Ich suche mir diese Leute nicht. Sie suchen mich auch nicht. Aber wenn man sich in der Hoffnung umschaut, doch noch deutsche Talente zu finden, die international reüssieren können – und sei es nur im Bereich B-Movie -, dann stößt man unweigerlich auf diesen Menschenschlag.

Die Windbeutel, die Blender, die Supachecka, die „hö ma, fünf Mio kriege ich mit links für den Film zusammen“. Kontostand: -34 Euro.

Jungs, die noch nie eine Filmhochschule (oder wenigstens ein Sachbuch zum Thema) von innen gesehen haben, aber für den Erstling Nicolas Cage verpflichten wollen – in 3D, is klar.

Die den Soundtrack ebenso selbst zimmern wie den Vertrieb.

Deren fachliche Qualifikation ein gut gefüllter DVD-Schrank ist.

Bei denen Drehstarts und Verleihbeginn immer seltsam vage bleiben, angekündigte Projekte plötzlich von den Webseiten gelöscht werden und Schauspieler im Cast immer dann wechseln, wenn man jemand genauer nach hakt, ob es für die großmäulig angekündigten Stars überhaupt Verträge gibt.

In deren Umfeld sich Rapper finden, D-Promis, Stripper, Pornodarsteller.

Die jeder Kritik erst mit Häme, dann mit Androhung von Schlägen und/oder Rechtsmitteln begegnen. Die nie Taten folgen lassen.

Die glauben, dass es reicht, sich Filmemacher zu nennen, um Filmemacher zu sein.

Ich dachte lange, MV sei nicht zu toppen.

Bis beim Six-Shooter der Name Vjekoslav „Bruce“ Katusin fiel und ich den Fehler machte, diesen zu googeln. Es war eine Geschichte, die zunehmend wahnwitziger wurde – und erzählt werden muss. Ob Katusin zu der oben genannten Spezies gehört, vermag ich nicht zu beurteilen. Das könnt ihr vermutlich besser. Nehmt euch Bier und Salzstangen, das hier ist eine GANZ wilde Geschichte…

Zuerst mal ein bisschen Background: die Biographie wurde bei der Wikipedia wegen Irrelevanz gelöscht (Erinnerungen werden wach), bei PlusPedia und Wer-kennt-wen werden keine so strengen Maßstäbe angelegt. Da kann jeder über sich reinschreiben, was er will. Ich empfehle, beide Einträge entspannt durchzulesen. Wir lernen: der Mann ist ein 28jähriger kroatischer Ex-Maurer, der Bruce Willis bei einer Filmpremiere mal eine Anstecknadel geschenkt und in Rom vor Bud Spencer geheult hat.

In der Tat gibt es von der denkwürdigen Begegnung mit Bruce Willis sogar ein Video:

Katusin beschreibt diese Szene selbst so: „Ich traff im Juni 2006 Bruce Willis in Köln. Man zieht mich als letzten den er die Hand gibt. Da habe ich zu Ihm gesagt das ich ausen rum gehen und dan mit Ihm sprechen werde und er nick dan das es OK ist.

Die Begegnung mit Bud Spencer ist ebenfalls fotografisch belegt:

Inwieweit hier eine eherne Freundschaft geschlossen wurde oder Bud Spencer lediglich einem Foto mit einem deutschen Fan zustimmte, lässt sich nachträglich schwer sagen. Katusin hält Spencer hernach jedenfalls für seinen Mentor und Spencer… aber dazu kommen wir noch.

Irgendwie muss die Begegnung mit Spencer eine Initialzündung bei Katusin ausgelöst haben: Er will SCHAUSPIELER werden – ungefähr so, wie Grisu der Drache FEUERWEHRMANN werden will. Laut eigener Aussage lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten: „Im November 2006 bekam er schließlich seine erste Rolle im Film Stuntmen„.

Reality-Check (und den werden wir noch häufiger machen müssen): „Stuntmen“ ist ein Kurzfilm (hier komplett zu sehen), bei dem sich Katusin mit 20 Euro bei Ebay eine Komparen-Rolle erkaufte. Hier seine gesamte „Rolle“ in dem „Film“ (samt Nennung in den Credits):

Reality-Check: Es ist keine Rolle – es ist die Definition des Begriffes „Komparserie“. Einmal unscharf im Hintergrund durchs Bild laufen.

(Anmerkung: Es wurde zuerst ein anderer Statist als Katusin identifiziert – das Bild habe ich nach Rücksprache mit den „Stuntmen“-Machern ausgetauscht)

Danach geht es – wenn ich dem Sprachduktus der Boulevardmedien folgen würde – „Schlag auf Schlag“: „Weitere Gastauftritte im Kinofilm „Superhelden – Hasenbrot und Waldgeflüster“ sowie im Spielfilm „Blood Wars“ folgten.

Reality Check: „Kinofilm“ im Sinne von „Der wurde mal in einem Kino aufgeführt“ und „Spielfilm“ im Sinne von 30minütige Amateurproduktion, die nie veröffentlicht wurde und deren einzige Katusin-Szene schon vorher rausgeschnitten worden war. Auch für die Komparsenrolle in „Blood Wars“ wurde Katusin nicht bezahlt, stattdessen musste er 20 Euro auf den Tisch des Hauses legen, um dabei sein zu dürfen:

Bei „Superhelden“ hatte Katusin noch etwas weniger stylish ausgesehen:

Aber wenn jemand wie Katusin mal Blut leckt, gibt es kein Halten mehr. Was macht man, wenn man kein Geld und keine Perspektive hat? Man gründet eine Filmfirma, logo. Katusin hebt nach eigenen Angaben „Katusin Film Production“ aus der Taufe. Er taucht mit seinen „Credits“ und seiner „Biographie“ bald auf wirklich allen Webseiten auf. Es gibt zeitweise auch eine Katusin Production-Homepage, deren „News“-Sektion sich faszinierend liest:

Im Mai 2007 gründete Vjekoslav Katusin die Produktionfirma „Vjekoslav Katusin’s Filmproduktion“. Noch im diesen Jahr wird Vjekoslav Katusin 2 – 3 Filme drehen.

25/05/2007Vjekoslav Katusin hat die Idee zu einem Thriller der den Titel „The Perfect Crime“ trägt.

04/06/2007Drehbuch zum Filmprojekt „The Perfect Crime“
Heute fing Vjekoslav Katusin am Drehbuch an zu schreiben über seinen neuen Thriller „The Perfect Crime“.

20/06/2007Die Hälfte vom Drehbuch zum Film „The Perfect Crime“ ist schon geschrieben. Die Dreharbeiten zum Film werden höchstwahrscheinlich nächstes Jahr im Mai-Juni beginnen.

05/07/2007Vjekoslav Katusin hat die Idee zu einem Thriller Film der den Titel „Live Fast and Die Young“ hat.

18/08/2007Heute wurde für den Film „Live Fast and Die Young“ der Bösewicht gefunden. Ihn Spielt kein geringerer als der Regiesseur Vjekoslav Katusin persönlich. Vjekoslav Katusin sagte selbst dazu: „Ich wollte immer einen Bösewicht spielen und der Bösewicht im Film ist extrem Böse.“

Ist es nicht schön, wenn man den Bösewicht nach langer ermüdender Suche im Spiegel entdeckt?

Die News-Sektion widerspricht allerdings dem Pluspedia-Eintrag von Katusin, der den Zeitablauf so beschreibt: „Am 18. Oktober 2007 eröffnete er „Katusin Film Production“. Bereits zwei Tage später drehte er seinen ersten Film „Live Fast and Die Young“, zudem er zuvor das Drehbuch in nur 7 Stunden geschrieben hatte.

Das Drehbuch für seinen ersten Film hat Katusin also nach eigenen Angaben in sieben Stunden geschrieben. Warum er sich das nicht ins Guinness Buch der Rekorde eintragen lässt, ist angesichts seiner sonstigen Begeisterung für das eigene Talent verwunderlich.

Irgendwann verschwindet die Webseite, die Adresse wird dicht gemacht, mit einem letzten großen Versprechen: „Am Ende Dezember 2008 wird es einen neue Homepage geben wie die Hollywood Regisseure es haben. Neuer Design und alle Informationen des neuen Films „Gangs of Croatia“. Sobald Sie fertig ist werden Sie die neue web adresse hier bekommen.“

Reality-Check: Die neue Homepage – wie die Hollywood Regisseure es haben – geht nie online.

Katusin dreht also eigene Filme. Trotz gegenteiliger Behauptungen sind „Live fast and die young“ und „Der letzte Coup“ bis heute nicht erhältlich. Einen Einblick in die Professionalität der Produktionen gibt vielleicht dieses „Interview“ mit den „Darstellern“:

http://www.youtube.com/watch?v=KIib7m2hlPc

Katusin äußert sich auch selber in einem „Interview“ für eine „Zeitung“:

http://www.youtube.com/watch?v=0SHiYZpWc0o

„War eigentlich gar nicht so schwer…“

Reality-Check: Es ist nicht bekannt, WER Katusin da interviewt. Das „Zeitungsinterview“ konnte ich nicht finden, Katusin referenziert es auch nirgends. Der Amateurfilmpreis, den Katusin in Kroatien gewonnen hat? Den kennt bisher niemand außer er selbst. An anderer Stelle behauptet Katusin, „Live fast and die young“ sei in Kroatien in Supermärkten verkauft worden und habe ihm 100.000 Euro gebracht. Auch da müssen wir uns auf sein Wort verlassen. Eine kommerzielle DVD von dem Film hat noch niemand vorweisen können – es existiert nur ein selbsproduziertes „Cover“:

Gibt man die Produktnummer bei Amazon ein, landet man bei dem hier.

Nun mögen wir den „Film“ nicht zu sehen bekommen, aber „Live fast and die young“ hat schon in der Peripherie genügend Material fürs Stirnrunzeln zu bieten. Es gibt nämlich einen YouTube-Kanal namens „katusin4ever„, dessen Profilbild Katusin darstellt und der seine Artwork, seine Clips, seine Musik und seine Interviews präsentiert.

Nur – Katusin behauptet, dahinter stecke nicht er. Kann sein. Kann aber auch sein, dass Katusin sich nur vor rechtlichen Konsequenzen schützen will, weil dieser Kanal u.a. als „expanded version“ des „Live fast and die young“-Soundtracks frech das Stück „Everywhere“ von Fleetwood Mac präsentiert:

http://www.youtube.com/watch?v=l-wGmy5P8c8

Die Rechte daran? Gehören wohl kaum Katusin – oder der Person, die den Song mit seinem Namen und mit seinem Bild präsentiert.

Fast möchte man – wem auch immer – dankbar sein, denn das, was Katusin (oder wer auch immer) selbst für den Soundtrack komponiert hat, klingt verdächtig nach einem Dreijährigen, der im Kaufhaus in der Spielzeugabteilung ein Keyboard entdeckt hat:

http://www.youtube.com/watch?v=FJS5OzgBVAE

Natürlich ist das kein unerträgliches Geknarze, sondern große Kunst, über deren CD-Vertrieb Katusin auch bloß noch „mit Sony reden“ muss:

Man möchte, dass es ein Witz ist – muss aber unterstellen, dass Katusin es durchaus ernst meint.

Außer Spesen also nix gewesen? Immerhin kann und wird sich Katusin künftig stolz „Filmproduzent, Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler“ nennen. Ohne je einen Film veröffentlicht zu haben.

In dem, was man von „Live fast and die young“ und „Der letzte Coup“ erahnen kann, schält sich sehr schön Katusins Weltbild heraus, das ausschließlich von dem bevölkert wird, was man im US-Slang „gangstas and hoes“ nennt. Harte Kerle, große Knarren, willige Weiber. Was zählt, ist bling. Recht hat, wer schneller abdrückt. Dicke Hose. So präsentiert sich Katusin selbst gerne, u.a. auf den „Kalenderblättern“ seines „Facebook-Fanclubs„!

I shit you not – sowohl bei Wer-kennt-wen als auch bei Facebook hat Katusin nicht etwa eigene Seiten eröffnet, sondern Fanclubs zur Huldigung der eigenen Person:

Reality Check: Diese junge Dame ist auch auf dem Plakat von „Live fast and die young“ zu sehen, in dem sie „Diamante“ spielt. Sie firmiert hier als „Candy Samira“, ist internet-weit aber auch als „Sweet-Jill“ und „Sweetpinkpussy“ bekannt. Ein ostdeutsches Amateur-Pornomodell der ganz harten Sorte, deren Web-Werbetext (nach der Alterfreigabe-Bestätigung) ich wirklich nur erwachsenen Leser VOR dem Essen empfehlen kann. Definitely, totally, indisputably NSFW!

Wo ich gerade englisch rede: Die bei der IMDB eingestellte (und mittlerweile anscheinend gelöschte) Inhaltsangabe zu „Live fast and die young“ ist… ist… nennen wir es mal „holperig formuliert“:

„The police are trying in vain Max (Tobias Fischer) and John (Jan Holzkämper) a serial killer put to the craft! In their investigations, the two cops come across a group of young people that give you information about the perpetrator. But with the arrest of the person it comes to a shootout and then a probable perpetrator dies. But what the two do not know is the cousin of the murdered person, the real killer (Vjekoslav Katusin) is!“

Google Translate fail!

Während die Produktion seiner eigenen Filme also auf vollen Touren läuft, hat Katusin noch genügend Zeit, seine Karriere als Schauspieler weiter zu verfolgen. In seiner Bio liest sich das so: „Zudem begegnete Katusin Regisseur Uwe Boll, der ihm 2009 eine Rolle als Boxmanager im Film „Max Schmeling“ verschaffte.“

Nun können wir das nicht widerlegen. Wie wissen nicht, wie die wegweisende erste Begegnung Katusin/Boll zustande kam. Wir erinnern uns aber an die Statistenrolle, die Katusin für „Stuntmen“ gekauft hat – und ziehen dann eigene Schlussfolgerungen aus der Tatsache, dass ich an dieser Stelle vor fast drei Jahren berichtet habe, dass Boll Statistenrollen für „Schmeling“ bei Ebay verhökert. Für 51 Euro. Kann Zufall sein. Wer weiß das schon?

Katusin muss auf Boll mächtig Eindruck gemacht haben, denn er heuerte Katusin (der ja eh viel in Kroatien rum hängt) 2010 auch gleich für „Blubberella“ an – blink and you’ll miss him (z.B. bei 0:25):

http://www.youtube.com/watch?v=A7VrvZB1p9Q

Nun sind Komparsenrollen nichts Ehrenrühriges – solange man sie nicht verkauft, als habe man gerade de Niro Konkurrenz gemacht. Solche Kleinstauftritte finden sich eigentlich nie in der IMDB. Außer bei Katusin. Der steht zwar nicht im Nachspann, aber in der IMDB. Wer ihn da eingetragen hat? Der gesunde Menschenverstand sagt „er selber“, er selber sagt vermutlich etwas anderes…

Aber Katusin ist ja auch jemand, der die Tatsache in der IMDB unterbringt (mittlerweile gelöscht – quelle surprise!), dass er mal ZUSCHAUER bei Popsendungen war:

Im Juli 2010 trägt es sich auch zu, dass Katusin eine weitere Rolle ergattert, diesmal in dem Film „Gegengerade“. Große Überraschung: er ist im Nachspann nicht zu sehen und im Film sucht man ihn auch vergebens. Macht nichts – Katusin präsentiert für diesen Zweck einfach selber Artwork, die ihn etwas deutlicher in den Vordergrund rückt:

Reality-Check: Einen Tag, nachdem ich um Auskunft bitte, wieso er mit eigenem Motiv für einen Film wirbt, in dem er nicht zu sehen ist, verschwindet das Bild von der IMDB. Er hat die Rolle auch in seinem eigenen Pluspedia-Beitrag entfernt.

Ebenfalls schuldig bleibt Katusin die Antwort auf die Frage, wie diese Passage seiner Biographie zu verstehen ist: „Vjekoslav Katusin lernte in dieser Zeit neben Hollywoodstar Sylvester Stallone u. a. auch Rapper 50 Cent, die Schauspielerin Jeanette Biedermann sowie die Comedians Ralf Schmitz, Bernhardt Hoecker und Otto Waalkes kennen.

Kennen gelernt – oder bei einer Premiere gewunken? Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass Katusin gerne Premierenpartys frequentiert, um dort penetrant um Fotos mit Stars zu bitten, die dann als neue „Freunde“ auf seinen Webseiten oder der IMDB auftauchen.

Damit nicht genug: Katusin steht auch im Cast der semi-professionellen 3D-Produktion „Robin Hood: Ghosts of Sherwood„, einem Horrorstreifen von Oliver Krekel, in dem immerhin (und tatsächlich) Tom Savini und Kane Hodder mitspielen. Doch lange vor Beginn der Dreharbeiten verschwindet sein Name wieder aus den Pressemeldungen. Aus Krekels Ecke heißt es, Katusin habe sich zu massiv beschwert, in diesem Artikel der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung“ nicht erwähnt worden zu sein. Daraufhin beendet Krekel die geplante Zusammenarbeit, bevor sie begonnen hat.

Was bleibt? Klein- und Kleinstauftritte, gerne uncredited, oft rausgeschnitten, in Filmen, die mitunter nie veröffentlicht wurden. Und selbst produzierte Amateurkracher, die außer den Machern selber noch keiner zu Gesicht bekommen hat. Das gesammelte Blendwerk verfehlt aber seine Wirkung nicht. Manche Menschen glauben Katusin, einfach weil sie keinen Grund haben, es nicht zu tun. Die österreichische Schlagersängerin Nina Stern nennt Katusin (der ihr eine Rolle verspricht) auf ihrer Webseite im Februar 2011 einen „Film-Erfolgsproduzenten“ und schwärmt: „Dass ich dann einen so wunderbaren Menschen, einen Meister des Films und Visionär wie Vjekoslav Katusin getroffen habe, kann kein Zufall sein, das ist für mich einfach die „Gerechtigkeit des Universums“!“ Auf Nachfrage betont sie, dass der Kommentar ein Jahr alt sei und sie dem aktuell nichts hinzfügen möchte.

Katusin sieht sich selber unaufhaltsam auf dem Weg nach oben, wie er in einer Email Anfang 2009 schreibt. Darin berichtet er von verschiedenen Projekten wie dem Boll-Film „Sabotage 1943“, „Live fast and die young 2“ und dem Action-Abenteuerfilm „Legend: Chronicles of Darkness“, der gleich als Serie geplant ist. Sein Terminkalender scheint also übervoll.

Aber wir sind ja noch gar nicht bei Katusins „opus magnum“ angekommen. Denn Katusin hat gerade erst angefangen…



120 “ Reality Check: Bud Spencer und der kroatische Amateurfilmer – crazy Katusin pulls the strings! (1) ”

  1. 2

    Hach zu geil mal wieder. Vielleicht auch ein wenig traurig, denn die Zeit, die er verschwendet könnte man auch nutzen, um wirklich mal einen kleinen Film auf die Beine zu stellen.(Vielleicht wünsche ich mir dass lieber doch nicht).

    Tja, ich kann zumindest auf einen wirklich veröffentlichten Film mit einem echten IMDB Eintrag zurückblicken.(Auch wenn die Qualität des Films *streitbar* ist – ihn gibt es zumindest im Real Life)

    Aber es ist unverständlich, wie man so viel Energie aufwenden kann, um den Eindruck zu erwecken, man sein Filmemacher, anstatt diese Energie einfach dafür zu nutzen tatsächlich etwas auf die Beine zu stellen.

  2. 5
    Doc Knobel

    Du hattest vorher noch nichts von ihm gehört? Erstaunlich. 😉 Ich habe auch meine Erfahrungen mit dem Mann gemacht. Wenig überraschend ging es dabei um „Gangs of Croatia“, um den es wohl in deinem zweiten Teil gehen wird. Es war natürlich offensichtlich, dass das Quark war, daher habe ich das gar nicht für voll genommen, bis einige Seiten davon berichteten, dass – neben den ganzen anderen Namen – eben auch Bud Spencer da mitspielen sollte. Kurz recherchiert, und dann kam da eben dieser ganze Müll hoch, den du jetzt hier ja sehr schön gelistet hast. Als dann auf irgendeiner Filmseite ernsthaft Werbung für das Ding gemacht wurde und eine angebliche Freundin von der Schwester der Aufnahmeleiterin (Alleine das ist schon großartig) davon berichtete, dass der Film bald gedreht würde, platzte mir schließlich doch der Kragen, und ich stieg in eine Diskussion ein, die mehre Dinge nach sich zog:

    a) Wurde das Plakat zum Film geändert
    b) Wurde ich in den Kommentaren beleidigt
    c) Per Mail beschimpft

    Aber wie gesagt: Ich denke, dass wird noch kommen.

    Vielleicht finde ich das Ding noch.

  3. 10
    Wortvogel

    @ Lobo: Marc Vorlander, aka MV – einfach mal obem in die Suchmaske eingeben und zwei Tage Zeit nehmen 😉

    @ Doc: Leider ist Katusin eher ein Weggucker als ein Austeiler, darum fürchte ich weniger Interaktion, die zu den von dir genannten Meilensteinen führen würde. Man wird sehen.

  4. 11

    Also, der WKW-Eintrag alleine rechtfertigt ja schon den ganzen Artikel. So penetrant, wie der gute Mann sich an jeder unpassenden Stelle mit „ER“ bezeichnet/bezeichnen lässt, kann man da eigentlich schon nicht mehr von mangelnden Deutschkenntnissen, sondern nur von Größenwahn ausgehen.
    Und MV mag ja ein Idiot vor dem Herren sein, aber der hat wenigstens wirklich sein Machwerk vorzuweisen.

    @Doc:ich denke, dieses Mal durchbrechen wir die 1000-Kommentare-Marke. Und den ersten Ban wird es noch vor dem 50. Kommentar geben:-)

  5. 15

    @WV:schon klar. Trotzdem sehr bezeichnend und ich zumindest konnte dieses hilflose Gestammel nicht komplett durchlesen. Das hält mein Grammatikfetisch nicht aus:-))

    @Doc:was schwebt dir denn vor?

  6. 17
    Doc Knobel

    @Dr. Acula: Ne, Torsten liegt da nicht falsch. Katusin (ich unterstelle jetzt einfach mal, dass er das war. Das ganze Auftreten, Wortwahl usw. sprechendafür, und selbst wenn nicht, dann war es einer aus seinem engeren Umfeld) hatte eine große Lippe, doch nachdem halt klar war, dass ich nicht ganz ahnungslos war, zog er sich schmollend zurück und hat sich dort fast komplett raus gezogen. Nachdem ich dann fragend in den Raum stellte, ob ich vielleicht mal Christian Becker von Rat Pack fragen sollte, ob er davon weiß, dass das Spencer-Motiv von „Mord ist mein Geschäft, Liebling“ für dieses Katusin-Vehikel benutzt wird, war ganz Ruhe. Es folgte dann noch besagte Mail.
    Das ist kein MV, so viel ist mal sicher. Noch nicht einmal das.

  7. 22
    Doc Knobel

    Wenn ich sie noch hätte, würde ich sie dir auch zukommen lassen. Habe den Kopf geschüttelt, geschmunzelt und gelöscht. Ich kann mich nicht um jeden Irren kümmern. 😉
    Aber die entsprechenden Postings auf dieser Filmwebsite (Ich suche noch raus, welche das war.) sind schon aussagekräftig genug. Der Ton in der Mail war dann nur wesentlich giftiger. Es lässt sich aber darauf reduzieren, dass ich keine Ahnung hätte, der Film gedreht werde, das Ding seinen Aufstieg bedeute und ich nicht so einen Kappes schreiben sollte. Du wirst dir ausmalen können, wie das auf „Katusinisch“ aussah.

  8. 33
    Doc Knobel

    @Wortvogel: Ich habe sie jetzt auch wieder gefunden, überlasse dir aber den Spaß, den zweifellos auch während des lesens hattest. Hoffentlich hast du Zugriff auf alle Kommentare, ich hatte da auch was zu der Vertrauenswürdigkeit einzelner „Zeitungsartikel“ geschrieben und begründet, warum das alles riesiger Kokolores ist. Außerdem hoffe ich, dass du mich nachträglich bedauerst, denn die dortigen User waren auch alle völlig durch den Wind.

  9. 35

    Uuuuiiiii! Der lang versprochene Artikel ist da und er ist so tränentreibend, wie erhofft. 😀

    Nun gut, uns wird wohl die schöne zweite Ebene eines vor-Ort-Streites mit dem Betroffenen entgehen und MV darum noch immer auf dem ersten Platz verbleiben, aber Kammermeier könnte hier durchaus übertroffen werden, da der ja zumindest tatsächlich was auf die Beine gestellt hatte. Ich bin schon mal sehr gespannt auf den zweiten Teil!

    – Mein Highlight ist übrigens die Nennung von Ideen auf der Website. Fucking Ideen! Das sagt irgendwie soviel über das Selbstbild aus, wenn selbst innerpsychische Vorgänge schon zu historischen Daten erklärt werden.

  10. 37
    Wortvogel

    @ Reini: Jau, man muss sich echt trauen, sowas einzutragen.

    Boah, ich könnte ja bei Sachen wie „Perfect Storm“ und „Space Cowboys“ eintragen, dass ich „visitor on set (uncredited)“ war!

  11. 38
    Wortvogel

    @ DMJ: Ich mache das in Zukunft genau so, dann gibt es Blogeinträge nach der Art: „Wortvogel Dewi hatte gerade eine großartige Idee“. Oder „Wortvogel Dewi hat einen großartigen Autor für einen neuen Beitrag gewinnen können: sich selbst“.

  12. 40

    Bei der ohrenbetäubenden Eigenkomposition hab ich mich fast weggeschmissen. Ich behaupte nicht, ein tolles Musikgehör zu haben, aber kann es sein, dass er z.B. von 1:14 an einfach mehrere Minuten lang immer auf die gleiche Taste haut? Was zum Teufel?

  13. 43
    Peter Krause

    Man muß die ganzen 13:16 Minuten von „Track 37“ gehört haben, um ihn in seiner ganzen Aussagekraft würdigen zu können. Virtuos bricht er mit den Zwängen von Tonika, Dominante und Subdominante, wechselt das Metrum nicht nur von Takt zu Takt, sondern auch von Note zu Note und schwingt sich wohl dosiert durch den Quintenzirkel, ohne die weißen Tasten je zu verlassen. Zu keinem Zeitpunkt wird das Ohr des Zuhörers durch Zwei- oder gar Dreiklänge überfordert.
    Im dramatischen Höhepunkt geht er sogar die ganze Tonleiter durch, ohne dabei seine minimalistische Attitüde aufzugeben. Unvergleichlich auch, wie er am Ende mit den Emotionen der Zuhörer spielt, indem er einfach mal den linken, mal den rechten Kanal kurz ausfallen läßt.
    Das Ende kommt völlig überraschend.

  14. 44

    @Wortvogel: Eine Frage: Wo gräbst du bloß immer wieder diese Typen und Stories aus? Ich sehe episches in Teil 2 auf die Leserschaft zukommen. 😀 Und der „Soundtrack“ löst in mir ungeahnte Aggressionen aus….

  15. 45
    Wortvogel

    @ G: Wie ich oben schrub: Ich las den Namen in einem Kommentar bei Six-Shooter. Und ich bin die Sorte, die dann denkt: „Muss man den kennen?“. Es ergab sich ein Missverhältnis: Das, was von ihm zu lesen war, klang so, als müsste ich ihn kennen. Ich kannte ihn aber nicht. Also bohrte ich ein wenig nach stiess auf all die spannenden Details, die MV bescheiden wirken lassen. Viele große Blogbeiträge entstehen zu zufällig.

  16. 46

    Ich habe gerade mal aus Jux auf den „expanded motion picture Score“ geklickt… … … das… also… … .. ….. … …. … .. . … . . . … . .. .. .. .. . .. . .. . … . . … . .. . .. . . . .. . .. . . …….. . . .. . . . . . . . . . . . . . . .. . . . ………………………………………….

  17. 47

    @Peroy:
    „Ich habe gerade mal aus Jux auf den “expanded motion picture Score” geklickt… … … das… also… … .. ….. … …. … .. . … . . . … . .. .. .. .. . .. . .. . … . . … . .. . .. . . . .. . .. . . …….. . . .. . . . . . . . . . . . . . . .. . . . ………………………………………….“

    Langweilig. Da haben nen paar andere Leutz schon deutlich bessere Jokes drüber gemacht ;D

  18. 53

    Der Vollständigkeit halber: seinen Rollennamen in seinem Erstlingswerk hat er von „Gears of War“ geklaut…

    Und ich werd mal beim FC Bayern vorsprechen, die brauchen doch noch nen Stürmer und ich hab immerhin mehreren Champions-League-Spielen als Zuschauer beigewohnt (uncredited)…

    Grossartig!

  19. 54

    Eines ist jedenfalls gewiss; selbst wenn Katusin mal einen Film wirklich veröffentlicht (also so richtig echt) hat der schon keine Chance mehr unterhaltsamer als sein Werdegang nach Wortvogel-Art zu werden.

    Und ich absolviere gleich erstmal einen uncredited Auftritt in meinem Badezimmer. Als „Typ mit der Zahnbürste“.

  20. 55

    Robert Wagner – bei dem Namen isses bestimmt ein Doppelgänger des Echten.
    Tom Sizemore & Michael Madsen. Ist das nicht strafbar, (Verleumdung, z.B.) zu behaupten, man habe derart Prominentes für Schund gewinnen können?

  21. 57

    „Tom Sizemore & Michael Madsen. Ist das nicht strafbar, (Verleumdung, z.B.) zu behaupten, man habe derart Prominentes für Schund gewinnen können?“

    Die zwei spielen hauptsächlich in Schund mit.

  22. 58
    Howie Munson

    hmm ich weiß nicht, ich seh da jetz nicht soviel Fotential. Ausser einer Chewbacca verteidigung ist doch da gar nix zu erwarten, oder was soll da jetzt an „Fankomentaren“ kommen?

    naja hoffe ich mal, dass ich daneben liege….

  23. 59

    @gerrit: Meines Wissens ists inzwischen grundsätzlich strafbar, die beiden für nen Film zu engagieren… und hat Austin Powers nicht die Exklusivrechte an Robert Wagner 😉

  24. 60
    Peter Krause

    Hat Boll übrigens auch seine Produzenten per Ebay gesucht?

    „Vjekoslav Katusin wird als Gast in den Hollywood Filmen „Max Schmeling“ und „Bloodrayne 3″ zu sehen sein. Des weiteren wird Er als Producent auch an den beiden Filmen betätigt sein.“
    (von der wkw-Fanpage)

  25. 63
    Will Tippin

    Es geht mir nach dem Lesen dieses Artikels wie nach dem Kinobesuch von Matrix Revolutions – Matrix Reloaded kam mir, analog nun zu MV, gar nicht mehr so scheiße vor.

  26. 64

    [QUOTE]Die zwei spielen hauptsächlich in Schund mit.[/QUOTE]

    Ja, aber in Schund, der ins Kino kommt. Und Kill Bill, Reservoir Dogs bzw. Das Relikt, Striking Distance waren gut.

    Ab davon, selbst wenn man über die Qualität ihrer Filme streiten kann: Sie müssten Rücklagen gebildet haben können für Rechtsberatung. Beide haben es nicht nötig, ihre Wikipedia-Artikel selbst zu schreiben.

  27. 72

    Kanns kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen. Schade, dass Katusin so feige ist und sich hier nicht zu Wort meldet. Aber, was soll er auch groß gegen diese erdrückenden Fakten zu sagen haben?! 😀

  28. 73

    Ach, Fakten haben auch MV nicht davon abgehalten, sich hier auf die Hinterbeine zu stellen und wild um sich zu schlagen. Aber der hatte ja auch wenigstens wirklich was zu promoten (wenn auch auf äußerst dämliche Weise), während Katusin einfach nur heiße Luft bewegt.

  29. 75

    Ja, da fehlt ihm einfach der Mumm. Die Einzigen, die seine Märchen noch glauben, sind sicher Leute, die kein deutsch sprechen. In kroatischen Dörfern ja Standard! Goethe-Institut: durchgefallen 5,0

  30. 80
    Who knows?

    “Ja, da fehlt ihm einfach der Mumm.”

    Oder er besitzt im Gegensatz zu manch anderen Maxi-Verlierern die Fähigkeit, die Situation insofern richtig einzuschätzen, dass es ihm absolut nichts bringen würde, sich hier zusätzlich zu blamieren und sich um Kopf und Kragen zu posten. Kann man ja momentan nicht ausschließen…

  31. 82

    Aaaaah, was hab ich auf den Artikel gewartet! Ich mach’s mir nur noch schnell bequem, stell das Popcorn kalt und dann lese ich das. Und dann zähl ich die wenigen noch verbleibenden Stunden, bis der Herr sich unzweifelhaft in unserer Mitte einfinden wird. 😎

  32. 84
    Wortvogel

    @ Who knows: Katusin weiß, dass er hier keinen Pott gewinnen kann. MV war seinerzeit clever genug, „plausible deniability“ zu wahren – die krudesten Behauptungen konnte man einfach nicht widerlegen. Katusin hingegen steht mit herunter gelassener Hose da. Er macht jetzt auf „Ha ha ha, ihr seid ja so lächerlich, da lach ich nur drüber“. Aber insgeheim ärgert er sich Hölle.

    @ G: Morgen früh, 8.00 Uhr.

  33. 87
    DaddlerTheDalek

    „Og großer Herr Katusin wann kommt die CD heraus?“

    Ich möchte nur anmerken das mein Youtube kommentar von 2011 nicht ganz ernst gemeint war (Og… vertippt mist)! 😉
    Ich bin mir nicht mal sicher ob „Katusin4ever“ überhaupt echt ist! Aber es immer wieder spaßig dinge über ihn zu lesen! Einfach unglaublich was er immer angeblich machen will! XD

    P.S. Wer war nochmal dieser MV?

  34. 91

    “Ich wollte immer einen Bösewicht spielen und der Bösewicht im Film ist extrem Böse.”

    Naja, er sieht ja auch schon aus wie Dr. Evil nach zwei Wochen McDonalds-Diät….

  35. 93
    Who knows?

    Wenn sich Katusin mit „Zuschauer (uncredited)“ in die IMDB eintragen kann, würde dann auch ein Auftritt in der Eltonbox für einen Eintrag reichen? 😀

  36. 99
    OnkelFilmi

    Freitag, 5 Uhr. Irgendwo im südlichen Teil der Republik, genauer gesagt in Vorlandia (andere würden auch Offenbach dazu sagen) wälzt sich ein kleines, pummeliges Wesen hellwach und unruhig in seinem Bett hin und her. „Warum nur, warum? Warum er, warum nicht ich?“ hallt es wieder und wieder durch seinen kleinen, doppelbekinnten Kopf.

    5:21 Uhr. Das kleine Wesen fasst einen folgenschweren Entschluss „Ha! Ich werd’s ihnen zeigen! Ja, zeigen werd ich’s ihnen!“. Es schwingt seine behaarten Füsse aus dem Bett, wirft sich in seinen treuen, speckigen Ledermantel, und schleicht vorsichtig zur Tür seines Schlafzimmers. War es senile Bettflucht, die es antrieb? Oder doch nur simpler Penisneid? Oder gar beides? Wir werden es wohl nie erfahren…

    5:23 Uhr. Das kleine Wesen stöhnt erleichtert auf, während Perlen des Angstschweisses von seinem Mantel tropfen. Der schwerste Teil ist geschafft, er ist unbemerkt an der Höhle des Löwen vorbeigekommen. „Bloß nicht wieder den Gürtel, bloß nicht wieder den Gürtel“, denkt sich das Pummelchen.

    5:27 Uhr. Es ist geschafft, das kleine Wesen hat den Pentium 1 hochgefahren und sich bei AOL eingeloggt. Jetzt nur schnell die magischen Lettern eingetippt… „weh weh weh punkt wortvogel punkt deh eh…“ Hämisch grinsend reibt sich das kleine Wesen die verschwitzten Hände. Ja, es würde es ihm zeigen. Seiner Nemesis. Daß er, der Director, am längeren Hebel sitzt. Daß die Stimmen recht haben, und ER der rechtmässige Herrscher über die Welt ist.

    05:29 Uhr. Die erste Salve ist abgefeuert. Ha, wie ihn das schmerzen wird. Ein perfekt gesetzter Stich. Mitten ins Herz. Oh wie sich seine Nemesis vor Schmerzen am Boden wälzen wird.

    05:55 Uhr. Das kleine Wesen kratzt sich verdutzt an seinem seit frühester Kindheit gewachsenen Dreitagebart. Seine Nemesis hat sich noch nicht gemeldet? Wie kann das sein? „Meine Attacke war doch so großartig ausgeführt! Wahrscheinlich ein Fehler dieses verdammten Interwebs!“, denkt sich das kleine Wesen, und schickt seine Finger an, eine weitere, noch perfidere Attacke gegen seinen Feind zu führen.

    06:12 Uhr. Noch immer keine Meldung seines Erzfeindes. Das kleine Wesen fängt unkontrolliert an zu schwitzen. Nein, nein, nein, sein Feind MUSS sich melden. Er MUSS einfach. Jetzt. Hier. Sofort. Er muss seine Niederlage eingestehen, MUSS. Das kleine Wesen blickt sich panisch um, während dicke Schweisstropfen über die Ränder seines Kassengestells laufen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Bestie erwacht bald. Und bis dahin muss er gewonnen haben. Er MUSS. Und wieder schicken sich die Finger des Wesens an, eine weitere Salve gegen seinen Feind zu schicken.

    06:34 Uhr. Der Puls des Wesens rast, seine Atmung geht schwer. Ist es die Anstrengung? Die Angst davor entdeckt zu werden? Oder doch nur ein Fall von morbider Obesität, wie es der Doktor gesagt hat? Für das Wesen ist das egal. Alles, worauf es ankommt, ist der Sieg. Mehrere Angriffswellen hat es nun schon gegen den Feind geschleudert. Angriffe, die ihn schwer getroffen und bis in Mark und Bein getroffen haben MÜSSEN. Wieso also hat die Nemesis bisher nicht kapituliert? Die Zeit läuft davon, der Endsieg muss her. Jetzt. Und wieder beginnen die Finger des Wesens über die Tastatur zu zucken.

    06:43 Uhr. Schweiss rinnt in die Augen des Wesens. Fast zehn Minuten sind vergangen, Minuten, in denen sein Erzfeind schon längst kapituliert haben müsste. Minuten, in denen er längst die überragende Intelligenz und das überragende Können des Wesens anerkannt haben müsste. Nur wo, wo ist die Bestätigung? Die schriftliche Erklärung der Niederlage? Hastig, wieder und wieder, klickt das Wesen auf „refresh“, doch nichts. Kein Eingeständnis der Niederlage, kein Lobpreisen des überragenden Intellekts des Wesens. Nur ein Unwürdiger, der es sich erpreist die großartigen Werke des Wesens zu unterbrechen. „Warte nur ein wenig, Unwürdiger“, denkt sich das Wesen, „Bald, bald wirst auch Du den Gürtel zu spüren bekommen. Meinen Gürtel!“.

    06:48 Uhr. Noch immer nichts. Nein, nein, nein, das kann nicht sein. Der Plan war perfekt. Er war grandios. Es war ein Millionenplan! Das Wesen hält inne. Was war das? Ein Geräusch! Schritte? Nein, es muss den Sieg einfahren. Hier. Jetzt. Der süße Geruch des Sieges, er ist so nah. Ein letzter Angriff noch, ein Stich tief in das familiäre Herz des Erzfeindes. Die Finger des Wesens gleiten über die Tastatur, jetzt noch ein druck auf „Enter“. Geschafft! Das wird die Nemesis zerstören. Zufrieden lehnt sich das Wesen zurück und…

    „Herr V! Was machen sie denn da? Warum sind sie nicht in ihrem Zimmer? Sie wissen doch ganz genau, daß sie nur eine halbe Stunde am Tag ins Internet dürfen, und auch nur wenn Pfleger Mischa dabei ist. Das letzte Mal mussten wir den Raum einen ganzen Nachmittag lang saubermachen, als sie sich wieder… naja, sie wissen ja was, angesehen haben. Und sie tragen ja schon wieder diesen speckigen Mantel, den hatten wir doch in die Kleiderkammer geworfen. Also nein, los, ab in ihr Zimmer, es ist gleich Medikamentenausgabe…“

  37. 100

    Gähn, schmatz…. ahhhh!!! Ausgeruht aufgewacht, die neusten MV-„Ergüsse“ (kann jedem mal nachts passieren) gelesen, herzhaft gelacht, gelöscht.

    Same shit, different day.

    Gestern Abend hat er es mal als „Michael, A.S.C.“ (Ballhaus, I presume) nicht an der Spam-Schranke vorbei geschafft. Da wirkten die Psychopharmaka gerade und er erklärte lang und breit, wie sehr wir ihm hier weh getan haben und wie sehr ihm geschadet hätten. Also diesem MV, nicht Michael. Sind ja gänzlich verschiedene Personen. Mit der selben IP Adresse.

    Und ich soll euch ausrichten: Er hat jede krude Behauptung mit einem „wahrscheinlich“ entschärft und rechtlich wasserdicht gemacht. Wir hingegen…

    Gähn… ich glaube, ich gehe wieder ins Bett.

  38. 102

    @OnkelFilmi: Super Geschichte.. du solltest Filme machen 😀 😀

    @Howie: Stimmt.. der Koyote, der immer den Roadrunner schnappen will.. ich verstehe! 😉 Aber selbst der gibt am Ende der Sendung immer auf.

  39. 103
    Realsatiriker

    Ehrlich, wir haben MV „weh getan“? BUHÄÄÄ, armer Kleiner. Gott, was gäbe ich dafür, diese Zeilen lesen zu können. The gift that keeps on giving. Das gibt allerdings einen ganz fetten Minuspunkt in Sachen „Männlichkeit“ (so absurd seine Definition davon auch ist).

  40. 104
    Howie Munson

    @Karsten: aber es gibt immer wieder eine neue Sendung *gg*

    @Realsatiriker: die Frage ist doch wieso er das nicht in seinen Taxi verkündet…

    Vielleicht ändert sich das, wenn über nacht überall die Kommentare gesperrt sind ausser beim „reiht sich ein“ Artikel *g*

  41. 112

    „Ach Mann, jetzt muss ich mir morgens den Wecker stellen um kein Vorlander-Material zu verpassen.“

    Find‘ ich auch scheisse. Man sollte es vor dem Löschen wenigstens 24 Stunden stehen lassen, damit jeder die Gelegenheit hat, die Chose nachzuvollziehen… *schmoll*

  42. 114

    @Filmi: okay, wie hast du die Kamera in MVs Schlafzimmer geschmuggelt?

    Aber:

    „Also… NEIN! Wile ist ein sympathischer Loser, Meister Speckmantel nur eins von beidem…“

    Wie jetzt, du findest ihn sympathisch?! Weil, „Loser“ kann ja nicht stimmen, bei all den Millionebudgets und Filmprojekten und überhaupt… 😉

  43. 115

    Also langsam geht das doch in eine Richtung, wo einem das Lachen im Halse stecken bleibt… wie der Bayer sagt: „do feids weider“…

    Oder ist da ein grosser Masterplan dahinter?

  44. 116

    Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, die MV-bezogenen Kommentarstränge komplett zu sperren. Zum Schutz von MV, aber auch für die Gemeinde hier. Langsam nimmt das Rudel-Charakter an. Alle ziehen über jemanden her, der sich nicht länger verteidigen kann, weil er gelöscht wird. So sollte es m.E. nach nicht sein.

  45. 117

    @ XXX: Das würde nicht klappen. Jeder kann auch in jedem anderen Beitrag über MV herziehen (auch das hier ist kein MV-Beitrag). Wichtiger aber: es ist nicht nötig. Bleibt MV weg und versucht nicht mehr allabendlich, sich über Tarnexistenzen hier lächerlich zu machen, wird man auch den folgenden Tag nicht mehr damit verbringen, sich über ihn lustig zu machen. ER hat es in der Hand.



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