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Sep 2010

ELSTERCON Leipzig 2010 (2): Mein Video-Vortrag, bzw. Gesabbel am Stück

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Von der Raumpatrouille über Reiner Erler und gescheiterte deutsche SF-Serien zu Star Trek-Fanfilmen – dann schnurstracks zurück zur Raumpatrouille. Irgendwann komme ich sicher auch noch zum eigentlichen Thema meines Vortrags:

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Dietmar
Dietmar
29. September, 2010 08:40

Du sprichst wie Du schreibst. Ich find´s gut.

VideoRaider
VideoRaider
29. September, 2010 09:37

Hab’s mir jetzt komplett angeschaut. War sehr interessant und informativ. Danke!

Wortvogel
Wortvogel
29. September, 2010 09:43

Ich halte es für Schummelei, die Videos bei YouTube vorab zu gucken, darum habe ich sie jetzt auf "privat" gesetzt.

VideoRaider
VideoRaider
29. September, 2010 09:59

Achso – whoops. Jetzt hab ich die präsentation versaut. Gut, dann werde ich mich hüten, irgendwelche Spoiler zu posten…

Dietmar
Dietmar
29. September, 2010 10:54

VideoRaider schummelt, VideoRaider schummelt …

*sing*

Achim
Achim
29. September, 2010 11:10

Super Vortrag, und noch immer kein Grund, Beschwerden über Bild und Ton zu hinterlassen.

Ach ja, John Sinclair, die RTL-Serie, die habe ich gesehen, obwohl ich nie ein Heft gelesen habe. Die war so schlecht, dass sie schon wieder sehenswert war, nur die letzte Folge die war dann nicht mehr ganz so schlecht, aber eben nicht mehr schlecht genug, die war dann nur noch schlecht. Und die angesprochene Folge werde ich wohl nicht sehen, da mir mein Geld für die DVD-Box zu schade ist.

DMJ
DMJ
29. September, 2010 15:47

Totengräber der deutschen SF? Hihi…

"Die Delegation" habe ich auch mal gesehen, der ist wirklich unglaublich, gerade für seine Zeit.
Das Thema "Abgesagte SF-Projekte" hört man ja immer wieder gern, insbesondere lachte der Blogleser ja wohl dreckig bei der Nennung der guten alten "Astro Saga", deine Theorie bzgl. "Perry Rhodan" klingt allerdings stimmig…
So uncool es heute auch zuzugeben ist, muss ich doch sagen, dass auch ich Gucky noch immer mag, aber auf begrenztem Raum, statt in einer so lang erzählten, ausufernden Heftreihe könnten er und Atlan wirklich problematisch sein.

Howie Munson
Howie Munson
29. September, 2010 16:32

Highlights:
0:30 (Un-)verständnis der Sender
5:00 Iceplanet (Nicaragua)
6:00 ASTRO SAGA
( wortvogel.de/2008/06/die-sehr-grose-astro-saga-skriptkritik-5-es-war-nicht-alles-schlecht/
irgendwie wurde da in den Kommentaren (23) versprochen das die Beitragreihen noch extra verlinkt werden…)
7:05 der Tod der deutschen SF…
13:00 John Sinclair…
( wortvogel.de/2007/05/fundsache/ gab es da nicht noch einen längeren Text zu der Serie? )
((sowohl Suchfunktion als auch google sind heut widerspenstig…))

Fastjack
Fastjack
29. September, 2010 18:22

@Wortvogel

super informativer und unterhaltsamer Vortrag. Macht Spaß zuzuschauen 🙂

Exverlobter
Exverlobter
8. Oktober, 2010 18:38

Kein dt. Kinofilm der je 20 Millionen Euro gekostet hätte?? Also "Die Unendliche Geschichte" hat damals 60 Millionen Mark gekostet. Also 30 Millionen Euro. In den 80ern!! Man beachte die Inflation. Das war damals ein Haufen Asche. Das dürfte vom Budget her damals vergleichbar mit "Rückkehr der Jedi Ritter" gewesen sein. Deshalb wurde der Film ja auch stark international vermarktet.

Peter Krause
8. Oktober, 2010 21:09

@Ex:
"Die unendliche Geschichte (Film) … Originalsprache: Englisch" (Wikipedia)

Klar, über die Kriterien kann man streiten, und sollte man vielleicht auch. Wann ist ein Film, an dem tausende von Leuten beteiligt waren, "deutsch"? Was verbinden wir mit diesem Etikett eigentlich?
Bei einem Roman kann man sagen: deutscher Autor, also deutscher Roman. Aber sagt uns das irgendetwas über den Roman?

Marcus
Marcus
8. Oktober, 2010 21:28

@Ex: stimmt. "Return of the Jedi" hat lt. BoxOfficeMojo $32,5m gekostet. Wikipedia spricht bei "Die unendliche Geschichte" von umgerechnet $27m.

@Peter Krause: ich halte es da mit der imdb – entscheidend ist, wo die Produktionsfirma, die das Projekt wirklich durchführt, sitzt. Demnach ist "Die unendliche Geschichte" ein größtenteils deutscher Film (Neue Constantin/Bavaria Studios/WDR, nur "präsentiert" und verrieben von Warner und PSO).
Die Originalsprache ist m.E. irrelevant:
– viele europäische Wald-und Wiesensplatterfilmer drehen in wahnhaftem Schielen auf den internationalen Markt auf Englisch,
– Kanadier und Briten drehen auch auf Englisch,
– italienische Filme wie "Spiel mir das Lied vom Tod" wurden im Idiom der jeweiligen Darsteller gedreht und erst danach im Studio mit sprachlich kohärenten Soundtracks versehen und haben daher sozusagen keine Originalsprache,
– wenn die Sprache ein Merkmal wäre, was ist dann mit Stummfilmen?

Peter Krause
8. Oktober, 2010 22:24

@Marcus:
Dann wäre die Forderung nach mehr deutscher SF eine rein wirtschaftliche?

Exverlobter
Exverlobter
8. Oktober, 2010 22:24

Dazu kommt, dass neben der Produktionsfirma bei der unendlichen Geschichte sowohl der Regisseur (Petersen) Produzent (Eichinger) Komponist (Doldinger) und Autor (Ende) alles Deutsche waren. Ein wahrhaft deutscher Film also. Nur halt auf Englisch gedreht.
Der Film ist aber was Ausstattung, und Budget angeht aber ein Paradoxon der deutschen Filmgeschichte. Nie Wieder seitdem gab es so einen teuren und aufwändigen Film. Es gab zwar ein paar gute Film a’la "Der Untergang" die auch im Ausland ein gewisses Publikum fanden. Diesen Filmen sieht man aber ihr Budget, trotz der guten Qualität des Films an sich, ziemlich an. Man kann also bei der Unendlichen Geschichte vom letzten Großen deutschen BLockbuster sprechen.
Aber Dewi hat schon recht. Abgesehen davon, gab es sicher keinen Film, der 20 Millionen gekostet hat.

Marcus
Marcus
8. Oktober, 2010 23:11

@Peter Krause: entweder das oder eine Frage des "Nationalstolzes".

Torsten sagt es am Ende seines Vortrags ja selbst: man muss sich auch die Frage stellen, ob die Tatsache, dass es kaum deutsche SF gibt, an sich etwas Schlechtes ist.
Ich finde: nein. Sicher, außer den in der Größe des Marktes begründeten Budgetrestriktionen sind die im Vortrag genannten Hindernisse für deutsche SF vermeidbar, und damit wäre theoretisch mehr drin.

Aber das einzige mir einleuchtende Argument, warum mehr explizit *deutsche* SF-Filme und -Serien erstrebenswert wären, ist die vage Ahnung, dass es bei so einer lebendigen SF-Fanbase und SF-Romanautorenschaft in Deutschland ungenutztes Potential da draußen geben müsste, gute SF-Konzepte, die nie das Licht der Leinwand oder Mattscheibe erblicken werden, weil die deutsche Film-und Fernsehlandschaft es nicht gebacken kriegt und Hollywood und HBO (oder von mir aus auch "Syfy") zu weit weg sind.

Davon, *deutsche* SF zu fordern, nur um *deutsche* SF zu haben, halte ich ansonsten nichts. Wenn’s gut ist, soll’s herkommen, wo es will. Wenn das Deutschland ist, okay. Wenn nicht, auch okay.

Marcus
Marcus
8. Oktober, 2010 23:27

@Exverlobter:

"Dazu kommt, dass neben der Produktionsfirma bei der unendlichen Geschichte sowohl der Regisseur (Petersen) Produzent (Eichinger) Komponist (Doldinger) und Autor (Ende) alles Deutsche waren. Ein wahrhaft deutscher Film also."

Ein deutscher Film schon, aber nicht deswegen. Die Nationalität der Macher ist m.E. ein bestenfalls nachrangiges Kriterium, wenn man über das Herkunftsland eines Films redet. "Air Force One" ist ja z.B. auch überhaupt kein deutscher Film, trotz Petersen und Michael Ballhaus.

Ich finde es albern, wenn deutsche Filmemacher in Deutschland ihre Projekte nicht finanziert bekommen, sie dann nach Hollywood gehen, und im Erfolgsfall dann irgend eine doofe deutsche Boulevard-Zeitung die Nationalstolz-Keule rausholt und von "unserem Mann in Hollywood" spricht, wie es eine Zeitlang ja z.B. bei Emmerich gemacht wurde. Was hat Deutschland für seinen Erfolg getan und zu seinem Werk beigetragen? Nichts. Derlei Vereinnahmungen sind genauso sinnlos wie damals die Sache mit dem Ratzinger.

Bild: "Wir sind Papst!"
Jeder, der noch zwei funktionierende Gehrinzellen zur Zusammenarbeit bewegen konnte: "Ich nicht!"

Exverlobter
Exverlobter
8. Oktober, 2010 23:50

@Marcus
Klar, letztendlich kommt es darauf an, woher das Geld zum größten Teil kommt.
Ich hab ja auch nur gesagt, dass bei der Unendlichen Geschichte nicht nur das Produktionsstudio deutsch war, sondern auch die ganze Crew (bis auf die Schauspieler).
Klar, Air Force One ist kein deutscher Film. Genauso wenig wie ID4.

Marcus
Marcus
9. Oktober, 2010 00:32

@Exverlobter:

Nein, in erster Linie kommt es darauf an, welche Filmindustrie einen Film hervorgebracht hat. Wie Torsten ja erklärt: innerhalb der deutschen Filmindustrie einen Film (SF oder sonstwas) zu machen ist etwas anderes als für Hollywood. Und die Herkunft des Films in diesem Sinne kann man pragmatischerweise am besten am Heimatland der Produktionsfirma festmachen.

Woher das Geld kommt, ist weniger wichtig: eine Menge US-Produktionen wurden z.B. ja über deutsche Filmfonds finanziert (bevor der deutsche Gesetzgeber das Steuerloch gestopft hatte), die auf die Entstehung des Films keinen Einfluss haben. Die Herkunft des Geldes lasse ich nur gelten, wenn es den Film ohne exakt diese Investoren gar nicht gegeben hätte. So ist z.B. "Herr der Ringe" ganz klar eine US-amerikanisch-neuseeländische Koproduktion: die "Vision" und deren Umsetzung, das Machen der Trilogie, mögen in erster Linie auf die Kiwis von Wingnut Films zurückgehen, aber letztlich gibt es die Filme nur, weil Hollywood in Gestalt von Warner/NewLine das Potenzial erkannt und ja gesagt hat (ganz einfach weil nur Hollywood ein Budget dieser Größenordnung finanzieren kann).

Die Nationalität von Cast und Crew ist unwichtig, da sind wir uns wohl einig. Einem kreativer Kopf aus Deutschland ist es egal, ob er seinen Input in eine Produktion eines Hollywood-oder deutschen Studios gibt – seine Leistung ist dieselbe.