18
Jun 2012

The Making of "Sumuru" (4): Postproduktion & Ausstrahlung

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Nach den Dreharbeiten kommt was? Die Postproduktion, genau. Der konnten wir prima über die Schulter schauen, weil die Effekt-Company hier in München ansässig war. Immer wieder fuhr ich bei den CGI-Leuten vorbei, um mir Entwürfe für Shots anzusehen. Man war uns ein wenig gram, dass wir in der letzten Fassung (meiner) mit der Riesenschlange noch ein Monster ins Skript genommen hatten. Das war nicht kalkuliert und kostete brutal viele Arbeisstunden. Würde sich „Sumuru“ als Film auch nur einen Tacken ernster nehmen, würde ich die Schlange als „eher misslungen“ abqualifizieren. Aber wie es ist, reiht sie sich prima in die allgemeinen Absurditäten des Films ein. Ich halte es da mit dem Motto: Go with the flow.

 

Hier eine Pre-Viz aus der Entwicklungsphase der CGI-Schlange:

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Es ist mitunter auch spannend zu sehen, wie relativ beiläufig man Effekte basteln kann. Die Basis der Kolonisten, von der am Schluss das Raumschiff startet, war irgendeine verlassene Fabrik in der südafrikanischen Ödnis. Die sah zwar groß, aber so gar nicht „science fiction“-esk aus. Als ich mit dem Effekt-Koordinator Frank Wegerhoff das Material sichtete, grummelte ich hörbar, dass ich da eigentlich etwas Extravaganteres erwartet hätte. Er meinte, er könne da locker so eine Art Kuppel drum bauen, die teilweise zerfallen ist, wenn das hülfe. Es half:

Hier noch eine weitere Pre-Viz, die primär dazu dient, Bildkomposition und Timing eines Effekts zu testen:

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Die Musik für „Sumuru“ komponierte Guy Farley ("Book of Blood", "The Broken"), der einen sehr guten Job machte, wenn man das geringe Budget bedenkt, das ihm zur Verfügung stand. Erwartungs- und wunschgemäß reicherte er den Soundtrack mit diversen Ethno-Elementen an. Leider gab es den Score nie auf CD – Guy war vor ein paar Jahren aber so nett, mir die Kompositionen auf einen Silberling auszuspielen. Und wenn ich den mal wiederfinde, poste ich hier nachträglich ein paar der Tracks.

Man kann es sich heute nur noch schwer vorstellen, aber 2003 war es noch nicht normal, für einen TV-Film eine eigene Webseite zu bauen. Da ich aber die Materialien, die wir für "Sumuru" zusammengetragen hatten, sehr schön fand, leierte ich meinen Chefs ein kleines Budget für eine Webseite aus dem Kreuz, die kein Geringerer als Florian "Flocki" Breitsameter von SF-Film.de programmierte und betreute. Die Seite war immerhin acht Jahre lang online, bis irgendwelche Hosting-Verträge ausliefen und es niemanden mehr scherte, sie zu verlängern.

Harry hatte sich während der Produktion größtenteils rausgehalten – sein Anteil war „der Deal“, die Produktion vor Ort interessierte ihn nur peripher. Dafür mühte er sich redlich, die Werbetrommel zu rühren. Er reiste für das „Making of“ an und ließ die Fotos am Set (angeblich) von dem Fotografen machen, der in den 60ern schon das legendäre Bild von Raquel Welch im Fellbikini geschossen hatte. In der Tat sind die Standbilder aus Sumuru deutlich besser, als man von solchen Produktionen gewohnt ist.

Außerdem veranstaltete Harry in seiner Londoner Wohnung eine kleine Soiree für Partner und Presse, bei der Alexandra Kamp sich zusammen mit der Original-Sumuru Shirley Eaton fotografieren ließ.

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei: Irgendwann lag die Kassette mit der Aufschrift „final cut“ vor mir. Ich schaute sie mir zweimal an – einmal im Büro und einmal am Abend zu Hause. „Sumuru“ war – „Sumuru“. Exakt der Film, den wir RTL2 versprochen hatten. Ein wenig albern, ein wenig trashig, ein wenig durchgeknallt. Damit konnte ich leben. Damit konnte Tandem leben. Damit konnte der Sender leben. Es muss nicht immer großes Kino sein.

Es gab ja auch durchaus was zu lachen bei den Dreharbeiten:

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Ich selbst nahm noch einen Audiokommentar für die zur Ausstrahlung erscheinende DVD auf., die immerhin von Columbia Tristar auf den Markt gebracht wurde. Dabei achtete ich sorgsam darauf, niemandem auf die Füße zu treten.

Damit war mein Job offiziell beendet.

Zur Ausstrahlung kam „Sumuru“ dann kurzfristig doch nicht auf den „Stargate“-Sendeplatz, was ich ein wenig ärgerlich fand, denn genau für das Publikum dieses Slots war der Film gemacht worden. Aber man kann immer meckern, und als die Quoten kamen, war es auch wurscht: Mit 10,8 Prozent in der Zielgruppe hatte „Sumuru“ die Quoten von RTL2 bei den 14-49jährigen glatt verdoppelt. Es war ein schöner Erfolg, der noch schöner gewesen wäre, wenn mittlerweile nicht „Big Brother“ auf dem Sender deutlich billiger mehr Publikum gezogen hätte. So ging „Sumuru“ in der Berichterstattung über den „Live-Event“ ein wenig unter. RTL2 fand seine Bestimmung für die nächsten Jahre in Reality-Formaten, nicht in Fiction.

Was mich bis heute ein wenig ärgert: Im Gegensatz zu „Apokalypse Eis“ und „Lost City Raiders“ verkaufte sich „Sumuru“ international nicht besonders gut. Immer wieder bekamen wir zu hören, der Film sei zu humorvoll und frauenaffin, während das vornehmlich männliche Publikum dieses Genres mehr auf harte Action und Machinen steht. Augenzwinkernd wäre wohl gegangen, wenn wir denn konsequent in den Bereich Softsex gegangen wären (wie z.B. „Pleasure Planet“). Der US-Syfy-Channel lehnte mit der Begründung ab, „Sumuru“ passe von der Stimmung her nicht in das übliche Schema der Samstagabend-SF-Heuler. Ich selber sehe das mitnichten so eng. Auf dem deutschen Syfy-Channel lief „Sumuru“ dann auch jahrelang rauf und runter.

Für die Filmmärkte wurde eine Art "Reader’s Digest"-Version des Filmes zusammen geschnitten:

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Eine interessante Wendung nahm die Sache dann aber doch noch – wir zeigten „Sumuru“ auch den Jungs von UFO, mit denen wir kurz darauf „Apokalypse Eis“ produzieren wollten. Sie fanden den Film interesant, verstanden aber die Probleme des US-Senders mit der Ausrichtung. Unkommentiert produzierten sie zwei Jahre später „Crimson Force“ – ziemlich exakt das, was „Sumuru“ auf Steroiden geworden wäre:

http://www.youtube.com/watch?v=iEMePKqY5Z4

Nicht nur die Struktur und die Figurenkonstellation wird von „Sumuru“ – sagen wir es mal freundlich – „übernommen“, auch einzelne Szene wirken deckungsgleich, z.B. das mystische Ritual am kreisrunden Abgrund (hier wird Sumera statt Sumuru angerufen). Und einer der Stars kommt von – genau, „Stargate SG-1“. Es ist frech. Nicht „denen klage ich den Arsch weg“ frech, aber frech. „Crimson Force“ wurde vom US-Syfy-Channel ausgestrahlt. Go figure.

Über das Konzept einer möglichen „Sumuru“-Serie habe ich an anderer Stelle bereits geschrieben. Wurde nicht draus, ist vielleicht auch besser so.

Es gibt glamourösere Wege, Drehbuchautor zu werden. Bei besseren Filmen. Aber dammich, „Sumuru“ hat Spass gemacht und es war eine vergleichsweise stolperfreie Produktion, die noch dazu von soliden Einschaltquoten gekrönt war. Mehr kann man nicht erwarten. Ich schäme mich kein bisschen.

Mit allen Beteiligten würde ich jederzeit wieder arbeiten, mit Darrell, Alexandra und Giulio sogar ausnehmend gerne. In vielerlei Hinsicht ist dieser Beitrag mein Dankeschön auch für die Chance und das Vertrauen von Tandem, Harry und RTL2.



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Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 08:47

"Und wenn ich den mal wiederfinde"

Oh Mann.
Erinnert mich an Rainey Haynes, die die Original-Tapes zu ihrem Song "Old Enough to Rock and Roll" des Films "Der Stählerne Adler" verschlampt hatte (Der Song schaffte es damals nicht auf das Album; grrr ausgerechnet der beste Song)
Nach jahrelanger Suche fand sie die Tapes irgendwo auf ihrem Dachboden (schreibt sie auf ihrer Webseite)
Seitdem kann man den Song bei ihr als CD mit Autogramm bestellen.
Hab ich gemacht.
Gibt es mittlerweile auch bei Youtube.
http://www.youtube.com/watch?v=YhNK4qzuXMU

Und Sumuru?
Ich sollte dem Film nochmal ne Chance geben. Fand ihn damals kacke, aber man muss ihn wahrscheinlich als das sehen was er ist. Unterhaltsamer Trash. Dann kann man das wahrscheinlich genießen.

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 09:14

@ Exverlobter: Wegen der CDs ärgere ich mich auch – ich hatte mir Mühe gegeben, die Scheiben von ALLEN meinen Filmen zu bekommen. Weg. Sowas passiert gerne mal beim Umzug.

Was Iron Eagle angeht – der beste Song ist eindeutig der hier (Proxtube erforderlich): http://www.youtube.com/watch?v=nxBUs7mB5ys

Lukas
18. Juni, 2012 10:29

Schalte mal die ersten beiden Videos frei, die stehen noch auf "Privat".

holber
holber
18. Juni, 2012 11:15

Die tote Sumuru Hompage hast du auch noch verlinkt. Das könntest du auch noch rausnehmen.

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 11:30

@ holber: Das mache ich beizeiten, wenn die nächste Renovierung der Website ansteht.

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 11:43

"Wegen der CDs ärgere ich mich auch – ich hatte mir Mühe gegeben, die Scheiben von ALLEN meinen Filmen zu bekommen. Weg. Sowas passiert gerne mal beim Umzug."

Das ist sicherlich ärgerlich, vor allem bei extrem seltenen Soundtracks wie bei Sumuru

"Was Iron Eagle angeht – der beste Song ist eindeutig der hier (Proxtube erforderlich): "

Jupp, Never say die.
Der hat es zumindest auf das Album geschafft.

Ich hab jetzt das Album, den Score von Basil Poledouris und die CD von Rainey. Fehlt nur noch "Eyes of the World" von Eric Martin.
Hier noch eine Übersicht, was die sonst noch vergessen haben.
http://en.wikipedia.org/wiki/Iron_Eagle_(soundtrack)
Zum Glück sind die anderen fehldenden Songs derart bekannt, dass man leicht an die herankommt.(im Gegensatz zu Eyes of the World, hab ich bisher nur auf Youtube gesehen)
Alles auf einer CD wäre aber schön gewesen. Das gibt es leider fast nie.

Seufz. Der seit Dekaden sträflich vernachlässigte Vertrieb von Filmmusik. Warum macht man es uns denn so schwer?

Ungläubiger Hulk
Ungläubiger Hulk
18. Juni, 2012 12:23

Das war ein sehr unterhaltsamer Einblick, danke dafür!

DMJ
18. Juni, 2012 12:37

Nee, sorry… Aber die CGI-Schlange kann man nicht schönreden.
Billige Puppen und Masken können zuweilen charmant wirken, billige CGIs meines Erachtens nicht. Jede Sekunde, die jene Unmöglichkeit im Bild ist, saugt einem als Zuschauer die Lebensfreude aus… tatsächlich einer der wenigen Fälle, wo ein Monster weniger besser gewesen wäre.

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 12:45

@ DMJ: "Aber die CGI-Schlange kann man nicht schönreden." – doch. Kann man. Muss man nur wollen. Z.B. wenn man Autor des Projekts ist 🙂

DMJ
18. Juni, 2012 13:16

Okay, angesichts obigen Textes muss ich mich wohl tatsächlich widerlegt sehen. 😉

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 13:21

"Z.B. wenn man Autor des Projekts ist"

Apropos, wann kommt denn wieder ein Film aus dem Hause Wortvogel?

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 13:28

@ Exverlobter: Wenn der Wortvogel sich mal wieder bequemt, ein Drehbuch zu schreiben. Und es dann auch anbietet. Passiert sicher beizeiten.

HomiSite
18. Juni, 2012 13:32

Aus Lesersicht natürlich fast schade, dass während der ganzen Produktion nicht mehr schiefgegangen ist ;-), aber auch so sehr interessant!

DMJ muss ich schon zustimmen ("Jede Sekunde, die jene Unmöglichkeit im Bild ist, saugt einem als Zuschauer die Lebensfreude aus…" – LOL!), die Schlange war schon übel. Vielleicht, weil sie meiner Erinnerung nach ziemlich aus dem Look des Films fiel. Damals war sie IMO schon im Trailer von RTL2 zu sehen und bestimmt hatte ich mir Sumuru dann nur extra angeschaut, weil ich nicht glauben konnte, dass das Vieh wirklich so mies aussieht :-).

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 13:39

Ich denke ja auch, dass man der Schlange ansieht, dass die Effektleute zu wenig Zeit hatten und allgemein der Meinung waren, schon über Gebühr an dem Film gearbeitet zu haben. You can have it fast or cheap – wir wollten es fast AND cheap. Da liegt kein Segen drauf.

Trotzdem, gerade weil der Film sich wahrlich nicht ernst nimmt, kann ich ihn problemlos schauen, ohne bei der Schlange in die Tischkante zu beissen. Denn auch das gehört zum Business: Man muss akzeptieren, dass nicht alles perfekt läuft. Wer das nicht irgendwann abhaken kann, der macht sich kaputt.

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 14:39

„Wenn der Wortvogel sich mal wieder bequemt, ein Drehbuch zu schreiben:“

Wäre das eine Inspiration für dich?
Eine deutsche B-Film-Antwort auf Michael Bays Transformers.
(Preiskategorie 10-20 Millionen Euro)
Schreib ein Treatment/Drehbuch zu "Saber Rider". Bevor sich Michael Bay die Serie schnappt und noch eine weitere Kindheitserinnerung vergewaltigt, lol . Bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich mein Lieblings-Cartoon immer noch im Gedächtnis der Leute befindet, auch bei Jahrgangskohorten, die 5-10 Jahre jünger/älter sind als ich. Würde vor allem in Deutschland sicher sein Publikum finden. Die Serie war ja traditionell in Deutschland sowieso immer beliebter als in den USA.

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 14:46

@ Ex-Verlobter: Wenn das mal so einfach wäre. Wie soll ich mir die Rechte an Sabre Rider leisten können, die Studio Pierrot sicher nicht für Peanuts her gibt? Welches US-Studio macht einen Deal mit einem deutschen B-Autor? Welches Studio lässt diesem B-Autor dann auch noch das Recht, das Skript zu schreiben? Welcher deutsche Sender finanziert für die Primetime das obskure Remake einer obskuren Anime-Serie? Da passt gar nix.

Und überhaupt: wenn ich sowas machen wollen würde, wäre erstmal die Live Action-Variante von "Captain Future" dran. Über die habe ich sogar mit JMS damals gesprochen – wäre "Crusade" nicht eingestellt worden, hätten wir evtl. versucht, das zu stemmen.

HomiSite
18. Juni, 2012 14:57

Die Serie war ja traditionell in Deutschland sowieso immer beliebter als in den USA.

Was sicher an der albernen, aber herrlich lustigen Synchro lag. Wobei ich den Tonfall der US-Version gar nicht kenne. Saber Rider funktioniert in meinen Augen deswegen heute immer noch, auch wenn man schon deutlich sieht, wie die Amis die Serie radikal verharmlost haben.

Aber natürlich kann man damit kaum einen Film oder so mehr aufziehen; selbst ein Videospiel ist seit Jahren in der Produktionshölle.

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 15:02

Da ist was dran. Die Problematik sieht man auch momentan schön bei dem von einem deutschen Publisher angekündigtem Saber-Rider Computerspiel, wo sich angeblich sogar die deutschen Synchronsprecher dazu bereiterklärt hatten nochmal mitzusprechen. Das Spiel ist aber seit 2 Jahren in der Development-Hell.

Stimmt Captain, Future, auch so eine Anime-Serie, die in Deutschland beliebter als auf dem globalen Markt war.
JMS und Crusade? Jo, was für ein Schlamassel.
Aber seit dem Erfolg von Captain America und Avengers müsste dessen Karriere sich auch wieder im Aufwind befinden, oder?

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 15:04

@ Exverlobter: JMS neuer Erfolg nutzt nichts. Wir wollten ja damals speziell die Produktionsstätten von "Crusade" nutzen, weil sie sich perfekt für CF anboten.

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 15:05

@HomiSite
Das mit der Synchro hatte ja lange Zeit Tradition.
Die Bud-Spencer-Filme, , Saber Rider, Die 2 mit Roger MOore u.a. alles Sachen die aufgrund der Kalauer-Synchro hierzulande meist erfolgreicher liefen. Ob das gerechtfertigt war ist eine andere Frage. Aber angeblich fanden sogar Roger Moore und Tony Curtis die deutsche Fassung von Die 2 besser.

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 15:14

"Da ist was dran. Die Problematik sieht man auch momentan schön bei dem von einem deutschen Publisher angekündigtem Saber-Rider Computerspiel, wo sich angeblich sogar die deutschen Synchronsprecher dazu bereiterklärt hatten nochmal mitzusprechen. Das Spiel ist aber seit 2 Jahren in der Development-Hell."

Du kannst Dir ja auch einfach die offizielle Saber Rider-Fortsetzung ANHÖREN. Japp. Geht nämlich in kürze weiter. Als Hörspiel. Mit den Originalsprechern, und dem Segen der Japaner…

http://www.youtube.com/watch?v=4E4_Z0RKisI

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 15:16
Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 15:22

@OnkelFilmi
Danke für den Tipp.
Wer mal einen Blick in die Original-Japanische Variante werfen will, sollte mal einen Blick auf den Youtube-Kanal „GermanTribun“ http://www.youtube.com/user/GermanTribun
riskieren. Der hat alle japanischen Folgen hochgeladen.
Man erkennt die Serie dann kaum wieder (vor allem musikalisch), Des Weiteren ist da ist sogar richtiger Gore drin!

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 15:25

Ach ja, und CAPTAIN FUTURE ist auch schon einige Zeit wieder zurück (jedoch als inszeniertes Hörbuch):

http://www.youtube.com/watch?v=QOxXwF8j8fY

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 15:26
HomiSite
18. Juni, 2012 15:36

W00t! I am hyped, auch wenn Action als Hörspiel immer knifflig ist (und das Making-of offenlässt, wie ernst/lustig/actionreich das Hörspiel wird). Ich verfolge die aktuelle Anime- und Hörspielszene nicht mehr so, deswegen war das total an mir vorbeigegangen (das Release der Saber-Rider-DVDs ist ja schon wieder Jahre her…).

Captain Future fand ich, glaub ich, nie so richtig brillant, außer die Musik. Ist aber ewig her, dass ich das gesehen habe. Kindheitserinnerungen, die nie aufgefrischt wurden: Königin der 1000 Jahre und Odysseus 31.

PS: Wird ja jetzt ziemlich OT hier :-).

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 15:41

@HomiSite

BTW, die Musik von Future war in Deutschland auch einzigartig, international lief nämlich die japanische Variante.

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 15:53

Eeeh, so ganz stimmt das nicht, Exverlobter.

TOEI hatte keine seperaten Spuren bzw Tonbänder für Dialog, Geräusche und Musik, weshalb alles für jede Synchronfassung neu erstellt bzw komponiert werden musste! Bei uns kam die Musik halt von Christian Bruhn, bei der lateinamerikanischen Fassung (ja, es gibt sogar unterschiedliche spanischsprachige Versionen) machten das die von DIC bekannten Haim Saban und Shuki Levy, und in der englischen Mark Mercury…

Magineer
Magineer
18. Juni, 2012 15:53

"Und überhaupt: wenn ich sowas machen wollen würde, wäre erstmal die Live Action-Variante von “Captain Future” dran. Über die habe ich sogar mit JMS damals gesprochen – wäre “Crusade” nicht eingestellt worden, hätten wir evtl. versucht, das zu stemmen."

Die hat doch aber Christian Alvart (der von "Antikörper" und "Pandorum") sowieso schon seit zwei Jahren in der Mache – die Rechte wurden 2010 erworben, und das Drehbuch wurde damals auch FFA-gefördert. Ich hab gerade mal auf seine Facebook-Seite geschielt, das Skript sollte jetzt fertig sein (April 2012 – 4th draft). Ich erinnere mich auch dunkel daran, mal in einem Interview mit dem Christian Becker von "Rat Pack" gelesen zu haben, dass die das Projekt demnächst wieder forcieren wollen, wenn Alvart den aktuellen Film abgedreht hat.

Das hier war seinerzeit die Originalmeldung zum Future-Projekt:

http://www.quietearth.us/articles/2010/03/16/Excl-Pandorums-Christian-Alvart-talks-CAPTAIN-FUTURE-adaptation

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 16:00

Frankreich (Jean-Jacques Debout)
Spanien (Haim Saban/Shuki Levy)

http://www.youtube.com/watch?v=oAgaMdRKPMc

http://www.youtube.com/watch?v=leQC1lC9z3c

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 16:05
Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 16:06

OK, sollte es mal tatsächlich einen Captain Future-Film geben, kann man sich dann streiten, welche Version die gültige ist.
Ein ähnliches Problem hätte Saber Rider/bzw. Seijushi Bismarck.

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 16:11

Noch größere Umsetzungsprobleme gäbe es bei Voltron, dass meines Wissen gar aus 2 unterschiedlichen japanischen Anime-Serien zusammengeschnibbelt wurde.

OnkelFilmi
OnkelFilmi
18. Juni, 2012 16:39

Naja, bei VOLTRON wurde ja nicht einfach eine Serie umgeschnitten bzw umsynchronisiert, sondern wirklich aus mehreren Anime-Serien eine eigenständige gebaut (und teils liess man auch neue Animationen bei der japanischen Produktionsfirma eigens für VOLTRON produzieren…). Spätere Serien bestanden dann auch aus komplett eigenen Animationen. Und ein Spielfilm ist auch schon angekündigt…

Carl Kreathers
Carl Kreathers
18. Juni, 2012 20:10

"Dabei achtete ich sorgsam darauf, niemandem auf die Füße zu treten."

Schade, ich dachte gerade der Wortvogel wäre bei soetwas etwas mutiger. Es geht doch nichts über die unterhaltsamen und entwaffnend ehrlichen Audiokommentare von Uwe Boll. Da lernt man richtig, wie es hinter den Kulissen wirklich vor sich geht.

Wortvogel
Wortvogel
18. Juni, 2012 20:13

@ Carl Kreathers: Mein AK IST außerordentlich unterhaltsam. Ehrlichkeit und Humor beinhalten nicht zwangsläufig, über andere Leute her zu ziehen oder Brücken abzubrechen. Ich behaupte sogar, dass man in Beiträgen wie meinem hier mehr lernt als bei Boll – weil ich nicht ständig versuche, eigenes Versagen auf andere zu schieben.

Carl Kreathers
Carl Kreathers
18. Juni, 2012 20:17

Hört sich nicht schlecht an. Werde mir die DVD wohl mal bei ebay günstig schießen. Ich liebe Audiokommentare 😀

Marcus
Marcus
18. Juni, 2012 20:24

@Carl:

Schade, ich dachte gerade der Wortvogel wäre bei soetwas etwas mutiger. Es geht doch nichts über die unterhaltsamen und entwaffnend ehrlichen Audiokommentare von Uwe Boll.

Das hat vermutlich nichts mit Mut zu tun, eher mit "wo man isst, dort sch…t man nicht". Wer weiß, mit wem man nochmal zusammenarbeiten will.
Boll ist sein eigener Produzent, ihm kann keiner.

Edit: ah, der Hausherr war schneller.

Marcus
Marcus
18. Juni, 2012 20:29

Und woher kommt auf einmal das Abnerden über Asbach Uralt-Animes?

Und wieso kennt sich Filmi auch damit scheinbar aus? Gibt es irgendwas, was der Nerd-Oger nicht kennt? 😯

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 21:15

Uwe Bolls Audiokommentare sind immer gleich:

"Natassia Malthe ist sowas von gehirnamputiert"

Exverlobter
Exverlobter
18. Juni, 2012 21:26

@Filmi

Ja,das mit den unterschiedlichen Intros gab es früher öfters. Bei Future war es anscheinend in fast jedem Land anders. Bei Saber Rider hatten Franzosen und Italiener einen anderen Song, die Deutschen benutzen die Ami-Version.

Aus dem Nicht-Anime-Bereich fällt mir dann noch Space1999v/Mondbasis Alpha ein.

Sarah
Sarah
20. Juni, 2012 13:30

Toller Bericht. Was mir noch nicht ganz klar geworden ist: Der Film wurde ja in Englisch gedreht, richtig? Heißt das, Du hast dein erstes Drehbuch gleich mal in Englisch geschrieben? Und wenn ja, war das nicht unglaublich schwierig? Ich meine, nicht, dass ich Dir kein gutes Englisch zutrauen würde, aber trotzdem… 😉

Wortvogel
Wortvogel
20. Juni, 2012 13:34

@ Sarah: Ich schreibe und spreche Englisch wie Deutsch. Bei "Apokalypse Eis" und "Lost City Raiders" war das nicht anders.

Sarah
Sarah
20. Juni, 2012 17:42

Ui. Selbst beigebracht? Trotzdem nochmal eine größere Leistung, finde ich.

Carl Kreathers
Carl Kreathers
20. Juni, 2012 18:00

Selbst beigebracht wäre schon eine Leistung. Würde mich aber auch mal interessieren, wie konkret der Wortvogel sich dieses hohe Fremdsprachenniveau angeeignet hat.

Vielleicht kann ich da ein paar sinnvolle Tipps rausziehen, um mein gerade einmal "leicht solides" Englisch zu verbessern.

Wortvogel
Wortvogel
20. Juni, 2012 18:04

@ Carl: Sprachbegabung besitzen, in der Schule gut aufpassen, oft nach Amerika reisen, in einer Firma arbeiten, in der Englisch Bürosprache ist, als Übersetzer Geld verdienen, grundsätzlich englische und amerikanische Bücher/Filme auch nur auf englisch gucken/lesen. Das alles 20 Jahre lang. Gar nicht so schwer.

Carl Kreathers
Carl Kreathers
20. Juni, 2012 18:18

Dann kann ich’s vergessen…

Sarah
Sarah
21. Juni, 2012 09:28

Bücher und Filme lese / gucke ich auch fast ausschließlich auf Englisch und für den passiven Wortschatz ist das super, aber aktiv… dafür muss man wohl wirklich oft in den USA sein oder die Sprache anderweitig im Alltag nutzen. 😉

sergej
sergej
5. April, 2014 12:03

Gestern wurde bei den Schlafaz dieser Sumuru sehr kurz erwähnt, zwischen 20:35 und 20:50.
http://www.tele5.de/videos/schlefaz-sumuru-2/video/sharknado-4.html