16
Feb 2011

Kino Kritik: The King’s Speech

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

the-kings-speech-movie-posterGB/Austr 2010. Regie: Tom Hooper. Darsteller: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter, Guy Pearce

Story: Prinz Albert stottert. Das ist nicht weiter schlimm, solange er in der Thronfolge keinen nennenswerten Rang einnimmt. Aber als sein Vater, der König, verstirbt und sein Bruder Edward nach kurzer Regentschaft abdankt, muss "King George VI" als statthafter Herrscher erscheinen – und zu seinem Volk sprechen, das sich vor dem Aufstieg Hitlers in Deutschland fürchtet. Ausgerechnet ein exzentrischer australischer Sprachtrainer wird zu seinem Verbündeten im Kampf gegen die eigenen, immer wieder versagenden Stimmbänder…

Kritik: Es gibt wenig, was ich schreiben könnte, das nicht schon anderswo ausführlich geschrieben wurde. "The King’s Speech" ist für so ziemlich jeden Preis nominiert, den die Branche zu vergeben hat – darunter 12 Oscars. Zwischen "King’s Speech", "True Grit", "Social Network" und "Black Swan" wird es eine spannende Preisverleihung, die auch mal wieder zeigt, zu was für faszinierenden und vielschichtigen Produktionen Hollywood immer noch fähig ist, alle Häme beiseite.

Ist "The King’s Speech" ein großer Film? Absolut. Ist er großartig? Vielleicht in seiner Perfektion, in seiner absoluten Selbstsicherheit. Aber genau die wurde mir dann teilweise auch zu viel. Natürlich sind alle Darsteller fehlerlos – das bekommt man, wenn man so einen Cast einkauft. Natürlich ist die Ausstattung üppig, die Kameraarbeit edel, die Musik bewegend. "The King’s Speech" repräsentiert das höchste Niveau, die man in Hollywood kaufen kann.

Aber es ist auch ein Film, der zu sehr auf die Oscars schielt, die er mit Sicherheit bekommen wird. Unter dem Glanz der teuren Produktion versteckt sich eine so gut erzählte wie banale Geschichte. Wie oft haben wir die Mär gesehen vom Underdog, der in Zeiten der Herausforderung unter Anleitung eines väterlichen Freundes über sich hinaus wächst und am Ende triumphiert? "The King’s Speech" ist die Royal-Version von "Karate Kid", von "Rocky", von "Billy Elliot" und einem Dutzend anderer Blockbuster, die sich dabei nicht ganz so anspruchsvoll vorkamen.

Das Risiko, auch nur minimal von der Formel abzuweichen, geht "The King’s Speech" an keiner Stelle ein. Es gibt daher auch keine unerwarteten Wendungen, keine Überraschungen, keine Brüche in der Narrative. Es kommt im wahrsten Sinne des Wortes, wie es kommen muss.

Hinzu kommt, dass es ein Film über einen Mann mit Behinderung ist – sicher DAS Lieblingsthema der Academy-Mitglieder: "My left foot", "Rain Man", "Ray", "Charlie", "Coming Home", "Geboren am 4. Juli", "Der Duft der Frauen", "I am Sam" etc. pp.
Versteht mich nicht falsch: "The King’s Speech" ist wunderbares Erzählkino der anrührenden Sorte, voller schöner Momente und keine Minute langweilig. Aber es ist auch ein Film, der sich dem System andient, statt es auch nur versuchsweise mal herauszufordern, wie das z.B. "Black Swan" tut. Und das ist mir für die große Gala am 27.2. ein bisschen zu wenig.

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Peroy
Peroy
16. Februar, 2011 15:15

"Hinzu kommt, dass es ein Film über einen Mann mit Behinderung ist – sicher DAS Lieblingsthema der Academy-Mitglieder: “My left foot”, “Rain Man”, “Ray”, “Charlie”, “Coming Home”, “Geboren am 4. Juli”, “Der Duft der Frauen”, “I am Sam” etc. pp."
"Spiel' niemals voll behindert…"

Arne
Arne
16. Februar, 2011 15:47
Peroy
Peroy
16. Februar, 2011 16:04

Geht’s in dem Film echt ums Stottern… ?

Uli
Uli
16. Februar, 2011 16:36

Wenn ich jetzt sage das sich das unglaublich langweilig anhört bin ich vermutlich wieder ein Banause. Ich mein Stottern?! Seriously?

OnkelFilmi
16. Februar, 2011 16:50

Warum redest Du eigentlich die ganze Zeit von Hollywood, wo der Film durch und durch britisch/australisch ist (Finanzierung, Produktion, Firmen, Regie, Darsteller etc)? Die Weinsteins wurden erst als ausführende Produzenten in die Credits gesetzt, nachdem sie die US-Rechte gekauft hatten.

Mencken
Mencken
16. Februar, 2011 16:56

In der Tat ein britischer Film und meines Erachtens auch nicht mit Blick auf die Oscars gemacht, erinnere mich da noch an erste Interviews, die sehr klar gemacht haben, daß das Thema den Machern am herzen lag und man schon glücklich wäre, wenn das Ding nicht vollends untergehen würde. In diesem Fall entsprach wohl auch die zugrundeliegende Geschichte einfach der Formel, daher kann ich diesen Kritikpunkt auch nicht teilen, immerhin aber nachvollziehen (war das bei Dr. Hope nicht auch so ähnlich?).

Wortvogel
Wortvogel
16. Februar, 2011 17:04

@ Filmi: Die Weinsteins waren die treibende Kraft hinter "King’s Speech" – das sagt sogar Firth selbst im "Actor’s Studio". Und auch wenn der Film nicht in Hollywood gedreht wurde, bleibt er ein Hollywood-Film. Für mich sind die Bond-Filme ja auch Hollywood.
@ Mencken: Nein, Hope erzählt eine ganz andere Geschichte mit einer ganz eigenen Struktur – und bei uns scheitert sie am Schluss auch. Es geht ja nicht um die Frage, ob die Originalgeschichte der Formel entspricht – es geht auch darum, wie sklavisch man sich an die Formel hält.

Peroy
Peroy
16. Februar, 2011 17:52

"@ Filmi: Die Weinsteins waren die treibende Kraft hinter “King’s Speech” – das sagt sogar Firth selbst im “Actor’s Studio”. Und auch wenn der Film nicht in Hollywood gedreht wurde, bleibt er ein Hollywood-Film. Für mich sind die Bond-Filme ja auch Hollywood."
Oh je, wenn Vorlander das liest…

OnkelFilmi
16. Februar, 2011 18:10

"das sagt sogar Firth selbst im “Actor’s Studio”."
Natürlich sagt er das in einer AMERIKANISCHEN TV-Show :p

DMJ
DMJ
16. Februar, 2011 19:19

Ich bin eh dafür, "Oscar-Film" als eigenes Genre anzuerkennen.
Sind wir ehrlich (und manche sind ja auch wirklich gut), es gibt so viele mit Preisen überhäufte Filme, bei denen schon in der ersten Drehbuchphase klar sein muss, dass es, wenn der Film entsprechend groß aufgezogen wird, Preise hagelt, dass es fast zu einfach ist.
"American Beauty" oder "Million Dollar Baby" fielen mir so spontan ein, aber viele Behindertendramen fallen auch in die Kategorie.

Peroy
Peroy
16. Februar, 2011 19:27

"A Beautiful Mind", "Der englische Patient", "Gandhi"…
Was war denn der letzte Oscar-Gewinner, der kein "Oscar-Film" gewesen ist… ? "Das Schweigen der Lämmer", oder… ?

heino
heino
16. Februar, 2011 19:31

"No country for old men" war auhc nicht gerade typisches Oscar-Futter. Der wurde zwar sicher nur nominiert, weil er in einem generell schwachen Jahr rauskam, aber mit Sachen wie "Shakespeare in love" oder "Rain Man" hatte er nicht viel gemein.

comicfreak
comicfreak
16. Februar, 2011 20:16

@ heino
..omg, den hatte mir der Göttergatte zum Jahrestag geschenkt, weil
"du meckerst immer über meinen Filmgeschmack, da, jetzt hab ich dir was prämiertes geholt!!"
Meeeeh!
Zumindest war er auch nach 30 Minuten eingeschlafen^^

OnkelFilmi
16. Februar, 2011 21:35

"Return of the King" war auch kein normales Oscarmaterial (um mal beim Oscar für den besten Film zu bleiben).

Peroy
Peroy
16. Februar, 2011 22:44

"“Return of the King” war auch kein normales Oscarmaterial (um mal beim Oscar für den besten Film zu bleiben)."
Na ja, da konnten sie sich halt nicht mehr rausreden…

Andreas Moser
17. Februar, 2011 09:18

Ich habe "King’s Speech" bereits in England gesehen (und hier rezensiert: http://andreasmoser.wordpress.com/2011/01/17/the-kings-speech/) und kann ihn absolut empfehlen. Phantastische schauspielerische Leistung, sehr gute Dialoge, rundherum gelungen. Ansehen!

Peroy
Peroy
17. Februar, 2011 12:44

Aber es ist ein Film übers Stottern… 🙁

charlotte sometimes
17. Februar, 2011 14:26

Man darf nicht vergessen, dass es zunächst ein Film ist, der für ein britisches Publikum gemacht ist. König Edward Viii ist nicht einfach der König der gestottert hat, sondern steht für eine ganze Generation die in den Krieg gegangen ist, und der Krieg ist auch heute noch omnipräsent (wenn auch nicht mehr so stark wie früher, und nicht mehr so belastend für das deutsch-englische Verhältnis).
Für den Briten ist es kein Film übers stottern, sondern ein Film über eine Zeit, die für das Nationalbewusstsein ganz wichtig war.
All das sind Aspekte, die nunmal woanders verloren gehen.

Wortvogel
Wortvogel
17. Februar, 2011 15:13

@ charlotte: Ich finde schon, dass der Film sehr gut rüberbringt, was für eine Sehnsucht das englische Volk damals nach Führung aus dem Palast hatte – gerade nach dem Edward-Debakel. Und dass das Stottern von Bertie eben keine banale Behinderung darstellte. An meiner Kritik ändert das aber nichts.

DMJ
DMJ
17. Februar, 2011 16:30

@Peroy:
Stimmt, weitere gute Beispiele für "typische Oscarfilme". Biopics ("Walk the Line", "Ray" – letzterer doppelt) sind fast immer auch solche Kandidaten. "Return of the King" ist aber tatsächlich ein Sonderfall, da musste die Academy einfach beweisen, dass sie nicht vollkommen jenseits des normalen Filmbetriebs steht, sondern auch mal zur Kenntnis nehmen, was gerade die Millionen einspielt und Branche umkrepelt.

Marcus
Marcus
17. Februar, 2011 19:24

Naja, in Amerika gibt’s dafür ja den schönen Begriff "Oscar Bait". Aber als ich mir gerade mal die Liste der letzten 20 Best Picture-Jahrgänge (also 1990-2009) angesehen habe, habe ich zwar in jedem Jahrgang "Oscar bait" gefunden, aber nur achtmal hat wirklich offensichtliches "Oscar bait" gewonnen. Hier meine streng subjektive "Oscar bait"-Abschussliste:
– Dances with Wolves, ’90
– Schindler’s List, ’93
– Forrest Gump, ’94
– Braveheart, ’95
– The English Patient, ’96
– Gladiator, ’00 (okay, über den lass ich ggfs. nochmal mit mir reden)
– A Beautiful Mind, ’01
– Crash, ’05
Vielleicht ist die Academy doch nicht SO blöd….

Mencken
Mencken
17. Februar, 2011 19:35

Sances with wolves würde ich nicht als "Oscar bait" einstufen, "Braveheart" ist zumindest fraglich.

Brandenburgerin
17. Februar, 2011 22:04

@Return of the King: gedankliches Zitat der Gewinner des besten Films international: "we are very thankfull, that ROTK is not nominated in this categroy"
Das "Problem" bei ROTK ist, dass es der 3. Teil einer Reihe war, wo die sich in den Jahren davor mit den Verleihungen "zurückgehalten" hatten, weil die wussten, dass der 3. Teil eh nominiert wird. Ich denke, da muss man einfach die Gesamtheit der 3 Filme sehen – die im 3. Jahr gekürt wurde.
@The Kings Speech: ich freu mich drauf. Gute Unterhaltung in einer ansprechenden Form verpackt mit geschichtlichem Hintergrund. Darauf steh ich einfach. Ich finde auch die Serie "Die Tudors" toll.
Von diesem tollen Zweiteiler Hope, der letztens lief, will ich erst gar nicht anfangen… 😉

Brandenburgerin
17. Februar, 2011 22:11

Nachtrag: ich glaube, ich meinte die Kategorie: bester nicht-englisch-sprachiger Film. Ich denke, ihr wisst, was ich sagen wollte…

Dietmar
Dietmar
18. Februar, 2011 07:55

@Brandenburgerin: "Die Tudors" ist klasse! Gut, Heinrich sah zu lange zu gut aus, aber auch das ist in Ordnung.
"The Kings Speech" will ich mir auch ansehen. Ich mag Filme über´s Stottern. Zur Kritik: Vielleicht sind wir schon in einem Alter, wo man eigentlich schon alles gesehen hat und einem niemand mehr etwas vormacht 😉

Marcus
Marcus
18. Februar, 2011 11:55

@Dietmar: echt? Hast du mal "Rom" gesehen? DIE Serie fand ich wiederum klasse und frage mich seitdem, ob "Die Tudors" vergleichbar ist und ich ’nen Blick riskieren sollte…

Dietmar
Dietmar
18. Februar, 2011 12:04

@Marcus: "Rom" habe ich nicht gesehen; Empfehlung ist gespeichert 😉
"Die Tudors" ist exzellent ausgestattet, gefilmt, gespielt. Da macht man nichts falsch, wenn man sich die ansieht.

Sebastian
18. Februar, 2011 20:19

Wobei sowohl beid den Tudors als auch bei Rom viel Wert darauf gelegt wird, die Ausstattung auch mal Ausstattung sein zu lassen und selbige zwecks hochästhetisch gefilmter Fleischeslust einfach mal in die Ecke zu schmeissen. Und hübsche Frauen haben sie beide. (Nur: bei Rom gefällt mir auch der Rest, die Tudors fand ich doch ein wenig öde.)

Dietmar
Dietmar
19. Februar, 2011 12:08

@Sebastian: Ich finde "Die Tudors" auch deshalb so spannend, weil die Serie versucht, tatsächliche Ereignisse aufzuarbeiten.

Brandenburgerin
19. Februar, 2011 17:48

@Dietmar: das ist auch das, was ich so schön finde. Die erfinden nicht wirklich was dazu, sondern versuchen Geschichte abzubilden ohne wie ein verstaubtes Geschichtsbuch zu sein oder Guido Knopp zu immitieren.

Wortvogel
Wortvogel
19. Februar, 2011 18:00

@ Brandenburgerin: Äääähhh… das stimmt so natürlich nicht. Ob Tudors, Rome, Spartacus, King’s Speech oder Dr. Hope – historische Ereignisse sind praktisch immer nur Rahmen, in die komplett fiktive und fiktionalisierte Figuren, Dialoge und Subplots eingepasst werden.
Das wahre Leben läuft eben nicht in drei Akten ab…

Peroy
Peroy
19. Februar, 2011 18:28

Ich finde das Thema nicht mehr wo’s hingehört, ist aber zu schön, um es nicht zu erwähnen…
http://www.escapistmagazine.com/news/view/107819-Rumor-Zack-Snyders-Next-Movies-Have-Some-Big-Problems
bye bye, Sack Schneider… 🙂

Brandenburgerin
19. Februar, 2011 20:21

@wortvogel: richtig. ich habe mich falsch ausgedrückt. ich wollte micht sagen, dass es historisch korrekt ist. ich finde es einfach unterhaltsam und es bringt mich dazu, dann mit der richtigen bgeschichte zu beschäftigen. bei guido knopp sitzt man einach nur da. bei historischen filmen oder serien werde ich animiert, mir mal ein buch dazu heranzuziehen.
bei den tudors ist es halt, soweit ich das beurteilen kann, recht nah dran.

justus_jonas
justus_jonas
19. Februar, 2011 22:15

"King’s Speech" halte ich nicht für "auf Oscar getrimmt". Das sieht man eigentlich schon deutlich an der Entstehungsgeschichte des Films. Drehbuchautor David Seidler hat sich des Themas angenommen, da er selber an der Sprachstörung litt. http://en.wikipedia.org/wiki/The_King%27s_Speech
Kalkuliertes, herzloses Oscar-Futter war "A Beautiful Mind". Im Gegensatz zu diesem herzlosen Machwerk hält sich "TKS" doch weitesgehend an die Historie.
http://en.wikipedia.org/wiki/The_King%27s_Speech#Historical_accuracy
Welches System fordert "Black Swan" jetzt eigentlich genau raus? Und welchem System dient sich "The King’s Speech" an?

Wortvogel
Wortvogel
19. Februar, 2011 23:12

@ Justus Jonas: Inwiefern sich KS dem klassischen Hollywood-Erzählformat des Gehandicappten, der sein Problem mit Hilfe eines väterlichen Freundes überwindet und am Schluss triumphiert, habe ich ausführlich geschrieben.
Über "Black Swan" wird an anderer Stelle zu reden sein – nur soviel: Plot und Erzählstruktur sind garantiert nicht "Hollywood"-Standard…

Marcus
Marcus
19. Februar, 2011 23:58

@Peroy: Pfft.
Du hast "Sucker Punch" nicht gesehen, ich auch nicht. Wenn irgendein Heini kolportiert, was irgendein Studiofritze nach einem Testscreening gesagt haben soll, sollte ernstzunehmenden Filmfans doch noch nicht mal eine Erwähnung wert sein. Man macht sich allenfalls Sorgen, das Studio könnte sich berufen fühlen, den Film zu "verbessern" – obgleich derlei Eingriffe ausnahmslos immer im künstlerischen wie kommerziellen Desaster enden. Sollen sie daher Snyders Film auf eigenen Beinen stehen oder stürzen lassen.
Und es erschließt sich mir nicht, inwiefern Snyder ein Problem hat, wenn Goyer & Nolan das Skript nicht rechtzeitig fertig kriegen. Da kann er ja nun nichts für, oder?
Eine "300"-Fortsetzung braucht kein Schwein.

flippah
20. Februar, 2011 00:04

Mein Eindruck ist, dass der Film in der deutschen Übersetzung viel verliert. Nicht, dass die schlecht wäre. Aber an so einer Geschichte muss man als Übersetzer scheitern.

Dietmar
Dietmar
20. Februar, 2011 07:15

"Das wahre Leben läuft eben nicht in drei Akten ab…"
Doch… 🙁

Dietmar
Dietmar
20. Februar, 2011 07:19

@Marcus/Peroy: Man muss immer bedenken, dass Zack Snyder schon Filme gemacht hat, wovon 99,9 % aller Filmemacher der Welt nur träumen! Also Respekt, bitte!
(Okay, bin ja schon ruhig.)

Marcus
Marcus
20. Februar, 2011 12:03

@Dietmar, #39: 😯 ?!
Das ist auf so viele verschiedene Arten unsinnig und verwirrend, dass es schon fast wieder "Kunst" ist. Besser, du hältst dich ab jetzt aus dem MV-Diskussionsthread fern, bevor er dir die Synapsen noch völlig verzwirbelt….

Dietmar
Dietmar
20. Februar, 2011 19:18

"Das ist auf so viele verschiedene Arten unsinnig und verwirrend, dass es schon fast wieder “Kunst” ist."
Was heißt da "fast", hä? >-(
Und vor allem "völlig"? *schmoll*

ThomasThiemeyer
20. Februar, 2011 21:40

"Aber es ist ein Film übers Stottern… :("
Nein, es ist ein Film über das Finden der eigenen inneren (und äußeren) Stimme. Und vor dem Kontext des herannahenden zweiten Weltkrieg bekommt der Film eine interessante geschichtliche Bedeutung. Wäre Edward auf dem Thron geblieben, wer weiß, wie der Krieg ausgegangen wäre. Immerhin hat er wohl mit Hitler sympathisiert.
Insgesamt ein gut ausgestattes, pointiert und unterhaltsam gemachtes Kammerspiel. Mehr nicht. Wie der Wortvogel schon schrieb: Ein Film der unterhält, der aber kein Risiko eingeht. Kann man sehen, muss man nicht – zumindest nicht im Kino.

Peroy
Peroy
20. Februar, 2011 21:49

Es ist ein Film übers Stottern… 🙁

Howie Munson
Howie Munson
20. Februar, 2011 21:55

@Marcus (41): Dietmar hat doch recht mit 39: Geburtenakte, Steuerakte, Sterbeakte… *duck*
oder meintest du 40?

ThomasThiemeyer
21. Februar, 2011 06:50

Und "Dawn of the dead" ist ein Film über Leute mit Hautproblemen…:(

Dietmar
Dietmar
21. Februar, 2011 09:03

Nein, das ist Avatar.

Peroy
Peroy
21. Februar, 2011 09:22

"Und “Dawn of the dead” ist ein Film über Leute mit Hautproblemen…:("
Beim Sack Schneider-Remake kommt das fast hin…

Bernhard
Bernhard
27. Februar, 2011 11:00

Wenn "Kings Sprech" eine britisch / australische Produktion ist, warum wird er dann wie ein USA Film behandelt? Ich meine 12 Nominierungen bekommen ausländische Filme normalerweise nicht oder wird da bei britischen Filmen eine Ausnahme gemacht? Normalerweise gibt es dann doch nur die Ausländerkategorie.

Wortvogel
Wortvogel
27. Februar, 2011 11:05

@ Bernhard: Das stimmt so nicht – schau dir "Ghandi" an, eine britisch-indische Koproduktion.

Marcus
Marcus
27. Februar, 2011 11:10

@Bernhard: erstens heißt die Kategorie nicht "Best Foreign Film", sondern "Best Foreign Language Film". Und zweitens gibt es keine Regel, dass ein nicht-englischsprachiger Film nicht in anderen Kategorien nominiert werden kann. S. beispielhaft Marion Cotillards Hauptrollen-Oscar für "La vie en rose" oder Roberto Benignis Oscar für "Das Leben ist schön".

heino
heino
27. Februar, 2011 15:49

@Dietmar:das Leben hat 4 Akte. Frei nach den grandiosen Godfathers:Birth, school, work death:-)

Dietmar
Dietmar
4. Januar, 2012 02:22

Ein schöner Film. Die obige Kritik trifft voll zu. Nur "Churchill" fand ich nicht überzeugend, muss ich sagen.

Moepinat0r
Moepinat0r
10. April, 2013 19:31

Hab ich auch letztens endlich mal gesehen. Wie hier schon bemerkt, typisches Oscar-Bait, kann man aber gucken. Davon ab: ich stimme dem Vorredner 100% zu, Churchill ging ja mal sowas von gar nicht. Ich musste jedes mal lachen, wenn der Schauspieler mit seinem Verstopfungsblick und hängender Lippe seine Fresse in die Kamera hielt.

Peroy
Peroy
23. August, 2013 19:11

Ich habe ihn jetzt auch gesehen (die DVD wurde billig rausgehauen). Es ist ein Film übers Stottern. IMO auch nicht Best Picture würdig, aus demselben Jahrgang hätte ich "Black Swan" und "Inception" bevorzugt. Und Spall als Churchill empfand ich eigentlich als das Highlight… der hat den öden Brei mit jedem Auftritt ein wenig durchgerührt…

Peroy
Peroy
23. August, 2013 19:13

Ach, "True Grit" war auch besser…