xmfc1USA 2011. Regie: Matthew Vaughn. Darsteller: Jennifer Lawrence, Rose Byrne, James McAvoy, Michael Fassbender, January Jones, Jason Flemyng.

Story: In den 60er Jahren: Der junge Professor Charles X. Xavier ist entschlossen, die Menschheit langsam auf das Phänomen der Super-Mutanten vorzubereiten, zu denen er als mächtiger Telepath selber gehört. Erik von Lehnsherr, getrieben von Rachegelüsten, hält sich und seine Mutanten im Gegensatz dazu für den nächsten Schritt der Evolution und findet, man sollte den Menschen mit Stärke und Stolz entgegen treten. Trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten sammeln sie erfolgreich einige junge Mutanten um sich, deren Kräfte bald gebraucht werden, als der teuflische Sebastian Shaw den Dritten Weltkrieg provozieren will, um den Mutanten zur Macht (und sich selbst zur Herrschaft) zu verhelfen.

Nun denn.

Ich hatte kein großes Interesse, mir den Film anzusehen. Die ersten Trailer haben mich so wenig begeistert wie das ganze Konzept eines Prequels, das nach „wir können uns die Original-Darsteller nicht mehr leisten!“ stank. Zumal ohne Wolverine einfach die richtige Hauptfigur fehlt, um mich zu ködern.

Und überhaupt: Die Ära der FDP-farbenen ersten „X-Men“-Truppe fand ich immer schon albern. Spannend wurde die Franchise für mich erst, als sie in den 80ern ein wenig dunkler gestaltet wurde. Aber selbst damals galt: Die Coolness von „X-Men“ – das ist 70 Prozent Wolverine, 20 Prozent Professor X und 10 Prozent „andere Typen mit komischen Kräften“.

xmfc2Um euch meinen Standpunkt näher zu bringen, verorte ich mal kurz mein Interesse an und meine Erfahrung mit den bisherigen „X-Men“-Adaptionen.

Der erste Film war eine durchaus positive Überraschung, denn er versuchte nicht, die Franchise auf Gedeih und Verderb zu verbiegen. Es war ein erstaunlich solider und gut inszenierter „X-Men“-Film, qualitativ auf einer Wellenlänge mit Graphic Novels wie „God Loves, Men Kill“. Man muss dabei berücksichtigen, dass wir alle im Jahr 2000 noch an „Batman & Robin“ knabberten und keiner ahnte, was uns mit „Spider-Man“ und „Iron Man“ ins Haus stand.

Teil 2 war mit dem Fokus auf die „Dark Phoenix“-Storyline für mich eher eine Enttäuschung. Die fand ich schon in den Comics sehr überblasen. Es wurde überdeutlich, dass Wolverine der dominante Charakter war, der alles andere überschattete.

Teil 3 gehört für mich zu den unfair schlecht beleumundeten Superheldenfilmen: Klar ist er nicht fehlerfrei (die „Angel als Homosexueller“-Analogie ist erschreckend plump und peinlich), aber Meister – er ROCKT das Haus! Da gibt es genau die Sorte fette Mutanten-Fights, die ich mir von der Reihe immer erhofft hatte. Seitdem wünsche ich Brett Ratner nicht mehr die Pest an den Hals.

Meine Meinung zu „X-Men Origins: Wolverine“ habe ich ja vor zwei Jahren ausführlich kundgetan.

Erwähnen muss man in dem Zusammenhang sicher noch „Generation X“, einen erbärmlich miserablen TV-Pilot aus den 90ern, der konzeptionell eigentlich genau das vorexerziert, was „X-Men – First Class“ nun besser machen will:

Wer jetzt noch nicht genug davon hat, kann ihn sich hier ganz ansehen.

Insgesamt krankte die Franchise immer an der Schwierigkeit, das große und heterogene Team der X-Men adäquat zu präsentieren. Zu viele wichtige Figuren wurden mit Cameos abgespeist (Colossus, anyone?), die Mythologie der „X-Men“ blieb bestenfalls Stückwerk.

Also wie gesagt: Ich war nicht scharf auf die Teenie-Version von „X-Men“ und auf Prof. X und Magneto, die an keiner Stelle wie Patrick Stewart und Ian McKellan aussehen – oder das Gefühl vermitteln, dass sie eines Tages mal so aussehen werden…

Hat der Wortvogel mal wieder Recht behalten? Muss sich Marvel endlich mal eine wohlverdiente Runde fremdschämen?

Wir sehen uns nach dem Break…

Kritik: Vielleicht habe ich noch zu viel Adrenalin in den Adern, vielleicht wird der Nerd in mir altersmilde, vielleicht bin auch nur von Filmen wie „Almighty Thor“ und „Bloodrayne: Third Reich“ weichgekocht.

Sei es, wie es sei: HEILIGE SCHEISSE, IST DER GUT!

Keine Sorge, ich werde das noch genauer ausformulieren.

Schlagt mich für das blöde Wortspiel, aber DIESER „X-Men“ ist tatsächlich „First Class“. Perfekt als „origin story“, mit einem angemessen überdimensionierten Bösewicht versehen, bis in die Nebenfiguren nicht nur gut besetzt, sondern auch gut geschrieben. Inszenatorisch erfreulich oldschool, mit Actionszenen, bei denen man nie die Übersicht (und damit den lebensnotwendigen „sense of wonder“) verliert, einem bombastischen Soundtrack – und einem Respekt vor der Geschichte der „X-Men“, den ich nie erwartet hätte.

xmfc3Welche Schwächen man den bisherigen „X-Men“-Filmen auch vorhalten mag – hier werden sie nicht nur vermieden, sondern radikal ausgemerzt. Das Teamgefühl stimmt und jeder noch so kleine Charakter bekommt seinen „moment in the sun“. Die Konflikte wirken nicht aufgesetzt, und die legendäre Freund/Feindschaft von Xavier und Lehnsherr bekommt genau den Fokus, den sie braucht. Der externe Antagonist mag Shaw sein – der interne ist der Zusammenprall ihrer so ähnlichen, aber doch in ihrer Konsequenz diametral entgegen gesetzten Weltanschauungen. Besonders erfolgreich ist der Film in der glaubwürdigen Verweigerung einer einfachen Antwort: Magnetos Überzeugung ist nicht weniger tief und legitim als die von Prof. X – und angesichts der Geschehnisse vielleicht sogar plausibler. Es hilft, dass McAvoy und Fassbender sich richtig reinhängen. Respekt.

Auch die Story Arcs der weniger prominenten Figuren werden sauber gesetzt: Ich hätte nie gedacht, einmal Sympathie für Banshee zu entwickeln – oder den Seitenwechsel von Mystique zu verstehen. Aber XMFC packt seine üppigen 131 Minuten eben nicht mit Actionsequenzen im 10 Minuten-Stakkato voll, sondern mit tatsächlicher Charakterentwicklung und einer komplexen, aber nie verwirrenden Narrative.

„X-Men – First Class“ sieht aus und fühlt sich an, als hätte man die ersten 10 Jahre der „X-Men“-Comics zu einem epischen Zyklus zusammen gefasst, um ihn als sorgsam aufpolierte Graphic Novel noch mal neu auf den Markt zu bringen. Die Nostalgie ist intakt, Look & Feel der Kirby/Lee-Kreation perfekt eingefangen, ohne dabei muffig oder altbacken zu wirken.

xmfc4

Vor allem aber: XMFC ist komplett unironisch und ersetzt viel teigiges Melodram durch tatsächliches Drama, viel Posing durch tatsächliche Schauspielerei.

Natürlich erfindet XMFC das Genre des Superheldenfilms nicht neu (dazu ist er ja auch nicht angetreten), und den Oscar für den Besten Film wird er auch nicht bekommen. Aber erinnert ihr euch an diesen Satz aus meiner „Thor„-Kritik?

„Ich hatte nach “Iron Man” und “Dark Knight” und “Watchmen” und “Kickass” erwartet, dass mittlerweile mehr als “guter Comicfilm” Standard ist. Nämlich “guter Film”.“

Genau DAS löst XMFC ein. Es ist ein verdammt guter Film. Nicht bloß ein guter Superheldenfilm. Im direkten Vergleich wirkt „Thor“ dagegen blass, kindisch und blutleer, obwohl er doch eine klarer fokussierte Heldengeschichte erzählt.

Finde ich was zum mäkeln? Natürlich, aber lasst euch davon nicht täuschen – das hier ist Kinderkram und tut dem Vergnügen überhaupt keinen Abbruch: Warum tötet Erik bei seiner ersten Begegnung Shaw nicht einfach? Was soll Eriks Behauptung, Emma Frost könne sich nach seiner Attacke nicht mehr problemlos verwandeln?

Und ganz ehrlich: Kevin Bacons Bemühungen, selber deutsch (und russisch) zu sprechen in allen Ehren, aber sein phonetisch gelerntes Gestammel ist beim hiesigen Publikum allenfalls für helles Gelächter tauglich.

Wirklich gestört hat mich eigentlich nur der Epilog, der nichts Neues erzählt und auf einer melodramatischen Note endet, die keine wirkliche Wirkung besitzt. Besser wäre es in meinen Augen gewesen, die Figuren nach dem großen Finale am Strand zurück zu lassen. Aber das ist Beckmesserei, die im gelungenen Gesamtkunstwerk vollkommen untergeht.

xmfc5Matthew Vaughn beweist nach „Kickass„, dass er auch eine wirklich große und nicht ironisch gebrochene Franchise stemmen kann. Seine Regie ist extrem flüssig und konzentriert, der ganze Stil der Produktion charmant auf die 60er verweisend (Anlehnungen an frühe James Bonds sind unübersehbar), ohne je aufdringlich overstyled zu sein. XMFC ist in allen Bereichen so selbstsicher und standfest, wie ich es bisher in dieser Perfektion nur beim ersten „Iron Man“ gesehen habe.

Fazit: Neben „Iron Man“, „Watchmen“ und „Dark Knight“ einer der GANZ großen Superheldenfilme der neuen Welle. Ein Highlight nicht nur für Genrefans.

„Thor“, „X-Men:First Class“, „Green Lantern“ und „Captain America“ – ein Kinojahr wie für den Wortvogel gemacht!

P.S.: Für die echten Nerds sind natürlich wieder Cameos eingebaut (und eins davon ist sicher die coolste Szene des ganzen Films), aber es gibt diesmal KEINE Sequenz nach den Credits. Ihr könnt also ruhig das Kino verlassen, wenn das Licht wieder hochgefahren wird…



avatar
60 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
20 Comment authors
Film-Kritik: Rise of the Planet of the Apes | Wortvogel – 100 % Torsten DewiheinoDr. AculaPeroyWortvogel Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Peroy
Peroy

„…qualitativ auf einer Wellenlänge mit Graphic Novels…“

*husthustkleinerPenishust*

Dietmar
Dietmar

Okay! X-Men hat mich nicht gepackt, die Filme nicht interessiert. Aber vielleicht ändert das sich jetzt ja.

„Ihr könnt also ruhig das Kino verlassen, wenn das Licht wieder hochgefahren wird…“

Das ist gut. Kommt dem Personal hier entgegen … 😉

Ackbarjones
Ackbarjones

Ich bin gespannt, obwohl ich es ungern (naja übertrieben) zugeben mag, der wortvogel hat doch (meist) sehr treffende empfehlungen, was für mich bedeutet: mal seit langem wieder kino.
Und da bin ich selten: (pirates of the caribbean 1-3 (nicht 4), avatar, iron man, inception (will meinen insgesamt wenige, die meisten (guten/anschaubaren) anderen fanden ihren weg über die hd-videothek.
Was ja wmgl. auch wieder zeigt, dass ein guter Film nicht (pseudo) 3d sein muss.

Ach und ich hab im Kino gearbeitet; (meiner Erfahrung nach) wird aufgeräumt, sobald 30% aufstehen und gehen, die Sitzenden kann man durch das aufräumen vertreiben 🙂

Dietmar
Dietmar

„Ach und ich hab im Kino gearbeitet; (meiner Erfahrung nach) wird aufgeräumt, sobald 30% aufstehen und gehen, die Sitzenden kann man durch das aufräumen vertreiben“

Das ist NICHT lustig! So machen DIE das mit mir immer! Licht geht an, und dann wird leicht bis schwer missmutig aufgeräumt. Das ist BÖSE! 🙁

Thomas Thiemeyer

Klasse! Kino ist angesagt – hoffentlich in 2D 😉

Karsten
Karsten

Auja.. endlich wieder 2D!! Wir sind mittlerweile komplett von 3D weg.. höchstens noch EVENTUELL bei CGI Movies (Rapunzel und so nem Zeugs).

X-Men wird auf jeden Fall geguckt.. aber morgen abend erstmal Tron Legacy, der heute gekommen ist ^^

Comicfreak
Comicfreak

*vorfreu*

XXX

„Was soll Eriks Behauptung, Emma Frost könne sich nach seiner Attacke nicht mehr problemlos verwandeln?“

Erik hat Emmas Diamantform zum Brechen gebracht. Zusammen mit seinem Hinweis an Xavier, dass er sie anstubsen soll, wenn sie sich wieder verwandelt, soll man wohl davon ausgehen, dass die Beschädigung der Diamantform nichts ist, dass Emma sofort wieder heilen könnte. Würde sie sich zurückverwandeln, liefe sie dementsprechend Gefahr, dass Teile von ihr abfallen würden. Und was wäre dann bei der Rückverwandlung in menschliche Form?

kosar34
kosar34

@wortvogel: Wie hat sich January Jones als Emma Frost gemacht?
Die Arme ist ja das reinste Haßobjekt bei den Amis (Privat + Schauspielerin).

heino
heino

Na, das klingt doch sehr ermutigend. Nach der miesen Werbekampagne und dem erschreckend schlechten ersten Trailer habe ich erst mit dem zweiten Trailer sowas wie Hoffnung geschöpft. Vielleicht mausert sich Vaughn ja auch noch zum Retter jedes verbrannten Superhelden-Franchise. Er könnte direkt mit Daredevil, Elektra oder den Fantaschischen Vier weitermachen:-)

Dr. Acula

Holla… ich hatte von First Class ja auch ehrlich gesagt nix erwartet, aber jetzt scheint das ja doch ein Pflichttermin zu werden…

Achim
Achim

Ich war ja letzt Woche mal wieder im Kino, da sah ich den Trailer, der rockte, keinen Hinweis auf 3D. Und in Trier kann man sich den Abspann immer ganz ansehen, Broadway und Cinemaxx. Das tue ich auch, selbst wenn ich weiß, dass keine PCS kommt. Auch ohne solche sind Pixarabspanne immer sehenswert, war es der von Kung Fu Panda und auf jeden Fall der von Old Boy, der mich zumindest nach dem Film wieder erdete.

Ich kenne die X-Men ja eigentlich erst seit dem Film von 2000, nur ein wenig aus schlechten Zeichentrickserien. Was mir besonders gefällt, ist dass die Mutanten um Magneto, die zwar die Rolle der Bösen spielen, sich nicht als die Bösen fühlen, sie kämpfen für ihre Sache, sie sind überzeugt von ihrer Sache. Selbst Nazis sind, bei allen Greueltaten, ja keine selbst gefühlt Bösen, sie sind überzeugt, dass SIE das richtige tun, aber das wird in Filmen selten so wiedergegeben, dort wissen die Nazis, dass sie die Bösen sind. Falls das nicht klar wird, ich will Nazis nicht zu den Guten machen, es geht um das Böse an sich, das es eigentlich nicht gibt, nur falsche Überzeugungen.

Und wie kommt es eigentlich, dass alle Wolverine so gut finden? Mich eingeschlossen.

Was mich an dem Trailer wunderte, waren tief fliegende SR-71. Verzeihung, aber dafür wurde die Blackbird nicht gebaut. Die sollte in großer Höhe Mach 3 fliegen und dabei spionieren.

Achim
Achim

Lustiges Video.
Auch islamistische Terroristen meinen ja, für die gute Sache Terror zu machen, so wird es wohl auch bei der RAF gewesen sein.

Und wer für die „richtige“ Sache hasst, wird oft als Held dargestellt, dabei kommt bei Hass nie was gutes heraus.
Als bekennender Gutmensch, als Philanthrop (nicht praktizierend), habe ich es geschafft, meinen Hass und auch Neid auf ein Minimum zu reduzieren.

Peroy
Peroy

„Als bekennender Gutmensch, als Philanthrop (nicht praktizierend), habe ich es geschafft, meinen Hass und auch Neid auf ein Minimum zu reduzieren.“

Das müssen wir ändern. Meld‘ dich bei badmovies.de an…

Marcus
Marcus

Na denn – ich geh auf jeden Fall rein.

Nur zwei Fragen bleiben, Torsten:

– Was zum Geier ist „Beckmesserei“?
– War (ich bin kein wirklicher X-Men-Spezi“) die „Dark Phoenix“-Saga nicht in Teil 3?

@heino: „Vielleicht mausert sich Vaughn ja auch noch zum Retter jedes verbrannten Superhelden-Franchise. Er könnte direkt mit Daredevil, Elektra oder den Fantaschischen Vier weitermachen“

Jepp zu „F4“, aber ich muss zugeben: für den Director’s Cut von „Daredevil“ und für „Elektra“ bin ich das, was Peroy für „Ghost Rider“ ist…..

heino
heino

@Marcus:der Dark Phoenix-Strang (der nicht allzu viel mit den Comics gemein hat, denn dafür fehlen die Shi`ar und 12 von Phoenix zerstörte Planeten) wird in Teil 2 eingeführt und in Teil 3 dann nach meiner Meinung äußerst schwach auserzählt und beendet. Zugegeben, das kann man Ratner nicht anlasten, das liegt am Skript.

@Achim:Wolverine ist deshalb cool, weil er das ist, was die meisten Männer gerne wären, und weil er sich das Recht herausnimmt, die richtig üblen Gesellen auch (Pun intended) über die Klinge springen zu lassen. Allerdings war er das zu Anfang nicht, in den ersten Heften war er wenig mehr als ein großmäuliger Schläger. Erst Claremont und Miller gaben ihm mit der Japan-Storyline (die ja den Background für Wolverine 2 abgeben soll) wirklich Profil und Charakter.

DMJ

Als ich den Trailer zusammen mit einer Bekannten im Kino sah, rief diese entsetzt aus: „Magneto ist jetzt auch noch jung und gutaussehend? Oh nein, da MUSS ich mich ja in ihn verlieben!“ – freuen wir uns also, dass es zumindest durch einen guten Film geschieht. 😉

Dietmar
Dietmar

„“Als bekennender Gutmensch, als Philanthrop (nicht praktizierend), habe ich es geschafft, meinen Hass und auch Neid auf ein Minimum zu reduzieren.”

Das müssen wir ändern. Meld’ dich bei badmovies.de an…“

Tu´s nicht, Achim! 😯

„– Was zum Geier ist “Beckmesserei”?“

HA! *Marcus Zunge raustreck* 🙂

Nikolai
Nikolai

War „Shi`ar“ nicht die Schwester von He-Man?

Comicfreak
Comicfreak

..ymmd! ^^

Lugat
Lugat

„…erstmal bricht Metall Diamant nicht…“
Ich hab die Szene nicht gesehen, aber so wie du das sagst, stimmt das nicht. Diamant ist zwar das härteste bekannte Mineral, aber Härte heißt nur, dass es schwer zu zerkratzen ist, nicht dass es schwer zu brechen ist. Hau mit genug Kraft drauf und dein Diamant bricht, wenn du Glück hast in, in zwei Hälften oder halt in lauter kleiner Einzelteile 🙂

Peroy
Peroy

Breaking News ! „X-Men“ unrealistisch ! 😯

Marcus
Marcus

@Peroy: wieso überrascht es mich jetzt nicht, dass Du das Konzept, dass auch in einem Fantasy-Film etwas IM KONTEXT DES FILMS BETRACHTET unrealistisch sein kann, nicht kapierst?

Peroy
Peroy
Dietmar
Dietmar

„@Marcus: Blablafurz.“

Peroy schöpft wieder die gesamte Bandbreite argumentativer Möglichkeiten aus. 🙂

Marcus
Marcus

@Peroy: yadayadayada.

Aber da dir, deinem Link nach zu urteilen, Sprüche über Titten gefallen, check das aus:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,766568,00.html

Megan Fox braucht einen Reality-Check. Dringend.

Peroy
Peroy

„Meagan ! Bauch rein, Brust raus, Arsch hoch ! ACTION !“

Ich bin mir absolut sicher, dass Michael Bay so Regie führt. Aber das ist ja nichts schlechtes… 😀

Bluescreen
Bluescreen

@Wortvogel:

„Aber genau DAS erscheint mir nicht logisch – erstmal bricht Metall Diamant nicht“

Doch, das tut es. Diamand zu ritzen ist eine sanfte Art es zu schädigend. Geht man da mit einem Hammer aus billigem Edelstahl ran reicht ein fester Schlag um ihn zu zersplittert/zerpulvern. Diamant ist in Sich fest um die Struktur zu halten, aber in mehreren Richtungen labil. Kristalline Formen nehmen auch nicht gerne Schläge an.

Achim
Achim

@Bluescreen:
Hä? Vermutlich hast du Recht, aber ich verstehe nicht, was das bedeuten soll.
Ich würde ja sagen, dass Diamant zwar Hart, aber auch sehr spröde ist.

Und ein billiger Hammerkopf aus Gusseisen, der keine spezielle Behandlung erfuhr, dürfte den Diamanten zersplittern. Ausprbieren würde ich es aber nur mit einem billigen Diamanten.

Peroy
Peroy
Dr. Acula

So, grad in der Preview gesehen. Kann mich im Großen und Ganzen dem Vogel anschließen – ist ein verdammt guter Film geworden, den ich bei der Prämisse so nicht erwartet hatte. Ich fand „Thor“ zwar ’ne Nummer spaßiger, „comic-artiger“, aber der Gedanke, die Story als eine Art Kalter-Krieg-James-Bond-Spionagegeschichte zu verpacken, hat durchaus was. Die ersten 30-40 Minuten sind vielleicht ein wenig behäbig und aufgrund des ständigen Wechsels zwischen der Xavier- und der Magneto-Plotline etwas sperrig, aber danach gibt’s genug Remmidemmi, coole Mutanten, gute FX, witzige Cameos und erstaunlich gute Schauspielerei, speziell von Fassbender. Besser als „Wolverine“ aber alle Mal…

Dr. Acula

Ich müsste mir den ersten X-Men mal wieder des direkten Vergleichs halber ankucken, aber eins ist klar, Schande macht „First Class“ dem Franchise nicht 🙂

Marcus
Marcus

Eigentlich stand der heute Nachmittag auf dem Programm, aber dann bin ich doch an der Kinokasse auf dem Absatz umgekehrt, weil dort ein Schild hing, wonach der Film in der Startwoche mit einer Pause von 15 Minuten gezeigt wird.

*tief lufthol*

PAUSE? Bei einem Film der gerade mal 132 Minuten geht, und von dem die letzten 7-8 Minuten eh nur Credits sind?! GEHT’S NOCH?! Der Film ist ab 12 – man sollte doch meinen, das Publikum ist stubenrein und kann solange stillsitzen!

Und mal ehrlich, bin ich der Einzige, der Pausen generell total überflüssig findet?

Nee, danke für Backobst. Dann erst in der 2. Woche. 🙁

Peroy
Peroy

„Und mal ehrlich, bin ich der Einzige, der Pausen generell total überflüssig findet?“

Bei der langen „Saw“-Nacht damals zum Start des dritten Teils gab’s zwischen jedem Film ’ne kurze Pause, das war okay. Bei EINEM Film brauch‘ ich sowas auch nicht. Ich halte durchaus drei Stunden lang ohne Klo und Kippe aus und hibbel‘ auch nicht auf dem Sitz rum…

justus_jonas
justus_jonas

Super Film. Keine Frage. Hatte nur das Gefühl, das beim Endschnitt so manches auf dem Boden geblieben ist. *Spoiler* So fehlt zumindest die aus dem ersten Trailer bekannte Szene, in der Magneto dem einen Russen das Messer in den Bauch jagt. Erst befürchtete ich, dass sie wieder dem deutschen Schneidewahn (der ja bei Comic-Verfilmungen mal ganz gerne an den Tag tritt, s. „Iron Man“, „Hulk“, „Wolverine“) zum Opfer gefallen ist. Aber dazu lässt sich im Netz nichts finden… An manchen Stellen wirkt der Film recht sprunghaft und man hat das Gefühl, dass die ein oder andere „Verbindungsszene“ fehlt.

Wirklich gelungen ist der Soundtrack von Henry Jackman, der Magneto ein besonders einprägsames Theme gönnt: http://www.youtube.com/watch?v=ohuq3ks35RA

Achim
Achim

Die Pause! Die war so was von Hundsgemein! Da bin ich mit den Nerven am Ende, will weiter den Film sehen, und dann Pause!

Hatte Watchmen eigentlich bundesweit eine Pause oder nur dort, wo ich ihn sah?

Dietmar
Dietmar

Bei uns lief Watchmen gar nicht!

True Grid nur so kurz, dass ich ihn nicht sehen konnte!

Wolkenfels
Wolkenfels

Hab das Gefühl, ich war im falschen Film – welchen habt ihr gesehen? Bei mir gab es einen Haufen total uncharismatischer Figuren und Magneto. Weder Xavier noch Emma Frost hatten die notwendige Ausstrahlung. Der Böse wirkte etwas albern/schweinsnasig wenn er den Helm trug. Insgesamt war ich sehr enttäuscht. (aber ich gehöre ja auch zu den Leuten, die den dritten X-Men schrottig finden)
Ich fürchte, dass die Mutantenmengen den Filmen nicht gut tun, weil jeder sein „Solo“ bekommen muss, um zu zeigen, was er drauf hat. Eine Befürchtung, die mir auch kein gutes Gefühl für die „Avengers“ gibt.

heino
heino

@Achim:hier hatte Watchmen keine Pause.

Dr. Acula

Also, wenn meinem Kino hier einfallen würde, in ’nem Zweistünder ’ne Pause einzubauen, würde ich dem Vorführer aufs Dach steigen…

Das einzige Mal, wo ich für ’ne Pause dankbar war, war der dritte „Herr der Ringe“, aber da musste ich einfach nur mal dringend auf’s Klo 🙂 Beim Director’s Cut von „Das Boot“ (knapp 4 h) war’s zwar ’ne ziemliche Herausforderung, hat aber auch funktioniert…

Samira
Samira

Hab den Film gestern Abend im Royal Filmpapalst gesehen und da kam es zu einer sehr surrealen Situation. Offenbar hatten sie technische Probleme mit der Projektion was dazu führte, dass der Film normal anfing, aber statt der Originaltonspur noch die Tonspur der zuvor geschalteten Werbung lief. Wir SEHEN also Menschen die in Konzentrationslager gesteckt werden; klagend, schreiend, verzweifelt – HÖREN aber Menschen die dank Desperados feuchtfröhlich Party machen und augelassen feiern.
Kognitive Dissonanz ahoi.

DMJ

Das klingt toll! 😀
Den Service sollten sie auf der DVD auch anbringen.

heino
heino

@Wolkenfels:ich stimme dir zu, der Film hat mir überhaupt nicht gefallen. Am Anfang defintiv zu viel Pseudo-James Bond-Getue, die Darsteller waren bis auf Kevin Bacon (dessen deutsch/russiches Gestammel einem in der Snychro zum Glück erspart bleibt) allesamt blass, und der verliert durch den unpassenden Helm, der ihm die Nase einquetscht. January Jones sieht ganz gut aus, aber die Darstellerin im schrottigen Generation X-Movie hat Emma Frost besser verkörpert. McAvoy und Fassbender grimassieren, als hätten sie Darmverschluss und kommen in keiner Sekunde an Stewart und McKellen ran. Die zu anfang gut aufgebaute Xavier/Erik-Beziehung wird am Ende durch peinlich melodramatische Dialoge zerstört. Und am schlimmsten von allem ist, dass der Film einfach gähnend langweilig ist. Nur das Cameo und 2-3 gute Szenen retten den Streifen für mich davor, ein Totalausfall zu sein. positiver Nebeneffekt:dadurch wirkt X3 tatsächlich deutlich besser, als er war.

Peroy
Peroy

„DER Cameo“, heißt das…

Dr. Acula

@heino
Hä? Sicher den Film gesehen, von dem wir auch reden?

heino
heino

@Peroy:ist mir schnurz:-)

@Doc:selbstredend. Und wenn ich den vom Wortvogel gerne und häufig angeführten Herrschaften bei Metacritic glauben darf (von meinen ebenfalls anwesenden und angepissten Freunden mal abgesehen), gibt es eine ganze Menge Leute, die den Film nicht toll finden. Ich bin auch wirklich enttäuscht, nach „Kick-Ass“ hatte ich von Vaughn wesentlich mehr erwartet. Aber alleine das miese Make-Up bei Beast und der billige Nightcrawler-Abklatsch namens Azazel, der absolut null Profil bekommen hat, treiben mich schon die Palme hoch.

Ich könnte etliche Punkte aufzählen, die das Script in einem nicht gerade positiven Licht erscheinen lassen. Z.B. wird bei Mystique überhaupt nicht darauf eingegangen, wo sie eigentlich herkommt, warum sie ausgerechnet in der Küche der Xaviers auftaucht und warum die sie zur Ziehschwester von Charles machen. Oder warum Erik nur den „Operationssaal“ zerlegt, obwohl er seine Wut und seine entfesselten Kräfte ja genausogut gegen Shaw richten könnte, der ja keinen Meter von ihm entfernt ist. Oder warum Hank McCoy scheinbar alles von der Glühbirne bis hin zum Space Shuttle erfunden hat, aber nicht in der Lage ist, ein funktionierendes Gegenmittel hinzukriegen. Aber eigentlich lohnt sich das nicht, da war pure Schlampigkeit am Werk.

trackback

[…] Storytelling und Charaktere hinaus geht, ohne dabei das Spektakel zu vernachlässigen. Wie “X-Men: Erste Entscheidung” zeigt er Tugenden, auf die man im Kinojahr von “Green Lantern” und […]