28
Apr 2009

Kino Kritik: "X-Men Origins: Wolverine"

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

wolverine1

Okay, die Sperrfrist ist rum, und ich darf endlich und offiziell meine Meinung zum neusten Superhelden-Opus kundtun. Nicht basierend auf dem Workprint, sondern basierend auf dem tatsächlichen und fertigen Film.

Einige von euch werden es dank eines Artikels bei AICN mitbekommen haben: Die ganze Sperrfristen-Regelung von Fox diente augenscheinlich nur dazu, die beinahe Deckungsgleichheit von Workprint und fertigem Film zu verschleiern. Wochenlang hatte man behauptet, der im Netz aufgetauchten Arbeitskopie fehlten 10 Minuten und signifikante Szenen der Reshoots. Alles Nebelgranaten: Bis auf die Effekte und die Musik konnte ich exakt EINE Änderung feststellen – eine Szene von Wolverine in Japan nach dem Nachspann wurde durch eine langweiligere Szene mit Stryker ersetzt.

Nun, da auch Regisseur Hood zugegeben hat, dass der Workprint durchaus dem finalen Produkt entspricht, ändert Fox die Taktik: es wird kolportiert, der Film habe verschiedene Enden (ich vermute, damit sind verschiedene kurze Szenen nach dem Nachspann gemeint).

Eine ganze Menge PR-Getöse für eine ganz simple und nachvollziehbare Bitte: schaut euch den Film im Kino an, auch wenn ihr die Raubkopie gesehen habt!

Workprint hin oder her – die für mich relevantere Frage lautet hingegen: ist "X-Men Origins: Wolverine" den Eintrittspreis wert?

Die Antwort ist stabiles "na ja, geht schon".

Nach meinen eigenen strengen Maßstäben dürfte ich den Film nicht empfehlen. Das Drehbuch ist zu unfokussiert, die Dialoge sind teilweise erbärmlich, und die Figuren entwickeln keinerlei Eigenleben, keine Dynamik. Es gibt kaum eine Szene in "Wolverine", die man nicht mit einem kopfschüttelnden "Was soll DAS denn jetzt?" quittiert.

Es gibt nicht einmal eine nennenswerte Story, sondern nur eine banale Abfolge von Ereignissen: Wolverine wird Teil eines Prä-X-Men-Mutanten-Teams, verlässt das Team, wird zurückgeholt, flüchtet, kehrt zurück, blablabla. Das hat weder Hand noch Fuß, zumal an keiner Stelle klar ist, was die Personen motiviert. Gut und Böse sind hier schlampig ungenau definiert, irgendeine charakterliche Stringenz darf man nicht erwarten. Es gibt auch Dutzende von Szenen, die überhaupt keine nennenswerte Funktion haben (die gesamte Sequenz mit dem alten Farmer-Ehepaar fühlt sich so an, als wäre Logan aus Versehen bei den Kents in Kansas gelandet). Obendrauf gibt es auch noch eine Sackladung Logikfehler und eine komplette Missachtung aller zeitlichen und räumlichen Zusammenhänge (Wolverine fährt mit dem Motorrad mal fix von Las Vegas nach New Orleans).

Auch tricktechnisch reißt "Wolverine" keine Bäume aus, im Gegenteil: die CGI rangiert von "okay" (Wolverine gegen den Helikopter) bis "autsch" (so ziemlich alle digitalen Matte Paintings und Vehikel-Animationen). Herrgott nochmal, sogar die Adamantium-Klauen sehen diesmal nach Plastik aus!

Gerade im Vergleich zum neuen "Star Trek"-Film fällt schmerzhaft auf, wie unfähig die Autoren von "Wolverine" sind, Nebenfiguren mit Leben und Beziehungen zu erfüllen. Gambit, Cyclops, Stryker, Blob, Silverfox – sie alle kommen vor, aber sie spielen nicht wirklich mit. Alles außer Wolverine und Sabretooth ist Hintergrundrauschen.

Wenn denn wenigstens der Dauerkonflikt zwischen Wolverine und Sabretooth irgendwie plausibel oder packend wäre. Aber weit gefehlt: die Beziehung der Brüder ist platt behauptet, und noch dazu schwer nachvollziehbar (ich vermute, dass die im Prolog behaupteten Verwandtschaftsverhältnisse keiner näheren Überprüfung standhalten). Wenn sich beide im Finale wieder "verbrüdern" (ähem), ist das eine krasse Missachtung der Tatsache, dass Creed ein eiskalter Mörder von Frauen und Kindern ist. Das fühlt sich einfach falsch an.

Endgültig ins Bein schießt sich "Wolverine" nach einem eher einfallslosen Showdown bei dem Versuch, noch kurzfristig diverse Beziehungen und Subplots auf Null zu setzen, um Widersprüche mit dem ersten "X-Men"-Film (der zeitlich danach spielt) auszubügeln. Das geht ganz böse in die Hose, und es funktioniert auch nicht.

Dumme Story, platte Charaktere, hanebüchene Dialoge, schlechte Trickeffekte – kann mir jemand sagen, warum ich "Wolverine" trotzdem empfehle?

Ganz einfach: Der Film lebt vom Macho-Charisma seiner Hauptakteure. Jackman und Schreiber sind einfach klasse, haben Ausstrahlung und Eier. Es ist ihre Show. Ich nehme Jackman da auch gerne gegen alle Kritik in Schutz: er hat Wolverine einfach "drauf". Natürlich so weichgespült, wie es für einen Blockbuster nötig ist (der Film ist trotz aller Gewalt erschreckend blutleer), aber trotzdem auf den Punkt.

Außerdem ist auf der Leinwand ständig was los: "Wolverine" mag keinen nachvollziehbaren Plot haben, aber das gleicht er mit solide inszenierter Action und viel Bewegung aus. Um Jim Steinman zu zitieren: "There’s nothing wrong with going nowhere, baby, but we should be going nowhere fast".

"Wolverine" ist die Definition eines filmischen "going nowhere fast". Eine banale Achterbahnfahrt, aber wenigstens mit Doppel-Looping.

Wem das reicht, der mag sich gar nicht so schlecht unterhalten. Wenn es allerdings das Maximum ist, das man aus der coolsten Figur des X-Men-Teams rausholen kann, verzichte ich gerne auf weitere "X-Men Origins". Wer will schon "X-Men Origins: Storm" sehen?

http://www.youtube.com/watch?v=IcdyUCGjcCc



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milan8888
28. April, 2009 16:51

Doppel-Loopings sind langweilig. Wenns wenigstens ne Cobra Roll wäre…

Peroy
Peroy
28. April, 2009 16:58

Mal schön für’n Trailer die Musik von "Sunshine" gemoppst…

(Jaja, ich weiß schon, dass das gängige Praxis ist, aber ich wollt’s trotzdem mal anmerken)

Und das "NUR im Kino" ist putzig… 8)

Lutz
Lutz
28. April, 2009 17:05

Ich bin zwar nicht so der Comic-Fan wie du, aber ich denke doch, dass er "Cyclops" heißt, oder? Ich glaube mit psychischen Qualitäten hat das weniger zu tun.

Ansonsten: Danke für die Kritik. Dann werd ich den überspringen und mir stattdessen doch nochmal X-Men 2 ansehen.

Heino
Heino
28. April, 2009 17:13

Also doch der befürchtete Rohrkrepierer. Marvel sollte das echt selbst in die Hand nehmen oder zumindest Fox verbieten, noch mehr schlechte Filme aus dem Franchise zu quetschen. Dabei wäre Jackman ein guter Solo-Film zu gönnen gewesen, er war in den 3 X-Men-Teilen mit Abstand der beste Darsteller

Wortvogel
Wortvogel
28. April, 2009 17:17

@ Lutz: Stimmt natürlich, hab’s ausgebessert. Zuwenig Schlaf heute Nacht.

Ich gestehe, den X-Men 3 zu mögen. Endlich mal das Superhelden-Remmidemmi, dass ich mir immer von den X-Men versprochen hatte. Nummer 2 fand ich langweilig – die Jean Grey-Plotte hat mich erschreckend kalt gelassen (vielleicht gerade deswegen, weil Cyclops ein so nasses Handtuch ist).

Lutz
Lutz
28. April, 2009 17:22

Ich finde X-Men 3 auch nicht so schlecht. Ich hatte nur beim ansehen immer das Gefühl, als wenn der Film wesentlich mehr Potential hätte und eine halbe Stunde länger sein müsste.

Die Jean-Grey-Geschichte ist wirklich das schwächste Glied im zweiten Teil. Aber trotzdem bleibt der Film (zumindest für mich Kaum-Kenner der Marvel und DC Comics) eine der besten Comic-Verfilmungen.

Übrigens… jetzt verstehe ich auch, warum du so ein Tamtam gemacht hast darum, dass man nicht mal mehr über den Film reden darf. Hätte ich eigentlich vorher drauf kommen sollen.

Anonymous
Anonymous
28. April, 2009 17:22

"Wer will schon “X-Men Origins: Storm” sehen?"

Ich, Halle Berry schau ich mir auch an wenn sie das Telefonbuch vorliest

Peroy
Peroy
28. April, 2009 17:25

"X-Men 2" fand ich auch scheisse… der hatte auch richtig schlechte Effekte am Ende, boah…

Mag Teil 3 noch am liebsten, der hat Vinnie Jones, aber so richtig meines sind diese Schwulen-Allegor… äh, "Viele Superhelden auf einem Haufen"-Filme nicht…

Heino
Heino
28. April, 2009 17:33

Ich mag den zweiten am meisten, weil der einfach trotz seiner Schwächen wenigstens die Story komplett durchgezogen hat und nicht wie Teil 3 an zuvielen unaufgelösten Handlungssträngen und unnötigen Figuren ohne wirkliche Funktion litt.

Halle Berry könnt ihr mir auf den Bauch binden, die finde ich nur öde. Und "X-men Origins:Magneto" brauch ich auch nicht. McKellen ist ein cooler Hund, aber wer will denn bitte Mageto als Guten sehen, der nur an den schlechten Menschen verzweifelt ist?

Mencken
Mencken
28. April, 2009 17:50

Die Besprechung legt dann aber doch den Schluß nahe, daß die Sperrfrist möglicherweise auch aufgrund des zu erwartenden Kritikerechos eingesetzt wurde – der Workprint ist ja (soweit ich dies beurteilen kann) auch nicht gerade wohlwollend aufgenommen worden und man kann zumindest spekulieren, ob bei einem positiveren Echo nicht vielleicht eine andere Strategie gewählt worden wäre.

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
28. April, 2009 19:51

So für Erbenszähler. Making of vor dem Film mehrmals bei den Privaten gelaufen und was sagt des Vogels Wort?
Ein locker vom Hocker kommendes Film ist blöde aber die Schauspieler (2) rocken das Haus. Wie gut das ich mir den Film nicht antue.
Möge Odin es geben, dass Thor besser wird. Sonst könnte es sein, dass der Fenriswolf kommt und FOX verschlingt.
In diesem Sinne

freanir
freanir
28. April, 2009 20:08

Wenigstens war X-Men 1 ein guter Wolverine Film (und der beste der Franchise).

Nobbes
Nobbes
28. April, 2009 20:53

@Grinsi: Du hättest in der Schule beim Matheunterricht mal besser aufpassen sollen. Korrelation bedingt keinen kausalen Zusammenhang.
Ich wette, daß ein erschreckend hoher Prozentsatz aller Serienmörder sich morgens die Zähne geputzt hat. Können wir jetzt daraus schließen, daß morgentliche Zahnhygiene die Entwicklung zum Serienmörder begünstigt?

manhunter
28. April, 2009 22:01

Das Review trifft auch meine Meinung: Der Plot ist zum Haareraufen ("es gibt kaum eine Szene in “Wolverine”, die man nicht mit einem kopfschüttelnden “Was soll DAS denn jetzt?” quittiert", in der Tat), aber Jackmann/Schreiber sowie die Action können einiges. Meiner Meinung nach schwächster X-Men-Film bisher, aber für eine immerhin lauwarme Guckempfehlung reicht’s.

http://www.students.ch/magazin/details/24421/X-Men-Origins-Wolverine

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
29. April, 2009 12:41

@Nobbes: Jein. Die BILD würde sowas natürlich behaupten, aber das ist kein Wunder. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage ob eine Erhöhung des CO2-Anteils eine Erwärmung des Erdklimas bedingt. Nun ja nach deiner Argumentation wohl ehr nicht. Nach meiner schon.
Aber zurück zum Thema. Ich finde schon, dass es einen Zusammenhang zwischen massiver Werbung für einen Film _vor_ seinem Start mit mehr als nur Trailern schon bedingt auf seine Qualität schließen läßt oder zumindest auf das Vertrauen seines Verleihs in ihn. Für mich persönlich hat es sich in der Vergangenheit als ausgesprochen hilfreich und treffsicher erwiesen.

Ausserdem gehe ich davon aus, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen einem Making of eines Filmes als Werbemittel und seinem Kassenerfolg gibt. Vielleicht sind meine Schlußfolgerungen nicht gerade wissenschaftlich, aber das habe ich auch nie behauptet. Es soll ja mal Börsenmakler gegeben haben, die ihren wirtschaftlichen Erfolg an der Börse auf die länge der Rockmode der Damenwelt im entsprechenden Jahr zurückführen. Solange es funzt ist doch alles in Ordnung oder?

In diesem Sinne.

comicfreak
comicfreak
29. April, 2009 13:30

..so, wieder ein Tagesplan umgeworfen!

Da bin ich seit letzten Donnerstag sowas von hibbelig, weil Wolverine heute um 18.00 Uhr hier im Kino anläuft, organisiere Babysitter etc., und jetzt das.

Okay.
Bei Logikfehlern in heißersehnten Filmen neige ich extrem dazu, ausfallend zu werden.

Damit ist die Dringlichkeit aus der Sache raus.
Jetzt warte ich halt, bis meine gute Schwester in den Film geht und spiele die Begleitung, dann wirds doch noch ein schöner Kinobesuch.

*Babysitter_abbestell*

Peroy
Peroy
29. April, 2009 16:24

"Ich finde schon, dass es einen Zusammenhang zwischen massiver Werbung für einen Film _vor_ seinem Start mit mehr als nur Trailern schon bedingt auf seine Qualität schließen läßt oder zumindest auf das Vertrauen seines Verleihs in ihn. Für mich persönlich hat es sich in der Vergangenheit als ausgesprochen hilfreich und treffsicher erwiesen…"

… weil ja wie gesagt nur noch Scheisse läuft und ich deshalb ja nicht mehr ins Kino gehe. Seitdem geht es mir gut… ignöh…

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
29. April, 2009 18:40

@Peroy: Wo hast du denn das her? Ich gehe schon noch ins Kino nur sehe ich halt nicht mehr all zu viele neue Sachen.
In diesem Sinne solltest du sehr vorsichtig mit deinen Vorurteilen und Vermutungen sein.

Wortvogel
Wortvogel
29. April, 2009 18:49

@ Grinsi: In der Tat bist du es, der hier gerne mit breiten Pauschalisierungen und haltlosen Vermutungen um sich wirft.

Heino
Heino
29. April, 2009 19:34

GKP:klar sind Making Ofs im Fernsehen Werbung, da wird niemals jemand was anderes behaupten. Aber es zwingt dich ja auch keiner, dir das anzusehen. Ich zumindest meide die wie der Teufel das Weihwasser. Und du glaubst ja wohl nicht ernsthaft, dass zu Star Trek (den Torsten ja sehr gut fand) kein Making Of im TV laufen wird, oder?
Dass es zu einem Blockbuster mehr Werbung gibt als zu einem kleinen Independetfilm, liegt nicht an der Qualität, sondern am zur Verfügung stehenden Werbebudget. Und lang nicht jeder mit einem Making Of beworbene Film landet auf Platz 1 der Kinocharts. Das mag dein Eindruck sein, ist deshalb aber nicht zwangsläufig richtig. Mundpropaganda wirkt da Wunder und kann jeden Film in den Chart-Himmel heben oder gnadenlos absaufen lassen

Peroy
Peroy
29. April, 2009 20:00

Mich würd mal interessieren, welchen Film der Grinsi zuletzt gesehen hat, den er gut fand… der soll mal mit der Sprache rausrücken, damit ich ihn schön für seinen beschissenen Geschmack niedermachen kann.

Bestimmt so ’ne vierstündige isländische Arthouse-Scheisse in S/W und mit Originalton ohne Untertitel… voll existentialistisch. Da gab’s kein Making Of zu…

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
29. April, 2009 22:48

@Peroy: Sag es doch gleich. Die letzten Filme die ich im Kino sah und von denen ich freudig überrascht wurde, waren die Filme "Letters from Iwo Jima" und das Gegenstück "Flags of our Fathers".

Wenn du wissen willst warum ich die Filme im Kino sah, dann frage.

@Wortvogel: Klar ich werfe gerne. Genau wie du, bin ich hier niemandem und nicht gegen über verantwortlich. Du magst dein Geld damit verdienen und bist natürlich geschult. Ich verdiene mein Geld mit was anderem und mache das hier aus Spaß an der Freud. Wenn du genauere Analysen, Hypothesen und Synthese brauchst, dann melde dich. Sei dir aber bewußt, dass es dann etwas länger dauern kann und auf sicher den Rahmen dieses Blogs sprengen wird.

Wortvogel
Wortvogel
29. April, 2009 22:57

@ Grinsi: Du hast mich nicht verstanden. Ich mag deine unausgegorenen Verallgemeinerungen nicht (früher war alles besser, Zusammenhang Werbemasse – Filmqualität). Das ist platt, und keiner Diskussion zuträglich. Es würde helfen, wenn du manchmal ein wenig länger nachdenken würdest, bevor du auf den "Fertig, abschicken"-Button klickst.

Peroy
Peroy
29. April, 2009 23:16

"@Peroy: Sag es doch gleich. Die letzten Filme die ich im Kino sah und von denen ich freudig überrascht wurde, waren die Filme “Letters from Iwo Jima” und das Gegenstück “Flags of our Fathers”."

Kriegsfilm-Scheiss…

Dieter
Dieter
29. April, 2009 23:39

,,Wenn du genauere Analysen, Hypothesen und Synthese brauchst, dann melde dich. Sei dir aber bewußt, dass es dann etwas länger dauern kann und auf sicher den Rahmen dieses Blogs sprengen wird."

Also darauf könnte ich für meine Person sprechend sehr gut verzichten.

Dieter
Dieter
29. April, 2009 23:43

@comicfreak: Geht mir ähnlich: DEN wollte ich sehen, jetzt warte ich auf die Fernsehausstrahlung.

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
30. April, 2009 00:18

@Wortvogel:
Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Also für mich, nur für mich, hat es den Anschein, dass die Qualität der Filme vor Jahren eine andere war. In meinen Augen schien sie eine bessere gewesen zu sein. Ganz subjektiv, rein persönlich und nur für mich als solche empfunden. Nichts was ich mit Zahlen, Analysen oder sonstigem untermauern könnte. Zumindesten nicht jetzt und nicht in kurzer Zeit.

Das selbe gilt den Zusammenhang zwischen Werbung und Filmqualität. Rein persönlich, subjektiv und absolut nicht zu verallgemeinern. Dieser, persönliche empfundene, Zusammenhang ist für mich ein Mittel um Filme auszuwählen, die ich im Kino erleben möchte. Denn dort, im Kino, mochte ich Film erleben, nicht nur konsumieren. Ich möchte angenehm unterhalten und nach Möglichkeit nicht enttäuscht werden. Andere mögen Münzen werfen oder sonst was anstellen oder einfach alles anschauen was ins Kino kommt um "gute" von "weniger guten" Filmen zu trennen.
Anders sieht es zu Hause aus, dort schaue ich mir alles an was mir unter die Finger kommt. Sollte es nicht gefallen, ab in die Tonne oder zurück zur Videothek.

Vielleicht gehen wir auch von etwas unterschiedlichen Qualitätsvorstellungen oder besser Sehgewohnheiten aus. Ich bin ein Dinosaurier, denn ich mag keine hektisch geschnittenen Filme, die mich mit viel FX und Budenzauber in den Kinosessel drücken und mir einfach keine Zeit lassen mich von dem Gewitter der Bilder zu erholen. Ich mag solche langsamen Filme wie 2001, mit langen Kamerafahrten und Einstellungen. Ich mag es mit meinen Augen die Leinwand zu durchwandern. Mir sind einfach die neueren Filme zu schnell. Matrix (1. Teil) hat mich erschlagen. Ich kam aus dem Kino und konnte für die nächsten zwei Stunden keinen klaren Gedanken fassen. Der Film hat mich nicht verwirrt , er hat mich schlicht und ergreifend einfach sensorisch erschlagen. Ich mag das einfach nicht. Und was ich nicht mag, ist für mich persönlich "schlecht". Unabhängig davon was andere denken mögen oder die Allgemeinheit, die nebulöse, so sagen mag.

Wenn ich ein paar solcher Filme gesehen habe, dann schlage ich vor solchen Filme die Tür zu. Zumindestens wenn es ums Kino geht. Du magst anders mit solchen Filmen umgehen, Beruflich oder privat. Du verdienst (?) Geld damit dir Filme anzuschauen, ich nicht. Dein Auge mag geschult sein, meines nicht. Ich möchte nur in einer bestimmten Art unterhalten werden, du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in einer anderen. Du nimmst die die Zeit genau sagen zu können warum dir ein Film gefällt und warum nicht. Ich frage meinen Bauch und sein Gefühl reicht mir. Ich brauche nicht wissen warum mir ein Film nicht gefällt. Es reicht mir das er mir nicht gefällt.Zumindestens in den meisten Fällen.

Ich bin hier in diesem Blog, um mir Anregungen zu holen für meine Reise durch die Welt des Filmes. Anregungen habe ich hier schon reichlich bekommen und dafür bin ich dankbar. Ich habe auch Warnungen vor möglichen Enttäuschungen bekommen und auch dafür sei an dieser Stelle mein Dank ausgesprochen. Es ist immer gut zu wissen, dass es Menschen gibt die einem die Arbeit abnehmen wenn es um die Erkundung neuer Gebiete in der Welt des Filmes geht.

So jetzt habe ich keine Lust mehr zu schreiben und für diese Nacht mag es genug sein.

@Peroy:
Könntest du mir das mit dem Scheiss mal etwas genauer erleutern? So von wegen warum im allgemeinen und bei diesen beiden Filmen im speziellen? Würde mich wirklich interessieren.

Dieter
Dieter
30. April, 2009 00:32

,,Ich bin ein Dinosaurier …"

Das hat schon lange jeder hier verstanden, glaube ich.

,,Ich mag solche langsamen Filme wie 2001, mit langen Kamerafahrten und Einstellungen. Ich mag es mit meinen Augen die Leinwand zu durchwandern. Mir sind einfach die neueren Filme zu schnell."

Na, dann ist es ja gut jetzt, denn soetwas gibt es ja gar nicht mehr. ,,Pulp Fiction" zum Beispiel. Mann, war das hektisch! Kaum Dialoge, immer nur zack-zack eine Szene nach der anderen. Und ers dies Computereffekte in diesem Film! Oder die neuen Batman-Filme: Warum nimmt sich kein Regisseur mal die Zeit, in langen Szenen Charakterentwicklungen zu zeigen. Das fehlte auch bei allen Spiderman-Filmen völlig.

Warum fallen mir jetzt nur diese Filme ein? Naja, es gibt eben keine Qualität mehr.

Peroy
Peroy
30. April, 2009 01:56

"@Peroy:
Könntest du mir das mit dem Scheiss mal etwas genauer erleutern? So von wegen warum im allgemeinen und bei diesen beiden Filmen im speziellen? Würde mich wirklich interessieren."

Kriegsfilme sind’n Scheiss. Ganz subjektiv. Und wenn dir das nicht passt, mir wurscht. Es gibt nur drei gute Kriegsfilme: "Aliens – Die Rückkehr", "Starship Troopers" und "Platoon Leader" mit’m Dudikoff…

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
30. April, 2009 08:03

@Dieter:
Tja, irgendwas ist ja immer. Pulp Fiction habe ich nicht im Kino gesehen, leider. Den fand ich toll. Ich fand die Geschichte fesselnd und ich hätte ihn gerne im Kino gesehen. Steht auch auf meiner Liste dafür. Erstaunlich das du Kill Bill nicht nennst. Schnell, bunt und auch sonst etwas komisch. Aber, dem Grinsi hat es gefallen. Frag nicht warum, es ist halt so. Ich habe nicht gesagt, dass es heute keine guten Filme mehr gibt, ich habe behauptet, dass heute weniger Filme produziert werden, die ich mir im Kino anschauen würde. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied und es ist eine Empfindung, keine hart zu untermauernde Tatsache. Könnte ich für jeden Film den ich jegesehen habe aufs genaueste erklären warum ich ihn gut fand und warum nicht, würde ich es auf Dosen ziehen und verkaufen und Wortvogel wäre arbeitslos, denn man könnte dann vielleicht die reine objektive Meinung zu einem Film kaufen. Verflucht auch, ist es so schwer ein anderes Sehverhalten zu tolerieren?

FX ist ja nicht schlecht, oder habe ich das behauptet? FX kann aber aus meiner Sicht einen Film erschlagen, wenn sie zum Selbstzweck wird. Auch hier mein ganz subjektiver Eindruck Matrix 2 und 3. In beiden Filmen ist FX aus meiner Sicht zum Selbstzweck verkommen und trägt stellenweise überhaupt nichts zur Geschichte des Filmes bei. Sie ist, in meinen Augen, also streckenweise sinnbefreit. Das sollte FX aber eigentlich nicht sein, oder irre ich hier?
Was die Batman-Filme angeht, so habe ich die auch nicht im Kino gesehen. Ob das ein Fehler war oder nicht kann ich nicht sagen. Ich bin nicht so der Batman Fan und dennoch muß ich sagen, dass mir die Comics besser gefallen haben.
Es ist gut möglich das dem einen oder anderem Film es gut getan hätte ein paar Bilder mehr auf die Charaktereinführung zu verschwenden. Ich bin aber der falsche um das zu beurteilen.
btw es hat mehr als einen Superman Film gegeben? Oh Gott! Ich weiß ja nicht, ob Supermann in 2 – 3 minuten auf der Leinwand zu charakterisieren ist. Ich bezweifele das mal. Also bleibt man bei dem offensichtlichem und das ist recht dünn. Der Stählerne halt.

@Peroy:
Erlaube mir die Nachfrage, aber könntest du mir sagen warum “Aliens – Die Rückkehr”, “Starship Troopers” und “Platoon Leader” mit’m Dudikoff in deine Augen "gute" Kriegsfilme sind? Die ersten beiden habe ich gesehen, den letzten nicht.

Meine persönliche Meinung zu Starship Troopers lassen wir mal unter den Tisch fallen, sonst sagen die hier wieder ich hätte nicht alle Tassen im Schrank und würde zu sehr pauschalieren und verallgemeinern. Ich bin aber bereit den Film als ein kontroverses Stück Film anzusehen.
Ich habe Alien – die Rückkehr nie unter dem Gesichtspunkt eines Kriegsfilmes betrachtet. Vielleicht sollte ich das mal.
Als Gegenfrage an dich, warum ist Apo now in deinen Augen Scheiße, oder Im Westen nichts Neues oder Der General?
Also Peroy, lasse mich nicht blöde sterben wie einst die Dinosaurier starben.

Dieter
Dieter
30. April, 2009 08:16

@Grinsi: Dann habe ich Dich also richtig verstanden: Du wertest nach Deinem Geschmack, weisst gelegentlich selber nicht, warum Dir etwas gefällt, und ziehst aus Deiner ,,Geschmackswertung" Folgerungen, wie etwa, die Qualität habe nachgelassen und Making Offs an sich seien Indikator für schlechte Filme; dies würdest Du natürlich argumentativ begründen, es würde nur den Rahmen dieses Block sprengen.

Ich toleriere natürlich Dein Sehverhalten. Warum denn nicht und woraus liest Du, dass ich das nicht täte. Ich erlaube mir allerdings zu sagen, dass ich Deine Einstellung, lass es mich mal friedfertig ausdrücken, unlogisch und als Stammtisch-Geschmäcklerei empfinde.

Dieter
Dieter
30. April, 2009 08:17

Himmel: ,,Blogs"! Da kann ich nicht ruhig bleiben…

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
30. April, 2009 08:32

@Dieter:
Nicht ganz, aber auch egal. Ich verdamme nicht den Making of. Einige sind ganz gut und sie gefallen mir. Es ist die Art ihres Einsatzes, der in mir den Eindruck erweckt, das sie fast ausschließlich nur noch zu Werbezwecken eingesetzt werden und nicht unbedingt als Mittel der Dokumentation.

Möchtest du von mir eine Analyse am exemplarischen Beispiel des einen oder anderen Making of haben?
Möchtest Du denn, dass ich meine Empfindungen mit Argumenten untermauere? Wenn ja, setze ich mich hin und versuche mal meine Empfindungen in Wort zu fassen. Das könnte aber noch mehr Verwirrung denn Klarheit schaffen.

Könntest du mir sagen was an meinen Einstellung unlogisch ist und was für dich Stammtischgeschmäcklerei ist? Letzteres kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Bedenke aber bitte dabei, das ich kein professioneller Filmeseher bin. Analyse ist nicht meine Stärke und manchmal möchte ich auch nicht genauer wissen warum ich einen Film mag und warum nicht. btw ich fände es schlimm wenn alles im Leben logisch sein muß. Es wäre dann so vorhersehbar und berechenbar. Es würde einem die Freude an der Überraschung nehmen und ja ich bin unlogisch und sprunghaft.

Aber genug am eigenen Grab geschaufelt.

Marko
30. April, 2009 08:55

"Matrix (1. Teil) hat mich erschlagen. Ich kam aus dem Kino und konnte für die nächsten zwei Stunden keinen klaren Gedanken fassen. Der Film hat mich nicht verwirrt , er hat mich schlicht und ergreifend einfach sensorisch erschlagen."

Cool. Als Regisseur würde ich mir ein Loch in den Bauch freuen, wenn mir jemand so etwas über meinen Film sagen würde. 😉

Gruß,
Marko

Dieter
Dieter
30. April, 2009 09:36

,,Bedenke aber bitte dabei, das ich kein professioneller Filmeseher bin."

Mit anderen Worten: Ich habe keinen blassen Schimmer, kann deshalb sagen was ich will und bin dadurch unangreifbar. DAS ist Stammtischgeschmäcklerei.

Du hast weiter oben glanzvoll geschrieben, wenn man eine Analyse wolle, würde sie aber diesen Blog sprengen. Jetzt schreibst Du, Du kannst und willst auch nicht analysieren. Aber Du erklärst mehrfach, dass das Kino nicht mehr die Qualitäten hat wie früher (,,Filme mit den Augen durchwandern" und solch pseudo-poetischer Schmonz). Und dass Du eigentlich gar nicht mehr ins Kino gehst, jetzt aber doch. Alles immer schön herumlavierend. Stammtischgelaber.

Dieter
Dieter
30. April, 2009 09:39

Im übrigen hast Du Dich selbst immer zum Thema gemacht (,,bin ein Dinosaurier", ,,ihr Jungspunde" haha …). Da musst Du Dich nicht wundern, wenn irgendwann irgendjemand darauf anspringt.

Dieter
Dieter
30. April, 2009 09:45

,,Ich verdamme nicht den Making of. Einige sind ganz gut und sie gefallen mir. Es ist die Art ihres Einsatzes, der in mir den Eindruck erweckt, das sie fast ausschließlich nur noch zu Werbezwecken eingesetzt werden und nicht unbedingt als Mittel der Dokumentation."

Wenn ich so einen Unsinn lese, kriege ich Krämpfe: Welche Making Of dient vor allem der ,,Dokumentation"? Wenn die zum Kinostart produziert werden, sind (SIND) sie Werbung! Was denn sonst?

Asmodeus
Asmodeus
30. April, 2009 10:00

Also, ich fand den Film…..nett.
Nch Wortvogels Kritik habe ich meine Erwartungen runtergeschraubt und habe mich seichten Popcornkino hingegeben.
Schöne Action, schicke Kampfszenen und ne Menge Krawumm.

Und…."Starship Troopers" ist wahrscheinlich einer der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe,(Kommt mir zumindest so vor) der ist einfach nur grottig.

Dieter
Dieter
30. April, 2009 10:05

@Asmodeus: ,,Starship Troopers" fand ich auch furchtbar. Man trifft mit dieser Meinung auf erstaunlich viel Widerstand. 🙂

Peroy
Peroy
30. April, 2009 11:42

"Also Peroy, lasse mich nicht blöde sterben wie einst die Dinosaurier starben."

Das liegt echt nicht in meiner Macht, Alter…

Peroy
Peroy
30. April, 2009 11:45

"Und….”Starship Troopers” ist wahrscheinlich einer der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe,(Kommt mir zumindest so vor) der ist einfach nur grottig."

Noch’n Depp…

Peroy
Peroy
30. April, 2009 11:45

"@Asmodeus: ,,Starship Troopers” fand ich auch furchtbar. Man trifft mit dieser Meinung auf erstaunlich viel Widerstand. :-)"

Und noch einer…

comicfreak
comicfreak
30. April, 2009 12:27

@ Dieter

..ich werde mir den Film noch im Kino ansehen, aber eher mit Asmodeus´ Erwartungshaltung und ´ner doppelten Portion Popcorn.

Sobald ich die kindliche Vorweg-Enttäuschung "Menno-das-ist-keine-Original-Barbie" weggesteckt habe

:))

@ Grinsi Kleinpo
..bist du jetzt männlich, wie dich viele hier ansprechen, oder weiblich, wie dein Name vermuten lässt?
Dann würde auch keiner mehr auf "Ich-kann-das-nicht-erklären-isso!" rumreiten..
😉

Lutz
Lutz
30. April, 2009 14:33

@ Grinsi
Ich find auch, dass du ein bisschen stark generalisierst. Aber jedenfalls ist es nicht so, dass du jeden, der nicht deiner Meinung ist, beschimpfst oder gleich für unzurechnungsfähig erklärst. Solche Personen ignoriere ich hier ja schon seit längerem.

Auf deinen "die Filme wurden früher besser gemacht" Zug springe ich aber nicht auf. Auch heute gibt es noch genug Filme, die eine langsamere Erzählweise haben oder sich mehr Zeit nehmen. Nur ist das in der Regel nicht mehr unter den Sommer-Blockbustern der Fall. Aber der geneigte Filmfan schaut ja sowieso nicht nur auf die, oder?

Dieter
Dieter
30. April, 2009 15:57

,,“Und….”Starship Troopers” ist wahrscheinlich einer der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe,(Kommt mir zumindest so vor) der ist einfach nur grottig.”

Noch’n Depp…"

Ah! Peroy versachlicht wieder die Diskussion.

Ich wusste ja, irgendetwas fehlte mir doch.

Peroy
Peroy
30. April, 2009 16:10

Ich kann auch mit ’ner Kalkwand diskutieren, kommt aufs selbe raus…

Machete
Machete
30. April, 2009 17:42

Die Kalkwand tut mir jetzt schon leid 😉

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
30. April, 2009 20:25

@Lutz:
Danke, du hast es auf den Punkt gebracht. Unser kleiner Freund mit den ausfahrbaren Messerchen in den Handknöcheln ist so ein Frühlingsblockbuster, wenn ich nicht irre und ja es gibt sie noch die langsamen Filme. Sie sind selten und ich muß sie suchen. Der Doppelschlag von Eastwood war so ein Ding. Ich fand sie gut. In meinen Augen großes Kino und leider nicht genug vom breiten Publikum gewürdigt worden.

Habe ich wirklich behauptet Filme wurden früher besser gemacht? Oder habe ich behauptet, dass ich das Gefühl habe, früher gab es mehr bessere Filme? Besser in meinem Auge nicht besser im Sinne handwerklich oder technisch.

Ist auch egal.
Wölfchen ist für mich gestorben auf der Kinoleinwand, der kommt nur noch in die Klotze. Star Trek wird im Kino gesehen, alleine schon weil es Tradition ist. Die Trailer versprechen ja reichlich dicke Eier im Weltall und es gibt ja bekanntlich immer ne Menge kaputt zumachen wenn James T. mal wieder über die erste Hauptdirektive nachsinnt. 🙂
Also Jungs! Laßt krachen!

fisch
fisch
30. April, 2009 21:26

Neeee … also der dritte Teil … grausig.

Vorallem der Schluss – wir hetzen alles Fußvolk in den Untergang (damit auch der dööfste(?) Zuschauer sieht, WIE böse Magneto ist) – dann wischen wir die Verteidiger mit einer Handbewegung weg … Oder musste er erst sein Handgelenk aufladen?

Sowas kann ich ja gar nicht haben, das vermiest mir den ganzen Film.

Heino
Heino
30. April, 2009 21:47

Auf "Starship Troopers" lass ich nix kommen, den finde ich nach wie vor sehr gut. Aber da das Buch schon gelinde gesagt kontrovers war, muss das bei dem Film auch so sein und Verhoeven hat es ja geschafft, damit kräftig zu polarisieren. Genau so sollte es ja auch sein, das zeigt doch nur, dass er einen Nerv getroffen hat.

Trotzdem sind diejenigen, die den Film nicht mögen, nicht automatisch Deppen. Und Filme mit Dudikoff sind schonmal generell eher suboptimal gelungen

Marko
30. April, 2009 22:44

Ich mag "Starship Troopers". Leider bin ich gerade zu betrunken, um mehr dazu zu schreiben. Aber ich mag Euch alle. 🙂

Gruß,
Marko

Dieter
Dieter
1. Mai, 2009 00:36

,,Trotzdem sind diejenigen, die den Film nicht mögen, nicht automatisch Deppen."

Danke Heino. Sehe ich auch so. Aber Peroy ist gegen eine große Zahl von Erkenntnissen resistent.

@Grinsi: Laber Dich ruhig heraus. Alles ist Gefühl und Du bist halt sprunghaft und impulsiv blabla…

Dieter
Dieter
1. Mai, 2009 00:38

@Marko: Ich hab´ Dich auch dolle lieb, Du. 😀

Michael
Michael
1. Mai, 2009 04:42

Gerade haben wir, vor dem Saufen, ähhh tschuldigung natürlich Tanzen in den Mai, uns Wolverine angesehen, während die "Nicht-Comic-Leser" ganz zufrieden waren (Stichwort: Popcorn Movie), war ich insbesondere über die Vernichtung von Deadpool als Figur entsetzt, einer meiner absoluten Lieblinge im Marvel-Universum (merc with a mouth) und dann sowas…kurz, für jeden Halbwegs-Kenner der Marvel-Comics ein enttäuschender Film.. einzig Liev Schreiber als Sabretooth hat mir gefallen…der Rest passt von der Story her, nicht einmal zu den anderen drei X-Men Filmen, es sei denn, man kneift zwei Auge zu.. und zum Ende zu kommen: den "sexiest man alive" fand ich auch nicht so doll…sah für mich aus wie Routine für Herrn Jackman.

comicfreak
comicfreak
1. Mai, 2009 09:50

@ Grinsi

..und, bist du weiblich?

*mich_ignoriert_fühl*

😉

Heino
Heino
1. Mai, 2009 11:16

So langsma kriege ich ja echt Angst. Selbst die wenigen Kritiken, die den Film nicht völlig verreissen, führen das nur auf Jackman und Schreiber (der mir im Trailer zu glatt wirkt) zurück. Stellvertretend hier mal eine "gute" Review:

http://www.filmcritic.com/misc/emporium.nsf/reviews/X-Men-Origins-Wolverine

Wortvogel
Wortvogel
1. Mai, 2009 11:21

@ Heino: Es beweist nur, dass es eben doch so etwas wie Konsens in Geschmacksfragen gibt, und dass die Bewertung eines Films eben doch nicht rein subjektiv ist, wie das immer wieder gerne behauptet wird.

Vincent
Vincent
1. Mai, 2009 12:36

Also der Film war genau das was ich vom Trailer her erwartet hatte… Viel Action, wenig Story und ein paar Leckerbissen (männlich wie weiblich) auf der großen Leinwand.
Ich hab mir nach Wolverine noch Crank 2 reingezogen und muss sagen das ich dabei dann doch mehr Spaß hatte.

Heino
Heino
1. Mai, 2009 13:02

@Torsten:hab ich ja auch nie behauptet. Natürlich gibt es objektive Kriterien, die gibt es auch in der Bewertung von z.B. Musik oder Malerei. Und Wolverine scheint ein gutes Beispiel dafür zu sein, wie man diese Kriterien eben nicht erfüllt. Den werde ich mir wohl nur im Kino ansehen, wenn nächste Woche das Wetter extrem schlecht wird

Wortvogel
Wortvogel
1. Mai, 2009 13:18

@ Heino: War ja auch keine Kritik an dir.

Dieter
Dieter
1. Mai, 2009 13:59

Es gibt sicher objektive Maßstäbe. Die hat nur nicht jeder.

Was ich einfach bitter finde, ist, dass großartige Schauspieler und coole Stories derart vergeudet werden.

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
1. Mai, 2009 15:35

@comicfreak: Würde das einen Unterschied machen wenn nicht oder wenn?

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
1. Mai, 2009 15:39

Jetzt würde es mich wirklich interessieren, wie man Künste objektiv (reproduzierbar?) bewerten kann. Das würde ich gerne wissen. Das ist ein ganz schön heftiger Anspruch den sich da die Kritiker(der Wortvogel) an die Brust heften.

Wortvogel
Wortvogel
1. Mai, 2009 15:46

@ Grinsi: Die Frage nach deinem Geschlecht solltest du beantworten. Das hier ist kein Versteckspiel.

Ich werde die Diskussion über objektive und subjektive Bewertungsmaßstäbe nicht noch einmal führen. Habe ich zu oft gemacht. Wenn jemand anderer möchte – bitte. Allerdings verbitte ich mir vorab deine radikale Umdeutung meiner obigen Aussage. Wenn du das thematisieren willst, dann halte dich an das, was ich tatsächlich geschrieben habe.

Peroy
Peroy
1. Mai, 2009 16:00

"@comicfreak: Würde das einen Unterschied machen wenn nicht oder wenn?"

Könnte beeinflussen was ich meinem Monitor entgegenblöcke, wenn ich deine Kommentare lese…

Heino
Heino
1. Mai, 2009 16:20

@Grinsi:klar gibt es objektive Massstäbe. Nehmen wir mal die Musik, speziell den Gesang. Wer Töne in allen ihm zur Verfügung stehenden Tonlagen aus Absicht treffen und halten kann, verfügt über eine gute Technik und ein gutes Gehör. Das sind objektive Werte und Dinge, die man durch Übung erlernen kann. So jemand ist als ein technisch guter Sänger. Dann kommen die subjetktiven Werte dazu. Auch der technisch beste Sänger kann nicht viel reissen, wenn seine Stimme einfach nicht gut klingt oder er/sie unter gesundheitlichen Problemen wie z.B. einer Hasenscharte leidet. Und ob den Menschen die Klangfarbe der Stimme gefällt, ist einfach nur Geschmackssache, darüber kann man nicht diskutieren. Trotzdem gibt es objektive Werte, die zumindest das technische Können aufzeigen.

Beim Film sind das dann Sachen wie Kameraführung, Schnitt, Belichtungseinsatz, Erzählstruktur. Alles Sachen, die zum Gesamtbild nicht unwesentlich beitragen, aber im Grunde Handwerk sind und nur als gut eingesetztes Ganzes einen Film zum Kunstwerk werden lassen.

Heino
Heino
1. Mai, 2009 16:21

@Torsten:sorry, da habe ich dich dann wohl missverstanden

Dieter
Dieter
1. Mai, 2009 20:10

@Heino: Stimmt alles!

*Ironie:* Aber wenn doch früher alles gefühlt besser war …

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
1. Mai, 2009 22:36

@Peroy:
Du sprichts/brüllst deinen Monitor an? Wie schändlich, das tut dem Monitor doch weh.

@Wortvogel:
Nein, ich beantworte sie nicht. Ich frage ja auch nicht nach sowas.

Dieter
Dieter
2. Mai, 2009 00:18

,,Nein, ich beantworte sie nicht. Ich frage ja auch nicht nach sowas."

Nach ,,sowas"? Nach ,,sowas"? Ich lach´ mich schlapp! Hier einen auf hippen, junggebliebenen, ach so unorthodox denkenden Dino machen, aber die Frage ob Männlein oder Weiblein, ist eine Frage nach ,,sowas". Beleidigungen sind mehr Peroys Welt, aber hier kann und will ich mich nicht bremsen: Junge (eindeutig für mich, denn ich kenne keine Frau, die einen derartigen Dachschaden hat), Du hast einen veritablen Knall!

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo
2. Mai, 2009 13:43

@Dieter:
Danke

euphoriefetzen
euphoriefetzen
2. Mai, 2009 13:54

@Vincent
ich habe es andersrum gemacht, genau die falsche reihenfolge, wie sich herausstellte.
nach crank, war die action in wolverine auch nur noch so lala.

Will Tippin
Will Tippin
2. Mai, 2009 14:11

@euphoriefetzen
Ich glaube, direkt nach Crank 2 kommt einem JEDE Action nur noch so lala vor…

Dieter
Dieter
2. Mai, 2009 17:31

@Grinsi:
Nicht dafür, gerne.

comicfreak
comicfreak
3. Mai, 2009 18:16

@ GrinsiKleinPo
..nein, es würde keinen Unterschied machen, schließlich bin ich kein Pädophiler im Schulkindchatroom.

Es hat mich nur interessiert, ob du als Frau einen weiblichen Namen gewählt hast, oder als Kerl einen, den er mal gehört hat und witzig fand.

Dieter
Dieter
3. Mai, 2009 18:39

@comicfreak: Ich glaube, den hat er selbst erfunden und findet ihn witzig …

comicfreak
comicfreak
3. Mai, 2009 18:51

@ Dieter

..neinein, das ist eine Zwergin in der Wache von Ankh Morpork bei Terry Pratchett.
Grinsi Kleinpo ist dort überaus feminin (trotz Bart und Kettenhemd), die erste Zwergin, die Lippenstift und geschmiedete Sandalen trägt, eine Vorkämpferin der zwergischen Emanzipation.
Außerdem ist sie Wissenschaftlerin, sozusagen der erste Tatortermittler der Scheibenwelt!

Deshalb hätte es mich interessiert, ob der Name mit Bedacht gewählt wurde, oder nur wegen des Klanges.

Dieter
Dieter
3. Mai, 2009 19:05

@comicfreak:

Ui! Danke! Glatte Bildungslücke bei mir!

comicfreak
comicfreak
3. Mai, 2009 19:17

@ Dieter

..wenn´s dich interessiert, hier eine "ca." Lesereihenfolge:

http://www.lspace.de/dafp/reihenfolge.html

Ich empfehle den Einstig mit "Wachen, Wachen" oder "MacBest"

🙂

Dieter
Dieter
3. Mai, 2009 19:21

@comicfreak:

Ich will Torstens Blog nicht für Privatkorrespondenz 😉 missbrauchen. Aber zum Lesen komme ich eigentlich gar nicht. Das Einzige, was ich derzeit lese, ist eigentlich dieser Blog; 60-Stunden-Woche … Selbständigkeit und ihre Schattenseiten …

comicfreak
comicfreak
3. Mai, 2009 20:25

@ Dieter

..die Gemeinsamkeiten häufen sich.. 😉
koenigfaust@aol.com

Der Wahrheit
Der Wahrheit
5. Mai, 2009 14:07

@Peroy: Ich liebe den Typen. Ich hoffe die Red Sonja critic kommt heute noch online. Darauf warte ich schon die ganze Woche.

Peroy
Peroy
5. Mai, 2009 14:43

Der Critic ist ein Rocker. Und der Nerd auch… ich hoffe, die kommen auf breiter Basis noch groß raus, verdient hätten sie’s…

milan8888
5. Mai, 2009 18:37

»war ich insbesondere über die Vernichtung von Deadpool als Figur entsetzt, einer meiner absoluten Lieblinge im Marvel-Universum (merc with a mouth) und dann sowas…kurz, für jeden Halbwegs-Kenner der Marvel-Comics ein enttäuschender Film..«

Schau mal da:

»In some copies of the theatrical release, there is a post-credits scene in which Deadpool’s hand is seen reaching for his severed head, at which point, he opens his eyes and breaks the fourth wall as he whispers to the audience, "Shhh…"«

Heino
Heino
16. Juli, 2009 20:16

Ich hab mir den Streifen jetzt doch noch angetan und bin recht positiv überrascht worden. Nach den generell miserablen Kritiken war meine Erwartungshaltung sicher extrem niedrig, aber so schlecht wie z.B. The Spirit oder Catwoman konnte der Film schon gar nicht werden. Jackman fand ich wirklich gut, Schreiber war auch besser als erwartet (ist mir aber immer noch zu glatt), die Story entspricht zwar kaum der Weapon X-Storyline, aber die Dark Phoenix-Saga wurde für den Film ja auch gnadenlos gestutzt und das hat wenige geschert. Schade war es, dass nicht erklärt wird, warum Creed und Logan trotz Verwandschaft nicht zusammen aufwachsen ud wie es zu ihrer Trennung kam. Die episodenhafte Schilderung von Logans Vergangenheit sehe ich nicht als tragisch an, da sist in den Comics auch nicht anders und 150 Jahre in einem Film ausführlich zu erzählen, ist schlichtweg unmöglich. Die ganze Sache ist nicht sehr einfallsreich, läuft aber noch unter solide erzählt (vergleicht das mal mit Elektra). Auch die Begegnung mit Psyclops, Blob und Gambit und warum sie in der Trilogie nie erwähnt wird, ist gut erklärt. Blob und Gambit begegnet er nie wieder, Psyclops und er haben sich vor Teil 1 auch nie gesehen. Die Tricks sind suboptimal, aber weit von der Catwoman-Peinlichkeit entfernt. Blöde ist allerdings, dass Sabretooth sich in X-Men 1 nicht mehr an Logan erinnert (dafür ist ihnen wohl keine Erklärung eingefallen) und dass eine Adamantiumkugel in einem Adamantiumschädel automatisch Amnesie auslösen soll. Schwach, ganz schwach.
Die Umsetzung von Deadpool hat mich nicht gestört, aber ich fand es sehr schön, dass er am Ende nicht mehr reden kann. Ich mag weder Deadpool noch Ryan Reynolds, der wird immer dann gecastet, wenn ein blöder Klugscheißer im Film vorkommt. Da graut`s mir auch schon vor Green Lantern.

Wortvogel
Wortvogel
16. Juli, 2009 20:26

@ Heino: Das entspricht ja ungefähr meinem Review.

Heino
Heino
16. Juli, 2009 21:03

Ja, isgesamt schon. Ich hatte halt mit Schlimmerem gerechnet, aber noch mehr Origin-Filme müssen echt nicht sein. Höchstens noch "Wolverine in Japan", aber dann bitte richtig umgesetzt.

Rene
26. September, 2009 15:52

Ich werd mir die DVD kaufen – hab den Film leider noch nicht gesehen…

Hier gibts aktuell übrigens ein Mega-Fan-Paket Gewinnspiel zu X-Men:
http://www.movie-village.com/2009/gewinnspiel-zum-dvd-start-von-x-men-origins-wolverine/

lg Rene

trackback

[…] Meine Meinung zu “X-Men Origins: Wolverine” habe ich ja vor zwei Jahren ausführlich kundgetan. […]