Wer es noch nicht mitbekommen hat – O-Ton Frank Miller, Autor von „The Dark Knight Returns“ und „300“, Regisseur von „The Spirit“:

“Everybody’s been too damn polite about this nonsense:

The „Occupy“ movement, whether displaying itself on Wall Street or in the streets of Oakland (which has, with unspeakable cowardice, embraced it) is anything but an exercise of our blessed First Amendment. „Occupy“ is nothing but a pack of louts, thieves, and rapists, an unruly mob, fed by Woodstock-era nostalgia and putrid false righteousness. These clowns can do nothing but harm America.

„Occupy“ is nothing short of a clumsy, poorly-expressed attempt at anarchy, to the extent that the „movement“ – HAH! Some „movement“, except if the word „bowel“ is attached – is anything more than an ugly fashion statement by a bunch of iPhone, iPad wielding spoiled brats who should stop getting in the way of working people and find jobs for themselves. This is no popular uprising. This is garbage. And goodness knows they’re spewing their garbage – both politically and physically – every which way they can find.

Wake up, pond scum. America is at war against a ruthless enemy.

Maybe, between bouts of self-pity and all the other tasty tidbits of narcissism you’ve been served up in your sheltered, comfy little worlds, you’ve heard terms like al-Qaeda and Islamicism. And this enemy of mine – not of yours, apparently – must be getting a dark chuckle, if not an outright horselaugh – out of your vain, childish, self-destructive spectacle.

In the name of decency, go home to your parents, you losers. Go back to your mommas‘ basements and play with your Lords Of Warcraft.

Or better yet, enlist for the real thing. Maybe our military could whip some of you into shape. They might not let you babies keep your iPhones, though. Try to soldier on.

Schmucks.”

Ich könnte vieles sagen – aber wenig besser als das hier:



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Dr. Acula

Willkommen in Arschlochhausen. Population: Frank Miller.

Peroy
Peroy

Ha, I knew it ! 8)

Dr. Acula

Und dennoch: hate the artist, not the art 🙂

Peroy
Peroy

Darf ich den Künstler dann wegen der Kunst hassen, wenn mir seine Pamphlete egal sind… ? Ich finde „Sin City“, „300“ und den gottverdammten Batman wesentlich schlimmer als das spinnerte Geschreibsel oben…

Dr. Acula

Meinetwegen 🙂

Pogopuschel
Pogopuschel

Der will wohl hauptsächlich Werbung für sein neuestes Machwerk machen, das den obigen Äußerungen aber scheinbar in nichts nachsteht:
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,794590,00.html

Bei mir hat der Kerl jetzt verkackt.

Marcel
Marcel

Kleiner Typo: Da oben sollte wohl „The Spirit“ stehen, statt „Sin City“.

Exverlobter
Exverlobter

Das wirft die alte Frage auf, ob man sich noch CDs von Richard Wagner anhören sollte/dürfte.

Rex Kramer

Who the f*** is Frank Miller?
Wenn ich gute Comics lesen will, greife ich zu Alan Moore oder Naoki Urasawa.

Marko

@ Exverlobter: Oder Reviews von Peroy lesen …

XXX

„Wenn ich gute Comics lesen will, greife ich zu Alan Moore “

Naja, 1. ist Moore noch ein Stück weit verrückter als Miller und 2. hat Moore auch jede Menge Schrott geschrieben.

DMJ
DMJ

Sauberer Rant, das Video!

Ich erinnere mich noch wehmütig an die Zeit, als Miller ein Held und Idol war…aber wenn ich heutzutage die alten und noch immer wirklich guten Sachen lese, fällt mir auch immer mehr auf, wie auch dort schon die Spuren zu sehen sind, die zum Niedergang führen sollten. Heute ist er wirklich nur noch ein trauriger Schatten seiner selbst.

@XXX:
Mein Hausgott Alan Moore mag verrückter sein, als Miller, aber doch auf eine sympathischere Art. Mag jemand noch so verbissen für Pornographie und Magie kämpfen, römische Schlangengötter anbeten und mit Geistern sprechen, es ist halt exzentrisch, aber nicht so unangenehm, wie uninformierte und undemorkatische Stammtischmonologe, wie sie Millers Leben und Werk derzeit überwuchern.
Künstlerisch, meine ich, hat Moores Werk ja sogar von seiner Seltsamkeit profitiert: „Promethea“ ist ein anbetungswürdiges Meisterwerk, aber weit von aller Normalität entfernt. Auch „From Hell“ glänzt gerade durch die Dinge, die man in einer Ripper-Story nicht erwartet hätte.
Seine Schrott-Quote scheint mir bislang auch reeeelativ klein zu sein. Nicht alles ist Gold, aber wirklich und vollständig enttäuscht wurde ich bislang eigentlich nie von etwas längerem.

XXX

Moore ist nicht nur exzentrisch, seine ewigen Angriffe auf heutige Comics und deren Macher sind unmöglich. Richtig peinlich wird’s, wenn er loslegt, dass DC doch mal was eigenes machen und nicht seine Figuren ausschlachten soll, während er nach Lust und Laune im literarischen Werk anderer wildert und Heldinnen von Kinderbüchern zu Porno-Figuren macht.

DMJ
DMJ

Okay, das ist tatsächlich ein Argument…
Aber es bleibt halt im künstlerischen Bereich und in dem ist er wegen bewiesener Fähigkeit halt auch stimmberechtiger als Miller in der Politik, die er offenbar nicht kennt.
Insofern sind Moores Attacken gegen DC halt was potentiell produktives (Experimente können sie wirklich voranbringen), während er ja sowohl viel Fremdmaterial nutzt, aber eben auch viel eigenes erschafft. LXG etwa ist ja nun nicht das ideenarme Abschöpfen von bereits bestehendem, sondern postmoderne Neuschöpfung.

XXX

„Insofern sind Moores Attacken gegen DC halt was potentiell produktives (Experimente können sie wirklich voranbringen),“

Nö, sind sie nicht. Er offenbart immer wieder, dass er überhaupt keine Ahnung hat, was für Comics auf dem Markt sind – DC und andernorts. Und darum sollte er besser die Klappe halten, als sich noch weiter lächerlich zu machen.

XXX

Das „Fachwissen“, von dem wir hier reden, ist eine Kenntnis moderner Comics. Da Moore immer wieder postuliert, keiner der heutigen Autoren könne ihm oder seinem Werk das Wasser reichen – mehr noch, man imitiere ihn nur und würde seine alten Geschichten wiederkäuen – muss man davon ausgehen, dass er so gut wie nichts von modernen Comics kennt. Darum: Besser die Klappe halten als über etwas ein Urteil zu fällen, das man nicht kennt. Das gilt auch für jemanden, der etwas so Heiliges wie Watchmen geschrieben hat.

DMJ
DMJ

Ich denke auch, wie verzerrt durch exzentrische Ansichten Moores Blick auf die Szene auch sein mag, zumindest ist er (auch jetzt noch) in der Branche tätig und dürfte einiges mitbekommen. Außerdem sind die ganzen Autoren der „British Invasion“ im Comicbereich ja recht eng miteinander bekannt (Gaiman etwa war ja sein Trauzeuge), schon über die müsste er was mitbekommen.
Und Fakt ist ja auch, dass es DC zur Zeit wirklich nicht blendend geht (auch, wenn der Reboot jetzt sicher helfen wird), da ist der Rat, ein Risiko einzugehen, nicht der abwegigste.

DMJ
DMJ

@18:Äh…was?
Also das höre ich jetzt so zum ersten Mal. Hast du da irgendeine Quelle? Für mich klingt das doch etwas sehr nach Überziehung von was immer er gesagt haben mag.

Gerd
Gerd

Frank Miller rocks. Und warum ist er eine Pussy? Weges seines Geschreibsels? Nicht wirklich, oder? ;D

DMJ
DMJ

@Gerd:
Video ansehen, dann weißt du, warum.

Stefan

Miller ist’n verbitterter, armer Willy.

nameless
nameless

pfff… miller war schon immer überbewertet und dumpf. und der rumpelstilzchen youtube-nerd nervt. meh.

ach ja: und warum er nun eine pussy sein soll, bleibt mir ebenfalls ein rätsel…

Marcus
Marcus

Wasn hier los? Da muss mein Senf dazu, mitten aus einem Stapel aus Umzugskartons:

Miller: Oh. Mein. Gott.
Bis ca. Ende der 80er war dieser Mann GOTT. Nicht nur wegen seinem frühen Batman-Zeug – lest mal „Ronin“ oder seine Generalüberholung von „Daredevil“, und dann wagt es noch einmal, ihn „überbewertet“ zu nennen. Das hat Stil, Hirn, Witz, Wow-Effekt – das ist wirklich einfach nur zeitlos gut.
Aber es stimmt – seit langem hat sich der Mann in den Macho- und Gewaltfantasien seines Hirns verlaufen und pisst im Comicfeld mit Schwung auf seine eigene Legende. „I’m the goddamn Batman!“ – GUTE GÜTE. Seine Gehversuche im Film waren nie was anderes als unsäglich – und der stumpfe hurrapatriotische Propagandaauswurf, den er seit Jahren bei jeder Gelegenheit produziert, qualifiziert ihn endgültig als einen, den ich nicht persönlich kennenlernen möchte. Wie sagt man so schön: manche Menschen reden nicht, es spricht aus ihnen.

@XXX: don’t mess with Alan Moore. Der Mann ist immer noch GOTT. Ja, er ist exzentrisch, aber auf eine charmant-harmlose Weise. Und das meiste, was er in Interviews von sich gibt, ist sehr, sehr klug. Im Gegensatz zu Miller hat er sein Niveau immer gehalten, sogar die Sachen, bei denen er selber zugibt, sie nur wegen des Geldes gemacht zu haben, sind unterhaltsam und inspiriert. Wenn er nur endlich mit Vol. III von LXG in die Gänge kommen würde – 2 Jahre von Teil 1 bis Teil 2, Jessas….

„Richtig peinlich wird’s, wenn er loslegt, dass DC doch mal was eigenes machen und nicht seine Figuren ausschlachten soll, während er nach Lust und Laune im literarischen Werk anderer wildert und Heldinnen von Kinderbüchern zu Porno-Figuren macht.“

Halt. Er „wildert“ nicht, er macht was Neues draus. Nenn mir EIN Werk von ihm, bei dem er irgendwas einfach stumpf abkupfert. Dass dagegen DC oft auf Nummer Sicher geht und bewährte Erfolgsrezepte neue aufkocht, dass kann doch selbst der loyalste Fan (wie ich selber einer bin) nicht bestreiten. Natürlich ist das der Mainstream-Ausrichtung geschuldet, und würde DC wie Moore arbeiten, würde DC halt auch nur Moore-Verkaufszahlen erreichen, von daher hat er leicht reden – aber inhaltlich falsch ist das alles nicht.
Außerdem muss man dazu wissen, dass er mit DC seit Jahren im Clinch liegt. Seit die ihm damals (wie ursprünglich angeblich zugesichert) die Rechte an „Watchmen“ nicht zurückgegeben haben, hackt er teilweise aus Prinzip auf DC herum. Aber dennoch wird er die Tantiemenschecks wohl kaum zurückgeschickt haben, und deshalb könnte er sich in der Hinsicht ruhig mal locker machen.

Marcus
Marcus

@DMJ: „Künstlerisch, meine ich, hat Moores Werk ja sogar von seiner Seltsamkeit profitiert: “Promethea” ist ein anbetungswürdiges Meisterwerk, aber weit von aller Normalität entfernt.“

Word! Und nicht nur „Promethea“ – die ganze „America’s Best Comics“-Line ist ein unterbewertetes Kronjuwel der modernen Comics. Gerade „Tom Strong“ ist eine Serie, bei der ich echt nicht verstehe, wieso das kein Megaseller geworden ist.

Bei Miller dagegen: ja, ich will „Holy Terror“ trotz allem lesen, aber ich kann dir nicht sagen, warum. 🙂

Marcus
Marcus

Und der Distressed Watcher tut in seinem Video so ab der zweiten Hälfte das, was er meistens tut: dummes Zeug reden. Der ist genauso ignorant wie Miller. „Al-Quaida can’t do shit. We kicked their fuckin‘ asses. 3000 people dead – big fuckin‘ deal.“ Was für ein Honk.

Die „pussy“ Frank Miller (die seit den 70ern in NYC lebt und an 9-11 dabeigewesen ist) würde ihm vermutlich eine reinhauen, wenn er ihm das ins Gesicht sagt.
Ich halte es lieber mit Grant Morrison, der mal (ich glaube zumindest, der war das) gesagt hat: wenn Miller meint, was er sagt, dann soll er aufhören, dummen Machokrempel zu schreiben und selber in die Army gehen.

XXX

„man muss davon ausgehen? “

ja, wenn man eine Reihe Interviews mit ihm gelesen hat, muss man das. Genaue Quotes such ich dir aber nicht raus. Google dir die Interviews bei Bleeding Cool und Konsorten und verbring ein paar Stunden mit.

Kann man auch lernen, warum er David Lloyd die Freundschaft gekündigt hat.

„Vor allem ist es aber sehr problematisch, jemandem mangelnde Sachkenntnis vorzuwerfen – ohne tatsächliche Sachkenntnis. “

Wie gesagt, Google ist Dein Freund, mach Dich über Moore schlau. Ich hab weder Zeit noch Lust, die ganzen Rants noch mal zu lesen. Man muss ja auch noch was schaffen.

„Das ist wie Millers obiger Versuch, die Occupy-Bewegung als Großmäuler zu brandmarken. Kettle, meet Pot.“

Ja, ist auch viel besser alles, was Moore betrifft als sakrosankt anzusehen. Augen auf, mitdenken, dann sieht die Welt gleich ein bisschen anders aus .

XXX
Stefan

Der Spacko im Video macht sich mit seinem peinlichen „We kicked their asses“ Geschwafel natürlich selbst zum Affen.

TomHorn
TomHorn

Und ich hab vorhin zwei Ausgaben „Tim & Struppi“ gekauft. So.

Marcus
Marcus

@XXX: danke für den Link. Aber ich finde, er hilft deiner Argumentation nicht wirklich. Moore klingt anfangs völlig fair & balanced, er gibt zu, dass er nur seine Wahrnehmung der Ereignisse schildert. Und man beginnt zu verstehen, warum er sich von DC genervt fühlt. Dass er sich gegen Ende in einen unnötigen Rant versteigt, in dem er einige unfreundliche Dinge über Kollegen sagt, die er lieber nicht gesagt hätte, ist wohl wahr. Aber wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt, was er so erzählt, dann wäre wohl jeder ein bisschen dünnhäutig. Da ist ne Menge böses Blut zwischen ihm und DC, und deshalb muss man seine Aussagen zum Thema mit einer Handvoll Salz nehmen.
Eines muss ich allerdings zugeben: mir dünkt, Mr. Moore überschätzt das kommerzielle Potential von „Watchmen“. Ich kann mir gut vorstellen, dass man bei DC nicht wirklich an sein altes Zeug gedacht hat, als man von „key properties“ sprach. Aber wie es halt so ist: wenn man dem anderen eh schon nur das Schlechteste zutraut, fühlt man sich irgendwann von ALLEM angesprochen.

Der langen Rede kurzer (zu spät…) Sinn: Ich lese da nichts, dass deine plakativen Aussagen über Moore stützt.

OnkelFilmi

Ich spiele dann mal des Teufels Advokat und sage zu Miller’s rant:

Word!

Klar, er überspitzt es natürlich mal wieder, denn die „Occupy“-Hanseln bestehen natürlich nicht komplett aus Kriminellen, dafür jedoch aus Alt-Hippies, Kinderzimmer-Revoluzzern und Trustfund-Babies. Wer mich kennt, weiss, daß ich hüfttief in der Hardcore- und Punkszene verwurzelt bin, was mit sich bringt, daß der grösste Teil meines amerikanischen Freundeskreises aus dieser Szene stammt. Hardcore/Punk war (und ist immer noch grösstenteils) Working Class, also genau die Klientel, die sich ja am ehesten mit den (vorscheinigen) Thesen der „Occupy“-Bewegung identifizieren müsste. Und so haben sich auch (nicht nur ein paar) Freunde von mir bei den Demonstrationen eingefunden – nur um dann am nächsten Tag nicht mehr hinzugehen, weil sie gelinde gesagt angewidert waren von dem Pack, das sich da grösstenteils rumtrieb. Und der Tenor war da wirklich nahezu gleich, egal aus welcher Stadt ich was hörte, daß da nicht die Ausgebeuteten des Finanzsystems anzutreffen waren, die Mütter, die drei Jobs brauchen um ihre Kinder durchzubringen, der Mexikaner, der für 3 Dollar die Stunde jeden Drecksjob erledigt. Da waren in erster Linie gelangweilte Mittelstandskids, die mit ihren iPhones und iPads „gegen das System“ twitterten, gelangweilte Ruheständler, denen Bingo zu langweilig geworden ist, Althippies die nach 40 Jahren gutbezahlter Jobs im „Establishment“ ihre rebellische 68er-Ader wiederentdeckt haben. Da war kaum Working Class. Kaum Lower Class. Dafür aber ganz viel Middle Class und No Class.

Von daher: „All pocks on you!“, an den kleinen Knubbel im Video. Ich würde jederzeit mit Miller einen (Eistee) trinken gehen!

Und was Moore angeht: blah.

G

Dass Miller ein Rad ab hat, war doch ohnehin schon vorher klar, oder? Wieso nimmt dann überhaupt irgend jemand seine Rants ernst (ganz egal, ob er hier zufällig richtig liegt oder nicht)? Was den Moppel im Video angeht: Klar, ihr habt sie in den Arsch getreten. Wahrscheinlich sprengen sie eure Soldaten gerade deshalb in Afghanistan und im Irak gefühlt alle fünf Minuten in die Luft, weil sie ja jetzt ÜBERHAUPT nichts mehr machen können, jaja schon klar (ganz ehrlich: Ich würde mir wünschen, dass der Typ RECHT hätte, aber diese Art von Realitätsverlust ist schon erstaunlich).

Frage: Wenn es hier nun schon um andere gute Comicautoren geht, würde mich interessieren, was ihr denn so von Garth Ennis haltet. Ich kenne ja nicht so viel von ihm, aber „The Boys“ und „Chronicles of Wormwood“ haben mir sehr gut gefallen. Hier mal ein Interview mit ihm über „The Boys“: http://www.youtube.com/watch?v=z3wyk-k5jAk

Peroy
Peroy

„Moore ist nicht nur exzentrisch, seine ewigen Angriffe auf heutige Comics und deren Macher sind unmöglich. Richtig peinlich wird’s, wenn er loslegt, dass DC doch mal was eigenes machen und nicht seine Figuren ausschlachten soll, während er nach Lust und Laune im literarischen Werk anderer wildert und Heldinnen von Kinderbüchern zu Porno-Figuren macht.“

Zugegeben, ein hehres Unterfangen, aber die Zeichnungen könnten mal besser sein…

Earonn
Earonn

@OnkelFilmi
Ist es denn schlimm, wenn jetzt sogar die protestieren, die noch nicht am untersten Ende angekommen sind? Und wieso haben die kein Recht, gegen die Auswüchse der Finanzmärkte etc. zu protestieren? Darf ich nicht für die Rechte Homosexueller eintreten, nur weil ich hetero bin?

Übertrieben spitz formuliert: wenn die Unterklasse und die Punks ihre Ärsche nicht mehr hochkriegen, sondenr lieber „Bauer sucht Frau“ gucken und ihre alten Punk-Platten hören und von den guten alten Zeiten träumen – ja, dann müssen eben wir Mittelschichtler ran. Einer muss ja was tun.

Aber seit wann ist dieses alberne „Alt-Hippie-Bashing“ so in? Die Ärmsten können sich ja nicht mal mehr den Hintern abwischen, ohne dass aus irgendeiner Ecke Vorwürfe kommen, weil sie sich mit dem 3-lagigen Klopapier dem Establishment unterworfen hätten….
Soll ich statt dessen etwa die geldgeilen Arschlöcher am anderen Ende der Skala bewundern, weil die ja schon seit Generationen gleich geblieben sind?

(Disclaimer: weder bin noch war ich je Hippie oder Punk)

Marcus
Marcus

@Filmi: wie die anderen schon sagten – die Working Class hat gerade in Amerika keine Zeit, zwischen ihren zwei bis drei Jobs noch demonstrieren zu gehen.

Marcus
Marcus

@G:

Garth Ennis.

Nun, sein „Preacher“ ist ohne Frage einer der fünf besten Comics der 90er. Das muss einfach gelesen haben, wer auf schrägen Humor, freche Antihelden und rohe Gewalt steht (und wer tut das nicht? 😉 ).

Seine „Punisher“-Sachen stehen im Ruf, das Kronjuwel für diese Figur zu sein (er ist quasi für Frank Castle das, was Miller für Daredevil ist).

Auch hat er einige sehr lesenswerte Einzelserien verabreicht (das sehr dreckig-lustige „The Ho“, das ultraböse „Crossed“ und „Just a Pilgrim“, dass von der Story her eigentlich Torstens Lieblingsbuch sein müsste).

„The Boys“ mag ich persönlich überhaupt nicht: uninspiriert, selbstzweckhafter shock value (er hat selber gesagt, das Ziel sei „to out-preacher Preacher“, langweilig.

Dass „Wormwood“ was taugt, werde ich mir mal merken – ich kenne es bisher nicht.

Kurzum: ja, alles in allem ist Ennis schon einer von den Guten.

Marcus
Marcus

@Torsten:

„Zur Diskussion – hier mal ein paar meiner Lieblingscomics, wie sie mir gerade einfallen:“

Na denn.

„Batman: Killing Joke“

Klassiker. Und Moore. Genehmigt.

„Batman: Holy Terror (NICHT das Miller-Comic)“

Keine Ahnung – bisher nirgendwo zu kriegen.

„Marvels
Astro City“

Das sagen viele. Zu beiden noch nicht gekommen.

„Watchmen
Death: The high cost of living“

Ich verweise auf meinen Kommentar zu „Killing Joke“ (ersetze im Falle von „Death:…“ aber „Moore“ durch „Gaiman“).

„Sin City“

Band 1-4 waren gut, aber dann setzte auch hier Millers Psychose ein und schaltete die Serie in den Selbstzerstörungsmodus. Und der dumme Film verdirbt mir vieles im Nachhinein (aber das habe ich, glaube ich, schonmal kurz erwähnt 😉 ).

Earonn
Earonn

Nachtrag (war eigentlich dabei, die Wäsche aufzuhängen):

Ich habe nicht deutlich genug dargestellt, dass ich *nicht* wirklich der Auffassung bin, dass die Armen (oder Punks) nur aus Bequemlichkeit nicht demonstrieren!
Es war so gemeint: die Occupy-Teilnehmer aus der Mittelklasse kann man (wie OnkelFilmi) gegen die Mittelklasse/Occupy auslegen. Oder eben gegen die Gruppe, zu der OnkelFilmi sich selbst zählt. Damit wollte ich auf die Willkürlichkeit seiner Argumentation hinweisen.
Aargh, ich sollte heute nicht mehr schreiben. Es funzt nicht. Hoffe, ihr könnt auch so verstehen, was ich meine. Ich geh zurück zu meiner feuchten Wäsche… 😉

Mollari
Mollari

Finde ich bei der ganzen Diskussion um die Occupy-Bewegung immer wieder bemerkenswert, wie schnell von dem, weshalb da gesessen wird, zu dem, wer da so sitzt, geschwenkt wird.

Zu den beiden alten Säcken: Solange Moore sich noch tapfer gegen Begriffe wie „Graphic Novel“ stemmt, gilt er mir als geistig gesund.
Bei Miller bin ich diesbezüglich langsam wirklich am Grübeln. Sein „All-Star-Batman“ mutete schon reichlich verwirrt an, und die Regiearbeit bei „The Spirit“ war nun auch nicht gerade von Stringenz gekennzeichnet.

Wobei ich den Film dennoch jedem ans Herz lege.
Der größte Spaß jenseits vom Adam-West-Batman.

DMJ
DMJ

@Marcus:
Jawollja, die ABC-Reihe (bei mir glücklich komplett im Regal stehend…bis auf dieses ominöse „Wild Girl“ von dem ich nur vage gehört habe) ist ein Hammer. Hat öfters auch Durststrecken, so schwächelt gerade „Tom Strong“ unter anderen Autoren öfters, aber es bleibt eine verdammt gute Quote mit glänzenden Meisterstücken dazwischen!

Das Moore-Interview habe ich gelesen und finde da auch nichts so schlimmes, und insbesondere nicht das von XXX behauptete. Stimmt, Moore wirkt etwas bitter, nachtragend und teils fanatisch, aber das ist nun auch kein Wunder, wenn man einen Meilenstein schafft, der das Medium Comic verändert, über Jahrzehnte Vermögen einbringt und sich dann mit dem Verlag überwirft, der davon profitiert.
Seine Kritik an der Branche ist ja nun auch durchaus berechtigt – er fordert sie halt einfach auf, was neues zu machen, statt sich immer wieder nur an Marken, die g.T. aus den Vierzigern kommen, zu klammern. – Nichtsdestotrotz sehne ich mich natürlich danach, dass sein „MiracleMan“ (unter dem Titel kenne ich „MarvelMan“) endlich als TPB erscheint, damit ich auch ihn in meine Sammlung einfügen kann.

Thema Garth Ennis:
Oftmals wird er etwas platt und versucht nur noch, so böse und schlimm wie möglich zu sein, wenn er das aber nicht tut, ist er awesome. „Preacher“ nehme ich zwar sein inkonsequentes Ende übel, aber sein „Punisher“ ist grandios. Auch „Wormwood“ (dessen zweiten Band ich heute erstmals am Kiosk sah) ist recht amüsant.

Marcus
Marcus

@DMJ:

„die ABC-Reihe (bei mir glücklich komplett im Regal stehend…“

Sogar „Tom Strong’s Terrific Tales“, „Tomorrow Stories“, „Smax“ und die 1-2 anderen Ferner-Liefen-Tie ins zu Tom Strong und Top 10, die man immer nirgends kriegt? Respekt. (Und Neid. 🙁 )

„Wild Girl“
Bitte was?

“MiracleMan”
Auch so ein Ding, dass spätgeborene nur vom Hörensagen kennen… 🙁

„Oftmals wird er etwas platt und versucht nur noch, so böse und schlimm wie möglich zu sein“

Oder anders gesagt: er schreibt „The Boys“.

DMJ
DMJ

Ja, auch die Exoten – da hat mich mein Nerdtum mehr Mühe und Geld gekostet, als ich eigentlich zugeben dürfte. 😉
Insbesondere, da die „Terrific Tales“ g.T. ziemlich schwach sind. „Tomorrow Stories“ hat auch einiges reizloses, aber ich möchte es schon wegen Moores „Spirit“-Hommage „Greyshirt“ jedem weiterempfehlen. Fast alle dessen Folgen sind Experimente mit Erzählform und Comicstil und die 2. Geschichte vielleicht eines der handwerklich brillantesten Stücke Comic überhaupt: Es spielt in vier Stockwerken über vierzig Jahre hinweg und man kann frei senkrecht oder waagerecht lesen, da die Szenen beidseitig aneinander angeschlossen sind. Lässt sich kaum beschreiben, mich aber bis heute vor Ehrfurcht erstarren.

„Wild Girl“ kenne ich auch nur von dieser Fanseite:

http://www.leguy.de/comics/abc/episoden.html

Marcus
Marcus

@DMJ: meine Güte, da hat man selber die kompletten Serien Tom Strong, Promethea, Top 10 und LXG (immerhin: inkl. Black Dossier!) und sieht trotzdem noch wie ein Anfänger aus.
There is always a bigger nerd than yourself, I guess….

Immerhin bin ich nicht der Einzige hier, der vermutlich sehnlich auf LXG Century Part III wartet.

justus_jonas
justus_jonas

Wenn das alles nur dazu führt, das Frank Miller nie wieder (nie! wieder!) in die Nähe eines Regiestuhls darf, dann hatte sein dumpfes Geschwätz irgendwie doch etwas Gutes.

Marcus
Marcus

@justus: Aller. Dings.

DMJ
DMJ

@Marcus:
Ha, outnerded! 8)
Und in der Tat warte ich nägelkauend auf das neue LXG-Zeug.

Bin ja gespannt, wie es mit „Tom Strong“ weitergeht. Ist ja gar nicht allzu lange her, dass nach Ende der normalen Serie nocht „The Robots of Doom“ erschien. Das war zwar kein spezieller Höhepunkt, aber doch ganz nett, so dass ich durchaus Lust auf weitere Mini-Serien hätte.

DMJ
DMJ

Und auch dort ist ein ABC-Titel bei. Sehr schön.

heino
heino

Um mal wieder zum Thread-Thema zu lenken:hier ein Beitrag von John Scalzi zum Thema Occupy-Bewegung und das Tragen von Guy Fawkes-Masken:

http://www.filmcritic.com/features/2011/11/v-for-vendetta-occupy-movement/#entry-more

heino
heino

Ich nehme mal an, Miller bezog sich in seinem Rant auf Meldungen wie diese hier, die zeigen, dass die Occupy-Bewegung – die tendenziell nicht schlecht ist – auch so ihre Schattenseiten hat:

http://www.washingtonpost.com/politics/in-occupy-movement-more-trouble-or-change/2011/11/15/gIQAu9dVPN_story.html

das bestätigt dann auch z.T. das, was Filmi gesagt hat. Natürlich hat Miller da kräftig überzogen, aber ich schätze, das war gewollte Provokation. Und mal ehrlich, wie kann jemand eine Pussy sein, der sich freiwillig mit der halben Welt anlegt?

heino
heino

Das sehe ich zumindest im ersten Punlt anders, denn sämtliche liberal eingestellten Leute, die mit der Occupy-Bewegung sympathisieren, werden ihm da heftig widersprechen, und das zurecht. Dass er weit übers Ziel hinausschiesst, steht ausser Frage, aber er spricht das (vermutlich unbeabsichtigt) doch einige Punkte an, die sich ja auch inzwischen offen beobachten lassen:dass die Bewegung an Zersplitterung krankt und durchsetzt ist von Salonliberalen und Leuten, die sie als Deckmantel benutzen, um sich nach Kräften danebenbenehmen zu können. Ob sich die Occupy-Bewegung nur auf die amerikanischen Probleme bezieht oder doch eher auf die globale Krise (hierzulande richten sich die Proteste ja eher gegen Banken, weil ihnen die Schuld an der Misere Greichenlands und somit der EU gegeben wird. Ein Punkt, der mal zumindest diskussionswürdig ist), kann ich nicht beurteilen, da ich das nur am Rande verfolgt habe. Aber Miller war schon immer – vorsichtig ausgedrückt – eher konservativ, von daher wundert mich sein spinnertes Verhalten nicht sonderlich.

Spirou
Spirou

Mir sind eben so was von die Augen aufgegangen! Es war, als ich die Sätze von Miller las, als würde mir endlich das klar und bewußt werden, was ich all die Jahrzehnte eher unbewußt gefühlt hatte …!

Meinen ersten Batman-Comic habe ich mit 6 Jahren bekommen (1975). Dann kam Superman dazu, später „Der rote Blitz“ und „Die grüne Leuchte“. Bis ich ungefähr 12 war, habe ich mir von meinem Taschengeld so viele DC-Comics wie möglich gekauft. Die pure Idee der „Superhelden“ hatte mich gepackt – und hat mich generell bis heute nicht losgelassen.

Doch mit 12 bekam ich meinen ersten „Die Spinne“-Comic in die Hand (ja, so nannten wir Spiderman damals ;-).

Und da passierte etwas, was bisher nie passiert war: Ich identifizierte mich mit Spidy. Ich konnte nachvollziehen, was er tut. Bei Batman – dem einzigen DC-Held, den ich mit 12 noch akzeptieren konnte, weil er eben nicht der lahmste Held aller Zeiten (Supi) oder einfach zweitklassig war (mal ehrlich: Mit einem Ring wie dem von Green Lantern und mit einer Galaxie-weiten Gang von gleich starken Laternen hätte die Grüne Laterne eigentlich der Mega-Held sein müssen …!) – bei Batman konnte ich ja also noch so ungefähr mitgehen.

Aber Spidy! Und dann all die anderen gebrochenen Marvel-Jungs! Die X-Men. Der Silver Surfer (aber weniger die Fanta4). Captain America (in seiner ganzen Oberflächlichkeit als All-American Hero – und doch mit Ecken und Kanten – und vor allem nicht „unverwundbar“). Und so weiter.

Und irgendwie hatte ich seither immer – wie mir jetzt klar wird – so ein wages Gefühl, dass mit DC einfach irgendwas nicht stimmt.

Wenn mich, seitdem ich 12 war, jemand fragt: „DC oder Marvel?“ gab es für mich immer nur eine Antwort. „Marvellous, natürlich!“

Aber warum eigentlich?!

Wer schon mal die Filme von Leni Riefenstahl gesehen hat oder die Skulpturen von Arno Breker, der weiss, wie „faszinierend“ das sein kann. Und wer „300“ gesehen hat, auch. Sieht alles klasse aus und macht einen auch irgendwie an. Und doch, und doch …

… irgendwas stimmt da nicht. Irgendwie bleibt da ein schlechtes Gefühl übrig. Batman und Breker. Riefenstahl und Superman. …

Wenn man sich heute „The Dark Knight“ anschaut ist das erstmal „cool“. Und selbst wenn Bruce Wayne leidet, ist es „cooles Leiden“. Gestählter Körper, Angst vor Fledermäusen, die überwunden wird, Rache für die ermordeten Eltern (vergleiche mit „Rache“ von Spiderman für seinen ermordeten Onkel!).

Ja, ich weiss – Vergleiche mit der NS-Propaganda sind immer sehr schwierig und bieten sofort Angriffsfläche. Doch nach den neuesten Worten von Miller wurde mir folgendes klar:

Warum mag ich DC nicht? – Weil DC (um es krude! zu sagen) revisionistisch ist. Weil DC ein eindimensionales Heldenbild verbreitet. Weil DC in Bildern schwelgt, die an eine bereits bekannte Bildsprache erinnern. Und weil DC die „Gut-und-Böse“-Story auf die Basis von Moralvorstellungen stellt, die mit der heutigen vielschichtigen, ambivalenten Deutung der Moral wenig zu tun hat.

Ich, für meinen Teil, bin froh, dass ich mich damals für Marvel entschieden habe. Ja, es sind „nur“ Comics. Aber ich gebe gerne zu, dass mich diese Comics durchaus auch geprägt haben. Dass sie mir einiges über Moral, Ethik und Ehrlichkeit beigebracht haben. (Dass Comics in dieser Beziehung bis heute vom „Establishment“ so dermaßen unterschätzt werden, ist ein anderes Thema ;-).

Als ich mich 1977 das erste Mal – unter dem Trenchcoat eines mir bis heute unbekannten Typen, der „Mitleid“ mit mir hatte – in eine der ersten Vorführungen von Star Wars geschmuggelt habe, wusste ich: Die dunkle Seite ist „sexy“ und „cool“ – die helle Seite ist eher langweilig (hey, Luke ist so eine Sissy, dass es schon traurig ist und einen manchmal richtig wütend macht :). Aber trotzdem: Genau das ist ja die Herausforderung: Sich trotzdem(!) für Yoda & Co. zu entscheiden!

DC verführt. Marvel berührt.

Ich hab‘ mich zumindest schon damals entschieden. Und wenn ich lese, was Miller da verzapft hat, weiss ich: Ich habe mich richtig entschieden.

Ist es so einfach? Ist es zum Schluß so, dass wir die Menschheit schlicht zwischen DC und Marvel aufteilen können? Nein, sicher nicht.

Aber eins ist mir klar geworden: Mit meinem Unwohlgefühl bei Superman, Batman (die dummen Filme aus den 80ern-90ern, die nichts(!) verstanden hatten, mal ausgenommen), Grüne Laterne & Co. hatte ich recht. Ein Kostüm wie das von Batman in „DKR“ ist dann doch auch ein Hinweis auf Leni R. und Arno B. Auf schlichte Verführung. Auf revisionistisches Gedankengut in neuer Verpackung. Wenn „300“ noch „Parodie/Ironie“ war – wer’s denn so interpretieren möchte – dann stehen die neuen Batman-Streifen doch in (un)klarer Tradition zu „Sieg des Willens“, u.a.

Wer erinnert sich noch an die großen Diskussionen nach dem Kino, als wir aus „Starship Troopers“ kamen? War das Ironie pur? Oder war das purer Revisionismus?

Die Diskussion führe ich bis heute manchmal noch. Die Nachfolgefilme sind dabei kein Anhaltspunkt, denn die sind schlicht B-C-Kino. Aber was wollte Verhoeven damals sagen? „Wollen Sie mehr wissen?!“ Ich glaube, er wollte uns einen Spiegel vorhalten. Aber ich kann mich auch irren.

Was Batman von Miller angeht, habe ich diese Zweifel nicht. Er geht viel suptiler vor – und will mit seinem Batman einen Held schaffen, der die wirklich Mutigen und Tapferen von „Occupy“ wahrscheinlich grün und blau prügeln würde. Batman wäre bei ihm auf der Seite der Polizei, die auf die Demonstranten einprügelt – und damit gegen das 1st Ammendment verstoßen würde. Von Millers Seite aus „zu recht“.

Sorry, die „Occupy“-Leute sind „rapists“?! Geht’s noch?! Selbst der cooleTyp im Video geht mir da nicht weit genug! What-the-fuck!!!? Wie krank muss man sein, um so einen Satz zu äussern?! Da fehlt jeder Bezug zur Realität! Miller, my friend: Finally you’ve shown your real face! Thanks for that!

Wie kann man dagegen angehen? Eigentlich natürlich gar nicht. Aber wenn man zumindest seinen nächsten Film boykottiert – und das auch deutlich macht – dann wäre schon was gegen diese Revisionisten erreicht.

Anyway: Those are my 2 Pence! ;o)

Peroy
Peroy

„Wie kann man dagegen angehen? Eigentlich natürlich gar nicht. Aber wenn man zumindest seinen nächsten Film boykottiert – und das auch deutlich macht – dann wäre schon was gegen diese Revisionisten erreicht.“

Darf ich ihn auch nur deshalb nicht gucken, weil er mich einfach nicht interessiert… ?

Rex Kramer
G

Die Reaktion von Moore auf Millers geistigen Dünnschiss finde ich allerdings sehr sympathisch: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,802826,00.html