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Mutant Chronicles (2008) Regie: Simon Hunter. Darsteller: Thomas Jane, Ron Perlman, Devon Aoki, Sean Pertwee, Benno Fürmann, John Malkovich.

Es spricht nicht gerade für den Film, dass ich völlig verschnarcht habe, ihn zu besprechen. Dabei hatte ich die Screener-DVD schon vor Monaten bekommen, und nach erster Recherche gehofft, zumindest in Deutschland einer der ersten Reviewer zu sein. Schwamm drüber.

Story: Im Jahr 2707 haben politische Systeme ausgedient, vier Konzerne beherrschen die Welt (angelehnt an Amerika, Russland, Deutschland, und Japan). Diese führen in einer Mischung aus dem Brettspiel „Risiko“ und „1984“ permanent Krieg um Ressourcen und Territorien. Als eine Detonation ein uraltes Siegel auf dem Schlachtfeld aufreißt, kriechen Wesen aus der Erde, die bald als Nekromutanten die ganze Menschheit bedrohen. Man beschließt, den aussichtslosen Kampf aufzugeben, und so viele Menschen wie möglich ins Weltall zu evakuieren. Doch die Mönche der „Bruderschaft“ glauben, dass ein „Auserwählter“ die Nekromutanten stoppen kann, und Firmenchef Constantine schickt deshalb Mitch und eine Truppe knallharter Soldaten los, den Kampf aufzunehmen.

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Kritik: Ich war eigentlich ziemlich neugierig, als mir „Mutant Chronicles“ in die Finger kam – als Teilzeit-Nerd hatte ich noch nie von dem zugehörigen Rollenspiel oder den Comics gehört, aber erste Nachforschungen ergaben, dass der EXTREM aufwändig aussehende Film mit der A-Besetzung tatsächlich unabhängig finanziert worden war. Das allein ist eine Leistung, die meinen Respekt verdient. Skeptisch machte mich allerdings die Tatsache, dass MC seinen DVD-Erststart zwei Jahre nach Ende der Dreharbeiten in Brasilien hatte, und bisher keine Kino-Starttermine vorlagen. Hinzu kam, dass der Autor sowohl „Event Horizon“ und „Firestarter 2“ verbrochen hatte. Und wenn man einen englischen Indie-Filmer anheuert, weil (in dieser Reihenfolge) Stephen Norrington („League of Extraordinary Gentlemen“), John Carpenter („Ghosts of Mars“) und Roger Christian („Battlefield Earth“) abgewunken haben, dann läuten bei mir endgültig die Alarmsirenen.

Tja, und so kam es dann auch: „Mutant Chronicles“ entpuppte sich als wirrer Rotz, der in der Manier von Zwischensequenzen eines Videospiels hanebüchene Plot-Elemente und schmerzhafte Dialoge aneinander kleistert, ohne jemals einen erkennbaren Faden zu finden.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es bewundernswert, dass die Macher das Rollenspiel in seiner gesamten Breite umsetzen wollten. Nur leider haben gefühlte 99,98 Prozent des Geschehens auf dem Bildschirm nichts mit der Handlung zu tun. Die Welt von MC ist absurd kompliziert aufgebaut, eine Alternativwelt irgendwo zwischen Steampunk und Metropolis, in der Religion, Politik, Militär, und Big Business um Vorherrschaft balgen. Das mag notwendig sein, wenn man Rollenspieler hunderte Stunden am Brett halten will – für einen einzelnen Film ist es viel zuviel Ballast. Hinzu kommt, dass das Spiel zwar komplex, aber nicht gerade intelligent oder stimmig war: ein faschistoides teutonisches Konglomerat mit dem Namen „Bauhaus“? Als Insider-Gag im Handbuch mag das durchgehen, aber im Film kann man sich einen Lacher nicht verkneifen.

Die krude Mischung aus Retro-SF und okkultem Krempel funktioniert hier nicht annähernd so gut wie z.B. bei „Hellboy“ oder „Perfect Creature“. Man hat nie das Gefühl, die Welt von MC sei in sich geschlossen, und entspräche einer Dystopie, die man sich tatsächlich vorstellen könne.

Warum hat man den Film nicht tatsächlich auf den Schlachtfeldern im Europa des Ersten Weltkriegs spielen lassen? Oder in einer relativ einfach strukturierten Zukunft, die keiner minutenlangen Erklärungen bedarf? Ich weiß: weil es im Spiel halt nun mal so ist. Aber die Aufgabe eines guten Drehbuchautors ist es, für die Handlung unnötige Hintergrundinfos auszublenden.

Die Überladung mit Details lässt dem simplen „dirty dozen“-Plot auch keinen nennenswerten Raum. Unsere Helden (sorgsam gemixt, inkl. japanischer Schwertkämpferin) laufen den Ereignissen permanent hinterher, werden Stück um Stück aufgerieben, und schaffen es nicht mal zur emotionalen Dichte von Abziehbildern. Sie erinnern mehr an verschieden bunte Soldaten-Plastikfigürchen, mit denen man als Kind gespielt hat (wenn man ein so alter Knacker ist wie ich).

Egal: Mit entsprechendem Schwung und einer gewissen dreckigen Frechheit hätte MC zumindest noch für einen unterhaltsamen Abend sorgen können. Aber selten hat ein Film so konsequent auf den Ebenen Skript, Regie und Darsteller versagt.

Ich mag Thomas Jane, Benno Fürmann, etc. keine Schuld geben. Weder die Handlung noch die Dialoge geben den Schauspielern etwas, an dem sie sich festhalten können. Man spielt sich mühsam von Szene zu Szene, ohne wirklich etwas darzustellen. Kein Wunder: was der Zuschauer hier zu Ohren bekommt, schmerzt. Die Qualität der Dialoge liegt irgendwo im Niemandsland zwischen Kindergarten und Laientheater. Nicht mal Zwölfjährige würden das noch „cool“ finden.

Wirklich tadeln muss ich aber John Malkovich, dessen Cameo-Auftritt bestenfalls unter „peinlich“ zu verbuchen ist. Ich könnte schwören, er hat die Spickzettel mit seinem Text in der Hand, und hält immer wieder inne, um nochmal nachzulesen, was er gerade sagen soll. Damit käme man normalerweise in keiner Seifenoper durch.

Wo das Skript die Darsteller schon im Stich läßt, setzt Regisseur Hunter noch einen drauf: er hält die Kamera konsequent an die falsche Stelle, geht jeder Emotion aus dem Weg, schneidet immer im ungünstigsten  Moment weg, und produziert „Actionszenen“ mit Speed und Splatter, aber ohne Sinn und Verstand. Es ist fast schon eine Leistung, einen derartigen Aufwand zu betreiben, und doch nur Langeweile zu erzeugen. Ständig gibt es großartige Breitwand-Aufnahmen phantastischer (CGI-)Locations, Hunderte von (digital zusammengestellten) Komparsen rasen hin und her, Körperteile fliegen, Mörser krachen. Und doch: es macht sich bleiernes Desinteresse beim Zuschauer breit. Die Nekromutanten, eigentlich der ganze Aufhänger der Geschichte, sind nichts weiter als eine weitere Variation der Rage-Zombies aus „28 days later“. Sie haben keine Identität, kein Ziel, und taugen deshalb auch nur in der anonymen Masse als Hindernis für unsere Helden.

Nun würde ich MC gerne unter „gut gewollt, schlecht gemacht“ abhaken – aber immer wieder zeigt der Film in prächtigen, fast monochromen Bildern, dass man durchaus das Budget und die Designer hatte, auch mal unter dem Hollywood-Radar großes Genre-Kino zu produzieren. Allein, keiner der inhaltlich verantwortlichen Beteiligten scheint auch nur den geringsten Funken Talent gehabt zu haben.

Rüder Billigdreck, clever verkleidet als A-Produktion. Für alle, die immer mal wissen wollten, wie „Resident Evil“ ausgesehen hätte, wenn er von dem Machern von „Sky Captain“ produziert worden wäre.

100feetposter

100 Feet (2008)

Regie: Eric Red. Darsteller: Famke Janssen, Bobby Cannavale, Michael Paré.

Story: Marnie Watson hat nach Jahren von Leid und Prügel ihren Cop-Ehemann ermordet. Den Rest ihrer Strafe soll sie nun unter Hausarrest verbringen – mit einer elektronischen Fußfessel, die es ihr unmöglich macht, das Haus zu verlassen, wenn sie nicht sofort wieder im Knast landen will. Der Ex-Partner ihres Mannes wartet nur darauf, dass Marnie gegen die Auflagen verstößt. Die ungewohnte Einsamkeit und die Ablehnung der Nachbarn machen es ihr schwer, sich wieder an das Leben in relativer Freiheit zu gewöhnen. Aber das entpuppt sich schnell als kleinstes Problem – Marnies Ex-Mann legt es als brutaler Geist darauf an, sich zu rächen.

Kritik: Dies ist ein Nachtrag zum „Fantasy Filmfest 2008“. Ich war einfach nicht dazu gekommen, die Kritik zu schreiben, und irgendwann habe ich es dann vergessen.

Sowas ist dann schon eher mein Ding – ein kleiner, feiner Thriller von und mit Leuten, die ich ganz doll mag. Famke Janssen ist einfach eine sensationell attraktive und talentierte Schauspielerin, die mehr Hauptrollen verdient hätte, und Regisseur/Autor Eric Red ist für mich seit „Hitcher der Highway-Killer“ und „Near Dark“ eines der ganz großen Talente in Hollywood. Leider hat er durch persönliche Probleme viel kaputt gemacht, und neulich ist sein neuster Film (für actionconcept, die Macher von „Alarm für Cobra 11“!) gekippt worden. Ich gönne Famke und Eric von Herzen, im Rahmen eines Low Budget-Films zu zeigen, was sie drauf haben. Fuck the establishment!

100feet

Doch leider, leider: „100 Feet“ entpuppt sich als zahnloser Gruselfilm, der seinen cleveren Aufhänger mit der Fußfessel nie zu mehr nutzt, als Marnie an das Haus zu binden. Man hätte das auch mit einem Dutzend anderer Gimmicks bewerkstelligen können (Sturm, Rollstuhl, Belagerung). Von Anfang bis Ende wirkt das Drehbuch wie eine grobe erste Fassung, bei der Eric Red den Feinschliff übersprungen hat. Teilweise hält sich „100 Feet“ so stark an die etablierten Konventionen des Genres, dass man die dramaturgischen Wendungen minutengenau vorhersagen kann – inklusive des Schreck-Klassikers „huch! eine Katze!“. Auch die Dialoge gehen nie über TV-Niveau hinaus, vermitteln exakt nur das, was der Zuschauer wissen muss, um dem Plot zu folgen.

Besonders hat mich geärgert, dass man angesichts des Booms von Geisterfilmen und der Vergangenheit Reds gegen Schluss einfach deutlich mehr erwartet. Aber Pustekuchen: Es wird nichts erklärt, nichts aufgelöst, es gibt keine Katharsis. Der Film hört auf, obwohl die Story nicht endet.

Würde Red nicht noch eine seltsam aufgesetzte, ultraharte Splatterszene in einem Aufwasch mit der einzigen Sex-Szene des Films präsentieren, könnte „100 Feet“ auch prima als „movie of the week“ beim Frauensender Lifetime laufen. Und dabei gönnt uns der Regisseur nicht mal einen guten Blick auf die immer noch sehr knackige Famke. Klar – Köpfe zerschmettern ist kein Problem, aber bei einer weiblichen Arschbacke zieht er die Grenze.

Ich wurde die ganze Zeit das Gefühl nicht los, dass in der Idee von „100 Feet“ eigentlich ein ganz guter Gruselfilm steckt, Red ihn aber bloss nicht gefunden hat. Aus der Grundkonstellation hätte sich erheblich mehr machen lassen – es ist eigentlich eine Dreiecksgeschichte zwischen Marnie, ihrem toten Mann, und seinem Ex-Partner, der im Laufe des Films seine Loyalitäten in Frage stellen muss. Aber das wird nie wirklich ausgearbeitet, stattdessen setzt „100 Feet“ einen ausgenudelten „Buh!“-Moment an den nächsten.

Schade. Das war dann doch ein wenig dünn. Ich hatte mir mehr erhofft.



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OnkelFilmi

Woran hast Du denn bei „Bauhaus“ gedacht? An den Baumarkt, die Schule, die Gothrocker oder den Asteroid? 😉

OnkelFilmi

Na, für die Band bist du doch auch mehr als alt genug… wer kennt nicht „Bela Lugosi’s dead!“ ?

Lutz
Lutz

in ein bisschen zu möde um den Artikel jetzt zu lesen.. hole ich morge nach.. aber eine Korrektur muss ich gleich erwähnen: Der Mann heißt Benno Fürmann.

Marko

„Hinzu kam, dass der Autor sowohl “Event Horizon” und “Firestarter 2″ verbrochen hatte.“

Ähem? „Event Horizon“ wurde verbrochen? Soweit ich mich erinnere, hat der ziemlich gerockt …

Gruß,
Marko

Dr. Acula

Och, EH war als eine Art Splatter-Version von „2001“ nicht übel und vermutlich das Gehaltvollste, was Meister Anderson je fabriziert hat.

Marko

@ Wortvogel: Wenn ich in eine Achterbahn einsteige, dann erwarte ich nicht, dass ich während der Fahrt kulturelle Durchsagen bekomme, was links und rechts neben der Strecke liegt.

Gruß,
Marko

Marko

Du hast mich schon verstanden! 😛

Ich kann Filme, die mich visuell fesseln können, ohne dabei gleich ein oscarverdächtiges Script mitzubringen, durchaus mögen. Mir dann aber vorzuwerfen, mir wäre „Story beim Film nicht so wichtig“, finde ich unfair. Wenn ich einen „Story-Film“ sehen will, dann schaue ich einen, und eine gute Story ist mir dann sehr wohl wichtig.

Mit Deinem Argument aber hätten Filme wie z. B. „Crank“ auch keine Daseinsberechtigung. Mal ganz abgesehen davon, dass Filme wie bspw. „Alien“ ja nun auch nicht mit einer brillianten Story aufwarten, oder?

Gruß,
Marko

Dieter
Dieter

@Marko: Alien (der erste) hat keine große Story aber ein sehr gute. Der Konflikt mit dem Androiden (angelehnt an 2001, aber trotzdem gut) und die logische Entwicklung des Alien, auch der Missbrauch der Besatzung bei der Entdeckung des Notsignals. Also ich finde das schon sehr ordentlich. Man vergleiche das mit diesem Kilmer-Mars-Blödsinn.

Peroy
Peroy

„Event Horizon“ = Meisterwerk. Punkt.

Mir fehlen hier die Smileys, ich würde gerne ein bisschen verächtlich mit den Augen rollen…

Peroy
Peroy

Ach ja, „Crank“ war Gullykacke, völlig entarteter, visuell nerviger Action-Dünnschiss. Un-er-träg-lich.

Marko

Mensch, Peroy, daß ich DIR mal zustimmen darf. Zumindest, was „Event Horizon“ angeht … 😉

Gruß,
Marko

Peroy
Peroy

So lange der „Ferryman“ noch im Raum schwebt… hmm… ich weiß ned, ich weiß ned… 8)

Peroy
Peroy

Und ganz abgesehen davon und nur mal nebenbei… ich kenne NIEMANDEN, der „Event Horizon“ nicht mag. Bislang hatte ich eigentlich den Eindruck, der hätte sich in den letzten zehn Jahren zu so einem kleinen Klassiker gemausert. Als heftiger Schocker funktioniert der hervorragend, und steckt auch neueren hochgehypten Scheissdreck wie „The Descent“ und Konsorten locker ins Täschchen. Ich fand den damals schon toll, dachte eigentlich, das wäre mittlerweile so ein kleiner Konsenz-Film.

Story gut, Schauspieler gut, Effekte gut, Splatter gut… und die Schocks sitzen auf den Punkt. Allein schon die Logbuch-Aufzeichnung… brrr, da läuft es mir kalt den Rücken runter. Und offene Fragen hatte zumindest ich nach dem Film nicht, welche auch…?

9/10

Peroy
Peroy

Dass Eisner ansonsten nur Müll geschrieben hat, stimmt allerdings… und „mutant Chronicles“ ist so ziemlich der Tiefstpunkt von allem. Da war EH wohl ein Glückstreffer… aber trotzdem ein Treffer.

theNerd
theNerd

Mir hat „Mutant Chronickles“ ja recht gut gefallen.

Stephan
Stephan

@Marko
Torsten kann das sicher noch besser ausführen, aber ich muß Dir hier auch schon widersprechen.

„Gute Story“ bedeutet nicht, daß ein Film die epische Breite von „Krieg und Frieden“ aufbieten muß. Es bedeutet, daß glaubhafte Charaktere in einer stimmigen Welt agieren. Das ist bei „Crank“ m.E. der Fall. Bei „Alien“ sowieso.
Bei „Event Horizon“ saß irgendjemand an Halloween am Frühstückstisch und hat gesehen, daß sein Sohn gerne mit Raumschiffen spielt. „Wow, das kann man doch super kombinieren…“

Stephan
Stephan

Ach Scheiße…man sollte nicht ca. dreissig Tabs öffnen und dann nacheinander abarbeiten. Dann würde man auch merken, daß in der Zwischenzeit schon weitere Antworten geschrieben wurden.

Marko

„“Gute Story” bedeutet nicht, daß ein Film die epische Breite von “Krieg und Frieden” aufbieten muß. Es bedeutet, daß glaubhafte Charaktere in einer stimmigen Welt agieren. Das ist bei “Crank” m.E. der Fall. Bei “Alien” sowieso.“

Soweit stimme ich Dir zu. Meiner Meinung nach aber ist die Story von „Event Horizon“ eben nicht schlechter als die von „Crank“ und Co. Was war denn an „Event Horizon“ nicht glaubhaft? Es war ein Grusel-SciFi-Film mit völlig legitimen Elementen beider Genres. Sam Neill war toll, er kam als besessener Wissenschaftler genau richtig rüber und hat auch den übergeschnappten Irren am Schluß völlig glaubhaft rübergebracht. Und was war bitte unstimmig in der Welt von „Event Horizon“? Selbst das wissenschaftliche Projekt, das dem ganzen zugrunde liegt, ist nachvollziehbar.

Ich will hier nicht den Sturkopf raushängen lassen, aber ich würde Eure Argumente gegen den Film einfach nur gerne verstehen. Wenn Ihr anderer Meinung seid, kann ich das akzeptieren, aber „Event Horizon“ war weder unstimmig noch unglaubhaft, und ich würde gern wissen, warum bzw. wie Ihr darauf kommt.

Gruß,
Marko

Peroy
Peroy

Weil das doofe Nörgler sind…

Peroy
Peroy

„Bei “Event Horizon” saß irgendjemand an Halloween am Frühstückstisch und hat gesehen, daß sein Sohn gerne mit Raumschiffen spielt. “Wow, das kann man doch super kombinieren…”“

Der Gag ist, das konnte man wirklich. Ein bisschen „Solaris“, „Shinning“ und „Hellraiser“ ist auch noch mit drin, wobei „Event Horizon“ um Meilen besser ist, als diese drei Witzfilmchen…

„Crank“ irgendeine Form von Glaubwürdigkeit oder Stimmigkeit zu attestieren, ist übrigens mehr als lachhaft. 8)

Peroy
Peroy

„… sagte der doofe Nörgler…“

Wir warten auf eine Antwort… 8)

Marko

„Crank“ war beklopptes Achterbahnkino. Ich stehe dazu — ich mag sowas (gelegentlich).

Gruß,
Marko

Peroy
Peroy

„Es gibt nichts weiter zu sagen – manche Leute sind halt mit so Schmodderkram zufrieden, andere Leute nicht. Und du hast den Geschmack von einem Viertelpfund rohen Pansen…“

Das einzige, was mich noch rattiger macht als Sarkasmus, ist fiese Polemik…

Was den rohen Pansen angeht… „Ferryman“… 8)

Peroy
Peroy

„“Crank” war beklopptes Achterbahnkino. Ich stehe dazu — ich mag sowas (gelegentlich).“

Ich auch, aber der war doch… der war doch… so blöd und stussig… boah…

Dieter
Dieter

@Peroy: ,,Das einzige, was mich noch rattiger macht als Sarkasmus, ist fiese Polemik…“

Ist bekannt …

Reptile
Reptile

Event Horizon fand ich recht gut und stimmig. Trotzdem ist es am Ende etwas zu wenig gewesen. Es wurde die ganze Zeit über angedeutet das es da eine Art Höllentor gibt, eine mystische Dimension des Bösen. Davon hätte ich gerne auch etwas gesehen. Trotzdem netter Film.

CRANK war einfach nur geil. Das Adrenalin hat sich quasi auf den Zuschauer übertragen. Klein, witzig, dreckig lustig. Ich habe nur echt Angst vor dem zweiten Teil. Dabei war ich so stolz auf die Macher das sie den Film ein passendes Ende verpasst haben der eigentlich ein Sequel verhindert hätte. Aber mal schaun.

Peroy
Peroy

Das passende Ende wäre gewesen, wenn Statham am Ende beim Aufprall geplatzt wäre wie eine Wasserbombe… und nicht stattdessen nochmal bescheuert die Augen geöffnet hätte ! Bitte, was sollte das denn ?!? *rolleyes*

Peroy
Peroy

„Event Horizon fand ich recht gut und stimmig. Trotzdem ist es am Ende etwas zu wenig gewesen. Es wurde die ganze Zeit über angedeutet das es da eine Art Höllentor gibt, eine mystische Dimension des Bösen. Davon hätte ich gerne auch etwas gesehen. Trotzdem netter Film.“

Nein, grandioser Film. Von der Höllendimension hat man im Logbuch-Eintrag und den Quick-Cuts am Schluss genug gesehen und das clevererweise bei Andeutungen und kurzen Bildern belassen. Sonst wäre es nämlich wirklich so ein dämlicher, „Hellraiser II“-mäßiger Scheiss geworden, gelle…

Marko

@ Peroy: „Bitte, was sollte das denn ?!?“

Der kommende zweite Teil ist Dir bewußt? 😉 Eine andere Erklärung gibt es nicht.

Gruß,
Marko

Peroy
Peroy

„Der kommende zweite Teil ist Dir bewußt?“

Das wird’s most misguided Sequel ever…

Reptile
Reptile

Ich lasse mich gerne von Crank 2 überzeugen, die Angst überwiegt aber bei weitem.
Ich hörte das Statham das Herz entfernt wird(!) und er nur X Zeit hat es zurück zu bekommen…??!

OnkelFilmi

Ich mag „Event Horizon“ – allerdings habe ich auch kein Problem damit zuzugeben, daß es mehr oder weniger Edeltrash ist. Tolle Atmosphäre, Musik und Setpieces? Absolut. Tolle Besetzung? Aber klar: Jason Isaacs (der bessere Tony Soprano in „Brotherhood“), Sean Pertwee (der in jedem Film mitspielen sollte) und natürlich Sam Neill, der bei mir seit „Reilly – Spion der Spione“ einen Stein im Brett hat (also ewig und drei Tage). Aber die Story ist wirklich flach und zusammengeklaut, und die Dialoge auch eher von der Sorte, daß man sich besser an „Schweigen ist Gold“ gehalten hätte. Aber trotzdem passt’s halt irgendwie.

@Peroy:
„…und nicht stattdessen nochmal bescheuert die Augen geöffnet hätte ! Bitte, was sollte das denn ?!? *rolleyes*“

Du hast den Film einfach nicht verstanden.

Denn: das war keine Realität. „Crank“, alles, was in dem Film zu sehen ist, ist ein Videogame!

Der Film beginnt mit einer Titel-Einblendung im Stil eines alten 80er Jahre 8-Bit Arcace-Automaten, als nächstes wechseln wir in die „First Person Shooter“-Perspektive, und finden unsere „Spielfigur“ in einer Situation in der sie nicht weiss, was vorgefallen ist (ähnlich zB „Silent Hill“, „The Suffering“ oder ähnlichen Spielen), bekommen eine kurze „Cutsequence“, in der uns der „Boss“ des Spieles erläutert, daß er uns vergiftet hat, und uns das Ziel des Spiels – ein Gegengift zu finden oder sich zu rächen – erläutert. Und dann beginnt das eigentliche Spiel.

Wir haben sämtliche Klischees des Videogames (insbesondere der GTA Serie): die eindimensionale Freundin (inkl. einer Art „Hot Coffee“-Sex), den Kumpel (Doc Miles) mit dem man fast das ganze Spiel über per Telefon kommuniziert, den comedy-relief Sidekick (Kaylo), Myriaden von Gegnern mit geringer KI (sämtliche Gangbanger), man arrangiert sicht mit einer asiatischen Gang (ähnlich Woozie in GTA: San Andreas), klaut munter Autos und Motorräder (wie in GTA), Polizisten sind nur plakative Beigabe ohne eigene Charaktere, es gibt Mini-Missionen und „Levelbosse“ auf dem Weg zu Verona (wie den Typen, den Chev in der Gasse plattmacht), an mehreren Stellen des Films „stirbt“ Chev Chelios (die Kamera sackt zur Seite, alles wird unscharf), nur um im nächsten Moment wieder voll da zu sein (Med-Pack), der Soundtrack besteht grösstenteils aus bekannten älteren Songs (wieder ein Markenzeichen der GTA-Serie), die „Spielfigur“ (Chev) bietet an vielen Stellen einen Off-Kommentar…

Und wenn das noch nicht alles reicht: Chev stürzt aus dem Hubschrauber, knallt auf das Auto, auf den Asphalt und öffnet wieder die Augen. Warum? Weil seine Energie noch nicht komplett aufgebraucht ist? Eeek, nein, nicht wirklich. Einfach warten bis der Film vorbei ist – wir haben eine 8-Bit Animation: Chev rennt durch die Strassen, schiesst auf Bad Guys, die Bad Guys treffen ihn, seine Energieleiste geht auf Null, „Chev“ stirbt, und… „Insert Coin to Continue“

theNerd
theNerd

@ Wortvogel: Und das sagt einer der steampunk nicht von „steampunk mit dieselpunk-einflüssen“ unterscheiden kann 😉

Und der Film gefällt mir immer noch!!11einself

Peroy
Peroy

@Filmi: Das kauf‘ ich nicht.

Dieter
Dieter

@OnkelFilmi: Sieh mal einer an! JETZT habe ich den Film verstanden.

Lass mich überlegen: Gibt es da nicht einen Regisseur, der sich an Videogame-Ästhetik und -Logik versucht? Wer war das doch gleich …

manhunter

@ OnkelFilmi: Wow, das macht sogar Sinn.
Trotzdem ist „Crank“ ein mässiger Streifen, weil unsäglich albern, hysterisch-nervtötend und möchtegern-cool bis zum Erbrechen. Wenn es wenigstens einen guten Bösewicht gegeben hätte…

„Event Horizon“ hingegen ist gut. Sicher kein Meisterwerk mit grosser Story, aber gut.

Dieter
Dieter

Und Crank ist ein Remake (eines Remakes) mit Dennis Quaid (glaube ich).

Dieter
Dieter

Na gut. Das sind halt so Grenzfälle wie etwa ,,Planet der Affen“. Und nicht jede tragische Liebesgeschichte geht auf ,,Romeo und Julia zurück“.

Ich wollte eben auch mal sagen: ,,Ich weiss was!“ 🙂

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