USA 2011. Regie: Shawn Levy. Darsteller: Hugh Jackman, Evangeline Lilly, Dakota Goyo, Kevin Durand, Olga Fonda.

Story: Charlie Kenton could’ve been a contender – aber er hat es als Boxer nie bis ganz an die Spitze geschafft. Dann hat sich das Business verändert, der Mensch wurde durch tatsächliche Kampfmaschinen ersetzt: Roboter dreschen sich jetzt in spektakulären Fights die Servos aus dem Leib. Charlie steht ganz unten in der Hackordnung, lässt seine ausgemusterten Schrottbots bei Kirmesabenden antreten. Eher aus finanzieller Not denn aus Vaterliebe übernimmt er für zwei Monate die Aufsicht über seinen Sohn, zu dem er nie ein nennenswertes Verhältnis hatte. Max begeistert sich schnell für die Robofights und ist entschlossen, einen eigenen Bot bis ganz nach oben zu bringen. Und Charlie findet im Ehrgeiz seines Sohnes die Kraft, doch einmal etwas zu Ende zu bringen, Verantwortung zu übernehmen für das, was (zu) ihm gehört.

Kritik: Ich muss echt lernen, meine Klappe zu halten. Im Vorfeld von „Real Steel“ habe ich noch getönt, dass der Film eigentlich nicht funktionieren kann, weil es uns bei seelenlosen Robotern schlicht egal sein sollte, ob die sich zu Klump schlagen (lassen). Im schlimmsten Fall war damit zu rechnen, dass die Macher den Blechkämpfern Gefühle geben, um Emotionen beim Zuschauer zu provozieren – was natürlich das ganze Konzept auf den Kopf stellt (das Publikum der Zukunft braucht kein Mitleid zu haben).

Alles falsch, alles anders: „Real Steel“, wie die Inhaltsangabe bereits andeutet, konzentriert sich nicht auf die Roboter, sondern auf die Trainer. SIE sind unsere Antagonisten und Protagonisten. Die Kämpfe finden zwar im Ring statt – die Konsequenzen daraus verbreiten ihre Schockwellen aber jenseits der Arena.

Es ist damit eine sehr alte und hundert Mal erzählte Geschichte, die „Real Steel“ in neuem Gewand präsentiert – der ausgemusterte Beinahe-Champ, der in der Betreuung eines Nachfolgers die eigene Erlösung sucht. Ob es um Pferderennen geht oder um Karate, um PS oder BPM, ist letztlich völlig egal. Das Muster ist vorgegeben, ebenso wie die klassische Geschichte des Vaters, der erst in der Bewunderung seines Sohnes die Kraft findet, sein Potenzial zu nutzen.

Es ist eine Geschichte, die deswegen oft erzählt wird, weil sie funktioniert. Und selten hat sie so gut funktioniert wie in „Real Steel“. Ich weiß, dass viele von euch es anders sehen werden. Ich weiß, dass viele von euch mich für rettungslos nostalgisch halten werden. Aber um meiner Ehre als Reviewer willen kann ich es nicht kleiner formulieren, um dem Mainstream zu gefallen:

„Real Steel“ ist für mich der Film des Jahres.

Der mit den ganz großen Emotionen, den ganz fetten Bildern, den ganz starken Momenten. Ein Film, wie ihn Steven Spielberg anno 1985 vielleicht gedreht hätte, wenn die Technik damals schon so weit gewesen wäre. Echtes Blockbusterkino für meine Generation, die nicht mit „Transformers“ und „Piraten der Karibik“ aufgewachsen ist, sondern mit „Zurück in die Zukunft“ und „Gremlins“. Mit Charakteren, nicht Karikaturen. Als die Idee noch wichtiger war als die Pyrotechnik. Ich weiß, wie alt mich das klingen lässt. Egal.

„Real Steel“ ist so sauber getaktet wie „Iron Man“ und ähnelt Jon Favreaus perfektem Superheldenfilm auch noch auf anderen Ebenen: Statt eine überladene Zukunft zu erschaffen (wie es z.B. „Green Lantern“ tut), lässt er seine Welt ganz bodenständig aussehen. Es geht nicht darum, ein Universum zu schaffen, in dem Roboter normal sind – sondern darum, sie in UNSEREM Universum normal wirken zu lassen.

Wir GLAUBEN diese Roboter – auch und vor allem deshalb, weil sie technisch erschütternd perfekt umgesetzt sind. Hier nach CGI zu suchen, ist sinnlos. Die Trickeffekte sind makellos, Metall sieht aus und hört sich an wie Metall. Heavy Metal. Das hat Gewicht, Wucht, Impact. Die Choreographie der Kämpfe ist elegant und übersichtlich, in der Dramaturgie und Inszenierung eindeutig von den „Rocky“-Filmen inspiriert.

Die Darsteller überzeugen nicht weniger als ihre maschinellen Gegenüber: Den Kämpfer mit Herz hat Hugh Jackman blind drauf, Dakota Goyo ist absolut glaubwürdig in einem Part, der eigentlich IMMER nervt. Der Rest der Besetzung ist teilweise schräg, teilweise sympathisch, aber immer bunt genug, um nicht unter „ferner liefen“ abzusaufen.

Ich würde die Meriten des Films gerne einem meiner Lieblingsautoren zusprechen, Richard Matheson („I am legend“, „Duel“). Von ihm stammt die Kurzgeschichte „Steel“, die schon für die legendäre „Twilight Zone“-Serie verfilmt wurde (sorry – out of sync):

http://vimeo.com/15602914

Aber Mathesons Kurzgeschichte hat wenig mit dem zu tun, was die Autoren von „Real Steel“ daraus gemacht haben. Sie bildet nur ein sehr grobes Gerüst, an dem John Gatins und Dan Gilroy ganz großes Entertainment aufgespannt haben. Vielleicht ist es manchmal so einfach, einen profilierten Sportfilm-Schreiber mit einem Fantasy-Profi zusammen arbeiten zu lassen. Who knew?

Was ich dem Film besonders hoch anrechne, ist seine durch und durch positive Attitüde: „Real Steel“ handelt nicht vom Scheitern eines Traums, oder vom bitteren Preis eines Triumphs. Es ist sicher auch dem Background des Regisseurs bei diversen Disney-Serien zu verdanken, dass hier noch der Spirit zelebriert wird. Die Guten gewinnen, die Bösen bekommen was auf die Mütze. Unzynisch. Feel good.  Am Ende ist niemand tot, niemand bankrott, niemand im Knast. Man kommt mit einem ungetrübt guten Bauchgefühl aus dem Saal – und dem Drang, sofort einen Boxroboter zu bauen.

So schafft „Real Steel“ das Kunstück, ein packender Sportfilm UND ein gutes Roadmovie zu sein, spannende Science Fiction UND großes Familienkino.

Fazit: Das perfekte Highlight zum Ausklang eines interessanten Blockbuster-Sommers – beste Hollywood-Tradition mit Herz und Hardware.

P.S.: Es gibt eine Szene, die die „Real Steel“-Wirklichkeit (zumindest für deutsche Zuschauer) empfindlich bricht und mit ziemlicher Sicherheit den deutschen TV-Sender verrät, auf dem der Film in zwei Jahren laufen wird: Bei einer Pressekonferenz des Superroboters hält STEVEN GÄTJEN dem Fighter in mehreren Takes deutlich sichtbar und ungewöhnlich bilddominant ein PROSIEBEN-Mikro unter die Metallschnauze!

P.P.S.: Als alter Charles Band-Fanatiker komme ich natürlich nicht umhin, auf den ANDEREN Science Fiction-Boxerfilm zu verweisen – nicht ganz so teuer, nicht ganz so perfekt, aber (fast) genau so unterhaltsam:



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Dietmar
Dietmar

Ich käme nie auf die Idee, mir den anzusehen. Und dann kommst Du aus dem Urlaub zurück …

😉

Peroy
Peroy

It’s… … … good ? 😕

OnkelFilmi

„P.P.S.: Als alter Charles Band-Fanatiker komme ich natürlich nicht umhin, auf den ANDEREN Science Fiction-Boxerfilm zu verweisen – nicht ganz so teuer, nicht ganz so perfekt, aber (fast) genau so unterhaltsam:“

Und als „Steel Arena“ frisch auf DVD! 😉

OnkelFilmi

Traurige Nachricht am frühen Donnerstag – Charles Napier ist gestorben! 🙁

http://www.turnto23.com/news/29398707/detail.html

Andy
Andy

Hmm da bin aber doch schon überrascht, hatte den Film im Vorfeld eigentlich auch keine Chance gegeben!
Hoffe das der Film dann auch gut läuft und Kasse macht.
Wie ich zum ersten mal etwas über den Film gehört hatte musste ich auch gleich an den anderen Science Fiction-Boxerfilm denken!

Dietmar
Dietmar

@Filmi: Wie war das doch gleich mit 2011?

Trantor
Trantor

Bei Deinem Satz „Ein Film, wie ihn Steven Spielberg anno 1985 vielleicht gedreht hätte“ fiel mir auf, dass Du „Super 8“ gar nicht besprochen hast, oder? Oder hast Du ihn im Februar, als Du in Deiner Jahresvorschau den Film unter „And seriously – what the fuck?“ eingeordnet hast, gleich auf Deine private Bannliste gesetzt?

Wäre schade, denn bei aller Vorhersehbarkeit der Plots sowie dem flachen Ende (man, man, J.J. Abrams und seine Wohlfühl-Knuddel-Auflösungen ohne nennenswerte Erklärungen … Lost, anyone?!) hab ich mich wirklich in meine Teeniezeit in einen Kinosessel der 80er versetzt gefühlt. Allein für die Walkman-Szene mit „Kids going around with their stereos. Slippery slope. Just what we need“ hat er sich gelohnt.

BakteriusFloh
BakteriusFloh

Ist das „Gul Dukat“ da in Arena?

Moss

@Wortvogel: … und Quark, auch ausn DS9; Shimerman diesmal ohne große Ohren, sondern eher schäbig-fusselig.

Howie Munson
Howie Munson

Bei einer Pressekonferenz des Superroboters hält STEVEN GÄTJEN dem Fighter in mehreren Takes deutlich sichtbar und ungewöhnlich bilddominant ein PROSIEBEN-Mikro unter die Metallschnauze!

Ach DESWEGEN moderiert er jetzt „Schlag das alte Eisen“ *SCNR*
(wobei er das schon besser macht als von mir befürchtet…)

aber ernsthaft ein Sportfilm, bei dem die guten in Disney-Tradition gewinnen, der nicht vorhersehbar ist und dadurch Längen hat?

Realsatiriker
Realsatiriker

„Bei einer Pressekonferenz des Superroboters hält STEVEN GÄTJEN dem Fighter in mehreren Takes deutlich sichtbar und ungewöhnlich bilddominant ein PROSIEBEN-Mikro unter die Metallschnauze!“

Für eventuell Interessierte: Die Roboter im Film sprechen nicht – gerade das ist eine der (vielen) Stärken des Films. Sie piepsen nicht mal emotional einlullend wie R2-D2 oder Wall-E. Sie kämpfen, bestehen oder werden zerstört. Der Zuschauer wird ermuntert, seinen Teil des Kinoerlebnisses selbst zu leisten – das Mitfühlen. Selbstbewusstes Filmemachen.

In der Szene stürzt sich die Pressemeute nach einem Kampf in einem Arena-Gang vor allem auf den Operator des Superroboters. Das ist der coole Fernost-Typ, der nebenher dackelt.

Reingehen lohnt. „Real Steel“ schickt viele andere Möchtegern-Kracher auf die Bretter, geht über die vollen 12 Gefühls-Runden, und das weiße Handtuch braucht man hier als harter Macho (okay, einfacher Macho… okay, Mann… schön, Mensch sein reicht auch) nur, um sich die unweigerlich fließenden Tränen der Rührung verstohlen wegzuwischen. Wer den verpasst, verdient Bolls Schmeling-Schande auf Ewig-Repeat.

HomiSite

Hm, also nach dem Trailer hatte ich Hollywood eigentlich abgehakt; ich hielt den Film für den größen Stuss seit langem. Ich weiß auch nicht, ob mich „Sowas wird gemacht, weil’s funktioniert“-Statements allzu sehr beruhigen :-). Na ja, Tron Legacy fand ich nach dem Trailer auch überflüssigst, aber im Kino hat er mir dann schon gefallen…

Realsatiriker
Realsatiriker

@Homi: Exakt so habe ich vorher über den Film gedacht. Dafür bin ich heute dankbar.

Ist einer der zehn Filme, die ich definitiv mit meinem noch nicht gezeugten Sohn angucken würde.

Dietmar
Dietmar

@Realsatiriker: Da hab´ ich eine Vorsprung und freue mich auch den nächsten gemeinsamen „Männerfilm“.

(Mein Sohn (9) sollte für die Lehrerin aufschreiben, welchen Film er cool findet. Leuchtenden Auges: „Lethal Weapon!“ Ich konnte ihn auf „Pappa ante portas“ herunterhandeln; wer weiß, was die sonst von uns denkt …)

Trantor
Trantor

@Dietmar: Hmm, und was soll seine Lehrerin über Euch denken, dass der Lieblingsfilm ausgerechnet von einem pedantischen, frühverrenteten Vater handelt, der sich im ständigen Streit mit seiner Frau befindet? 🙂

TimeTourist
TimeTourist

Als ich vor einem Jahr irgendwo gelesen habe, dass (mal wieder) ein Kinderspielzeug verfilmt wird, konnte ich es nicht glauben. Gerade diese kämpfenden Roboter? Wie will man aus dem Spielzeug einen Film machen? Jetzt bin ich umso überraschter, dass Wortvogel sein OK für den Gang ins Kino gegeben hat. Bin gespannt.
http://www.themorningnews.org/images/2005-gifts-rockemrobots.jpg

Hawks
Hawks

Ich hatte im Kontext von Charles Band eher einen Verweis auf „Robotjox“ als auf „Arena“ erwartet.

Dietmar
Dietmar

@Trantor: Bis auf die Frühverrentung ein Abbild unserer Lebenswirklichkeit. 🙁

Achim
Achim

Bei Shimerman darf man den wunderbar widerlichen Direktor der Sunnydale High nicht vergessen.

Peroy
Peroy

„Ich hatte im Kontext von Charles Band eher einen Verweis auf “Robotjox” als auf “Arena” erwartet.“

Das geht nicht, Robotjox“ ist ja der weitaus bessere Film…

Comicfreak
Comicfreak

..verdammt, und ich hatte den abgeschrieben; jetzt muss ich doch rein.
Ist der wenigstens ab 6?

Dietmar
Dietmar

*hibbel*

kingalekz
kingalekz

Das hab ich jetzt nicht erwartet. Die Idee, die Trailer und alles andere schrien für mich nach Müll. Ohne dieses Review hätte ich den Film ganz sicher ignoriert. Danke.

Marcus
Marcus

@Achim: „Bei Shimerman darf man den wunderbar widerlichen Direktor der Sunnydale High nicht vergessen.“ So isses!

@Dietmar: „Ich konnte ihn auf “Pappa ante portas” herunterhandeln“ – was heißt „herunterhandeln“? „Pappa“ ist doch ganz klar der bessere Film. Finde ich zumindest. „Lethal Weapon“ war nie meins.

@“Real Steel“: dank Torsten weiß ich jetzt, dass ich daheim bleiben kann. Euch allen viel Spaß, aber sorry – diese Art Film kann ich absolut nicht ab.

off-topic: bei rtlaktuell haben sie gerade zum Tod von Steve Jobs erklärt, was ein iPad und ein iPhone sind. 😆

heino
heino

@Marcus:“was heißt “herunterhandeln”? “Pappa” ist doch ganz klar der bessere Film.“

Du gehörst nicht zur Gattung Mann:-))

Peroy
Peroy

„@Dietmar: “Ich konnte ihn auf “Pappa ante portas” herunterhandeln” – was heißt “herunterhandeln”? “Pappa” ist doch ganz klar der bessere Film. Finde ich zumindest. “Lethal Weapon” war nie meins.“

Schwul.

reptile
reptile

und wieder Mal: nach dem Trailer hatte ich den von der Kino Liste gestrichen. Roboterkämpfe? Seid Michael Bay versuche ich die zu meiden.
Aber nun….klingt sehr interessant.

Marcus
Marcus

@Peroy: Pffft. Geh doch „Ghost Rider“gucken…. 😎

http://thatguywiththeglasses.com/videolinks/teamt/fbv/bmbe/32527-ghost-rider

@heino: „Melusine, krawehl, krawehl“ > „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“…. und „Mann“ ist keine Gattung von irgendwas, du Zoologieversager. 🙂

Lieber „Loaded Weapon“ als „Lethal Weapon“! *duckundwech*

Comicfreak
Comicfreak

..mist, muss Junior bis zur DVD warten. DAS wird ne lange, nervige Zeit, nachdem er gestern bei Johnny English an den Real Steel-Postern geklebt hat..

heino
heino

@Marcus:beim nächsten FFF darfst du dann als Strafe jeden Wackelkamera-Scheiss ertragen, bis du gelernt hast, was MÄNNERfilme sind:-))

DMJ
DMJ

Film des Jahres?!?

Hm…Jetzt bin ich ratlos. Ich hatte im Grunde wenig Erwartung hinsichtlich des Films (ja, er basiert auf einem Spielzeug, was wenig hergibt, aber entsprechend frei kann er ja auch vorgehen), bin ja für „einfach nur Unterhaltung“ auch immer aufgeschlossen, aber bei soviel Euphorie werde ich doch irgendwie misstrauisch. So etwas spricht oft dafür, dass der Rezensent viel zu sehr persönlich davon angesprochen wurde und dass es bei einem selbst vielleicht nicht so klappt. 😉

Marcus
Marcus

@heino: „beim nächsten FFF darfst du dann als Strafe jeden Wackelkamera-Scheiss ertragen, bis du gelernt hast, was MÄNNERfilme sind:-))“

Pöööh, ich habe alle „Stirb langsam“s, „Commando“ UND den Lundgren-Punisher auf DVD. Ich brauche keine Nachhilfe in Sachen „Männerfilme“.

Und DU darfst beim nächsten FFF zuhause bleiben und „Rabies“, „The Loved Ones“ und „Sex & Zen 3D“ in Endlosschleife gucken, bis du gelernt hast, was echter HUMOR ist. 😈

heino
heino

„Pöööh, ich habe alle “Stirb langsam”s, “Commando” UND den Lundgren-Punisher auf DVD. Ich brauche keine Nachhilfe in Sachen “Männerfilme”.“

Genau das hätte ich an deiner Stelle jetzt auch behauptet:-))

„Und DU darfst beim nächsten FFF zuhause bleiben und “Rabies”, “The Loved Ones” und “Sex & Zen 3D” in Endlosschleife gucken, bis du gelernt hast, was echter HUMOR ist. “

Wenn diese Streifen für dich der Beweis für guten Humor darstellen, warum hast du dann so memmenhaft rumgemeckert, als du aus den Vorstellungen kamst?*hehe*

Marcus
Marcus

Ach, heino…

„Wenn diese Streifen für dich der Beweis für guten Humor darstellen, warum hast du dann so memmenhaft rumgemeckert, als du aus den Vorstellungen kamst?“

Neinnein, du sollst natürlich anhand von Negativbeispielen lernen, was guter Humor ist, damit du den großen Loriot fortan nicht mehr verschmähst. Die drei Filme sind die, die mir in meiner FFF-Erfahrung am penetrantesten durch verunglückte Humorversuche aufgefallen sind.

Dietmar
Dietmar

*vorsichtig einwerf:* Loriot ist göttlich. Wir lieben ihn hier alle sehr. „Herunterhandeln“ war hinsichtlich der Action und der Altersfreigabe gemeint.

(Und übrigens höre ich immer „Krawiehl“ und nicht „Krawehl“; keine Ahnung, was vielleicht im Drehbuch steht.)

radio-gott
radio-gott

ich musste bei der Handlung irgendwie spontan an die Simpsons-Folge denken, in der Homer einen Kampfroboter für Bart bauen will, um seine Beunderung zu bekommen. als Roboter verkleidet tritt er bei diversen Turnieren an. Klingt ziemlich ähnlich

Peroy
Peroy
Peroy
Peroy

Das Gefühl kenne ich…

DMJ
DMJ

Doch nicht der „echte“ “Rock em sock em”-Film?
Keine Ahnung…mir eigentlich auch egal. Macht für den Film ja wenig Unterschied, ob er einfach so drauflos geschrieben wurde, oder anschließend mit einem Label versehen. Ein richtig einengendes Handlungskorsett sind ja die wenigsten Spielzeuge. 😉

(Den Cinema Snob mag ich aber.)

mdmatze
mdmatze

„Wir GLAUBEN diese Roboter – auch und vor allem deshalb, weil sie technisch erschütternd perfekt umgesetzt sind. Hier nach CGI zu suchen, ist sinnlos. Die Trickeffekte sind makellos, Metall sieht aus und hört sich an wie Metall. Heavy Metal. Das hat Gewicht, Wucht, Impact.“

und was les ich da grad bei SPON:

„Richtige Kampfmaschinen haben den Sprung auf Platz eins der amerikanischen Kinocharts geschafft – und das ist diesmal nicht metaphorisch gemeint: Im Mittelpunkt des Actionfilms „Real Steel“ stehen nämlich boxende Roboter; und die sind auch nicht computeranimiert wie heute oft üblich, sondern tatsächlich gebaute riesige, ferngesteuerte Maschinen.“

Also diesen Anachronismus schau ich mir bestimmt an.

Peroy
Peroy
mdmatze
mdmatze

och menno… 🙁

Rex Kramer

Hier gibt es noch ein paar detailliertere Infos zum Einsatz von CGI und „live size remote control models“. Offenbar ist schon überdurchschnittlich viel mit „echten“ Robotern gearbeitet worden. Wobei klar ist, die Kampfszenen sind alle CGI. Ich freu mich drauf…

http://io9.com/5847452/the-makers-of-real-steel-explain-why-robot-boxing-really-is-the-future

trackback

[…] Gemetzels“) und „Ich habe Dein Herz verfehlt“ („Hanna“)Liebste Filmkritik: Irgendwas vom Wortvogel.Und sonst so? Auch wenn ich bei „Pina“ als arte-Gucker voll abgekackt habe – „Poll“ […]

Peroy
Peroy

Ich habe ihn mir mal spaßeshalber auf DVD geholt. Es ist wirklich eine geölte und funktionale Feel-Good-Entertainment-Maschine, die darauf gebürstet ist, dass die ganze Familie zum Schluss ein paar Freudentränchen rauspresst… … … öh… an mir prallt sowas natürlich vollkommen ab, klar, ne *sniff*. Wirklich erstaunlich, wie gut der geworden ist, wenn man bedenkt, wie viele Faktoren da im Vorfeld gegen gearbeitet haben (vor allem natürlich die „Rock’em Sock’em“-Masche, auch wenn es jetzt keine Spielzeugverfilmung ist, als Grundidee für einen Film ist das doch irgendwie, nun ja, lächerlich). Die gesamte Design-Abteilung hat sich kollektiv eine Zigarre verdient, die Roboter sehen absolut toll aus und haben vor den Bay’schen Transformern meilenweit die Nase vorne, weil so übersichtlich strukturiert sind und man genau erkennen kann, welches Teil wo dran hängt und welches Rädchen nun genau was macht… und somit hat auch jeder noch so kurz gefeaturte Prügel-Bot mehr Charakter intus, als alle Transformer zusammengenommen. Jackman ist mal wieder so elends likable, dass man brechen könnte, obwohl seine Rolle eigentlich ein Arschloch und Versager ist, ist man als Zuschauer doch von Anfang an auf seiner Seite. Im Grunde krankt „Real Steel“ eigentlich nur an der Bekanntheit der abgenudelten Story. Nun ja, das kann man ihm nicht wirklich vorwerfen, der Streifen packt alles, was er sich vorgenommen hat. Erhellend ist in dem Zusammenhang auch, sich mal den Audiokommentar mit Regisseur Levy reinzutun und sich anzuhören, wie geil der seinen eigenen Film findet und wie sehr der auf die Chose abgeht… da würde mir glatt das Herz aufgehen, wenn ich eins hätte.

Peroy
Peroy

„@ peroy: Sags doch einfach klar heraus – der Dewi hat volle Kanne Recht gehabt.“

Nö. Von einem „Film des Jahres“ ist der doch weit entfernt und ich gehe nicht auf die Kniee, nur weil ein Streifen bewährte und funktionierende Klischees und Erzähl-Schemata ohne jeden Funken Innovation nochmal durchexerziert. Das macht „Real Steel“ zwar fehlerfrei, das muss man ihm lassen… aber der hätte sogar besser werden können. Film ist für mich nämlich nicht nur Plot und Handwerk, sondern auch mal ein wenig Inspiration oder nochmal was anderes, was irgendwo abstrakt im Raum rumflirrt und was man nicht in Worte fassen kann. Da hätte noch ein bisschen mehr kommen müssen als „Wir machen nochmal Rocky mit Robotern“…

Dass dir das gut abgeht, ist klar, aber für mich ist sowas wie „The Abandoned“ vermutlich besser.

Exverlobter
Exverlobter

Der Film des Jahres war Planet der Affen!