Während ich das hier schreibe, lasse ich den ersten Film auf dem FFF ausfallen: „Yellow“. Ich brauche um diese Uhrzeit keine spanische Variante von „Das Experiment“. Außerdem war ich mit den Reviews so hinterher, dass ich mich erstmal wieder an die Tastatur geben musste.

Das schwedische Crime-Sequel „False Trail“ wird morgen Mittag ebenfalls der Arbeit geopfert – wie es aussieht, habe ich in einem Antikmarkt ganz in der Nähe des Kinos endlich den angemessenen Wortvogel-Schreibtisch entdeckt! Der wird also ausgiebig besichtigt.

Was ich bisher von der Zombie-Webserie „Viva Berlin!“ gesehen habe, überzeugt durchaus: rüde, billig, schnell, brutal. Nicht immer sicher in den Effekten und bei den Darstellern, aber in fünfminütigen Häppchen allemal sehenswert.

Die aufmerksamen Leser meines Zeitplans werden es vielleicht gemerkt haben – bisher fehlt die Kritik zu „Valdemar Legacy 1“. Das hat den einfachen Grund, dass die beiden Teile eine Miniserie bilden, die sich kaum separat besprechen lässt. Mehr zu diesem Thema also, wenn ich „Valdemar Legacy 2“ gesehen habe.

Noch halte ich gut durch, auch dank der Gesellschaft von John, Lukas und Simon. Wir haben heute mal angedacht, im nächsten Jahr eventuell größere Debatten-Reviews auf Video vorzubereiten. Keine schlechte Idee, die Filme tatsächlich vor der Kamera zu diskutieren – allerdings spiele ich auch mit dem Gedanken, das Festival vielleicht mal in Köln zu frequentieren.

Ich schlafe gut, esse gut, trage mit Stolz das „Badmovies-Festival II“-Shirt – alles (noch) im grünen Bereich!



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Dietmar
Dietmar

„Wir haben heute mal angedacht, im nächsten Jahr eventuell größere Debatten-Reviews auf Video vorzubereiten. Keine schlechte Idee“

Wahrlich nicht! Verfolgt das mal weiter!

Thies
Thies

Wenn es nicht schon von zahllosen freiwilligen und unfreiwilligen Komikern inflationär eingesetzt würde, dann wäre hier ein „Respekt!“ angebracht. Ich komme dieses Jahr mit 22 Filmen an meine FFF-Höchstgrenze, aber wann immer ich dieses Blog aufsuche, fühle ich mich wie ein blutiger Amateur. 😉

Dietmar
Dietmar

„Wenn es nicht schon von zahllosen freiwilligen und unfreiwilligen Komikern inflationär eingesetzt würde,“

Komiker!

😉

Marcus
Marcus

„allerdings spiele ich auch mit dem Gedanken, das Festival vielleicht mal in Köln zu frequentieren.“

Würde ich jetzt schon wissen, wo ich nächstes Jahr wohne, würde ich sagen: mach mal.

Lukas

Köln hab ich vier Mal mit Dauerkarte durchgemacht und saß öfter mal neben grenzwertigen Goldkettchen-Boxbuden-Asis. Einmal wurde ein Kartenabreißer krankenhausreif geschlagen, weil einem Gast dessen Gesicht nicht so gut gefallen hat (oder so). Von den vier Festivalstädten, die ich erlebt habe, ist Berlin hinsichtlich des Publikums mit Abstand die angenehmste.

OnkelFilmi

@Marcus: Du bleibst mal schön hier!

@Lukas: Wo war ich denn dann? Ich bin seit 18 Jahren in Köln dabei, und habe sowas noch nie erlebt. Auch „Goldkettchen-Boxbuden-Asis“ nicht. Einzig und allein als das FFF vom Residenz ins Cinedom umgezogen ist, gab’s einige grenzdebile Diskotürken, die an der Kasse wohl nur gelesen haben „Ab 18“, und dann mal „Ey, Lan, isch Fantasü Fülmfest un mein Perle, Du weiss?“ zum Kassiersklaven gesagt haben. Bei „Redeemer“ (großartige kleine brasilianische Komödie) verirrten sich zwei so weisse Tracksuits tragende Vollspacken nebst blondierten Dummchen in den Saal, um sich dann erstmal groß drüber aufzuregen, daß die ja „Keinen Deutsch schpreschen ey“, und das wohl ein Film aus Marokko sein müsse weil „Ey, dem hat ein Farbe wie den Samir, un dem is Marokkaner ey!“ und schliesslich das Handy zu zücken um irgendeinen anderen Intelligenzbolzen davon zu unterrichten, daß sie „in Kino sind ey, un da schpreschen nisch deutsch ey, isch geh gleisch und will mein Geld zurück ey alder Lan ey“. Ein paar klare Ansagen und ein kurzes aufstehen inkl böse knurren hat da aber gereicht, um das Pack zum gehen zu bewegen.

Da habe ich in den Jahren, in denen ich ergänzend ein paar Tage FFF in Hamburg geguckt habe, um einiges schlimmeres „Publikum“ erlebt…

DMJ

Dennoch ist Köln nach Möglichkeit zu meiden – wer sich regelmäßig des Karnevals schuldig macht, ist mit Vorsicht zu behandeln.

OnkelFilmi

Das FFF-Publikum setzt sich glücklicherweise nur zu einem marginalen Teil aus Eingeborenen zusammen 😉

Thies
Thies

@Wortvogel

Als kleine Motivation zum Durchhalten hier eine allgemein gehaltene Filmkritik von Charles Bukowski:

„Von hundert Filmen ist einer gut, einer passabel und achtundneunzig sind grauenhaft. Die meisten fangen schlecht an und werden noch schlechter. Wenn du den Akteuren abnimmst was sie sagen und tun, kannst du genausogut glauben, dass das Popcorn das du kaust, einen tieferen Sinn hat.
(…)
Millionen von Dollars verschwendet, um etwas zu machen das noch grausiger ist als das Leben der meisten Wesen auf der Erde. Für die Hölle sollte man keinen Eintritt zahlen müssen.“

Quelle: „Ausflüge im Dunkeln“ in der Übersetzung von Carl Weissner.

In diesem Sinne weiterhin viel Spaß! 😉

CrazyEddie

„Ich schlafe gut, esse gut, trage mit Stolz das “Badmovies-Festival II”-Shirt…“

Letzteres ist das wichtigste. Ich hoffe nur du wirst deswegen im Kino nicht so dumm angemacht wie ich einst…

Marcus
Marcus

@Filmi:

„as FFF-Publikum setzt sich glücklicherweise nur zu einem marginalen Teil aus Eingeborenen zusammen“

Wie man ja an mir sieht….

„um sich dann erstmal groß drüber aufzuregen, daß die ja “Keinen Deutsch schpreschen ey”, “

Du hast doch hoffentlich erwidert: „Na und, ihr doch auch nicht?!“

@Thies: „Für die Hölle sollte man keinen Eintritt zahlen müssen.“

Insert random „The Loved Ones“-Joke here.

Marcus
Marcus

@Lukas: ich habe bisher auch keine schlechten Erfahrungen mit dem FFF-Publikum in Köln gemacht. Die „Ey-Alter-weischttu“-Fraktion fand letztes Jahr gar nicht statt (ob die wussten, dass ich komme? 🙂 ).

Gut, es gibt dafür ein oder zwei Typen, deren Nervfaktor dieses Fehlen ganz gut ausgleicht….. 🙂

OnkelFilmi

@Marcus: „Wie man ja an mir sieht….“

Nicht nur an Dir. Ich glaub in dem ganzen Pulk an Leuten, mit denen ich mich über die Jahre in Köln beim FFF treffe, gibt/gab es nur zwei oder drei echte Kölner. Der Rest kommt entweder extra für’s FFF (Siegen, Lüdenscheid, Gummersbach, Remscheid, Siegburg, Dortmund, Bochum, Moers, D’Dorf, Aachen…) oder ist zugezogen (Bielefeld, Paderborn, Soest, Gummersbach…).

„Gut, es gibt dafür ein oder zwei Typen, deren Nervfaktor dieses Fehlen ganz gut ausgleicht….. “

Sonnenbrille und Hasenzahn sind BESTIMMT Kölner! 😛

Marcus
Marcus

@Filmi: du kennst wen aus Bielefeld? 😯

Hasenzahn musst du mir mal zeigen. Mir ist nur der Sonnenbrillenmann und seine Jüngerschar in Erinnerung geblieben.

Bist du nächste Woche auch von Anfang an dabei?

OnkelFilmi

Nächste Woche? Also, ich steh am Mittwoch da auf der Matte 😛

Klar kennste Hasenzähnchen, der Typ, von dem ich erzählt habe, daß er mir schon zwei Jahre auf der Spiel/Comic Action über’n Weg gelaufen ist, einmal als Vampir und einmal als schwuler Jack Sparrow… :p

OnkelFilmi

Nee, nee, ist so schon richtig. Der „echte“ nimmt sich dagegen nämlich absolut hetero aus 😉

heino
heino

„@ Filmi: “als schwuler Jack Sparrow.”. Also als Jack Sparrow?“

Capatain Jack ist nur in der deutschen Übersetzung der ersten 3 Teile schwul, im Original ist er einfach blau. Was David Nathan dann auch im Trailer von Teil 4 sehr deutlich werden lässt.

@Lukas:ich bin seit 1996 jedes Jahr auf dem Kölner FFF (Kunststück, wohne ja auch in Kölle) und sowas ist mir noch nie untergekommen. Da haste wohl wirklich extremes Pech gehabt.

Marcus
Marcus

„Was ich bisher von der Zombie-Webserie “Viva Berlin!” gesehen habe, überzeugt durchaus: rüde, billig, schnell, brutal. Nicht immer sicher in den Effekten und bei den Darstellern, aber in fünfminütigen Häppchen allemal sehenswert.“

Der selbstzweckhafte, eklige (Zombie-Rape?!) und bis jetzt völlig plotlose Unsinn? Kann nicht dein Ernst sein.

Peroy
Peroy

Zombie-Rape… *notier*