enter the void350FRANKREICH/ DEUTSCHLAND/ ITALIEN 2009, 162 Minuten

REGIE Gaspar Noé

DARSTELLER Nathaniel Brown / Paz de la Huerta / Cyril Roy / Olly Alexander / Masato Tanno / Ed Spear / Emily Alyn Lind / Jesse Kuhn

DREHBUCH Gaspar Noé

Ein schier unfassbares Epos über Leben, Sterben, Zwischenwelt und Wiedergeburt, gedreht aus der subjektiven Wahrnehmung eines soeben ermordeten Helden (ein junger Europäer in Tokio) – nahezu ohne Schnitt und der übergreifenden Philosophie folgend, die allen Arbeiten Noés zu Grunde liegt: Le temps detruit tout (die Zeit zerstört alles). Wie schon der heiß diskutierte IRRÉVERSIBLE liebt auch sein neuer Film das Leben, zelebriert dessen Höhen und vor allem Tiefen mit unerbittlicher Konsequenz und schickt die Kamera auf finstere Streifzüge zu den hässlichsten Momenten menschlichen Seins. Da ist ein Autounfall, der an die Nieren geht, eine höchst brutale Abtreibung, ein Sexakt, der in der Vagina gedreht wurde (!).

Haltet euch fest: Das ist GANZ miese Bildqualität – was aber auch schon wieder zum Film passt:

Und hier der Trailer:



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Marcus
Marcus

„…es ist sehr spät, ich muss morgen sehr früh zum Brunch raus…“

Ääh – ist es nicht gerade Sinn eines Brunchs, dass man nicht früh raus muss? Sonst wär es doch ein Frühstück.

„…glaubte, mich übergeben zu müssen… irritiert… angeekelt….“

Ich kenne von Nö nur „Irreversible“, aber ich würde trotzdem mal mutmaßen, aus seiner Sicht entspricht das einem „mission accomplished“.

Nein, muss ich nicht haben. (Aber trotzdem Respekt für so viel Publikumsnähe, Monsieur Noé.)

War das jetzt reine Neugier, sich „Enter the Void“ überhaupt anzusehen, oder mochtest du die anderen Filme von ihm und hast dir deshalb davon was Gutes versprochen, Torsten?

Philip
Philip

Ist der Satz über die Bildqualität ein Hinweis auf das Filmbild? Der Trailer sieht ja selbst in HD arg matschig aus.

Deine Ratlosigkeit, was die Bewertung des Films angeht, kann ich auf jeden Fall verstehen. War bei Menschenfeind und Irreversible auch schon damit überfordert.

Peroy
Peroy

Gaspar Noe hat Fans… ? Oh je…

Nun ja, Respekt für’s Freibier… so kriegt man die Leute auch auf seine Seite…

L. Jötten, du kleiner Wutz…

Dietmar
Dietmar

Sieh an: Das sind also Lari und Chainsaw Horst. Da hat man doch gleich mal ein Bild vor Augen.

Gregor

„Haltet euch fest: Das ist GANZ miese Bildqualität“

Wenigstens mal halbwegs anständiger Ton.

Lari

@Johnen: Wie meinen?

@Dietmar: Dafür hätteste nur auf den Link zu meiner Homepage klicken müssen. 😉

Medienjunkie

Dachte ja beim Lesen, der Wortvogel übertreibt, aber bei dem Film dreht sich einem teilweise tatsächlich der Magen um, wohl wegen der Verbindung aus kreisender Kamera und Stroboskopeffekten. Was ich sonst noch zu dem Film denke, steht in meiner Rezension in meinem Online-Magazin: http://www.spektakel-magazin.de/article/103

trackback

[…] warum ich manchmal auch gegen mein Bauchgefühl eine Karte kaufe (wie auch schon im Falle “Into the Void“): “Amer” ist ein wirklich bemerkenswerter, konsequent strukturierter und […]

classless

Enter The Void, oberflächlich gesehen die tragische Geschichte des Gelegenheitsdealers Oscar und seiner Schwester Linda, zeigt den Traum, den ein nicht-religiöser Psychedeliker in Tokio vom Tibetanischen Totenbuch träumt, einer Anleitung für den Zustand der Seele zwischen Tod und Wiedergeburt (Oscar: “Do you believe in Reincarnation?” – Linda: “I don’t have the mental state of a five-year old.”), die Leary und Alpert als Vorlage für eine Anleitung für einen LSD-Trip benutzten, aus dem wiederum einige Zeilen den Song “Tomorrow never knows” von den Beatles inspirierten. In der Deutung des Films wollen die Seelen ihr Leben nicht verlassen und existieren daher in einem körperlosen und psychedelischen Zustand bis zu ihrer Reinkarnation.

Oscar: “You mean, we’re stuck in this world forever? There’s nothing better out there?”

Der kommende Aufstand: “Aus welcher Sicht man sie auch betrachtet, die Gegenwart ist ohne Ausweg.“

http://www.classless.org/2010/10/15/tokio-love-hotel-am-ende-und-anfang-der-welt/

Dietmar
Dietmar

@Lari: Entschuldigung, jetzt erst gesehen: Wo Link?

Marcus
Marcus

@Dietmar. Äh – einfach in einem seiner Posts auf seinen Namen klicken?

Und nicht seine „Perlen vor die Säue“-Comics verpassen – beste „Astro Saga“-Parodie ever!

DMJ

@Marcus:
Danke für die Erwähnung! Unaufdringlich wie wir sind haben wir uns hier ja bislang mit plumper Werbung für den Comic zurück gehalten, obwohl er in den hiesigen Kommentaren ja seine Wurzeln hat, da ist es erfreulich, wenn uns wer anderes die dreckige Arbeit abnimmt. 😉

Ach ja: Um auch mal was zu „Enter the Void“ zu sagen – ich fand ihn fast zwei Stunden ganz okay, aber leider tritt er dann noch eine halbe Stunde selbstverliebt auf der Stelle, was wirklich schade ist. Irgendwelche Übelkeiten (weder durch Kameraarbeit, noch durch Dargestelltes) hatte ich nicht zu vermelden, aber trotz seiner Handlungsarmut war er erstaunlich unterhaltsam…bis halt auf das Ende.

trackback

[…] Enter the Void – Mindfuck, Tripkino, Lightshow und cineastisches Ecstasy. Gaspar Noé erweitert den Geist, in dem er von innen gegen die Schädelplatte tritt. […]

trackback

[…] Death ♦ Centurion ♥ Chatroom ♥ Clash ♥ Corridor ♦ Devil’s Playground ♥ Enter the Void ♥ Four Lions ♦ Frozen ♦ Gallants ♦ Hybrid ♦ Kaboom ♥ Monsters ♦ Red Hill […]

trackback

[…] Ich kann mich gut erinnern, wie sehr mich „Enter the void“ vor fünf Jahren in Berlin mitgenommen hat – im emotionalen wie im mentalen Sinne. […]

trackback

[…] So Kunst, dass die Regisseurin die Lebensgefährtin von Gaspar Noe ist, der ja auch nicht gerade Mainstream produziert. So Kunst, dass es keinen Soundtrack gibt, sondern nur dann und wann seltsame Brummtöne […]

trackback

[…] Erfahrungen verhindert. Als Drama kann das schwer mitnehmen – siehe „Ex-Drummer“, „Enter the Void“ oder „We are the Flesh“. Als Komödie wie bei „Antibirth“ ist die Wirkung […]