twitterDer Kollege Sixtus hat eben die beeindruckende erste ZDF-Folge seine Minizins „Elektrischer Reporter“ präsentiert, und da ging es um Twitter. Wenn ich das richtig verstanden habe, macht das heute jeder, muss man das haben, ist man nur in, wenn man drin ist.

Twitter gehört seit jeher zu den Anwendungen, deren Zweck sich mir nicht erschließt. Vielleicht, weil ich nicht viel unterwegs bin, und Updates wie „Kartoffelsuppe mit Maggi aufgepeppt – lecker!“ für nicht mitteilenswert halte. Vielleicht, weil ich Handys und PDAs ablehne. Meine beiden Hände reichen zum abzählen sämtlicher SMS, die ich bisher mühsamst getippt habe. Oder auch nur, weil ich mich medial eh schon für überlastet halte.

Aber wenn der Sixtus sagt „das gehört sich“, dann macht der Wortvogel das. Und somit verkünde ich hiermit ein neues Nest des Vogels: in der Twitterosphere. Vorerst allerdings unspannend auf dem heimischen Sofa verortet. Und wenn es mich langweilt, klinke ich mich da auch schnell wieder aus.

Wenn jemand noch praktische Tipps hat, was an Plugins oder Sekundärdiensten lohnt, dann freue ich mich über Kommentare.



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Jana
Jana

Ich versteh Twitter auch nicht. Ich dachte immer das versteht man sobald man sich anmeldet und dann eventuell sachen sieht die eben nicht angemeldete nicht sehen …

Thorsten H.
Thorsten H.

Also erstmal: meiner Meinung nach ein sehr gelungener Bericht. Ich hatte Twitter vorher nur in Nebensätzen gehört und nicht wirklich gewusst was das denn eigentlich ist.
Für mich persönlich ist dieser Dienst allerdings auch nichts, ich verbringe so schon (zu) viel Zeit, diverse Blogs zu verfolgen (selbst schreibe ich nicht, das würde ja noch mehr Zeit kosten), wenn ich da auch noch Twitterfeeds verschlingen würde, würde ich garnix mehr schaffen…..
Das Konzept selbst finde ich aber äußerst interessant.

Bluescreen
Bluescreen

Warum soll ich anderen Leuten mitteilen was ich tue?

Das geht doch keine Sau was an. Und wenn doch, dann werden die das schon erfahren.
Und wenn DIE was tun sagen sie es mir auch, da muss man nicht gebannt hinterherhängen.

Sorry, aber das ist so ein Quark…

GZSZ in Reallife total.

Peroy
Peroy

Zwitter ? Häh ?

Paddy-o-
Paddy-o-

Hört sich nach einer wunderbaren Plattform für all diejenigen an, die unter einem unstillbaren Mitteilungsbedürfniss leiden und gleichzeitig ABSOLUT nix zu sagen haben. 😛

Übrigens der Grund, warum ich so schnell keinen eigenen Blog starten werde. Im Gegensatz zu den Werken eines gewissen Federviehs käme da wohl absolut nix lesenswertes heraus…

Torsten, jetzt oder nie!
Gib dir den informationstechnischen Community-Overflow!
Hopp hopp, auf ins StudiVz, MeinVz, Facebook, MySpace, Xing, wer-kennt-wen, Die Lokalisten ETC PP!!!!

Dazu natürlich noch die ganze Instant-Messenger-Meute!

Los! LOOOOS!
DU WIRST ES MIR NOCH DANKEN! *irre lach*

Sir_Pepe

Lass dich von den ganzen Meckerfritzen bloß nicht aufhalten. Twitter macht Spaß und man verpflichtet sich durchaus nicht automatisch dazu, nur langweiligen Blödsinn zu twittern. Auch wenn man das natürlich machen kann.

Guter Twitter-Client ist Twhirl: http://twhirl.org/

Christian H.
Christian H.

Twitter ist von Stalkern für Stalker erfunden worden. Meine feste Überzeugung!

Tweety
Tweety

Man kann in der Kürze von 140 Zeichen nichts Substantielles transportieren. Also wird es bei Statusinformationen (wo bin ich, wo fahre ich gerade hin, wie geht’s mir, was will ich) bleiben.

Das ist mir aber persönlich zuviel ungefilterte Information. Genauso, wie ich diese vielen trivialen Handykonversationen, die man unterwegs so aufschnappt, nicht nachvollziehen kann. „Ich bin jetzt gleich zuhause.“ „Ich bin noch im Bus.“ „Was machst Du?“ Wohlgemerkt, alles ohne nachfolgende Aktionen zu planen, was ich noch nachvollziehen könnte. Wenn es also darum ginge, ein Treffen zu verabreden. Aber es reicht anscheinend auch, die reine Information selbst zu verbreiten, um sich einander nahe oder weniger allein zu fühlen.

Twitter scheint die geschriebene Variante von dieser Art von Kommunikation zu sein. Scheint mir überflüssig zu sein. Aber mal sehen, was der Wortvogel draus macht.

Tobias
Tobias

Es zwingt euch doch auch keiner Twitter zu nutzen und aller Welt mitzuteilen welche Unterhose ihr gedenkt anzuziehen ;-).

Twitter gibt aber die Möglichkeit, rasendschnell Statusmeldungen oder kurze Kommentare abzugeben. Besonders eindringlich war dies z.B. gerade bei den Terroranschlägen in Indien zu beobachten. Dazu hat Thomas Knüwer was interessantes geschrieben: http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1978

Sebastian

Ich will nicht wie ein Fanboi klingen, aber die negativen Kommentare hier zeugen teilweise doch von ein wenig Ahnungslosigkeit. Das ist okay, wenn sie nicht mit absoluten Aussagen gefüllt werden wie

„Man kann in der Kürze von 140 Zeichen nichts Substantielles transportieren. Also wird es bei Statusinformationen (wo bin ich, wo fahre ich gerade hin, wie geht’s mir, was will ich) bleiben.“

Am Anfang war ich auch skeptisch (aber dank der vielen Audiobücher und Seminare…), aber es ist schon unglaublich, wieviel man mit 140 Zeichen machen kann. Natürlich gibt es sehr viele reine Statusmeldungen (fahre U1, hui), aber auch sehr viele Wortspiele, Kalauer, Sinnsprüche oder auch Linktipps, die nicht lang genug sind, um dafür extra sein Blog anzuwerfen, aber zu schade, um sie einfach verfliegen zu lassen.

Man sucht sich ja auch aus, wem man letztendlich followt, man kriegt ja nicht die Meldungen irgendwelcher Personen zu lesen. Es ist dann auch in der Tat ganz interessant, was Leute grade machen, denen man nahe steht.

@Wortvogel: Machst Du denn deinen Account öffentlich? Ich nehme an, Du nennst Dich auch dort wortvogel, Twitter macht es einem aber nicht leicht, Leute hinzuzufügen. Ein Link an dieser Stelle wäre hilfreich.

milhouse
milhouse

Es hängt absolut davon ab, wen man liest/wem man folgt.

Menschen, die nur ihre Location oder ihre Nahrungsaufnahme twittern, braucht man ja nicht zu folgen. Genauso wie man langweilige Blogs nicht liest. Oder langweilige Fernsehsendungen nicht guckt.

Ich finde twitter jedenfalls großartig, es ist einfach ein beständiger Strom von Mini-Gedanken und Linktipps, dem man folgen kann oder auch nicht.

Und eine schöne Möglichkeit, leise seinen Frust rauszuschreien, wenn es beim Arzt mal wieder Stunden dauert oder der Flieger Verspätung hat. Man sollte halt kreativ nölen, dann freut sich das „Gefolge“.

Außerdem gibt es einige von mir geschätzte Blogger, die sich dem Druck regelmäßig längere Texte zu schreiben entziehen und fast nur noch twittern. Und deren Gedanken möchte ich nicht missen.

Ich bin bei twitter übrigens der wahre Milhouse und folge dir seit ein paar Minuten.

Falls du ein paar Tipps möchtest, wem man so folgen kann, gerne per „dm“.

Ach ja, Herzlich Willkommen, noob! 🙂

HomiSite

sehr viele Wortspiele, Kalauer, Sinnsprüche oder auch Linktipps, die nicht lang genug sind, um dafür extra sein Blog anzuwerfen, aber zu schade, um sie einfach verfliegen zu lassen.

Jo, das ist die „sinnvolle“ Seite von Twitter. Persönliche Statusmeldungen („Sitze auf’m Klo – w00t!“) halte ich auch für überflüssig, aber für Kleinigkeiten ist es komfortabel (kann man ja auch ins Blog einbauen).
Von dem mobilen Aspekt ist aber bei uns nicht mehr viel geblieben, da Twitter keine Updates mehr auf Handys verschickt (falls man das wollte); umgekehrt geht’s noch.

Tinitus

Also ich habs mir grad mal angesehen. Und mich auch registriert. Nur fehlt mir (wie bei dem anderen Social Networking Kram auch) der Sinn der ganzen Sache. Mag sein, dass da ab und an auch mal halbwegs sinniges drinsteht. Aber hauptsächlich erscheint es mir, als ob das die Plattform für Langeweile wäre.

Tweety
Tweety

@Sebastian:

Nix für ungut, aber ich kenne Twitter, Du musst mir also nicht Ahnungslosigkeit vorwerfen, nur weil ich eine andere Meinung habe. Ich habe hier nur spekuliert, was sein könnte, weil der Wortvogel halt gut schreiben kann, im Gegensatz zu vielen anderen, die sich äußern und schon am Handwerk scheitern. Nur, und hier wiederhole ich mich, mit 140 Zeichen ist da nicht viel zu machen, egal wer schreibt. Ich kann auf Kalauer, Sinnsprüche und irgendwelche unkommentierten Links allerdings auch verzichten. Sobald man anfängt, seine Texte einfach in mehrere Häppchen zu zerlegen, hat es dann nicht mehr viel mit dem neuen Medium Microblogging zu tun, dann kann man auch gleich was ins richtige Blog schreiben.

Sebastian

Deine Kenntnis von Twitter geht mit dem Satz

Also wird es bei Statusinformationen (wo bin ich, wo fahre ich gerade hin, wie geht’s mir, was will ich) bleiben.

aber nicht zusammen. Das war ja nun auch keine Meinungsäußerung, sondern eine (falsche) Tatsachenbehauptung. Dass der Rest Dich ganz persönlich nicht interessiert, spielt da ja erst einmal keine Rolle.

Dank tinyurl sind Links aber auch eher selten unkommentiert. Meist wird zumindest grob drauf hingewiesen, worum es geht, ob da jetzt ein Video kommt oder sonstiges.

Dass man gleich ins Blog schreiben kann, wenn man seine Texte auf mehrere Tweets verteilt und es dann nichts mehr mit Microblogging zu tun hat, stimmt natürlich. Aber gegenteiliges hat ja auch keiner behauptet.

Tinitus

„Bin nach Hause gefahren und hab ein Truthansandwich gegessen!“

Das war das Erste was ich gefunden hab. Super sinnvoll. Ausserdem weiss ich jetzt, dass es beim Wortvogel kalt ist und er drei decken braucht. Ebenfalls eine Info, ohne die ich nicht hätte weiterleben wollen.

blark
blark
Tinitus

Tu ich doch. Da waren ja auch witzige Sachen bei. Nur für mich is das nix. Die Leute die was von mir wissen wollen, rufen mich an. Und die Diskussion drehte sich ja nunmal hauptsächlich um den Sinn des Microbloggings. Aber den Wortvogel Selbstversuch werd ich weiter verfolgen.

Tweety
Tweety

@Sebastian

Ich verstehe weder, warum der Satz nicht mit meiner Kenntnis „zusammengeht“, noch, warum da eine falsche Tatsachenbehauptung sein soll. Vielleicht solltest Du einfach mal Meinungen akzeptieren, die von Deiner abweichen und darüber hinaus Deine Textinterpretation nicht die einzig wahre ist.

„Dass man gleich ins Blog schreiben kann, wenn man seine Texte auf mehrere Tweets verteilt und es dann nichts mehr mit Microblogging zu tun hat, stimmt natürlich. Aber gegenteiliges hat ja auch keiner behauptet.“

Twittern kann dahin abgleiten, wenn man mal genügend davon gelesen hat, angeblich kennst Du Dich doch aus. Es ging mir darum, die beiden Medien voneinander abzugrenzen, da muss hier nicht vorher einer was Gegenteiliges behauptet haben.

blark
blark

http://www.digsby.com/ das soll auch nicht schlecht sein

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[…] letzten Jahre halte. Und selbst wenn Mario Sixtus ganz begeistert davon ist und selbst wenn sich der Wortvogel davon anstecken lässt: Ich werde nicht […]