wolverine-posterNikki Finke wusste es mal wieder zuerst: Von „X-Men Origins: Wolverine“, der nächsten Monat ins Kino kommt, landete vorgestern eine Raubkopie im Internet.

20th Century Fox äußert sich dazu in einer Pressemeldung wie folgt:

„Last night, a stolen, incomplete and early version of X-Men Origins: Wolverine was posted illegally on a website. It was without many effects, had missing and unedited scenes and temporary sound and music. We immediately contacted the appropriate legal authorities and had it removed. We forensically mark our content so we can identify sources that make it available or download it. The source of the initial leak and any subsequent postings will be prosecuted to the fullest extent of the law – the courts have handed down significant criminal sentences for such acts in the past. The FBI and the MPAA also are actively investigating this crime. We are encouraged by the support of fansites condemning this illegal posting and pointing out that such theft undermines the enormous efforts of the filmmakers and actors, and above all, hurts the fans of the film.“

Es dürfte niemanden wundern, dass all das „huffing and puffing“ nichts bringt: Dieser Geist will nicht mehr in die Flasche zurück. Eine Torrent-Suchseite meldet mehr als eine Millionen aktiver „Seeds“, es gibt den Film über die Esel-Connection ebenso leicht zu laden wie bei den entsprechenden Newsgroups.

Ob es Fox passt oder nicht: Der Film wurde am 31.März statt am 1.Mai veröffentlicht, und zwar als Video On Demand.

Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht: es dauerte keine halbe Stunde, um die 1 Gigabyte große Divx-Datei auf den Rechner zu ziehen. Laufzeit knapp 1 Stunde und 47 Minuten. Die sehr gute Bild- und Tonqualität lassen auf einen direkten DVD-Rip „an der Quelle“ schließen, es gibt nicht einmal ein Wasserzeichen, oder das periodisch eingeblendete Logo des Studios, wie man es von Presse- und Oscar-Screenern her kennt.

Und in der Tat: Es ist eine unfertige Arbeitskopie. Der Schnitt der Szenen wirkt zwar komplett, aber viele der CGI-Effekte befinden sich noch im Zustand grober Animatics – das sind einfache Animationen ohne Strukturen und Details. Bei der ersten „X-Men“-DVD waren einige davon als Extras dabei gewesen. In anderen Szenen kann man sehen, wie Hugh Jackman bei Sprüngen von Drahtseilen gehalten wird – hier war man mit der digitalen Retusche noch nicht fertig.

Nachdem ich den Zustand des Workprint begutachtet hatte, habe ich die Datei wieder gelöscht. Ich werde mir den Superhelden-Film, in den ich große Hoffnungen setze, doch nicht als halbgaren Rohschnitt auf meinem Notebook ansehen.

„Wolverine“ ist Kino, und dafür bezahle ich gerne acht Euro:

http://www.youtube.com/watch?v=IcdyUCGjcCc

Ich habe den Verdacht, „Wolverine“ wird trotz der im Umlauf befindlichen Raubkopie im Kino gut abräumen.

Aber die Panik, die nun ausgebrochen ist, bietet vielleicht die Gelegenheit, sich noch einmal ein paar Gedanken zum Thema Raubkopien zu machen. Ich kann das nicht mit Zahlen und Marktforschung belegen – aber ich beschäftige mich mit Raubkopien, seit ich1987 das Buch „Chip-Generation“ von Horx gelesen habe, und Ende der 80er das erste Mal Besuch von der Polizei hatte (natürlich ergebnislos). Die Argumente haben sich nicht geändert: Raubkopien treiben Firmen in den Bankrott, lassen Künstler verarmen,schädigen die Volkswirtschaft, und unterstützen indirekt Drogenhandel und Terrorismus.

FAKT: Es gibt eine direkte Korrelation zwischen dem kommerziellen Erfolg eines Film, und der Anzahl der im Umlauf befindlichen Raubkopien. Eine große Zahl von Bootlegs schadet einem Release nicht, sondern reflektiert nur das Interesse an ihm. Gerade die Filme, die an den Kinokassen mehrere Hundert Millionen Dollar einspielen, werden im Netz bevorzugt raubkopiert: „Harry Potter“, „Star Wars“, „Spiderman“, etc. Mehr Raubkopien bedeuten eben nicht, dass weniger ins Kino gegangen wird. Auch die Verkäufe des aktuellen „Harry Potter“-Romans haben augenscheinlich nicht darunter gelitten, dass 12 Stunden nach Verkaufsstart eine gescannte Kopie im Netz war. Darum konkretisiert oder belegt die Industrie auch niemals die Behauptung, man habe massive Verluste durch Raubkopien. Der einzige Film, bei dem ein Produzent tatsächlich behauptet hat, Raubkopien seien für den mangelnden Kinoerfolg verantwortlich? „Soul Plane“.

FAKT: Die meisten Prerelease-Raubkopien stammen aus den Studios. Von 19 Oscar-nominierten Filmen waren dieses Jahr 16 bereits zur Verleihung als DVD-Raubkopie im Netz. Schauspieler Carmine Caridi wurde angeklagt, seine Screener an einen Raubkopierer weitergegeben zu haben. Die „Wolverine“-Arbeitskopie wurde allem Anschein nach nicht von einem Einbrecher gestohlen, sondern von einem Mitarbeiter. Die Industrie ist nicht in der Lage, vor der eigenen Tür zu kehren, und Sicherheitslecks in den eigenen Reihen zu schließen.

FAKT: Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen Raubkopien und dem Interesse am Kino. Jahrelang hat die Industrie einen Zusammenhang zwischen den rückläufigen Zuschauerzahlen und Raubkopien behauptet, gleichzeitig aber ausgeblendet, dass der sensationelle Erfolg der DVD seit 1997, und das steigende Angebot alternativer Medien (Internet, Pay TV)  ebenfalls damit zu tun haben könnte. Aktuell steigen die Kino-Besucherzahlen wieder: Am letzten März-Wochenende um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Niemand behauptet aber, es müsse demzufolge einen Rückgang der Raubkopierer-Aktivitäten geben.

FAKT: Raubkopien sind ursächlich mitverantwortlich für den rasenden Fortschritt in der Unterhaltungsindustrie. Das Internet selbst verdankt seinen Erfolg weitgehend illegal geladener Pornographie, Datenformate wie MP3, JPG und Divx setzten sich GEGEN den Willen der Industrie durch, weil sie einfach zu tauschen waren. Der Wille der Konsumenten hat eine Vereinheitlichung der Normen erzwungen, zu der die Industrie nie in der Lage war (siehe Bluray/HDDVD, Microdisk, Einweg-DVD, MP3pro, Jpeg2000, DRM). Der Markt für MP3-Player wäre niemals in diesem Maße vorangekommen, wenn das Produkt durch überall verfügbare Musikdateien nicht attraktiv gemacht worden wäre. Auf dieser Basis schaffen Raubkopien indirekt Umsatz.

FAKT: Die wenigsten Raubkopien haben einen kommerziellen Hintergrund. Klar kann man in Chinatown in New York bei Strassenhändlern Raubkopien von Musik und Filmen für ein paar Dollar kaufen. Aber die breite Masse der Raubkopien geht über Torrent und Emule, und davon profitieren zwar vereinzelt Webseiten-Betreiber, aber es fließt kein Geld. Der User zahlt nicht, wenn er sich die neue Folge von „The Office“ runterlädt. Oder das neue Album von Anastacia. Es handelt sich nicht um eine illegale Transaktion wie beim Kauf von Drogen oder Diebesgut. Jeder, der von „Diebstahl“ redet, sollte sich erst einmal mit der Frage auseinandersetzen, wie etwas gestohlen werden kann, das dem Besitzer ja in seiner ursprünglichen Form verbleibt.

FAKT: Die Berechnungen, wieviel Geld durch Raubkopien verloren geht, sind reine Spekulation. Sie werden meist von denen angestellt, die ein Interesse daran haben, ihre Schäden hochzurechnen. Niemand kann berechnen, wieviele Konsumenten ein Original gekauft hätten, wenn sie die Finger von der Raubkopie gelassen hätten. Seit den 80ern kursieren immer wieder Milliardenzahlen, ohne eine messbare tatsächliche Auswirkung auf die Branche zu haben. Firmen scheitern gemeinhin nicht, weil ihre tollen Produkte raubkopiert werden – sondern weil sie schlechte Produkte herstellen.

FAKT: Der Kampf gegen Raubkopien trifft die Falschen, ist uneffektiv, und unredlich. Es ist erstaunlich, dass die Branche immer noch damit durchkommt, „Raubkopierer sind Verbrecher“ als Slogan einzusetzen, ohne Ärger mit den Verbraucherschützern zu bekommen. Es ist nachgewiesenermaßen falsch. Und die meisten Maßnahmen gegen Raubkopien treffen die ehrlichen Käufer, die sich mit DRM, geschützten CDs (samt Rootkit), Lizenzen, und Sicherheitsabfragen herumschlagen müssen. Wer Kunden derart drangsaliert, statt einen Mehrwert zu bieten, darf sich nicht wundern, wenn die Kunden lieber zur „ungebundenen“ Raubkopie greifen.

FAKT: Die Industrie weigert sich weiterhin, ihre Gewinnmarge an den Vertriebsweg anzupassen. In den 80ern wurde weithin moniert, Musik-CDs seien zu teuer. Die Hersteller argumentierten mit hohen Produktionskosten, und vielen Zwischenstufen (Herstellung, Booklet-Druck, Vertrieb, Ladenmiete). In den 90ern wurden den CD-Herstellern in den USA illegale Absprachen nachgewiesen, durch die der  Preis künstlich hoch gehalten wurde – zum Schaden der Konsumenten. Mittlerweile kann man neue Alben auch im Internet kaufen – dabei müssen die Firmen keine Rohlinge mehr brennen, keine Booklets mehr drucken, keine CDs mehr ausliefern, und der Händler muss keine Ladenmieten und Verkäufer mehr bezahlen. Trotzdem zahlt man in der Regel genau so viel, oftmals mehr, als bei einer herkömmlichen CD. Die Eigenleistung, die der Kunde nun erbringt (Download, inklusive Zusatzkosten für CD-Rohling und Labeldruck) hat zu keinem Preisnachlass geführt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte. Im Gegenteil: u.a. Itunes wird immer wieder unter Druck gesetzt, die Preise noch zu erhöhen.

Ich will Raubkopien nicht rechtfertigen, und auch nicht schönreden – illegal bleibt illegal, und ich rate dringlich davon ab. Künstler und Produzenten haben ein Anrecht, für ihre Arbeit bezahlt zu werden.

Aber nach 30 Jahren Raubkopie wäre es vielleicht mal an der Zeit, das gesamte Konstrukt der Branche neu zu durchdenken, sich über Copyright, Lizenzen und Vertriebsmodelle Gedanken zu machen. Das ist kein Thema exklusiv für merkbefreite Politiker (die Egoshooter tatsächlich „Tötungstrainingssoftware“ nennen) und Lobbyisten.

Der „Wolverine“-Workprint sollte ein Anlass sein – nicht zur Panik, sondern zur Diskussion.



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Shah
Shah

Wunderbarer Artikel. Danke. Das Problem ist, dass viele offenbar unbeteiligte (LEhrer meiner kleinen Schwester) noch so denken – und so argumentieren. Anstatt dass man einfach mal reflektiert…….

Und Wolverine wird groß!

Reptile
Reptile

Hier in Hannover haben wir die zweifelhafte Ehre wöchendlich in das „Raubkopierer Kino“ Nr1 in Deutschland zu gehen. Das Cinemaxx Raschplatz Hannover ist bundesweit das Haus wo die meisten Tonspuren gerript werden. Was habe ich da alles schon live erlebt: Polizeikontrollen, Ansprachen der Hausleitung ect. Besonders Betroffen davon ist ide wöchendliche Sneak, die vor einiger Zeit mal eine der erfolgreichsten Deutschlands war. Momentan rücken die Verleiher aus verständlichen Gründen Filme nur kurz vor Bundesstart raus oder solche Filme die eh schon im Web sind. Die Sneak Hannover stand mehr als einmal auf der Kippe was sehr schade ist denn hier gehts ja um eine große Gemeinschaft.

Trotzdem sind Raubkopien nicht zu unterbinden und damit müssen Kinos und Verleiher leben. Die angeblichen Milliardenverluste sind aber Mondzahlen. Wer sich einen Film Zuhause mit einem Micdub inklusive Zuschauergeräuschen anhört wäre wohl eh nicht ins Kino gegangen. Meiner Meinung nach sollte man das Geld was in vermeitliche Gegenmaßnahmen investiert wird eher in Technik und Service stecken.

Rotker
Rotker

Sehr guter Artikel, bin so ziemlich genau deiner Meinung…

Filme lade ich mir zwar nicht ‚runter, die schaue ich mir immer noch am liebsten im Kino (oder auf DVD) an, aber TV gucke ich eigentlich nur noch via Computer (;-)). Und die wirklich guten Shows unterstütze ich, indem ich die DVDs kaufe, sobald sie hier erscheinen. Für Qualität gebe ich auch gerne Geld aus…

Und noch etwas zur Musikindustrie: Wie kann es sein, dass das Neil Young-Album, welches ich Mitte der 90er (Original verpackt) für DM 8,99 gekauft habe, heutzutage nirgendwo im Laden für unter € 16,99 zu bekommen ist? Nach dem ‚Tod‘ meiner alten CD hatte ich jedenfalls keine Lust, so viel für einen Ersatz auszugeben. Da hat auch ’ne .mp3 Version gelangt…

Heino
Heino

Meiner Erfahrung nach sind die Vielripper eh Leute, die wenig bis gar nicht ins Kino gehen. Insofern können sie dem Kino auch nur indirekt schaden, indem sie die Filme anderen brennen (was mir wiederholt geschah, ohne von mir gewünscht worden zu sein). Und die Raubkopierer-Spots im Kino sind absoluter Schwachsinn, da sie ausgerechnet vor den Leuten laufen, die ja für den Film bezahlt haben. Selbiges gilt für diese Spots auf Kauf-DVDs. Um mit dem Spot belästigt zu werden, muss ich ja erstmal die Ware bezahlen und kann mich gar nicht an einer Raubkopie „bereichert“ haben. Und wenn ich dann das Verhalten einiger Verleiher sehe – man denke an die Knebelverträge bei den Hulk-Filmen – oder die mangelhafte Werbung (z.B. bei The long kiss goodnight), dann darf sich die Industrie nicht über dne Misserfolg ihrer Produkte beschweren.

Andi

Klasse Artikel, Torsten! Das wird ausgedruckt und in die Brieftasche gesteckt 🙂

Paralyta

Super Beitrag!
Kann eigentlich allem zustimmen.
Ich sehe Raubkopien als Leistungserschleichung, die per se eigentlich unrecht ist.
ABER man kann Raubkopien (über eine verkehre Logik) auch als kostenlose Werbung ansehen. Quasi so etwas wie Radio oder heute eher Youtube, wo ein Großteil des Contents alles andere als legal für alle dort bereit gestellt ist (siehe die GEMA-Aktion vor ein paar Tagen)
Nehmen wir beispielsweise mich und meinen Bruder als Extrembeispiel. Wir haben vor 10 Jahren zusammen vielleicht 6 VHS-Filme gehabt. Den Rest der Filme haben wir im TV geschaut; mal mit, mal ohne Werbung. Filme und Serien als Kunst, Kulturgut oder ernsthafte Freizeitbeschäftigung wie Bücher zu sehen, wäre uns damals (auch wegen meines damals eher geringen Horizonts) bestimmt nie in den Sinn gekommen.
Dann kam die DVD, die Anfangs sehr teuer war. Interessant zwar, aber mehr als 5 Stück hatte ich mir damals auch nicht gekauft. Dann kam das Internet und ich entdeckte Tauschbörsen und darüber die Freiheit alles sehen und hören zu können, was je ein Mensch produziert hat – und das natürlich kostenlos. Nachdem ich mir mehrere hundert Filme gezogen und angeschaut hatte und auf diese Weise (ich nenne es mal) meinen Geschmack gefestigt hatte, entdeckte ich peu a peu die neue Leichtigkeit und Qualität von US-Serien. Auch hier habe ich, erst in syncronisierter Fassung, dann immer öfter im englischen Original halb Hollywood gesaugt und geschaut. Ich habe mich erst auf die Perlen konzentriert. Mir ist zunächst nie in den Sinn gekommen abseits von anspruchsvollen Serien wie The Wire, Sopranos und Six Feet Under irgendetwas „pop-„mäßiges zu schauen. Aber irgendwann hatte ich auch (für mich) eher unkonventionelle Serien wie Lost, House, Battlestar Galactica oder Veronica Mars kennen und lieben gelernt. Diese waren genauso gut, wenn nicht sogar besser geschrieben und auch hier war eine rote Linie erkennbar, die mir zeigte, dass die Macher wissen was sie tun.
Tja, und heute?
Auch heute verfolge ich das aktuelle US-Programm, da es einfach oft viel zu lange dauert bis die Serien lokalisiert werden (die diesjährige Season ist für deutsche Verhältnisse recht fix bei uns angekommen) und ziehe mir die Filme oft zum DVD-Release (CAM/TS-Releases lasse ich außen vor). Doch mein Horizont hat sich erweitert und ich schaue Sachen, die ich mir früher wohl nie angeschaut hätte.
Und auch meine DVD-Sammlung umfasst jetzt mehrere hunderte Filme und dutzende Serienstaffeln, manchmal sogar in mehreren Fassungen, mal als normale DVD, mal als SE, mal die deutsche Version, mal importiert aus GB, mal aus den USA. Filme, die mich flashen, die mich emotional bewegen, die mich zum nachdenken bringen – kurz alles von dem ich mehr sehen will, unterstütze ich gerne durch meinen Kauf – gerne auch doppelt.
Dasselbe versuche ich gerade mit meiner Games- und meiner Musiksammlung nachzuholen. Bei meinem Bruder ist es nicht anders.
Ich bezweifle, dass ich ohne das Internet, ohne die Kompression von Medien, ohne freie Formate, ohne P2P so viel Geld den Medienschaffenden in den Hintern stecken würde. Und dennoch finde ich es fast schon paradox, dass die Industrie immer noch probiert den ehrlichen Kunden auf jede erdenkliche Weise zu gängeln. Wenn ich hier beispielsweise eine DVD im Regal stehen habe, dann liegen die zugehörigen MPEG4/MKV-Rips oft schon seit Monaten (wenn nicht sogar seit Jahren) auf Festplatte oder CD/DVD daneben – manchmal sogar in besserer Bildqualität, ohne Kopierschutz (der ohnehin geknackt wurde), ohne dämliche Kopierschutzhinweise zum Start der DVD, ohne dämmliche Schnitte um eine Freigabe zu erreichen, mit der originalen Musik und nicht billiger Fahrstuhlmusik, weil die günstiger im Einkauf war, zum Teil mit Untertitel (als srt), die besser angepasst und Wort und für Wort ausgeschrieben sind.

Lari
Lari

Guter Artikel! Die Hysterie der Branche ist, wie in den Kommentaren schon mehrfach bemerkt, daran ablesbar, dass man, weil man keinen Zugang zu den Raubkopierern hat, dann eben mit Kinowerbung und nicht überspringbaren DVD-Spots seine zahlenden Kunden belästigt und beschimpft. Der übelste Ausreißer war damals der Clip, der suggerierte, dass Vergewaltigung im Gefängnis eine angemessene Strafe für ein paar kopierte Filme sei. Weia…

Salamandro
Salamandro

Jep, gut argumentiert.

Mein Mitleid für die Musikindustrie und die, die am lautesten bellen, hält sich irgendwie in Grenzen. In einem Augenblick verklagen sie Schulkinder zu 100000000$ Bussen und im nächsten kann ich den selben Stars auf MTV zugucken, wie sie der Kamera freudig erregt ihr 14-Badezimmer Villa und die gefüllte Autogarage präsentieren.

Aber sonst wurde ja eigentlich schon alles gesagt 🙂

deflow

Yip, gerade was die Mondzahlen betrifft kann ich völlig unterschreiben. Wenn davon auch nur eine stimmen würde, gäbe es die gesamte Industrie nicht mehr.

Den Einbruch der Zuschauerzahlen lässt sich mühelos durch Homevideo und schlechte Qualität der Ware erklären.

Gerhard
Gerhard

Es wurden viele interessante Punkte angesprochen – es gibt keinen Zweifel daran, dass Leute durchaus bereit sind für angemessene Qualität zu zahlen, sogar gerne und gut zu zahlen und hier liegt das Problem: merkt man, dass man für Mist bezahlt hat, ohne einen echten unmittlebaren Gegenwert zu sehen, kommt die Frustration und auch die Suche nach alternativen Quellen. Wenn man für „weniger Geld“ eine „bessere Qualität“ erhalten kann, wie soll man noch logische, konstruktive Gegenargumente bringen.
Ich kenne Leute die kaufen sich ein Spiel oder einen Film nur wegen dem DVD-Cover oder einer Plastikfugur im Paket. Hier sieht man, dass der unmittelbare Gegenwert nicht immer hanebüchen sein muss.

Stephan
Stephan

„Es ist erstaunlich, dass die Branche immer noch damit durchkommt, “Raubkopierer sind Verbrecher” als Slogan einzusetzen, ohne Ärger mit den Verbraucherschützern zu bekommen. Es ist nachgewiesenermaßen falsch.“

Tut mir leid, das mußt Du mir erklären. An der sprachlichen Spitzfindigkeit, daß es „Vergeher“ statt „Verbrecher“ heißen müsste, wirst Du Dich ja nicht alleine hochziehen.

tumulder

Dabei ist ja schon das Wortungetüm Raubkopie ebenso fraglich. Ungesetzliche Kopie, damit kann man leben. Aber Raub?

manhunter

„und Ende der 80er das erste Mal Besuch von der Polizei hatte (natürlich ergebnislos)“
Das erste Mal? Unser Wortvogel in den Mühlen der Justiz?

Sehr guter Beitrag, hat ein paar verblüffende und nachdenkenswerte Punkte.

Tinitus

Diese Millionenzahlen sind doch eh Schall und Rauch. Wenn zum Beispiel in den USA jemand mit mehreren tausend gesaugten Liedern erwischt wird, wird für jedes einzelne Lied ein Betrag X als „entstandener Schaden“ erhoben. Damit wird ja quasi behauptet, dass der Angeklagte sich jeden einzelnen Song gekauft hätte, wenn er nicht die Möglichkeit des Downloads gehabt hätte. Und mit diesen Zahlen wird dann um sich geworfen. Jeder illegale Download wird als wirtschaftlicher Schaden angerechnet. Laut «Brennerstudie» der GfK wurden 2008 rund 316 Millionen Songs illegal heruntergeladen. Wer will mir erklären, dass alle diese Songs ohne das Internet verkauft worden wären? Man nehme nur mal die ganzen Minderjährigen, die saugen bis der Arzt kommt. Die werden kaum Geld für die ganzen CDs haben.

@Wortvogel: Ich sehe Du hast den Link bekommen. 😀 Bei dem Begriff war ich kurz davor, meine gute Laune zu verlieren.
PS: Angemeldet haste Dich auch noch nich was?

Tinitus

Haken vergessen 🙁

Shah
Shah

@Wortvogel

Aber der „Raubkopierer“ verletzt doch das Urheberrecht, oder nicht? Und ist das keine Straftat? Mich verunsichert deine harte Zurückweisung: Es sind KEINE verbrecher

dunkel
dunkel

Guter Beitrag Wortvogel!
Die Bigotterie in der Medienindustrie tritt wie immer, wenn es um den Schotter geht ans Licht.

This Aggression will not stand, man.

Tinitus

@Wortvogel: Ist er wohl. Wenn die Sau auf meinem Parkplatz steht. 😀

Ansonsten ist die Aussage, dass Urheberechtsverletzungen Vergehen sind richtig. Allerdings könnte man dafür sehr wohl in den Knast kommen. Die Höchststrafe für ein Vergehen liegt unter einem Jahr. Somit ist die Aussage mit den fünf Jahren eine glatte Lüge.

Der Begriff RAUB-KOPIE ist ein Widerspruch in sich. Es wird weder jemanden Eigentum entwendet (Diebstahl), noch wird dabei Gewalt angewendet oder angedroht (Raub). Eine Kopie ist die Verfielfältigung eines Originals. Damit wird also weder etwas geraubt, noch wird es gestohlen. Das eigentlich Vergehen entsteht also erst durch das Verbot des Kopierens durch den Urheber, bzw. den Rechteinhaber.

Stephan
Stephan

@Torsten
Wenn Du schon so spitzfindig bist, dann musst Du das auch durchhalten: Während das Falschparken bestenfals eine Ordnungswidrigkeit darstellt, ist eine Verletzung des Urheberrrechts eine Straftat. Mithin allerdings eben ein Vergehen, das sei Dir unbenommen.

Lutz
Lutz

Ich hab mir jetzt schon seit Jahren keine Raubkopie mehr angesehen, weil mich die miese Qualität dabei zu sehr stört und die Suche nach einer anständigen Raubkopie zu nervig ist.

Ich fand die Suche danach vor allem nervig, weil mich die Filme nur wage interessierten. Filme, die ich unbebedingt sehen wollte, hatte ich trotzdem nur im Kino und nicht als Raubkopien gesehen, weil ich das Erlebnis im Kino als etwas besonderes empfand. Filme, die mich gar nicht interessierten, schaute ich mir natürlich gar nicht an. Es blieb dafür also nur diese Grauzone an Filmen, bei denen ein gewisses Interesse vorhanden war, bei denen ich aber keine Lust hatte, dafür ins Kino zu gehen und Geld auszugeben. Ich hätte diese Filme, wenn ich die Raubkopie nicht gesehen hätte, auch nicht im Kino gesehen sondern gewartet, bis sie irgendwann einmal im Fernsehen liefen. Zumindest an mir hatte die Filmindustrie dadurch kein Geld verloren.

Ich kenne zu wenige Leute, die sich Raubkopien ziehen, aber ich denke, dass ein Großteil von denen da ebenso handelt. Da gibt es sicher auch so einige, die gewohnheitsmäßig alles ziehen, was sie kriegen können, aber bei den meisten gehe ich mal nicht davon aus, dass es so ist.

Ich finde das Vorgehen der Filmbranche stark übertrieben. Ich kann durchaus verstehen, dass man da etwas machen muss, aber die Art und Weise, wie die Herren sich da aufspielen und ihre Muskeln spielen lassen, steht in keinem Verhältnis zu dem vermeintlichen „Schaden“.

Stephan
Stephan

@Torsten
Aber Du erweckst doch den Eindruck…

Ach, verdammt. Du gewinnst den Klugscheisserle für heute.

Lutz
Lutz

Aber gerade darum verstehe ich die Aufregung nicht so sehr. Gerade ein Film wie wolverine lebt ja vom Spektakel und den Special Effects. Den schaut man sich nur zweitrangig wegen toller Darsteller an.

Die Zuschauer können zwar jetzt schonmal die Geschichte bewerten und schauen, in wiefern diedem Comic-Universum gerecht wird, aber auch das spricht ja nur einen Bruchteil an, da die meisten Leute, die sich den Film ansehen, die X-Men Comics nicht gelesen haben dürften.

Der Film ist also ein knalliges Sommer-Spektakel, nicht mehr und nicht weniger. Diese Raubkopie dürfte also, sofern die Story nicht zu dämlich ist, den Leuten eher noch mehr lust auf den Film machen.

Hirngabel

In der Tat ein klasse Beitrag! Aber auch der Kommentar von Paralyta bringt einen, meiner Meinung nach, ganz, ganz wichtigen Punkt in diese Diskussion mit ein, speziell zum Thema US-Serien.

Denn mir ist es ganz genau so gegangen:
Ich bin erst durch die frei verfügbaren Dateien im Internet dazu gekommen, regelmäßig Serien direkt aus den USA zu verfolgen, mittlerweile würde ich mich in der Hinsicht auch als Serienjunkie bezeichnen. Einerseits natürlich weil es kostenlos ist, aber andererseits eben weil ich zum einen dann gucken kann, wenn es Privat- und Berufsleben erlauben und zum anderen eben zeitnah zur US-Ausstrahlung.

ABER: In einem ähnlichen Maße ist seitdem auch meine Sammlung an Serien-DVDs angewachsen.

Und es ist ja nicht nur das. Wenn ich alleine bedenke, wieviele Menschen ich mittlerweile mit meiner Begeisterung für HOW I MET YOUR MOTHER angesteckt habe. Da sind durch mich garantiert mindestens 15 Käufe von DVD-Staffelboxen zustande gekommen und zudem haben sich auch noch mindestens drei Leute ein Buch zur Serie (den „Bro-Code“) zugelegt.

Ganz ehrlich, ich habe enorme Zweifel, dass die Ausstrahlung auf ProSieben bei den betreffenden Personen den gleichen Effekt gehabt hätte, wenn sie dort zum ersten Mal mit HIMYM in Kontakt gekommen wären (und alleine das bezweifle ich schon stark bei einem Sendetermin am Samstagnachmittag).

Ich denke man kann schon pauschal sagen, dass „Raubkopien“ für den internationalen Erfolg von Serien ein ziemlicher Antriebsfaktor sind.

Shah
Shah

Japp, hier auch. Da mein Tagesablauf viel zu unregelmäßig ist, um Serien effektiv zu verfolgen (und weil es mich ankotzt, zu Freunden zu sagen „Sorry, heute abend muss ich erst XY gucken“) finde ich Streaming Portale super. Und dadurch habe ich mir dann auch die DVD-Boxen geholt, ähnlich wie im Fall von Hirngabel auch HIMYM.
Das Internet bietet dank Video-Streaming halt die Möglichkeit, erstmal zu „schnuppern“. Ich hatte die ersten drei Folgen von „Eureka“ gerne mitverfolgt – dann kommt eine Besprechung abends dazwischen, und schon wars das. Auch ein Grund, warum ich Serien, bei denen man in jeder Folge einsteigen kann, favorisiere. Nich so wie bei Heroes o.ä.

Tornhill
Tornhill

In der Tat ein Thema, das mich immer wieder aufregt.

Sowohl die ja schon angemerkte Drangsalierung derer, die für das Produkt gezahlt haben – wenn ich verdammt nochmal zwischen sieben und zwanzig Euro für eine DVD ausgebe, dann will ich mir den Film ansehen können, ohne gezwungen zu werden, einen ausgiebigen Blick in die Psyche eines Menschen werfen zu müssen, der es für salomonische Gerechtigkeit hält, jemanden zu vergewaltigen, der für einen Service kein Geld bezahlt hat.
– Hab seinerzeit übrigens sogar den Werberat angeschrieben und mich über den Spot beschwert, den ich mit Art. 1 GG nur begrenzt vereinbar halte, aber die antworteten mir, sie sähen darin keine Vergewaltigung…war wohl meine schweinische Fantasie.

Zweiter Hass-Punkt der angesprochene Phantom-Schaden: Ich wage ebenfalls zu behaupten, dass ein Raubkopierer nicht alles für Geld gekauft hätte, was er sich so kostenlos zieht. Es ist also in erster Linie ein „Mehr an Vergnügen“ bei ihm entstanden, dazu im gleichen Maße ein „Weniger an Gewinn“ anzunehmen ist unrealitstisch.

Persönlich sei noch angemerkt, dass ich „Donnie Darko“, „Hellboy“ und „Pan’s Labyrinth“ zuerst jeweils bei Freunden sah, aber nun alle drei Filme in der edelst möglichen Ausstattung hier herum stehen habe. Sie konnten mich durch ihre Qualität überzeugen, dann will ich sie auch HABEN. Mit möglichst vielen Sprachen und Optionen, im bestmöglichen Design – und vor allem möchte ich DANN auch die Macher durch mein Geld unterstützen.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Gäbe es ein kommerzielles Video-On-Demand Portal mit einer ähnlich guten Auswahl an Filmen und Serien wie Piratebay, es gäbe viel weniger illegal getauschte Kopien.

Aber alle Angebote die sich heute auf dem Markt befinden kranken doch an den selben Makeln:

Fehlende Aktualität: Serien und Filme werden erst nach Wochen und Monaten ins Programm aufgenommen, man will sich ja die Erstvertriebswege Fernsehen und Kino nicht kaputt machen.

Äußerst eingeschränktes Programm: Selbst Hulu bietet nur die letzten paar Folgen an. Deutsche Angebote, wie Videoload oder Maxdome sind erst Recht ein Witz. 5000 Filme und Serien, kommt wieder wenn ihr ein Angebot habt.

Jeder kocht seine eigene Suppe: Das eine Portal bietet nichts von Warner, das andere nichts von Fox. Als Deutscher kann ich kein US Portal nutzen (und in den Genuss des Originaltons kommen), die BBC biete nur für Briten an. Obskure Serien und Filme landen nie im Portfolio etc. pp.

Mangelhafte Qualität: Kein Originalton, Bitraten unterhalb von 2 MBit merkwürdige Videoformate keine Untertitel.

Der Erfolg von iTunes zeigt das die Leute keine Billigheimer sind, sondern gerne auch für Inhalte bezahlen. Wenn dasAngebot stimmt und dem Internetzeitalter angemessen ist.

Leider haben das die Film und Fernsehstudios immer noch nicht begriffen.

Angebote wie der Esel oder Bittorrent sind nicht erfolgreich weil sie kostenlos sind. Sie sind erfolgreich weil sie ein umfangreiches, tagesaktuelles, qualitativ hochwertiges on-demand Angebot liefern, weltweit und wann man will UND weil es nichts kostet.

trackback

[…] ist schlicht und einfach Quatsch. Ich sehe das genauso wie der Wortvogel, der einen lesenswerten Artikel zum Thema Raubkopien geschrieben hat (in seinem Blog! Gebenedeitseistdu!): Ich glaube einfach […]

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Natürlich hast du recht. Gehören dann aber solche Lizenzverträge und die Art und Weise wie weltweit Lizenzen und Starts gemanaged werden nicht auch auf den Prüfstand?

Natürlich wird ein kommerzielles Angebot nie den level der illegalen erreichen, aber es ginge meiner Meinung nach um einiges besser als es im Moment ist, eben auch weil der Lieznsierungsmarkt so fragmentiert und reglementiert ist.

Dr. Acula

@Vogel

Glaube ich nicht, weil es immer Menschen (wie mich) geben wird, die lieber durch physische Produkte stöbern als durch einen Online-Katalog. Ich wühle mich lieber (und mit höherer Kauffrequenz) durch einen DVD-Wühltisch bei Woolworth oder real oder Drogenmüller als durch die Schnäppchen-Abteilung bei Amazon.

Dr. Acula

@Vogel Ich glaub nicht, dass die 90/10-Relation so hinkommen würde… 50/50 vielleicht…

Dr. Acula

@Vogel Ich werd doch jetzt nicht anfangen, vollständige Kommentare zu lesen *schmoll*

Ich halte meine Sichtweise dennoch für valide – es wird m.E. immer eine nicht zu vernachlässigende Menge geben, die lieber in einen Laden geht als online kauft. Sicherlich wird das Ladenangebot ausdünnen, aber die völlige Verödung der Einkaufspassagen ist auf absehbare Zeit nicht zu befürchten. Klamotten im Laden anzuprobieren ist erheblich angenehmer als den Kram an den Internet-Shop zurückzuschicken, weil’s nicht passt… 🙂

Thomas Kiwispotter

Es ist falsch unberechtigte Kopien mit Raub oder Diebstahl gleich zu setzen! Ich stimme Dir und den Kommentatoren völlig zu.

Ein Kernfehler der Argumentation auf Seiten der Copyrightvertreter (ich kürze sie mit C ab) ist die Gleichsetzung vom geistigen Eigentum mit körperlichem Eigentum. D.h. für Cs ist ein Foto von einem Apfel (Geistiges Eigentum) = echter Apfel (körperliches Eigentum).

Und daher argumentieren Cs: rechtswidrige Kopie des Bildes = Diebstahl des echten Apfels.

So lässt es sich einfach sagen: Das Foto des Apfels wurde 100 mal rechtswidrig kopiert, also entspricht das 100 Diebstählen eines Apfels. War das Bild 10 Euro wert, nehmen wir daher 1000 € Schadensersatz.

Nur… wenn ich einen echten Apfel klaue, kann ihn der Eigentümer nicht mehr essen und verhungert womöglich. :,( Wenn ich dagegen das Bild kopiere, ist das Originalbild immer noch da!

Ich sage nicht, dass das ungefragte Kopieren komplett frei sein sollte. Denn der Künstler wird keine Zeit investieren, um den Apfel zu zeichnen, wenn er nicht mit Entlohnung rechnen kann. Sonst kann er sich keine Äpfel zum essen leisten und verhungert ebenfalls. Aber es ist seine Wahl und er wird einer anderen Arbeit nachgehen.

Der Diebstahl wird also hart bestrafft, weil man ohne den Apfel verhungert. Die unberechtigte Kopie führt dagegen dazu, dass weniger in Kunst und Kreativität investiert wird. Und weil Kunst im direkten Vergleich weniger wert ist als Leben & Gesundheit, darf die Bestrafung nicht gleich hart ausfallen.

Demnach haben wir zwei völlig unterschiedliche Zielrichtungen. Der Sinn hinter dem Schutz des körperlichen Eigentums ist zu verhindern, dass jemand einem anderen etwas wegnimmt. Der Sinn hinter dem Schutz des geistigen Eigentums ist dagegen die Förderung von Kreativität und Kultur.

Wenn der Künstler das Bild des Apfels bereits gezeichnet hätte, wenn ihn zwei Leute kaufen würden, entsteht demzufolge für die Kultur kein Schaden, wenn das Bild von zwei weiteren Personen ungefragt kopiert wird. Und daher gibt es immer noch Kinofilme, obwohl die Cs von „Milliardenschäden“ sprechen.

Es sei denn die Cs sind ehrlich und sagen, dass es ihnen nicht um die Förderung von Kultur geht, sondern darum möglichst viel Geld zu machen. Aber dann würden sie zugeben müssen Jahre bis Jahrzehntelang geheuchelt haben. Und das mag ja keiner tun.

Das ist alles natürlich eine grobe Darstellung. Sie verdeutlicht jedoch, dass die Cs gerne „Äpfel mit Birnen“ vergleichen wenn sie unberechtigte Kopien mit Raub oder Diebstahl gleichsetzen.

Oops… ich merke gerade die Länge des Kommentars. Sorry, aber ich kommentiere hier viel zu selten und musste mal so kompensieren. 😉

Thomas Kiwispotter

@Wortvogel: Genau, eine wunderbare Zusammenfassung. Und eine die zusätzlich zum Ausdruck bringt, warum simples Kopieren nicht mit kreativen Bearbeiten gleichgesetzt werden sollte. Aber es geht ja um die „Raubkopie“ und nicht um das Thema Fanart, dank der aus einer Idee hunderte von neuen Ideen entstehen. Dazu würde mich Deine Meinung auch sehr interessieren. So als Beitragsanregung.

Dr. Acula

@Vogel
Das (also die zunehmende Vereinheitlichung der Einkaufspassagen) ist zweifellos ein Problem. Andererseits haben wir ja durchaus, als wir neulich durch Nürnberg latschten, gesehen, dass es offensichtlich immer noch machbar ist, ein Geschäft für Hüte und Regenschirme zu betreiben, wenn man den gleichen Kram vermutlifch sogar noch billiger 50 m weiter bei Karstadt kaufen könnte. Die Nischenanbieter müssen sich also ihrer Möglichkeiten bewusst sein und über Spezialisierung und vor allem Service, den ein Massenanbieter nicht anbieten will und kann, punkten. Aber da weichen wir jetzt enorm vom Thema ab 😉

Heino
Heino

Ich glaube auch nicht, dass es bei einem solchenSzenario zu einer 90/10-Teilung kommen würde. Das gleiche wurde beim Aufkommen der Homeshopping-Sender dem Einzelhandel prognostiziert und trotzdem existiert der immer noch. Auch das Einkaufen übers Internet konnte daran nicht wirklich was ändern. Die Menschen kaufen eben in der Regel lieber Dinge, die sie anfassen und testen können und das wird sich so schnell nicht ändern.

Allerdings ist die ausufernde Monokultur schon ein grosses Problem, das durch das Wachsen der verschiedenen Ketten nur schlimmer wird (im Einzelhandel Metro und Rewe). Da wünsche ich mir manchmal schon die Zeiten zurück, als es noch überall kleine Läden gab.

Tinitus

Ich denke mal Torsten wollte (auf drastische Art und Weise) aufzeigen, dass topaktuelle VOD-Portale jede Menge Arbeitsplätze killen würden. Davon abgesehen geb ich für gute Filme lieber acht Euro aus und sehe ihn mir auf ner richtigen Leinwand an. Die Handydeppen werden schon während des Werbeblocks in ihre Schranken gewiesen und Popcornwerfer stellen ihr Gedaller ein, wenn man ne Cola zurückwirft. Verbunden mit der Warnung beim nächsten Mal eine in der Büchse zu nehmen.

Heino
Heino

@Thorsten & Tinnitus:ich habe doch schon in meinem ersten Beitrag klar gemacht, dass wir bezüglich Raubkopien auf einer Wellenlänge schwimmen. Und das Beispiel habe ich auch genau so überspitzt verstanden, wie es gemeint ist. Ich wollte nur damit äußern, dass solche Panikreaktionen- und Äußerungen immer wieder auftauchen und die vorausgesagte Wirkung bisher immer ausgeblieben ist. Vielleicht mit Ausnahme der Musikindustrie, abe rdie ist wie auch die Filmindustrie selbst schuld an ihrem Dilemma.

Und um wieder zum Thema zu kommen:hier noch ein interessanter Artikel von aintitcool zu den Kreisen, die die Angelegenheit zieht:

http://www.aintitcool.com/node/40652

Sheera
Sheera

Paralytas drückt es ziemlich gut aus. Filme und Musik schaue ich mir gerne erstmal über Download an: Haben diese so genannten ‚Künstler‘ mein Geld überhaupt verdient?

Zugegeben, ich bin noch relativ neu, was das ‚business‘ angeht, aber YouTube verwende ich schon seit zwei Jahren um mich in Bands einzuhören. Wenn mir gefällt was ich höre werden die CDs gekauft. Wie schnell ich sie mir kaufe hängt dann davon ab, wieviel Geld ich gerade zur Verfügung habe (oder ob ich demnächst mal wieder Geburtstag habe oder Weihnachten ist =).

Torrent benutze ich erst seit zwei, drei Monaten. Und da bin ich auch nur eher zufällig drüber gestolpert. Ich habe mir darüber einige Filme ‚gesaugt‘ die ich schon seit langem mal sehen wollte, die aber nie genau dann im Fernsehen laufen (oder auch gar nicht). Sind insgesamt vielleicht zehn Filme oder so gewesen. Zehn Filme und ein Spiel.

Ich habe kein schlechtes Gewissen. Die Filme haben sich überwiegend als gut herausgestellt und ich werde sie mir definitiv irgendwann als DVD besorgen, weil ich auch gerne die Extras anschaue. Das Spiel (Spore) habe ich gesaugt, weil keine Sau heutzutage noch Demos herstellt. Und zum Probespielen sind 50 Mücken einfach utopisch. Welcher Spinner denkt sich eigentlich immer diese Preise aus? Letzten Endes habe ich mich dann dagegen entschieden, mir das Spiel zuzulegen – es gefällt mir einfach nicht. Die ‚Sims‘ mit Viechern. Etwas anderes ist das nicht. Da bleib ich lieber beim Original. oO

Für so etwas sind diese nicht ganz legalen Methoden mittlerweile unabdingbar. Ich würde mir ja gerne z. B. eine Demo eines Spieles herunterladen, das mich interessiert. Aber ich kann ja nicht. Somit sind die Spielemacher selbst Schuld.

Bei Kinofilmen ist das Dilemma, dass für schlechtere/uninteressantere Filme (Schuld bei Hollywood & Co) mehr Geld verlangt wird (Cinemaxx & Co). Als Kind bin ich unheimlich gerne ins Kino gegangen, bis zu 12-mal jährlich. Mittlerweile gehe ich nur noch einmal im Jahr ins Kino – und dann gefällt mir noch nicht einmal was ich sehe. Und dafür zahle ich mittlerweile den doppelten Preis, weil a) die DM-Preise mittlerweile komplett zu EUR-Preisen umgeschrieben worden sind (8 Mark = 8 Euro) und b) alle Sitze ‚Loge‘ sind und einen Zuschlag verlangen.

Da hilft nur, auf einen extrem vielversprechenden Film zu warten, eine Parkett-Karte zu kaufen und sich dann in der Pinkelpause in die Loge zu setzen, die ohnehin leer ist.

Und ich fühle mich immer noch nicht schuldig. Meh.

Heino
Heino

@Thorsten:mag sein, dass du die voraussiehst. Und ich glaube auch, dass wir noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht haben, was diese Entwicklungen angeht. Aber was du bisher an „Voraussagen“ getroffen hast, geistert schon seit Jahren in der einen oder anderen Form als pure Behauptung durch sämtliche Medien und nichts davon ist bisher eingetroffen. Insofern sehe ich jetzt nicht, wo du mir da eine falsche Sichtweise nachweisen willst.

@Sheera:du gehst nur einmal oro Jahr ins Kino, erwischst dann einen (!!!) Film, der dir nicht gefällt ud das reicht dir als Begründung für illegales Handeln? Diese Sichtweise finde ich nicht im Mindesten gerechtfertigt. Ausserdem bieten so ziemlich alle grösseren Kinos Tage an, an denen die Vorstellungen nur die Hälfte kosten.

Sheera
Sheera

@Wortvogel: Gut, tschuldigung. Kommt nicht wieder vor. =X

@ Heino: Ich kann nichts dafür, dass nur einmal im Jahr ein Film läuft der mich interessiert. Und die ‚Spar‘-Tage der Kinos kann man ja wohl in der Pfeife rauchen… 5 Euro sind 10 Mark und waren früher am Wochenende (!) fällig. Bzw. 11 Mark 50. Für mich ist das reine Abzocke.

Wenn öfters (für mich) interessante Filme laufen würden würde ich definitiv öfter ins Kino gehen (wozu hab ich meinen Schülerausweis sonst?), weil Kino einfach geil ist. Das große Bild, der Hammer Ton – so etwas liebe ich. Dieses Jahr gibt es doch erstaunlich viele Filme die mich mal interessieren: Watchmen, Monsters vs Aliens, Wolverine… Die schaue ich mir dann sogar dort an. Ich hole mir sogar Popcorn und Cola! Gehört zur Kino-Erfahrung einfach dazu. =)

Heino
Heino

@Torsten (so besser?):lassen wir das Thema, da scheinen wir nicht auf einen Nenner zu kommen:-))

@Sheera:diese Umrechnerei ist zu einfach gedacht, aber wenn du noch Schüler bist, kann ich verstehen, dass du sehr auf dein Geld achten musst. Und ich habe mir abgewöhnt, Getränke und Süßes im Kino zu kaufen, das ist definitiv zu teuer (mal ganz davon abgesehen, dass das Geschmatze der Leute gerade bei ruhigen Filmen extrem störend ist)

Peroy
Peroy

„Dieses Jahr gibt es doch erstaunlich viele Filme die mich mal interessieren: Watchmen, Monsters vs Aliens, Wolverine… Die schaue ich mir dann sogar dort an.“

Das ist doch die selbe Mainstream-Grütze, die so gut wie jedes Jahr läuft… gib’s zu, du redest gerade Quark…

Peroy
Peroy

Wer sagt denn dass „Transformers 2“ und das „Nightmare on Elm Street“-Remake nicht geut werden? Kannst du hellsehen?

trotzdem ist die Aussage „Es läuft nur noch ein Film pro Jahr, der mich interessiert“ Bullshit, wer Wolverine und Watchmen guckt, der guckt auch alle anderen Superhelden-Streifen, allein von denen gab es in den letzten fünf Jahren drei Dutzend Stück (oder zumindest kommt es mir so vor)…

Hach, WENN sie sich wenigstens auf „Transformers 2“ freuen würde…

konni
konni

Guter Beitrag
Muss aber zugeben dass ich mir des öfteren auch mal einen Film lade, sowie serien per stream oder download sehe da ich an werbung im deutschen fernsehen ( 3 Stück in einer serie) sehr schnell die Lust verliere.
Ausserdem zahle ich Geld für meine Downloads Bei dem grossen bekannten Hoster.

Eine Frage Habe von vielen jetzt schon gehört dass dieser besagte große Hoster (r****s***e) legal sein Soll da der Server in der Schweiz ist und da Das Downloaden legal sein soll.–Stimmt das.

trackback

Sperrfristklauseln auf neuem Niveau…

Neulich gab es eine Pressevorführung von Wolverine. Es hatte angeblich schon eine deutlich frühere gegeben, doch die war wohl nur für ausgewählte Marketing-Candy-Kollegen. Doch die Existenz dieser mysteriösen früheren PV, einer sogenannten ……

trackback

[…] Verfasser? Oder seht ihr das anders? Ich freue mich auf eure Meinungen! Hier also der Text (Quelle:Klick!): FAKT: Es gibt eine direkte Korrelation zwischen dem kommerziellen Erfolg eines Film, und der […]

Asmodeus
Asmodeus

„Hach, WENN sie sich wenigstens auf “Transformers 2″ freuen würde

Also ich freu mich auf Transformers 2…und zwar sehr 🙂

Peroy
Peroy

„Also ich freu mich auf Transformers 2…und zwar sehr :)“

Depp halt…

Asmodeus
Asmodeus

Ich freu mich auch auf Star Trek und Terminator.

Dann auch auf Wiki und die starken Männer 😉

Bitte gibs mir nochmal.

Heino
Heino

Ja, Terminator ist auch oben auf meiner Liste. Erstmal zur Überbrückung noch Star Trek und Wolverine (der Vollständigkeit halber) und dann darf mir McG mal zeigen, dass er mehr kann, als er bisher gezeigt hat. Wobei mir ja die beiden Charlie`s Angels ziemlich gut gefallen haben….

Peroy
Peroy

Wiki wird bestimmt besser als „Transformers 2″…

Ich freu‘ mich nur auf „Saw VI“ nächstes Jahr… alles andere bis dahin nehm‘ ich nur nebenbei mit…

Ich hab‘ einen „Terminator: Salvation“-Trailer übrigens vor „Knowing“ gesehen, der lies Schlimmes erahnen… offenbar wollen die da die ausgetretene Plot-Route „Terminator weiß nicht dass er Terminator ist und hilft Menschen im Kampf gegen andere Maschinen“ fahren, und die Aussicht erfreut mich nicht unbedingt… ich seh‘ arge Robo-Sülze auf mich zukommen… 😕

Peroy
Peroy

„Wobei mir ja die beiden Charlie`s Angels ziemlich gut gefallen haben…“

Weiche !

exidos
exidos

hey,

cooler blog sehr interessante themen währe es möglich das du mich in icq addest ich habe da einige spezielle fragen oder in msn was du hast antworte einfach 😉

PS: nicht glauben ich will ihne jez über irgendwelche illegalen sachen fragen ich habe nur ein paar grundelegende fragen die mich interessieren die ich aber nicht jedem zeigen will 😛

mfg

exidos

ChangetheWorld
ChangetheWorld

Hi Leute, wirklich sehr gute Kommentare. Meiner Meinung nach sollte sie Filmindustrie generell umdenken. Als Erstes kostet Marktforschung bei den entsprechenden
Firmen (Nielsen usw.) ein halbes Vermögen. Dieses Geld können sie sich dank den „illegalen Download-Quoten“ sparen. Die Ergebnisse liegen ja durch die Nachfrage bei den Tauschbörsen vor.
Gleichzeitig hat sich auch die Frage für die Bewerbung eines Filmes erledigt, die Dank der gemessenen Quote eventuell in reduziertem Masse gemacht werden muss.
Das wären mal ein paar Sparmassnahmen (Gewinnsteigerung) für eine Filmproduktion.

Neue Gewinnmöglichkeiten:
Als Beilspiel: Der Detailhandel verdient mehr an den Listengebühren (Markenanbieter bezahlen Platzmiete im Regal des Marktes)
als an den Verkäufen selbst. Somit soll die Filmindustrie auch andere Absatzkanäle finden als den Verkauf.
Nämlich selbst Filme in die Tauschbörsen stellen mit Werbe-Einblendungen im unteren Fünftel des Bildes.
Denn wenn man kostenlos (Lizenzen bezahlt durch Werbung) und legal einen Film in DVD-Qualität downloaden kann, der gleichzeitig im Kino läuft,
würde man sich an kleinen Werbeeinblendungen nicht stören. Ist ja in Amerika bei den Fernsehshows völlig normal.

Fazit:
Eins ist klar. Die Tauschbörsen und die Newsgroups können von der Filmindustrie nicht bekämpft werden.
Es wird immer Millionen Downloads für einen einzigen Film geben.

Die Filmindustrie soll mal aufwachen, ihre Marketing-Strategen feuern und die Tauschbörsen und Newsgroups für sich nutzen lernen.

So wären wir alle glücklich.

Uebrigens wohne ich in der Schweiz und das Kino hier ist überteuert. € 12.- Eintritt / 7 € ein Cola und ein kleines Popcorn.

ChangetheWorld
ChangetheWorld

@ Wortvogel
Wie bereits weiter oben betont wurde, ist der Kinobesucher und DVD-Käufer nicht die gleiche Person wie der Downloader. Daher glaube ich nicht, dass das Kino nach meiner Theorie sterben wird. Es geht bei meinen Aussagen, darum Möglichkeiten für die Filmindustrie aufzuzeigen, da wie gesagt die Tauschbörsen und Newsgroups nicht mehr wegzudenken sind. Und wenn man im Netz eine schlechte „Raubkopie“ saugt, aus einer Telecine-Quelle mit MD, kann ich mir schon vorstellen, dass die mit kleinen Werbeeinblendungen gespickte Superkopie eher geladen würde. TV-Serien aus USA haben sich mit den Werbeeinblendungen bereits etabliert. Wem das stört, der kauft sich dann die DVD oder schaut sich den Film im Kino an.

Was spricht dagegen, wenn sich die Filmindustrie zusätzliche Einnahmequellen holt? Ist jedenfalls besser als Millionen für den Kampf gegen Webpiraten zu finanzieren und echte Konsumenten zu verärgern mit DRM usw.

Werbung in einem Blockbuster, lohnt sich immer, vorallem wenn es keine grossen Streuverluste gibt. Und die gäbe es in diesem Fall nicht. Und übrigens kann man schon hochrechnen aus einer Anzahl Downloadabfragen via bspw. Torrents. Warum soll das nicht repräsentativ sein? Wenn täglich 20000 User einen bestimmten Film sharen. Ist das für mich schon ziemlich repräsentativ. Die Industrie muss dann halt schnell reagieren könne mit einer beworbenen Version. Kann Sie das? Möglich wärs. Marktforschung könnte online direkt an den Tauschbörsen und Usenetprovidern betrieben werden.

Warum sollte man die Piraterie nicht zu eigenen Zwecken nutzen?

Natürlich ist alles schwammig, aber nur aus Ideen und Visionen kann später mehr entstehen, auch ein Geschäftsmodell.

Scheinbar sieht man schon seit einem Monat vor Kinostart, das „Wolverine“ sehr nachgefragt ist und sein wird. Welche Marktforschung kann das ein Monat vorher so belegen?

Wäre der Workprint mit Werbeeinblendungen versehen gewesen, wäre er trotzdem stark heruntergeladen worden. Was für eine Werbeeinnahne für 20th Century Fox…..


Jedenfalls werde ich mir den Film auf alle Fälle im Kino anschauen. Das Erlebnis, dass man bei einem solchen Film im Kino hat, kostet zwar etwas, aber….

strom23
strom23

ich weiß nicht worauf sich der verfasser des berichtes bezieht aber eine mp3 320kbps ist im netz viel günstiger zu haben als die single auf cd. auch alben kosten nicht 16,99 € wie auf cd sondern 10,11 oder 12,99€ als mp3.
jeder vertrieb von physischen medien beklagt die sinkenden gewinn margen bei cd,vinyl gegenüber mp3.
der bericht ist schlecht recherchiert u. wenig objektiv.

Heino
Heino

@Torsten:natürlich haben diverse TV-Sender hierzulande schon Werbeeinblendungen in Serien/Filmen etabliere wollen. Pro7 und RTL 2waren da echt groß drin. RTL 2 hat es damit sogar geschafft, die Zuschauer bei BSG scharenweise zu vertreiben.

@Peroy:weiche selber. Wer Saw I – V als gute Filme bezeichnet, darf mir meine Charlie`s Angels nicht vermiesen:-))

Peroy
Peroy

„@Peroy:weiche selber. Wer Saw I – V als gute Filme bezeichnet, darf mir meine Charlie`s Angels nicht vermiesen:-))“

„Saw I – IV“ waren gut. Gegen die kann man gerade mal garnichts sagen, außer man will Stunk machen. Der fünfte war nur durchschnittlich (leider… aber Teil VI wird wieder besser ! *daumendrück*).

Die beiden Charlie’s Angels-Machwerke sind hingegen unerträglich dämliche Action-Gülle. Da muss man schon crank sein, um so einen Rotz zu mögen…

Dieter
Dieter

Ich mag es ja manchmal, unnötige Risiken einzugehen. Wie jetzt:,,Die beiden Charlie’s Angels-Machwerke sind hingegen unerträglich dämliche Action-Gülle.“

Das sehe ich auch so.

DerHorst
DerHorst

Ich bin nunmehr fast 45 Jahre Alt.
In meinen Jugendzeiten habe ich fast mein gesamtes, mir eigenes Kapital, ins Kino getragen und das gerne.

In Düsseldorf gab es seinerzeit weit über 25 Kinos, von denen noch Drei !!! Programmkinos sowie die für mich mehr und mehr zum Gastrotempel mutierten Multiplexe gibt, die ich beim besten Willen nur Sonntags gegen 11 betreten mag.

Da ich mir um diese Zeit einen Film auch ( gern allein ) anschauen mag und auf Horden von Videoten verzichten kann welche, wenn es Längen im Plot gibt nervös herumscharren und verzweifelt den Vorspulknopf suchen.

Ja, da wird der Download schon reizvoll….

trackback

[…] gab die Diskussion ja schon angesichts des “Wolverine”-Workprints, aber es scheint mir angebracht, sie hier noch einmal […]