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Mai 2009

Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (86-88) 12 Runden, Paco – Kampfmaschine des Todes, The Terminators

Themen: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues |

Willkommen zur Hirntot-Action-Sonderedition!

Es gibt Fleisch, Baby! Wenn die heute anliegenden Filme etwas gemeinsam haben, dann ist es neben der Action die Tatsache, dass alle drei mit muskelbepackten Ochsen in den Hauptrollen aufwarten. Wenn die Monatskarte für das Fitnessstudio das Budget für die Schauspielstunden auffrisst, dann hat meistens der Zuschauer das Nachsehen…

12 Runden

12roundsUSA 2009. Regie: Renny Harlin. Darsteller: John Cena, Ashley Scott, Aidan Gillen, Steve Harris u.a.

WWE (World Wrestling Entertainment) kann einem fast schon leid tun: vier Filme haben sie nun produziert – und alle vier sind am Boxoffice elendiglich verreckt: "See no evil" mit 18 Millionen, "The Marine" mit 22 Millionen, "The Condemned" mit 8 Millionen, und jetzt "12 Rounds" mit 15 Millionen.

Momentan und in absehbarer Zukunft konzentriert sich die Firma nun auf D2DVD-Filme.

Es scheint, als habe das breite Publikum nicht auf einen Erben der legendären Cannon Films (American Fighter, Over the Top, Missing in Action) gewartet.  Dabei ist WWEs Konzept gar nicht falsch: klare Genres, verständliche Titel, solide Produktion, und in der Hauptrolle grundsätzlich ein Star aus dem eigenen Wrestling-Stall.

Am meisten Hoffnung hat man im Hause WWE augenscheinlich in John Cena gesetzt, weil der im Ring ein sauberes Supermann-Image besitzt, und somit dem klassischen Heldentypus am nächsten kommt. Äußerlich passt das: Cena sieht aus wie Mark Wahlbergs steroid-freudiger großer Bruder, oder Matt Damon, wenn er einer von den "American Gladiators" wäre. Das Kinn kantig, die Stimme knurrig, Augen geradeaus – mehr haben Dolph Lundgren und Michael Dudikoff auch nicht zur Karriere gebraucht.

"12 Runden" wirkt über weite Strecken wie eine Neuauflage von Cenas geflopptem Erstling "The Marine", durchgerührt mit ein bisschen "Die Hard with a Vengeance": Bösewichte entführen seine absurd scharfe Freundin, und im Rahmen wilder Verfolgungsjagden muss er sie retten.

Diesmal gibt Cena den Polizisten Danny Fisher, der dabei hilft, den Terroristen Miles Jackson dingfest zu machen – allerdings kommt dabei Jacksons Freundin ums Leben. Ein Jahr später bricht Jackson aus dem Knast aus, schnappt sich Fishers Freundin, und schickt ihn auf eine halsbrecherische Schnitzeljagd quer durch New Orleans.

Am meisten überrascht hat mich, dass WWE für diesen hausbackenen Plot Renny Harlin an Bord holen konnte, der augenscheinlich nicht mehr mit den Pfunden "Die Hard 2" und "Cliffhanger" wuchern kann, um in Hollywood Aufträge an Land zu ziehen. Fast schon tragisch.

Aber sein Verlust ist unser Gewinn: "12 Runden" profitiert massiv von einem Regisseur, der sein Handwerk versteht: 108 Minuten lang bodenständige Action mit echten Explosionen, echten Autocrashs, echten Stuntleuten, und der ganzen Blutschweißtränen-Suppe, die seit der Machtübernahme der CGI-Tricks erschreckend schnell aus der Mode kommt. Star Cena lässt sich auch nicht lumpen: bei vielen Stunts ist er offensichtlich höchstpersönlich mit dabei, und macht eine durchaus gute Figur. Er wirkt deutlich relaxter als in "The Marine", und hat neben der unbestreitbaren Präsenz ein gutes Gespür dafür, konzentriert zu spielen. Ist er ein neuer Al Pacino? Nein. Aber besser als Dudikoff und Norris ist er allemal, und neben Lundgren würde er sich vermutlich auch nicht blamieren.

Natürlich sieht man mitunter, warum "12 Runden" 20 Millionen, und nicht 70 gekostet hat: Panorama-Großaufnahmen diverse Spektakelszenen fehlen, und oft genug fehlt Harlin das Schnittmaterial von einem Dutzend Kameras, um die Action auf maximale Potenz zu schneiden. "12 Runden" ist immer knapp dran, aber eben nur knapp.

12roou

Vielleicht ist das aber auch genau das Problem von "12 Runden": er existiert in einer Twilight Zone zwischen den preiswerten Actionern von Seagal und Lundgren, und den großen Hollywood-Blockbustern mit Willis und Cage. Für D2DVD ist er zu teuer, als Konkurrenz zu "Die Hard 4" zu billig. Um diese Nische erfolgreich zu besetzen, muss es die Nische erstmal geben. Und den Einspielzahlen nach gibt es sie eben (leider?) nicht.

Das Skript ist über weite Strecken genau so ambitioniert, wie man es von einem unambitionierten Film erwarten darf. Um mit 80er-Knallern wie "Phantom Kommando" oder "City Cobra" mitzuhalten, hätte es eigentlich nur den Mut gebraucht, etwas stärker auf die Kacke zu hauen: ein überlebensgroßer Held, ein knallchargiger Bösewicht, und immer absurdere Stuntsequenzen. Aber "12 Runden" möchte sauber bleiben, und wirkt deshalb gerade durch seine eher langweilige Hauptfigur mitunter wie ein Zweiteiler aus der Chuck Norris-Serie "Walker, Texas Ranger". Kurz: Der Film ist braver, als für ihn gut ist.

Kurioserweise zeigt Cena in der letzten Film-Minute mit ein oder zwei coolen Onelinern, was möglich gewesen wär – und man möchte die Faust zum Fernseher schütteln: "Wieso habt ihr nicht den ganzen Film SO aufgezogen?!"

Aber ich will ich übertreiben: "12 Runden" ist solide Action, ein hart arbeitender Handwerker unter den Angeber-Filmen des Sommers, und man kann sich derzeit weitaus schlechter unterhalten.

Lasst euch von der letzten Zeile im Trailer nicht linken – den gibt es demnächst natürlich AUCH auf DVD, und da passt er vielleicht ganz gut.

http://www.youtube.com/watch?v=b7F8EKx5Od0

Paco – Kampfmaschine des Todes

pacoItalien 1986. Regie: Sergio Martino. Darsteller: Daniel Greene, Janet Agren, George Eastman, John Saxon u.a.

Kommen wir mal wieder zur Abteilung "abstruse Gründe, sich einen Film anzuschauen". Eigentlich wäre "Paco" nie im Leben auf meiner Liste gelandet. Italienische Billig-Action mit dem Typen, der in "Falcon Crest" einen debilen Trucker spielte? Ohne mich.

Aber Norbert Stresau, der bis zu seinem frühen Tod sowas wie ein deutscher Genre-Guru war, hat "Paco" (in einem "SF-Jahr"-Sammelband, wenn ich mich recht erinnere) mal sehr hoch gelobt. Er sprach dem Film und der Hauptfigur sogar Qualitäten zu, die Camerons "Terminator" abgingen. Also fühlte ich mich verpflichtet, das mal zu überprüfen.

"Paco" (mir gefällt der Alternativ-Titel "Atomic Cyborg" deutlich besser) erzählt von Paco Queruak, der wohl irgendwann mal von einer bösen Corporation zum Cyborg umgebaut wurde: am Anfang des Films steht seine Weigerung, einen missliebigen Politiker (mit dem glorreichen Wahlslogan "You have no future!") aus dem Weg zu räumen. Den Rest des Films versteckt sich der renitente Blechmann in einem Diner irgendwo in der Wüste und hofft, nicht entdeckt zu werden.

Ihr merkt schon: hier wird kurioserweise die Geschichte NACH der eigentlich interessanten Geschichte erzählt. Wie wurde Queruak zum Cyborg? Wer steckt dahinter? Warum wollten die Drahtzieher den Politiker ermorden? Das, was anständige Filme in den dritten Akt packen würden, streckt "Paco" leider über seine gesamte Laufzeit, und macht den Helden damit auch erschreckend passiv: statt sich heftige Gefechte mit seinen Verfolgern zu liefern, spielt der Cyborg den Hausmann, und legt sich mit ein paar ortseigenen Taugenichtsen an. Einer davon, gespielt von Ober-Schmierling George Eastman, wird so albern zum Bösewicht stilisiert, dass man die Verzweiflung der Autoren spüren kann, keinen echten Antagonisten zu haben, bis Paco endlich doch aufgespürt wird. Im letzten Drittel gibt es dann die lange erwartete Action, bestehend aus ein paar Verfolgungsjagden im "A-Team"-Stil.

Die Action ist demnach ungünstig verteilt, und das SF-Element praktisch nicht existent: es macht für die Handlung keinen Unterschied, ob Paco ein Cyborg ist, oder ein banaler gedungener Killer mit Gewissensbissen. Hätte es "Terminator" nicht gegeben, hätte man "Paco" vermutlich als handelsüblichen Söldnerfilm verkauft.

90 Prozent des Budgets kann man im Trailer bei der Verschrottung zusehen:

http://www.youtube.com/watch?v=uAfwThhMoMo

Auf die Frage, warum Leute permanent auf Paco schießen, obwohl doch jeder weiß, dass er mit Kugeln nicht zu verletzen ist, kommen wir weiter unten im Review zu "The Terminators" noch…

Zum Hauptdarsteller: Daniel Greene ist wohl der unsympathischste und ausdrucksloseste Fleischklops, der je den italienischen B-Film mit seiner Anwesenheit beglückt hat. Gegen ihn wirken selbst Reb Brown und Lou Ferrigno wie Schauspieler. Greene sieht immer aus wie ein schmieriger Hinterhof-Mechaniker, der dich bei der Reparatur deines Wagens bescheißt, abends in einer Bar das billigste Bier säuft, und zu Hause gerne seine Alte verhaut.

Trotzdem lässt sich natürlich nicht bestreiten, dass "Paco" für Fans des 80er-Trashfilms eine lohnenswerte Investition darstellt: der Streifen ist angefüllt mit herrlich anachronistischer Technik, debilen Dialogen, Holzhammer-Schnitten – und jeder Menge Balsaholz. Man kriegt genau das, was man bei einem italienischen Ripoff dieses Jahrgangs erwarten darf.

The Terminators

the-terminatorsUSA 2009. Regie: Xavier S. Puslowski. Darsteller: A Martinez, Jeremy London, Paul Logan, Lauren Walsh

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, keine Filme der Produktionsfirma Asylum zu besprechen. Das ist eher eine Vorliebe von Doc Acula bei Badmovies. Die ultrabilligen Abklatsche aktueller Boxoffice-Hits sind für mich schon aus grundsätzlichen Erwägungen indiskutabel: Filme sollte mehr Lebensberechtigung haben als "im Kino läuft gerade einer, der heißt fast genauso!".

Aber leider sind die Jungs von Asylum sehr gut darin, mit teilweise erstaunlich unterhaltsamen Trailern Appetit zu machen. Und siehe da: Bei "The Terminators" und "Mega Shark vs. Giant Octopus" konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich wollte einfach mal wissen, was die Firma mittlerweile produktionstechnisch draufhat – immerhin haben sie mehrere ihrer Filme an den SyFy-Channel verkaufen können. Spielt Asylum damit schon in der Liga von UFO?

Hier erstmal der Trailer, der mich gereizt hat:

http://www.youtube.com/watch?v=SXRPeTSmAzc

Klar sieht das nicht nach Blockbuster aus, aber meine Güte, es ist doch alles drin: Roboter, Raumschiffe, Weltraumschlachten, Bodybuilder, Atompilze, globale Zerstörung. Genug Spektakel für drei Filme – sollte also für einen locker reichen, oder?

Ich versuche mal, die Story soweit zusammen zu stückeln, wie es mir möglich ist: in der Zukunft (die wie unsere Gegenwart aussieht, obwohl es Kampfroboter und Raumschiffe en masse gibt) revoltieren die Menschmaschinen, die uns eigentlich dienen sollen. In ca. 30 Sekunden wird die Erde unterworfen, und eine Handvoll Überlebender flieht in den Wald. Dort trifft man auf einen der Robotechniker, der darauf hinweist, dass ein Hauptschalter an Bord einer Raumstation die Termintatoren deaktivieren könnte. Also macht man sich mit einer (offensichtlich aus "Mondbasis Alpha") geklauten Raumfähre auf den Weg.

Und tatsächlich: Auf der Raumstation gibt es einen Schalter "ein/aus". Für alle Kampfroboter.

Das Problem: "The Terminators" erzählt diese Geschichte nicht, sondern zeigt beliebige Personen in beliebigen Szenen, deren Kontext wir uns dazudenken müssen, wenn er nicht freundlicherweise in erbärmlich holperigen Dialogen vorgekaut wird. Der ganze Film ist nichts weiter als der Versuch, die halbwegs gelungenen Szenen aus dem Trailer irgendwie paritätisch über die Laufzeit zu verteilen, und dazwischen möglichst keinen zusätzlichen Dollar auszugeben. 45 Sekunden Blendwerk, 89 Minuten Füllsel.

Wann immer "The Terminators" keinen der "money shots" zeigen kann, mit denen man auf Filmmärkten die Käufer ködern will, fällt er schlagartig auf das Niveau eines Amateurfilms zurück. Die Kameraarbeit ist erschütternd, Sets oder echte Kostüme gibt es keine, und auf der Tonspur halten sich unangebrachte Stille und scheppernd aufgenommene Stimmen die Waage. Eine sorgsame Audiomischung würde ja Geld kosten.

Bei den Darstellern sieht es nicht besser aus: Asylum leistet sich ein oder zwei "name actors" (in diesem Fall Jeremy London und A Martinez), und lässt den Rest der Rollen augenscheinlich von Leuten spielen, die zufällig gerade am Set vorbei liefen.

Absolut schrill finde ich, dass 90 Prozent der "action" aus Leuten besteht, die auf die Terminatoren schießen – obwohl jeder weiß, dass diese nicht durch Kugeln aufzuhalten sind. Auch hier zeigt sich, dass niemand wirklich vorhatte, eine plausible Geschichte zu erzählen. Man bringt halt irgendwie die Laufzeit hinter sich. Und dem Zuschauer geht es nicht anders.

Kurzum: "The Terminators" stinkt ganz böse nach dem Business-Modell von Asylum, gar nicht erst den Versuch zu machen, einen akzeptablen Film abzuliefern. Der Titel ist gut geklaut, es gibt ein paar okaye Szenen für den Trailer – das muss dann reichen. Kackfrech zur Schau getragener Zynismus.

Ich bin mit bei solchen Filmen immer unsicher, ob der gebotene Trashfaktor reicht, um zumindest im Freundeskreis (und dem Beisein einer Kiste Bier) 90 Minuten totzuschlagen. Aber wenn eh egal ist, was läuft, dann kann man doch einen Film gucken, der zumindest die Chance bekommen hat, was zu taugen. Sowas wie das hier ist doch nur deprimierend…



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Choddy
Choddy
28. Mai, 2009 21:06

Du hast im vorletzten Absatz aus den Terminatoren Transformers gemacht ;o)

Wortvogel
Wortvogel
28. Mai, 2009 21:10

@ Choddy: Danke, ist korrigiert. Ich hatte befürchtet, dass das passieren wird – Asylum produziert ja auch die "Transformers"-Abklatsche "Transmorphers"…

Peroy
Peroy
28. Mai, 2009 21:16

"12 Runden

USA 2009. Regie: Rennie Harlin."

Rennie räumt den Magen auf…

Marko
28. Mai, 2009 21:16

"Aber leider sind die Jungs von Asylum sehr gut darin, mit teilweise erstaunlich unterhaltsamen Trailern Appetit zu machen."

Nicht nur Trailer, auch das Plakat da oben ist mal wieder um Klassen besser als der Film (vermute ich, ich kenn' den Film ja nicht …). Echt Schick!

Gruß,
Marko

Wortvogel
Wortvogel
28. Mai, 2009 21:20

@ Peroy: stimmt in diesem Fall ja fast…

Choddy
Choddy
28. Mai, 2009 21:39

Ich ärger mich ja immer ein bisschen, wenn die Leute rumpaulen, dass Harlin an McTiernans Stelle Die Hard 2 dirigiert hat. Harlin hat in meinen Augen ein richtig gutes Händchen dafür, Action sauber in Szene zu setzen und ich finde, dass DH2 dem Vorgänger in so gut wie nichts nachsteht (klar, der Aha-Effekt war weg, aber trotzallem ein geiles Stück Film).

Außerdem hat der Mann Humor, wie er auf dem DH2 Audiokommenar recht trocken beweist, besonders wo er erklärt, dass Rohre und Dampf nunmal zu einem 80er Actionfilm dazugehört haben :o)

Wortvogel
Wortvogel
28. Mai, 2009 21:41

@ Choddy: Harlin ist ein exzellenter Regisseur, keine Frage – das hat man schon bei "Prison" gesehen, und später dann bei "Cliffhanger".

Choddy
Choddy
28. Mai, 2009 21:48

Gegen Cliffhanger hab ich mich ja auch lange gewehrt, was ich dann nach dem ersten Ansehen ziemlich schnell bereut habe. Von seinen neueren Werken, gefiel mir Mindhunters sehr gut, auch wenn diese Meinung oft nicht geteilt wird.

Peroy
Peroy
28. Mai, 2009 22:32

"Ich ärger mich ja immer ein bisschen, wenn die Leute rumpaulen, dass Harlin an McTiernans Stelle Die Hard 2 dirigiert hat. Harlin hat in meinen Augen ein richtig gutes Händchen dafür, Action sauber in Szene zu setzen und ich finde, dass DH2 dem Vorgänger in so gut wie nichts nachsteht (klar, der Aha-Effekt war weg, aber trotzallem ein geiles Stück Film)."

Fand ich auch, Teil 2 ist sogar mein Favorit wegen der Schleudersitz-Szene. Das ist das Schöne an den meisten Harlin-Filmen, die haben tatsächlich jeweils ein oder zwei Ideen, die man so vorher noch nicht gesehen hat… in "Mindhunters" war es der finale Unterwasser-Shootout, wo man so wunderbar die krumme Flugbahn der einzelnen Kugeln nachverfolgen konnte. Der Mann macht auch aus hakeligen Scripts noch das Beste, das kann nicht jeder…

Und seine AKs sind auch immer gut, der kann wirklich zwei Stunden am Stück ohne große Pausen reden, ohne dass es langweilig wird…

Ja, ich bin ein Fan von dem… 8)

Peroy
Peroy
28. Mai, 2009 22:38

Und nur für’s Protokoll: Ich fand auch seine Version vom vierten Exorzisten besser als das laberige Scheissteil von Schrader.

Jack Crow
Jack Crow
28. Mai, 2009 22:44

Wer heute noch von den Adlern aus Mondbasis Alpha klaut kann doch nicht so schlecht sein…

Lutz
Lutz
28. Mai, 2009 23:28

Wieder mal drei Filme, bei denen man schon bei den Titeln ahnt, dass da kein positiver Review rauskommen wird 🙂

Ich halte Renni Harlin nicht für einen "exzellenten Regisseur". Du hast vollkommen Recht, dass der Mann ein Gespür dafür hat, Actionszenen umzusetzen. Das sieht bei ihm meistens toll aus. Aber alles, was zwischen den Action-Szenen kommt, gelingt ihm nicht so gut. Das liegt natürlich auch immer an der Qualität des Drehbuchs, aber ich finde, man merkt Harlin an, dass er eigentlich auf den ganzen Scheiß zwischen den Action Szenen keinen richtigen Bock hat.

Übrigens ist der Mann doch schon spätestens seit "Mindhunters" (immerhin schon 8 Jahre her), wenn nicht sogar schon seit "Driven", bei weitem nicht mehr in der A-Liga. Das WWE ihn da engagieren kann, ist für mich kein Wunder.

Filme Nummer 2 und 3 kämen für mich schonmal nicht in Frage, aber es war ganz lustig, deine Kritik dazu zu lesen. Bei "12 Rounds" ist das etwas anders. Zwar ist der Film sicher nicht oben auf meiner "must see" Liste gewesen, aber ich hab die Kritiken und so dazu schon verfolgt. Mich ärgert an diesen WWE-Filmen eine Sache ganz besonders: Das sind von der Handlung her und eigentlich auch von der Action her ganz klar Erwachsenenfilme. Aber diese bescheuerte WWE will das ganze unbedingt als Familien-Entertainment verkaufen, weil ja so viele Kids unter den Fans sind. Und darum wird dann einfach die Gewalt mal runtergeschraubt.

Solche Sachen regen mich grundsätzlich auf. Am Deutlichsten ist das in letzter Zeit meiner Meinung nach bei "Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian" gewesen (seltsamer Vergleich, ich weiß, und dann auch noch Disney), bei dem die Action eigentlich für einen Kinderfilm schon zu hart war. Darum hat man halt einfach beschlossen, kein Blut zu zeigen. Und so meucheln und schießen sich die Kids da fröhlich ihren Weg durch Horden von Bösewichten, die bei jedem kleinen Stich draufgehen, weil sie ja nicht verwundet werden dürfen und murksen mit Sicherheit mal eben 200 Kerle ab.

Ich finde solche Filme, die für Kinder und Familien konzipiert wurden, obwohl sie es entweder von der Handlung (12 Rounds) oder von der Umsetzung her (Narnia) eigentilich nicht sind, stark bedenklich und allein darum stößt mir der olle Cena mit seinen schauspielerischen Ambitionen sauer auf. Ich bin niemand, der sagt, dass Gewalt nicht in Filme gehört, aber ich finde es absolut verantwortungslos, immer die geilen visuellen Aspekte von Gewalt zu zeigen und die Konsequenzen davon komplett auszuklammern, weil das ja die Kleinen verstören könnte.

Martin
29. Mai, 2009 00:01

Man könnte zur Verteidigung von "Taco" noch sagen, dass der Soundtrack großartig ist (zumindestens mir gefällt er).

Ich hab' den Film seinerzeit als einen der ersten Filme auf meinem ersten (nicht aus der Videothek geliehenen) VHS-Recorder gesehen, deshalb ist er mir in Erinnerung geblieben. Dennoch – der Soundtrack ist geil – ich mochte schon immer diese stakkatohaften kalten Sequencer-Lines in Action-Filmen und finde es (als Keyboarder) extrem schade, dass sowas leider eher selten eingesetzt wird.

Ingo
29. Mai, 2009 07:36

Queruak = Kerouac?
Das hat schon einen gewissen Witz.

Sebastian
29. Mai, 2009 12:25

Wo wir grade bei Terminator-Ripoffs sind, ich hätte da mal eine Frage. Es geht um einen Film, auf dessen Titel ich nicht komme, weil ich den zuletzt als Kind auf RTL gesehen habe und einfach keinen googlebaren Ansatz finde.
Die paar Bruchstücke, die ich noch weiss: In ferner Zukunft haben sich Menschen in Megacities zusammengeschlossen, da die Umwelt wohl komplett hin ist (Fallout oder was weiss ich). Die Megacities sind durch Energiekuppeln geschützt, die sich wie Hexfelder über die Stadt legen. Außerdem herrscht wohl Krieg gegen Cyborgs, die afair ziemlich cool (für einen 10-jährigen) aussehen und von außen mit Energie-Bazookas gegen die Kuppel schießen.
Und das nächste, was ich weiß ist, dass irgendjemand aus irgendeinem Grund durch die Zeit in eine Farmstadt in den USA der Gegenwart reist und einem Sherriff der Urinstrahl einfriert, weil durch die Zeitreise die Temperatur rapide sinkt.
Kann damit jemand was anfangen?

Marko
29. Mai, 2009 12:26

@ Sebastian: Keine Ahnung — aber was Du da beschreibst, will ich auch sehen! 😉

Gruß,
Marko

Peroy
Peroy
29. Mai, 2009 12:31

@Sebastian: Das ist mit Sicherheit "Time Guardian"…

http://www.ofdb.de/film/24066,Time-Guardian—W%C3%A4chter-der-Zukunft

Blöde Roboter, Teitreise, lief auf RTL… dämlicher Streifen…

Dr. Acula
29. Mai, 2009 12:58

Da hat der Peroy recht, und hier kann sich Sebastian davon überzeugen 😉

http://wiki.badmovies.de/index.php/Time_Guardian_%E2%80%93_W%C3%A4chter_der_Zukunft

Sebastian
29. Mai, 2009 14:09

Danke euch beiden, das ist er. Habe gehofft, dass es ein badmovies-review dazu gibt und wurde nicht enttäuscht 🙂

Heino
Heino
29. Mai, 2009 21:01

Time Guardian? War das nicht der Müll mit Carrie Fischer? Der war echt grottig……..

die Beschreibung dieser 3 Filme klingt allerdings auch nicht verlockender

Peroy
Peroy
29. Mai, 2009 21:24

"Time Guardian? War das nicht der Müll mit Carrie Fischer? Der war echt grottig…….."

Zu seiner Verteidigung… "Time Guardian" ist ein Tick besser als "Moontrap"…

Faint Praise… 8)

Heino
Heino
29. Mai, 2009 22:32

"Moontrap" kenne ich nicht, der ist an mir vorbei gegangen. War wohl kein Verlust

Wortvogel
Wortvogel
29. Mai, 2009 22:43

@ Heino: Es empfiehlt sich aber, über die Suchfunktion dieses Blogs mal die Diskussionen zu "Moontrap" aus den "Astro Saga"-Threads nachzulesen.

Andy
Andy
31. Mai, 2009 22:53

Hoffe das Renny Harlin wieder aus diesem Tief raus
kommt.
Ich meine mehr in Richtung A Liga bzw. Big Budget movies.
Klar er ist mehr ein Action Director aber bestimmt genau so gut wenn nicht besser als Michael Bay oder McG??.
Hmm ob man die als Massstab nehmen soll ??? das
sollt Ihr entscheiden.
Jedenfalls hat er schon Klasse Filme gemacht.
Gruß
Andy