuschauen?
Den kannte ich bisher noch gar nicht. Und nach Betrachtung seiner Skizzen muss ich sagen, die fand ich nicht mal besonders lustig, zeichnen kann er finde ich auch nicht besonders…

OnkelFilmi
OnkelFilmi
21. September, 2012 20:56

"In meinen Augen kann und sollte der Film verboten werden, wenn er den inneren Frieden gefährdet.

Da müsste aber erst noch so einiges anderes verboten werden…

Ähnlich argumentiert wurde so gestern in der WDR2-Arena – jedoch eher von muslimischer Seite (und einem "Islamexperten"). Was mir da bereits beim hören der Sendung durch den Kopf ging – wären die Muslime denn damit einverstanden, wenn wir ihnen dann ihr TV-Programm klauen? Denn Fakt ist, daß der grösste Teil der arabischsprachigen Sender (und auch einiger türkischer) die im westeuropäischen, und damit auch deutschen Raum empfangbar sind, extremste Hetze gegen Juden, Christen, muslimische Splittergruppen (wie Alawiten und Aleviten), Kurden oder Homosexuelle im Programm haben. Es gibt Sendungen, da sitzen zwei, drei "Religionsgelehrte" mit einem westlich gekleideten Moderator am Tisch, und schwadronieren fröhlich darüber, daß der Westen dekadent ist, Leute die Schweinefleisch essen schwul werden, und daß man Schwule am nächsten Baum aufhängen sollte. So pi mal Daumen würde ich sagen, daß ein solches "TV-Programm", so eine Indoktrination via Fernsehen, um einiges schlimmer ist für den öffentlichen Frieden. Denn so wird jedem Zuschauer schon von klein auf eingetrichtert – Islam gut, alles andere schlecht, unwertig, und sollte besser im nächsten Graben enden. Der Unterschied zu dem Video über das wir hier reden ist nur – das ist in englisch. Das können auch wir Deutschen (oder zumindestens der Teil, der des angelsächsischen fähig ist) verstehen. Und es ist damit eher im öffentlichen Mittelpunkt. Um wieder zum Anfang zurückzukommen – wären die Muslime denn damit einverstanden, wenn wir ihnen den Zugang zu "ihrem" Fernsehprogramm killen, und wir im Gegenzug dafür dieses Kuddelvideo verbieten? Garantiert nicht…

@Shah: Ja, das würde die Wirtschaft erstmal vor ein paar Probleme stellen, allerdings müsste sowas ja auch nicht von heute auf morgen geschehen. Öl als Heizmittel zB (da falle ich auch noch rein), könnte man u.a. über staatliche Förderprogramme langsam ausfaden. Zuschüsse für Photovoltaikanlagen (damit fällt Öl zur Wassererwärmung schonmal weg) und Pellet- oder Gasheizungen (das Gas kriegen wir ja eh über den Bundesgerd aus Putin-Country). Bei den Autos wird ja eh schon mehr und mehr an spritsparenden Modellen, Hybrid und Elektro gearbeitet – da müsste dann halt ein wenig mehr Druck auf die Hersteller gemacht werden (wenn die Mineralöl-Lobby nicht immer reingefunkt hätte, würden wir wahrscheinlich eh schon seit ein paar Jahren alle mit Elektro oder Gas fahren…). Und dann Schotten dicht. Wir geben denen nichts mehr, wir holen kein Erdöl mehr von denen, und dann wird sich da unten was ändern MÜSSEN. Und wenn nicht – naja, dann sollen sie halt hoffen, daß ihr Allah ihnen Manna vom Himmel wirft. (Obwohl – das würden die dann eh nicht essen, ist ja jüdisch :p )

reptile
reptile
22. September, 2012 12:24

Tja, es sind Demonstrationen gegen das Video angekündigt. Ok, wenigstens wird schon Mal auf die Straße gegangen aber wieder nur zur Verteidigung des eigenen Glaubens an sich. Irgendwie fehlt meiner Meinung nach da der erweiterte Horizont. Kein Wunder, wenn dann ein Eindruck ensteht, die Gewalt, die wegen des Videos ausgeübt wurde, würde zumindest stillschweigend toleriert werden.

Rex Kramer
23. September, 2012 18:27

Verdammt. Jetzt habe ich doch geglaubt, ich stünde mit meiner Meinung alleine da und habe doch wie die Mehrheit gestimmt. Ist halt die menschliche Natur, tz, tz.

http://www.der-postillon.com/2012/09/die-sonntagsfrage-32-wen-musste-man.html#more