29
Jun 2011

Trailer: Mission Impossible – Ghost Protocol

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Echt, Teil 4 schon? Ist völlig an mir vorbei gegangen.

Teil 1 war ein Sakrileg – Phelps zum Verräter zu machen war die EINE Sache, die man sich nie hätte trauen dürfen.

Teil 2 fand ich zuerst einmal echt gut – allerdings habe ich den mit den Stars und der Crew im privaten Paramount Kino in LA gesehen, was die Experience vielleicht über die Maßen vergoldet hat.

Teil 3 habe ich nie gesehen. Stand einfach nie weit oben auf der Liste.

Und nun das hier:

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Sieht okay aus – als hätte man den Bond-Stil von Brosnan auf einen Ensemble-Film übertragen. Schön außerdem, dass Simon Pegg mal wieder sein Talent in einer etwas dramatischeren Rolle beweisen darf.



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Peroy
Peroy
29. Juni, 2011 17:45

"Teil 1 war ein Sakrileg – Phelps zum Verräter zu machen war die EINE Sache, die man sich nie hätte trauen dürfen."
Der war super…
"Schön außerdem, dass Simon Pegg mal wieder sein Talent in einer etwas dramatischeren Rolle beweisen darf"
Welches Talent… ?

reptile
reptile
29. Juni, 2011 17:54

Teil war wirklich gut und hatte das Thema der Serie auch gut getroffen.
Und ja: Phelps! DAS geht wirklich nicht. Außerdem hätte man auch Peter Graves mitspielen lassen können.
Teil 2 war ein cooler Actionfilm – hatte aber mit Mission Impossible so gar nichts zu tun. Typischer Woo Film. M.I. stand immer für Teamplayer Mission bei der jeder seine speziellen Fähigkeiten einbringen musste, damit die Mission funktioniert. M.I.2 war ein Einzelkämpfer-gegen-alle Film.
Teil 3 war wieder besser und hatte dieses Feeling.
Der Trailer zu Teil 4 sieht gut aus und es scheint als wenn man sich wieder auf das Teamplay Theme eingelassen hat. Sehr gut.

Wortvogel
Wortvogel
29. Juni, 2011 18:02

@ reptile: Retrospektiv ist das sicher mein Hauptproblem mit Teil 2 gewesen – Cruise hat die Franchise immer mehr an sich gerissen. Das war (nach der Sache mit Phelps) der zweite große Verrat an IM.
Ich würde das sowieso lieber als "Impossible Mission" statt "Mission Impossible" sehen – Cruise rennt durch Gänge, schlägt Salti und trickst Roboter aus. Stay a while – STAY FOREVER!!!

heino
heino
29. Juni, 2011 18:20

Teil 1 war okay. Da ich nie ein Fan der Serie war, ist mir der "Verrat" herzlich egal.
Teil 2 ist exemplarisch für die Gülle, die Woo seit seinem Wechsel in die USA in die Welt kotzt.
Teil 3 war doof, aber unterhaltsam. Und Philip Seymour Hofman war großartig.
Zu dem Trailer fällt mir nur das übliche ein:nur Radauszenen, die einem nichts über Handlung oder Charaktere erzählen. Und Simon Pegg wird wohl, wenn man die Szene im Trailer als Anhaltspunkt betrachtet, auch hier wieder für den Comedy Relief zuständig sein.

reptile
reptile
29. Juni, 2011 19:25

Ist vielleicht ein Nachteil, wenn man bei so einem Film jemanden wie Cruise dabei hat. Es muss ja quasi der A-Team Effekt entstehen. Da dürfen die anderen Teammitglieder nicht nur Handlager oder Pointengeber sein, sondern das Zusammenspiel muss stimmen.
Von der Grundstimmung ha mir Teil 1 am besten gefallen.

Exverlobter
Exverlobter
29. Juni, 2011 20:37

Teil 3 ist von JJ Abrams. Fand ihn jetzt auch nicht so super (aber besser als 2). Zumindest sollte der Name des Regisseurs etwas Interesse wecken. (Lost, Trek etc.)
Warum regt sich jeder über PHelps auf? Ich musste schon schlimmeres verkraften. Z.B Lenniers 180 Grad Wendung am Ende von Babylon 5.
Oder die Romanze von Spock und Uhura.

Markus
Markus
29. Juni, 2011 20:47

Finde ich eher meeh.. Das interessanteste ist der BMW i8 bei 1:02. Bauen die den wirklich, wenn sie ihn schon Product-placen??

Marcus
Marcus
29. Juni, 2011 20:55

@Peroy, #1: wie jetzt, ich stimme mit Dir überein?! Zumindest was M:I-1 angeht – Simon Pegg ist natürlich super!
M:I-2 & -3: what heino said.

BetaPan
BetaPan
29. Juni, 2011 21:55

M:I Checkliste:
Luftschacht – Check!
Kletter/Seil Aktion – Check!
Möglicher Verräter in den eigenen Reihen – Check!
Von Explosionsdruck davon geschleudert werden – Check!
Auto/Motorrad als Rammbock nutzen – Check!
Tom Cruise – Check!
Tom Cruise rennend – DoubleCheck!
Der kann ja nur gut werden!!!

The Riddler
The Riddler
29. Juni, 2011 21:59

Teil 1 habe ich anno ’96 mal auf Video gesehen und hat mich nicht sonderlich gefesselt. Die anderen Teile kenne ich mangels Interesse nicht. Das wird sich auch durch diesen 08/15-Trailer nicht ändern.

Achim
Achim
29. Juni, 2011 22:00

Ich habe noch keinen der Filme gesehen, und Phelps würde eher selbst seine Kinder töten als Verrat zu begehen.
Wenn man den Staub der Serie wegpusten könnte und ein Team formte, das wäre fein.

Baumi
Baumi
29. Juni, 2011 22:04

Ich mach’s kurz:
– Teil 1 und 2: Selbe Meinung wie heino und Marcus. (Inkl. WTF-Moment beim Erkennen der Einigkeit mit Peroy 😉 )
– Teil 3: Ignoriert wg. miesem Teil 2 und nervigem Tom Cruise.
– Simon Pegg: Zu wenig gesehen um eine Meinung zu haben.
– Trailer zu Teil 4: Ganz nett, aber Cruise bleibt ein Unsympath und da waren keine "Wow, den muss ich sehen"-Momente. Sieht nach solidem Durchschnittshandwerk aus. Macht wahrscheinlich Spaß, ist aber kein Muss.

Achim
Achim
29. Juni, 2011 22:27

Immerhin hat Teil 2 uns angeblich Jackman als Wolverine beschert, den anderen da kann ich mir nicht vorstellen.

reptile
reptile
29. Juni, 2011 22:32

Eigentlich wäre mir eine neue gut gemacht MI Serie lieber.
Auf heutigen Serienstandart könnte das werden und gibt es ja mit dem ähnlich gelagerten Leverage auch schon

Dr. Acula
29. Juni, 2011 23:10

Geht mir wie so vielen hier: schlicht und ergreifend kein Interesse. Da kuck ich lieber ’nen Asylum-Film.

milan8888
milan8888
29. Juni, 2011 23:18

Mir hatte der dritte am besten gefallen.

Nobby
Nobby
30. Juni, 2011 00:56

Simon Pegg hat in Teil 3 doch schon den Nervous Lab Geek gespielt. Jetzt also Beförderung zum Field Agent? Hmm. Mich macht eher Jeremy Renner neugierig. Und die Tatsache, dass Bad Robot (alias J.J. Abrams) wieder an Bord ist, denn Teil 3 ist für mich intelligente, moderne und spannende Action ohne große Schnörkel, somit der beste der Reihe.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 07:59

Ich habe in die Serie nur mal reingelinst. Aber selbst, wenn man nur wenig gesehen hat, ist vollkommen klar, dass Phelps kein Verräter sein kann; schon gar nicht mit dieser schwachen Motivation. Hat mir den Spaß am Film vergällt. Dies und der stets seine Eitelkeit zelebrierende Cruise … ne, nicht meins.
Und Pegg ist großartig.

Sennheiser
Sennheiser
30. Juni, 2011 08:58

Heino hats auf dem Punkt gepracht. Ich kann nicht verstehen, dass ein Mensch mit gesundem Menschenverstand den 2ten Teil irgendwie gut finden kann. Teil 1 und 3 hingegen sind sehenswert – wenn auch nicht überragend.

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 09:51

Allerdings gebe ich John Woo (der echt schwer abgebaut hat, seit der in den USA arbeitet – sein opernhafter Inszenierungsstil ist mit westlichen Actionfilm-Konventionen letztlich unkompatibel) nicht die Hauptschuld am "M:I-2"-Debakel.
Für das doofe Drehbuch kann er nix, und wie man hört, hat ihm sein Star (und Co-Produzent) Tom Cruise massiv reingeredet.
Es stimmt schon – der Team-Gedanke der Serie verträgt sich nicht mit Cruise' Ego. Es ist schon fast beeindruckend, wie die Filme es immer wieder schaffen, so viele tolle Schauspieler wirkungslos zu verheizen: Jon Voight, Vanessa Redgrave, Jean Reno, Anthony Hopkins, Kristin Scott Thomas, Maggie Q, P.S. Hoffman…. alle waren dabei, keiner hinterließ einen bleibenden Eindruck. Auch Ving Rhames fiel bestenfalls durch wiederholte Präsenz auf. Es ist fast so, als wären die alle nur dafür dagewesen, dass man ihre Namen aufs Poster schreiben kann, um die Cruise-Show zu tarnen.
Wie man sich so über den Verrat von Jim Phelps aufregen kann, ist mir schleierhaft. Aber ich habe ja auch die Originalserie nie gesehen, nur die Neuauflage aus den 80ern.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 10:04

@Marcus: "Wie man sich so über den Verrat von Jim Phelps aufregen kann, ist mir schleierhaft."
Weil es einfach nicht passt. Phelps´ Loyalität und Integrität vermittelten sich sofort. Ich finde es auch nervend, wenn Batman Leute tötet. Oder fände es, wenn John McClane einen terroristischen Akt durchführte. Also wenn die soetwas täten, müsste die Motivation das auch hergeben. Phelps aber war nur der Verräter, um jemanden zu nehmen, den möglichst keiner auf der Rechnung hatte. Da fühlt man sich nicht überrascht sondern gelinde verarscht. Ich jedenfalls.

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 10:17

@ Marcus: Folgendes Szenario: Der Star Trek-Film "Generations" (also der Crossover von Next Gen und Classic) endet damit, dass man feststellt, dass Kirk schon immer ein Spion der Klingonen war und außerdem mit McDowell arbeitet, um den/das Nexus für sich zu nutzen. Rückwirkend ist der damit immer ein Verräter gewesen – in der alten Serie, in den Filmen 1-6.
Das geht nicht. Nicht, "weil man sowas generell nicht machen darf", sondern weil es absolut nicht plausibel ist und die Integrität der gesamten M:I-Serie (die immerhin zwei TV-Versionen über 20 Jahre mit mehreren Staffeln umfasste) einem billigen Twist opfert.

reptile
reptile
30. Juni, 2011 10:26

Ein besseres Beispiel kann ich mir nicht vorstellen. DAS trifft es genau auf den Punkt.

Teleprompter
Teleprompter
30. Juni, 2011 10:31

Meines Wissens hat man mit dem Verräter-Dreh auch gleichzeitig Graves vergrault, dem hat man die Rolle wohl angeboten und der hat das verständlicherweise nicht spielen wollen. Voight war dann Todsünde Nr. 2, Nr 3 war die immer noch schlechteste CGI-Action-Szene aller Zeiten (in einem A-Movie), das Ding mit dem Heli im Kanaltunnel.
Und ich mag Teil 2, Woo ist auch in schwächeren Filmen Action-Gott. Teil 3 war aber auch o.k.

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 10:38

@ Teleprompter: Meine Info war, dass man Graves den Part nicht angeboten hat, weil er kein echter Star ist (im Gegensatz zu Voight), und man jede direkte Verbindung zur alten Serie kappen wollte. Graves war dann doppelt angepisst: Erst kriegt er "seine" Rolle nicht und dann macht man sie auch noch genüsslich kaputt.
Für mich sieht das so aus: Auch die weiteren M:I-Filme hätten massiv von Phelps als Mentor Ethan Hunts profitiert.

Nobby
Nobby
30. Juni, 2011 10:42

Wenn man die Filme aber separat von der Serie betrachtet, was aufgrund der anderen Schauspieler auch gar nicht so schwer fällt, verkraftet man den Verrat ganz gut. Man muss ja eigentlich nicht überall den schmollenden Fanboy raushängen lassen.

Dr. Acula
30. Juni, 2011 10:46

@Nobby
Das ist aber problematisch, wenn der Film sich explizit als Fortsetzung der Serie versteht. Des Vogels "Star Trek"-Beispiel (juxigerweise hätte ich genau die gleiche Konstellation gewählt, um ein Exempel zu statuieren :-)) trifft’s sehr genau. Als TNG-Fan könntest du ja auch sagen "was jucken mich die TOS-Fanboys mit ihrem doofen Kirk?"

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 10:56

@ Nobby: Klar kann man die Vorgeschichte ignorieren. Ich kann auch meine Lebensgefährtin bei einem Streit sofort verlassen, wenn ich unsere Beziehung außen vor lasse. Aber niemand tut das. Wenn ich eine Franchise übernehme, muss ich mit einbeziehen, was diese Franchise ausmacht. Im Fall von Mission: Impossible sind das schier unmögliche Aufträge (duh!), Teamwork, und die völlige Integrität des Teams. Zwei von drei hat Cruise für sein Ego-Projekt geopfert. Not cool. Und dafür muss man nämlich KEIN Fanboy sein.

Nobby
Nobby
30. Juni, 2011 10:58

Gut, das ist natürlich richtig. Andererseits, beim neuen "Star Trek" (oh, schon wieder J.J. Abrams) hat man ja auch eine alternative Zeitlinie etabliert und so die Möglichkeit geschaffen, nun alles anders als bei TOS zu machen. Ich finde das durchaus legitim, zumindest wenn’s in der Summe funktioniert. Das ist zwar gerade bei "Mission: Impossible" sicher diskussionswürdig, aber spätestens mit den Fortsetzungen ist die Eigenständigkeit der Filmreihe doch eigentlich zementiert worden.

reptile
reptile
30. Juni, 2011 10:59

Anderes Beispiel: im geplanten "24" Kinofilm würde Bradley Cooper den neuen Terroristenjäger Nummer 1 geben. Er muss den Ex-CTU Agenten JACK BAUER jagen, der, wie sich raustellt, schon immer ein Al Kaida Schläfer war.

Nobby
Nobby
30. Juni, 2011 11:17

Nun, es war ja nicht so, dass Phelps schon immer heimlich Verräter war. Er war irgendwann einfach desillusioniert und hat eine Chance genutzt, um seine Karriere beenden zu können. So hab ich es zumindest verstanden.
Die Plot-Idee für den "24"-Kinofilm finde ich auf jeden Fall spannend. 😉

Jeff Kelly
Jeff Kelly
30. Juni, 2011 11:34

1 ist fruchtbarer Dreck. Ees gibt so viele WTF Szenen in dem Film. Spätestens bei der "Helikopter im Eurotunnel" Szene wo Cruise durch die Wucht der Explosion auf den fahrenden Eurostar geschleudert wird war bei mir sämtlicher "suspension of disbelief" durch. Diese Szene alleine ist so dumm, die würde sich nicht mal Michael Bay trauen.
2. ist okay, aber ist halt Hollywood John Woo und deshalb um einiges schlechter als das was er zu seiner Hong-Kong zeit abgeliefert hat.
3 ist recht gut hat aber trotzdem wieder ein paar absolute WTF Szenen, die einen echt aus dem Film hauen. z.B. schaffen es wohl nur Cruise und JJ Abrams in Shanghai, der Stadt mit der wahrscheinlich höchsten Dichte was Mobilfunk angeht, mitten in Downtown kein Netz zu kriegen, nur damit man den Agenten nicht rechtzeitig warnen kann. Das ist so unwahrscheinlich wie auf dem Oktoberfest keinen betrunkenen zu finden.
Die Filme sind größtenteils nette Popcornunterhaltung aber die Skripte waren teilweise echt furchtbar dumm bei bestimmten Szenen und Cruise trägt einfach seit Jahren keinen Film mehr.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 11:50

@Nobby: "Andererseits, beim neuen “Star Trek” (oh, schon wieder J.J. Abrams) hat man ja auch eine alternative Zeitlinie etabliert und so die Möglichkeit geschaffen, nun alles anders als bei TOS zu machen."
Ja, aber die alte Zeitlinie und deren Charaktere wurden nicht umgedeutet. Da bei M:I Zeitlinien-Spielchen ausscheiden, gibt es keine plausible Möglichkeit, aus Phelps einen Verräter zu machen. Also sollte man es gelassen haben.

Dermax
Dermax
30. Juni, 2011 12:12

Teil 1: 100% agree, Phelps als Verräter geht NICHT! Das reisst auch die geniale Einbruchsszene nicht raus.
Teil 2: Natürlich geile Action, aber das Drehbuch… Und hatte absolut nix mehr mit MI zu tun. Ethan Hunt als Superman-Derivat.
Teil 3: Ganz ok, von Abrams hat ich aber mehr erwartet. Und der Verräter-Twist reisst ein riesiges Logikloch.
Überhaupt wärs mal ne Abwechslung, was anderes als ne Verräterstory zu erzählen…

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 12:16

@Dermax: "Überhaupt wärs mal ne Abwechslung, was anderes als ne Verräterstory zu erzählen…"
Aliens?
*kichernd fortlauf*

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 13:11

Zu "Phelps als Verräter": siehe Nobby #31 – es wird im Film eben NICHT impliziert, dass er von Anfang an (auch schon zu Zeiten der Serie) ein Verräter war. Von daher sehe ich den Continuity-Bruch nicht. Dass einem diese Weiterentwicklung nicht *gefallen* muss, steht auf einem anderen Blatt.
@Torsten: ich sehe schon, es fehlt mir hier einfach der Fan-Blickwinkel. Denn zugegeben, bei deinem Star Trek-Szenario würde ich auch "WHAT THE F*******?!" schreien.
"Auch die weiteren M:I-Filme hätten massiv von Phelps als Mentor Ethan Hunts profitiert." Sorry, da sehe ich kaum dramatisches Potential.
@Dietmar: "Ich finde es auch nervend, wenn Batman Leute tötet."
Ich auch – ein großer Fauxpas in den Burton-Filmen, genau wie übrigens die Idee, den Joker zum Mörder von Bruce’s Eltern zu machen. Aber hey, es ist DC: wir Fans sind es doch gewöhnt, die Finger in die Ohren zu stecken und "lalalalala" zu singen, wenn unsere Helden sich wie komplette Idioten aufführen – wohl wissend, dass zukünftige Autoren den gröbsten Stuss in Zukunft eh ignorieren werden. Und im Zweifelsfalle ist es halt eine alternative Zeitlinie aus dem Multiverse (*abnerd*).
@reptile: "Anderes Beispiel: im geplanten “24″ Kinofilm würde Bradley Cooper den neuen Terroristenjäger Nummer 1 geben. Er muss den Ex-CTU Agenten JACK BAUER jagen, der, wie sich raustellt, schon immer ein Al Kaida Schläfer war."
Das wäre zuallererst mal ein "Battlestar Galactica"-Ripoff.

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 13:30

@Jeff Kelly: Aaargh! Die Helikopter-Szene in "M:I-1"!!! Stimmt, diese Portion Hirnschwund hatte ich verdrängt. Killt m.E. den Film nur deshalb nicht, weil es am Ende passiert.
@Dermax: "Teil 2: Natürlich geile Action". Ich fand’s eher albern. Woo’s Art, Action zu inszenieren, braucht seinen melodramatisch-opernhaften filmischen Erzählstil. Im Kontext eines straighten westlichen Actionfilms wirkt das lächerlich überzogen. Und bitte – die Szene, in der sie mit den Motorrädern aufeinanderzurasen, dann gleichzeitg hochspringen, nur um in der Luft zusammenzustoßen?! Wie kann man dabei nicht in hysterische Lachanfälle ausbrechen? Das ist so absurd und over-the-top, dass man es nicht mal mehr parodieren könnte. In der Tat IST es für mich eine (wenn auch unfreiwillige) Parodie auf HK-Actionfilm-Bilder.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 13:33

@Marcus: Naja, und deshalb ist es eben falsch, Phelbs zum Verräter zu machen. Es ist keine Entwicklung des Charakters, das ist ein unglaubwürdiger Twist.
Und warum hat es kein dramaturgisches Potential, wenn Phelbs Hunts Mentor ist? Das kann genug liefern.

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 13:40

@ Marcus/Dietmar: Der "echte" Phelps aus der Serie wäre NIEMALS ein Verräter geworden. Das ist auszuschließen. Ethan Hunt eine starke Vaterfigur zu geben, hätte durchaus Potential gehabt: Was, wenn alles nur darauf hingewiesen hätte, dass Phelps ein Verräter ist und Hunt ihn reinwaschen muss? Was, wenn Hunt ihn AUSSCHALTEN soll? Was, wenn HUNT als Verräter gilt und Phelps ihm ein neues M:I-Team auf den Hals hetzen muss? Was, wenn Hunt ein M:I-Team übernimmt, dessen Mission sich mit der von Phelps neuem Team überschneidet? Was, wenn Phelps eigener Sohn zu einem Verräter wird – was die ganze Vater/Sohn-Dynamik von Phelps und Hunt in ein ganz neues Licht stellt? Was, wenn Phelps ermordet wird und Hunt Rache will (besonders plausibel, da Peter Graves ja mittlerweile verstorben ist)?

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 13:51

@Wortvogel: Lauter verschenkte Chancen einer Kino-Serie, die mich dann auch interessiert hätte.

Jeff Kelly
Jeff Kelly
30. Juni, 2011 13:56

Würde außerdem nicht klappen, da es 7 Jahre Serie entgegen steht wo der Charakter auf glaubwürdige Art und Weise seinem Land ALLES geopfert hat.
Familie, geistige und körperliche Gesundheit, Menschlichkeit, persönliche Beziehungen gerade auch gegen arabische Terroristen. das wäre ein großes "Fuck You" an alle 24 Fans, Kiefer Sutherland und den Charakter Jack Bauer.

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 14:00

@Torsten: bloß gut, dass Du der professionelle Drehbuchautor bist und nicht ich. Ich gebe zu, bis auf den alten Hut "Rache für den Tod des Mentors" alles nette Ideen mit, ja, dramatischem Potential.
@Torsten/Dietmar: Abermals, vielleicht fehlt mir da der Fan-Background, aber euer dauerndes Insistieren darauf, dass Phelps nie und nimmernicht zum Verräter werden könnte, kaufe ich einfach nicht. Guckt man sich den Film einfach so an, glaube ich dem Phelps, wie Voight ihn spielt, diese Entwicklung absolut. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ihr zwar sagt, es sei "unglaubwürdig", ihr aber meint, dass es euch einfach nur nicht *gefallen* hat.
Der Unterschied ist ein qualitativer:
In dem "Kirk als Klingonen-Spion"-Beispiel kann man mit Bestimmtheit sagen, das kann nicht sein – Kirk hat den Klingonen oft genug die Tour vermasselt, er hätte so viele Gelegenheiten gehabt, die Föderation wirklich zu verraten und hat es nie getan. Damit ist dieser Twist *unglaubwürdig*.
Aber der Phelps, den wir am Anfang von M:I-1 treffen, macht auf mich den Eindruck, älter, abgeklärter zu sein als der, den man aus der Serie kannte (granted, Voight hätte das noch deutlicher rausarbeiten können). Es ist klar einige Zeit vergangen, seit wir ihn zuletzt gesehen haben. Es ist mit Ethan Hunt ein neuer Einsatzleiter da, der ihn offensichtlich bald als Topagent der IMF ablösen wird. Wer sagt uns, dass es vollkommen abwegig ist, dass Phelps im Laufe der Zeit verbittert geworden ist und sich fragt, was das ewige Weltretten *ihm* eigentlich gebracht hat? Und wer sagt, dass er nicht irgendwann doch sagt "Zur Hölle damit, ich will nicht mehr, und ich lasse mich nicht mit einer kleinen Beamtenpension und einer goldenen Uhr abspeisen.". Kann das wirklich *gar nicht* sein? Sicher, man kann es dünn und an den Haaren herbeigezogen nennen, es ist gewiss keine "nahtlose" Fortentwicklung der Figur, wie wir sie kennen, aber es ist nicht *unglaubwürdig* – nicht in derselben Qualität wie das Kirk-Szenario unglaubwürdig wäre.

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 14:03

@ Marcus: Dir fehlt wirklich der Background. Phelps war auch in den Serien immer schon der Senior des Teams, der Mentor. Und er hat die Loyalität zu Land und Regierung IMMER an die erste Stelle gestellt.
So wie James Bond England und die Krone nie verraten würde (selbst wenn die Krone ihn verrät, wie am Anfang von "Stirb an einem anderen Tag"), würde Phelps nie Amerika verraten. Das. Ist. Einfach. So.
Egal, Schluss damit.

Jeff Kelly
Jeff Kelly
30. Juni, 2011 14:05

Das Problem für Voigt ist Graves. Wer die alte Serie kennt (noch mit Nimoy) oder die Neuauflage aus den Achtzigern (!) der wird wissen dass Graves den Phelps immer als "freundlich, pflichtbewusst und sehr sehr straight" interpretiert hat. Man hat immer das Bild aus der serie im Kopf, der nie nicht und nimmer sein Land verraten hätte.
Voight kaufe ich den Verräter ab, weil es halt Voight ist, aber der Disconnect zur Serie ist für Kenner ziemlich krass und fast sowas wie ein Sakrileg. Aber das ist wohl eher eine Frage wie investiert man in die Serie ist.
ich fand den Star Trek Reboot von JJ Abrams z.B. sehr sehr gut gelungen, weil ich kein Hardcore Star Trek Fan bin und die Story recht gut gelungen ist.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:08

@Marcus: Ich bin, ehrlich, auch kein Fan der Serie. Ich weiß, das sie früher "Cobra, übernehmen Sie" hieß mit Peter Graves in der Hauptrolle und dann neu gestartet wurde. Da habe ich wirklich nicht eine einzige Folge ganz gesehen und nur reingelinst. Aber das ist eben serientragend: Phelbs und sein Team sind eingeschworen und einander loyal. Phelbs insbesondere. Jemand, der stets sein Leben für seine Leute und sein Land riskiert, dabei aber stets weiß, dass er fallen gelassen wird, wenn er auffliegt, ärgert sich darüber, dass er sich später seinen Rollator nicht leisten kann? Der geht nicht los und macht irgendetwas Schlaues, was ihn saniert? Ist nicht glaubhaft.
Und dem Charakter gegenüber unfair. Muss man auch mal sagen. Ohne Fan zu sein.
"Egal, Schluss damit."
Ups: zu langsam getippt …
(Aber ich sehe einen deutlichen Unterschied zum Reboot von Star Trek: Star Trek = innerhalb des Kosmos legitim / M:I = nicht zu rechtfertigen)

Gerd
Gerd
30. Juni, 2011 14:12

Die Mission Impossible Reihe ist ganz großes Unterhaltungskino. Nicht zuletzt, weil jeder Teil von einem anderen Regisseur inszeniert wurde und so jeder Teil sich gänzlich anders anfühlt. Tom Cruise ist ebenfalls klasse und seinen Stunts muss man in jedem Fall Respekt zollen. Der ist sich für nichts zu schade.
Zur Diskussion um Phelps:
Bin selbst großer Fan der Serie und bin der Ansicht "Background" zu haben. Aber ich fands klasse, dass er der Verräter war. Damit konnte der Film eingefleischte Fans schön schockieren und für alle anderen war es ebenfalls eine gelungene und überraschende Auflösung.
Ich finde es nicht nur großartig, sondern auch zwingend mit Konventionen zu brechen. Ja geradezu super. Der Phelps, der sonst immer loyal war, ist ein Verräter. Herrlich. Finde es immer übertrieben, wenn man so sehr an Charakteren klebt und sie auch immer gleich inszeniert sehen will.
Konnte auch schon diese ganzen nervigen Trekkies nicht nachvollziehen, als sie anfingen Abrams Star Trek zu zerreißen, weil da irgendwelche Timelines nicht mehr passten. Filme sind Unterhaltung und keine Religion. Man kann alles auch zu ernst nehmen und sich somit selbst um den Spaß bringen, anstatt ein bisschen freigeistiger an Dinge heranzugehen.
Aber das sind nur meine paar Cents…
Gerd

Jeff Kelly
Jeff Kelly
30. Juni, 2011 14:13

Gott das bringt mich auf was.
Mission: Impossible meets Oceans Eleven. das alte Team trifft sich zu einem letzten Einsatz komplett auf eigene Rechnung um dem alten Mentor Phelps den Lebensabend zu bezahlen.
Ziel ist es irgend eine Al Quaida Bank zu erleichtern und dabei unter dem Radar der Terroristen und der eigenen Leute zu bleiben (obwohl immer ein paar alte Weggefährten an höherer Stelle dem Plan freundlich gegenüber stehen)

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:15

@Gerd: "Bin selbst großer Fan der Serie und bin der Ansicht “Background” zu haben. Aber ich fands klasse, dass er der Verräter war. Damit konnte der Film eingefleischte Fans schön schockieren und für alle anderen war es ebenfalls eine gelungene und überraschende Auflösung."
Das war der billigste Kniff, den man machen konnte. Und deshalb ein tief argumentatives "Pffffrz!" von mir. So!
😉
Und jetzt im Ernst:
"Filme sind Unterhaltung und keine Religion."
Ich sehe Unterschiede zwischen einer sinnfreien Achterbahnfahrt und einem Kinofilm. Filme bestehen nicht nur aus Überraschungen. Unvorhersehbares muss irgendwie auch glaubhaft sein. Und dies ist hier nicht der Fall.

Nobby
Nobby
30. Juni, 2011 14:16

Also, diese Mentorengeschichte will mir aber auch nicht gefallen. Wir kennen Ethan Hunt ja erst seit den Filmen. Wie glaubwürdig wäre es denn, wenn da plötzlich eine Mentor-Lehrling-Geschichte mit Vater-Sohn-Dynamik eingebaut wird, von der in der Serie zuvor noch nie die Rede war? Warum sollte ausgerechnet Hunt Phelps' Lieblingslehrling und Sohnersatz sein, wenn wir ihn bis 1996 gar nicht kannten? Wären da nicht die Agenten aus der zweiten Serie (bis 1990) glaubwürdigere Kandidaten für eine solche Dramatik?
Nein, eigentlich war es schon konsequent und nahezu unabdingbar, dass Phelps in Teil 1 stirbt, um Hunt das Feld zu überlassen. Dass er vorher als Verräter gebrandmarkt werden musste, finde ich unnötig, aber persönlich eben nicht so schlimm, weil Voight für mich nie der echte Phelps war. Ich seh den Film da eher als eine Art Neustart. Außer der dubiosen Regierungsorganisation IMF haben Serie und Filme ja sowieso nichts mehr gemein.

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 14:25

@Dietmar: "Aber ich sehe einen deutlichen Unterschied zum Reboot von Star Trek: Star Trek = innerhalb des Kosmos legitim / M:I = nicht zu rechtfertigen".
Tja, ich würde sagen: beides zu rechtfertigen, aber bei Star Trek besser rübergebracht und mit mehr Respekt vor der Vorlage umgesetzt.
@Torsten: " Das. Ist. Einfach. So."
Nein. Das. Ist. Deine. Meinung. 😉
Und bei dem Diskussionsniveau, dass hier normalerweise herrscht und von Dir selber auch gefordert/gefördert wird, reicht das leider nicht, um mich zu überzeugen.
Wie schon gesagt: was uns der Film hier auftischt (dass nämlich, ich kann’s nicht genug betonen, Phelps irgendwann in der Zwischenzeit ERST ZUM VERRÄTER GEWORDEN ist), mag dünn und erzählerisch schlecht rübergebracht sein. Aber absolut unmöglich finde ich es nicht.
Aber einen Fan wie dich überzeugt man da wohl einfach nicht. Einigen wir uns auf unentschieden und "agree to disagree". Und damit: Peace?
@Jeff Kelly, #44: guter Punkt, den Du da machst. Um das zu beurteilen, fehlt mir, wie wir schon etabliert haben, der Background. Wenn das so ist, dann würde ich sagen, dass die Storyidee des Films noch dünner und die erzählerische und schauspielerische Umsetzung noch schwächer ist, als mir als Nicht-Fan klar war. Aber inhaltlich unmöglich ist es m. E. nachwievor nicht. 😉

Gerd
Gerd
30. Juni, 2011 14:26

@Dietmar:
Unvorhersehbares muss glaubhaft sein. Da bin ich bei dir. Aber genau, das war die Wendung doch. Im Kontext des Films absolut begründet und nachvollziehbar. Da muss man einfach ausklammern, welchen Charakter Phelps in der Serie spielte. Es ist halt ein eigenständiger Film und so sollte man ihn betrachten.
Zum billigen Kniff:
Wäre wirklich billig, wenn es nicht stimmen würde. Aber ich nehme einfach mal an, dass ich ein paar Jährchen älter bin als du. Das ich mit der Serie aufgewachsen bin, darfst du mir ruhig glauben. Musst es natürlich nicht ;D
Zum Thema "Filme sind Unterhaltung und keine Religon".
Gut, da war ich etwas vorschnell. Sagen wir es so: Filme die offensichtlich nur unterhalten wollen sind keine Religion. Franchises wie M:I, Star Trek, Star Wars etc. zähle ich bspw. dazu.
Natürlich gibt es auch Filme, die sehr wohl einen Anspruch darauf haben, Kunst genannt zu werden und ergo viel mehr als bloße Unterhaltung sind. Das zur Verdeutlichung…

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 14:27

@ Jeff Kelly: Geile Idee!
@ Nobby: Wird kein Schuh draus. Eine Vater/Sohn-Dynamik kann man natürlich nicht behaupten, die hätte der Film bauen müssen. Dafür sind Filme da. Und Graves und Cruise hatten das sicher auch gut spielen können. Warum ausgerechnet Ethan Hunt? Einfach – weil er Phelps an seine Jugend erinnert, weil er der Beste ist, weil er bedingungslos loyal ist. Phelps weiß und SCHÄTZT, dass Hunt sein Nachfolger wird. Trotzdem macht Hunt einige Dinge anders, ist mitunter risikofreudiger, was für Spannungen sorgt.
Oder man dreht es um, zieht die Spannung daraus, dass beide ständig anderer Meinung sind, ihre Kombi aber immer wieder perfekt funktioniert.
Kleinkram auch für mäßig begabte Drehbuchautoren.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:32

Das.Ist.Einfach.So., weil genau das die Geschichte von M:I ist. Oder besser gesagt ein tragender Teil. Da ist ein Leiter einer geheimen Eingreiftruppe, die bedingungslos loyal zueinander und der Regierung/ihrem Land/dem Auftrag steht. Und, Nobby, es wäre unglaubwürdig, Phelbs als Mentor einzuführen? Warum das denn? Warum soll er nach Serienende nicht Ausbilder sein und seine Erfahrungen weitergeben. Beispielsweise.
Wenn Geschichten in Beliebigkeit zerfallen, wie es Gerd der Überraschung halber gerne hätte, ja, dann sind es keine Geschichten mehr. Dann ist das Alleatorik. Bunte Bilder und Krachbumm.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:39

("Aleatorik" hat nur ein "l")

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 14:39

Bond ist weiterhin ein schönes Beispiel: Auch wenn man es im neuen Bond-Film glaubwürdig baut, dass er Land und Krone verrät, wäre es nicht Ordnung. Weil Bond so etwas nicht tut. Er tut es nicht, weil er über 20 Filme lang der zuverlässigste Agent der Queen war. Es ist nicht in seinem Charakter. Dann mit einem "Hahaa!!! Nun aber doch!" zu kommen, ist kein Twist. Es ist Verrat.
Gerade als Drehbuchautor bin ich der Meinung, dass man Charaktere immer wieder an ihren "breaking point" bringen muss, dass man ihnen immer wieder neue Facetten abgewinnen kann. Aber einen Charakter in sein Gegenteil zu verkehren, ihn komplett neu zu erklären – DAS zeugt nicht von Mut, sondern von Respektlosigkeit.
Und da liegt auch der Hund bei Star Trek begraben: Die neue Version hat sehr viel verändert, ohne die Figuren brechen.

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 14:40

Das war SOOOOO Geil dass Voight im ersten der Drecksack war… allein die Szene, wo Cruise sich die Zusammenhänge zusammenreimt… 8)

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 14:41

@Dietmar: "Alleatorik"
Orthographie-Fail, zumindest wenn man Wikipedia glaubt. Trotzdem danke, wieder ein neues Wort gelernt. EDIT: ah, er hat’s schon gemerkt.
"Bunte Bilder und Krachbumm" Nein, das ist Michael Bay.
"weil genau das die Geschichte von M:I ist. Oder besser gesagt ein tragender Teil. Da ist ein Leiter einer geheimen Eingreiftruppe, die bedingungslos loyal zueinander und der Regierung/ihrem Land/dem Auftrag steht."
Kameradschaft von mir aus, aber US-Patriotismus als Kern des Serienkonzepts? Wohl kaum. Glaubt man Wikipedia, war es für einen Großteil der Serie nicht mal klar, wer oder was IMF ist. Hätte auch eine Privatfirma (a la "Knight Rider") oder eine internationale Organisation sein können.
Der Kern von "M:I" war zumindest für mich immer "Spionagethriller, bei dem die Helden durch Teamarbeit, Köpfchen und Einfallsreichtum gewinnen, nicht durch Ballern". Und am Ende zieht einer zu einem dramatischen music cue die (absurd realistische) Maske vom Gesicht – tadaa. 😉

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:43

@Marcus: "Orthographie-Fail, zumindest wenn man Wikipedia glaubt. Trotzdem danke, wieder ein neues Wort gelernt."
HA! Selbst gemerkt! Ätsch!
(Schnell geschrieben und war zuvor im Science-Blog. "All" vs "Alea". Tja)
EDIT: Ah, er hat gemerkt, dass ich es gemerkt habe. 😀

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 14:48

@Torsten, #55:
"Auch wenn man es im neuen Bond-Film glaubwürdig baut, dass er Land und Krone verrät, wäre es nicht Ordnung. Weil Bond so etwas nicht tut."
Ich wiederhole: AUCH WENN MAN ES GLAUBWÜRDIG BAUT.
Gotcha! So, wie es ist, ist es eben nicht unglaubwürdig, es ist dir nur nicht genehm.
Nichts anderes wollte ich darstellen. Dass es nicht gut umgesetzt wurde, bestreite ich nicht. Dass es dir nicht gefällt, ist absolut in Ordnung und wenn man dein Fan-Sein berücksichtigt, auch nachvollziehbar.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:49

@Marcus: Also was Wiki da sagt …
Es ist doch wohl so, dass die Aufträge in der Regel staatstragende Funktion hatten, oder? Da muss man jetzt wirklich die Kenner fragen. Daraus, dass nicht klar war, was die IMF ist, kann man schwer ableiten, dass die Charaktere später zu korrumpieren sind. Weil sie sich in ihrer Pension mehr versprochen haben. Was darauf hindeutet, dass die IMF eine geheim Regierungs-Truppe ist.
"Der Kern von “M:I” war zumindest für mich immer “Spionagethriller, bei dem die Helden durch Teamarbeit, Köpfchen und Einfallsreichtum gewinnen, nicht durch Ballern”. Und am Ende zieht einer zu einem dramatischen music cue die (absurd realistische) Maske vom Gesicht – tadaa."
Das will ich jetzt nicht auf andere Filme persiflierend ummünzen. 😉
Der Kern ist: Die Regierung leugnet die Existenz und lässt die Agenten fallen, wenn sie enttarnt werden. Und sie machen es trotzdem. Für die Pension? Und werden zu Verrätern, wenn die nicht reicht?

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 14:53

"Daraus, dass nicht klar war, was die IMF ist, kann man schwer ableiten, dass die Charaktere später zu korrumpieren sind."
Hab ich nicht gesagt.
"Es ist doch wohl so, dass die Aufträge in der Regel staatstragende Funktion hatten, oder?"
Für WELCHEN Staat? (Super-Idee für den nächsten Film: IMF IST AL_KAIDA! ELF! 😆 )
"Der Kern ist: Die Regierung leugnet die Existenz und lässt die Agenten fallen, wenn sie enttarnt werden."
Auch.

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:55

(Tarzan ist der verlorene Sohn einer englischen Adels-Familie, der in der Einfachheit des Dschungels seine moralischen Werte erhält und in seiner Naturburschenhaftigkeit rückhaltlos gut und heldenhaft ist. MEIN Tarzan wird Börsenmakler, der aus Groll über den englischen Adel die Welt in ein Finanzchaos stürzt und aus Wut über eine konkurrierende Affenbande seinen Heimatdschungel mit einem Napalm-Teppich eindeckt. DAS Nenne ich Twist! DAS ist Charakter-Entwicklung!)

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 14:57

@Marcus #61: Dann muss ich nochmal nachlesen.
Jetzt muss ich aber los. Schade.

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 14:58

DAS geht nur mit Goldrand, Dietmar!
(Und ja, bis das "Showgirls: Exposed"-Review da ist, werde ich diesen Gag bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu Tode reiten! HA!)

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 14:59

Das heißt, ich muss jetzt WEITERARBEITEN?! 🙁

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 15:01

@ Marcus: Auch wenn niemand daran glaubt – ich arbeite dran! Marko kann es bestätigen! Es ist halt nur mit soviel Ballast versehen, dass ich Stunden brauche, um die bisherigen Diskussionen immer wieder durchzuackern.
Übrigens stehen generell ein paar sehr schöne (wie ich finde) Beiträge an, die es nur hier gibt. Ich freue mich schon drauf, die zu posten.

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 15:10

@Wortvogel: du liest dir MV’s Gewese hier nochmal durch? Mehrfach?!
1. RESPECT!
2. Ich mache mir Sorgen um deine geistige Gesundheit.
3. Ist evtl. schon dein Transformers-Review ein Kollateralschaden?
Ich kann’s mir vorstellen: Pressevorführung "Transformers 3".
Wortvogel (von drei Tagen des Nachverfolgens von MV-Logik quasi semi-lobotomisiert):
"Bunte. Lichter."
*sabber*
"Roboter. Gut."
"Farben. Schön."
*sabber*
"Kein….Goldrahmen."
Wortvogel (danach):
"Danke, Michael Bay!"

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 15:19

@ Marcus: Machst du Witze? Den MV-Kram nur von hier noch mal lesen zu müssen, wäre schlimm genug. Ich ackere mich auch durch die gesammelten Absonderungen des Vorsitzenden auf anderen Sites. In toto mehr als 3000 Kommentare müssen gesichtet werden. Wenn schon, denn schon.

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 15:31

Wenn du zwischendrin anfängst, von bonbonbunten Bordellen und Nazi-Zombies zu fantasieren, mach lieber mal ’ne Pause.
"Geoff Schaaf presents: Vorlander – The Lobotomy Experience" 😯

charlotte sometimes
30. Juni, 2011 15:36

Teil drei lässt sich mit diesem Zitat aus dem Film zusammen fassen, ohne weiter ins Detail gehen zu müssen: "Dear Gentlemen, this is an intelligence agency, but I can’t see any intelligence around here".

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 15:46

Und Teil zwei mit diesem:
Luther Stickell: Shit.
Ethan Hunt: Yes it is.

Gerd
Gerd
30. Juni, 2011 16:35

Die Review zu Showgirls wird der Knaller. Ich warte schon sehnsüchtig!
Aber bitte, bitte lass zu, dass der werte Herr dann auch zu dem Thema kommentieren kann.
Ich würde ihm sogar Beleidigungen durchgehen lassen, da es im Endeffekt doch eh nur ein Schuss ins eigene Knie wäre. Von daher, soll er doch machen… Es ist wohl auszuschließen, dass sich einer von MV ernsthaft als beleidigt ansehen könnte.
LG

barryW
barryW
30. Juni, 2011 17:29

MI:1 ….mal auf VHS im Bus von Frankfurt nach Estartit (Costa Brava) gesehen, 5mal in Dauerschleife da keine weitere VHS im Bus. Auf der Rückfahrt sollte das gleiche Spiel von vorne losgehen.Hatten kurz nach der Franzmannischen Grenze an einer Tanke angehalten und kurzerhand nen Gina Wild Filmchen(die einzigste VHS an der Tanke,die nicht auf französisch war,aber dafür mit) gekauft.darauf hin gabs dann 5mal Gina Wild bis Frankfurt.
Fazit zu Teil 1: Viel Aktion,nix atemberaubendes an Story, Note 4
Gina Wild: Viel,verdammt viel Aktion,garkeine Story, trozdem Note 2
MI2: war Woo-Fick der schlechteren Sorte
MI3: durch den Blog erfahren das schon teil 4 in der Startlöchern ist, von daher null,nada, niente von mitbekommen.
MI4: Ehrlich: mir ist Tom Cruise langsam wayne, der zieht doch niemanden mehr an…ausser Sektenfreaks

heino
heino
30. Juni, 2011 19:10

@Marcus:
"@Dietmar: “Ich finde es auch nervend, wenn Batman Leute tötet.”
Ich auch – ein großer Fauxpas in den Burton-Filmen, genau wie übrigens die Idee, den Joker zum Mörder von Bruce’s Eltern zu machen. Aber hey, es ist DC: wir Fans sind es doch gewöhnt, die Finger in die Ohren zu stecken und “lalalalala” zu singen, wenn unsere Helden sich wie komplette Idioten aufführen – wohl wissend, dass zukünftige Autoren den gröbsten Stuss in Zukunft eh ignorieren werden. Und im Zweifelsfalle ist es halt eine alternative Zeitlinie aus dem Multiverse (*abnerd*)."
Du magst das nervend finden und lastest DC zurecht an, dass sie ihre eigene Geschichte andauernd umschreiben, aber Tatsache ist, dass Batman in den ersten Jahren in schöner Regelmässigkeit Bösewichte um die Ecke brachte. Das wurde dann durch die Hereinnahme von Robin geändert, weil es zu viel Kritik hagelte und heute tut DC auch gerne so, als wäre das nie der Fall gewesen, aber letztlicht hat sich Sam Hamm, von dem das Drehbuch zum ersten Burton-Batman stammt, da nur an den ersten Heften orientiert.
Ist es ein Sakrileg, dass der Joker im Film hinter der Ermordung von Batmans Eltern steckt? Ich denke das nicht, im Rahmen des Films macht das durchaus Sinn. Schlimm finde ich nur, dass der erste Batman-Film von Burton todlangweilig ist.

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 19:17

"Schlimm finde ich nur, dass der erste Batman-Film von Burton todlangweilig ist."
Und dass er aussieht, als hätte er 2,50€ gekostet…

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 21:02

@heino:
"…lastest DC zurecht an, dass sie ihre eigene Geschichte andauernd umschreiben…"
Ich lasste es ihnen doch gar nicht an. Crisis on Infinite Earths war doch das beste, was passieren konnte. Was da alles an Ballast über Bord ging (Stichwort: Ace, der Bat-Hund!)….
"Tatsache ist, dass Batman in den ersten Jahren in schöner Regelmässigkeit Bösewichte um die Ecke brachte."
Weiß ich doch. Aber das ist nun wirklich seit den 40ern passé. Superman konnte ja anfangs auch nicht fliegen, sondern nur weit hüpfen. (Memo an Zack Snyder: NEIN! 😉 )
"Das wurde dann durch die Hereinnahme von Robin geändert, weil es zu viel Kritik hagelte"
Was für eine tolle Idee – weg mit der Gewalt, her mit der Homorerotik. 😆
"Sam Hamm, von dem das Drehbuch zum ersten Burton-Batman stammt"
Sam Hamm, Warren Skaaren & Charles McKeown, bitte. Soviel Zeit muss sein. Die letzteren beiden mussten es überarbeiten, weil Hamm als Ami wegen eines Autorenstreiks damals nicht durfte.
"Ist es ein Sakrileg, dass der Joker im Film hinter der Ermordung von Batmans Eltern steckt?"
Doch. Die Idee ist, das Batman einen Kreuzzug für Gerechtigkeit führt, gegen eine Welt, in der kleinen Jungen das passiert, was ihm passiert ist. Dazu passt es auch, dass der Mörder seiner Eltern ein armes Würstchen war, das nie im Fokus seiner Tätigkeit als Batman stand (auch das wurde zwischendurch ein paar mal umgeschrieben, ich weiß…). Dass es im Film der Joker war, macht die Sache zu einer simpleren Rachestory. Hat mich gestört.
"Schlimm finde ich nur, dass der erste Batman-Film von Burton todlangweilig ist."
Nö, der ist gut. Sicher nicht perfekt (s.o.), und sicher ist man heutzutage komplexere Plots gewohnt – aber es war ja auch ein Pionier des Superheldenfilms.
@Peroy: Du vermisst den brennenden CGI-Schädel, ich weiß…. *facepalm*

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 21:20

"@Peroy: Du vermisst den brennenden CGI-Schädel, ich weiß…. *facepalm*"
Ja, genau. Ich mag den ersten Batman-Film nicht, weil da kein Ghost Rider drin vorkommt, und nicht, weil der aussieht, als hätte Burton heimlich die Hälfte vom Budget abgezwackt und die Kohle in seiner Frisur vom Set weggeschmuggelt…

heino
heino
30. Juni, 2011 22:05

@Marcus:mag sein, dass das Script noch von 2 anderen überarbeitet wurde, aber die Story ist definitiv auf Hamms Mist gewachsen. Und es ist nicht wirklich seit den 80ern passe, es wird nur immer ein Rückzieher gemacht, bevor es wieder Ärger geben könnte. So mauert Batman z.B. seinen Gegner in "Die 10 Tage der Bestie" kurzerhand ein, weil er ihn nicht anders besiegen kann, aber im nächsten Heft ereilt ihn dann doch das schlechte Gewissen (mein Lieblingsstelle in Batman Begins:Batman zu Ras al Ghul:"Ich kann dich zwar nicht töten, aber ich muss dich auch nicht retten.").
Und ob seine Eltern nun vom Joker oder von einem Strassenräuber getötet werden, ist eigentlich völlig egal, denn es geht ihm letztlich immer nur um Rache. Und er gibt seine Mission ja auch nicht mit dem Ende des ersten Teils auf. Und ein Pionier des Superheldenfilms? Davor waren u.a. 4 Superman-Filme, Captain America, der Puinisher und Swamp Thing, die alle mehr oder weniger in diesen Kanon gehören. Ganz zu schweigen von den vielen grottenschlechten Superheldenfilmen italienischer Schule aus den 60ern und 70ern.
Und ja, der erste Batman sieht wirklich relativ billig aus, obwohl er es nicht war.

Gerd
Gerd
30. Juni, 2011 22:12

@Peroy:
"Ja, genau. Ich mag den ersten Batman-Film nicht, weil da kein Ghost Rider drin vorkommt, und nicht, weil der aussieht, als hätte Burton heimlich die Hälfte vom Budget abgezwackt und die Kohle in seiner Frisur vom Set weggeschmuggelt…"
Bitte? Der Streifen sieht absolut fantastisch aus. Visuell einfach nur faszinierend. Die Atmosphäre, die Präsentation Gothams, Batmans Gimmicks- alles hochklassig und visuell mehr als ansprechend in Szene gesetzt. Zu der Zeit gab es nichts, aber rein gar nichts, was da in irgend einer Weise herankam.

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 22:14

"Bitte? Der Streifen sieht absolut fantastisch aus. Visuell einfach nur faszinierend. Die Atmosphäre, die Präsentation Gothams, Batmans Gimmicks- alles hochklassig und visuell mehr als ansprechend in Szene gesetzt. Zu der Zeit gab es nichts, aber rein gar nichts, was da in irgend einer Weise herankam."
Dann erfreu' dich an den Styropor-Kulissen und Plastik-Props und werd' glücklich…

Marcus
Marcus
30. Juni, 2011 22:33

@heino:
"denn es geht ihm letztlich immer nur um Rache."
Nein – es geht um Gerechtigkeit. Ginge es um Rache, wäre er ja als erstes losgezogen, um den Mörder seiner Eltern zu finden.
Und ja, Pionier des Superheldenfilms. Von den Superman-Streifen abgesehen war doch alles andere davor misslungener Low-Budget-Käse, den niemand ernstgenommen hat und der auch keinen nennenswerten Erfolg hatte.
@Gerd: ganz genau.
Der erste Batman sieht doch nicht billig aus. Das war ein fantasymäßig stilisierter, in sich völlig stimmiger Art-Deco-Style-Look, den Burton exakt so haben wollte. Sicher, ein oder zwei Dinge sind für unsere CGI-verwöhnten Augen nicht mehr up to date, aber hey, es war ja auch Ende der 80er.
Die Vorgänger-Comicfilme Captain America, Punisher, Swamp Thing, Superman IV – die sehen wirklich billig aus.
Der CGI-Schädel aus Ghost Rider, der sieht auch billig aus.

Gerd
Gerd
30. Juni, 2011 22:43

@Peroy:
Du findest, wenn ich alles richtig gedeutet habe, die Optik von "Ghost Rider" gut? Finde den Film, entgegen den meisten jetzt nicht mistig, ehr solide, aber die CGI waren dann doch eher schwach.
"Dann erfreu’ dich an den Styropor-Kulissen und Plastik-Props und werd’ glücklich…"
Ach, herrlich. Handgemachte Sets. HANDGEMACHT. Kein CGI. Mit Liebe erbaut. Diese Sets fühlt man, spürt an und sorgen dafür, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, die ihres gleichen sucht.

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 22:44

"Der erste Batman sieht doch nicht billig aus."
Wohl. Saubillig.

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 22:50

"Ach, herrlich. Handgemachte Sets. HANDGEMACHT. Kein CGI. Mit Liebe erbaut. Diese Sets fühlt man, spürt an und sorgen dafür, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, die ihres gleichen sucht."
Es ist jetzt bestimmt über zehn Jahre her, seit ich den Burton-Batman das letzte Mal gesehen habe, aber was mir seit jeher im Gedächtnis geblieben ist, ist die extrem flache Optik, die alles hat fade wirken lassen. Ich mochte den schon damals als Zehnjähriger nicht, als ich den das erste Mal auf Video gesehen habe. Ich fand den visuell immer sehr hässlich und unappealing (wie heißt das deutsche Wort dafür?). Vielleicht hat es an der Ausleuchtung gelegen, aber für mich kam der nicht rüber, als hätte man versucht, so etwas wie eine Comichafte stilisierte Küsntlichkeit zu erzeugen, sondern nur so, als hätte man ihn in ein paar auf die Schnelle zusammengepichelten Papp- und Sperrholz-Sets runtergekurbelt. Zum Vergleich kann man sich ja direkt im Anschluss mal "Batmans Rückkehr" ansehen, der imo visuelle ERHEBLICH mehr hermacht…

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 22:52

"Du findest, wenn ich alles richtig gedeutet habe, die Optik von “Ghost Rider” gut? Finde den Film, entgegen den meisten jetzt nicht mistig, ehr solide, aber die CGI waren dann doch eher schwach."
Über das Für und Wider und die Qualität von CGI-Effekten zu streiten, ist vergebliche Liebesmüh. Entweder man kauft es, oder man kauft’s nicht. Ich hab' die F/X in "Ghost Rider" gekauft…

Wortvogel
Wortvogel
30. Juni, 2011 22:54

@ Peroy: "Ich hab’ die F/X in “Ghost Rider” gekauft…"
Ich hätte da ’ne prima Brücke für dich…

Peroy
Peroy
30. Juni, 2011 22:56

"@ Peroy: “Ich hab’ die F/X in “Ghost Rider” gekauft…”
Ich hätte da ‘ne prima Brücke für dich…"
Geh' doch um deinen Phelps heulen…

Dietmar
Dietmar
30. Juni, 2011 23:25

"aber Tatsache ist, dass Batman in den ersten Jahren in schöner Regelmässigkeit Bösewichte um die Ecke brachte."
Schau, schau! Danke, Heino!
"Superman konnte ja anfangs auch nicht fliegen, sondern nur weit hüpfen."
WAAAH! Danke, Marcus. Und: Ich bin kein Nerd 😯
Ob das jetzt gut ist?

Marcus
Marcus
1. Juli, 2011 09:38

@Dietmar: kommt noch besser – das mit dem Fliegen wurde für die erste Cartoonserie (40er/50er?) eingeführt, weil die Macher meinten, Hüpfen sähe bescheuert aus. Wenig später wurde das dann in die Comics integriert.
Und Kryptonit wurde in den Radio-serials der 40er erfunden, um einen Grund zu haben, wieso Superman in einigen Folgen außer Gefecht ist und nicht oder nur mit "kranker" Röchelstimme auftaucht – damit der Sprecher mal Urlaub machen konnte. Auch das wurde erst nachträglich in die Comics eingebracht.

Dietmar
Dietmar
1. Juli, 2011 10:06

@Marcus: Ich bin zerschmettert …
🙁

Marcus
Marcus
1. Juli, 2011 11:19

@Dietmar: noch nicht zerschmettert genug.
Bat-Schwachsinn aus der Frühzeit des dunklen Ritters:
http://www.comics101.com/archives/comics101/42.php
Der Bat-Hund…. Alter…. 😆
http://en.wikipedia.org/wiki/Homosexuality_in_the_Batman_franchise
In der Tat: "To the batpole!" 😯

heino
heino
1. Juli, 2011 14:52

@Marcus:
"Nein – es geht um Gerechtigkeit. Ginge es um Rache, wäre er ja als erstes losgezogen, um den Mörder seiner Eltern zu finden."
Sehe ich anders. Es wird immer wieder von seinem "Kreuzzug gegen das Verbrechen" geredet udn das klingt nach stellvertretender Rache, weil er im Gegensatz zu z.B. Spider-Man nicht im Anschluss an die Tat die Möglichkeit hatte, den Mörder seiner Eltern zu erwischen, da er dafür erst heranwachsen und ausgebildet werden musste.
"Und ja, Pionier des Superheldenfilms. Von den Superman-Streifen abgesehen war doch alles andere davor misslungener Low-Budget-Käse, den niemand ernstgenommen hat und der auch keinen nennenswerten Erfolg hatte."
Dann solltest du ihn als Pionier des teuren und erfolgreichen Superheldenfilsm bezeichnen, obwohl das immer noch eher auf Superman zutrifft, denn der war auch Big Budget und zu seiner zeit State of the art.
"Der erste Batman sieht doch nicht billig aus. Das war ein fantasymäßig stilisierter, in sich völlig stimmiger Art-Deco-Style-Look, den Burton exakt so haben wollte. Sicher, ein oder zwei Dinge sind für unsere CGI-verwöhnten Augen nicht mehr up to date, aber hey, es war ja auch Ende der 80er.
Die Vorgänger-Comicfilme Captain America, Punisher, Swamp Thing, Superman IV – die sehen wirklich billig aus. "
ich mache das nicht an den Sets oder den Tricks fest, sondern an den Bildern. Ja, die sind düster und lassen Gotham wie das Kellerloch des teufels aussehen, aber sieh sehen auch flach und öde aus. "Batman returns" hat da eine ganz andere Klasse.

Marcus
Marcus
1. Juli, 2011 22:19

@heino:
"Es wird immer wieder von seinem “Kreuzzug gegen das Verbrechen” geredet udn das klingt nach stellvertretender Rache"
Na, ich weiß nicht. Exemplarisch noch mal "The Killing Joke" und "The Dark Knight Returns" lesen – für mich wird da recht deutlich, dass die Idee eben nicht "Rache" ist, sondern "Gerechtigkeit". Natürlich kompensiert er dabei so einige Rachegelüste durch die obsessive Natur seines Kampfes gegen Verbrecher, aber immer gepaart mit dem Wunsch, moralisch besser sein zu müssen als seine Gegner, und den eigenen Emotionen nicht nachzugeben. In "Under The Hood" sagte er ja sogar, dass er den Joker nicht deshalb am Leben lässt, weil er es nicht fertigbrächte, ihn zu killen, sondern weil es ihm *zu leicht* fallen würde, und das er sich nach dem Tod von Jason Todd so oft ausgemalt hätte, es zu tun. Das lingt für mich nach jemandem, der sich jede Befriedigung persönlicher Rachegelüste versagt.
Aber das sind natürlich Tendenzen; je nach Autor wird das mal so und mal
so ausgearbeitet. Und bei fiktionalen Charakteren sind derlei Psychoanalysen eh etwas albern – die Motivation ist so, wie der Autor sagt. Deswegen okay, man kann es vermutlich anders sehen, ohne offensichtlich voll daneben zu liegen. 😉
"Dann solltest du ihn als Pionier des teuren und erfolgreichen Superheldenfilsm bezeichnen, obwohl das immer noch eher auf Superman zutrifft, denn der war auch Big Budget und zu seiner zeit State of the art."
Einverstanden. Aber ich sagte ja auch *ein* Pionier, nicht *der*. Und zwischen Superman und Batman kam nicht wirklich viel Vergleichbares, oder?
Natürlich sieht "Batman Returns" noch besser aus – aber deswegen finde ich den Look des ersten Teils noch lange nicht billig.
"Batman Returns" war übrigens zu meiner Teenagerzeit mein absoluter Lieblingsfilm – bestimmt auch meine Initialzündung in Sachen schräges/ungewöhnliches Kino. Denn wenn man ehrlich ist – dieser Film hat nicht nur fast gar nichts mit dem Batman-Mythos zu tun, er ist in jeder Hinsicht so absolut durchgeknallt, dass den heute kein Studio mehr durchwinken würde.

Wortvogel
Wortvogel
1. Juli, 2011 22:25

@ Marcus: Allein die Menge der Opfer des Jokers sollte rechtfertigen, dass Batman ihn endlich mal kalt stellt. Oder es Gordon überlässt, Gerechtigkeit vor Recht kommen zu lassen.
War übrigens Thema des epischen Batman-Comics, das ich immer mal schreiben wollte. Was wäre, wenn Batman zumindest verantwortlich wäre für den Tod des Jokers? Daraus kann man einen völligen neuen Mythos bauen. Vielleicht komme ich ja doch irgendwann dazu…

Marcus
Marcus
1. Juli, 2011 22:33

@Torsten: natürlich würde es das rechtfertigen. Dass Batman es aus Prinzip nicht tut, macht ihn nur noch heldenhafter, auf seine verbohrt-obsessive Weise. Ist okay für mich – in seinen besten Comics war Batman nie wirklich ein Sympathieträger.
Was deine Idee für einen Batman-Comic angeht – diverse Stories haben sich damit befasst, wieso er es nicht tut: "Under The Hood", "The Killing Joke", "The Dark Knight Returns", "Kingdom Come", Grant Morrisons "Batman Reborn"-Run.
Es ihn in einer Elseworld Tale mal tun lassen – wieso nicht? Ich würd’s kaufen…