Ja, ich weiß, dass mit den aktuellen DVD-Heulern nimmt überhand, aber was soll ich machen? Wenigstens habe ich diesmal einen echten Klassiker (von Disney!) untergemischt. Und sooo uninteressant sind die Filme ja gar nicht…

Invasion (aka Infection)

invasionUSA 2005. Regie: Albert Pyun. Darsteller: Scott Paulin, Jenny Dare Paulin, Morgan Weisser u.a.

Das ist mal wieder richtig typisch.

Nach dem Film habe ich schon ewig gesucht – gedreht in Echtzeit, in einer einzigen Aufnahme, die 63 Minuten dauert. Keine Schnitte, keine Tricks. Regisseur Pyun sagte in einem Interview mit dem Ko-Autor meines Charles Band-Buches, dass er auf den Film sehr stolz wäre, denn „Invasion“ sei mutig und experimentell.

Nur leider kam und kam der Film, gedreht unter dem Titel „Infection“,  nicht auf den Markt. Erst als im Kino das Remake von „Invasion der Körperfresser“ mit Nicole Kidman anlief (und floppte), bequemte sich Lionsgate, Pyuns thematisch ähnlich gelagerten Streifen auf DVD zu veröffentlichen – unter dem Namen „Invasion“.

Ist mir alles vergleichsweise schnurz und piepe, denn nun konnte ich mir den Film endlich besorgen. Fix bei Amazon in den USA eine DVD bestellt – und nach drei Wochen den ollen Kidman-Film im Briefkasten gehabt! Das hat man davon…

Kürzlich erwähnte dann einer der Leser bei Badmovies, dass er den Film gesehen habe, und ich konnte ihm seine DVD leihweise aus dem Kreuz leiern. Bei der Suche nach der Artwork für diesen Artikel stelle ich dann fest, dass es „Invasion“ schon seit einigen Wochen in Deutschland auf DVD gibt. Hätte mir das keiner sagen können?!

Genug gemeckert. Ran an den Film.

„Invasion“ erzählt 63 Minuten einer außerirdischen Invasion aus der Sicht einer Videokamera, wie sie in den USA auf das Armaturenbrett jedes Polizeiwagens montiert sind. Es ist Nacht, es ist irgendwo in der Pampa, und während eines seltsamen Meteoritenschauers soll ein Streifenpolizist prüfen, wo ein Kleinstadt-Bewohner abgeblieben ist. Er findet ihn auch – und sich selbst bald von einem Alien-Virus infiziert, das aus Menschen willenlose Zombies macht. Der Polizeiwagen wird von einer jungen Frau gekapert, die vor ihrem infizierten Freund flieht. Über Funk nimmt sie Kontakt zum Sheriff auf, der von seiner Polizeistation aus versucht, die Hintergründe der seltsamen Vorgänge aufzudröseln…

Ich sehe mich außerstande, diesen Film zu bewerten. Stattdessen kann ich euch nur zwei anscheinend konträre Interpretationsansätze anbieten.

Kritik 1: „Invasion“ ist eine Frechheit. Ein No Budget-Film, der zu 90 Prozent aus der Aufnahme einer nächtlichen Landstraße besteht, und mangels Alternativen seinen Alien-Plot mühsam aus dem Off erzählt, um nicht weniger mühsam über eine Stunde Laufzeit zu kommen. Spielfilmlänge wird erreicht, in dem der Nachspann auf rekordverdächtige 16 MINUTEN gestreckt wird. Würde man die ewigen Autofahrten rausnehmen, reduzierte sich „Invasion“ auf die beliebige Fluchtszene einer Nebenfigur in „Cloverfield“ von vielleicht 30 Sekunden Laufzeit.

Nicht mal die eigene Prämisse, authentisches Videomaterial à la „Blair Witch Project“ zu zeigen, wird konsequent durchgehalten: es gibt einen (monotonen) instrumentalen Soundtrack, und das Polizeiauto hat keinerlei Motorengeräusch (man wird den Verdacht nicht los, dass ein paar Aushilfen den Wagen geschoben haben).

Das Budget für den Film, der ja komplett binnen zwei Stunden gedreht werden konnte (das dürfte ein Rekord sein), reichte nicht einmal für die Hubschrauber und Flugzeuge, die wir nur als Soundeffekte erleben. Zusammen mit den banalen Gesprächen über Polizeifunk, und dem völligen Fehlen von „on screen action“ wirkt „Invasion“ nicht wie ein Film, sondern wie ein inhaltlich schwachbrüstiges Hörspiel, dem man auf der Videospur eine dieser gefilmten Autofahrten, die früher im TV-Nachtprogramm liefen, angeklemmt hat.

Ihr glaubt mir nicht? Hier mal willkürlich ausgewählte 100 Sekunden aus der Filmmitte:

http://www.vimeo.com/5005380

Das ist kein Scherz. Der ganze Film sieht so aus!

Natürlich lässt sich allein durch die Tatsache, dass wir die (wenigen) Ereignisse nur vage und aus der Ferne erleben, eine gewisse Spannung ziehen. Aber der Film baut daraus nichts, weil er außer „Alien-Sporen übernehmen Menschen“ absolut keinen Plot besitzt. Die Figuren, die wir nur ab und an mal im Scheinwerfer-Licht sehen, haben keinerlei Identität, und laden folgerichtig auch nicht Identifikation ein.

So willkürlich, wie der Film anfängt, hört er dann auch irgendwann auf. Es gibt keinen Aufbau, keinen Höhepunkt, keinen dritten Akt, kein Finale. Es ist einfach Schluß.

Vielleicht nehme ich demnächst mal eine meiner Nachtfahrten nach Düsseldorf auf Video auf, spreche dabei gruselige Sachen ins Mikro, und versuche das Ergebnis an Lionsgate zu verhökern. Allein das Benzingeld (mein Wagen wird ja nicht geschoben) dürfte für ein höheres Budget sorgen, als „Invasion“ zur Verfügung hatte.

Kein Film – ein Witz. Und nicht mal ein besonders guter. Sowas sollte man nicht vermarkten dürfen – das ist allenfalls als Bonus-Material (im Web oder auf DVD) zu einem „richtigen“ Film zu rechtfertigen.

Wenn er drauf gekommen wäre – Uwe Boll hätte „Invasion“ sicher auch gerne gedreht. Einziger Unterschied: Den Sheriff hätte vermutlich Michael Paré (statt Scott Paulin) gespielt.

Kritik 2: „Invasion“ ist womöglich brillant. Ach was: KUNST! In der völligen Abkehr von traditionellen Erzählmustern erfindet Pyun den „Anti-Film“. Eine Handlung wird nicht mehr erzählt, sondern nur durch Geräusche und Dialog-Schnipsel angedeutet – die Geschichte dazu muss sich der Zuschauer selber zusammen denken. Kopf-Kino der reinsten Sorte.

Die statische Linse im Polizeiwagen ist das Gegenteil von Karl Freunds „entfesselter Kamera“, sie macht uns hilflos, weil sie dem Geschehen nicht folgen kann, und immer wieder die Handlung aus dem Auge verliert. Wir sind als Zuschauer in Echtzeit und Raum gefangen. Was erzählt wird, muss zur Kamera gebracht werden, weil die Kamera nicht der Erzählung folgen kann. Diese Einbeziehung der filmischen Technik, die eigentlich unsichtbar bleiben soll, setzt sich in der Beleuchtung fort: Die Figuren werden in den Kegel des Suchscheinwerfers getrieben, der eben kein Handwerkszeug des Beleuchters ist, sondern integraler Teil der Dramaturgie.

„Invasion“ schüttelt Lästigkeiten wie Handlung und Logik ab, macht sich frei. Braucht jemand, der stundenlang von einer Brücke aus den Verkehr auf einer Autobahn betrachtet, eine Handlung? Jemand, der Kinder im Park beim Spielen beobachtet? „Invasion“ erzählt nicht, „Invasion“ geschieht.

Die Reduktion von Dramaturgie und Plot spartanisch zu nennen, wird dem Film nicht gerecht. Die Sogwirkung der Nacht, der Strasse, des Lichtkegels, ist beachtlich. Wie Treibsand zieht er den Zuschauer nach unten – und wie Treibsand lässt er nicht wieder los.

„Invasion“ ist „Krieg und Frieden“, verkleinert auf ein Haiku. Ein Limerick, aufgeblasen auf Spielfilm-Länge. Ein animierter Bildschirmschoner mit Soundeffekten.

Und vielleicht haben wir damit nur die Oberfläche angekratzt, weil „Invasion“ sich jeder Tiefe verweigert. So wie die Aliens die Menschen übernehmen, um eine neue, tumbe Herrschaft aufzubauen, so will „Invasion“ die Kunst des Kinos übernehmen, sie untertan machen. „Invasion“ ist selbst infiziert, Vorbote einer neuen Weltordnung, ein cineastischer Zombie, der träge vom „neuen Film“ kündet, wie David Cronenberg vom „neuen Fleisch“. Er ist, was er beschreibt, Wirt und Parasit zugleich – wie viele Filme können das schon von sich sagen?

Darby O’Gill and the Little People

darbyUSA 1959. Regie: Robert Stevenson. Darsteller: Albert Sharpe, Janet Munro, Kieron Moore, Jimmy O’Dea, Estelle Winwood u.a.

Disney hat in den letzten 60 Jahren erheblich mehr Filme produziert, als die meisten Menschen sich vorstellen können. Zu oft wird der Konzern mit seinen Zeichentrickfilmen gleichgesetzt, obwohl man im Haus der Maus schon sehr früh auf Realfilme setzte. Onkel Walt war dabei oft genug Innovator, und seiner Zeit voraus: Disney war das erste große Studio, das seine Produkte ans Fernsehen (genauer: ABC) verkaufte, als alle anderen Hollywood-Firmen noch hofften, der neumodische Schnickschnack TV würde sich in ein paar Jahren von selbst erledigen. Und Disney produzierte zu seinen Filmen Features, mit denen er sie in der Sendung „Disneyland“ anpreisen konnte – vergleichbar mit den aufwändigen „Making ofs“ der heutigen DVDs. Auch zu „Darby O’Gill“ gab es ein Special mit allen Stars, welches nun für die Neuveröffentlichung als Bonus aus den Archiven gekramt wurde.

In Deutschland kam der 1959 gedrehte Streifen erst 1987 als Video-Premiere unter dem langweiligen und irreführenden Titel „Das Geheimnis der verwunschenen Höhle“ auf den Markt. Wirklich ein Wunder, dass sich weder ZDF noch ARD jemals für diesen wunderbaren Familienfilm interessierten.

Die Handlung ist so einfach wie amüsant: Der alte Ire Darby O’Gill verwaltet das Gut eines Adeligen, und hat in Katie eine schöne Tochter. Er trinkt öfter einen über den Durst, und erzählt dann von den Kobolden, die in einer Ruine auf dem Berg leben. Die Dorfbewohner glauben seine Geschichten gern – und sie sind tatsächlich wahr. Darby und den König der Kobolde verbindet fast sowas wie eine Freundschaft.

Lord Fitzpatrick möchte Darby gerne aufs Altenteil schicken, und holt den schmucken Michael als Nachfolger ins Dorf. Darby sieht seine einzige Chance darin, den Kobolden ein paar Wünsche abzuluchsen, um seiner Tochter eine wohlhabende Zukunft zu vermöglichen. Doch Katie hat ganz andere Probleme: Dorfschönling Pony will sie zur Frau – und ausgerechnet Michael, der ihrem Vater den Arbeitsplatz streitig macht, umgarnt sie ebenfalls.

darby2

„Darby O’Gill“ bietet genau das, was man erwartet, wenn Disney sich irischen Volkssagen widmet – ein buntes, an keiner Stelle „realistisches“ Abenteuer, mit Liebe zum Detail, viel Musik, und garantiert kinderfreundlich.

Die Schauspieler (überraschenderweise größtenteils aus echten Iren bestehend) sind durch die Band sympathisch, und an keiner Stelle kommt echtes Drama auf – selbst „Bösewicht“ Pony ist nicht mehr als ein selbstverliebter Raufbold. Janet Munro als dickköpfiges irisches Mädchen mit frechem Mundwerk ist ganz bezaubernd – umso betrüblicher, dass sie im wahren Leben ein frühes, und gar kein schönes Ende nahm.

Ich gebe allerdings zu, in der Besetzungsliste einen der Hauptdarsteller unterschlagen habe – ich wollte euch die Überraschung bei diesem Clip nicht verderben:

http://www.vimeo.com/4884189

Ja genau, er ist es! Und er müht sich den ganzen Film über redlich, nicht zu „schotten“, schließlich spielt er einen Iren. Allein sein Auftritt macht den Film sehenswert – und zeigt, dass er locker auch „leichtere“ Filme hätte drehen können, wenn man ihn nicht als Actionheld festgenagelt hätte.

Die Spezialeffekte sind teilweise überraschend effektiv:

http://www.vimeo.com/4884377

Kurzum: Es ist nicht einzusehen, warum „Darby O’Gill“ hierzulande fast unbekannt ist – er ist ein Spass für jedes Alter, und auch nach unglaublichen 50 Jahren noch kein bisschen angestaubt.

directcontactuncutDirect Contact

USA 2009. Regie: Danny Lerner. Darsteller: Dolph Lundgren, Michael Paré, Gina May, James Chalke

Ich wollte keine Lundgren/Seagal/van Damme-Kracher mehr gucken, ehrlich. „The Mechanik“ hat mir vollauf gereicht. Aber es gibt so Abende, da hat man keine Lust auf „Anspruch“, da möchte man strunzdoofe Action, um dem Hirn eine Auszeit zu gönnen. Und dann findet sich immer einer, der munkelt, „der neue Lundgren soll gar nicht schlecht sein“. Soll. Sowas kommt nie aus erster Hand. Hinterher heißt es dann immer entschuldigend: „Ich hatte das ja auch nur gehört“.

Die Story von „Direct Contact“ ist so generisch wie der Titel: Lundgren ist mal wieder ein Ex-Soldat, und mal wieder ist eine Frau aus den Fänger fetter osteuropäischer Fieslinge zu retten. Im Grunde genommen der gleiche Plot wie bei „The Mechanik“. Es gibt ein paar magere Twists, Freunde entpuppen sich als Feinde, und umgekehrt. Man fahrt von a nach b, von b nach c, und manchmal wieder nach a zurück. Es wird viel geschossen, bulgarische PKW im Dutzend verschrottet, und slawische Komparsen radebrechen banale Dialogzeilen, bevor sie erschossen werden:

http://www.youtube.com/watch?v=7B6m6vXT4k4

War „The Mechanik“ noch über weite Strecken bloß banal und einfallslos, so ist „Direct Contact“ wirklich nur noch eine filmische Resteverwertung, ein klapperiges Vehikel, um Explosionen und Verfolgungsjagden aus satten SECHS früheren NuImage-Folgen zu recyceln: US Seals, Undisputed II, Derailed (van Damme!), Special Forces, Frogmen, und Out for a Kill (Seagal!). Praktisch alles, was hier Schauwert hat, kommt aus dem Archiv – und es fällt nicht nur deshalb auf, weil das Alt-Material eine erheblich höhere Farbsättigung aufweist.

Höhepunkt dieser Farce ist sicherlich die Verfolgungsjagd, bei der man Lundgren und seine Begleiterung in einem Wagen vor eine Greenscreen gesetzt hat, um im Hintergrund eine Actionszene aus einem anderen Film einzuspiegeln – zusammen mit den Totalen (in denen nur EINE Person im Wagen sitzt) hat das den irritierenden Effekt, dass man hinter Lundgren immer den Wagen fahren sieht, in dem er eigentlich selbst sitzen soll! Schwer zu erklären, aber komplett Banane.

Nur konsequent, dass sogar das DVD-Cover ein Bild aus „The Mechanik“ zeigt. In „Direct Contact“ ist praktisch nichts neu.

Wie kackfrech der Einsatz von Stock Footage in „Direct Contact“ ist, wird besonders in der großen Actionszene zur Filmmitte deutlich, wenn Dolph aus der Innenstadt von Sofia in 30 Sekunden aufs platte Land fährt, aus dem Sommer in den Winter, dann scheinbar im Nahen Osten landet, und am Ende ebenso schnell wieder ins heimischen Hotel findet – während seine Kawasaki sich in eine Yamaha verwandelt:

http://www.vimeo.com/5005445

Zu allem Übel ist der Clip noch schwer irreführend: er lässt den Film halbwegs aufwändig aussehen – dabei regiert in den restlichen 90 Minuten der filmische Küchenmeister Schmalhans.

Um die diversen Fremdsequenzen unterbringen zu können, muss sich das Drehbuch immer wieder hanebüchene Kehrtwendungen ein- und gefallen lassen. Jeder Versuch, dem an sich gradlinigen Plot durch alle Kapriolen zu folgen, die ihn von Explosion zu Explosion treiben, verursacht Kopfschmerzen. Hier passt wirklich gar nichts zusammen.

Das bisschen Original-Action (zumeist von der Sorte „ruckzuck ist die Fresse dick“) ist schlampig und lustlos inszeniert: die Darsteller verfehlen einander gerne mal um einen halben Meter, und der Cutter lässt jeden Shot zehn Frames zu lange stehen. Hier haben die Remmidemmi-Serien der 80er („A-Team“, „Airwolf“) Pate gestanden, und die letzten 25 Jahre Action-Kino sind gar nicht passiert.

Lerners Hilflosigkeit als Regisseur zeigt sich auch darin, dass er nicht in der Lage ist, die komplette Talentlosigkeit von James Chalke (Lundgrens Bodyguard!) zu kaschieren, der als Bösewicht zu Heiterkeitsausbrüchen einlädt. Bei der obligatorischen Sexszene hat man mal wieder das Gefühl „wir müssen es ja nicht mögen, aber irgendwie rein muss es schon“ – ich habe euch die beiden Clips mal zusammengeschnitten:

http://www.vimeo.com/5006382

Auch die Darsteller scheinen zu wissen, worauf sie sich eingelassen haben: Lundgren sieht zwar besser genährt aus als in „The Mechanik“, spielt aber so stoisch, als wäre sein schauspielerisches Talent ein begrenzter Vorrat, den er nicht weiter erschöpfen will. Michael Paré nutzt nach diversen Boll-Filmen die Chance, endlich mal wieder sauber rasiert und gut gekleidet rumzulaufen – und man fragt sich prompt, war er keine größere Karriere gemacht hat. Gut aussehen tut er nämlich immer noch.

„Direct Contact“ ist das filmische Äquivalet eines Auflaufs, in den ein hungriger Student alles reingeschüttet hat, was der Kühlschrank noch hergab. Viel Parmesan drauf, und ab in den Backofen – vielleicht schmeckt man am Schluss die Gummibärchen und den halben Apfel gar nicht. Ein Irrtum.

Kurzum: Die Filme von NuImage sind schon derart einfallslos und billig, da sollte man als Konsument erwarten können, nicht bei jeder Actionszene ein Deja Vu-Gefühl zu haben. Sowas wie „Direct Contact“ geht gar nicht.



avatar
16 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
11 Comment authors
Micro-Reviews (3): Fantasy Filmfest-Nachlieferung | Wortvogel – 100 % Torsten DewiAlbert Pyun – unpleasantly insane | Wortvogel – 100 % Torsten DewiExverlobterFantasy Film Fest 2010: The Silent House @ Wortvogel – 100 % Torsten DewiPeroy Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
theNerd
theNerd

„Darby O’Gill and the Little People“ lief irgendwann mal im Feiertagsprogramm auf RTL oder Sat1 wenn ich mich recht erinnere. Der Film hat imho auch die Halmi Mini-Serie “ The Magical Legend of the Leprechauns“,welche natürlich weniger charmant daherkommt, stark beeinflußt.

Lari
Lari

Ach komm, die 2. Kritik zu „Invasion“ glaubst Du doch selbst nicht (Was natürlich nicht heißt, dass im Film die von Dir genannten Aspekte nicht zum Tragen kommen – nur eben sicher nicht von Pyun so gedacht)!
Der Streifen würde sich eigentlich für ein Remake anbieten – ich guck mal, ob ich jetzt am Wochenende ein, zwei Stunden Zeit übrig habe. 8)

Paddy-o
Paddy-o

Drei extrem unterschiedlich Filme – danke, war sehr interessant!

@the singing scotsman:
Für mich immer wieder erstaunlich, was für einen Unterschied es zwischen Sing- und Sprechstimme geben kann. Die Schottin hier hat’s ja unlängst auch schon bewiesen http://tinyurl.com/ag9hxp

Auch Leute die sonst stark stottern, können einwandfrei singen… Faszinierend 😉

Tornhill
Tornhill

Hm, auch ich neige irgendwie dazu, die zweite „Invasion“-Kritik für Schwindel zu halten… Vielleicht muss die Grundidee mal gemacht worden sein (wie Warhols „Empire“), aber den fertigen Film braucht die Welt wohl doch weniger. 😉

„Darby O’Gill“ rockt allerdings wirklich die Hütte!
Ich hab ihn als Kind gesehen, kannte aber schon jene andere Filmreihe, durch die der überraschende (und darum auch von mir nicht genannte) Star des Films bekannter wurde.
Spezielle Erwähnung hätte jedoch die verdammt gruselige Banshee, direkt aus dem lodernd eiskalten Herzen des neunten Höllenkreises verdient, deren bloße Anwesenheit jeden Zuschauer zur abergläubisch kreischender Urzeitkreatur zurück zu entwickeln.
Selbst für den Nostalgia Critc das gruseligste Ding auf Erden…zu Recht!

Dietmar
Dietmar

,,Auch Leute die sonst stark stottern, können einwandfrei singen… Faszinierend“

Das liegt an der Atemtechnik, die man beim Singen braucht. Es gibt eine Therapie gegen das Stottern, die beim Atemfluss ansetzt.

*Klugscheiss-Mode off*

Peroy
Peroy

„Invasion“ gibt’s schon ?!?

comicfreak
comicfreak

..okay, “Darby O’Gill” ist bestellt; ich sag dir dann, was der Junior davon hält (und von der Banshee).

Wenn sie so gruselig ist, wie Tornhill behauptet, will der Kurze das wohl in Endlosschleife für seine nächste Halloween-Party, bei der letztes Mal schon 80% der Geladenen aus nervlichen Gründen abgesagt haben.

😉

Tornhill
Tornhill

@comicfreak:
Sehr gut! Ich bin gespannt, auf die Ergebnisse (ich muss gestehen, mich selbst hat die Banshee auch eher beeindruckt als erschreckt, aber ich war schon immer fanatischer Monster- und Effektfan, so dass ich da wohl nie ein Maßstab war).
Aber wie gesagt, der Kollege NC hat sie noch immer nicht verkraftet:

http://www.thatguywiththeglasses.com/videolinks/thatguywiththeglasses/nostalgia-critic/188-top-11-scariest-nostalgic-moments

Mathias
Mathias

Zu Darby O’Gill möchte ich noch folgenden Tipp geben 😉

http://www.myspace.com/darbyandthelilpeeps

reptile
reptile

Wow. „Invasion“ ist wirklich eine neue Marke und ich habe wirklich sehr viel Low/No Budget Sachen gesehen.

Ich habe grade dieses Jahr meinen ersten Spielfilm produziert. Danke, jetzt habe ich WIEDER einen Beweis mehr das ich gar nicht so schlecht sein kann:-)

Ich dachte „The Dark Area“ ,“Five across the Eyes“ und „I am the ripper“ wäre schon der Gipfel der Frechheit an Filmen die Vertrieben werden aber DAS?
Dann sollte ich ja keine Probleme haben einen Vertrieb zu finden. Das dumme ist nur: Ich MUSS Invasion jetzt natürlich auch 1x ganz sehen, einfach als Motivationsspritze.

Peroy
Peroy

„Ich dachte “The Dark Area” ,”Five across the Eyes” und “I am the ripper” wäre schon der Gipfel der Frechheit an Filmen die Vertrieben werden aber DAS?“

Aber WAS? Das ist einfach nur der erbärmliche „Blair Witch Project“ einen Schritt weiter gedacht, wieso nicht? Trotz des Wortvogelschen Verrisses traue ich dem Pyun aber immer och zu, dass er was draus gebacken bekommt, denn die Idee selbst hat durchaus was für sich…

Die Nulpen-Auswahl ist übrigens herrlich, da kennt einer seine Scheissfilme… 8)

trackback

[…] erste Horrorfilm, der in nur einem Take gedreht wurde. Das wäre allerdings zuerst einmal “Infection” von Albert Pyun. Hinzu kommt, dass “Silent House” offensichtlich an diversen […]

Exverlobter
Exverlobter

Direct Contact hab ich noch nicht gesehen, aber Stock-Footage bei B-Actionern ist ja keine Seltenheit. Das macht Steven SEagal ja andauernd. Bei Lundgren war die Resteverwertung vor allem um die Jahrtausendwende, (Stormcatcher, Agent Red) üblich. Bei den neueren Machwerken eher nicht. Anscheinend ist Direct Contact da die Ausnahme.
Hoffen wir das Expandables für einen Karriereschub bei Dolph sorgt (und das Uwe Boll den in Dugeon Siege 2 nicht wieder zunichte macht)

trackback

[…] Er ist anders als viele Trashfilm-Regisseure, die alles filmen, was sich irgendwie refinanzieren lässt. Albert Pyun ist “a man on a mission”. Seine Filme sind fast immer im besten Fall kryptisch, im schlimmsten Fall verworren. Sie handeln gerne von Cyborgs und der Suche nach der eigenen Erlösung, als versuche Pyun seit 30 Jahren, der dramaturgischen Struktur von “Blade Runner” auf die Spur zu kommen. Hat er mal ordentlich Geld, bringt er B-Kracher wie “Talon – Im Kampf gegen das Imperium” oder “Nemesis” zustande. Hat er keins, bescheißt er die Regierung von Guam oder foltert den Zuschauer mit Non-Narrativen wie “Infection“. […]

trackback

[…] Pyuns erster Versuch, so etwas wie einen Echtzeit-Film zu drehen, war einer der Totalausfälle des FFF 1996 – und es müht einem fast schon […]