Crap Alert! Crap Alert! Crap Alert!

Ich habe eine Weile drüber nachgedacht, WAS genau mir an dem Trailer so aufstößt, abgesehen von der Tatsache, dass er null Einblick in den Plot erlaubt und auf so overstylte wie leere Action setzt.

Man könnte argumentieren, dass ALVH nicht viel anders daher kommt als „Sherlock Holmes“. Dem setze ich entgegen, dass der echte Abe Lincoln einfach keine Projektionsfläche für Action bietet – und dementsprechend der Titel als Witz zwar funktioniert, aber in Spielfilmlänge erst noch überzeugen muss. Benjamin Walker ist nicht Robert Downey Jr., soviel kann man schon mal festhalten.

Hauptsächlich erschüttert mich aber, wie wenig Emotionen der Trailer auslöst. Das kündet eher von so einem CGI-Trash wie „League of extraordinary Gentlemen“, „Van Helsing“ oder „Wolfman„.

Ich prophezeie: Flop, in den USA weniger als 80 Millionen Einspielergebnis, weltweit kumuliert keine 150. Any takers?



59 “ Trailer: „Abraham Lincoln Vampire Hunter“ ”

  1. 1
    Proesterchen

    Beim Einspielergebnis würde ich allein wegen des Titels auf 2/3 domestic tippen. Wen interessiert in der Welt schon der olle Abe? Ich sage mal 60 domestic, 90 total.

  2. 2

    Ich weiß nicht, irgendwie geilt die Chose allein schon wegen des Titels und der Idee an sich. Ich glaube nicht, dass der massiv floppen wird. Aber ich hätte auch nie gedacht, dass das „Planet der Affen“-Prequel ein Hit wird, also, was weiß ich schon…

  3. 4

    „Ich prophezeie: Massiver Flop, in den USA weniger als 80 Millionen Einspielergebnis, weltweit kumuliert keine 150. Any takers?”

    Yep, ich halte dagegen.

    Der Trailer funktioniert in meinen Augen anders, nämlich auf einer ästhetischen Ebene. Dieser Mix aus Videospiel, Musikvideo und bildlicher Anspielung auf „Sherlock Holmes 2” (der splitternde Baum in Zeitlupe) setzt genau die Reize, die meines Erachtens für einen soliden Erfolg reichen können. Zumindest dürfte er diejenigen zum Kinobesuch anlocken, die sich schon alleine von der Ästhetik verführen lassen (einfacher formuliert: es bumst gewaltig und die Zeitlupen kommen massiv zum Einsatz).

    Es sei denn, der Film ist wirklich inhaltlich und schauspielerisch so mau, dass die Mundpropaganda für Einbrüche in den Zahlen sorgt.

  4. 6
    CypherCrowley

    Tjoa, nettes Eyecandy. So als Kaugummi für die Augen geht das schon in Ordnung, finde ich. Da konnte man sich beim Bemambetov bisher eigentlich immer drauf verlassen. Allerdings finde ich daß das Gimmick allein nicht mal den Trailer stemmen kann, geschweige denn einen ganzen Film. Den Rezensionen nach zu Urteilen hatte schon „Pride and Prejudice and Zombies“ genau dieses Problem. Ich bleibe erstmal skeptisch. Next: Trailer with character beats, please.

    Wobei: Rufus Sewell und Alan Tudyk gehen eigentlich immer.

    EDIT:
    „wie geht das eigentlich das 1.111 etwas “liken” (und 46 “unliken”) können was nur 301 mal aufgerufen wurde?“

    Soviel ich weiß werden die „likes“ in Echtzeit aktualisiert, die Views aber nicht. Die hinken also erstmal hinterher.

  5. 9
    OnkelFilmi

    Ein Flop von AL:VH könnte allerdings böses für HÄNSEL & GRETEL: WITCH HUNTERS (mit Jeremy Renner und Gemma Arterton) bedeuten (der wegen Honest Abe und Herrn Poe auf 2013 verschoben wurde…)

  6. 10

    3D, guck ich nicht im Kino.

    Ansonsten: Blockbuster! Kosten werden 3-4fach reigeholt.

    Aber ich hatte zu Beginn der Bundesliga-Saison auch auf Gladbach als Meister getippt, also vor dem Eröffnungsspiel.

  7. 13

    „Gar nicht.

    Werde auch deinen Film frühestens auf DVD in 2D anschauen.“

    You’re missing something out, dude. „My Bloody Valentine 3D“, „Final Destination 4“ und „Saw – Vollendung“ waren großartige Kino-Erlebnisse. Man muss halt das Glück haben, an einen Regisseur zu geraten, der weiß, wie man 3D richtig einsetzt. Es hilft, wenn man sich an Horrorfilme hält…

  8. 16

    „@ Peroy: “Final Destination 4″? Geht’s noch?“

    Im Kino war der großartig. Wenn ich zusammenzucke, weil ich glaube, dass ein Schraubenzieher von der Leinwand auf mich zugeflogen kommt, weiß ich, dass der Film etwas richtig gemacht hat. Die Final Destinations sind allesamt nichts weiter als eine Parade abstruser und freakiger Todes-Szenen, man muss sich darauf einlassen, um sich daran erfreuen zu können. Ich hab‘ da kein Problem mit.

    Ich hatte mit „Final Destination 4“ eine bessere Zeit im Kino als mit „Avatar“.

  9. 23

    Hm … also … nein. Spricht mich nicht an.

    Das passt auch irgendwie wirklich nicht. Mit Earp hätte man das vielleicht machen können. Oder mit einem versoffenen Wild Bill Hickok.

    Könnte man da nicht etwas Deutschen gegensetzen? Helmut Kohl, die Mauer mit dem Presslufthammer einreissend, nachdem er eine Armee Zombie-Volksarmisten niedergerungen hat? Durch Draufsetzen.

    Helmut Schmidt die Hamburg-Flut bekämpfend, indem er Wiedergänger niedermetzelt?

    In der Hauptrolle Til Schweiger.

    Regie: Oliv … ne, jetzt reicht´s.

  10. 29

    @Wortvogel: Stimmt schon, bei den 150 Mio. hatte ich auch Bedenken. IMDB erwähnt ja auch nur ein Budget von 70 Mio., kann man zwar nur mit Vorsicht genießen, aber sofern das halbwegs hinkommt, braucht es ja auch keine 150 Mio., um kein massiver Flop zu werden.

  11. 30

    timur ist in meinen augen ein fabelhafter blender. immer wenn es im film strunzdämlich wird, haut er irgendeinen eyecatcher raus, so dass man da gar nicht weiter drüber nachdenkt.
    ist mir besonders beim schwarzen blitz udn wanted aufgefallen.
    bei den wächterfilmen ( udn bei den büchern sowieso) blick ich überhaupt gar nicht durch. aber is mir wurscht. so wirds wohl auch bei abe sein.

  12. 31

    @ Mencken: Soweit korrekt, ich habe auch das „massiv“ jetzt gestrichen, weil es sich mit den 150 Mio. beißt. Trotzdem wären 150 für das Studio sicher eine Enttäuschung.

  13. 32

    Was er an Kasse macht, vermag ich nicht zu sagen, aber so wirklich flasht mich der Trailer auch nicht. Ich bin eh skeptisch bei Filmen, die einen zu guten Titel haben, da der oft das einzige ist, worauf man sich ganz verlassen hat. Und das reicht nicht immer für 90 Minuten.
    Die Action hier sieht ja ganz schick aus, aber fällt heutzutage auch nicht weiter auf, die Absurdität seiner Hauptfigur und Prämisse wird im Trailer ja relativ wenig genutzt, da wäre etwas storyorientierteres besser gewesen.

    Aber die „Final Destination“-Filme sind tatsächlich Musterbeispiele dafür, wie 3D als herrlich spaßige Jahrmarktsattraktion genutzt werden kann.

  14. 33
    Comicfreak

    ..nee, nach dem ganzen Twilight-Rotz rennt man schon alleine deshalb ins Kino, um mal wieddr richtige blutsaugende Monster anständig abgeschlachtet zu sehen, und Tim Burton zieht..

  15. 34

    Hm, ich wage da keine Prognose. Ich hatte mich schon geirrt, was den Erfolg des Romans angeht. Aber Bekmambetov kann mir gestohlen bleiben, der ist die russische Variante von Zack Snyder (sprich.strunzdämliches, unnötig brutales Oberflächenkino mit fragwürdiger Aussage)

  16. 35

    @ heino:

    Welche fragwürdige Aussage steckt denn in den Wächter-Filmen? Bei Wanted seh ich’s aber wie du. Könnte mir vorstellen, dass der Lincoln-Film hier recht unterhaltsam wird. Mal sehen.

  17. 38

    Das mMn größte Problem des Films ist nicht der Titel oder der vorbelastete Regisseur, sondern der absolut fehlbesetzte Hauptakteur. Viiiiel zu glatt für den herbgesichtigen Abe. Ja, der soll wohl etwas jünger sein, trotzdem.

    Und ist Cypher mein verschollener böser Zwilling oder was soll der Scheiß?

  18. 39
    Realsatiriker

    Diese internationale Version des Trailers bietet ein paar Dialogszenen:
    http://www.bleedingcool.com/2012/02/14/other-trailer-for-abraham-lincoln-vampire-hunter-longer-scenes-actual-dialogue/

    Nachdem selbst der beste beteiligte Darsteller, „Lead Vampire“ Dominic Cooper, so charismatisch/bedrohlich wirkt wie mein Kassierer beim Edeka um die Ecke, sehe ich auch ein mäßiges Einspielergebnis aufziehen. International wird der gar nicht stattfinden, dafür klingt die Idee zu bescheuert. Und in den USA stirbt er nach kurzer Neugier fix dahin. 75 US, 45 international = 120 Mio.

  19. 40
    CypherCrowley

    „Und ist Cypher mein verschollener böser Zwilling oder was soll der Scheiß?“

    Ob Zwilling oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen. Rennen Dir die Playmates auch ständig die Bude ein mit aufdringlichen Aufforderungen zur Fortpflanzung? 🙂

    Ansonsten bleib nur zu sagen daß da wohl zwei die gleichen oder zumindest ähnlichen Vorlagen bei der Nickname-Findung hatten.
    So ein Internet Pseudonym wird irgendwann einfach wie ein eingetragener Pantoffel: bequem und vertraut. Ich hoffe Du fühlst Dich jetzt nicht auf den Schlips getreten deshalb. 😉

  20. 41

    @Olsen:keine Ahnung, die habe ich mir nicht angeschaut. ich bin von „Wanted“ ausgegangen, der schon geradezu widerlich menschenverachtend ist und mich als erster Film in meinem Leben wirklich aggressiv und wütend aus dem Saal entließ. Und dieser Trailer hier macht auf mich einen sehr ähnlichen Eindruck. Keine Ahnung, wie ausgerechnet Burton als Produzent hier landen konnte.

  21. 42

    @heino:

    Och, menschenverachtend ist „Wanted“ der Comic auch schon. Das Problem ist, dass bei „Wanted“ dem Film noch „völlig bescheuert“ dazukommt.

    Ein Webstuhl, der in die Zukunft sehen kann?! Welche Drogen muss man in welches Gehirn einfüllen, um den ganzen Sinn und Zweck der Comicvorlage wegzuradieren und durch *das* zu ersetzen?

  22. 46

    @Marcus:wohl wahr. Aber ich mag halt diese Style-over-substance-Scheisse einfach nicht mehr sehen. Und ich wage mal zu behaupten, dass sowohl Roman als Film nicht viel an Inhalt zu bieten haben.

    @Mencken:da haste sicher recht, aber ich werde mir trotzdem keine hohlen Streifen von Snyder oder Bekmambetov mehr ansehen

  23. 48
    CypherCrowley

    „Das mMn größte Problem des Films ist nicht der Titel oder der vorbelastete Regisseur, sondern der absolut fehlbesetzte Hauptakteur. Viiiiel zu glatt für den herbgesichtigen Abe. Ja, der soll wohl etwas jünger sein, trotzdem.“

    Kann ich so unterschreiben, zumal – selbst im längeren Trailer – der Hauptdarsteller völlig untergeht. Ich persönlich hätte in der Rolle ehrlich gesagt lieber einen um 10-15 Jahre verjüngten Stephen McHattie bzw. Lance Henrikson gesehen. Auch ein Robert Knepper oder Liam Neeson hätten mir gemundet. Aber mit denen zieht man natürlich – abgesehen von Neeson vielleicht – auch nicht die Massen ins Kino.

    „Aber ich mag halt diese Style-over-substance-Scheisse einfach nicht mehr sehen. Und ich wage mal zu behaupten, dass sowohl Roman als Film nicht viel an Inhalt zu bieten haben.“

    Sehe ich zwar grundsätzlich ähnlich, ausschlaggebend ist für mich in solchen Fällen immer ob der „Style“ ausgeprägt genug ist um einen kompletten Film zu tragen. „Avatar“ oder „Tron Legacy“ waren zwei solcher Filme die ich inhaltlich ziemlich mau fand, deren audiovisuelle Gestaltung aber stark genug war um mich zu fesseln. Kino darf für mich ruhig auch mal „bewegter Bildband“ sein. Ich bin von dem bisherigen Trailer ausgehend einfach noch nicht sicher ob „Abraham Lincoln“ dieses Kriterium erfüllt und hoffe erstmal auf die Namen Burton/Bekmambetov.

    „ach ja die Reichweite vom Blog ist aber beieindruckend den Abe-Trailer haben jetzt 686.742 aufgerufen. SCNR“

    Das kann nicht stimmen, da Mr Hollywood ja gar nicht mehr mitmischt und ohne den keine Klicks hier erzeugt werden.

    Ach so…..
    @OnkelFilmi [bzgl. „The FP“ Trailer]:

    Weh. Teh. Eff. Fragezeichen.

  24. 49

    @Wortvogel: Abraham Lincoln als Action-Held ist nicht mal so sehr weit hergeholt. In amerikanischer Folklore (so ähnlich wie Washington und sein Kirschbaum – hier glaub ich sogar auf Abe projeziert) war er in seiner Jugend so eine Art drahtiger Goliath. Zumindest den Action-Teil hat er also erfüllt.

    Zum Rest? Sicher gabs ne Comic-Vorlage (hoffentlich nicht nur ein Meme), aber dass so etwas ja recht… hrm, frei umgesetzt werden kann, zeigt ja schon das oben erwähnte Wanted. Mal schaun, ob das was wird. Andererseits fand ich sogar Van Helsing damals auf eine trashige Art und Weise unterhaltsam.

  25. 50

    @heino: meinst du ALVH oder Wanted?

    „Wanted“: der Comic hatte immerhin einen Sinn, eine Pointe. Der Film nicht.

    „ALVH“: kann sein, hab den Roman nicht gelesen. Verspreche mir aber auch nichts davon.

  26. 53

    @peroy dein wanted Review kann ich genau so unterschreiben. Genau diese Seite Art von stylischer Brutalität ist das was in meinen Augen den im prinzip strunzdummen und gähnend langweiligen immortals vorm totalen Absturz bewahrt. Wenn das bei aber genauso wird hab ich kein Problem mit.

  27. 54

    „@heino: meinst du ALVH oder Wanted?

    “Wanted”: der Comic hatte immerhin einen Sinn, eine Pointe. Der Film nicht.

    “ALVH”: kann sein, hab den Roman nicht gelesen. Verspreche mir aber auch nichts davon.“
    Style over substance sind die beide, aber die Vorlage von „Wanted“ war ein Comic (den ich nicht gelesen habe), daher kann ich nicht sagen, ob der eine bessere Pointe als der Film hat. Die Äusserung bezog sich AL:VH. Das sieht für mich nach geistigem Sondermüll aus.

  28. 56

    Der „Wanted“-Comic ist besser als der hirnfressende Film (welcher ja alle guten Ideen seiner Vorlage weiträumig umfährt), aber auch nicht wirklich gelungen, da Millar zwar eine interessante Grundidee hat, dann aber nichts wirklich aus ihr macht.
    So, die Geschichte spielt mal rein unter Superschurken? Interessant!
    Eine kurze Montage, in der betont wird, dass man ja ganz doll Böses tut (aber etwa keine Rache an den Peinigern von früher nimmt) und schon geht es in den Kampf gegen die anderen Bösen… wie es ebenso ein etwas härter gesinnter Superheld tun könnte. Dem Ende (nach dem antiklimatischen Showdown, der auf „Oh mein Gott… TAUSEND Gegner… So, jetzt sind sie alle erschossen“ hinausläuft) fehlen dann auch die Eier, sich mal wirklich extrem zu geben, da auch Superschurken Familienwerte haben müssen.

    Ja, allmählich sind wir absolut off topic, aber über das verschenkte Potential von „Wanted“ bin ich noch immer ergrimmt. 😉

  29. 58

    @DMJ:Millar hat ja eh die Tendenz, gute Ideen durch schlechte Ausführung zu torpedieren. „Kick-Ass“ hatte als Comic dasselbe Problem un dbei weirdfiction hattest du das auch von einem seiner neueren Werke (den Titel hab ich vergessen) geschrieben. Auch „Cicil War“ bei Marvel war eigentlich nur eine einzige Prügelorgie, die die gute Grundidee nach ein paar Panels wieder fallen ließ.



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