black-death-posterGROSSBRITANNIEN/ DEUTSCHLAND 2010, 110 Minuten

REGIE Christopher Smith

DARSTELLER Sean Bean / Eddie Redmayne / Carice van Houten / David Warner / Kimberley Nixon / Tim McInnerny / Andy Nyman / John Lynch

DREHBUCH Dario Poloni

1348 – in ganz Europa wütet die Pest. Inmitten von Tod und Ver- zweiflung weckt die Legende von einer kleinen Dorfgemeinschaft, welcher der Schwarze Tod nichts anzuhaben vermag, ein wenig Hoffnung. Im Auftrag der Kirche zieht Ritter Ulric mit einer kleinen Schar Getreuer aus, um solch gottlosem Hokuspokus ein Ende zu bereiten. quer durch ein von der Krankheit verwüstetes Land geht die Reise, vorbei an entvölkerten Dörfern und riesigen Leichenfeldern. Als die Männer und ihr einheimischer Führer, der junge Novize Osmund, schließlich die sagenumwobene Gemeinschaft erreichen, müssen sie erkennen, dass unter der friedfertigen Fassade ein dunkles Geheimnis lauert.

Also ich sehe das so:

Check the trailer:

http://www.youtube.com/watch?v=vXycl0ohLto



avatar
29 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
12 Comment authors
Fantasy Filmfest Masterliste (1) | Wortvogel – 100 % Torsten DewiheinoHomiSiteWortvogelMarko Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste
Benachrichtige mich zu:
Tyler
Tyler

Ts. Als Katholik finde ich antikatholisch ja schon augenrollennervend klischeehaft.

Mal was anderes: Kannst du vielleicht noch eine kleine Wertung/Tendenz n 10 Sternen) im Teasertest bringen? Wenn man im RSS-Reader liest, und dort werden übrigens die Youtube Videos nicht eingebunden, nervt es etwas, weil man noch mehr wissen will!, aber dann zum Video wechseln muss. Medienbruch und so.

Philip
Philip

Oh, nachdem mich der „Boromir“ auf Plakat und im Trailerbild ja doch eher abgeschreckt hat („da versuchen wohl welche, auf der HdR-Welle mitzureiten“), scheint der Film ja doch sehr interessant zu sein.

btw: Ton ist viel besser geworden

heino
heino

Puh, nach der ersten Minute hab ich schon mit einem Totalverriss gerechnet. Aber es scheint ja, der Film ist das investierte Eintrittsgeld (by the way, 9 € pro Karte sind Beutelschneiderei), wert zu sein.

Gregor

„Mittelalterlicher Atheismus – Der Film“, lol!

Sebastian

Sponsored by Coca Cola 🙂

Marko

Der Regisseur war bei uns in Hamburg vor Ort und hat nach dem Film noch ein paar Worte gesagt. Zwei Sachen fand ich cool:

– Er sagte, sie hätten einen Haufen Mittelalter-Equipment dabei gehabt, um an ausgewählten Stellen im Osten Deutschlands das Mittelalter wieder auferstehen zu lassen — und mussten dann jedesmal fast nichts auspacken, weil die Stellen schon pures Mittelalter lieferten 😉

– Der Film sei nicht anti-religiös gemeint, sondern anti-manipulativ, da er nicht den Katholizismus als Thema hätte, sondern dessen (und anderen religös motivierten) Missbrauch

Ich fand den Streifen prima und wurde, ähnlich wie der Wortvogel, durchaus überrascht vom Verlauf. Die letzte Viertelstunde hätte auch als „Darth Vaders Entstehungsgeschichte im Mittelalter (und in gut, btw)“ durchgehen können …

Peroy
Peroy

Christopher Smith ist wohl ein echter Achterbahn-Regisseur… auf jeden schrecklichen Film („Creep“, „Triangle“) folgt ein guter („Severence“, „Black Death“?)…

Dietmar
Dietmar

Cool! Ich mag Sean Bean, Mittelalter und Katholiken-Bashing. Schöne Empfehlung.

Thies
Thies

Das Q&A war wirklich unterhaltsam. Wäre ich ein wenig mutiger hätte ich den Regisseur dann doch mal auf die OP-Szene in „Creep“ angesprochen und ihn gefragt ob er sich nicht doch inzwischen für diesen primitiven Scheiss schämen würde. Aber abgesehen von meiner offenbar fest implantierten Schüchternheit hinderte mich auch seine wirklich entwaffnende sympathische Art daran ihn verbal anzugreifen.

Meine Meinung zu „Black Death“ geht dabei mit den vorhergehenden d’accord – nach einem kompeten umgesetzten aber mäßig spannenden Beginn folgen in der zweiten Hälfte dann doch noch ein paar unerwartet packende Momente.

P.S. Hier kann man das Berliner Q & A auf Youtube sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=dk4xxZT7nAA&feature=channel

trackback

[…] original here: Fantasy Film Fest 2010: Black Death @ Wortvogel – 100 % Torsten Dewi Film No Comments […]

Peroy
Peroy

„Wäre ich ein wenig mutiger hätte ich den Regisseur dann doch mal auf die OP-Szene in “Creep” angesprochen und ihn gefragt ob er sich nicht doch inzwischen für diesen primitiven Scheiss schämen würde.“

Ich fand das waren die einzigen memorablen fünf Minuten an dem Scheiss…

DMJ
DMJ

Der hat auch mir sehr gut gefallen!
Es stimmt schon, die Wackelkamera war bei den Kämpfen etwas nervig (und mich verwunderte, dass ein sonst doch harter und blutiger Film sich da meist schamhaft von den blutigsten Stellen abwendete bzw. sie eben verwackelte), aber an Ende kam wirklich ein großer, überzeugender Riesendowner dabei raus.

Im Q&A wirkte Smith sehr sympathisch, aber wie auch der Wortvogel hatte ich das Gefühl, dass er die Sympathieverteilung seines Films (die ja durchaus gelungen war) vollkommen falsch verstanden hatte.

Als „Katholiken-Bashing“ würde ich den Film jedoch nicht bezeichnen, da das für mich nach billigen Vorwürfen, die man schon kennt, klingt. Dafür ist er viel zu unaufdringlich und…mh…wie soll ich sagen, konsequent. Er stellt uns nicht einfach einen bösen Kirchenmann hin und ruft „Ja, so sind die!“, sondern zeigt einfach die Probleme, die jede Autonomieabgabe an religiöse Führerfiguren (auch, wenn diese durchaus positives tun) mit sich bringt.

heino
heino

„Der Film sei nicht anti-religiös gemeint, sondern anti-manipulativ, da er nicht den Katholizismus als Thema hätte, sondern dessen (und anderen religös motivierten) Missbrauch“

Dann ist er aber äußerst inkonsequent, denn die Wicca-Tante manipuliert ja auch nur ihre Mitmenschen und geht ziemlich skrupellos bei der Beseitigung von Leuten, die ihr gefährlich werden könnten, zu Werke.
Ich fand den Film recht erträglich, wenn auch viel zu langsam. Die Wackelkamera war mal wieder nervig und das Ende fand ich etwas lächerlich. Glatter Durchschnitt

Marko

@ heino: Was ist daran inkosequent? SPOILER: Die „Wicca-Tante“ manipuliert doch genauso. Auf ihre Weise missbraucht sie den Glauben also auch.

heino
heino

@Marko:ich hätte wohl vorher schon Spoiler-Tags setzen sollen, aber aus Rücksicht auf die Leute, die den Film eventuell noch sehen wollen, bin ich jetzt mal etwas vorsichtiger. Die Wicca-Priesterin (oder wahlweise Tante *grins*) ist ja auch nicht, was sie zu sein vorgibt und durch ihr Vorgehen ist sie in meinen Augen in keiner Weise besser als die Vertreter der Kirche. Es kommt mir doch sehr inkonsequent – um nicht verlogen zu sagen – vor, dass sie als der positive Pol dargestellt wird, obwohl sie in moralischer Hinsicht genauso schlimm ist.

Marko

@ heino: SPOILER ( 😉 ) : Gerade WEIL auch die Wicca-Tante genauso verwerflich handelt wie die Christen, behandelt der Film nicht primär Religionskritik, sondern kritisiert die Möglichkeiten der Manipulation durch Glauben (denn sie manipuliert ihre „gottlosen“ Anhänger ebenso wie die Kirche ihre Gläubigen). Hast Du sie wirklich als positiven Pol empfunden? Das hat in meinen Augen allenfalls zu Anfang gestimmt.

Marko

@ Wortvogel: Das stimmt, aber geht es nicht darum, daß – SPOILER – die Hexe, überlegen oder nicht, ebenfalls manipuliert? Richtig toll ist das, was im Film daraus resultiert, ja nun auch nicht (alleine schon die Bestrafung der „geläuterten“ Christen, die Gott abschwören …). „Besser“ als Gott hin oder her, aber ich sehe nach wie vor nicht die Inkonsequenz, die heino ankreidet.

Marko

Vielleicht reden wir aneinander vorbei (oder ich raff‘ den Zusammenhang nicht), denn ich stimme Dir eigentlich wieder zu, habe aber immer noch nicht verstanden, wieso heino dem Film Inkonsequenz vorwirft (siehe oben). Warum und weshalb wer manipuliert, ist dabei doch gar nicht relevant?

heino
heino

„Und die Hexe manipuliert nicht, weil sie nach Macht strebt, sondern weil die Dörfler ohne den mystischen Quatsch nicht mitziehen würden.“ Wenn ich dich richtig verstehe, verteidigst du hier das „Der Zweck heiligt die Mittel“-Prinzip und genau das geht mir bei dem Film kräftig gegen den Strich. Wenn er wirklich religions- oder manipulationskritisch sein soll, dann wäre es ja wohl sinnvoller, die Menschen zu überzeugen, anstatt sie nur anhand ihrer Bedürfnisse zu steuern, was ja nun nichts anderes als Manipulation darstellt.

@Marko:mag sein, dass du die Frau nicht als positiven Pol gesehen hast. Da aber am Ende der ehemalige Kirchenvertreter reihenweise unschuldige Frauen auf der Suche nach ihr killt, obwohl vorher klar gemacht wird, dass die Geschehnisse seine eigene Schuld seien (was ich für Unsinn halte, denn er konnte ja gar nicht wissen, dass sie ihn angelogen hat), denke ich mal, dass Smith sie als die positive Alternative gesehen haben will. Und das geht mir gegen den Strich, weil es mMn dem aufklärerischen Ansatz des Films im Wege steht, wenn man die Menschen zu ihrem Glück durch Manipulation und Dummhaltung zwingt.

heino
heino

Das widerspricht aber trotzdem deiner Einstellung gegenüber Aufklärung und ich halte eben nichts von der „Zweck heiligt..“-Einstellung. Und zwischen den ungebildeten Leuten des MIttelalters und den Leuten, die auch heute lieber auf selbsternannte Anführer als auf ihren eigenen Verstand hören, sehe ich keinen allzu grossen Unterschied, daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass Manipulation niemals besser als Aufklärung sein kann.

HomiSite

So, zum regulären Kinostart noch kurz meiner Meinung:

Ich hatte am Ende dann doch irgendwie mehr Phantastik oder Twist erwartet (auch hatte ich Wortvogels Video bissl dahingehend verstanden). Das moralische Dilemma hat mich auch nicht übermäßig beschäftigt, obschon natürlich das Schicksal des „Helden“ gelungen war.

Im Film selbst wird ja behauptet (von dem „Papa-Sölnder“ aus dem Off), dass der Hauptgrund für die Pestlosigkeit einfach in der Abgeschiedenheit des Dorfes lag. Kann man natürlich überlegen, wieviel die Hexe wirklich dazu beigetragen hat. Sie wird im Film sicher positiv gezeichnet, auch wenn sie durch ihre Rolle ein gutes Leben im Dorf hat.

Wurde das ganze Abschwören-Gedöns nur für die Dorfbewohner durchgezogen? Und warum musste der Abschwörende trotzdem dran glauben (weil sie wussten, dass es nur Lippenbekenntnis sein würde?).

PS: Mein Kumpel hat sich über angeblich „Hollywood’sche“ Mittelalterdarstellung gestört (dreckig, traurig, plakativ). Was sind denn gute/“realistische“ Mittelalterfilme?

PS: Die Wackelkamera ging gar nicht, zumal das Bild teils ziemlich grobkörnig war.

heino
heino

@WV:ich habe dich so verstanden und deine „der Zweck heiligt die MIttel“-Äusserung hast du beim ersten Mal auch nicht besonders aufgeschlüsselt. Vielleicht habe ich dich da falsch interpretiert, aber da der Film – wie ja auch HomiSite im letzten Beitrag darlegte – doch so manche nötige Erklärung einfach übergeht, finde ich meine Kritik durchaus berechtigt. Das hätte mit ein paar simplen Nebensätzen in den Dialogne besser gelöst werden können.
Was deine Meinung zu den ungebildeten Massen angeht, gebe ich dir insofern recht, als das auf die Länder der sogenannten 1. Welt (und vielleicht auch der 2.) zutrifft, aber es gibt mit Sicherhiet auch sehr viele Länder, in denen den einfachen Bürgern nicht dieselben Informationsmöglichkeiten wie usn zur Verfügung stehen. Da das aber hier zu weit führt und der Film sich ja auch explizit auf Europa bezieht, sollten wir das Thema wohl hier beenden.

trackback

[…] ♦ Black Death ♦ Centurion ♥ Chatroom ♥ Clash ♥ Corridor ♦ Devil’s Playground ♥ Enter the Void […]