25
Jun 2009

Kino-Kritik: Transformers – Die Rache

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

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USA 2009. Regie: Michael Bay. Darsteller: Shia LaBeouf, Megan Fox, John Turturro und viel CGI-Blech

Geht woanders hin, wenn ihr einen fairen Transformers-Review lesen wollt. Ich hasse Michael Bay mit derselben Inbrunst, mit der ich Uwe Boll verachte. Im Fall von Bay paart sich die Abneigung mit ohnmächtiger Wut, weil der Rest der kinogehenden Welt meine Meinung nicht zu teilen scheint. Armageddon, Pearl Harbor, Transformers – Bay macht genau die Sorte Blockbuster, zu denen Feuilltonisten Begriffe wie "Untergang des Abendlandes" und "Kulturverfall" rauskramen. Und ich weiß dann nie, wie ich dagegen halten soll. Es stimmt.

"Transformers" war ein gigantischer Erfolg, das läßt sich nicht bestreiten. Der Film hat über 700 Millionen Dollar weltweit eingespielt. Nun gab es für Bay zwei Möglichkeiten, die Fortsetzung anzugehen:

1) Aus der Sicherheit des kommerziellen Erfolges heraus die Fehler des Films analysieren, ausmerzen, die Charaktere und den Transformer-Mythos weiter ausbauen, und dank der nun etablierten technischen Vorgehensweise mehr Augenmerk auf Story und Dialoge legen.

2) Lauter, schneller, größer – BUMM!

Dreimal dürft ihr raten…

Leidet meine Glaubwürdigkeit, wenn ich WIEDER MAL behaupte, nun endgültig den Bodensatz des seelenlosen und hirntoten Effekt-Spektakels gesehen zu haben?

„Transformers 2 – die Rache“ handelt angeblich von der Suche nach einer mystischen Energiequelle, mit der die Decepticons ihren Fortbestand sichern wollen – indem sie unsere Sonne auslöschen. Tatsächlich geht es aber 147 Minuten lang ausschließlich darum, in blendenden Funkenregen und Explosionen aufeinander eindreschende Roboter zu zeigen. Die Plotte kann an Komplexität nicht einmal mit dem Spielzeug mithalten, auf dem sie beruht. Es geht letztlich darum, irgendwelche Teile zusammen zu stecken, damit irgendwas aufleuchtet. COLLECT ALL PARTS! LET THEM FIGHT! BATTLE X-TREME!

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Über den Daumen gepeilt werden dem "menschlichen Drama" des Films 7 der 147 Minuten eingeräumt, und es reduziert sich auf drei banale Stränge:

– Sam kann Mikaela nicht sagen, dass er sie liebt

– Sam möchte, dass seine Eltern ihm vertrauen

– Sam möchte nicht immer der Retter der Welt sein

Ihr merkt es schon: großes Gefühlskino – auf dem Level eines Sesamstraßen-Beitrags.

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Weil die menschlichen Charaktere in "Transformers – die Rache" nur marginale Funktionen haben, trifft es Megan Fox mal wieder ganz besonders hart: mir sei die Frage erlaubt, warum sie in den Credits überhaupt noch namentlich genannt wird. "Geiles Stück" hätte völlig gereicht. Sie ist ein FHM-Pictorial in Bewegung, ihre Performance ist ständiges Schaulaufen in Fetisch-Outfits, verlangt wird von ihr nicht Tiefe und Glaubwürdigkeit, sondern Lipgloss und Mascara. Frauen sind für Michael Bay Fleisch, bestenfalls Trophäen.

Was jenseits von LaBeouf und Fox da noch an Menschmaterial kreucht und fleucht, ist nur noch Stichwortgeber der übelsten Sorte. Sams Eltern sind endgültig zu Karikaturen verkommen – Mama isst aus Versehen Hasch-Brownies, wie lustig! Die coolen Computer-Nerds sagen schlaue Sache wie: "Das Internet ist die pure Wahrheit, Mann! Videos können nicht lügen!". Und der Super-Hacker entpuppt sich als mittelalter jüdischer Fleischer. Man fasst es nicht.

"Transformers – die Rache" hat exakt EINEN Moment, in dem man so etwas wie eine Verbindung zu dem Geschehen auf der Leinwand aufbauen kann: bei einem Sturz bricht sich Sam die Hand, läuft fortan mit einem Verband herum. Leser der entsprechenden Klatschblätter wissen: die Szene musste eingebaut werden, weil Schauspieler LaBeouf sich bei einem Autounfall übel verletzt hatte. Dieser reale Augenblick bringt uns dem Charakter näher als alles, was ihm die Autoren in den Mund legen.

Der Rest ist Lärm. Overkill. Ludovico-Therapie.

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Schon längst haben die Filme das Genre der Science Fiction hinter sich gelassen – "Transformers – die Rache" ist lupenreine Fantasy. Die Roboter haben immer genau die Kräfte, die für die Dramaturgie nötig sind (diesmal kommt Teleportation hinzu), es gibt mystische Meister, und geheimnisvolle Energien. Auch das Kernstück der Franchise, die Transformation in andere Vehikel, versucht nicht mal mehr den Anschein von Plausibilität: Größe, Masse und Beschaffenheit der Roboter kann sich beliebig ändern, die Teile brauchen nicht mal mehr ineinander zu passen. CGI wird’s schon richten.

Nun sind viele Hollywood-Blockbuster schlecht und dumm – "Transformers – die Rache" schafft es zur heiligen Dreieinfaltigkeit: er ist auch noch schwer ärgerlich. Ein ganz fieses Stück imperialistischer Propaganda, in dem die Menschen nur noch Nebenrollen spielen, und selbst moralische Entscheidungen von Maschinen getroffen werden.

Schon Teil 1 war ein Rekrutierungsvideo für die Army, das jeden Krieg für notwendig erklärt, und jede Skepsis für staatsfeindlich. Vertraue den Maschinen, stelle keine Fragen. Teil 2 führt die widerliche Bush-Ideologie konsequent fort: man kann sich die Kriege nicht aussuchen, Amerikaner machen die Drecksarbeit für den feigen Rest der Welt, und Diplomatie ist was für Pussies. Im Zweifelsfall ist auf die Politik kein Verlass, und die Armee muss auf eigene Faust handeln. Nichts gegen einen naiven Hurra-Patriotismus und Waffen-Fetischismus, aber das hier ist obszön. „Transformers – die Rache“ soll nämlich Unterhaltung für eine primär jugendliche Zielgruppe sein. In dieser Funktion ist der Film genau die Sorte Kriegsspielzeug, die man seit den pädagogischen 70ern verbieten wollte.

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Das ist kein Zufall: Im Gegensatz zu anderen Spektakel-Regisseuren wie Simon West und Stephen Sommers hat Michael Bay sein Material im Griff: „Transformers – die Rache“ ist nicht missglückt, ganz im Gegenteil – die Materialschlacht ist augenscheinlich exakt das, was Bay haben wollte. Hier hat die Absurdität Methode, ist die Missachtung jeder Erzählkultur volle Absicht. Hirn aus, Film ab.

Ist der Film wenigstens als Effekt-Showcase erträglich, als sinnloses Nontertainment für anspruchslose Allesgucker? Der Erfolg des Vorgängers lässt es befürchten – für mich selbst ist der Bay-Stil einfach unanguckbar: Action ist hier nur ein wildes Geflirre von Metallteilen ohne jegliche Eleganz oder Übersicht. Die Choreopraphie der Roboter-Schlachten bleibt undurchschaubar, und Taktik ist nicht mal im Ansatz erkennbar. Zuschlagen, treten, springen – soweit sich das eben erkennen lässt. Manchmal habe ich mir gewünscht, Bay hätte sich einen Fight-Choreographen aus der Martial Arts-Ecke geholt, um die Kämpfe etwas nachvollziehbarer zu inszenieren.

Aus der Abteilung "Sätze, die man sich vor zwei Monaten nicht hätte vorstellen können": der aktuelle "Terminator" macht das erheblich besser.

Kurzum: moralisch indiskutable Entertainment-Pornographie, die Story, Charaktere, und Logik missachtet, um sich von einem Höhepunkt zum anderen zu wuchten. Spannung wird nicht aufgebaut, eine plausible Auflösung der Geschichte ist unnötig. "Transformers – die Rache" endet nicht, sondern erlöscht wie ein Silvester-Feuerwerk, dem dann doch irgendwann die Raketen ausgehen.

Dem Erfolg wird es keinen Abbruch tun – leider.

Ganz gern hätte ich stattdessen den Film gesehen, den dieser Trailer andeutet – denn das sieht mehr nach Produzent Spielberg aus, als nach Regisseur Bay:

http://www.youtube.com/watch?v=98tPZCFL2TA



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Lutz
Lutz
25. Juni, 2009 15:31

Danke! Endlich! Ich habe keine faire Kritik erwartet und dieses Stück Wut hat mir als Motivation für den Rest des Tages noch gefehlt. 🙂

Glaub mir, du bist mit deinem Hass auf Michael Bay nicht allein. Dummerweise lassen sich immer noch genügend Leute regelmäßig von den in den Trailern angedeuteten Materialschlachten blenden und rennen immer noch in die Kinos. Erstaunlicherweise finden viele es dann doch Mist, aber beim nächsten Bay-Trailer sind sie wieder an Bord.

Der Mann mag es visuell drauf haben, aber ich fühle mich jedesmal in meiner Intelligenz beleleidigt. Darüber hinaus sieht es zwar schick aus, aber es ist selten wirklich etwas Neues dabei. Wie du schon sagtest, es ist immer nur MEHR.

Ich guck mir den hier garantiert nicht an, sondern setze mich auf meinen elitären Spielverderber-Thron und schaue missachtend auf den dummen Pöbel, der dafür tatsächlich noch Geld ausgibt, herab.

qsc
qsc
25. Juni, 2009 15:37

Ich warte auf den ersten der den Film mit "Es ist doch bloss Unterhaltung zum Hirn abschalten!" verteidigt …

xanos
xanos
25. Juni, 2009 15:45

Es ist doch nur Unterhaltung zum Hirn abschalten.

Der Pöbel kriegt das, was er verdient. Der Film selber ist dabei nicht ärgerlich, das geht total an mir vorbei. Was ägerlich ist, ist dass die gesamte Branche in diese Richtung tendiert ("es funktioniert ja bei Bay") und dem Zuschauer von heute nichts mehr zugetraut wird. Es hat seinen Grund, warum die alte Abgrenzung Film/Serie in den letzten Jahren gekippt ist. Serien sind die Dramen der Köpfe, der Geschichtenerzähler und der Autoren, wo Charakterentwicklung und Tiefe ihren Platz hat. Kino ist leider immer mehr nur KABUMM. In der Konsequenz läuft dann auch Bay, denn seine Filme schaut man sich entweder im Kino oder gar nicht an. An Kevin Smith hab ich auch auf meinem kleinen TV meinen Spaß und hols mir als DVD.

Wortvogel
Wortvogel
25. Juni, 2009 15:49

@ Xanos: Sorry, aber das ist zu pauschal. Auch große Blockbuster können unterhaltsam UND qualitativ hochwertig sein – "Watchmen", "Iron Man", "Dark Knight", "Oben", die Bourne-Filme. Man muss halt differenzieren können. Auf der anderen Seite der Skala tummeln sich dann Bay, Sommers, und Konsorten. Hollywood wird nicht besser, so lange wir den Unterschied an der Kinokasse nicht würdigen.

Lutz
Lutz
25. Juni, 2009 15:55

@Xanos
Das siehst du falsch. Ich habe kein Problem mit Filmen, die vor allem auf das Visuelle zielen. Im Gegenteil, ich finde das cool.

Mein Problem mit diesen Filmen nach Plan ist, dass ich gerade bei diesen Filmen mein Hirn nicht abschalten kann. Wenn ich spüre, dass hier nur ein Klischee an das andere gereiht wird und ich sofort weiß, was als nächstes in der Handlung passiert oder was für eine bekloppte Replik Figur A Figur B auf ihren bekloppten Spruch geben wird, schaltet sich mein Hirn nicht ab sondern arbeitet gerade stark,

Ich halte Filme für pure Unterhaltung, wenn sie einem keine intellektuellen Höchstleistungen abfordern, aber dennoch ein smartes Skript und die eine oder andere Überraschung in den Dialogen und der Handlung zu bieten haben. Dann kann ich auch gut abschalten und einfach die Bilder genießen. Bei Schema F sehe ich die ganze Zeit nur die Macher vor mir, wie sie sich über das bekloppte Publikum ins Fäustchen lachen und ihre Scheine zählen. Und dann werd ich sauer.

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 16:07

Da habe ich doch tatsächlich ein wenig nachgedacht, ob ich den Film sehen sollte. Mache ich jetzt nicht. Vom ersten Teil habe ich den Trailer im Kino gesehen und dachte mir, der passend schwachsinnige Film zum schwachsinnigen Spielzeug. Dann geht mein, gar nicht schwachsinniger, Schwager in den Film und findet ihn ganz gut.

Aber nein: Solch eine Grütze hat keine Chance verdient.

xanos
xanos
25. Juni, 2009 16:09

Habe nie behauptet, dass ich den Unterschied nicht würdigen will. Fechte gerade eh meine kleine Privatfehde gegen das Kino. Für den überzogenen Preis tue ich mir sowas einfach nicht an.

Mir ist es auch ein Rätsel, warum es oftmals so scheint, dass Millionen für CGI da sind aber der Praktikant das Drehbuch geschrieben hat. Ich finde keinen logischen Grund, warum sich gutes Skript und mächtig Action ausschließen sollten (oder wenigstens gute Ideen – ich habe z.B. Crank 2 geliebt). In der Realität ist aber anderes zu beobachten und hier waren ja schon einige Beiträge zu den Hintergründen was von der logisch konstuierten Grundidee bis zum fertigen Schnitt alles schiefgehen kann.
Und das hier ist die Verfilmung von Spielzeugfiguren!

Ich werde jedem davon abraten in diesen Film zu gehen, aber ich kenne mindestens 5 Leute aus meinem engeren Umfeld, die es trotzdem tun werden. Ich bin Realist. Diese Art von Film zieht leider. Ich kenne Leute, die fanden Postal gut, die fanden the Spirit gut und haben Mutant Chronicles verteidigt. Der Wortvogel rückt die Bourne Filme auf die Seite der Guten – dabei ist der 3. nur noch ein verwackelter Nachgang ohne Handlung oder Existenzberechtigung. So sind die Menschen halt. Das wird mich nicht dazu bringen etwas anders zu machen als bisher (mal abgesehen davon, dass der Weg zum Film fest verschlossen ist und man jemanden kennen muss der Schlüssel hat) – aber ich sehe, dass andere andere Ansprüche haben.

Hirn aus – Film ab. Solche Filme muss es geben, das heißt aber nicht, dass ich T2, T4, B3 oder was auch immer verteidige. Ich akzeptiere es.

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 16:11

@Lutz: ,,Bei Schema F sehe ich die ganze Zeit nur die Macher vor mir, wie sie sich über das bekloppte Publikum ins Fäustchen lachen und ihre Scheine zählen. Und dann werd ich sauer."

Ich stelle mir vor, dass die das nicht besser können, sich aber für Meister halten. Das finde ich dann besonders ärgerlich. Bolls Selbsteinschätzung und -Darstellung schrauben sehr zuverlässig meinen Adrenalin-Spiegel hoch, obwohl der Typ mir ja eigentlich nichts getan hat und ich Filme nur konsumiere, also mit der Branche nichts zu tun habe.

Wortvogel
Wortvogel
25. Juni, 2009 16:12

@ Xanos: Nochmal – "Ich finde keinen logischen Grund, warum sich gutes Skript und mächtig Action ausschließen sollten". Tut es auch nicht. Die Beispiele habe ich genannt. Du pauschalisierst.

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 16:14

@Xanos: ,,Fechte gerade eh meine kleine Privatfehde gegen das Kino. Für den überzogenen Preis tue ich mir sowas einfach nicht an."

Ich finde die Preise gerechtfertigt und mich unterhalten mehr Filme gut, als mich Filme langweilen oder ärgern.

Aber ich bin auch eher einer von denen, die beim ersten Sehen erst einmal fast alles fressen, was einem hingeworfen wird. 🙂

Lutz
Lutz
25. Juni, 2009 16:19

@ Dietmar
Ich bin der Meinung, dass das mit voller Absicht geschieht. Die wissen ganz genau, was sie da machen. Sie gehen einfach den einfachsten Weg, weil sie wissen, dass es eh genug Deppen gibt, die es sich ansehen, solange es nur ordentlich KAWUMM macht. Warum soll man da Geld in eine richtige Handlung investieren?

Shia LaBeouf, der ja eigentlich gar kein schlechter Schauspieler ist, hat zwar im Interview groß rumgetönt, dass die Dialoge ja so wahnsinnig improvisiert sind. Aber ich denke, selbst wenn da irgendwas Gutes bei rausgekommen sein sollte, wird Michael Bay nur das übrigbehalten haben, was möglichst flach ist.

Just_Jack
Just_Jack
25. Juni, 2009 16:37

@Wortvogel: Da haste wohl beim schreiben `nen Porno geguckt und die "Morgan Fox" bei den Darstellern eingebaut.

Peroy
Peroy
25. Juni, 2009 16:45

"Ich hasse Michael Bay mit derselben Inbrunst, mit der ich Uwe Boll verachte."

Ach, schieb’s dir doch rein… *gähn*

Peroy
Peroy
25. Juni, 2009 16:54

"Ich kenne Leute, die fanden Postal gut"

Der ist ja auch gut…

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 16:58

@Lutz: Dies Rätsel wird wohl ungelöst bleiben. Wenn die also wissen, was die machen, wollen sie es also nicht besser machen, auch wenn sie es vielleicht könnten, oder könnten sie erst gar nicht? Bedeutet das etwa auch, dass dieser ganze großspurige Mist bestimmter Regisseure Selbstinszenierung wider besseren Wissens ist?

Aber eigentlich will ich auch gar nicht wissen, was in solchen Köpfen vor sich geht …

Peroy
Peroy
25. Juni, 2009 17:02

Die Leute, die den Scheiss machen, sind es nicht Schuld, sondern die Leute, die (nachdem sie den ersten Teil kennen) den Dreck gucken…

Abgesehen ist die ganze Diskussion hier jetzt schon müßig, weil hier eh nur am Thema (Transformers 2) vorbeigeredet wird, um seiner fiktiven Wut auf irgendwas Luft zu machen, damit man sich ein bisschen Anti-mäßig elitär fühlen kann…

Jaja, Vorlage, schießt los…

dermax
dermax
25. Juni, 2009 17:04

Es liegt mir ja nix ferner, als Bay zu verteidigen, aber…

…wenn man sieht, daß er mit seinem wohl besten verfilmten Drehbuch ("Die Insel") das mieseste Einspiel hatte, kann ich ihm sein Vorgehen nicht verdenken.

Ansonsten, was den absurden Patriotismus angeht: Der Deutsche schaltet nur bei Sportarten ein, wo seine Landsmannschaft vorne dabei ist und der Ami (und der ist nun mal der entscheidende Zuseher) geht halt nur in Filme, wo seine Jungs die Welt retten…

Peroy
Peroy
25. Juni, 2009 17:06

"Es liegt mir ja nix ferner, als Bay zu verteidigen"

Dann mach ich’s: Der hat "The Rock" gemacht. "The Rock" war saugeil. Punkt.

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 17:13

,,The Rock" ist super, keine Frage für mich.

Also: Bay kann es besser, macht es aber nicht, womit Lutz wohl Recht hat.

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 17:16

,, … und der Ami (und der ist nun mal der entscheidende Zuseher) geht halt nur in Filme, wo seine Jungs die Welt retten…"

Damit habe ich kein Problem und sehe das, wenn es gut und spannend ist, auch gerne. Plumper Militarismus geht mir aber ziemlich auf den Sender.

Wortvogel
Wortvogel
25. Juni, 2009 17:17

@ Dietmar: Ich fand "The Rock" allenfalls okay, und das auch nur wegen eines halbwegs brauchbaren Skripts – und Sean Connery.

@ dermax: "The Island" hatte kein gutes Skript. Es war der übliche Bay-Schmodder – nur ohne das übliche Bay-Spektakel. Kein Wunder, dass den keiner sehen wollte. Und außerdem war er bei "Parts" geklaut.

Beim Patriotismus liegst du völlig daneben – was Bay hier abzieht, hat mit "wo seine Jungs die Welt retten" schon lange nichts mehr zu tun. Es geht um die penetrante Arschkriecherei bei militärisch-industriellen Komplex.

dermax
dermax
25. Juni, 2009 17:20

Ja logisch, "The Rock" rockt, gar kein Thema… und "Armageddon" war bis zum Start der Raumschiffe ja auch nicht übel… mir gings jetzt speziell um Tr2 (bessere Abkürzung, um keine Verwechslung mit Arnie zu provozieren 😉

Lutz
Lutz
25. Juni, 2009 17:22

@ Peroy
Auch ein blindes Huhn findet Mal ein Korn. Außerdem ist "The Rock" inzwischen schon so lange her, dass man inzwischen eher davon ausgehen kann, dass er eher in seinem Trott weitermacht als dass er wieder zu alter Form zurückfindet.

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 17:23

,,Ich fand “The Rock” allenfalls okay, und das auch nur wegen eines halbwegs brauchbaren Skripts – und Sean Connery."

Darauf gehe ich jetzt gaaar nicht ein, denn ich fürchte, Du könntest mich argumentativ überzeugen. So aber halte ich einen Film in Ehren, der mir im Kino und beim wiederholten Sehen auf DVD Spaß gemacht hat obwohl (OBWOHL) Cage mitspielte. In meinen Augen hat Connery den Film nicht angehoben sondern geadelt.

*Ohren-zuhalt* Lalalala …

dermax
dermax
25. Juni, 2009 17:24

Irgendwie schwierig mitzureden, wenn man den Film ned kennt… und wohl hier ziemlich Minuspunkte macht, wenn man reingehen würde 😉

Und in Sachen Skript gehts um die Relationen… im Vergleich zu "Armageddon" ist das "Insel"-Skript der reinste Faust…wobei (bei Bay ein Grundproblem) die Ausgangssituation natürlich völliger Humbug war…

Peroy
Peroy
25. Juni, 2009 17:27

"Darauf gehe ich jetzt gaaar nicht ein, denn ich fürchte, Du könntest mich argumentativ überzeugen."

Das ist die ganz falsche Einstellung. Er IRRT sich. DU hast RECHT. 😕

xanos
xanos
25. Juni, 2009 17:29

Zu Zeiten von The Rock hat er auch immer seinen eigenen Dialogschreiber mitgebracht. Das erscheint nach den letzten Filmen geradezu absurd.

Dietmar
Dietmar
25. Juni, 2009 17:29

Danke! Das habe ich jetzt gebraucht, dass mich da mal jemand aufbaut 🙂

Lutz
Lutz
25. Juni, 2009 17:36

@ Wortvogel
Ich kenne "Parts" nicht, aber ich wette, dass es das Buch "Duplik Jonas 7" von Birgit Rabisch aus dem Jahr 1992 vorher gab 🙂 Und davon ist "The Island", ob bewust oder unbewust, auch gehörig abgekupfert.

Lutz
Lutz
25. Juni, 2009 17:38

argh.. streich das.. hab gerade nachgeschaut.. Parts war doch vorher.. *schäm*

Wortvogel
Wortvogel
25. Juni, 2009 17:45

@ Lutz: Ich habe "Parts" tatsächlich gesehen, und es erscheint mir unglaubwürdig, dass die Schreiberlinge von "The Island" den nicht massiv geplündert haben…

skullbooks
25. Juni, 2009 17:46

du sprichst mir aus der seele! ich werd mir den 2. teil gar nich erst anschauen, ich war vom ersten schon total enttäuscht. der trailer war damals auch richtig gut, aber der film war nur flach.

Peroy
Peroy
25. Juni, 2009 18:06

Ich fand, "Transformers" wäre ein toller Film gewesen, wenn man die Roboter komplett rausgenommen hätte…

Na ja, das ja scheisse… immer tragisch wenn man ins Kino geht und genau das Element des Films, wegen dem man ihn sich eigentlich ansehen wollte, total verbockt wurde (vgl auch: Die Kannibalen in "The Hills have Eyes", Die Aliens in "Krieg der Welten", das mysteriöse Zahlenrätsel in "Knowing" etc blabla)…

Xander
25. Juni, 2009 18:47

Wenn "Parts" "Flucht ins 23. Jahrhundert" ("Logans Run") ist, dann hast du wohl recht. Ansonsten: Das meiste ist wohl aus dem geklaut.

Das hier ist übrigens die erste Kritik zu dem Film, die ich lese – ja, ich gehöre zu den Leuten, die sich den angucken, obwohl sie den ersten scheiße fanden. Wollte eigentlich objektiv bleiben, aber deine Kritiken les ich einfach zu gerne, da musste ich vorher lesen. Und habe es nicht bereut 😉

Wortvogel
Wortvogel
25. Juni, 2009 18:51

@ Xander: Nein, "Parts" ist nicht "Logan’s Run" – und trotzdem die Vorlage von "The Island". Wurde Bay auch nicht grundlos verklagt für.

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
25. Juni, 2009 19:05

wundert sich jetzt noch einer warum ich von einem visuellem overkill spreche, wenn ich von neueren Actionfilmen spreche?
Traschformers war schon heftig daneben, Trashformers 2 wird nicht besser sein. CGI in seiner besseren Form und seinem schlimmsten Einsatz.

Gebt mir ne Tüte, damit die Tasta nicht versauert.

Julian
25. Juni, 2009 19:32

Völlig Deiner Meinung. Der Pressefrau hab ich nur gesagt, dass er "bei seinen Fans gut ankommen wird", eine in sich geschlossene wahre Aussage, die ich in solchen Fällen gern nehme. 🙂

Nur: Ich hatte auch überhaupt nichts erwartet von dem Film. Mal ehrlich, Roboter, die sich in Autos verwandeln? Fand ich schon als kleiner Junge lächerlich. Wieso verwandeln, wenn man unbesiegbar ist? Wieso in Autos? Wieso verstecken? Und so weiter. Sei’s drum, dies ist nunmal die Ausgangslage für die Franchise.

Es gibt so viele Fehler, nein, absichtliche Missachtungen in dem Film, dass es wirklich weh tut. Da will ich gar nicht ins Detail gehen, jeder, der 4. Klasse Erdkunde hinter sich hat, wird schon draufkommen. Aber dass Michael Bay die US-Amerikanischen Invasionsfantasien wieder mal aufleben lässt, scheinbar den Traum aller Soldaten (und Möchtegernselbiger) seit Doomsday in der Normandie, finde ich am Schlimmsten. Klar ist bei so einer Bedrohung und in so einem Film keine Kuschelpolitik angesagt, aber intelligente Filme lösen sowas besser. Internationaler, mit einem Augenzwinkern.

Egal, hier zur allgemeinen Belustigung noch "Total Bayhem", das Michael Bay-Quiz von Empire:

http://www.empireonline.com/features/michael-bay-quiz/

Snyder
Snyder
25. Juni, 2009 22:01

"Wieso verwandeln, wenn man unbesiegbar ist? Wieso in Autos?"

Und wieso verwandeln sich die Guten in langweilige Autos während die Bösen zu Panzern, Kampfhubschraubern oder Düsenjets werden?

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
25. Juni, 2009 22:46

@Snyder: Weil ein Käfer halt läuft und läuft und läuft …

Vielleicht ist Bay ja ein VW Fan. LOL

Nun mal im Ernst. Autos sind der Amitraum. Blöde Autos kann und will jeder haben. Panzer kann sich eh keiner leisten. Ausserdem könnte man ja auch sagen macht kaputt was euch kaputt macht. Bay muß fast so krank sein wie ich. *eg*

Bluescreen
Bluescreen
25. Juni, 2009 22:52

@Snyder:

Vielleicht weil die Guten sich in die menschliche Gemeinschaft integrieren wollen und die Bösen eben nicht?

Wie auch immer… was mich wirklich abschreckt den Film im Kino zu sehen, ist ein Audioclip aus dem Radio. Da war dann der Dialog zwischen einem Mini-Bösewicht-Roboter und der Schnalle vom Helden in einer Garage zu hören. Oh Mann, warum macht man sowas? In "Tr1" war ja schon dieser Ghetto-Blaster-Transformer nervig und für den Arsch. Muss man jetzt die Sache nochmal aufkochen und den Bodensatz schon wieder verwenden?

Im Kino sehe ich mir den offensichtlichen Kack nicht an.
Die DVD kauf ich auch nicht, wie schon beim Vorgänger.
Irgendwann läuft der im TV…

Und ja, ich kann ein Ignorant sein.

meistermochi
25. Juni, 2009 23:05

also jetzt muss ich doch wirklich langsam mal so einen film gucken, damit ich weiß, wovon alle reden.

Betty
Betty
25. Juni, 2009 23:56

Manche Filme sind eben wie Ed Hardy T-Shirts. Unheimlich erfolgreich, auch wenn man als halbwegs normaler Mensch nur den Kopf schütteln kann.

Nathan
Nathan
26. Juni, 2009 00:04

Zeit, sich von einem anderen Transformer zu verabschieden: Bye, Jacko. Mögest du dort, wo die Reise weitergeht, glücklicher sein.

Wortvogel
Wortvogel
26. Juni, 2009 00:09

Farrah Fawcett, Michael Jackson – wo bleibt der Dritte?

meistermochi
26. Juni, 2009 00:10

nicht so voreilig!!!!!!!!!!!!!!

Nathan
Nathan
26. Juni, 2009 00:37

Für die Amis ist Jacko Nummer drei – Ed McMahon.

Wortvogel
Wortvogel
26. Juni, 2009 00:40

Stimmt, McMahon hatte ich vergessen…

Nathan
Nathan
26. Juni, 2009 00:50

Global gesehen fehlt der Dritte im Bunde aber noch. Christopher Lee, Kirk Douglas und Ernest Borgnine werden gerade ihre Tür verriegeln …

Nett zu sehen, wer der Großen im Onlinemetier auf Zack ist. Focus.de und Spiegel haben’s im Ticker, Sueddeutsche und Stern nix.

Nathan
Nathan
26. Juni, 2009 00:52

Newsdesk von welt.de ist besetzt, brauchbarer Bericht.

Nathan
Nathan
26. Juni, 2009 00:53

DPA/Reuters. Immerhin schneller online gestellt – Fleißpunkt.

Julian
26. Juni, 2009 01:12

Am schnellsten war Twitter und die Blogger. Natürlich auch unverifiziert, aber immerhin. Interessanter Artikel zum Thema: http://www.zeit.de/online/2009/26/twitter-revolution-medien

Peroy
Peroy
26. Juni, 2009 01:19
Wortvogel
Wortvogel
26. Juni, 2009 01:23

Ist jetzt ein eigenes Thema. Lasst euch bitte dort aus.

Läscher
26. Juni, 2009 04:20

Zustimmung.
Wirklich geärgert haben mich diese unsäglichen "Twins" – rassistisch und nervtötend.

Karsten
Karsten
26. Juni, 2009 08:55

Ich hab den Film gestern gesehen und ja, diese ewige Militärwerbung ging mir auch deutlich auf den Zeiger. Aber das fand ich schon bei "Saving Private Ryan" dämlich, bei "Pearl Harbor" und Konsorten. Das ging mir mit den Luftangriffen etc. alles viel zu schnell.. keiner benötigte eine Freigabe, die haben eigenverantwortlich gehandelt und keiner hat mal gefragt, ob das auch so ok ist. Nach dem Motto "Der General sagt, wir attackieren den orangenen Rauch, dann tut der gute Soldat das" *gääähn*

Ansonsten hat der Film gerockt.. und auch die lustigen Einlagen haben im kompletten Saal gezündet. Nur fühl ich mich, wenn ich hier die Kommentare so lese, fast, als gehöre ich zu einer Art Unterschicht, die diese Filme gut findet. "Wer was auf sich hält, muss den Film schlecht finden".. klingt teilweise so.. Finde ich sehr schade. Hauptsache, ich fange nicht auch noch an, "Mitten im Leben" oder "Frauentausch" zu gucken.. ^^ Solange ist noch alles ok.

Sir Richfield
Sir Richfield
26. Juni, 2009 09:45

Transformers wäre ein noch besserer Film gewesen, hätte man die MENSCHEN rausgenommen und "ehrlich" einen reinen CGI Film draus gemacht.
Blöderweise müssen bei den Transformers aber (erstmal) Menschen mitmachen, sonst wären es nicht mehr die Transformers.
Die Filme scheinen sich an die alte Serie zu halten und da waren die Menschen auch… unnötig. Meist waren sie nur Stichwortgeber, generell in Gefahr und wenns hart auf hart ging mussten sie draußen bleiben.
(Wobei ich bis heute nicht verstanden habe, warum Megatron nicht einfach mal auf einen drauftritt).

Aber davon mal ab. Ich habe nichts gegen pures Effekt Kino. Wenn man mal fünf deutsch-türkische Problemfilme in Folge in der Sneak Preview gesehen hat, dann möchte man einfach mal das Hirn ausmachen.

Aber dann will ich auch was SEHEN können. Da sitzen Mengen von schwitzenden und fluchenden CGI Leuten bei ILM und was sieht man davon? Nöscht, weil anscheinend die Hälfte der Rechenzeit für "motion blur" draufging.
Das kann man MAL machen, wenn dargestellt werden soll, dass sich eines dieser Viecher unglaublich schnell bewegt. Bei einem Kampf zwischen einem Pickup und einem Panzer geht meine Suspension of disbelief dann aber laufen, wenn sie "schnell" sein sollen.

Mein Agress auf Herrn Bay bezieht sich nicht darauf, dass er Actionszene an Actionszene reiht, ohne sich groß in Erklärungen zu ergehen. Gerade in diesem Falle ist es nicht so, als wäre das Ursprungsmaterial intelligent(er) gewesen.
Die "Story" der Transformers war immer schon hanebüchener Quatsch und die menschlichen Protagonisten seelenlose Stereotype.
Nein, er läßt mich nie zusehen, wenns richtig hektisch wird. Alles verwackelt, verwaschen, zu schnell geschnitten.

Ich werde auf jeden Fall in Transformers 2 gehen. Und ich gehe davon aus, dass ich es nicht bereuen werde.
Im Gegensatz zu Terminator. Der sollte den Fokus eigentlich auf die Menschen richten und versagt da völlig.
Transformers konzentriert sich auf die Transformers. Immerhin will Hasbro Roboter verkaufen, keine Actionfigur von Megan Fox. (ARGH… jetzt habe ich wieder die Bilder von dieser Japanischen Seite im Kopf, mit den Figuren aus Anime und… *kotz*)
Wenn mich der Wortvogel damit am unten Ende des Kinogängerspektrums sieht, so sei mir das egal. Er weiß ja nicht, was ich mir sonst so ansehe. 😉

Jenachdem wie der zweite wird, darf Bay von mir aus noch einen dritten machen, in dem dann endlich Tidal Wave auftaucht. Der darf dann gerne damit "enden", dass die Transformers in Bausch und Bogen nach Cybertron zurück kehren.
Und dann fünf mindestens 15 Jahre Ruhe!

Von mir aus noch eine Serie, aber dann bitte rein cgi und auf Cybertron. Quasi eine Neuauflage der letzten Beast Wars Staffel (fragt mich nicht wie die hieß), mit der gleichen Behandlung, die Galactica bekommen hat – also alles etwas dunkler und kritischer.
(Man wird ja noch träumen dürfen 😉 )

Montana
Montana
26. Juni, 2009 09:48

Bays Formkurve ist streng monoton fallend. Ich sollte mir wohl mal "Playboy Video Centerfold: Kerri Kendall" ansehen…

Sein bester ist für mich nach wie vor "Bad Boys". Unterhaltsam, nicht schmerzhaft doof, charismatische(r) Hauptdarsteller. Mehr muss ein Kinofilm nicht bieten. "The Rock" war auch noch okay. Zum Glück habe ich den Rest erst im Fernsehen angeschaut (außer "The Island", damit hatte es sich Bay endgültig mit mir verscherzt). Jede Mark, erst recht jeder Euro hätte mir wehgetan.

"Größe, Masse und Beschaffenheit der Roboter kann sich beliebig ändern, die Teile brauchen nicht mal mehr ineinander zu passen."

Damit niemand auf die Idee kommt, das mit den realen Spielzeugen nachzustellen, wird es so schnell abgespult, dass man eh vergisst, welches Teil zu welchem wird, und verwendet die schlecht möglichste Kameraeinstellung. Da nutzt auch kein Einzelbildstudium. Ich habe es bei Teil eins versucht. Soviel zum Thema "Aber die Bilder sind toll".

"Action ist hier nur ein wildes Geflirre von Metallteilen ohne jegliche Eleganz oder Übersicht. Die Choreopraphie der Roboter-Schlachten bleibt undurchschaubar, und Taktik ist nicht mal im Ansatz erkennbar. Zuschlagen, treten, springen – soweit sich das eben erkennen lässt."

Diese Dinge wurden schon in Teil eins im Laufe des Films immer schlimmer. Wollte man einen Film machen, in dem die Bösen gewinnen, könnte man die Kampfszenen unverändert übernehmen. Blickt eh keiner durch. Eine neue Schlusszene, fertig.

Natürlich wird Tf2 wieder ein Hit. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er zerbricht. Es wird Zeit!

Sir Richfield
Sir Richfield
26. Juni, 2009 10:18

"Größe, Masse und Beschaffenheit der Roboter kann sich beliebig ändern, die Teile brauchen nicht mal mehr ineinander zu passen"

Ich entsinne mich an den Aufschrei der "Fans", als Bay sagte, er könne Soundwave nicht einbauen, weil die Proportionen dann nicht stimmen würden. Jetzt wirft er es für den Fan Service über den Haufen und die Leute heulen auch wieder.

Viel schlimmer: Wo ist eigentlich Optimus' Anhänger?

Karsten
Karsten
26. Juni, 2009 10:35

Soundwave ist ja im 2. Teil dabei.. aber eben nicht als Kasettenrekorder. 😉 Den Anhänger einzubauen wäre etwas schwer gewesen. Ich hab mich als Kind schon immer bei den Comics aufgeregt, wenn der Anhänger einfach nach hinten verschwand und weg war. Comics sind ja soooo unlogisch! 😛 Erinnert mich irgendwie an Mario Barth beim Titanic gucken.. 😀 (das "ummm" Geräusch lässt sich schwer per Text darstellen.. sorry ^^ )

Sir Richfield
Sir Richfield
26. Juni, 2009 12:37

Ich weiß, welches Geräusch Du meinst. *g*

Deshalb habe ich den Anhänger ja erwähnt. Mir gehen nämlich die Leute, die den Regisseur für jeden "Fehler" im Canon aufknüpfen wollen fast so sehr auf den Nerv wie die, die bei einem Michael Bay Film über riesige Roboter zu einer Spielzeugserie ernsthaft Human Drama verlangen…

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
26. Juni, 2009 12:48

@Montana: Vielleicht sollte der Zuschauer einmal heftig erbrechen. Wie schon angedeutet, das neue kino bringt zuviel Müll in zu kurzer Zeit in die Kinos. Irgendwann, in nicht all zu ferner Zukunft, wird Hollywood das Niveau von Bollywood erreicht haben und 3 "Blockbuster" am Tag auf den Markt werfen. Mit tanzenden und singenden Superhelden und Actiondarstellern.

Willkommen in der neuen, schönen Welt.

Dietmar
Dietmar
27. Juni, 2009 16:15

Grad gesehen: Craig Ferguson findet ,,The Rock" auch großartig.

Das sagt an sich zwar nichts aus, aber freut. 🙂

Sir Richfield
Sir Richfield
28. Juni, 2009 02:13

So gesehen und… Meh. Zwar geht mehr kaputt und es gibt mehr Roboter, aber die scheinen dennoch hinter den Menschen zurück zu stehen. Und da gehören die nicht hin.
Ich entsinne mich an die PR Aktion "ich hatte keinen Bock auf Arcee, deswegen musste sie sterben". Ich hätte JEDEN im Saal fragen können, wer Arcee ist, sie hätten es nicht sagen können. Weil die Motorräder einfach nur da sind, aber nicht vorgestellt oder besonders mit ihnen interagiert worden wäre.
Hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.

Von der Idee her hält sich Bay inzwischen sehr deutlich an die alte Serie – nur blöd, dass es keinem im Saal etwas nutzen wird.
Plötzlich ist von Energon die Rede, aber nicht, bzw. erst sehr spät was das sein soll.
Starscream verhält sich plötzlich wie Starscream, aber warum er das tut wird auch keinem klar – ebensowenig dass er eigentlich eine eigene Agenda hat, ala "Ich will Kalif sein anstelle des Kalifen".
Der Fallen (Wann lernt sie Synchro endlich, dass man sowas gerne mit "Der Gefallene" übersetzen kann, damit auch dem letzten Deppen im deutschen Kino klar wird, dass damit der Antichrist gemeint ist?) ist auch so ein Thema – Megatron kackt Starscream an, dass Megatron auch nach seinem Tod noch der große Käse ist, nur um dann vor einem Prime in die Knie zu gehen.

Was mich aber am meisten geärgert hat: Jemand sollte den Jungs mal beibringen, was Dramaturgie ist.
Wenn ich einen Konflikt aufbaue, der in einer Klimax zwischen einem alten Prime und dem neuen, verbesserten Optimus Prime gipfeln soll. Dann lasse ich diesen epischen Kampf nicht nach gefühlten 15 Sekunden zu Ende sein. (Von den One Linern mal ganz zu schweigen)

Seltsam fand ich auch, wie sich der Ton des Films zum ersten gewandelt hat. Das sah aus wie "Wir müssen erwachsener werden. Was ist erwachsen?" – "Öh, Blut, Sex, Gewalt, Fluchen.." "Oh, OK, dann bauen wir rammelnde Hunde, rammelnde Roboter, Särge und semiharte Worte ein – muss reichen"
Das passte nicht ins Bild.

Deshalb: Ich werde auch in den dritten gehen. In der Hoffnung, dass die dann endlich nach Cybertron gehen und die Menschen ausser acht lassen. Die Hoffnung, dass es eine Charakterentwicklung gibt, habe ich drangegeben, auch und erst recht bei den Robotern. Wie will man auch etwas in einem Film entwickeln, wenn man zu viel auf einmal reinwirft?
Entweder ich habe wenig Transformers, die angemessen Screentime bekommen oder ich mache eine Serie, in der ich jeden irgendwann aufbauen kann.

Dazu muss man sich nur die Constructions ansehen. Eigentlich waren das mal verwirrte Roboter, die dann letztendlich doch von Megatron überredet wurden.
Jetzt sind das irgendwelche Baumaschinen, die zu einem großen Vieh werden und die einzige Information, die der Zuschauer bekommt ist, dass Megatron ohne Relevanz oder Motivation "Devastator" sagt, wo eben jeder im Bild ist. Mehr nicht…

Ansonsten komme ich mit dem Film klar. Wie gesagt, die große Story dahinter war und ist Quatsch, die interessiert mich auch nicht. Es gibt einen Bürgerkrieg, der ausgelöst wurde, als es um die Vernichtung der Sonne ging und der aufgrund der Langlebigkeit der Protagonisten bis heute dauert. Reicht.

Leider wirft das auch hier wieder massiv Fragen auf:
Wie passt das in den Kanon, dass die Autobots vor mehreren Millionen Jahren bruchgelandet sind und die Decepticons mehr oder weniger auf sie gewartet haben?
Wenn die seit Äonen von Jahren nichts besseres zu tun haben, als Sonnen zu vernichten, müßte das All doch etwas leerer sein.
Warum sitzt der Fallen in dem Raumschiff? Was ist überhaupt für ein Raumschiff? Warum haben die die erste Attacke dann nicht mit einer Armee von Decepticons ausgeführt?
Warum ist Optimus, dem ach so Guten, das Opfer von Jetfire nur ein Schulterzucken wert, Teile von ihm abzuwerfen?

Peroy
Peroy
28. Juni, 2009 05:19

Ist Optimus Prime immer noch so ein tuntiger Emo wie im ersten Teil oder hat er sich inzwischen ein paar Eier wachsen lassen? Ich hab' nämlich gehört, in diesem Film sollen die Transformers Robo-Eier haben… 😛

Karsten
Karsten
28. Juni, 2009 08:58

Eigentlich sind das eher herumbaumelnde Abrissbirnen *hust* Sah zumindest sehr witzig aus 😀

Dietmar
Dietmar
28. Juni, 2009 10:22

Oh Hilfe ….

Sir Richfield
Sir Richfield
28. Juni, 2009 13:11

[Wie war das eigentlich mit der Spoilerwarnung? Lesen das noch Leute, die den Film noch nicht gesehen haben???]

Jupp, Devastator hat Eier, baumelnde, harte Eier… Man könnte sogar sagen, er hat "Balls of Steel".
Was an sich ja keine blöde Idee wäre, aber das ist leider Teil meiner "Im Ton vergriffen" Kritik.
Statt dass die Dinger einfach an ihm runter hängen und man erst auf dem zweiten oder dritten Blick erkennt, was die darstellen können, bekommen die mehr screentime als der R8 und werden dann auch noch explizit angesprochen.
Anspielungen auf körperliche Merkmale sollten auch nur Anspielungen sein – wenn ich explizit auf Hoden "angesprochen" werden will, guck ich mir einen Porno an.
(So hätte es gereicht, wenn der Idiot, dessen Name ich wieder vergessen habe, der aber einfach hinterher stolpern und blöder als Simmons sein darf, EINMAL was auf die Nüsse bekommen hätte. Aber der bekommt gefühlt NUR auf die Eier und posaunt das auch noch raus… Das ist nicht Comedy, das nervt.)
Sex und Transformers will irgendwie nicht wirklich passen. Jedenfalls nicht so, wie in Trans2.
Und wenn, warum dürfen dann nur Menschen mit Maschinen "Sex" haben? (Und was wäre passiert, wenn Mutter Witwicky den Vibrator in der Küche versteckt hätte???).
Wozu bringe ich denn die "weiblichen" Transformers ein, wenn daraus nichts gemacht wird? Wenn man all die Anspielungen auf Hoden rausgeworfen und die Zeit dann für ein Verhältnis zwischen Arcee und Bumblebee genutzt hätte (Der dann zwischen seiner Rolle als Beschützer und seinen Gefühlen hin und her gerissen wäre), das wäre deutlich besser gewesen.
(Blöderweise traue ich dem Roboter auch noch zu, sich da wesentlich glaubwürdiger zu verhalten als das, was man dem Witwicky auf den Leib geschrieben hat… SO blöd stellt sich doch kein Mann an – wenn die Frau das hören will, um hörig zu werden, dann haut man den Satz raus und freut sich, Ruhe zu haben…)

Dietmar
Dietmar
28. Juni, 2009 15:52

Nach dem Rest der genitalen Ausstattung wage ich gar nicht zu fragen …

Peroy
Peroy
28. Juni, 2009 17:50

Das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung, die nur auf eine Sache hinauslaufen kann…

Jup… ein 200 Millionen $ teurer Live-Action-Transformers-Porno. Danke, Rule 34… *froi* 8)

qapla
qapla
28. Juni, 2009 20:49

Ich denke man mag Michael Bay Filme oder eben nicht.

Beste "Kritik" bisher:

http://thatguywiththeglasses.com/videolinks/thatguywiththeglasses/nostalgia-critic/8875-tf2

Ich denke das triffts ganz gut und erklärt wer solche Filme mag;-)

Sir Richfield
Sir Richfield
29. Juni, 2009 00:01

*lol* Ja, der critic… Wenn er nicht immer so recht hätte.

gerrit
gerrit
29. Juni, 2009 04:09

Enttäuschter als von Bay bin ich von Spielberg. Die Mitwirkung an Harry-Potter-Verfilmungen habe er abgelehnt, weil da die Herausforderung zu gering war. Aber bei Transformis ist sie größer…

Nunja, der FASZ ist zu entnehmen, dass auch Steven S. auf einen Schneeballsystemspielbanker hereingefallen ist, da muss die nächsten Jahre noch ein wenig Müll in die Multiplexe gedrückt werden, bevor der ET-Schöpfer wieder an die Kunst denkt.

meistermochi
9. Juli, 2009 21:49

ich war jetzt tatsächlich drin.

dieser film ist ja wohl die maximale beleidigung. für mich, spielberg und sogar bay selbst. meine güte!

allein dieses ganze zeug in der wüste… das nahm ja kein ende. bin tatsächlich kurz eingenickt. grotesk.

diese ganze army-werbung. kann sich spielberg eigentlich noch im spiegel angucken?

Wortvogel
Wortvogel
9. Juli, 2009 22:22

@ meistermochi: soll ich Mitleid mit jemandem haben, der nach meiner Kritik TROTZDEM reingeht, und sich dann wundert, dass ich nicht gelogen habe? 🙂

meistermochi
9. Juli, 2009 22:47

neinnein, auf keinen fall. aber wie viel weiter oben angekündigt, wollte ich mir jetzt doch mal ein eigenes bild machen. hat sich so ergeben. erschütternd.

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