schwarze-augeEs hat was von journalistischer Recherche, von detektivischer Feinarbeit, manchmal auch von epischer Schatzsuche – wenn man wirklich sucht, kann man die Pioniere und Vordenker, die Gescheiterten und Geläuterten des deutschen Fantasyfilms tatsächlich finden. Dann kann  man sich an „Astro-Saga“ abarbeiten, an „Nydenion„, aber auch am „Stahlwerkmassaker“ und an „Virus Undead„.

Manchmal ist die Entdeckung reiner Zufall. Wie hier.

Eigentlich wollte ich nur wissen, wann „Nydenion“ auf DVD erscheint. Regisseur Moik verwies mich an den KSM-Vertrieb, auf dessen Webseite ich ein paar Infos finden konnte – und einen Verweis aus die bevorstehende Kinoadaption des beliebten Rollenspiels „Das schwarze Auge“.

Das überraschte mich jetzt doch – ich hatte noch nie von dieser Verfilmung gehört. Auch dass ein erfolgreicher DVD-Vertrieb selbst in die Kinoproduktion einsteigt, ist nicht gerade Standard. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich um 1998 herum versucht hatte, ProSieben von so einem Projekt zu überzeugen. Damals dachte ich allerdings eher an eine Umsetzng von „Deutschland in den Schatten“ als dystopische Miniserie.

Noch baffer war ich, als ich nicht nur Bilder zur Verfilmung von „Das schwarze Auge“ fand, sondern auch noch einen Promo-Trailer, der mit einigem Aufwand und durchaus bekannten Darstellern aufwarten konnte:

Das Ding war demnach schon fertig gedreht? Und ich hatte nirgendwo in der Blogosphäre oder einer Filmzeitschrift davon gelesen? Ich begann ernsthaft, an meiner Eignung als allwissender Klugscheißer zu zweifeln. Doch eine kurze Recherche beruhigte mich – man hatte bisher nur ein Promo gedreht mit Szenen, wie „Das schwarze Auge“ aussehen könnte. Das Material war dann auf einer Gamer-Messe im Frühjahr erstmals einem limitierten Publikum vorgestellt worden.

Damit ihr mitreden könnt, solltet ihr euch nun 15 Minuten Zeit nehmen:

Okay, hier ist nicht alles Gold, was im Licht des Lagerfeuers glänzt, aber es hat bildschirmfüllende Bilder und ein paar beeindruckende Effekte. Letztere von Tobias Richter (The Light Works), den ich noch aus früheren Zeiten kenne und dem das Filmbusiness wahrlich eine größere Karriere schuldet:

http://www.youtube.com/watch?v=MnNgcAMTDlE

Was ich von der ganzen Angelegenheit halte? Zuerst einmal Respekt vor KSM – die sind entschlossen, ein beeindruckend großes Projekt zu stemmen und dafür auch erstmal in Vorkasse zu gehen. Hat man in dieser Branche wahrlich selten. Und das Potential für einen fetzigen Fantasy-Kracher besitzt das schier uferlose DSA-Universum allemal. Es ist nicht „Herr der Ringe“, sollte aber allemal besser werden als „Dungeons & Dragons“.

kostumGrund genug, noch genauer in die Materie einzusteigen. Ich kontaktierte also Tobias und KSM, um etwas mehr über das Projekt „Das schwarze Auge“ heraus zu finden – wer dreht 15 Minuten samt Kostümen und Effekten, nur um Interesse für einen Kinofilm zu generieren? Das kostet ja auch eine Stange Geld. Und wieso wurde dafür bisher nicht lauter getrommelt?

Erfreulicherweise zeigte sich KSM sehr kooperativ, stellte mir Bilder und Videos offiziell zur Verfügung. Es wurden einige Fragen beantwortet, einige Mails ausgetauscht. Win win. Auch Tobias gab sich gesprächig und besorgte mir die Email-Adresse des Regisseurs, mit dem ich doch mal ein paar Wörtchen reden wollte.

Tobias Richter ist ja bisher nur einmal beim Wortvogel erwähnt worden, und daran hatte ich in diesem Moment gar nicht gedacht…

Bildschirmfoto 2011-07-18 um 15.30.35

Es stellte sich heraus, dass der Regisseur der Promo-Szenen von „Das schwarze Auge“ tatsächlich Wolf Wolff ist – jener Wolf Wolff, dessen „Zombies in der Zone“-Kracher „Virus Undead“ vor ein paar Jahren bei mir eine derart vernichtende Kritik kassiert hatte, dass sie noch heute in so manch lauer Runde diskutiert wird. Tobias hatte die Effekte dafür gemacht. Ich habe den Film seinerzeit in eine Reihe mit dem Holocaust gestellt.

Und jener Wolf Wolff war nun der Kopf hinter dem Promo von „Das schwarze Auge“! Ausgerechnet! Warum muss das Schicksal mich nur so prüfen? Habe ich des Karmas kleinen Hund überfahren? Arrrrrghhhh!!!

Mein erster Reflex: Die Sache auf sich beruhen lassen. Muss man Ärger suchen, wenn man gerade mal keinen hat? So groß KANN mein Interesse an „Das schwarze Auge“ nicht sein, dass ich in dieses Wespennest noch mal steche. Oder doch? Bin ich euch das schuldig? Bin ich MIR das schuldig? Vielleicht eine Gelegenheit, etwas Licht in die Sache mit „Virus Undead“ zu bringen? Hin und her, hin und her…

Es gehört zum Handwerkszeug des Journalisten, auch mal Kreide fressen zu können: Ich schrieb Wolf eine Email, verwies präventiv auf meine „Virus Undead“-Kritik und bat um ein Interview – mit dem Hinweis, dass ich verstehen könne, wenn er ausgerechnet mit MIR kein Wort wechseln wolle.

mathis
Wolf bewies Größe und sagte zu. Ich schickte meine patentierte Sackladung Fragen raus.

Ein paar Tage später rief er an, um sich zu entschuldigen, dass es mit den Antworten etwas dauern könne, er sei gerade mitten im Dreh. Kein Problem. Wir kamen ins Gespräch und so ungern ich das vom „Virus Undead“-Verbrecher sagen mag: Er ist ein Netter. Schlimmer noch: Es ist bisher mit dem Teufel zugegangen, dass wir uns nicht kennen. Wir Wolf Wolff Regiehaben in den frühen 90ern im Rheinland mit den selben Leuten an teilweise den selben Amateurfilmen gearbeitet: Stefan Lenzen, Uli Fleischer, Markus Metzler, Tobias Richter – unsere Schnittmenschen sind enorm und so hatten wir erstmal eine Stunde Anekdoten zu dreschen. Ich erfuhr auch einige interessante Details über die Entstehungsgeschichte von „Virus Undead“, die ich hier aber nicht wiedergeben darf. Die Angelegenheit ist ein für allemal durch.

Mittlerweile haben wir mehrfach telefoniert, wollen uns auch in Berlin während des FFF treffen. Er hat mir ausführlich und spannend alle Fragen beantwortet, noch mehr exklusives Material zur Verfügung gestellt – und darum werde ich euch in den nächsten Tagen noch mit viel mehr Fun & Facts zum Thema „Das schwarze Auge“ belästigen. Es wird Interviews mit Tobias Richter und Wolf Wolff geben, ein kleines „Making of“, ein Video über die Action-Choreographie, etc. pp.

Alle Fragen werden beantwortet – sogar die nach „Nydenion“:

nydenionIn ferner Zukunft hat die Menschheit mit Hilfe revolutionärer Raumschiff-Antriebe unbekannte Teile des Weltalls besiedelt. Eine dieser Kolonien hat sich im Laufe weniger Generationen zu einem riesigen Sternenreich entwickelt. Dieses Reich, das Sykon Imperium, liegt im Krieg mit der Konföderation Freier Welten. Die Auseinandersetzung dauert seit 57 Jahren an und hat schon Milliarden Opfer gefordert. Frieden ist seit langem vergessen und die Erde nur noch eine Legende…
Rick Walker, Ex-Kampfflieger der nun als freischaffender Pilot arbeitet, wird angeheuert um Cynthia Perkins an ein geheimnisvolles Ziel zu bringen. Auf ihrem Weg werden Walker und Perkins von einer Gruppe Raumjägern abgefangen und Walker ist gezwungen seine schwer beschädigte Maschine auf einem Mond des abgelegenen Planeten Nydenion notzulanden. Während die beiden versuchen den feindlichen Suchtrupps zu entkommen, enthüllt Perkins Walker die Wahrheit über Ihre Mission. Walker und Perkins Weg zu den Verhandlungen wird ein Kampf gegen die Zeit und gegen einen Feind den Walker nur zu gut kennt…

VÖ-Datum: 7.10.2011.



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Dietmar
Dietmar

Großartig!

Mal wieder. 😉

ColonelHeinz
ColonelHeinz

Könnte auf jeden Fall etwas für einen gemütlichen Heimkino-Abend sein. Und dafür, dass es vielleicht nie in einem richtigen Film gipfeln wird, steckt wirklich viel Arbeit drin. Ich bin schon gespannt auf deine weiteren Artikel zum DsA-Film 😀

Karsten

spannend

Jerry

*seufz* Ich sehe schon wieder die monatelangen Debatten in den RPG-Foren kommen, wie man nun die Ereignisse und Darstellungen im Film bloß als Setzung ins offizielle Aventurien einbauen soll, von den Kleidungsstücken über die Interpretation des Bosporano oder Tulamidya, den filmgemäß zu erwartenden Zauberdarstellungen bis zu bestimmten Landschaftsformen.
Wer sich an solche Genrefilme wagt, riskiert noch mehr als bei einer Buchadaption.

Sie nannten Ihn Kangaroo
Sie nannten Ihn Kangaroo

„Damals dachte ich allerdings eher an eine Umsetzng von “Deutschland in den Schatten” als dystopische Miniserie.“

Sprichst du von der „Deutschland in den Schatten“ Triologie von Hans Joachim Alpers ?? wow…..das wär mal ein Projekt mit ner wirklich coolen Vorlage geworden

DMJ

Doch immer wieder eine angenehme Überraschung, dass jemand, dessen Werk man nicht gerade schätzt, dennoch ein guter Mensch sein kann. 😉

Stefan
Stefan

Schöner Artikel, der uns die „ermüdende Suche“ wieder in Erinnerung ruft.

„(…) einem limitierten Publikum vorgestellt (…)“ klingt fast nach einem >kleinen elitären Zirkel<. 😉 Das war nicht Fall. Im Gegenteil. Es handelte sich um die Role-Play-Convention in Köln und da die Vorführung öffentlich war, konnte jeder Besucher auf einer großen Leinwand und Bühne für die anwesenden Produzenten und Autor daran teilhaben. Das waren dann auch geschätzte 600 bis 700 Personen.

Achim
Achim

Also mich erinnert die Beschreibung von Rick Walker doch arg an Han Solo.

Sebastian

Stehen deine Bemühungen um eine Verfilmung von Deutschland in den Schatten in irgend einer Beziehung zum Pro7-Scifi-Film The Runner, der ja 2 Jahre später ein ähnliches Setting bot? Und sei es nur der Assi, der sich während deines Vorschlags beim Chef ein paar Notizen gemacht hat…

Peroy
Peroy

„Ich erfuhr auch einige interessante Details über die Entstehungsgeschichte von “Virus Undead”, die ich hier aber nicht wiedergeben darf.“

WAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH !!!!!!!!!!!!!!!!

CthIngo
CthIngo

Hehe, Lasko erobert Aventurien… mal sehen was das wird 🙂

DerTim

Jerry: Es sind zumindest mehrere Leute (z.B. Mark Wachholz) an diesem Film beteiligt, die bis vor kurzem Teil der DSA-Redaktion gewesen sind und lange für Das Schwarze Auge geschrieben haben. Das spricht zumindest dafür, das sich da keine besonders groben oder peinliche Schnitzer einschleichen sollten…

Ich würde mir allerdings mal einen Fantasyfilm wünschen, der nicht versucht die Optik von LotR zu kopieren; Stichwort Reiterszene aus der Vogelperspektive, das ist doch mittlerweile doch arg überstrapaziert.

Achim
Achim

@WV
Wie viele treue Spieler hat denn dsA? Ich glaube kaum, ohne Zahlen auch nur ahnen zu können, dass die ausreichen, um den Film zu refinanzieren.
Ich jedenfalls bin nach der Viertelstund interessiert. Falls die Kritiker sagen, es ist ein guter Film geworden.

trackback

[…] “Das schwarze Auge” und “Nydenion” oder: Die ermüdende Suche nach dem d… – Demnächst gibt es beim Wortvogel mehr über den geplanten Kinofilm zum deutschsprachigen Rollenspielsystem "Das Schwarze Auge" (DSA). […]

Matthias
Matthias

Ich finde nicht, dass ausgerechnet dieses Universum mit seinen unendlichen Vernetzungen&Verdichtungen nach einer filmischen Umsetzung schreit. (Merkt man ja am Trailer, dass bereits eine komplett neue Mythologie vorausgesetzt wird, die mit dem bisherigen DSA-Universum nur einige ikonografische Verknüpfungen aufweist).

„Gute Filme“ ließen sich problemlos machen, indem man sich auf überschaubare Geschichten in diesem Universum konzentriert – aber das hätte den Preis, dass Zuschauern&Produzenten dabei zugemutet würde, die Verbindung zur Marke in der im Hintergrund bleibenden, spürbar dichten Hintergrundwelt zu belassen – ohne dass anvisiert wäre, die auszuerzählen. Nach dem Trailer denke ich, dass es an diesem Mut fehlt.

Magineer
Magineer

Die Ankündigung des Projekts (bzw. der Kauf der Rechte) ist ja nun schon zwei Jahre her ( http://www.ksmfilm.de/news.php?id=89 ) – als im April das viertelstündige Promo auf allen Websites rundging (okay, beim Wortvogel nicht 😉 …), hatte ich schon beim Vorspann und dem Hinweis auf Legendary Units ein ungutes Gefühl, da Jie Lin, wie von Torsten bereits angesprochen, ja bereits in VIRUS UNDEAD involviert war und hier mehr oder weniger das selbe Team am Start ist. Optisch hat man sich Mühe gegeben, obwohl bekannte Vorbilder mal wieder ohne Ende zitiert werden; mich stört nach wie vor die relative Ausdruckslosigkeit der Darsteller in solchen semiprofessionellen Produktionen, die in Kombination mit meist etwas verqueren Dialogen fast immer der Hemmschuh ist. Keine Frage, Effekte können auch trashig sein, ohne dass der ganze Film dabei absackt, aber ich habe hier immer das Gefühl, man will mit der Optik beweisen, was machbar ist und versagt dann in Inszenierung und Schauspielerführung. Kann aber nur mir so gehen…
Interessanter an diesem Beitrag fand ich Torstens Erwähnung von „Deutschland in den Schatten“. Ich liebe die Trilogie und mag generell alle deutschen Shadowrun-Romane bis Heitz (danach habe ich keine mehr gelesen) – eine Miniserie davon könnte ich mir zwar unbedingt vorstellen, aber bei dem erforderlichen Budget ist das wohl kaum ohne internationale Koproduzenten zu stemmen. Die wiederum würden dann vermutlich nichts mit einer Geschichte im Rhein-Ruhr-Megaplex anfangen können und eher Seattle oder andere klassische Megasprawls als Location favorisieren. Aber ja, ich würde sofort Deutschland in die Schatten folgen… 🙂

Matthias
Matthias

@Wortvogel Ich habe das schon verstanden und beziehe mich ja gerade deswegen nicht auf Look&Feel. Dabei teile ich natürlich auch deine intime Kenntnis des Business‘ nicht – aber wenn der Trailer dafür da ist, zu zeigen, was möglich ist bzw. wie eine solche Produktion aussehen könnte, wieso sollte er bei der „Mythologie“ in eine völlig andere Richtung gehen als das anvisierte Drehbuch? „Mythologie“/Hintergrundwelt hängt doch an der flexibelsten Ressource von allen: dem Sprecher-Text. Wenn eine möglichst Kanon-affine Produktion beabsichtigt sein sollte, wieso dann nicht einen Text wählen, der diesen Kanon ansatzweise zitiert, anstatt rund um den Begriff „Schwarzes Auge“ eine völlig neue Geschichte aufzumachen?

(Dass der Text darüber hinaus sprachlich holpert, ist nochmal eine völlig andere Geschichte: Wenn einerseits Arbeitstage und Euros noch und nöcher in so einen Promo-Trailer investiert werden und es dann andererseits nicht gelingt, dem Sprecher drei in sich stimmige Sätze in den Mund zu legen, spricht das für eine gewisse Lieblosigkeit bei aller Professionalität. Und genau das ist doch, wogegen der Wortvogel Tag und Nacht anschreibt, nicht wahr?)

Matthias
Matthias

Ich finde deine Haltung gut und ich verurteile das Projekt auch nicht, Gott bewahre! Nur darüber nachdenkend, wie ich so etwas angehen würde (überschaubare, auf Figuren und nicht Schauwerte konzentrierte Geschichte in einer Ecke des DSA-Universums so weit weg von der nächsten Magierakademie, dass die CGI nicht überborden muss und Berücksichtung des komplexen Hintergrunds vor allem implizit, nicht unbedingt durch exzessive Erklärungen oder weltweite Umwälzungen im Rahmen des Plots) kam ich beim Anschauen des Promo-Trailers auf den Trichter, dass hier wohl ein anderer Ansatz verfolgt werden wird. Vielleicht täusche ich mich (und warte sehr neugierig auf die zusätzlichen Infos), vielleicht wird sich dieser andere Ansatz tatsächlich als die bessere Idee erweisen. Aber wie ich drauf komme, lässt sich hoffentlich nachvollziehen.

@Achim
Die Zahlen sind schwer zu schätzen, weil aus den Verkaufszahlen der Printprodukte schlechterdings nicht herzuleiten (typischerweise dürften die von mehrköpfigen Gruppen genutzt werden). Für einen Kinofilm als Vergleichszahl heranzuziehen ist vielleicht am ehesten die Verkaufszahl von „Drakensang“, dem letzten Computerspiel in dem Bereich. Da Spiele ja auch gern, hüstel, weitergereicht werden, lassen die sich vorsichtig nach oben korrigieren.

Was das Rollenspiel selbst angeht, schätze eine einstellige Tausenderzahl „aktive“ Spieler (also solche, die zur Zeit einerseits das Hobby ausüben und andererseits Veröffentlichungen in dem Bereich mit Interesse verfolgen) und knapp hundert Hardcore-Fans/Sammler, die alles kaufen, wo ein schwarzes Auge drauf ist. Bei einem Kinostart dürften aber nochmal 10000 Tickets an die Fantasy-Interessierten gehen, die sich über Jahre hinweg zur Angewohnheit gemacht haben, das „Einsteigersystem“ DSA zu beharken und die jetzt sehen wollen, dass auch der Film nichts taugt 😀

Scherz beiseite, wenn man Breitenwirkung/kommerziellen Erfolg erzielen will, kommt man nicht darum herum, auf das Fantasy-affine Publikum ohne spezifischen „Schwarzes Auge“-Bezug zu setzen. Womit wir wieder bei meinem obigen Gedanken sind: um sich zu rentieren, müsste es ein guter Film sein, also eine gute Geschichte mit Figuren, die den Zuschauer interessieren.

Uli
Uli

Also ich finde die Promo extrem cool und würde mir so einen Film auf jeden Fall ansehen.
Die Art Typen die immer darauf rumreiten das wäre aber nicht so wie in der Vorlage und überhaupt alles vom Herrn der Ringe abgekupfert (eine grauenhafte Seuche!) muss man einfach ignorieren lernen.

Magineer
Magineer

Man könnte aber auch versuchen, ihnen zuzuhören. High Fantasy schön und gut, aber so ausgehungert muss man doch nun auch nicht reagieren, dass man gleich jedes Stück Film zum Meisterwerk adelt, nur weil ein Orc, ein Zwerg oder ein Magier drin vorkommt.
Mir persönlich wäre zum Beispiel durchaus wichtig, dass man sich bei den Dialogen nicht vorkommt wie im Schülertheater. Aber gut, das mag jeder anders sehen…

Markus (Metzler) Hahn
Markus (Metzler) Hahn

Hallo,
ich habe damals an „VIRUS UNDEAD“ mitgearbeitet…aus sicherer Distanz!
Mit Thomas Wolf oder Wolf Wolff wie er sich jetzt nennt (um vielleicht nicht mit Schatten der Vergangenheit konfrontiert zu werden) habe ich anfang der Neunziger an vielen Musikclips zusammengearbeitet.
Wolff war schon immer unoriginell und wenn ein Funke Gutes herauskam war es dem technischen Personal gutzuschreiben das er um sich ringte. Das Personal arbeitete immer für wenig Geld mit dem Versprechen an einem größeren Projekt mitarbeiten zu können. Die Projekte wurden größer aber ….sie waren vergleichbar mit diesen Tiefgekühlten Äpfeln, die man im Supermarkt als frisch untergeschoben bekommt…aussen schmackhaft und knackig..innendrin schon braun und fahl.
Ich kann jetzt schon sagen das wie bei Virus Undead der visuelle Look stimmen wird, weil die Technik hinter Wolff gute arbeit leistet aber der Film keine Seele haben wird, weil der Funke vom Regisseur fehlt!
Das klingt hart….is aber so!

Christian
Christian

Tobias Richter? Der Name kommt mir irgend wie bekannt vor .. ah ja, lang lang ist’s her, die guten alten Amiga-Zeiten http://www.youtube.com/watch?v=9aYzusXdvVI&hl=de

chatroulette

Thanks for finally talking about >Das schwarze Auge und Nydenion oder: Die ermüdende
Suche nach dem deutschen Genrekino | Wortvogel – 100 % Torsten Dewi <Liked it!