Ich hatte es vor einigen Tagen angekündigt: Ein Artikel von mir, der aus Streitigkeiten über die Fotorechte nicht abgedruckt werden konnte, findet sein Gnadenbrot nun hier. Aus naheliegenden Gründen lasse ich lediglich die Bildunterschriften weg. Man berücksichtige bei der Lektüre bitte Medium und Zielgruppe.

Coyote Ugly: Der heisseste Tresen des Universums!

Gute Laune, gutes Bier, und scharfe Ladys hinter der Bar: In mehr als einem Dutzend „Coyote Ugly“-Saloons weltweit geht es rund

Es ist eine dieser Ideen, die man eigentlich nur haben kann, wenn man betrunken ist – oder verdammt clever: 1992 entschied sich Liliana Lovell, eine Karriere an der Wallstreet sausen zu lassen, um Bartenderin zu werden. Und sie machte schnell Furore, weil sie auf der Theke tanzte, und die meist männlichen Gäste singend und johlend dazu animierte, immer mehr Getränke zu ordern. Schon bald brachte sie anderen Girls bei, das Publikum sexy, aber anständig aufzuheizen, und im Januar 1993 eröffnete in Manhattan das erste „Coyote Ugly“: Ein Saloon, in dem man zum Bier auch richtig was für die Augen geboten bekommt.

Vier Jahre später schrieb ein Bar-Girl für das „GQ“-Magazin einen Artikel über seine Erlebnisse – daraus wurde am Ende der Film „Coyote Ugly“, der 100 Millionen Dollar einspielte, und den Begiff CU weltweit populär machte. Mittlerweile ist aus den „Ugly“-Bars eine ganze Kette geworden, die zwar nach strengen Regeln aufgebaut ist, in den einzelnen Saloons aber lässig entspannt rüberkommt. Ein Besuch im „Coyote Ugly“ von Las Vegas beweist es: Die Musik ist laut, das Bier kommt aus der Flasche, und Bri hinter der Bar hat mehr Tattoos als die meisten Trucker auf dem Highway. Vickie schwenkt den knackigen Hintern im kurzen Schottenröckchen, wenn sie sich zur Kasse umdreht, und irgendwann steckt sich Violet einen Plastikbecher in den üppigen Ausschnitt, und fordert zum „Booze Ball“ auf: Besucher können einen Dollar zerknüllen, und auf den Becher werfen. Wer trifft, bekommt einen Drink umsonst. Wenn der Dollar daneben geht, ist er Trinkgeld für Violet.

Plötzlich grölen ein paar Jungs, die einen feuchtfröhlichen Junggesellenabschied feiern: Einer von ihnen muss sich über den Tresen legen, und kriegt den Hintern von der resoluten Lorie mit dem Gürtel verdroschen. Immer wieder gibt es neue Spiele, neue Tänze, neue Aktionen. Ein paar bullige Security-Jungs achten dabei darauf, dass der Spass nicht ausufert, und niemand die Mädels unerlaubt antatscht. Denn eins ist das „Coyote Ugly“ nicht: Ein getarnter Neppschuppen, in dem sich billige und willige Bardamen abschleppen lassen. Jen, Bri, Tiffany und ihre Kolleginnen sind Profis, und verdienen Respekt, auch wenn sie immer wieder begeistert auf den Tresen springen, und die Meute mit heißen Tänzen anheizen.

Mittlerweile gibt es ein Dutzend „Coyote Ugly“-Saloons in den USA, einen in Moskau – und endlich auch zwei bei uns! In Koblenz und in Baumholder warten Girls wie Steffi, Sabrina, und die rassige Vanessa darauf, den Gästen zu beweisen, dass sie sich vor den US-Ladys nicht zu verstecken brauchen. Das lohnt auch die Fahrt in die Provinz – am besten mit guten Kumpeln…

Wer jetzt traurig ist, dass sich die Bardamen der CU-Kneipen nicht mit nach Hause nehmen lassen, der kann sich mit mit dem aktuellen Girl-Kalender 2010 trösten, den es in den Bars immer noch zu kaufen gibt…



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Wortvogel auf Südstaaten-Tour 2010: Louisiana, Mississippi, Tennessee, Texas @ Wortvogel – 100 % Torsten DewiTheExpatriotWortvogelTornhillAchim Recent comment authors
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Muriel

Gibt es für solche Artikel eigentlich konkrete Vorgaben, was Strickmuster und Formulierungen angeht, oder versucht man einfach frei, sich auf den Geschmack der Zielgruppe einzustellen?
Ist vielleicht eine blöde Frage, aber ich habe eben keine Ahnung.

Uk
Uk

Die „rassige“ Vanessa hätte ich ja weg gelassen, klingt nach Sex Kontaktanzeige. Sonst aber harmlos und interessant.

comicfreak
comicfreak

..klingt, als müsste ich mir das tatsächlich mal in echt betrachten.
Äh, wie hoch ist der Anteil an weiblicher Kundschaft?

Chris
Chris

Baumholder, ich brech ab!

Achim
Achim

Mit ein paar Kumpeln? Haben die Leser von TV Sünde ein solch hohes Niveau, dass es keine Kumpels sind?

Tornhill
Tornhill

Wo wir beim Thema sind: Steht hinter dem doch eher seltsamen Titel vom hässlichen Kojoten irgendein Sinn, der sich mir nur nicht erschließt, oder ist er einfach nur so gewählt, als man noch nicht ahnte, dass es mal eine Kette würde?

TheExpatriot
TheExpatriot

Wenige Monate vor dem ersten Coyote Ugly öffnete das gleichartige Hogs and Heifers im New Yorker Meat Packing District. Mir ist nicht bekannt, ob Liliana Lovell dort ihre Inspiration bezog, der Film ‚Coyote Ugly‘ wurde jedenfalls im Hogs and Heifers gedreht.

trackback

[…] und wir hatten unseren Spass. Das Bier ist gar nicht teuer, die Barladys sind sexy (ich hatte ja drüber geschrieben) und generell ist die Stimmung einfach sensationell. Erschießt mich, aber ich stehe halt auf diese […]