Es hat lange genug gedauert, aber nun kann und will ich erzählen, was ich nach meiner dramatischen Ankündigung im Januar gemacht habe. Ich hatte euch exorbitante Beiträge versprochen – hier ist einer, bitteschön. Allein die Anzahl an Bildern und Links dürfte für diesen Blog alle Rekorde brechen.

18 Tage hatte ich Zeit, und die wollte ich nutzen. Nicht wieder London (da war ich Silvester – auch das steht noch zu erzählen), nicht wieder LA, nicht wieder Ibiza, nicht wieder Südafrika. Mal was ganz Neues: Der Süden der USA. Den kannte ich (bis auf einen früheren Zwischenstopp in Austin bei meinem Kumpel Glen von Ain’t It Cool News) noch gar nicht. Florida hatte ich mal durchfahren, aber das sind für mich sind das nicht die Südstaaten, wie ich sie verstehe.

Da ich in erkennbar schlechten psychischen wie physischen Zustand war, wollte ich mich nicht mit einem kulturellen Overkill überfordern. Zwar war geplant, mit einem Wagen munter drauf los zu fahren, aber es musste ja nicht sofort sein. Akklimatisierung ist das Stichwort. Erstmal dran gewöhnen, vom verschneiten Deutschland ins schwül-heiße New Orleans zu kommen. Runterkommen. Gegend checken. Chillaxen. Also buchten wir uns für eine Woche in ein Hotel nahe der berühmten Bourbon Street ein – immerhin mal besungen von Sting himself.

Zur Kontrolle – in ungefähr diesem Zustand kam ich Mitte Januar in New Orleans an:

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Ein weiterer Grund, warum wir in New Orleans länger Station machen wollten, war dieser: Wir hatten null Zeit gehabt, uns auf den Trip vorzubereiten. Das steht meistens unter keinem guten Stern. Zumindest einen anständigen Reiseführer hätten wir mitnehmen sollen. Wir hatten es nicht getan, vertrauten einerseits auf unsere Fähigkeit, Land und Leute autark zu entdecken und andererseits auf unsere Lässigkeit, nicht jeden touristisch neuralgischen Punkt abfahren zu müssen. Es würde sich schon ergeben…

Der Flug war anstrengend, zumal ein Zwischenstopp in Philadelphia anstand. Holzklasse ist bei meiner Masse einfach kein Spass mehr. Darum waren wir auch froh, dass der Taxi-Transfer vom Flughafen zum Hotel freundlich und pauschal geregelt ist (33 Dollar) und das Hotel ein gutes Zimmer, ein sauberes Bad und eine tolle Aussicht bot (10. Stock). Überhaupt hatten wir Glück: Zu diesem Zeitpunkt stand der Euro solide über 1,40 Dollar und alles war vergleichsweise preiswert. Das Wetter war auch wie bestellt: Für diesen Landstrich war es extrem kalt (8 Grad plus), und es steigerte sich mit unserer Laune in den nächsten Tagen auf teilweise 20 Grad.

New Orleans, zumindest das French Quarter, ist ein exzellenter Ausgangspunkt für so eine Reise, wie sich bald herausstellte. Vieles kann man sich erlaufen (Hafen, Aquarium, Bourbon Street, Friedhöfe, Museen, Harrah’s Casino) und die antike Straßenbahn ruckelt einen für pauschal 1,50 Dollar durch eine ganze Reihe interessanter Viertel. Architektonisch ist die Stadt hier wunderschön, man sieht haufenweise phantastische Holz-Villen.

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Der Entertainment-Faktor ist natürlich sehr hoch: Die Bourbon Street, bei Tag eher langweilig und nur durch Cafés und Galerien am Leben erhalten, verwandelt sich bei Nacht in eine Mischung aus Ballermann und St. Pauli Kiez. Stripclubs lassen ihre Girls im Schaufenster tanzen, ungesund bunte Cockails sprudeln aus waschmaschinen-großen Mixern in Styropor-Becher und an allen Ecken spielen Musiker für ein paar Cent, die bei uns vermutlich „Deutschland sucht den Superstar / Blues-Edition“ gewinnen könnten. Im Nachtklub des Harrah-Casinos gibt es auch phantastische Gesangs-Live-Acts, und überall kann man reichlich und lecker essen gehen.

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Überhaupt Essen: Daran ist in New Orleans kein Mangel. Von Fastfood bis Edelküche: alles geht. Frühstück nahmen wir oft bei „Dixie Gyro“, einem authentisch miefigen „joint“. Zu unserer Überraschung ist aber auch das Frühstück bei IHOP sehr empfehlenswert: knusprige Hash Browns, exzellente Pancakes, und perfekt zubereitetes Rührrei. Dazu Diner-Atmosphäre, zumindest auf der Canal Street.

Übrigens muss ich in dem Zusammenhang Leser Lutz danken, der mir die Burgerkette „Fuddruckers“ empfohlen hat – eine Filiale fand ich im Harrahs, und ich muss gestehen: Das ist verdammt nah am besten Burger, den ich je gegessen habe! So wie ich im „Schimmel’s“ in Jackson übrigens die besten Pommes meines Lebens bekommen habe (aus Süßkartoffeln, spicy gewürzt).

Nachdem wir endlich einen „Borders“-Buchladen gefunden hatten (Lesen scheint auf der Liste der Freizeitaktivitäten in New Orleans nicht weit oben zu stehen – Kino übrigens auch nicht), konnten wir uns anhand von Reiseführern ein klein wenig orientieren. So kamen wir dazu, im plüschigen Columns Hotel einen Drink zu nehmen, in dem seinerzeit der Film „Pretty Baby“ mit Brooke Shields gedreht wurde. Wenn man die arschlöchrige Yuppie-Jugend von N’awlins besichtigen will, ist man dort am richtigen Ort. Wir besuchten auch den Audubon Park und den dazu gehörigen Zoo. Ein eher unscheinbar aussehendes Restaurant namens „Melting Pot“ entpuppte sich als hochklassige (und hochpreisige) Fondue-Gaststätte, in der ich unter anderem Erdbeeren in heiße weiße Schokolade tunkte. Faustregel für Auslandsbesuche übrigens: Es wird teuer, wenn auf der Speisekarte auch die deutschen Weine richtig geschrieben sind (also „Spätlese“ den Umlaut nicht verliert).

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Es ist trotz allem auffällig, dass New Orleans keine reiche Stadt ist. Es gibt viele Bettler und man braucht in einem Villenviertel nur einmal über die falsche Kreuzung zu gehen, um in einem deprimierenden Ghetto zu landen. Ich bekam hier die erste Ahnung dessen, was sich noch bestätigen sollte: Die Südstaaten sind nicht bloß vergleichsweise arm – sie sind es seit Generationen und jede Hoffnung auf dauerhafte Besserung wurde vermutlich in den 60ern aufgegeben. Hier leben Familien seit 50 Jahren durchweg von der Wohlfahrt und Arbeit braucht man nicht zu suchen, weil es sowieso keine gibt. Die Kluft zwischen Armen und Reichen ist eine Kluft zwischen schwarz und weiß, immer noch, und es ist eine auffällige Kluft zwischen ungebildet und gebildet, fett und schlank.

Aber ich war nicht hier, um die sozialen Missstände Amerikas zu erforschen. Weil wir sowieso viel Zeit hatten, genossen wir New Orleans in allen Zügen: Abende in Bars, Shopping-Trips (der Dollar-Kurs, ich erwähnte es ja schon) und lange Spaziergänge. Es trat ein, was ich erhofft hatte: Ich kam an und runter. Eine Woche lang. Und dann hatten wir tatsächlich den Drang, mehr von den Südstaaten zu sehen.

Wir mieteten einen Mittelklasse-Wagen zum lachhaften Preis von 38 Dollar pro Tag und es ging ab „on the road“. Zehn Tage waren dafür eingeplant. Kein festes Ziel, nur eine vage Erinnerung an „Fackeln im Sturm“ und „Tom Sawyer“. Erster Stopp deshalb: Natchez.

Kleiner Einschub: Seit meiner letzten großen USA-Tour hat sich einiges verändert. Auch (und besonders) die preiswerten Highway-Motels haben ihren Standard extrem gesteigert: Die Zimmer sind sauberer, das Personal meist gut ausgebildet, und es lohnt sich oft, zum Frühstück zu bleiben, statt nebenan bei McDonalds zu essen. Besonders wichtig: Praktisch überall ist WLAN kostenlos. Das bedeutet: Man kann die nächste Etappe problemlos erst am Vorabend planen und etwaige Motels per Email nach Vakanzen anfragen. Auf diese Weise bleibt man flexibel, ohne die Sorge haben zu müssen, nicht mehr unterzukommen.

Kleiner Einschub, Teil 2: Erst am letzten Wochenende ist mir wieder aufgefallen, dass gerade teure Hotels sich frecherweise erlauben, für WLAN exorbitante Gebühren zu verlangen, als befände man sich in einem Internet-Café anno 1997: In Memphis schlug das Hilton 10 Dollar pro Tag dafür auf die Rechnung, und in Baden Baden will der „Badische Hof“ wucherische 5 Euro für 30 Minuten! Starbucks, Hugendubel und Motel One sind da erfreulicherweise anders.

Zurück zum Thema: Ich fläze gerne in guten Motels – hier der Beweis:

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Die Fahrt nach Natchez war sehr entspannend. Endlose Highways, schöne Gegend, überall kleine Kirchen – und alle 100 Meter ein totes Tier am Straßenrand. Ungelogen. Was in den USA als „roadkill“ endet, würde hier ganze Naturschutzgebiete füllen. Ich war versucht, alles zu fotografieren, um daraus eine eigene Blog-Galerie zu machen, aber um meiner Freundin willen habe ich davon schließlich abgesehen. Ersatzweise ein schöner Sonnenuntergang von dieser Fahrt:

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Es gab nur einen Zwischenstopp: Über ein gigantisches Grundstück samt Fluss und Brücke im Stephen King-Stil fuhren wir durch ein verwunschenes Wäldchen, dessen Bäume vor „spanish moss“ nur so strotzten.

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In Natchez quartierten wir uns nicht in einem Motel ein, sondern in einem B & B, bei einer bekannten Kochbuch-Autorin und ihrem Mann, denen die „Twin Oaks“-Plantage gehört. Das Ehepaar ist durch ein paar Restaurants, die sie u.a. in San Francisco besitzen, mit so ziemlich allen Hollywood-Stars bekannt und es hängt eine beeindruckende Menge signierter Porträts in den Fluren. Tim Curry ist der Patenonkel eines ihrer Kinder. Wir wurden freundlich aufgenommen, der Abend fand im prächtigen Ambiente und bei gutem Wein statt.

Siehe da, am nächsten Morgen sah ich schon gleich viel besser aus und die Erholung schlug sich auch in meinem Gesichtsausdruck nieder:

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Direkt gegenüber der Twin Oaks-Plantage befindet sich Dunleith Castle, ein spektakuläres Herrenhaus, bei dem das Frühstück in unserem Übernachtungspreis inbegriffen war. Wir gönnten uns auch noch eine Führung durch das Haupthaus und ließen uns von eine bezaubernden alten Dame viele Anekdoten aus dem Bürgerkrieg erzählen.

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Natchez ist auch die Heimat eines unglaublich großen und sehr morbide wirkenden Friedhofs, den man mit dem Auto in Schrittgeschwindigkeit befahren kann. Was schnell auffällt: Die Menschen werden hier noch nach Herkunft und Religion begraben. Es gibt einen deutlich erkennbaren deutschen Bereich (Schneider, Bauhofer, Krüger, Fallersleben), ein jüdisches Gelände (Goldberg, Friedmann, Simon), etc..

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Das freundliche Ehepaar von Twin Oaks schrieb gleich ein ganzes Dutzend Orte auf, die auf der weiteren Reise für uns von Interesse sein sollten. Darunter war ein Motel mit dem schrägen Namen „Shack up Inn“ („Try this for just one night – it’s hilarious!“).

Man KANN natürlich den Highway nehmen, wenn man weiter gen Norden fährt. Ich empfehle aber den atemberaubenden Natchez Trace Parkway. Perfekt asphaltiert führt diese Straße durch ein Naturschutzgebiet, bei dem man gerne mal den Mund vor Staunen nicht zu bekommt. Wenn es um Erholung geht und nicht nur darum, „Kilometer zu kloppen“, ist man es sich schuldig, den NTP zu nehmen. Ihr werdet es mir danken.

Nächster Stopp: Jackson. Eine mittelgroße Stadt, die auf Anhieb unsympathisch war:

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Wir verbrachten die Nacht in einem zu teuren Hotel, fanden am Morgen zu spät einen guten Coffeeshop und waren teilweise entgeistert, wie schnell es städtebaulich außerhalb des angeberischen „Downtown“ bergab ging:

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Aber ich gebe zu, ich fand auch ein paar noch authentische Stücke „americana“, die es sich zu fotografieren lohnte:

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Was ebenfalls bemerkenswert war: Die Amerikaner sind einfach ein extrem freundliches Volk. Ob Natalie von der Rezeption, die gerade mal wie 15 aussah oder der zirka 50jährige Verkäufer beim Supermarkt CVS – alles waren begeistert, Deutsche zu treffen, alle fragten höflich nach, alle hatten ein paar kleine Anekdoten zu erzählen. Southern Hospitality nennt man das. Es mag alles nur Oberfläche sein, aber es ist angenehme Oberfläche.

Es war angedacht, zumindest den Tag noch in Jackson zu verbringen, aber irgendwann kam ein Schild „Vicksburg“ in Sicht, und ich lenkte den Wagen auf Zuruf kurzentschlossen auf den Highway. Vicksburg ist ebenfalls eine Legende des Bürgerkriegs. Doch statt amerikanischer Geschichte lernten wir hier erstmal wieder die Freuden der Konsumkultur kennen…

Cracker Barrel“ ist der Hammer! Eine Restaurant-Kette, die pseudo-authentisches Country-Zeug in einem eigenen Laden anbietet und sich bewusst präsentiert, als wären die Zeiten der Waltons und der Cartwrights noch nicht vorbei. Hier wird exzellenter Meatloaf serviert, es gibt Himbeer-Limonade, und beim Rausgehen kann man einen Schaukelstuhl kaufen. Wann immer wir künftig nicht entscheiden konnten, was wir abends essen wollten – es wurde doch wieder „Cracker Barrel“.

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Viele „Cracker Barrel“ finden sich in Highway-nahen Malls, in diesem Fall sogar in einer „Outlet Mall“. Und tatsächlich: Hier kann man in Marken-Shops wirklich preiswert kaufen, und ich habe praktisch meine gesamte Garderobe erneuert: Vier paar Schuhe, mehrere Hosen, mindestens acht T-Shirts, eine Schlafhose, zwei Hemden, eine Sonnenbrille, Socken, Unterwäsche, Uhr, Gürtel. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich auf dem Rückflug 12 Kilo Übergewicht im Koffer haben würde (obwohl die Tatsache, dass wir zu zweit auf dem Koffer rumspringen mussten, um ihn zu schließen, ein dezenter Hinweis hätte sein können). Marken: Hanes, Hilfiger, Van Heusen, Clarks, Fossil. Läden: Banana Republic, Old Navy, Dress Barn, Leggs, Gap,Van Heusen, Macy’s.

Es sind manchmal die Kleinigkeiten, die einen freuen: Es hat sich in Amerika auf breiter Front durchgesetzt, dass Unterhosen, T-Shirts und Hemden keine Etiketten mehr haben. Die Produktinfos werden stattdessen waschfest in den Kragen oder den Bund gedruckt. Das nennt sich „tag free„. Sehr angenehm!

Vicksburg entpuppte sich als süß verschlafenes Städtchen mit ein bezaubernden Attraktion: Es gibt hier ein Coca Cola-Museum! Klar kommt die koffeinierte Zuckerplörre eigentlich aus Atlanta, aber in Vicksburg wurde sie erstmals in Flaschen abgefüllt (davor gab es sie nur direkt aus der „Soda Fountain“). Obwohl das Museum nur sehr klein ist, kann ich die unglaubliche Sammlung von alten Werbeschildern, Geräten und Gimmicks nur empfehlen.

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In Vicksburg gibt es auch Casinos und aus meiner Erfahrung mit Las Vegas schloss ich, dass man dort recht preiswert übernachten könnte. Richtig: Eine üppige Suite im „Diamond Jacks“ mit Balkon direkt zum Mississippi kostete gerade mal 50 Dollar. Das Casino war dann zwar eher eine Enttäuschung, aber wir waren ja auch nicht zum Zocken da. Dafür gab es Entertainment direkt aus der Natur: In der Nacht zog ein unglaublicher Sturm auf und ein Regenguss geradezu biblischen Ausmaßes (verbunden mit dichtem Nebel) sorgte für wohlig-gruselige Stimmung.

Und wieder ging es auf die Straße. Diesmal führte uns der Highway zum Geburtsort des Blues nach Clarksdale. Hier findet sich auch die berühmte „Crossroads“-Kreuzung, bekannt aus Film, Funk und Fernsehen (und ein paar Büchern):

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Ehrlich gesagt ist es kein Wunder, dass in Clarksdale der Blues erfunden wurde – es ist deprimierend. Die Kleinstadt ist total heruntergekommen, alles verfällt und Arbeit gibt es augenscheinlich keine. Selbst das örtliche Kino macht sich nicht mehr die Mühe, die Filmtitel noch richtig zu schreiben:

USA-112Einziges (gewolltes) Licht in der Dunkelheit ist die „Ground Zero Blues Bar“, ein erstaunlich authentisches Establishment, das dem Schauspieler Morgan Freeman gehört:

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Hier bekamen wir nicht nur gutes Bier und gute Burger, sondern auch ein Konzert des grandiosen „Big Dave“ Dunavent zu sehen – der in der Pause die Runde machte und sich mit allen Gästen freundlich unterhielt.

Das hier ist zwar nicht Big Dave, aber auch gut, und im Ground Zero:

Interessant: Die Konzerte werden auch ins Netz gestreamt und als wir in der Nacht in unsere Hütte kamen, konnte ich mir auf dem Notebook noch den Rest von Big Daves Performance ansehen.

Richtig: Ich sagte „Hütte“. In Clarksdale wohnten wir nämlich im schon erwähnten „Shack up Inn“, einer Ansammlung alter Neger-Hütten, die zu Unterkünften für Besucher ausgebaut worden sind. Wenn man echtes Südstaaten-Feeling haben will, wird man es kaum besser finden, ohne sich in Lebensgefahr zu begeben:

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Man hat hier durchaus Humor und die Webseite vermeldet zum Thema Weckruf: „Wake up call — yea right, automatic one minute after check out time, it consist of a foot on your door at 11:01 AM”

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Die Hütte, die ich gemietet hatte, war extrem cool:

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Der Fernseher kennt nur einen Sender – eine Radiostation, die Blues spielt. Dafür gibt es tatsächlich WLAN.

Genau SO hatte ich die ganze Zeit entspannen wollen:

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Clarksdale war also eher eine deprimierende Angelegenheit, aber der Besuch im „Ground Zero“ und die Übernachtung im „Shack up Inn“ machten einiges wieder wett. Mit dem angemessenen Anflug des Blues ging es weiter nach Memphis, Tennessee.

Memphis ist eine Großstadt, alles hat irgendwie mit Elvis zu tun und es gibt genug Geld, dass man die Armut der den Stadtkern umgebenden Viertel nicht sofort bemerkt. Ganz hübsch, auch nach europäischem Maßstab. Auf Empfehlung der Twin Oaks-Besitzer suchten wir die Beale Street auf, sozusagen die Bourbon Street von Memphis:

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Hier gibt es Blues Bars, Diner, Shops – aber alles extrem glatt gebürstet für die Touristen. Es ist die Ballermann-Version der Südstaatenkultur, aber nichtsdestotrotz (oder vielleicht gerade deswegen) sehr unterhaltsam. Die Kneipe von B.B. King war uns zu voll, aber im „Dyer’s“ gabs ein großartiges Chili Dog und leckere Pommes – bemerkenswert deshalb, weil die angeblich in 100 Jahre altem Fett frittiert werden. Cool.

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Ich war auch das erste Mal im Leben in einer „Coyote Ugly“-Bar und wir hatten unseren Spass. Das Bier ist gar nicht teuer, die Barladys sind sexy (ich hatte ja drüber geschrieben) und generell ist die Stimmung einfach sensationell. Erschießt mich, aber ich stehe halt auf diese verkitschte US-Kultur. Muss ich nicht das ganze Jahr haben, ist für die Durchreise aber töffte.

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Endlich weiß ich auch, was die Zeile „I was walking ten feet off of Beale“ im Song „Walking in Memphis“ von Marc Cohn bedeutet!

Gefrühstückt wurde am nächsten Morgen im „Arcade“, einem Diner, dass nicht retro ist, sondern tatsächlich schon immer so aussah. Es existiert seit 1919 und diverse Filme wurden hier gedreht. Exzellentes French Toast!

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In Memphis nutzte ich die guten Einkaufsmöglichkeiten, um endlich mal wieder eine neue Uhr an den Arm zu bekommen (siehe das Bild beim „Dyer’s“). Keine Sorge, ich bin ja nicht Krösus: Es ist eine Edelstahl-Fossil für gerade mal 85 Dollar. Ich liebe sie.

In Memphis haben wir außerdem „Avatar“ gesehen.

Es reichte leider nicht mehr zu einem Ausflug ins völlig überteuerte „Graceland“ und irgendwie konnten wir damit auch ganz gut leben. Es wurde sowieso langsam Zeit, wieder gen Süden zu fahren, um irgendwann in New Orleans den Flieger heim zu erwischen.

Diesmal blieb der Natchez Trace Parkway links liegen, der Highway brachte uns rumpelnd am Mississippi entlang. Die Museen und Führungen der Amerika-Zentralen von Levi’s und Nissan interessierten uns nicht ausreichend. Station machten wir schließlich im exzellenten Hampton Inn, direkt vor Canton. Dort schrieb ich auch die Kritik zu „Avatar“, die in den nächsten Tagen für einige Diskussionen sorgte.

Canton ist ein verschlafenes Nest, das außer einem hübsch restaurierten mini Stadtkern nur wenig zu bieten hat:

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Fährt man ein wenig durch die Seitenstraßen, kommt man schnell wieder in die ärmeren Siedlungen und das hässliche Gesicht des amerikanischen Hinterlands zeigt sich:

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Im Hampton Inn gab es ein exzellentes Frühstücks-Buffet, was ich allerdings schnell bereute, denn die Tankstelle, die ich kurz darauf anfuhr, lag gleich neben einem sensationellen American Diner namens „Bumper’s“:

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Dazu muss man wissen: In den Südstaaten sind ganz andere Fastfood-Ketten populär als z.B. in Kalifornien. McDonalds und Burgerking findet man hier vergleichsweise selten, dafür gibt es allerorten „Checkers“ und vor allem „Sonic“:

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Wie „Bumper’s“ ist auch „Sonic“ eine Kette, bei der man mit seinem Auto direkt auf einen Parkplatz mit Sprechanlage fährt. Die Bedienung bringt einem dann den gewünschten Mampf direkt ans runtergekurbelte Fenster. Großartig. Und die Auswahl an Speisen und Getränken ist der Traum jedes Cholesterin-Junkies:

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Weiter, immer weiter! Gen Süden, gen Louisiana. Man muss ja auch mal was von den Sümpfen gesehen haben! Wenigstens war noch nicht Saison und die ansonsten extrem plagenden Mücken noch nicht geschlüpft. Mehrere Anwohner versicherten uns glaubhaft, dass der Hochsommer hier keine Freude ist, und mi den Insekten auch unangenehme Krankheiten vorbei schauen…

Man sollte sich nichts vormachen: Über weite Strecken ist es eher öde, auf dem Highway durch Sumpfland zu rumpeln. Es gibt ja nicht wirklich viel zu sehen. Aber irgendwann holt einen die Ödnis ein, frisst sich in den Kopf und man wird ganz zen. Die weite Leere sorgt für eine ganz eigentümliche Sorte von Entspannung.

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Wir übernachteten beim Lake Charles, wo ich im Motel schnell noch eine Handvoll Artworks aus den Beständen des B Movie-Produzenten Charles Band ersteigerte. Oh Wunder des Internets, wollt ihr denn kein Ende nehmen?

Neben dem Roadkill fiel mir in diesen Tagen eine weitere amerikanische Eigenheit auf, die vermutlich dem großen Platzangebot geschuldet ist: Autos und andere Gerätschaften werden nicht entsorgt, wenn sie kaputt sind, sondern einfach stehen gelassen. Da rosten sie dann 20, 30 Jahre vor sich hin. Einmal kamen wir an einem ausgetrockneten Sumpfgelände vorbei, wo man eines dieser Sumpfboote (siehe „CSI: Miami“-Vorspann) dem Schicksal überlassen hatte:

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Bis dahin hatten wir Glück gehabt, waren eigentlich immer an den Orten gelandet, die aus irgendeinem Grund sehenswert waren. Doch hier in Louisiana wurde es deutlich schwerer. Viele schöne Plantagen-Herbergen hatten noch nicht offen, die Straßenkarten waren frustrierend vage und vor allem Lafayette war nicht ansatzweise so hübsch, wie der Reiseführer versprochen hatte. Vielleicht lag es daran, dass ich partout die gepriesene Innenstadt nicht finden konnte.

Was ich fand, war das hier:

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Das ist keine ungewöhnlich gepflegte Kleinstadt – es ist die größte Outdoor-Mall, die ich je gesehen habe. Ein gruselig perfektes kleines Stepford-Viertel, dessen Existenzberechtigung ich zwei Blocks weiter entdeckte:

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Das hier ist vermutlich das wahre Stepford – eine aus dem Boden gestampfte, perfekt bewachte Villensiedlung, die Angst macht in ihrem verzweifelten Versuch, durch oberflächlich verschiedene Baustile so was wie Individualität zu simulieren. Es ist ein Mahnmal für die Aufgabe des gesellschaftlichen Denkens. Der Versuch, die gesamte Community auf einem lebenswerten Stand zu halten, wurde begraben, stattdessen schotten sich die reichen Weißen in kontrollierten Vierteln ab, während um sie herum alles zum Teufel geht. Ganz schlimm.

Schöner wurde es da wieder, als die Fahrt ans Meer ging. Man sieht zwar in der Ferne überall die Ölbohrinseln (aktuell ja auch verstärkt in den Nachrichten), aber zumindest im Januar 2010 gab es hier noch fast so was wie friesische Gelassenheit – und jede Menge Häuser auf Stelzen:

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Der Strand schenkte mir das vielleicht künstlerischste Motiv dieses Urlaubs:

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In dieser Gegend gibt es auch von der Regierung mit viel Geld sanierte (und vermutlich bald ruinierte) Naturschutzgebiete wie das hier:

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Da kann man auf einem asphaltierten Weg gemütlich eine Stunde durch das Sumpfland spazieren und manchmal sogar einen Alligator fotografieren:

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Zugegeben – der hier war vielleicht aus Beton, um Touristen zu foppen. Er hat nicht einmal geblinzelt.

Wenn man A sagt, muss man auch B sagen und so wurde kurzfristig noch ein Schlenker nach Texas eingeschoben. Ehrlich gesagt: Wir wollten bloß erzählen können, dass wir heuer auch in Texas waren. Aber im Gegensatz zu meinem Besuch bei Glen in Austin war es diesmal eher deprimierend, denn die südöstliche Spitze des großen Bundesstaates sieht überwiegend so aus:

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Öl, Öl, und nochmal Öl. Und dazwischen kleine Siedlungen mit verarmten Familien, die ihren Tag auf der Veranda verbringen, mit billigem Bier und schmierigen Pizzas. Hoffnungs- und trostlos. Teilweise gibt es in diesen Ortschaften nicht mal mehr McDonalds oder Starbucks – und das will was heißen. An einer Tankstelle traute ich mich gar nicht zu halten, weil die dort lungernden Jugendlichen sich offensichtlich als „original gangstas“ gerierten. Wir besichtigten nur noch kurz einen erschreckend gigantischen Walmart, dann machten wir uns aus dem Staub (was angesichts der Tatsache, dass es sich um Texas handelt, eine angebrachte Formulierung sein dürfte).

Erfreulicherweise gibt es um Lake Charles wieder ein paar Casinos, sogar deutlich luxuriöser als die bei Vicksburg. Wir buchten uns im „L’Auberge du Lac“ ein, für einen ebenfalls geradezu lachhaften Tarif. Das Casino selbst war so groß und prächtig, dass wir den Rest des Abends damit verbrachten, es in alle Nischen hinein zu erkunden. Dazu gab es in einem der sechs Restaurants ein bemerkenswertes „All you can eat“-Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten, die auf durchaus gehobenem Niveau frisch zubereitet wurden.

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So langsam ging die Reise in die Zielgerade und ein paar Stationen hatten wir gar nicht mehr geschafft. Egal. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Noch ein Casino („Isle of Capri“, nicht sehr überzeugend), Rückfahrt nach New Orleans, ein letzter Abend im French Quarter, Essen im „Pat O’Briens„. Schnell doch noch die Sonnenbrille bei Banana Republic gekauft, vor der ich in der ersten Woche so lang gestanden hatte.

Der Rückflug lief stressfrei, was aber nicht heißt, dass er nicht anstrengend war. Außerdem musste ich 100 Dollar angesichts des Übergepäcks zuzahlen. Zumindest konnte ich mein TV Geek-Wissen nutzen: Schräg vor uns im Flieger saß der Schauspieler David Morse (u.a. „Dr. House“). Er ist im wirklichen Leben deutlich größer, als ich dachte.

Ich weiß es übrigens zu schätzen, dass die Interkontinentalflüge bei einigen Airlines mittlerweile DEUTLICH angenehmer gestaltet sind, als das noch vor fünf Jahren der Fall war. Jeder Sitz hat einen eigenen Touchscreen-Bildschirm, auf dem man sich Dutzende von TV-Episoden und Filmen ansehen kann. Dazu: Jede Menge Musik, die sich sogar zu einer eigenen Playlist zusammen stellen lässt. Mit „Curb your Enthusiasm“, „“The New Adventures of Old Christine“ und „How I met your Mother“ geht die Zeit rum wie im Flug (fünf Euro in die Kalauerkasse, schon klar). Dass ausgerechnet die kleinen Spiele auf dem System extra Geld kosten, fanden wir albern. Gerade eine Runde „Bejeweled 2“ entspannt doch ungemein.

Sodele, damit war der Urlaub auch schon rum. Ich würde nicht sagen, dass ich granatenmäßig erholt war. Unsere zehn Tage auf Ibiza kürzlich sind für so was eher geeignet. Aber mein Kopf wurde wieder klar, der Stress fiel von mir ab und eine krasse Internet/TV-Abstinenz hat mir ausnehmend gut getan. Viel gesehen und gelernt habe ich dabei sowieso.

Summa summarum: Schee war’s.

Und jetzt seid ihr dran – Erinnerungen, Anekdoten, Kritik, Tipps?



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Julian

Puh, das les ich mir mal in Ruhe durch. Beim Überfliegen allein der Fotos merkt man allerdings schon: Es muss gigantisch gewesen sein!

heino
heino

Kann leider nicht mit Anekdoten oder Tipps dienen, da mein Sommerurlaub für gewöhnlich seit 16 Jahren für`s Fantasy-Filmfest drauf geht. Aber ein interessanter Bericht, der Lust darauf macht, das mal zu ändern:-)

hirngabel

Sehr schöner Beitrag!

Freut mich, dass New Orleans doch zumindest im Innenstadtbereich wieder so gut aussieht. Muss ich auch mal wieder hin, irgendwann.

Das mit den Schrottautos ist vor allem abseits der Touristenrouten wirklich immer wieder faszinierend. Da steht dann halt irgendwann mal ein Ford Etzel am Straßenrand rum oder ähnliche Liebhaberstücke.

Das Shack Up Inn ist natürlich ein absoluter Knaller, muss ich mir merken. Wie auch der ganze Bericht echt viele gute Tipps beinhaltet. Danke dafür.

Achja, Süßkartoffel-Pommes rocken tierisch! Am besten sind die übrigens mit Chipotle Mayonaise. =)

Snyder
Snyder

Cool, David Morse!
Natürlich ist der gross, konnte schliesslich auch auf den 1.90 Hugh Lauri runtergucken

Sebastian

Ein großartiger Eintrag ist das.

Peroy
Peroy

„Und jetzt seid ihr dran – Erinnerungen, Anekdoten, Kritik, Tipps?“

Wie, Erinnerungen ? Du warst doch im Urlaub…

Burner
Burner

„Und jetzt seid ihr dran – Erinnerungen, Anekdoten, Kritik, Tipps?“

Fehlanzeige. Da habe ich nix anzubieten, was diesem Beitrag im entferntesten gerecht werden würde. Ausser vielleicht: Danke!

Melanie
Melanie

Wunderbarer Bericht, konnte die Südstaaten in vielen Dingen gut wieder erkennen, ich muss ein wenig später als ihr da gewesen sein, aber auch bei mir waren es u.a. Natchez, Memphis und New Orleans.
Und witzige Rezensionen der verschiedenen Fastfood Ketten! Ich habe sie probiert. Alle. Hatte Übergepäck und Übergewicht auf der Rückreise.
Schee war’s.

Marcus
Marcus

Was soll ich dazu sagen? Der ehrliche Neid von einem, der dieses Jahr jobsuchenbedingt gar nicht in den Urlaub kommt, ist dir sicher.

Irgendwann, wenn die persönliche Finanz- und Beschäftigungslage wieder etwas stabiler ist, will ich sowas auch mal machen. Ich war ja leider noch nie in Amiland.

Hoffentlich denke ich dann noch an den Artikel hier – eine Menge guter Tipps!

@heino: tscha, das FFF. Ich Depp habe erst gemerkt, dass das auch in Stuttgart stattfindet, als mein Studium rum war und ich weggezogen bin. Und da wo ich jetzt wohne, ist es leider zu weit weg, um das mal mitzunehmen. 🙁

Uli
Uli

„Zugegeben – der (Alligator) hier war vielleicht aus Beton, um Touristen zu foppen. Er hat nicht einmal geblinzelt.“
Das machen Alligatoren aber auch nicht, ich habe in den Everglades mehr als einen gesehen und man kann sie minutenlang ankucken bevor sie sich mal einen Millimeter bewegen.

hach
hach

toller bericht .danke! 🙂

heino
heino

@Marcus:das ist natürlich echt dumm gelaufen. Also gehörst du nicht zu der gleichen Sorte Irrer wie ich, die nur dafür Urlaub nehmen?:-))

heino
heino

Oh ja, von meiner Seite auch gedrückte Daumen. ich kenne den Spass selbst zur Genüge……

Soso, Grosses ist in Planung. Da sind wir ja mal gespannt:-)

Marcus
Marcus

@Wortvogel & heino: danke. So zähflüssig, wie das bisher läuft, kann ich mittlerweile jede moralische Unterstützung brauchen.

Und du, mein lieber heino, hast jetzt ganz schön was angerichtet: ich überlege mir nämlich, wenn es schon sonst nichts mit Urlaub wird – Köln ist ja nun auch wieder nicht sooo weit weg… wenigstens an ein oder zwei ausgewählten Tagen beim FFF vorbeischauen könnte man ja… 🙂

Frage an die FFF-Veteranen: Karten vorreservieren – ja, nein, vielleicht?

milan8888
milan8888

Sonic FTW

Was ich aber wirklich erstaunlich fand war das bei manchen der Wracks jemand hinterm Steuer saß und damit den Highway unsicher machte (Ladung die aus dem Kofferraum/vom Dach fiel, platzende Reifen).

Baumi

Am tollsten fand ich bei Sonic die grandiosen Getränke-Kombinationsmöglichkeiten. Cherry-Vanilla-Mountain Dew = herrlich. (Damals, in den frühen 90ern, hatte Sonic noch PepsiCo-Getränke im Angebot; irgendwann um 1995 rum wechselten sie zu Coca Cola-Produkten. Aber die riesige Sirup-Auswahl blieb zum Glück.)

heino
heino

@Marcus:ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage:-)

was die Karten angeht, so ist Vorreservierung nicht drin, wird grundsätzlich nicht gemacht. Aber zur Not könnte ich dir dann Karten mitbesorgen. Ende Juni wird ja das Programm bekannt gegeben, dann können wir gerne noch mal drüber reden:-)

Achim
Achim

Am bemerkenswertesten fand ich die Bilder von den christlichen Extremisten, die Homosexuelle Sodomisten nennen, was ja hier für Sex mit Tieren steht. Die sind die Keimzelle für ein amerikanisches Equivalent zu den Taliban, die werden dann Bombenanschläge machen in Städten mit schwulen Bürgermeistern oder Ländern mit schwulen Außenministern.
Und David Morse spielt bei Dr. House mit? Ich schaue doch kein RTL.

Marcus
Marcus

@heino: Danke für das Angebot – ich komme ggfs. drauf zurück.

Das heißt also, auf Gut Glück einfach auftauchen kann leicht schiefgehen? Und wenn die auf der FFF-Homepage „Vorverkauf“ schreiben, heißt das wirklich VVK im Sinne von „man muss physisch am Verkaufsschalter des Kölner Kinos aufkreuzen, um Karten zu kriegen“? Wie unzeitgemäß 🙁

heino
heino

@Marcus:ja, heisst es. Der einzige wirkliche VVK findet für Dauerkarten statt, aber die lohnen sich nur, wenn man wirklich alles anschaut

Comicfreak
Comicfreak

..och, menno!

Ich war echt noch nirgends.

🙁

Stephan
Stephan

@Torsten
Ich dachte Du schickst lieber Deine Blog-Leser zum Kartenholen 😉

heino
heino

@Wortvogel:das war hier in Köln nie so, da konnte man die immer nur im entsprechenden Kino erwerben. UNd ja, da sollte man möglichst früh dort sein, denn sonst sind viele Filme direkt ausverkauft.

JoDerBaer
JoDerBaer

Die Straßen in Louisiana sind übrigens so schlecht, weil die Bundesregierung keine Zuschüsse gibt, denn in diesem Bundesstaat ist das „drinking age“ 18 statt 21. Als Fleischesser sollte man das „Big Texan“ in Amarillo besucht haben, wer dort das 72 Unzen-Steak innerhalb einer Stunde essen kann bekommt es geschenkt und wird in der Hall of fame aufgeführt. Mein Name steht da nicht, denn ich hatte nach dem 20 Unzen-Steak schon Kaumuskelkater…

Tom
Tom

Mann, da kommen Erinnerungen hoch. Hab so eine ähnliche Tour 07 gemacht, bin aber über die Blue Ridge Mountains dann weiter uber DC nach NYC.
Schöner Bericht!

Burner
Burner

„Hier in München konnte man die Karten früher zum Stichtag am Cinema bekommt…“

Der war gut! 😉

3d-razor@gmx.net
3d-razor@gmx.net

Wow…der Dewi hats in law blog geschafft. Ob jetzt die monatlichen Hits um 200% ansteigen ? 😀

Dietmar
Dietmar

Ich bekenne mich zu blankem Neid …

Dietmar
Dietmar

Hi! Leider nein. Ich habe mich nur an einem Projekt verausgabt. Selbständigkeit kann ganz schön doof sein!

Ich habe ganz schön viel nachzuholen hier!

Doreen
Doreen

Schoener Beitrag! Sehr interessant und tolle Fotos!
Koenntest Du mich bitte per Mail anschreiben????

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[…] auch nicht viel scheißer aussehen werden als einige Teile von Louisiana, die ich 2010 durchfahren […]

Stefan

Sehr schöner Bericht, für mich nur anderthalb Jahre zu spät entdeckt.
Meine Wenigkeit war letztes Jahr in Alabama zum Flittern, inkl. Rundreise durch Georgia, Louisiana, Tennessee und Mississippi.
Unsere Eindrücke haben wir in unserem Blog festgehalten (unter Amerika-Tagebuch), wenn auch eher mit einer kindlichen Naivität geprägt.

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[…] rechte Gesäßtasche), Schlüssel (Hosentasche rechts), Smartphone (Innentasche Sakko links), Armbanduhr […]