Ich kann mich für sowas begeistern wie ein Kind für Spielzeug:

Gelebte Science Fiction. Ideal, wenn man z.B. ein Netbook oder ein SSD-Notebook ohne Umbau mit permanentem Extra-Speicher versorgen will, der dann nicht an der Seite raus steht wie eine Türklinke.

Zum Vergleich: Meinen ersten USB-Stick habe ich ca. 2003 gekauft. Ein Yakumo von Vobis, so dick und lang wie mein Daumen, weißes Plastik, 55 Euro. Da passten „satte“ 128 Megabyte drauf. Heute bezahle ich ein Fünftel des Preises für den 256fachen Speicherplatz.

Wir haben mittlerweile sechs Sticks mit Speicherkapazitäten von 16 bis 32 Gigabyte (ein Dutzend Sticks mit weniger Speicher dient nur noch für Notfälle). Momentan gibt es die ja besonders günstig. Oft ersetzen sie bei uns schon externe Festplatten und dienen dem Austausch größerer Bild-, Film- und Musiksammlungen zwischen den einzelnen Rechnern, dem Fernseher und der Stereoanlage.

Klar kann man alles miteinander vernetzen und so theoretisch viel Stick-Schlepperei überflüssig machen. Aber was soll ich sagen? Ich MAG USB-Sticks. Ich mag es, ein vergleichsweise großes Speichermedium ohne bewegliche Teile in der Hosentasche oder am Schlüsselbund herum zu tragen. Oft genug komme ich in Situationen, die den Satz erfordern: „Ach warte mal, ich habe einen Stick dabei, zieh das doch einfach da drauf“. Mitunter ist es auch simpler, einen 32 GB-Stick in einen Umschlag zu packen und zu verschicken, statt den Rechner drei Tage lang uploaden zu lassen.

Ein schönes Beispiel für die Nützlichkeit der Sticks habe ich letzte Woche erlebt: Wir hatten für die Fahrt nach Marburg ein BMW-Cabrio gemietet. Das hat eine ziemlich feiste zentrale Multimedia-Systemsteuerung über Drehknopf – und einen USB-Anschluss unter der Armlehne. Stick mit der Aufschrift „Musik & Hörbücher“ aus der Schublade geholt, reingesteckt – dudeldidumdum.

Natürlich ist Stick nicht gleich Stick. Dieses Winzding da oben, wenn ich das richtig verstanden habe, arbeitet nicht mit Flash-Speicher, sondern einer SD-Karte, wie man sie in Smartphones und Digitalkameras verwendet. Soll nicht so robust und fix sein. Dafür hat er kein Blinklicht, das nervig flackert, wenn man ihn hinten in unseren Flachbild-Fernseher steckt. Der 16GB-Stick, der gestern hier ankam, ist merklich langsamer als meine anderen Sticks. Ist aber wurscht, weil ich nicht permanent große Datenmenge verschiebe, sondern die auf die Sticks ausgelagerten Sammlungen nur ergänze.

Einer meiner Sticks ist sogar USB 3.0-tauglich. Jetzt müsste ich bloss noch ein Gerät haben, das diesen turboschnellen Standard nutzt…



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USB-Sticks: Kult, Kitsch oder Kleinkram? - Wortvogel - 100 % Torsten DewiWortvogelGastHowie MunsonMoss Recent comment authors
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m3adow

Wirklich begeistert bin ich auch von den ähnlich kleinen Bluetoothsticks, die somit am Laptop stecken bleiben können, ohne der Gefahr abzubrechen ausgesetzt zu sein. Technik ist schon geil.

Exverlobter
Exverlobter

„Da passten “satte” 128 Megabyte drauf. Heute bezahle ich ein Fünftel des Preises für den 256fachen Speicherplatz.“

Wo kaufst du deine Sticks? Ich hab erst vor ein paar Wochen 20 Euro für 4 GB bezahlt.

m3adow

@Exverlobter:
Dann hast du dich aber ganz schön über den Tisch ziehen lassen: http://geizhals.de/?cat=sm_usb&xf=309_4096&sort=p
Kommt aber evtl. auch auf die Lese- und Schreibgeschwindigkeit an.

Exverlobter
Exverlobter

Sind die gebraucht?
3 Euro für einen Stick ist schon ziemlich wenig.

Exverlobter
Exverlobter

Jo, die Kunst des schnäppchenjagens habe ich nie gelernt.

m3adow

@Exverlobter:

Ich denke nicht, dass die gebraucht sind. Für Billigsticks ist der Preis ganz normal. 4GB Sticks werden einem doch inzwischen als Werbegeschenk nachgeschmissen, weil die so günstig sind.

Ein anderes Thema sind dann wieder hochwertige Sticks, die schnell schreiben und lesen können, aber die braucht man seltenst mit so einer kleinen Kapazität.

Exverlobter
Exverlobter

Mir fällt gerade ein, dass ich den Stick am Bahnhof gekauft hatte. Es war dringend ich brauchte ihn noch am selben Tag. Das es am Bahnhof stets teurer ist, war mir klar. Aber wenn ich das jetzt vergleiche fällt der Unterschied schon extrem auf. Ich hatte seit Jahren keinen Stick mehr gekauft, mein alter Stick hatte mir immer gereicht, deswegen hatte ich die aktuellen Preise auch nicht im Kopf.

Nikolai
Nikolai

USB 3.0 ist schon fein.

Ab und an transferiere ich Daten jenseits der 1 GB-Grenze, sei es für ein Backup oder ich möchte meine Liedersammlung von einen auf den anderen Rechner ziehen.

Wo ich vorher auf „kopieren“ und dann „einfügen“ klickte und dann erst einmal ein Buch zu lesen anfing, geht das heute wunderbar schnell.

Allerdings habe ich mir auch extra eine USB 3.0-Karte für meinen Rechner geholt, am Laptop ist zum Glück eine dran.

Aber es lohnt sich.

Marko

Hab so einen Stick am Autoradio dran. Das hat einen USB-Anschluss für mp3-Wiedergabe, und der Ministick sieht nun aus wie ein zusätzlicher Knopf an der Front. Find‘ ich super.

sr
sr

Und wo bleiben die 1 TB-Sticks? Richtig lustig wirds doch erst dann…

Teleprompter
Teleprompter

Eine „Steuer“ für die Sticks ist das wohl nicht, die allseits beliebte GEMA hält die Hand noch ein Stückchen weiter auf. Schlägt vor allem bei den kleinen Sticks durch (von 10 Cent auf 0,91 € bzw. 1,86. Ziemlich deutsch (um nicht zu sagen hirnrissig), dass man für die doch weitgehend für selbsterstellte Daten sowie Sicherungs- und Transportzwecke genutzte Sticks so eine „Urheber“abgabe zahlen muss.

@sr: 1 Tb Stick ? – kein Problem: http://winfuture.de/news,67524.html
(Preis noch offen..).

sr
sr

@Teleprompter
Markteinführung im April, jaja 😉 und Preis sicher jenseits von gut und böse…

Comicfreak
Comicfreak

..an jedem Schlüsselbund 3 Sticks, 2 im Büro, 2 in der Handtasche, 5 am Privatschreibtisch, 2 am Minibeamer, dazu MP3-Player und Karte im ebookreader;
Karsten kommt mit seinen nun 8 Jahren gerade auf 6 Sticks + 1 MP3-Player.

Göttergatte hat einen 512kb-Stick aus nem Ü-Ei.

Exverlobter
Exverlobter

Also, dass die indiesen Ramsch-Läden immer 1-2 Euro draufschlagen ist ja bekannt, aber da hab ich mich echt krass über den Tisch ziehen lassen.
Manchmal ist man bei den großen Ketten doch besser aufgehoben.

DMJ

Oooooja! USB-Sticks faszinieren mich auch, ebenso wie SD-Karten. Winzig klein, handlich und es passt so ungeheuer viel rauf – und kostet noch nichtmal allzuviel.
Für mein Handy habe ich erstmals eine Micro-SD-Card angeschafft und war absolut entzückt, dass sie nur in etwa so groß war, wie der Nagel meines kleinen Fingers und damit die Microchips alter Agentenfilme locker einholte.

Raumschiffe und Roboter hat man uns vorenthalten, aber hier kommt endlich etwas SF in den Alltag!

Lukas

Das nervige Blinklicht lässt sich bei den meisten Sticks dauerhaft abschalten, ohne dass die Funktionalität anderweitig leidet: einfach den Stick aufschrauben/aufhebeln, Diode rausbrechen, wieder zusammenklicken/-schrauben, fertig. 😎

Moss

@Lukas:

Diode rausbrechen

Das ist nicht «abschalten», sondern beschädigen, verstümmeln und kaputtmachen, Du Barbar. Man sollte Dir lebenslänglich das Sorgerecht für jede Art von Technik entziehen.

Exverlobter
Exverlobter

Ich brauch gar nicht so große Sticks.
Für die kleinen Datenmengen würde bei mir fast noch eine Diskette reichen. Meine Sachen bleiben halt meist auf der Platte.

Exverlobter
Exverlobter

„Raumschiffe und Roboter hat man uns vorenthalten, aber hier kommt endlich etwas SF in den Alltag!“

Ich warte immer noch auf die Mondbasis, die uns in der deutschen LIvesendung der Apollo11 Landung versprochen wurde(läuft ab und zu auf Phoenix). In den 1980ern sollte es soweit sein.
Und Space 1999?? Von wegen.
Wo ist eigentlich Newt Gingrich wenn man ihn braucht!
Ach so, schon aus dem Rennen.

Comicfreak
Comicfreak

@ Exverlobter

..niemand „braucht“ so große Sticks; aber sie sind VORRATSspeicher 😉 und außerdem FARBLICH SORTIERT!!!
*hysterisch_kicher*

Exverlobter
Exverlobter

@ Comiffreak
Bei Sticks hätte ich immer Angst, dass ich sie verliere und die Daten dann weg sind. Festplatte kann man hingegen nicht so leicht verlegen.

Shah
Shah

Sticks sind aber auch robuster als dieses technische rohe Ei namens festplatte. *traurig auf meine abgerauchte externe schiel*

@comicfreak
Ich wollt schon „obsession, obsession“ rufen….aber wenn du von alleine hysterisches kichern anfängst 😉

Marcus
Marcus

Hmm, Sticks und ich passen einfach nicht zusammen. Ich bin zu talentiert darin, sie zu verlegen…..

Comicfreak
Comicfreak

@ Exverlobter
..deshalb ist JEDER Inhalt auf mindestens 3 Sticks.
Datenparanoia
:/

Moss

@Shah: Bei meinen externen Platten mit wiederum externen Netzteilen rauchen immer nur letztere ab.

@Torsten: kannst Du mal was über Fabrikat, Typ, Bezugsquelle des oben gezeigten Winzlings sagen? Ich hätte gern noch ein paar dieser (mechanischen) Größe, finde aber bei Geizhals & Co. nix. Danke …

Moss

@Torsten: danke für die Auskunft. Meine Vorurteile gegen «Pearl» scheinen mal wieder zu stimmen.

Moss

@ Torsten:

weil die auch viel dusseligen Ramsch haben

Naja, eben, siehe o.a. Link:

Schreibrate: 5,10 MByte/s
Leserate: 14,0 MByte/s

Das Ding ist mir deutlich zu langsam; das ist schon für USB2 unteres Ende der aktuellen Technik. Schade, eigentlich –– die Baugröße und USB3-Elektronik drin, das wär’s.

Ich weiß schon, irgendwo muß der Preis ja herkommen; aber der ist imo nur ein Kriterium.

Howie Munson
Howie Munson

@Moss: die Lese- und Schreibrate ist auch nur ein Kriterium und für viele auch nicht das wichtigste… Da gibt es ganz andere Dinge bei Pearl… *g*

Gast
Gast

Bin auch USB-Stick-Fan… Aber, klugscheixxmodus: Speicherkarten arbeiten auch mit Flash (microSD hieß früher sogar TransFlash). SSDs ebenfalls. Best Speicherprinzip ever.

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[…] ihn überall mitnehmen können, ist er auch ein Lifestyle-Gadget, ein Ausdruck von Spielfreude oder Business-Anspruch. Er lässt sich nicht nur beliebig gestalten, sondern auch mit Sonderfunktionen versehen oder in […]