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Jul 2009

Random Charts (6): Was lief schief?! (I)

Themen: Film, TV & Presse, Neues, Random Charts |

Heute geht es um Schauspielerinnen, die für einen flüchtigen Moment "It"-Girls waren, als potentielle Mega-Stars gehandelt wurden, nur um dann doch wieder in der relativen Obskurität zu verschwinden.

molGretchen Mol – Hotspot 1998: Sie fiel mir erstmals auf, weil die Screener-Kassette der bezaubernd-zarten Liebeskomödie "Music from another room" (mit einem damals noch unbekannten Jude Law) bei ProSieben rumlag. Aus irgendwelchen Gründen wurde der Film jahrelang nicht veröffentlicht.

Gretchen allerdings wurde in rasender Eile zum neuen Shooting Star erkoren: sie drehte in kurzer Folge zwei Woody Allen-Filme, spielte an der Seite von Matt Damon in "Rounders", mit Harvey Keitel in "Finding Graceland", und war in dem von Roland Emmerich produzierten "13th Floor"  zu sehen.

Am wichtigsten aber: "Vanity Fair" hob die junge Aktrice aufs Cover – ein absoluter Ritterschlag.

Doch nichts geschah. Die Filme floppten, es kam zu keiner richtigen Durchbruchs-Performance. Im Gegensatz zu Cameron Diaz und Charlize Theron fand der Reiz von Gretchen kein Publikum, und nach zwei Jahren war ihre Karriere wieder im Sinkflug. Sie selbst beschwerte sich in Interviews, man habe sie so sehr gehypt, dass es unmöglich war, dem gerecht zu werden. Mag sein.

Mittlerweile dreht Mol TV-Serien wie das US-Remake von "Life on Mars", zieht sich für die TV-Biographie von "Bettie Page" nackig aus, und spielt Nebenrollen in Kinofilmen wie "Todeszug nach Yuma".

silverstone

Alicia Silverstone – Hotspot 1995: Wir waren alle in sie verknallt – das cool-süße Mädchen, das sich in diversen Aerosmith-Videos auch von Stephen Dorff nicht linken ließ, und nebenbei furchtbar sexy den Stinkefinger zeigen konnte. Eine Hollywood-Karriere schien unvermeidlich.

Das lief auch nicht schlecht an: ihr erster großer Film "Clueless" war ein Kassenschlager, und sie ergatterte eine echte Blockbuster-Hauptrolle – als Batgirl in "Batman & Robin". Zu dumm, dass aus Schumachers Superhelden-Travestie praktisch keiner der Darsteller unbeschadet rauskommen sollte – auch Chris O’Donnell konnte sich nie mehr davon erholen.

Alicia produzierte selber die Kinokomödie "Excess Baggage", die es aber auch nicht mehr herumreißen konnte. In "Blast from the Past" hätte es dann fast geklappt, doch die sympatische Liebeskomödie floppte an den Kinokassen. Seit 2003 ist sich Alicia auch für TV-Serien nicht zu schade, aber "Miss Match" war ein Reinfall, und "The Singles' Table" wurde gar nicht mehr ausgestrahlt. Wenigstens hat sie sich für eine Vegetarismus-Kampagne ausgezogen.

ormond

Julia Ormond – Hotspot 1995: Es kann ein Segen und ein Fluch sein, wenn sich die Presse überschlägt, dass endlich die neue Audrey Hebpurn gefunden wurde (wahlweise auch die neue Grace Kelly). Julia hatte den Look klassischen Hollywood-Glamours, und für zwei oder drei Jahre auch ein ziemlich sicheres Händchen, was die Rollenauswahl angeht.

Nach ein paar Fernseh-Rollen hatte sie das Glück, neben Brad Pitt in "Legends of the Fall" gecastet zu werden, und danach ging es wirklich Schlag auf Schlag: "Sabrina" mit Harrison Ford, "First Knight" mit Richard Gere und Sean Connery, und die Hauptrolle in der Literatur-Verfilmung "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Julia schien in Hollywood "angekommen".

Danach drehte sie allerdings für Jahre erschreckend wenig, und erschreckend erfolglos. 2004 war sie erstmals wieder im Fernsehen zu sehen, ihr Kinofilm "Unter Kontrolle" floppte kürzlich, und demnächst spielt sie auch in einer TV-Serie mit.

lewis

Juliette Lewis – Hotspot 1993: Ihren Durchbruch hatte sie als leicht verführbare Minderjährige in "Cape Fear". Es folgte der unvermeidliche Woody Allen-Part. Trotz ihres schrägen Aussehens bescheinigte man ihr ordentlich Sex Appeal. Es war allerdings ihre traumwandlerisch sichere Rollenwahl, die sie zum Kultstar machte. Allein 1993 spielte sie in "Kalifornia", "Romeo is bleeding", "Gilbert Grape", und "Natural Born Killers" mit. Sie war das hässliche Entlein, das es nicht nötig hatte, ein Schwan zu werden.

Aber vielleicht war die Wahl schwieriger Rollen auch die Reflektion einer traumatisierten Psyche – in Hollywood schrien die Spatzen von den Dächern, dass Juliette massive Drogenprobleme habe, und für größere Filme praktisch nicht mehr versicherbar sei. Von 1996 an trat sie deutlich kürzer, machte immer mal (verdächtige?) Pausen, und hielt sich weitgehend an Indie-Filme, die kein Aufsehen erregten. Dafür widmete sie sich umso stärker ihrer zweiten großen Leidenschaft: der Rockmusik. Sie hat eine eigene Band, mit der sie viel tourt.

Obwohl Juliette Lewis vergleichsweise regelmäßig Filme dreht, ist sie aus den Medien erstaunlich konsequent verschwunden. Ihr Name hat praktisch keinen Marktwert mehr.

anwar

Gabrielle Anwar – Hotspot 1992: Sie kam vom Fernsehen, und dahin sollte sie auch wieder zurückkehren. Aber für die Zeit von 1992 bis 1993 sah es so aus, als könnte Gabrielle ein echter Abräumer werden. Sie hatte das Glück, in "Der Duft der Frauen" gecastet zu werden, einem der bis heute schlechtesten "bester Film des Jahres" (es war eine maue Saison, der Golden Globe konnte nicht wählerisch sein).

Es gab allerdings schon damals hochgezogene Augenbrauen, dass sie im Anschluss die Hauptrolle in dem Remake der "Körperfresser" von Abel Ferrara übernahm – Sandra Bullock wäre so ein Fehler nicht unterlaufen. Vielleicht war Gabrielle aber auch einfach nicht niedlich und weich genug, um die Erfolgsmischung von "kreuzunglücklicher Powerfrau im Liebesstress" und "mißhandelte Ehefrau mit Vaterproblemen" zu spielen. Der Versuch, es mit der Liebeskomödie "For love or money" (mit Michael J. Fox) hinzubiegen, scheiterte. Schon 1997 spielte Anwar wieder in TV-Filmen mit, und sank dann noch mit "Turbulence 3" auf die Stufe billiger DVD-Sequels.

Von einem Comeback kann man sicher nicht reden, aber wenigstens hat Gabrielle dieser Tage wieder regelmäßige und unpeinliche Arbeit: in der großartig unterhaltsamen Actionserie "Burn Notice" spielt sie die beste Freundin des Helden. Und das ist ganz nach ihrem Geschmack: "Fiona" ist nämlich eine ehemalige IRA-Terroristin mit einer kurzen Lunte, und einer Vorliebe für Sprengstoff…



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GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
10. Juli, 2009 13:11

Tja, manchmal fragt man sich wirklich warum es einige schaffen und andere nicht. Das Leben ist hart und unfair. Bis auf eine hätte ich schon gehofft mehr Auftritte von den Damen zu sehen.

Tornhill
Tornhill
10. Juli, 2009 13:34

Ah, weiterer Juliette Lewis-Content…sehr schön!
Dass sie auf dem Weg zum "It-girl" war, war mir allerdings nicht aufgefallen. Ich hatte sie eigentlich immer mehr als so eine "komische Filme und halb-underground-Zeug"-Schauspielerin gesehen.

Zumindest hört man ja von ihr noch wegen ihrer Band was, die anderen Damen sind ja zum Teil wirklich vollständig verschwunden.

Marko
10. Juli, 2009 13:46

Da muss ich doch gleich mal korrigieren: Juliette Lewis ist natürlich kein "hässliches Entlein", und Ihren Sexappeal hat sie nicht TROTZ ihres "schrägen Aussehens", sondern wegen.

Gruß,
Marko

xanos
xanos
10. Juli, 2009 13:56

Steinigt mich, aber mir war die Lewis schon immer sehr unsympathisch. Beim einzigen Liveauftritt, den ich von ihr gesehen habe, habe ich mich nur gefragt, warum jemand so verzweifelt versucht einen Rockstar zu spielen.

Ich finde es gut, wenn mal ein paar außergewöhnliche Frauen in Filmen rumlaufen und nicht nur die Standard-Schönheiten – aber die Lewis mag ich nicht.

Die Anwar war leicht vor meiner Zeit und den Rest kenne ich noch recht gut – besonders die Silverstone war damals spätestens durch Aerosmith sehr gehyped (und in dem Alter hatte ich hier und da ne Bravo von Klassenkamerade in der Hand ^^). Das Riesentalent habe ich jedoch nie in ihr gesehen.

Die erwähnte Bullock ist nun doch aber auch seit einigen Jahren auf dem deutlich absteigenden Ast, oder empfinde ich das nur so?

Marko
10. Juli, 2009 13:59

@ xanos: *steinwerf* 😛

Gruß,
Marko

Wortvogel
Wortvogel
10. Juli, 2009 14:00

@ xanos: Bullock hatte mit "The Proposal" gerade ihren besten Neustart seit 10 Jahren. Außerdem geht es mir nicht um Schauspielerinnen, die ja durchaus langjährig erfolgreich waren, sondern um die, deren Karriere nie einen wirklichen Höhepunkt erreicht hat. Sonst müsste man ja auch Julia Roberts aufnehmen.

Lars
Lars
10. Juli, 2009 14:12

@xanos: Ich glaube das empfindest du nur so. Sie hat ja momentan mit The Proposal erst wieder einen Hit gelandet (laut Boxoffice Mojo alleine in den USA bis jetzt ein Einspielergebnis von >100 Millionen Dollar bei 40 Millionen Produktionskosten) und in der IMDb sind auch ziemlich viele Projekte mit ihr gelistet. Für mich sieht das Profil in der IMDb so aus, als ob sie sich eine Auszeit genommen hat und jetzt wieder im Geschäft ist. Sie füllt halt momentan die "Meg Ryan" Rolle aus und wird da sicher auch noch einige Jahre Erfolg mit haben. Es ist ja glücklicherweise nicht mehr so, dass man als Frau in Hollywood über 40 keine Jobs mehr bekommt (zumindest wenn man einen bekannten Bekanntheitsgrad erreicht hat).

Peroy
Peroy
10. Juli, 2009 14:14

"Es gab allerdings schon damals hochgezogene Augenbrauen, dass sie im Anschluss die Hauptrolle in dem Remake der “Körperfresser” von Abel Ferrara übernahm – Sandra Bullock wäre so ein Fehler nicht unterlaufen."

Aber der Film war es wert, denn immerhin ist die Welt, jetzt, da es wenigstens ein guter Remake von "Die Dämonischen" gibt, ein besserer Ort…

Thies
Thies
10. Juli, 2009 15:19

Kurze Korrektur: "Der Duft der Frauen" wurde für den "Besten Film" nur nominiert aber nicht ausgezeichnet. Der Preis ging in dem Jahr an "Erbarmungslos" von Clint Eastwood. Und sooo schlecht sieht die Nominierungsliste des Jahres garnicht aus. Mit "The Crying Game" ist sogar einer meiner Lieblinsfilme nominiert worden.

Lutz
Lutz
10. Juli, 2009 15:25

Naja, Alicia Siverstone macht ja auch immer wieder mal was. Sie war ja vor einigen Jahren sogar in Kenneth Branaghs mieser Shakespeare-Musical- Verfilmung "Love Labour’s Lost" dabei. Das das Ding mies war, lag übrigens nicht an ihr, sondern eher am Konzept und daran, dass die Vorlage einfach eines von Shakespeares schwächsten Stücken ist.

Wo bleiben denn Lara Flynn Boyle, Sherilyn Fenn, Mädchen Amick? Oder wird die zweite Ausgabe eine spezielle "Twin Peaks" Edition? 🙂 Zumindest den beiden erstgenannten wurde ja auch eine grooooße Filmkarriere versprochen.

Wortvogel
Wortvogel
10. Juli, 2009 15:34

@ Thies: Richtig, ich korrigiere das. Ich hatte mich vertan, weil Pacino für den Film den Oscar bekommen hat.

@ Lutz: Na ja, aber die "Twin Peaks"-Ladies haben ja wirklich KEINE nennenswerten Filme gedreht, ich verbuche das eher zum Hype über die Serie. Teil 2 der Reihe habe ich gerade fertig, stelle ich Anfang nächster Woche online.

Und was mit Männern kommt auch noch (hat aber einen anderen Dreh).

nameless
nameless
10. Juli, 2009 17:34

"Ich hatte mich vertan, weil Pacino für den Film den Oscar bekommen hat."

und dabei konnte nicht mal er dieses mittelmäßige und überflüssige remake retten…

Wortvogel
Wortvogel
10. Juli, 2009 17:38

@ nameless: Eben – ich fand den Film erschreckend banal und durchschaubar. Hätte keine Nominierung verdient.

Lutz
Lutz
10. Juli, 2009 17:55

Mir sind nach einigem überlegen noch ein paar eingefallen, wobei ich nicht genau weiß, ob die es jemals irgendwo aufs Cover geschafft haben.

1.) Nancy Travis
Galt Anfang bis Mitte der 90er auch mal als angehender Star. Hat beim "Spurlos" Remake mitgespielt und bei Mike Myers "So I Married An Axe Murderer". Außerdem habe ich sie noch in der Kirk Douglas-Michael J. fox Komödie "Greedy" gesehen. Danach ist sie aber ziemlich untergegangen. War wohl auch ein bisschen zu brav für Superstar… wobei, Sandra Bullock hats ja auch geschafft.

2. Mira Sorvino
Wo du die Woody Allen Rollen erwähnst: Nach ihrer Rolle in "Mighty Aphrodite" und dem dazugehörigen Oscar war Mira Sorvino auch mal ganz groß im Gespräch. Die Frau ist zwar nicht wirklich weg vom Fenster, da sie immer wieder mal in seltsamen Filmen auftaucht, aber das ist so selten und in so großen Abständen, das man da nicht wirklich von Comebacks reden kann.

3. Claire Forlani
Nach "Meet Joe Black" wurde sie auch als große Entdeckung angekündigt und galt als eines der heißesten Mädels Hollywoods. Trotzdem folgte da nie etwas außer ein paar kleinen Rollen in Independent Filmen.

Zu den Twin Peaks damen nochmal:
Bei Amick und Fenn magst du recht haben, aber zumindest Lara Flynn Boyle hatte ja zunächst mit "Threesome" etc erfolg, bevor sie ziemlich in der Versenkung verschwand.

Machst du da eigentlich auch ne Männer Edition oder kümmerst du dich nur um die Damen?

Heino
Heino
10. Juli, 2009 18:22

Gretchen Mol ist völlig an mir vorbei gegangen und irgendwie nie auf meinem Schirm gelandet.
Alicia Silverstone habe ich auch schone eine ganze Weile vermisst. Sie ist sicher keine grosse Schauspielerin, aber in Komödien immer nett anzusehen. Und an dem Batman-Desaster trägt sie absolut keine Schuld.
Julia Ormond macht schon länger im TV mit, sie hat bei Alias in mindestens 2 Staffeln die Mutter von Jennifer Garner gespielt.
Zu Juliette Lewis muss ich wohl nix sagen, die wurde halt immer geholt, wenn eine besonders schlampenhafte oder eine so richtig "normal" aussehende Darstellerin benötigt wurde. Und ihre Musik ist Gossen-Rock der übelsten Sorte.
Bei Gabrielle Anwar fand ich es immer schade, dass da nicht mehr viel kam. Sie war in jedem ihrer Filme gut und Bodysnatchers von Ferrara ist ein richtig guter Film.

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
10. Juli, 2009 18:32

wenn die Wiki nicht lügt, dann hat die gute Claire Forlani in einem Film von Uwe Boll mitgespielt. Ist dies das Ende der Fahnstange?

Jeff Kelly
Jeff Kelly
10. Juli, 2009 18:36

Sandra Bullock produziert ja seit Jahren erfolgreich und spielt wirklich nur noch sichere Bänke selbst. Als Produzentin ha sie aber ein ziemlich gutes Näschen.

Juliette Lewis ist seit Jahren eher als Musikerin unterwegs (Juliette and the Licks unter anderem)

Lutz
Lutz
10. Juli, 2009 18:46

@ Grinsi
Uhh.. klingt schon übel. Aber sie hat auch in dem großártigen "Hallam Foe" die böse Stiefmutter gespielt, das entschädigt für Boll.

Nochmal zu den anderen hier von Torsten genannten:

Von Gretchen Mol habe ich nie wirklich etwas mitbekommen. ein paar Mal habe ich ihren Namen gelesen und gelesen, dass sie ein aufstrebender Star ist, aber das wars dann auch.

Julia Ormond hat, den Eindruck habe ich zumindest, ihre Karriere selbst zerstört. Ich hatte immer das Gefühl, dass sie sich ständig selbst als Star in Szene setzt, aber dabei nie in den wirklich großen Hollywood-Filmen mitspielte (Ausnahme ist natürlich "Legenden der Leidenschaft") Auf einmal war sie dann bei seltsamen Europudding-Sachen dabei, wo sie auch immer wieder als Star betitelt wurde, ohne wirklich einer zu sein. Meiner Meinung nach ist ihre mutigste und beste Rolle die des Mädchens in Peter Greenaways "Das Wunder von Macon". Auf Grund des blasphemischen Inhaltes und dem hohen Anteil von Nacktszenen war das aber natürlich kein Film, mit dem man in Hollywood Punkten konnte. Auf der anderen Seite… Ralph Fiennes hat die Teilnahme an dem Film auch nicht geschadet, aber der hatte dafür das Glück, als einer der fiesesten Film-Fieslinge aller Zeiten platziert zu werden um sich so im Gedächtnis der Zuschauer einzuprägen. Bei Julia Ormond war einfach nie etwas wirklich Einprägsames dabei.

Ich glaube, Juliette Lewis war einfach zu strange für Hollywood und hat zu einem Zeitpunkt, als es noch nicht wirklich half, sich als Flittchen zu präsentieren, auf das falsche Pferd gesetzt. Da halfen dann auch keine Scientology-Kontakte mehr. Ich mochte sie in vielen ihrer Filme eigentlich sehr gerne, aber sie hat einfach zu oft das leicht geistig behinderte Mädchen gespielt und nebenbei die Schlampe raushängen lassen.

Und Gabrielle Anwar, war für mich wie Gretchen Mol nie ein großer Star-Anwärter. Als ich sie letztens in den "Tudors" wiedersah, fiel mir ein, dass der Name mir bekannt vorkam, aber verbinden konnte ich damit nichts.

Peroy
Peroy
10. Juli, 2009 19:21

"wenn die Wiki nicht lügt, dann hat die gute Claire Forlani in einem Film von Uwe Boll mitgespielt. Ist dies das Ende der Fahnstange?"

Immer der GrinsiPo mit seinen rhetorischen Fragen, auf die nur er die Antwort kennt…

Lari
Lari
10. Juli, 2009 23:11

"Ihren Durchbruch hatte sie als leicht verführbare Minderjährige in “Cape Fear”. Es folgte der unvermeidliche Woody Allen-Part." – GRÖHL!

The Notorious Betty Page als TV-Film abzutun haut zumindest nicht ganz hin: Zwar von HBO mitproduziert, aber auf der Berlinale genauso gelaufen wie in US-Kinos (wenn auch nur als limited release, was zugegebenermaßen alles und nichts bedeuten kann).

Dietmar
Dietmar
11. Juli, 2009 00:10

Claire Forlani hat Serien-Rolle in irgendeinem CSI-Rip-Off.

xanos
xanos
11. Juli, 2009 01:47

Es war Schwerter des Königs und CSI: NY (aber auch nur in einer Staffel, iirc).
Ich fand Claire immer sehr wohltuend für das Auge, aber eine großartige Schauspielerin mit A-Star Blockbusterpotenzial würde ich sie nicht nennen.

Dietmar
Dietmar
11. Juli, 2009 02:11

@xanos: Aha! Ich dachte, sie wäre jetzt festes Mitglied irgendeiner CSI-Ermittler-Gruppe.

Ob sie eine großartige Schauspielerin ist, kann sie nur an entsprechenden Rollen beweisen. Im Film mit Hopkins und Pitt war sie vollkommen glaubwürdig und angenehm. Beispielweise Tom Hanks war in seinen frühen Filmen auch auf die Rolle des schmalbrüstigen Humorträgers festgelegt; wer hätte damals gedacht, was dieser Mann leisten kann und dass er Oscar-Preisträger würde.

Was Forlani könnte, kann man einfach nicht sagen, denke ich. Wahrscheinlich aber müßig, darüber nachzudenken, weil sie vermutlich keine weitere Gelegenheit bekommen wird, sich zu beweisen.

Nebenbei bemerkt: Auch mancher Blockbuster-Schauspieler ist froh, in Fernsehserien unterzukommen, wie etwas Jeff Goldblum. Habe ich gerade eine Plattitüde abgeliefert? Ja, das habe ich.

Hm.

Zeit für´s Bettchen.

Wortvogel
Wortvogel
11. Juli, 2009 10:58

@ alle: Der zweite Teil der Miniserie ist schon geschrieben, eine eurer Vorschläge hatte ich eh auf der Liste.

Forlani mag keine gute Schauspielerin sein, aber ihre Sexszene in "Hallam Foe" war klasse 😉

xanos
xanos
11. Juli, 2009 12:07

Eigentlich eine interessante Frage: was benötigt eine Rolle, damit ein Schauspieler zeigen kann was in ihm steckt und ist das nur ein Gefühl, dass einige Schauspieler Schwierigkeiten haben solche Rollen zu finden oder sind solche Rollen wirklich eher selten? Wortvogel, übernehmen sie.

Peroy
Peroy
11. Juli, 2009 16:32

"Eigentlich eine interessante Frage: was benötigt eine Rolle, damit ein Schauspieler zeigen kann was in ihm steckt"

Also, es ist immer gut, wenn man einen Drecksack spielen darf, siehe Alan Rickman in "Stirb Langsam", Jon Voight in "Anaconda", Rutger Hauer in "Hitcher", Terry O’Quinn in "The Stepfather" etc…

Lars
Lars
12. Juli, 2009 10:54

@Heino: Julia Ormond hat nicht die Rolle von Sydnes Mutter in Alias gespielt. Das war Lena Olin.

Heino
Heino
12. Juli, 2009 12:48

@Lars:fuck, die verwechsle ich immer wieder. Mea culpa:-(