Ich durfte ja nix drüber sagen, weil – hoch geheime Entwicklung. Aber in den letzten Wochen habe ich fleißig für das neue Magazin „Landidee“ in die Tasten gehauen:

landidee

In der Erstausgabe finden sich u.a. Artikel von mir über die Invasion der grauen Eichhörnchen, die Besonderheiten von Marienkäfern, und die Ästhetik antiker Badewannen. Hat Spaß gemacht: mal was anderes als Trash-Filme und Promi-Titten.

Ab 6. August liegt das Heft zweimonatlich am Kiosk, es kostet 3,30 Euro, und die Druckauflage beträgt gesunde 200.000 Stück.



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Lari
Lari

Oha. Kennst Du Dich mit Marienkäferhörnchen und dergleichen aus, oder musstest Du das alles mühsam recherchieren?

Christopher
Christopher

Irgendwie erinnert mich das Heft total an Landlust. Also wohl doch eher der Versuch eines Verlages auf ein erfolreiches Schiff aufzuspringen, oder?

Peroy
Peroy

Das ist schlimmer als „Gaytanamo“…

Kai
Kai

Sind das diese fiesen italienischen Eichhörnchen, die aus den USA eingeschleppt wurden?

Tornhill
Tornhill

Das erinnert mich an dieses Tourismus-Blatt, für die ich eigentlich Artikel über Schleswig-Holsteinische Sehenswürdigkeiten aus, vom Herausgeber zusammen gestelltem Material extrahieren sollte…aber da hat man sich nie wieder gemeldet…Tz! Mit mir kann man’s ja machen – dafür bin ich dafür extra in die gefährliche Nachbarstadt gefahren.

Marko

Schöne Sache, es kann nicht genug Zeitschriften geben. Sieht ansprechend aus.

Gruß,
Marko

Sebastian

In der Tat toll, wenn sich der WAZ-Konzern mit einer Copycat auf einen Mittelständler wirft, der gegen alle Experten mit Landlust einen Treffer gelandet und sehr behutsam aufgebaut hat. Chapeau!

Nathan
Nathan

Kennst du den? Steht ’ne Kuh auf der Wiese und grast. Das sieht ’ne andere Kuh. „Scheint zu schmecken“, denkt sie sich, gesellt sich dazu und grast mit.

Schätze, die erste Kuh hat keine Grundsatzdiskussion über Copcat-, äh, Copycow-Zeug geführt.

Wiesen sind zum Grasen da!

fredonimus

ha,ha,ha – die kommen jetzt alle auf ideen – unglaublich- ist dafür überhaupt ein markt? ich kann damit ehrlich gesagt nicht so viel anfangen – da fand ich die kürzlich bekommene nachricht über das herta ausflugsportal noch besser, wobei man da auch noch streiten kann 🙂 http://www.blaetterkrone.de

Baumi

@fredonimus:
„Landlust“ verkauft sich (im wahrsten Sinne des Wortes) überraschend gut. Daher ja wohl nun dieser Titel.

Proesterchen
Proesterchen

Komische Marktnische. Möglicherweise muss man mehrere Generationen vom Leben auf dem Land entfernt sein, um damit etwas anfangen zu können.

Was natürlich nicht davon ablenken soll, dass es mich für Dich freut, wenn Du für ein paar Artikel abseits der ausgetrampelten Pfade ordentlich entlohnt wirst. In diesem Sinn viel Erfolg der Landi-dee!

CthIngo

Wenn es wenigstens Zombie-Eichhörnchen wären.

Dietmar
Dietmar

,,Zombie-Eichhörnchen“ gefällt mir! 😀

Ich sehe da eine ganz andere bedrohliche Entwicklung: Zuerst Pilcher, jetzt LandIdee, was dann?

Ne, im Ernst: Ist doch gut, wenn für Themen-Magazine auch Leute schreiben, die schreiben können.

Wolfgang Hömig-Groß
Wolfgang Hömig-Groß

Thomas Knüwer kritisch zum Thema „Duplizität“: http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2170. Wobei das ja nicht Problem der Autoren sein kann, da muss man dem Verlag an die Nase fassen.

gnaddrig
gnaddrig

@ Wortvogel: Ah, dann war das mit der Wohnung in Düsseldorf nur Tarnung? In echt hast Du da gar nichts renoviert, sondern warst in Essen Landlust sabotieren!

Onkel Tobi

Ich verstehe die Zielgruppe nicht. Ist das was für Städter, die eine romantisierte Idee des Landlebens hegen und den Lebensabend im Landhaus herbeisehnen?

gnaddrig
gnaddrig

@ Onkel Tobi: Vielleicht auch Leute, die jetzt in ihrem Landhaus für den Lebensabend sitzen und nicht so recht wissen, wie man das Landleben denn jetzt so macht.

Strabo
Strabo

„Irgendwie erinnert mich das Heft total an Landlust. Also wohl doch eher der Versuch eines Verlages auf ein erfolreiches Schiff aufzuspringen, oder?“

„Thomas Knüwer kritisch zum Thema “Duplizität”: http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2170

Klar, aber das ist doch bei jedem neuen „Genre“ so. PC Player wurde auch nur gegründet weil Happy Computer/Powerplay damals gut gelaufen ist.

Wenn man der Argumentation im Handelsblattartikel folgt, dann dürfte es in jedem Bereich nur eine Zeitschrift geben, nämlich die erste gegründete. „Die Weltbühne“ wäre dann Deutschlands einziges Wochenmagazin, kein Spiegel, Focus, Stern etc.

Bernhard
Bernhard

Zeitschriften haben ja einen gewichtigen Vorteil gegenüber dem Veröffentlichen im Fernsehen: Es ist völlig egal wie alt der Konsument ist.

Das (private) Fernsehen beschränkt sich bei der Quotenmessung immernoch auf die 14-49 Jahre alten Zuschauer. Gut das man so eine dumme Einschränkung nicht beim Zeitschriftenverkauf macht, denn ich als „junger Wilder“ mag mich noch nicht so sehr mit einem ruhigen „cremigen“ Landleben identifizieren. Was aber eben nicht heißt, dass es niemanden Älteren gibt der es tut.

Bad
Bad

Hätte nie gedacht das ich hier mal einen neuen Link als erstes Poste, aber DWDL hat auch schon seinen Senf dazu abgegeben:
http://www.dwdl.de/story/21967/wazgruppe_kopiert_zeitschriftenhit_landlust/

Dort reden sie zwar auch von „kopiert“, aber es klingt da viel… neutraler.

Apropos: Ich stehe auch auf dem Punkt das Konkurenz das Geschäft belebt.

bad
bad

Das wundert mich jetzt aber, dass Du dich nach DWDL verlaufen hast. *Auf deine „Freunde“-Liste schiel* Wollte hier damit auch nur zeigen, dass es auch Seiten gibt, wo das ach so böse Abkupfern der Zeitschrift als nichts Besonderes und kaum Erwähnenswertes angesehen wird. Und die Diskussion erinnert mich irgendwie an die ewige „Wieso ist das deutsche Fernsehen so schlecht? –Wieso werden gute Sendungen abgesetzt? – Wieso bringt nur „Idioten-Programm“ Einschaltquoten?“-Diskussion.

Andi

Ich verstehe auch nicht, wer sowas liest. Städter, die in die Provinz gezogen sind? Und was steht dann da drin? „So sieht ein Baum aus, und so eine Kuh“? „Die 10 besten Rezeptideen aus Fallobst“? Kapier ich nicht …

Immer more power to you, Torsten, aber leistet so ein Magazin nicht Realitätsflucht und grassierender Verkitschung Vorschub? Ist es nicht, statt vorwärtsgewandt zu sein, regressiv?

Andi

Ich lese tatsächlich Einträge, bevor ich sie kommentiere. Und „Kochen mit Wildkräutern“ oder „Wie Tiere das Wetter vorhersagen“ ist für mich nicht sehr weit weg von den von mir genannten sarkastischen Beispielen: entfremdet, eskapistisch und regressiv. Ich frage mich, ob man so ein Cocooning in der vermeintlich heilen Landwelt unterstützen muß.

Andi

Gut, den Schuh des Strohmanns ziehe ich mir ein bißchen an. Aber lesen würde ich sowas immer noch nicht, außer ich kriege ein Freiexemplar 🙂

milan8888

»Ich frage mich, ob man so ein Cocooning in der vermeintlich heilen Landwelt unterstützen muß.«

Wieso eigentlich nicht?

Andi

Weil es keine Probleme löst.

milan8888

Meine Tochter löst auch keine Probleme – na und?

gnaddrig
gnaddrig

Jeder kann selbst entscheiden, ob er Weltflucht betreibt und sich in irgendwelchen Traumwelten herumtreibt. Die Verantwortung kann keiner auf eine Zeitschrift oder ein Online-Spiel abwälzen. Ich will gar nicht bestreiten, dass manche Angebote (Online-Spiele wohl eher als Zeitschriften) geeignet sind, Leute in ihren Bann zu ziehen und süchtig zu machen. Aber trotzdem trifft jeder einzelne die Entscheidung, was er liest oder nicht liest bzw. was er spielt oder nicht spielt.
Dass Verlage Zeitschriften zum Geldverdienen und nicht aus gesellschaftlichem Sendungsbewusstsein produzieren, mag man schade finden, aber die Welt ist so. Und wer sich der Weltflüchterei verschrieben hat, braucht keine Zeitschrift dazu.

Andi

Danke Captains Obvious für die Feststellungen, dass Verlage Geld verdienen wollen und sogar unverantwortliche Titel veröffentlichen dürfen. Das ist ja auch gut so.

Davon unbenommen stehe ich dieser Öko-Bio-Zurück-zur-Natur-Welle sehr skeptisch gegenüber. Da ist für mich viel, viel Heuchelei, Augenwischerei, Regression und Absolution dabei. Fortschritt ist böse, also ziehe ich aufs Land. Ich kaufe Bio, also bin ich ein Freund der Tiere. Ich lese „Landlust“, also darf ich meinen SUV behalten. Kurz, Nachhaltigkeit ja, aber bitte ohne jeden Verzicht.

Umweltschutz ist was Gutes, keine Frage, und es ist letztlich auch egal, aus welchen Motiven die Menschen etwas ökologisch verträglicher handeln, solange sie es nur tun. Aber man könnte doch noch soviel mehr erreichen als Ökoablässe und Bionade-Biedermeier! Artikel schreiben, die Lust machen, Solaringenieur zu werden. Die auf das Elend in anderen Ländern hinweisen, wie groß unsere Verantwortung dabei ist, und was man dagegen tun kann. Die klar aussprechen, dass unser Lebensstil, Bio oder nicht, für uns und für alle zu unübersehbaren, gewaltigen Problemen führt, wenn er sich nicht sehr bald ändert, und dass dagegen auch das schönste Landhaus nichts hilft. So ein Magazin, das würde ich lesen.

George Carlin hat wie immer viel besser ausgedrückt, was ich sagen will.

Andi

Heh Torsten, Du scheust Dich wenigstens nicht vor kräftigem Bashing in den Kommentaren 🙂 Erinnert mich an die goldenen Zeiten des alten Usenets und ist mir weit lieber als dieses moderne „Wäh wäh, ich wurde im Internet beleidigt, ich sperre alles!“ …

Ich schrieb, daß etwas Öko, egal aus welchen Motiven, schon gut ist, also ist das ja in Ordnung, selbst wenn viel Ablaßhandel dabei ist. Wenn es nicht anders geht, und nicht mehr geht, und mir ist schon klar, daß sehr wenige ihren SUV abgeben werden, selbst wenn es um die Küste Bangladeschs ginge, dann ist das schon okay mit der Landromantik, mühsam ernährt sich das graue Eichhörnchen.

Dennoch verstehe ich diesen offenbar verbreiteten Wunsch nach Regression nicht. Ich dachte, die Menschen wären vom Land in die Stadt gezogen, damit sie es dort besser haben?

Captains Obvious
Captains Obvious

Wer ruft mich?

Captains Obvious
Captains Obvious

Und ich wunder mich, wieso mir ständig die Ohren klingen.

Montana
Montana

Moment mal. Die Sache stimmt? Ich dachte anfangs, ich wäre nur zu blöd, die Ironie zu entdecken. Landidee?!? Hm, hätte ich jetzt nicht erwartet. Seit dem Beitrag „Erinnerungen, unbewohnt und hässlich“ zweifele ich aber nicht an Deiner Kompetenz in diesem Metier.

Keine Ahnung, ob an den Plagiatsvorwürfen etwas dran ist, da ich das Original schon nicht kenne. Auch dessen Erfolg nehme ich jetzt einfach mal zur Kenntnis. Mir ist nur aufgefallen, dass „Landlust“ im gleichen Jahr startete wie „Bauer sucht Frau“.

Also im nächsten Heft bitte eine längere Geschichte über Erlebnisse von Paaren auf Decken in Parks – nein, halt – Streuobstwiesen natürlich. 🙂

urmel
urmel

Warum regt Ihr Euch eigentlich alle sooooooooo darüber auf, dass man eine Zeitschrift darüber macht, wie Naturprodukte heute noch immer genutzt werden können? natürlich ist auch das Konsum, aber auf eine beschauliche Art, finde ich. Wir haben hier einen Beitrag über Kochen gemacht und es war echt ein sehr schönes Ereignis!!!

Onkel Tobi

So, dann stimmen wir ja alle überein, dass in der Zeitschrift eine romantisierte, eskapistische „Idee“ des Landlebens beschrieben wird.

Nahe Verwandte von mir leben auf dem Land, und deren Leben wird von endlosem Autofahren, dem Schützenverein, Nachbarschaftsgetuschel, Fernsehen und Alkoholkonsum bestimmt und nicht von Eichhörnchen, Wildkräutern oder alten Obstsorten.

Dr. Acula

@Tobi
Your point being?

Dr. Acula

@Vogel
Und selbst wenn, was wäre daran unzulässig oder unmoralisch? Auch der Playboy lebt davon, dass er das er ein idealisiertes Frauenbild hegt und pflegt, Autozeitschriften verschwenden Dutzende Seiten auf Karossen, die ein Normalsterblicher nicht mal anfassen darf, etc. etc. etc.

gnaddrig
gnaddrig

Jetzt sollen doch einfach mal alle gehen und das Heft erstmal lesen. Wer das eskapistische Cocooning-Blatt nicht unterstützen will, kann das ja beim Zeitschriftenhändler tun, bis er rausgeschmissen wird. Und dann beim nächsten Zeitschriftenhändler weiterlesen. Und hinterher kommen alle wieder und lesen sich ihre Kommentare nochmal durch.

Yvonne Scharun

Ich kann nur schreiben: Herzlichen Glückwunsch! „LandIDEE“ lässt die Konkurenten „Landlust“ und „Liebesland“ inhaltlich weit hinter sich. Auch das Layout gefällt mir super, obwohl das die anderen auch gut können.
Ich hoffe jedenfalls, dass der komerzielle Erfolg nicht ausbleibt und wünsche Dir noch viel Spaß beim Schreiben.

Sara
Sara

Von wegen inhaltlich besser. Erstes Durchblättern hat gezeigt: Die Landidee käut ohne Ende Themen von Liebes Land wider. Invasion der Eichhörnchen, Streuobstwiesen, alte Badewannen und einige mehr, alles von Liebes Land schon durchgenommene Themen. Wie originell ist das?

Yvonne Scharun

@ Sara: Mag ja sein, dennoch finde ich, dass die Artikel in ihrer Qualität besser sind.
Das Remake eine Spielfilms ist ja auch nicht automatisch schlecht, nur weil zuvor jemand den Stoff verfilmt hat.

Max
Max

Also irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier nur wenige Leute genau lesen, aber schnell urteilen. @sarah: Du hast Recht! Die Realität ist sogar noch übler. Ich habe die erste Ausgabe LandIdee gegen LiebesLand verglichen und ausgewertet. Da staunt sogar der Profi. Nur den Laien wunderts nicht.
Ergebnis: LandIdee hat bei vielen Artikeln von Liebes Land abgekupfert, teilweise fast wörtlich. Peinlich peinlich.
Beispiele hier. LandIdee, Artikel der ersten Ausgabe 8: Streuobstwiesen (in LiebesLand stand das Thema in Heft 10-2008). LandIdee: Thema Eichhörnchen (stand in LiebesLand Heft 11-2008). LandIdee: Ernte (stand in LiebesLand auf 10 Seiten in Heft 10-2008). LandIdee: Holzhacken/Beile (stand in LiebesLand Heft 11-2008). LandIdee: Holunder (stand in LiebesLand Heft 4-2009). LandIdee: Kochen mit Wildkräutern (stand in LiebesLand Heft 12-2008). LandIdee: Duftsäckchen mit Lavendel (stand in LiebesLand Heft 2-2009). LandIdee: Geschichte des Badens (stand in LiebesLand Heft 2-2009).
Ich arbeite im Pressegroßhandel (nennt sich Grosso) und setze mich schon aus beruflichen Gründen mit vielen Zeitschriften auseinander. Ein paar Informationen zur Sache: Die LandLust aus Münster war in den ersten Ausgaben eine Kopie der holländischen Zeitschrift „Landleven“. Die gibt es beim Nachbarn seit vielen Jahren. Erst der überraschende Erfolg der Holländer hat den Münsteraner Verlag ermutigt, LandLust auf den Markt zu bringen. Im ersten und zweiten Erscheinungsjahr der LandLust wurden Artikel in unterschiedlichen Heften (!) doppelt abgedruckt, wörtlich der selbe Text! Das zeigt, wie die Leute dort arbeiteten. Von professionellem Journalismus keine Spur. In unserer Branche entstand damals der Spruch „Die LandLust ist wie die Hose eines älteren Herren: Sieht schön aus, steht aber nichts drin“. Tatsächlich ist das Layout der LandLust auch nach meiner Meinung sehr gut gemacht, wunderschöne Fotos, alles sehr edel. Die Artikel sind hingegen meistens recht inhaltslos, oberflächlich und voller Selbstverständlichkeiten. Sie enthalten wenig bis keine nützlichen Informationen.
LiebesLand sah in den ersten Heften 2008 eher flau aus, ein mattes und raues Papier, alles nüchtern und wenig edel. Die Artikel waren hingegen von Anfang an sehr gut geschrieben, viel Information und Nutzwert, trotzdem unterhaltend. Seit dem Frühjahr 2009 hat sich das Layout geändert, LiebesLand wurde auf besserem Papier gedruckt, Layout und Fotos haben sich drastisch verbessert.
LandIdee wird auf einem dünneren, allerdings glänzenderen Papier gedruckt (spiegelt bei Lampenlicht, ist am Abend schlecht zu lesen), die Artikel fallen sehr kurz aus, das Abkupfern habe ich schon erwähnt. Layout und Fotos sind sehr gut, Inhalt wirkt jedoch auf mich flach und wie ein zusammengeklaubtes Sammelsurium.
Mein persönliches Urteil: LandLust Layout sehr gut, Artikel befriedigend bis ausreichend. LiebesLand Layout gut, Artikel sehr gut. LandIdee: Layout Note gut, Artikel mangelhaft (weil bereits bekannt).
Trotzdem empfehle ich, dass sich jeder erst mal ein eignes Urteil bildet, indem er zwei Ausgaben von jeder Zeitschrift ausgiebig und kritisch liest. Und zwar, BEVOR er eine Meinung abgibt.

Perry
Perry

Naja, dass sich Artikelthemen bei einem derartig eng gestecktem Bereich, wiederholen, ist nun nichts ungewöhnliches. Und hat mit abkupfern nix zu tun.

Sara
Sara

Wenn sich sogar Formulierungen stark ähneln – und das tatsächlich mehrfach -, würde ich das schon als abkupfern bezeichnen…
Und ich weiß nicht. Ist es nicht eine Frage der Kreativität (und auch Leidenschaft fürs eigene Heft), neue Artikelthemen zu finden? Oder wenigstens eine neue Richtung in ein schon bekanntes Thema reinzubringen?

Perry
Perry

„Und ich weiß nicht. Ist es nicht eine Frage der Kreativität (und auch Leidenschaft fürs eigene Heft), neue Artikelthemen zu finden?“

Focus, Stern und Spiegel überschneiden sich auch. Das lässt sich gar nicht vermeiden.

Veronika
Veronika

Bisher habe ich hier nur mitgelesen, aber jetzt muss ich doch mal mein Senf dazugeben. Logisch überschneiden sich Themen bei Zeitschriften, die einen ähnlichen Inhalt haben. Muss ja sein. Aber, wie Sara schon schrieb (ihr Argument wurde ja leider überlesen): Es geht halt nicht nur um gleiche Themen. Es geht um identische Thesen, darum, dass Texte ähnlichen Verlauf nehmen und sogar fast wortwörtlich Gesagtes übernehmen. Natürlich nehmen Focus und Spiegel gleiche Themen durch, jedoch wortwörtliche Wiederholungen fand ich darin noch nie. Außerdem schaffen es die dortigen Redakteure, inhaltlich nicht wieder dasselbe wiederzukäuen was bei der Konkurrenz schon da war, sondern sie machen aus einem obwohl nicht mehr taufrischen Thema doch wieder was völlig anderes, ziehen es neu auf, treiben es in eine andere Richtung. Wenn ich bei Spiegel und Focus jeweils dasselbe Thema ausgearbeitet lese, bin ich trotzdem überrascht. Die Landidee überrascht nicht. Sie sagt nur, was schonn mal gesagt wurde. Daher wirkt tatsäclich vieles „abgekupfert“ und so, als würden sich die Leute nicht die größte Mühe geben und nicht viel Herzblut reinstecken. Ich bin kein Profi auf dem Gebiet wie Max, aber das is meine bescheidene Lesermeinung. Und dass die (nächste) Konkurrenz nicht gelesen wird, ist reichlich unglaubwürdig. Das weiß ich von einer Freundin, die es als langjährige Redakteurin beim TV wissen muss und mir das glaubwürdig versichert. Grüße Vero

Anna
Anna

Ich bin gerade zufällig hier rein gestolpert und möchte mich gerne zu der Frage, wer so etwas kauft, zu Wort melden.

Ich hab die Zeitung zufällig in der Tankstelle in die Hand und dann auch mitgenommen. Ich bin weder Generationen noch Kilometer von echtem Landleben entfernt noch damit beschäftigt, mein nicht vorhandenes ökologisches Gewissen zu tarnen. Was ich und meine Familie aber suchen sind Ruhe, Entschleunigung, bewusstes Erleben und Entspannung. Ich bin als Rechtsanwältin selbständig, betreibe mit meinem Mann zusammen eine Anwaltskanzlei, kann kaum davon leben, habe zwei Kinder von einem und drei Jahren, arbeite voll und bete jeden Abend, dass der nächste Tag 48 Stunden haben möge, damit ich einmal alles schaffe, was auf meinen Listen steht. Mein Mann und ich sind müde, ausgelaugt und immer gehetzt. Wenn wundert es.

Aber wir haben uns im letzten Zwangsurlaub (die Kita hatte Sommerferien) entschlossen, das Tempo endgültig zu drosseln. Wir sind ja auch nicht die ersten, die vor lauter Tempo am Wegrand nichts mehr sehen. Und in genau diesen Gemütszustand, passte diese Zeitschrift. Anstatt von immer rasanteren Veränderungen, Neuerungen und „Must Haves“ zu berichten, versprach sie, mich daran zu erinnern, was Zeit haben bedeutet. Was es bedeutet, Dinge in Ruhe zu tun und einer Entwicklung auch Zeit zu geben. Als wir z.B. Studenten waren, haben wir im Bekanntenkreis im Herbst mit einer uralten Saftpresse per Hand Apfelsaft hergestellt und auf einem Herbstmarkt verkauft. Unzählige Flaschen. Diese Tage waren lang, anstrengend und aus heutiger Warte erschreckend unproduktiv, aber sie sind genau das, was wir so dringend wieder in unserem Leben wollen. An diese Tage hat mich die LandIdee erinnert und das ist mir im Moment viel wert.

Und übrigens, ob abgekupfert oder nicht. Ich kannte bis jetzt keine der Zeitschriften, wären die Artikel deren Themen bereist in vorherigen Ausgaben anderer Zeitschriften aufgegriffen wurden, gestrichen worden, wäre mir einiges entgangen. Genau wie wohl vielen anderen Lesern auch.

Dietmar
Dietmar

@Anna: Das war aber schön zu lesen. Fast wie Eigenwerbung dieser Zeitschrift. Hmm …

Nein, ich glaube das mal 😉 *Daumendrück*

Dietmar
Dietmar

Upps! Das wollte ich auch nicht unterstellt haben …

himbeerbluete
himbeerbluete

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, auf einem Bauernhof für ein paar Jahre sogar und lebe derzeit in der Großstadt. Ich möchte aber unbedingt mir später ein Stück Land kaufen und Tiere halten. Für mich ist das das schönste! Das Heft passt wunderbar zu dazu, hab ich mir gekauft!

Maria Zauberfee

Bin über Tiwtter auf diese Diskussion gestoßen und muß einfach auch etwas dazu sagen. Auch ich – und viele meiner Gartenfreunde, die Landlust ziemlich von Anfang an mit Begeisterung lesen – , denke(n) „das
hast Du doch schon mal gelesen“. Ist einfach so, wie @Max – danke für die Recherche! ja belegt. „Die Artikel [Landlust] sind hingegen meistens recht inhaltslos, oberflächlich und voller Selbstverständlichkeiten. Sie enthalten wenig bis keine nützlichen Informationen“. Da muß ich – zumindest was das Thema Garten betrifft, was mich am meisten interessiert, allerdings heftig widersprechen.
Die Artikel sind nicht“ nur“ befriedigend bis ausreichend, sondern sehr gut bis gut! Die Autoren sind, das merkt man, absolute Fachleute, während ich mich bei @wortvogel – „Artikel über Invasion der grauen Eichhörnchen, die Besonderheiten von Marienkäfern, und die Ästhetik antiker Badewannen“ frage, wie kommt er auf diese Themen? Ich habe mich mal hier auf der Seite umgesehen und in die Biographie reingeschaut – nirgends auch nur eine Andeutung, daß sie sein Interesse betreffen. Warum schreibt er nicht über Kino? (Es gibt Filme über das
Landleben *grins*) Unnd dass die (nächste) Konkurrenz nicht gelesen wird, Himmel, wer soll das denn glauben?? Bin übrigens mal gespannt, wann die Konkurrenz das Calendarium“ in der Landlust aufgreift?

Aiv
Aiv

Maria möchte ja gerade, dass du auch in der Landidee über das Kino schreibst, weil das deine Interessen besser träfe als Eichhörnchen 😉

Maria Zauberfee

„bei den Autoren der Landlust VERMUTEST du, dass es Experten sind“ – nein, ich weiß es! Weil ich sowohl Frau Lorey und Frau Birne (wie gesagt, ich rede von gartenrelevanten Themen) seit vielen Jahren kenne und somit auch ihren beruflichen Werdegang.
„bei mir UNTERSTELLST du, ich sei keiner, weil auch meinem Blog nichts dazu steht“ – ich unterstelle nicht, ich wundere mich nur- das darf ich doch, oder? Ob Dein Eichhörnchenartikel gut ist oder nicht, kann ich nicht sagen, da hab ich einfach zu wenig Ahnung. Aber wie gesagt – es klingelte im Kopf: hab ich doch schon mal gelesen… (und ich lese sonst nichts über Eichhörnchen!)

@AIV – du hast es erfaßt *grins*- das wäre jedenfalls ein Thema, das in noch keiner der Zeitschriften auftaucht *winke grins*.
Übrigens gibt es zig Gartenzeitschriften – aber jede hat ihr eigenes „Profil“, ein eigenes Konzept, das sie voneinander unterscheidet. Und das fehlt eben bei Landidee und auch bei LiebesLand… Aber kann vielleicht ja noch werden – ich verfolge es jedenfalls neugierig.

Sonni
Sonni

Ich habe Landidee beim Arzt gelesen und bin dann wie bekloppt rumgerannt, um Mitte September noch ein Heft zu bekommen. Ich bin Städter in Randlage, selbsständiger Dauerarbeiter und beschäftige mich seit einiger Zeit mit Kräutern und Gesundheit. Der Zuzug unseres Hundes vor drei Jahren hat mein Leben entschleunigt und dafür gesorgt, dass ich wieder sehe wie schön ein Tautropfen auf einer Blüte aussieht Mir ist egal wer oder ob jemand von jemandem abgeschrieben hat. Ich finde das Hefft schön, informativ und wie bei jeder Zeitschrift Raum für eigene Entdeckungen und Meinungen. Danke für den Tip mit Bienenhof Pausch. Habe bestellt und alles lecker. Ich warte ungeduldig auf das nächste Heft und schaue jeden Tag in meien Briefkasten, weil ich habe Probe Abo.

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[…] 1: Ich schreibe für die “LandIdee”. Das ist bekannt. Ein wertiges Heft, und wirklich befreiend, weil es grundsätzlich um positive Dinge geht, um das […]

Anneliese Haenle-Thomas
Anneliese Haenle-Thomas

Ich bin durch Zufall auf eine Werbung von LandIDEE gestossen und hätte gerne den Artikel “ Das Geheimnis der alten Apfelsorten“. Da ich in Australien bin habe ich keine Möglichkeit die Zeitschrift zu kaufen. Vielleicht gibt es für Sie die Möglichkeit mirden Artikel per mail zukommen zu lassen.
Vielen Dank.
Anneliese Haenle-Thomas