Gestern kam eine Email von Herrn Kammermeier, die noch einmal Bezug nahm auf meine Aufforderung in den „Astro Saga“- Kommentaren, sein selbstgelobtes Drehbuch doch mal zur Verfügung zu stellen.

Notabene, Kammermeier hat sich entschieden, das Drehbuch NICHT zur Verfügung zu stellen.

Ich lasse den Text zuerst einmal unkommentiert, denn ich denke, er spricht für sich selbst. Nehmt euch Tee und Kekse, das dauert jetzt ein bisschen:

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Sehr geehrter Herr Dewi,

der Hinweis auf Ihre Email-Adresse war genau richtig.

Ich denke, ich sollte nun einmal die öffentliche Bühne verlassen, um einiges zu klären, bevor ich das Buch abschicke. Sie spielen die amerikanische Art des Miteinanders als belanglos herunter. Wahrscheinlich ist man deswegen dort auch so wenig erfolgreich. Mit der deutschen (?) Art des schroffen Tons haben wir es immerhin in den letzten Jahrzehnten geschafft, einen Welterfolg nach dem anderen zu plazieren. Wir wissen gar nicht mehr, wohin wir die Oscars noch stapeln sollen.

Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind, daß Sie auf höchstem Throne sitzend verkünden können: „Ich bin nicht am Menschen Kammermeier interessiert, sondern an der Astro Saga, weil mich SF interessiert.“?

Ich bin die Astro Saga! Ohne mich gäbe es sie nicht und ohne meine beharrlichen Bemühungen über lange Zeit, sie voranzubringen, gäbe es sie nicht mehr.

Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Komplexe sind, die Sie umtreiben, so zu reagieren, ein wenig mehr Gelassenheit und Humor würde auch Ihnen gut zu Gesicht stehen. Beispiele? Sie unterstellen in Ihrer letzten Antwort, die Kritiken an der Astro Saga wären negativ gewesen, warum hätten Sie sonst geschrieben, daß diese – in meinen Augen – falsch gelegen hätten.

Diese (falsche) Unterstellung können Sie ebenso wenig belegen, wie ich die Aussagen von George Lucas. Nur, daß ich die Worte vom Fox-Manager gehört habe. Und das Resultat war in der Tat, daß ich den Auftrag bekommen habe!

Solche Aufträge, sowie meine Regiearbeiten mit Oscarpreisträgern und anderes, mit „Rasenmähen“ zu vergleichen ist – entschuldigen Sie – geschmacklos (nicht wieder entschuldigen, Sie sind doch intelligent, Sie wissen genau, was Sie mit welcher Intention schreiben). Ich persönlich habe auch noch nichts von dem Erfolgsautoren Dewi gehört und putze Sie deshalb herunter. Ich habe Ihre Biographie gelesen und bin mir nicht sicher, ob Sie etwas mit dem obergrottenschlechten Nibelungen-Zweiteiler von rtl zu tun haben. Ich habe mir mühsam eine Hälfte angeschaut und war dann von asiatischen Schwertkämpfern mit schlecht animierten Pixeldrachen so angewidert, daß ich diesen schönen Stoff fast stärker verhunzt sah, als dies hin und wieder auf der Bühne geschieht. Harald Reinls Version war dagegen die purste Offenbarung. Es ist aber immer wieder die gleiche Vorgehensweise: Man nimmt einen bekannten Stoff (wegen des Brandings), nimmt ein paar „moderne“ Zutaten (und asiatische Schwertkämpfe, die man früher aus Eastern kannte [und die in Matrix wenigstens zu einer neuen Blüte stilisiert wurden], sind halt aktuell top), einige bekannte Schauspieler, ob sie die Rolle verkörpern können oder nicht und – schwupps – fertig ist die Laube. Aber das wurde dann ja wenigstens gemacht!

Soll ich lachen? Ich schaue mir seit Jahren kaum noch deutsche Fernsehergüsse an, weil sie größtenteils einfach nur schlecht sind.

Wenn das Mediengeschäft so einfach funktionieren würde, wie es Ihre Einstellung ist, dann müßte es doch vor auf hohem Talent basierenden, visionären Produktionen nur so strotzen. Die Wirklichkeit straft Sie doch genau da Lügen. Oder wollen Sie behaupten, es gäbe einfach keine Visionäre mehr, keine Talente? Sind alle nach Amerika ausgewandert? Nein, das ist ebenfalls eine alte Kamelle (so um den zweiten Weltkrieg herum), wie die Story, auf welche Weise Walter Ernsting ins Geschäft kam.
Und an dessen Lebenswerk vergreift man sich zur Zeit auch. Hoffentlich bleiben in diesem Fall die regelmäßigen Vorankündigungen, daß jetzt ein neuer Perry Rhodan Kinofilm herauskommt, ebenso, wie bei der Astro Saga (in diesem Fall nicht als Hoffnung, sondern als aktueller Fakt), unerfüllt. Denn was ich hier aus dem Internet über die „Ideen“ lesen muß, stellt mir die Nackenhaare auf, abgesehen von den superwahnsinnigengeilen Computeranimationen, die hier immer wieder plaziert werden. Gruselig!!! Wenn man auf ein Produkt „Perry Rhodan“ schreibt, muß auch „Perry Rhodan“ drin sein, sonst ist es eine Verarschung. Soll man es meinetwegen „Fritz Müller“ nennen und ein Insider weiß, was ich damit meine. Bernd Eichinger hat die Rechte wenigstens wieder unbenutzt zurückgegeben, weil er damit nichts anfangen konnte. Der Mann ist ein Profi.

Aber noch so ein Flop, wie bei „Perry Rhodan – SOS…“ (bei den sich auch die Superfilmprofis á la Theumer jede Einmischung von Seiten der blöden Autoren verbeten hatten) braucht niemand. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was das soll? Würde ich Karl May verfilmen und als erstes einen neuen Indianer erfinden, weil mir Winnetou zu altmodisch erscheint? Man muß doch keine existierenden Werke verfilmen – da gibt es ein ganz einfaches Rezept, es könnte von Zacher sein: Einfach lassen!

Aber so läuft es in Deutschland, diesem Land, das ach so offen ist für neue, kreative Ideen und Talente. Ich könnte kotzen vor Lachen über diese Ballung an Unwissenheit oder bewußtem Verdrängen. Wo bitte sind die Hits, die Millionen in die Kinos locken? Hin und wieder haben wir eine Komödie, die gut läuft, weil wir eine breit ausgebaute Comedy-Autobahn in der TV-Landschaft haben, wo auf fast penetrante Weise Werbung für diese Filme gemacht wird. Ob (T)raumschiff wirklich besser ist, als Spaceballs? Ich persönlich habe Zweifel und stimme mit den Füßen ab, ob ich mir „Schwuchteln im Weltraum“ ansehen muß. Ich gönne jedem seinen Spaß, den er bei diesem Film hatte und ich beglückwünsche Bully Herbig zu seinem Erfolg. Trotzdem muß auch Platz sein für ernsthafte Filme, die international erfolgreich sind. Die Comedyinflation wird sowieso über kurz oder lang zu einem erheblichen Verdruß unter den Zuschauern führen, bzw. tut es schon.

Die deutsche Denke wird offenkundig, wenn ich an ein Gespräch mit Hannes Nikel zurückdenke, der mir bestätigt hat (Nein, ich will es nicht belegen!!!), daß, wäre damals bei der Raumpatrouille der Film 2001 früher herausgekommen, die Serie nie gedreht worden wäre. Natürlich sind die Effekte, verglichen mit 2001 Müll, aber verglichen mit den ersten (zeitgleich produzierten) Star Trek Folgen sind sie geradezu genial. Doch man hätte sich einschüchtern lassen und eine Kultserie (ich hoffe, wir sind uns wenigstens in diesem Punkt einig) wäre nie entstanden.

Sieht denn wirklich niemand diese Beispiele und die unzähligen anderen? Sind alle so betriebsblind? Wir haben immer noch den Satz „aber für deutsche Verhältnisse…“ im Kopf. Was soll das denn heißen? Eine Dauerentschuldigung, daß leider nur Scheiße produziert werden kann? Oder das man halt den Aufwand ein bißchen ’runterschraubt, denn für deutsche Verhältnisse sieht es ja ganz gut aus. Ein Manager der Fox sagte mir einmal, daß es – entgegen landläufiger Meinung – keine Restriktionen gegen deutsche Produktionen gäbe. Nur müßten diese international markttauglich sein.

Ich der doofe Bernd Kammermeier, an dem der große Torsten Dewi kein Interesse hat, habe es geschafft, nur mit einem Drehbuch in der Hand und einem hervorragenden Consultant an der Seite, die Türen von MGM weit aufzustoßen, mit Frank Mancuso an einem Tisch zu sitzen und nach ernsthaften Prüfungen des Projekts einen Vorvertrag zu bekommen, der nur an die Bedingung geknüpft war, daß wir den Film mit einem angemessenen Cast produzieren. Man sah das internationale Potential der Astro Saga, sonst hätte ich diesen Vertrag nie bekommen.

Wir können natürlich auch die Probe machen. Schicken Sie sich selbst oder jemanden anderes nach Hollywood und bitten Sie ihn, nach sieben Wochen mit einem solchen Vertrag zurückzukehren. Wenn das so einfach wäre, warum machen es nicht alle so? Wäre eine internationale Vermarktung durch einen (wenn auch kleineren) Major Distributor nicht für jeden Film sinnvoll?
Natürlich! Aber so leicht kann man die Jungs da drüben, bei aller gespielten Freundlichkeit (die ich natürlich auch kenne), nicht zu einem Vertrag bewegen. Fred hat mir so manche Geschichte erzählt, wie schwer es war, Filme von Dino an den Verleih zu bringen.

Nein, wir hier in Deutschland haben es mit der Astro Saga versaubeutelt! Ich, weil ich nicht frühzeitig und energisch genug gegen Edwin Leicht vorgegangen bin und mein lieber Investor, weil er keine eigene Meinung hatte und extrem unter dem Schatten seines toten, aber einst supererfolgreichen Vaters (Milliadär!) zu leiden hatte. Ein Fall für die Couch eines Psychologen, aber leider kein standfester Partner für ein knallhartes Geschäft, in dem ein steifer Wind bläst.

Ich habe diese Wirklichkeit erlebt (noch mal nein, ich will sie nicht belegen und Außenstehende geht das im Detail sowieso nichts an), ich habe zwei Jahre vor Gericht um mein Baby Astro Saga gestritten, ich habe gewonnen, ich habe mein Baby wieder – ramponiert, unverfilmt, aber in seinen wesentlichen Elementen unzerstört. Das ist das einzige, was zählt.

Sie wollen mein Drehbuch lesen?

Gern, aber:

Ich schiebe einmal ihren unglücklichen Umgang mit mir (auch Personen, die nicht Teil der Zeitgeschichte sind, haben einen Anspruch auf Respekt) beiseite und frage Sie ernsthaft:

Was können Sie tun, wenn Sie das Drehbuch gelesen haben und es gefällt Ihnen (das könnte ja immerhin rein hypothetisch mit verschwindender Wahrscheinlichkeit – Lottogewinn? Asteroidenabsturz? Weltuntergang? – geschehen)?

Haben Sie belastbare Kontakte zu Produzenten, die so etwas stemmen könnten (momentan würde ich die Kosten auf ca. 50 – 80 Mio. € schätzen, ohne das in letzter Zeit genau kalkuliert zu haben)?

Oder haben Sie belastbare Kontakte zu großen Buchverlagen, die ein solches Projekt (ev. auch als Serie) händeln können? Würden Sie sich dann dafür verwenden?

Oder habe ich dann nur eine weitere Meinung zu dem Stoff, die ich den Meinungen von Fred Sidewater, Alan Ladd jr., Egon Werdin, Hannes Nikel, Michael Waldleitner, Frank Mancuso, Victoria Burrows, Joel McNeely, Larry Gleason, Heinz Bibo, Prof. Michael Pfrommer, Arthur Seller und unzähligen anderen hinzufüge?

Ich hätte darauf gerne eine verbindliche, belastbare Antwort, damit ich weiß, wer mein Drehbuch erhält. Im Falle von Frage drei wäre ohnehin eher der Roman gefragt.

Ich will hier niemanden herunterputzen, aber ich verwahre mich dagegen, daß das gleiche mit mir geschieht. Dies wäre keine gute Geschäftsgrundlage. Ich will auch keine falschen Behauptungen mehr hören, sonst verlange ich Gegendarstellungen. Denn ebensowenig, wie ich meine Behauptungen Ihnen gegenüber belegt habe (obwohl ich dies könnte), haben Sie für viele Ihrer Behauptungen einen Beleg vorlegen können. Es ist halt schön, ein bißchen mit der groben Kelle in der Szene zu wüten, ohne sich viele Gedanken zu machen. Das hatte mich schon damals gestört und es stört mich heute noch viel mehr – das ist ungezogen!

Zum Beispiel die Sache mit den ungelegten Eiern: Von den erwähnten zwanzig Jahren in der Presse war neun Jahre lang, nämlich die letzten neun, absolute Funkstille, da die Astro Saga aus bekannten Gründen auf Eis lag. Und die ersten elf Jahre basierten auf einer Ausstellung im Deutschen Filmmuseum, die ein unerwartet großes Presseecho zur Folge hatte. Danach kamen immer wieder Journalisten und wollten Infos. Sollte ich mich denen verwehren? Das ich den Film machen will, war ja nie ein Geheimnis, nur habe ich keinem dieser Journalisten einfach so ein Drehbuch mitgegeben…

Mit herzlichen Grüßen

Bernd P. Kammermeier

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Major Tom
Major Tom

Und der Preis für den größten Kasper des Jahres 2008 geht an … ? Na? Wer kommt drauf. Peroy, du …?

Das einzig Gehaltvolle, was ich extrahiere, ist: Dewi ist (und ich bewundere die wundervolle Wortwahl) … ungezogen!

Stimmt ja auch. Böser Dewi! Einen Beweis einfordern, also wirklich. Was soll denn so was? Man muss das schon glauben, dass man mit einem verkannten Genie spricht. Netterweise lässt einen das verkannte Genie ja eben das wissen. Wäre man ja auch nicht drauf gekommen, weil man selbst ist ja kein Genie. Lektion: Erstmal genial werden, dann verkannte Genies anpflaumen.

Moral von der G’schicht: Manche Eier bleiben ungelegt. Bei den faulen ist’s besser so.

Perry
Perry

„Ich der doofe Bernd Kammermeier, an dem der große Torsten Dewi kein Interesse hat, habe es geschafft, nur mit einem Drehbuch in der Hand und einem hervorragenden Consultant an der Seite, die Türen von MGM weit aufzustoßen, mit Frank Mancuso an einem Tisch zu sitzen und nach ernsthaften Prüfungen des Projekts einen Vorvertrag zu bekommen, der nur an die Bedingung geknüpft war, daß wir den Film mit einem angemessenen Cast produzieren. Man sah das internationale Potential der Astro Saga, sonst hätte ich diesen Vertrag nie bekommen.“ — Aus diesem Vertrag ist aber auch nichts geworden. Das sich als Erfolg ans Revers zu heften, ist schon etwas anmaßend. „Hätte“, „wäre“, „könnte“ gilt hier nicht.

„Natürlich sind die Effekte, verglichen mit 2001 Müll, aber verglichen mit den ersten (zeitgleich produzierten) Star Trek Folgen sind sie geradezu genial. “ — Das ist lachhaft. Vielleicht tut eine neue Sichtung der alten Star Trek Folgen Not. Die Effekte waren ganz objektiv um Welten besser bei der US-Produktion.

„Was können Sie tun, wenn Sie das Drehbuch gelesen haben und es gefällt Ihnen (das könnte ja immerhin rein hypothetisch mit verschwindender Wahrscheinlichkeit – Lottogewinn? Asteroidenabsturz? Weltuntergang? – geschehen)? Haben Sie belastbare Kontakte zu Produzenten, die so etwas stemmen könnten (momentan würde ich die Kosten auf ca. 50 – 80 Mio. € schätzen, ohne das in letzter Zeit genau kalkuliert zu haben)? Oder haben Sie belastbare Kontakte zu großen Buchverlagen, die ein solches Projekt (ev. auch als Serie) händeln können? Würden Sie sich dann dafür verwenden?“ — Moment mal, es ging hier nie darum, dass der Wortvogel nun das Überleben von Astro Saga sichern soll. Es ging darum, dass jemand, der möglichst unabhängig ist, mal das Skript inspizieren und sagen kann, ob es wirklich Qualität besitzt. Bislang haben wir nur die Aussage von Bernd Kammermaier und sonst nichts. Und dass die SF-Fans, die hier mitlesen und teils schon vor 20 Jahren von diesem Projekt hörten, jetzt gerne mal erfahren würden, ob das Warten überhaupt lohnt, ist nur gerecht.
Zudem hat der Wortvogel sicherlich auch Kontakte – seine Romane erscheinen ja auch bei Heyne -, aber eine Verpflichtung, der Astro Saga unter den Arm zu greifen, sehe ich hier schon gar nicht.

Al
Al

Ich hoffe, Du hast auch brav gefragt, ob Du die Mail hier veröffentlichen darfst. Das wäre sonst nämlich auch ganz schön ungezogen 😉

In jedem Fall: Danke für den erheiternden Eintrag!

Peroy
Peroy

„Und der Preis für den größten Kasper des Jahres 2008 geht an … ? Na? Wer kommt drauf. Peroy, du …?“

Das Jahr ist noch jung, das kann ich noch toppen…

Eric Eggert

Ich bin ja kein SciFi-Fan, aber die Geschichten von und mit Dewi haben schon was, deshalb lese ich dieses Blog. Weil der Filmemacher Dewi und der Blick hinter die Kulissen interessant sind, weil es Spaß macht.

Herr Kammermeier hätte das Interesse an dem Stoff, am Film, für positive Promotion nutzen können. Uns neugierig machen, anteasern.

Ein paar Seiten des Drehbuchs, oder der Romanserie, oder Modelle oder… Es hätte geholfen wenigstens ein wenig die (angeprangerte) Anonymität zu überbrücken.

Dewi hat als Autor natürlich auch Kontakte zu Verlagen. Das hätte doch nicht geschadet.

Die Forderung, Dewi müsse dann schon Kontakte zu Produzenten (mit Millionenbudget) haben, ist natürlich quark.

Wenn es genug Fan-Enthusiasmus gäbe würde sich sicherlich jemand Finden lassen, mit dem man weitere Schritte nach vorne gehen könnte.

Aber an positivem Austausch hat man ja leider kein Interesse. Da wird lieber gejammert. Und heraus kommt dann nichts. Eigentlich schade, wann hat man denn schon mal so interessiertes Publikum?

Winzer
Winzer

Ich fühle mich in die Zeiten im Kindergarten zurückversetzt. „Ich hab was ganz tolles. Ich zeig‘ es Dir aber nicht! Aber ich könnte, wenn ich wöllte.“ Argumentation at its best! Presented by Herrn Kammermeier.

Tinitus
Tinitus

Und von dem Herrn Dewi hat man auch nie was gehört. Is das einsetzende Altersdemenz, oder steht er auf einem Buchdeckel mit Wolfgang Hohlbein? Also für mich is das mehr als „an einem Tisch zu sitzen“. Hab mal den besoffenen Heinz Harald Frenzen ins Hotel gefahren. Bin ich jetzt der nächste Enzo Ferrari?

Onkel Filmi

Heidewitzka! Da sortiert man mal seine Bookmarks aus, stellt fest „Ah, da war ja das Blog vom Dewi abgeblieben“, wirft nen Blick rein, und was findet man vor: „Astro Saga“! Und der Kammermeier äussert sich auch noch dazu! Quel amusement!

Irgendwie hätte ich da Lust jetzt ein grösseres Rebuttal zu Kammermeier und seinen Aussagen zu schreiben, aber dazu fehlt mir jetzt grade die Zeit.

Kurze Rede, langer Sinn: der Erfolg gibt Recht.

Von Bernd Kammermeier hat ehrlich gesagt kein Arsch gehört, ausser einem kleinen Häuflein verirrter (Fan-)Seelen, die in den 90ern fleissig deutsche Genre-Postillen gelesen haben, mir geistern die „Astro Saga“ und „Moontrap 2“ Bilder aus der MovieStar jedenfalls noch immer durch’s Oberstübchen. Wenn man so liest was Herr Kammermeier da auf elektronischem Wege von sich gibt, müsste sein Name eigentlich mit Leuten wie John Dykstra, Gene & Lesley Warren oder wenigstens den Chiodo Brüdern genannt werden. Ist aber irgendwie nicht so. Und wenn man sich die IMDB anschaut wird auch klar warum, denn: da ist nicht viel zu finden. Die einzigen bekannten Sachen die da stehen sind Moon 44, Hatschipuh und Die Unendliche Geschichte 3. Und die sind auch eher bei den von Kammermeier herbeizitierten „Trashfans“ bekannt als bei Otto Normalverbraucher. Klar, die IMDB ist bei weitem nicht perfekt (heisst ja nicht umsonst Inaccurate Movie Database), aber bei den großen Tönen die der Dietzenbacher schwingt hätte man da doch ein klein wenig mehr erwarten dürfen. Kurzum: Nen Haufen Quark, nen Haufen angebliche Arbeiten ohne Beleg, und ein großspurig angekündigtes super-kalifragelistisch-expialegetisches SF-Projekt, zu dem es auch in 99% aller Behauptungen keinen Beweis gibt.

Szenenwechsel – Dewi: „Woll’n wa ma kuck’n, wa?“ um mal den Geist meiner westfälischen Heimat zu beschwören.
TV-Serien Guide! (Ja, ich weiß, das nervt Dich da immer wieder drauf angesprochen zu werden, hast Du mir ja schon vor ein paar Jahren per Mail gesagt. Übrigens, wo bleibt das Band-Cover Buch? Wenn Du mir schon die Bilder bei Ebay wegschnappst will ich das ganze wenigstens als Kladde haben!). Den kennent eigentlich noch ziemlich viele SF-Fanboys hierzulande. Mehr als Kammermeier auf jeden Fall 😉
Charmed! Schäbbige Serie, die Bücher hab ich nie gelesen, aber die Dinger haben sich verkauft. Es kennen also mehr jugendliche Mädels (naja, jetzt wohl eher junge Frauen) den Motzi, äääh Dewi, als den Kammermeier. D’dorf-Dewi – Dietzenbach-Kammermeier: 2:0!

Und ab geht’s in die IMDB:
„Sumuru“! Ja, Quark hoch 10, weiss glaub ich jeder hier. Aber immerhin ein vollendetes Projekt. Das ist etwas, das man von den Kammermeier’schen Hirnfürzen NICHT sagen kann. Das Ding lief auf RTL, und wurde von Nu Image in den Staaten vertrieben. Ich glaube es ist da doch nicht schwer zu sagen, daß den Film mehr Leute gesehen haben als „Astro Saga“. Fernsehen schlägt halt hessisches Kopfkino!

„Post Impact“. Irgendwo schwirrt noch die Email rum, die der Torsten damals verschickt hat, als die Ratings reinkamen. War auf jeden Fall ein Erfolg. Und da kann man auch wieder nur sagen, daß den Film mehr Menschen gesehen haben als das bekannteste Projekt an dem Kammermeier mitgewirkt hat (Nein, Herr Kammermeier, es zählt nicht, daß sie hier auftauchen und sagen „Jaaaa, ich hab ja auch an Film XY mitgewirkt. Keine Beweise, keine Kekse!)

„Vollgas“ – noch so ein quotenmässiger Tritt in das Gemächt des Dietzenbachers. War zwar auch Quase, aber McDonalds wurde ja auch nicht durch Gourmet-Küche bekannt…

„Lotta in Love“ – ja, war ein Flop. Aber so spielt das Leben. Mal gewinnt man, mal verliert man. Wie Assi sagen würde: Mit Schwund muss man rechnen.

„Pro 7 Märchenstunde“ – müssen wir kein Wort drüber verlieren. Hab ich nicht geguckt, dafür genug andere Leute.

„Lost City Raiders“ – interessiert mich, wird geguckt. Und die paar Produktionsfotos die der Wortvogel hier eingestellt hat, sind mehr als man von „Astro Saga“ behaupten kann.

90. Minute, Abpfiff, Endstand: Dewi 3 – Kammermeier 0.

Irgendwie fällt mir auf, daß das doch länger geworden ist, als es sollte… und ich bin noch nichtmals fertig.

Also, Herr Kammermeier, wenn Sie das hier lesen sollten (und ich bin mir sicher, daß sie das lesen, denn Ihr Ego scheint mir viel zu groß zu sein, als daß Sie einfach so einen Abflug machen würden):

Taten, statt Worte. Viel reden kann jeder. Jeder kann herkommen und sagen „Jaja, ich hatte einen Vorvertrag über 80 Millionen Dollar von einem großen Studio, und habe mit Studioboss XY an einem Tisch gesessen und geredet, und die ehemalige rechte Hand von Produzent AB war furchtbar beeindruckt usw usf“. Um jedoch den Chefredakteur eines großen deutschen Nachrichtenmagazins zu zitieren „Fakten, Fakten, Fakten!“. Ohne Fakten, Belege und Beweise kommt ALLES, aber auch wirklich ALLES was Sie sagen und schreiben rum wie das Geplappere eines Penners an der Avenue A, der einem die Scheibe mit einer Sprühflasche und einem Stofftuch reinigt, und davon erzählt wie er ja mal ein Top-Broker an der Wallstreet war. Und kommen Sie uns bitte nicht damit, daß es irgendwelche Knebelverträge oder Confidentiality Agreements in ihren Verträgen mit dem Studio und den Produzenten gegeben hätte, denn zum einen ist sowas nicht gang und gäbe bei einem Vorvertrag, und zum anderen wären sämtliche Klauseln doch schon längst ausgelaufen, da so etwas nach amerikanischem Recht nach spätestens 10 Jahren nach Vertragsabschluss erlischt. Also, wo sind die stichfesten Beweise daß auch nur eine Ihrer Behauptungen stimmt?

Weiterhin finde ich es wirklich relativ seltsam, wie Sie angeblich an den Vertrag gekommen sind. Ich meine ja nur, jeder, wirklich JEDER Drehbuchautor hat einen Agenten, der die ganzen Sachen regelt, wie das einreichen eines Drehbuches bei Produzenten bzw Produktionsfirmen, und Sie wollen uns weismachen, daß sie da einfach durch das „gute wort“ eines Fred Sidewater bei Mancuso jr. auflaufen und ihm mal eben einen riesigen Geldbetrag abschwatzen konnten? Das klingt doch ein klein wenig mehr nach einem schlechten Lifetime „How i made it big in Hollywood“-tv movie als nach einem wirklichen Ablauf.

Und selbst WENN es sich alles so zugetragen hat wie Sie behaupten – WARUM haben sie dann seitdem die Rechte angeblich wieder an Sie zurückgefallen sind nicht alles menschenmögliche getan um den Stoff „an den Mann“ zu bringen? Sprich neue Produktionspartner an sich zu binden? Wenn ein alter Hase wie Mancuso ja sooo begeistert gewesen ist, müsste sich dann nicht halb Hollywood nach dem Drehbuch die Finger lecken? Aber wie ich ja bereits sagte, anscheinend haben sie ja nichtmals einen Agenten (wahrscheinlich sind sie zu eitel für sowas), kein Wunder also, daß sich die „Astro Saga“ nur in Ihrem Kopf abspielt.

Wenn sie ja wirklich so überzeugt sind von ihrem Projekt, warum haben Sie dann nicht einfach einen Kredit aufgenommen, und ein neues Promoreel erstellt? So wie es zB Simon Hunter, der Regisseur von „The Mutant Chronicles“ getan hat? Der Mann hat sein eigenes Geld genommen, und einen knapp 5minütigen Promofilm gedreht, der möglichen Produzenten zeigen sollte, in welche Richtung das Projekt gehen wird. Hunter hat seine 50 Millionen Dollar bekommen. „No risk, no fun“ heisst es so schön in der Skaterszene. Bei Ihnen jedoch muss man wohl eher von „Kein Risiko, keine Astro Saga“ reden. Also, machen sie’s wie BAP – „Arsch huh, zäng ussenander! Jetz, nit nähxte woch!“ Jedoch werde ich (und ich glaube auch der Rest der hier versammelten Leserschaft) nicht das Gefühl los, daß da nie etwas passieren wird. Weil Sie lieber in ihrer kleinen imaginären Welt in der die „Astro Saga“ regiert träumen, und Angst haben, daß Sie in der realen Welt mit dem Projekt komplett und vollends auf die Schnauze fallen können.

Ganz ehrlich, für einen (eigentlichen) Profi kommen Sie doch ARG amateurhaft rüber. Alleine schon ihre Angst dem Herrn Dewi ihr Drehbuch bzw ihr angebliches Buch zuzuschicken (weil sie anscheinend denken er würde es ihnen klauen) zeigt wie absolut unprofessionell Sie sind. Wären Sie ein Profi, hätten Sie einen Agenten, oder wenigstens ihr Werk registrieren lassen, und müssten sich nicht nachts schlaflos im Bett umherwälzen, weil ihnen ein „Blogger“ ja ihr Lebenswerk klauen könnte…

Stony
Stony

„…Ein Fall für die Couch eines Psychologen…“

Ist zwar wirklich schade, aber ich glaube diese Worte von Herrn K. aus D. bringen das Ganze auf den Punkt – nach jahrelanger Funkstille zur AS mal nen paar Wortmeldungen hier im Blogg, zugegeben mit einigen interessanten ‚Insidern‘, etwas ‚anfüttern‘ und Hoffnung machen auf mehr und dann wieder der Rückzieher und ein unsägliches Rumgeeiere…

Nochmal: wirklich schade, aber die AS scheint zu bleiben was sie wohl immer war – ein Kopfkino und der wohl ‚beste ungedrehte Film der Geschichte‘.

Ich schnapp mir jetzt nen Bier und Popcorn, lehne mich zurück und mach mir mein eigenes Kopfkino, mal schaun wieviel Oscars ich einheimsen werde!^^ 😀

Perry
Perry

Werter Onkel Filmi (lieber Marc), ich muss dir in allen Punkten Recht geben.

Freundliche Grüße

Der Perry

P.S. Jetzt, wo MOON 44 erwähnt wurde, erinnere ich mich auch wieder an die Helikopter. Die waren aber wirklich nicht gerade umwerfend getrickst. Sah aus, als wäre das anno 1970 state of the art gewesen.

El Barto
El Barto

Bitte liebe Blogger Gemeinde seid nicht so ernst mit Herrn Kammermeier der Herr saß schon mit viel wichtigeren Menschen am Tisch als wir es hier jemals sein werden und hat diese herzlichst gebusselt, gemocht und noch mehr Empfehlungsschreiben bekommen. Wo er doch keine Connections hat wie ein Emmerich und schon gar kein Geld….

Ben
Ben

Vielleicht sollten Dewi und Kammermeier das in einem Boxkampf austragen.

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Ich habe Geduld – ich habe Geduld – ich habe Geduld! Natürlich hat inzwischen der eine oder andere die Übersicht verloren oder vieles schlicht nicht gelesen. Aber hier werden wie üblich wieder Fakten durcheinander geworfen, falsch interpretiert, wie auch immer, Schwamm drüber. Bei Interesse kann man ja gern noch mal von Anfang lesen – ganz von Anfang, dann wird nämlich (hoffentlich) folgendes klar, was sich auch aus dem Blog heraus von selbst beweist:

NICHT ICH HABE IRGENDWELCHE UNBEWIESENEN BEHAUPTUNGEN ÜBER DIE ASTRO SAGA INS INTERNET GESTELLT, SONDERN DER TORSTEN DE…WIE? WAR ES! ER HAT EINEN ARTIKEL VERÖFFENTLICH, IN DEM ER NACH DER ASTRO SAGA FRAGT! OKAY?
ICH HABE ZUFÄLLIG IM INTERNET RECHERCHIERT, WIEVIELE TREFFER ICH AUF „ASTRO SAGA“ BEKOMME, DENN IN DER TAT ÜBERLEGE ICH ZUR ZEIT, WAS ICH MIT DEN ZURÜCKGEWONNENEN RECHTEN ANFANGE. ICH HABE DUMMERWEISE (IN DER TAT WAR IN DIESE SEKUNDE MEIN HIRN IM STROMSPARMODUS) EINEN KOMMENTAR ABGEGEBEN, DA MICH DIE FLAPSIGE ART VON HERRN DE…WIE? NERVT. ER IST ES DOCH, DER JEDEN BEWEIS FÜR SEINE BEHAUPTUNGEN SCHULDIG BLEIBT. ER HATTE WEDER AUF EINEN KOMMENTAR VON MIR GEANTWORTET, SO NACH DEM MOTTO: „ICH, DAS BEGNADETE, VERKANNTE GENIE BERND KAMMERMEIER MÖCHTE DER WELT KUND TUN, DASS DIE ASTRO SAGA DAS GRÖSSTE SEIT ERFINDUNG DER LINSE IST“, NOCH AUF SONSTIGE, AKTUELLE INFORMATIONEN, DIE ÜBER DIE ASTRO SAGA HERUMGEISTERN, WEIL ICH DORT SEIT NEUN JAHREN FÜR FUNKSTILLE GESORGT HABE. WARUM ICH PLÖTZLICH DER BUHMANN SEIN SOLL, DER IRGENDETWAS BEWEISEN MUSS, GEHT NICHT IN MEIN WIEDER REAKTIVIERTES HIRN. MICH INTERESSIERT DOCH DIE PRIVATE MEINUNG VON HERR DE…WIE? NICHT DIE BOHNE, AUCH NICHT DIE DER ANDEREN UM IHN HERUMFLATTERNDEN HILFSVÖGEL. ES WIRD ZU GEGEBENER ZEIT (FALLS ICH ETWAS POSITIVES ERREICHE) SICHER ENTSPRECHENDE VERLAUTBARUNGEN GEBEN, ABER ZUR ZEIT HABE ICH DAS NICHT VOR, OKAY?

NOCH MAL: ICH NIX ÖFFENTLICH MACHEN – ALLES MACHEN DE…WIE? – ICH NUR ANTWORTEN – ICH PLÖTZLICH BEWEISEN MÜSSEN? – ICH NIX BEWEISEN WOLLEN, WEIL NIX MÜSSEN, OKAY? – ICH SOGAR BEREIT, DREHBUCH ZU SCHICKEN, WEIL HIRN WIEDER AUF STAND-BY – HIRN WIEDER WACH!

Wer das jetzt nicht begreift, und zur Not noch einmal den Beginn des Blogs studiert, der will es nicht begreifen und solche Personen zu überzeugen, habe ich bereits vor Jahren aufgegeben, weil reine Lebenszeitverschwendung. Und daß der De…wie? meinen intern an ihn geschickten Brief veröffentlicht hat, spricht auch Bände.

P.S. Die weiter oben mockierten Hubschrauber-Aufnahmen in MOON 44 muß ich mir nicht an die Backe kleben, außer an die Arschbacke – die stammen von Volker Engel, den ihr jetzt sicher für den größten Stümper aller Zeiten haltet. Tut mir leid für ihn, aber ich nix mit Hubschrauber zu tun habe, okay?
Ach ja, ich trage keinen Bart, ansonsten lustig, hahahahahahahahaha… (wirklich, ich hab‘ nämlich auch Humor und kann sogar über mich lachen – glaubt mir keiner, kann ich nix beweisen, will ich nix beweisen, muß ich nix beweisen, beweisen, beweisen, beweisen – oh Gott, das hätte ich jetzt besser nicht geschrieben, dann wissen die doch alle da draußen, daß ich ein Psycho bin, huhhh…)

Onkel Filmi

11. Gebot: Du sollst nicht CAPSLOCK benutzen, denn das lässt Dich wie einen Idiot aussehen.

Und nachdem das aus dem Weg ist: weiter im Text.

Herr Kammermeier, Sie können noch soviel herumlamentieren, daß Sie NICHT in der Bringschuld wären – Sie SIND es. Da können Sie ruhig versuchen die Schuld auf Torsten Dewi zu schieben, daß dieser „Blogger“ sie falsch interpretiert hätte, Sachen aus dem Zusammenhang gerissen habe, und vor allen Dingen Behauptungen aufgestellt habe.

Hier einmal eine kleine Zusammenfassung IHRER Behauptungen:

– SIE haben behauptet einen Vorvertrag mit MGM gehabt zu haben
– SIE haben behauptet, nur auf (mehr oder weniger) Fürsprache eines Fred Sidewater ein Treffen mit dem KOPF der MGM bekommen zu haben (Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, da bekommt ein klitzekleiner Modellbauer mirnichts dirnichts ein Treffen mit dem Chef, und nicht jemandem der in der Produktionsplanung arbeitet!)
– SIE haben behauptet, ein riesiges Multimillionen Dollar Budget zugesichert bekommen zu haben
– SIE haben behauptet, daß Mancuso von dem Drehbuch absolut begeistert gewesen wäre.
– SIE haben behauptet, mit mehreren Oscarpreisträgern gearbeitet zu haben.
– SIE haben behauptet, daß George Lucas absolut begeistert von ihrer Arbeit gewesen wäre, und regelrecht von „denen in Dietzenbach“ geschwärmt hätte.
– SIE haben behauptet man hätte ihnen VOLLE kreative Kontrolle zugesagt, etwas das man einem Spielberg oder Lucas gewährt, aber garantiert keinem Regie-Novizen (und der wären Sie gewesen, egal wieviele Werbefilmchen sie schon gedreht haben!)
– SIE behaupten, daß Rod Steiger unter IHRER Regie spielte.

Und so frage ich Sie erneut: wo ist auch nur der einfachste Beweis auch nur für irgend eine dieser Behauptungen?
Ohne Beweise bleiben es nur megalomanische Behauptungen.

Sie wollen, daß man sich nochmal all ihre Beiträge durchliest – lesen Sie sich ihre Beiträge eigentlich selbst noch einmal durch? Oder werden die, sobald Sie auf „Fertig, abschicken.“ geklickt haben, sofort durch eine weitere Kopfkino-Vorstellung der „Astro Saga“ verdrängt? Denn dann würde ihnen auffallen, was Sie doch für einen Quark teils von sich geben.

– „Moontrap“ wurde ein schlechter Film wegen „Alien“.
Wie kann ein Film, der Ende 1988 in Produktion ging, und 1989 veröffentlich wurde, durch einen bereits 10 Jahre zuvor erschienenen Film in Mitleidenschaft gezogen werden?
Das ist in etwa so, als würde William Malone behaupten, daß ja „Creature – The Titan Find“ ein absolut brillianter Film geworden wäre, wenn da ja nicht dieser doofe Ridley Scott schon 6 Jahre vorher diesen blöden „Alien“ gemacht hätte.

– Sie sagen, daß Sie aus der „Astro Saga“ ein Buch gemacht hätten, mit mehreren tausend Seiten Umfang. Aber da man ja einen Namen haben, oder wenigstens den Lektor kennen müsse, könne das Buch halt bisher nicht veröffentlicht werden. Mal ganz ehrlich: eine dümmere Ausrede konnten Sie sich wohl nicht ausdenken, oder? Ich weiß ja nicht, ob es ihnen vielleicht entgangen ist, aber das hier ist nicht das Unterschichten Nachmittags-TV von RTL oder Sat.1, sondern ein Blog in dem auch ziemlich viele Leute mitlesen, die auf die eine oder andere Weise mit dem Entertainment-Business zu tun haben (Mich eingeschlossen). Würde das Verlagsgewerbe so funktionieren, wie sie es darstellen, gäbe es ausser der Bibel und Büchern mit Gesetzestexten nichts bei Thalia, Weltbild, Mayersche Buchhandlung und Co. (Damit wäre meine Product Placement Quote für den Tag erfüllt 😉 ). Selbst ein Stephen King hat mehr als eine Ablehnung von Verlagen und Lektoren erhalten, aber wir sehen ja, daß aus dem Mann doch noch was geworden ist. So lange etwas unterhaltsam ist und Gewinn verspricht wird es auch veröffentlicht. Man kann also aus ihren Aussagen nur schliessen, daß Sie nicht wirklich von ihrer Eignung als Autor überzeugt sind. Oder aber von der Qualität ihrer „Astro Saga“.

Was mir übrigens auch bei all dem Gerede von Astro Saga, Investoren und Moontrap 2 einfällt:

Was wurde eigentlich aus „Strangers in the Night“?

Dem UFO-Film, den sie noch 1996 großmundig angekündigt hatten im Winter des selben Jahres in Kanada drehen zu wollen? Sie wissen schon, den mit den 3 Mio. Mark Budget, diesen „… psychologischen Thriller mit viel Atmosphäre. Da haben Leute Halluzinationen…“ ? Hat sich da auch ein Edwin Leicht eingeschmuggelt, der versucht hat, Sie aus ihrem eigenen Film zu drängen? Gab es da wieder einen langjährigen Rechtstreit, nachdem nun endlich die Rechte vor einem Jahr wieder an Sie zurückgefallen sind? Irgendwie deucht es mich, daß sie da wohl eigene Erfahrungen verfilmen wollten… Halluzinationen und so…

Und wenn ich mich schon auf das „Spookie“ berufe (das Fanzine, in dem sie damals über diesen Film sprachen [Übrigens von Ivo Scheloske, der heute Anolis betreibt]). Ich finde es amüsant, daß sie das Scheitern von „Moontrap 2“ auf Walter Koenig abzuwälzen versuchten, „Das Problem war unser Hauptdarsteller Walter Koenig. Kein Verleih wollte ihn dabeihaben“ da dieser ja „… halt ein miserabler Schauspieler…“ ist. Sicherlich. Ein Mann mit eingebauter Fanbase, der Grund, aus dem sich die Leute den ersten „Moontrap“ überhaupt erst angeschaut haben, war der ausschlaggebende Grund, aus dem das Sequel nicht zustande kam. Da fragt man sich dann doch, warum Walter Koenig überhaupt im ersten Film dabei war, wenn er ja angeblich Kassengift war. Aber stimmt ja, das Scheitern des Projektes lag ja an einem gaaaaaaaaaaanz anderen Grund, wie Sie uns vor ein paar Tagen erklärten:

„Und warum wurde aus MT II (pardon “Moontrap II”) nichts? Bevor ich zu dem Projekt stieß, hatte Robert Dyke und seine Magic Lantern die Firma Double Helix beauftragt, den Film auf Messen anzubieten. Angeblich ohne Erfolg.
Als wir dran waren, taten wir das gleiche, z.B. auf der AFM. Was wir dabei feststellen mußten: Viele der angesprochenen Verleiher waren höchst interessiert. Und in den interessantesten Märkten waren sie noch etwas: höchst interessiert, wann ihnen der Film denn ausgeliefert würde. Sie hatten ihn nämlich bereits gekauft – von Double Helix! Das Geld ist natürlich nie aufgetaucht und das Projekt wurde beerdigt.“

Also, Herr Kammermeier, „welches Szenario hätten’s denn gern?“

Und zu guter letzt, so harsch es sich auch anhört: Hören Sie endlich auf herumzuflennen, daß ja Roland Emmerich bei ihnen für „Stargate“ geklaut habe. Ich erwähnte es ja schon in meinem vorherigen Posting: Selbst schuld! Wenn sie blauäugig genug sind, jemandem ein Drehbuch zu zeigen ohne es vorher registriert zu haben, bzw durch einen Agenten zu managen, dürfen Sie sich nicht beschweren wenn ihnen jemand die Story/Idee klaut. Das ist der Grund, aus dem professionelle Autoren (selbst Journalisten) ihre Werke vor der Veröffentlichung nicht Hinz und Kunz zeigen oder groß davon rumprahlen. Denn die Chance damit tierisch auf den Arsch zu fallen (also wie Sie!) ist einfach zu groß. Kann es sein, daß Emmerich und Devlin sich „inspirieren“ liessen? Klar, möglich ist so etwas immer, aber: Pech, Sie sind es selbst in Schuld!

P.S.: Perry? Kennen wir uns?

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

„Wenn sie blauäugig genug sind, jemandem ein Drehbuch zu zeigen ohne es vorher registriert zu haben, bzw durch einen Agenten zu managen, dürfen Sie sich nicht beschweren wenn ihnen jemand die Story/Idee klaut.“

Eine eigentümliche Art des Rechtsempfindens. Diebstahl ist also erlaubt, wenn jemand zu blöde ist, es sich klauen zu lassen. Das ist übrigens der Grund, warum ich das Drehbuch nicht mehr überall herumschicke. Man kann mir nicht auf der einen Seite vorhalten, ich würde die Astro Saga leichtfertig herausgeben und dann genau dieses fordern. Entweder oder.

Im übrigen hatte ich zu diesem Zeitpunklt bereits die Astro Saga im Titelregister registieren lassen, so daß es ein Leichtes war, Roland Emmerich verbieten zu lassen, seinen nächsten Film (dies war im Grund nicht Universal Soldier – den hatte er „fertig“ übernommen, sondern eben Stargate), Astro Saga zu nennen.

Nach diesen negativen Erfahrungen hat mein Concultant/Agent Sidewater das Script bei der WGA registieren lassen, so daß ich hier ein feines Nümmerchen habe. Aber auch das wird sicher wieder mit einem hämischen Kommentar abgetan, Hauptsache, kein gutes Haar dranlassen.

Warum seid ihr eigentlich alle so giftig? Mir ist es, weiter oben nachzulesen, doch wirklich vollkommen egal, was ihr denkt. Wir leben in einem Land der Meinungsfreiheit. Ich will euren Glauben nicht nehmen. Geht in die Antikammermeierkirche und betet dort ein dreifaches Dewiunser. Okay, hab‘ ich doch nix dagegen. Aber anscheinend geht es darum, mich so lange zu provozieren, bis das Drehbuch herausschicke. Dabei bedarf es dazu keinerlei (sinnlosen) Provokationen, sondern einer ganz einfachen, menschlichen Eigenschaft: Freundlichkeit!!!

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Noch ein Nachtrag, da das Interesse an Beweisen nicht abzureißen scheint. Kann mir irgendjemand, der technisch begabter ist, als ich, mitteilen, wie man durch einen Blog Beweise „schiebt“, wie zum Beispiel, ob ich all die z. B. von Onkel Filmi bestrittenen Dinge gemacht habe?

Ich will jetzt eben nicht ‚rumlamentieren, daß ich mehr und mehr Zweifel bekomme, ob ich mit dem Kammermeier, von dem dauernd geschrieben ist, etwas zu tun habe.

Nein, viel pragmatischer: WIE GEHT DAS? (Pardon, das 11. Gebot) Wie geht das?

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Da bin ich dem Onkel Filmi noch eine Antwort schuldig geblieben.

Er fragte:

„Was wurde eigentlich aus “Strangers in the Night”?

Dem UFO-Film, den sie noch 1996 großmundig angekündigt hatten im Winter des selben Jahres in Kanada drehen zu wollen? Sie wissen schon, den mit den 3 Mio. Mark Budget, diesen “… psychologischen Thriller mit viel Atmosphäre. Da haben Leute Halluzinationen…” ? Hat sich da auch ein Edwin Leicht eingeschmuggelt, der versucht hat, Sie aus ihrem eigenen Film zu drängen? Gab es da wieder einen langjährigen Rechtstreit, nachdem nun endlich die Rechte vor einem Jahr wieder an Sie zurückgefallen sind? Irgendwie deucht es mich, daß sie da wohl eigene Erfahrungen verfilmen wollten… Halluzinationen und so…“

Überspringen wir mal großzügig die geistreichen Bonmots und gehen zum Kern der Frage.

Antwort: In der Tat war „Strangers“ meine Antwort auf die Frage vieler Kollegen, warum ich vor der Astro Saga denn nicht ‚mal einen kleinen Film drehen wolle. Ich verweigere mich ja nie, wenn ich was Intelligentes höre, und so habe ich eine Reihe von Stoffen geschrieben, die mit Budgets zwischen 250.000 und 1,5 Mio € zu produzieren wären. Immer nur nie gemachte Astro Saga ist auch langweilig. Um Strangers und eine andere, melancholische Tragikomödie von mir hatte sich Florian Bähr (ja: der Florian Bähr – Florian, ich hoffe du verzeihst mir, wenn ich deinen Namen hier erwähnte, aber man drängt mich permanent zu Beweisen) gekümmert. Vielleicht reichten seine Kontakte damals noch nicht weit genug, aber so sehr er von den Stoffen und mir überzeugt war, auch er als Produzent hatte keine Möglichkeit zu einer Finanzierung gehabt – obwohl wir uns im Budgetbereich stinknormaler, deutscher Kino- oder sogar TV-Produktionen bewegten. Nein, Edwin Leicht war da nicht involviert, der war irgendwo untergetaucht.

Diese kleinen Filme (nicht von ihrem Potential, aber von ihrem erforderlichen Aufwand her) habe ich zugunsten meines Tagesgeschäfts zwischenzeitlich völlig vergessen. Aber ich glaube, selbst wenn ich einen Film für 10.000 € machen könnte, würde das niemand riskieren. Warum, weiß ich nicht.

Habe ich ansteckende Krankheiten, rieche ich schlecht aus dem Mund? Man verschweigt mir die Antwort, man will mir die schreckliche Wahrheit einfach nicht zumuten…

Onkel Filmi

Natürlich ist Diebstahl nicht erlaubt, Herr Kammermeier, aber es hat seinen Grund, warum es Agenten gibt, und warum Institutionen wie zB die Writers Guild of America ins Leben gerufen wurden, und zwar den, die Rechte der Autoren, sowohl an finanzieller wie auch an geistlicher Ebene zu schützen und zu vertreten. Denn das ist der einzige Schutz den sie haben ihr geistiges Eigentum wirksam zu verteidigen.

Aber da sie das wenigstens gemacht haben, kann man ihnen zumindestens in dem Bereich nicht viel vorwerfen. Jedoch hoffe ich mal ganz stark, daß das Skript auch auf ihren Namen registriert ist, denn wenn das ganze wirklich über Mr Sidewater gelaufen ist, haben Sie kurz gesagt keine Rechte an ihrem eigenen Stoff.

Und wenn das Skript, wie Sie es sagen, registriert ist, warum sträuben Sie sich dann Herrn Dewi eine Kopie des ganzen zur Ansicht zur Verfügung zu stellen? Denn gewährleistet, daß er es ihnen nicht stehlen kann, ist es ja. Torsten hat ihnen ja sogar angeboten, das Skript zu lesen und ihnen im privaten seine Meinung des ganzen, und ggf Anmerkungen zukommen zu lassen. Sie mögen von Torstens Resumee halten was sie wollen, aber er ist im Gegensatz zu ihnen ein Journalist, (publizierter) Schriftsteller, (produzierter) Drehbuchautor, und hat die Outlines für eine komplette Serie erstellt. Noch dazu jemanden, der auch (noch bestehende) Kontakte zu Produzenten hat, die sich im Genrebereich betätigen (Tandem Productions). Viel besser dürfte es doch eigentlich nicht für Sie kommen.

Und das ganze hier ist auch keine sinnlose Provoziererei, denn ehrlich gesagt ist es mir scheissegal ob sie Torsten (oder sonstwem der hier auf der Seite kommentiert) ihr Skript zukommen lassen. Aber wie der schöne Spruch doch geht „Wie man in den Wald ruft, so schallt es hinaus“. Wenn sie hier einfach Behauptungen in den Raum stellen, ohne auch nur den geringsten Beleg zur Untermauerung nur einer ihrer Punkte anzugeben, müssen Sie halt damit rechnen dafür angegangen zu werden. Ob das ihnen nun passt oder nicht, ob es ihnen zu hart oder zu sarkastisch oder zu provozierend erscheint ist auch egal, denn, wie Sie bereits so treffen sagten: in unserem Lande herrscht die freie Meinungsäusserung.

Der Punkt ist, daß es in unserem Gewerbe viele Leute gibt, die, um sich in einem besseren Licht dastehen zu lassen, einfach wilde Behauptungen einwerfen, daß sie dies und das gemacht haben, und mit hinz und kunz gearbeitet oder gesprochen, Lob bekommen oder ähnliches haben. So einen Fall habe ich erst vor etwas mehr als einem Jahr erlebt, als ich mit einem „Produzenten“ in Kontakt stand, der u.a. an mehreren 70er Jahre Horrorfilmen wie „The Hills have eyes“ gearbeitet hätte. Diese kugelbunte Wunderwelt war auch auf Behauptungen, und nicht Beweisen aufgebaut, platzte dann aber, als er behauptete an einem Projekt beteiligt gewesen zu sein, bei dem ein paar gute Bekannte federführend waren – und die sich natürlich nicht an diesen „Produzenten“ erinnern konnten.

Onkel Filmi

Wie Sie beweisen können, daß Sie auch nur irgendetwas von den Sachen gemacht haben, die Sie behaupten? Also, bitte. Sie mögen zwar noch der alten Schule angehören, die alles praktisch statt digital erledigt (was ich persönlich auch bevorzuge, es gibt nichts besseres als zB Foreground Miniatures), aber sie dürften doch wohl wissen, wie zB ein Scanner funktioniert, wie man eine Grafik hochlädt und wie man diese in einen Text einbindet.

Wie bereits erwähnt, die besten Beweise für die Tätigkeit an Projekten ist (aller Hinlänglichkeiten zum trotz) immer noch die IMDB. Oder aber Verweise zu Webseiten von Projekten an denen Sie mitgearbeitet haben, und auf denen Sie namentlich erwähnt werden. Verweise auf Filme oder TV-Serien, bei denen Sie im Abspann erwähnt werden (meinetwegen auch Ihre Firma). Aber einfach nur zu sagen „ich habe einen Film mit Rod Steiger gemacht“ reicht halt nicht. Schon alleine daß sie keinen Titel nennen, lässt schon auf Schaumschlägerei tippen, denn wenn man schon an einem Film mitgewirkt hat, sollte man auch der Meinung sein, daß man sich nicht dafür schämt (und kommen Sie mir bitte nicht mit Alan Smithee). Der Wortvogel hat mit „Sumuru“ auch einen grossen Haufen auf die Welt plumpsen lassen, aber er hat den Film weder aus seiner Vita gestrichen, noch vermeidet er es über den Film zu sprechen. Einen Titel zu nennen hätte schon von vornherein die Wogen ein wenig glätten können.

Und es zweifelt auch niemand daran, daß sie Bernd Kammermeier sind (ich zumindestens nicht), denn ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß es irgendwelche „Astro Saga“-Fanboys gibt, die sich mit dermassenem Eifer in die Sache reinknien würden, wie Sie es tun.

Onkel Filmu

Ich weiß nicht ob Sie Mundgeruch haben, aber Sie scheinen dann doch irgendwie was falsch zu machen, wenn Sie es nichtmals schaffen ein miniscules Budget auf die Beine zu stellen.

Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist nicht leicht ein passables Budget auf die Beine zu stellen (das sehe ich momentan grade selbst), aber auch nicht unmöglich. Wenn ein Kollege und ich auf der Suche nach Investoren um weitere 2 Mio € für einen Film aufzutreiben sogar Uwe Boll (ja, DEN Uwe Boll) anschreiben, und uns der nur aufgrund eines ausführlichen Exposés 150 000€ für die US-Rechte anbietet… also… naja, ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse daraus 😉

Und ich glaube nicht, daß Sie sich bei Herrn Bähr entschuldigen müssen seinen Namen zu nennen (ich kenne den Mann eh nicht), denn es ist nichts schlimmes oder verwerfliches daran, wenn man es nicht schafft ein Projekt durchzuziehen. Denn sowas ist, schlicht gesagt, gang und gäbe…

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Der Ton wird sachlicher, die Freundlichkeit kehrt zurück, die Menschlichkeit gewinnt die Oberhand. Danke, lieber Onkel.

Vorab: Das Script ist natürlich auf meinen Namen registiert worden, zusätzlich noch bei der WGG. Ich war mit Fred im Büro der WGA und habe persönlich unterschrieben. Das ist nicht problematisch. Es bleibt natürlich noch ein anderer Punkt: Falls ein großes Studio einen Urheberrechtsdiebstahl begeht, habe ich als kleiner Kammermeier aus Dietzenbach wenig Chance, mich da erfolgreich durchzusetzen. Ich kenne auch die Fälle, wo dies gelungen ist, doch es kann auch in die Hose gehen. Mir fehlen einfach die liquiden Mittel, um ein solches Risiko einzugehen. Nach der Astro Saga Schlappe mit dem Investor, der mir heute noch solides Geld schuldet, obwohl insgesamt ca. 2,5 Mio € investiert wurden, bin ich einfach vorsichtiger geworden, deshalb auch die lange Funkstille.

Ich wollte diese auch gar nicht durchbrechen, ich habe nur auf einen Artikel von Torsten Dewi reagiert. Vielleicht sind es gerade meine Bemühungen, diesen Stoff in der einen oder anderen Art zu verwerten, damit sich endlich die Arbeit gelohnt hat (nachdem ich die Rechte voll umfänglich zurückhabe), die mich so allergisch auf Negatives und (tut mir leid) Unwahres, in jedem Fall wenig Hilfreiches, reagieren läßt.

Umgekehrt kenne ich auch genügend Schaumschläger in der Szene (ich habe schon Showreels erhalten mit Szenen aus Jurassic Park, denen der Hinweis folgte, so etwas könne man auch), jedoch habe ich dies nicht nötig. Ich weiß, was ich kann und – wichtiger noch – was ich nicht kann. Ich lebe seit vielen Jahren mehr schlecht (wegen der hohen Investitionen in die Astro Saga [Zeit etc.], als recht) von dem, was die Film- und Fernsehszene für einen Verrückten wie mich übrig hat. Mir reicht das, denn mir macht meine Arbeit SPASS! Ich liebe es, neue Welten zu kreieren, auch wenn dies im letzten Jahrzehnt eher die Antike war. Ich schreibe gerne, viel und schnell, ich fühle mich wohl, wenn ich Menschen durch meine Arbeit glücklich machen kann. Ich bin – und das verwöhnt! – eingebettet in ein funktionierendes System von Menschen, die verstehen und schätzen, was ich mache.

Vielleicht es es die professionelle Kälte, diese schonungslose Direktheit von Torsten Dewi (ohne, daß er die Fakten wirklich kennt), die mich auf eine Weise hat reagieren läßt, die vielleicht einer meiner multiplen Persönlichkeiten entspringt.

Es stimmt, dafür hat man einen Agenten, der den Badguy nach außen spielt, der den Schutzpanzer für den Kreativen intakt läßt, der sich um sein Baby sorgt. Durch die Entwicklung der letzten Jahre ist dieser Schutz flöten gegangen und meine Haut dünner.

Vielleicht sind wir alle multiple Persönlichkeiten eines großen Schöpfers, denn ich fühle mich als Mensch, der im Stande ist, aus einem leeren Blatt Papier und etwas Tinte einen Traum zu zaubern. Darauf sollten wir alle, die dies dürfen, sehr stolz sein…

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Florian Bähr ist Chef von First Entertainment, sitzt auf dem Gelände der Bavaria. Ich denke, was die produzieren, brauche ich nicht vorzustellen.

Onkel Filmi

Es hätte von vornherein eine freundlichere Ebene geben können, wenn Sie halt nicht wie ein Elefant in den Porzellanladen gestürmt wären, und durch grosses Zampano-Gehabe massig Porzellan zerbrochen hätten.

Natürlich ist eine Registrierung nicht immer ein 100% Schutz vor geistigem Diebstahl, aber doch in den meisten Fällen. Wie oft hat man denn in den vergangenen Jahren in Branchenblättern von Fällen gelesen, in denen Autoren gegen Produzenten und Studios klagten, und dann entweder gewonnen haben, oder eine aussergerichtliche Einigung oder Abfindung erzielt haben. Aber um diese Situation geht es letztendlich ja nicht. Torsten hat ihnen (wenn auch auf eine für ihren Geschmack vielleicht zu sachlich kühle Weise) angeboten ihr Skript zu lesen, und ihnen seine Meinung im privaten mitzuteilen. Da das Skript also registriert ist, dürften Sie da also keine allzu große Angst haben müssen, daß Torsten ihnen den Stoff klaut. Ich glaube nicht, daß „Lotta in Love“ genug abgeworfen hat, um ihnen im Falle eines Rechtsstreits 20 Anwälte für 1000€ die Stunde an den Hals zu hetzen 😉

Wenn es ihnen in erster Linie darum geht neue Welten zu kreieren, warum sträuben Sie sich dann gegen Neues, wie eben CGI? Ich bin persönlich auch kein absoluter Fan von Effekten aus dem Computer, dazu bin ich zu sehr durch 70er und 80er Jahre Filme konditioniert, aber Fakt ist, daß die Arbeit mit CGI die Arbeit im Genrebereich um einiges erleichtert und verbilligt hat (trotz der inflationär hohen Kosten von Effektspektakeln wie „Pirates… 3“). Optische Printer und ähnliches Gerät ist eben obsolet in Zeiten von Greenscreen und Compositing-Programmen. Niemand verlangt von ihnen, daß Sie ihre Modelle auf den Müll schmeissen und nochmal ganz von vorne anfangen. Man kann auch mit einem kleinen Budget grosses bewerkstelligen – wenn man es denn will. Ein gutes Beispiel ist zB die Serie „Sanctuary“ von ein paar der „Stargate SG-1“ Macher, die rein über das Internet vermarktet wurde. Die Serie wurde nahezu komplett vor Greenscreen gedreht, auf HD, und kam mit einem Bruchteil dessen aus, was eine Folge „SG-1“ gekostet hat (eine Serie die ja auch schon eher „kostengünstig“ produziert wurde). Der Lohn des ganzen? Ein pickup der Serie durch den SciFi-Channel, und ein damit verbundenes höheres Budget.

Man muss halt über seinen Schatten springen können, und das ist etwas, das ich gelinde gesagt in ihrem Fall nicht sehen kann. Sie schreiben, Sie hätten es nicht nötig Showreels zu produzieren. Jedoch würde ihnen so etwas wahrscheinlich mehr helfen eines ihrer Projekte vom Boden zu holen, als im Internet darüber zu reden, wie toll doch alles ist, daß sie sooooviel Herzblut in die Sache investiert hätten, und hoffen es doch irgendwann zu schaffen.

Ich führte ja schon das Beispiel Simon Hunter an. Der Mann hat sich hingesetzt, einen Kurzfilm zu „The Mutant Chronicles“ gedreht, und damit das Projekt den Studios vorgestellt. Und eben diese Beharrlichkeit hat schlussendlich dazu geführt, daß er den Film machen konnte. Mit knapp 40-50 Mio $ Budget. Mit Thomas Jane, Ron Perlman, John Malkovich, Devon Aoki und Sean Pertwee. Hätte er es gemacht wie sie, würde er wahrscheinlich auch in seinem Büro sitzen, vor sich hingrummeln und Kopfkino spielen…

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Noch ‚mal zum Mitschreiben – wo habe ich gesagt, ich hätte es nicht nötig Showreels zu produzieren? Ich habe immer wieder für meine Firma Showreels produziert und ich habe den kompletten Anfang der Astro Saga hergestellt. Torsten Dewi selbst schreibt ja in einem initialen Artikel, er sei von einem Pro7-Typen (ich weiß, wen er meint), der die Szenen gesehen hatte, angerufen worden oder so, und gemeint, dieser habe von mir ein cooles Demo gesehen.

Also, ich habe es nicht nur nötig, ich mache es auch. Ich gebe zu, zur Zeit könnte man das etwas aktualisieren, aber auch das müßte man im Zweifelsfall gut machen (nicht Clip A, B, *gähn* auch noch C aneinanderreihen) und das kostet Geld. Wer interessiert ist und Lust hat, kann mit mir gerne das affengeilste Showreel herstellen, das es je in Dietzenbach gegeben hat.

Dabei wird jedoch eines klar: CGI ist nicht schlecht, aber niemals billiger. Man muß einmal einen Nachspann eines exzessiv CGI nutzenden Films anschauen, um die vielen Namen zu lesen. Die alle wollen davon leben!

Und die Frage nach dem optischen Printer ist einfach zu beantworten: Der ist ausgestorben (ich selbst hatte auch nie einen, weil es eine zu unhandliche Technik ist) Mein Einstieg in die Machbarkeit der Astro Saga begann mit Bibos Toccata-System, obwohl mit dieser Technik des digital Compositing ein unleugbares Faktum einherging: Die Bildquailtät in den Kinos hat mächtig gelitten. Objektive Untersuchungen beweisen, daß die Bildschärfe in den letzten 35 Jahren rapide abgenommen hat, einer der Gründe, warum ich bestimmte Film nicht im Kino anschaue. Ich kriege Kopfschmerzen von verwaschenen Sternen auf dunkelgrauem Grund. Michael Ballhaus hat neulich in einem TV-Interview sehr schön erklärt, daß durch die Digitaltechnik die Schärfe bei 2K angelangt ist, man sei gerade dabei, den Sprung auf 4K zu schaffen. Das gute alte Zelluloid (auch wenn es das längst nicht mehr ist) liegt bei 8K.

Und Modelle sind einfach echter, emotionaler, direkter. Ich kann sie einfacher kontrollieren (vor allem mit Motion Control) und sie kosten einen Bruchteil von rein computergenerierten Objekten. Die Herr der Ringe Trilogie ist hier meine Vorbild, so muß man das machen, nur so sieht das gut aus. Aber da wir in Deutschland so gut wie keine Produzenten haben, die Erfahrungen mit Tricks haben, verfällt man, teilweise aus Angst altmodisch zu erscheinen, auf hippe CGI.

Meine Philosophie ist einfach: Am liebsten würde ich die Dinge rein dokumentarisch zeigen, alles echt. Nur, da wo es nicht anders geht, verwendet man Modelle oder, bei noch größeren Szenarien, Matte Paintings. Ich habe soviele Gespräche mit Zuschauern geführt, die mir genau meine Einstellung bestätigen. Entscheidend ist doch nur, was hinten ‚rauskommt.

Man hatte ja auch vor Jahren getönt, man würde bald Schauspieler durch CGI ersetzen. Ich hoffe nicht, denn mit welchem scharfen, weiblichen Star wollen wir denn dann – wenigstens in Träumen – ins Bett gehen…?

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Dazu meine letzten Worte für diesen Tag: Es war kein Promo, sondern der echte Anfang des Films, noch ohne die Hauptdarsteller, ohne zentrale Ort der Handlung. Es ist eigentlich die Pretitlesequence, die in einer Zeit 16 Jahre vor der Haupthandlung der Astro Saga liegt. Ich brauchte einen gewissen „gebremsten Schaum“, damit ich im Laufe des Films noch Schippe für Schippe nachlegen kann, ähnlich – ohne es stilistisch damit vergleichen zu wollen – wie bei Alien, wo man zunächst ein Raumschiff vorgestellt bekommt, sein Äußeres, sein Inneres, die Crew erwacht, Frühstückt. Der Film zieht dann mehr und mehr an, steigert sich bis zu einem furiosen Finale. Ich habe sogar beim Design darauf geachtet, daß ich „nur“ einen futuristischen NASA-Stil zeige, der noch nichts von dem verrät, was 16 Jahre später, aufgrund der Ereignisse der Anfangsszenen, geschieht.

Im übrigen haben damals (und bis heute) alle, die die Pretitilesequence nicht im Kino sahen, nur eine vorläufige Version gesehen. Im Zuge des Rechtsstreits hatte Herr Leicht alle Negative in die USA bringen lassen und die beiden einzigen Kopien sind beim Investor in Frankfurt. Selbst ich habe sie nur zweimal sehen dürfen und zu Hause lediglich eine DVD der Avid-Version, teilweise ohne Effekte und ohne Finishish. Dieses Material hatte (leider) Torsten Dewi gesehen, auch wenn ich mir seit Tagen den Kopf zermartere, bei welcher Gelegenheit ich Torsten Dewi getroffen habe. Ich kriege es einfach nicht mit einem bestimmten Anlaß in Zusammenhang.

Onkel Filmi

Nun gut, dann habe ich mich da verlesen, daß Sie es nicht nötig hätten ein weiteres Showreel zu erstellen, ich bin ja nicht der Mensch, der nicht zu seinen Fehlern steht 😉

Ich muss ihnen jedoch widersprechen, wenn Sie sagen, daß CGI nicht billiger sind. Im Grunde genommen sind sie es nämlich, nur ist es leider so, daß man bei ihnen heutzutage, wie auch bei vielen anderen Dingen, auch für den „Namen“ bezahlt. Wenn irgendwo ILM drauf steht, ist es gleich teurer als wenn es von einer No Name-Firma produziert wird, auch wenn sie die gleiche Qualitätsarbeit abliefern können.Letzten endes kommt es doch nur auf die Software und genug motivierte Programmierer/Designer an.

Hier zB ein kurzes Reel von Martin Munthe, einem schwedischen Filmemacher und Effektkünstler. Über seine Regiefähigkeiten legen wir mal lieber das Mäntelchen des Schweigens („Stinger“ *hust*), aber am Rechner hat er es doch ziemlich drauf. Sämtliche CGIs, Compositing etc hat er selbst erstellt:

http://youtube.com/watch?v=2ntlOSGrRrI

Gefilmt mit der Sony HDR-FX1 (wenn ich mich recht entsinne), bearbeitet mit Final Cut, After Effects und 3D-Software, wie man sie bereits im normalen Software-Handel bekommt.

Ein weiteres, wirklich brilliantes Beispiel: Bloody Omaha
http://youtube.com/watch?v=WRS9cpOMYv0

Man kann also alles klein halten wenn man will – und wenn man keine der übermächtigen amerikanischen Gewerkschaften im Nacken hat (die auch die Inflation von Programmierern im CGI-Bereich zu verantworten hat).

So stark finde ich den Schärfeverlust der letzten Jahre ehrlich gesagt nicht. Ich habe vor kurzem die Red One ausprobiert, und ich war wirklich begeistert von dieser Kamera. Zwar „nur“ 4K, aber trotzdem so ziemlich die beste HD-Kamera die ich bisher in den Händen halten konnte. Im kommenden Jahr kommt die EPIC von Red, die dann schon mit 5K aufwarten soll, und die Arbeit nur noch leichter machen dürfte…

Und der Vollständigkeit halber hier auch noch Simon Hunters Promoreel zu „The Mutant Chronicles“:
http://youtube.com/watch?v=wHiOhKNXw_A

Klitzekleines Budget, nur eine Handvoll Helfer, aber doch genug um den Investoren das Geld aus der Tasche zu ziehen 😉

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Sehe ich auch so, was aber bedeutet, das das, was für teure Namen im CGI-Bereich gilt, genauso im Modellbaubereich gilt. Da ich jahrelang für viele Duzend TV-Dokus Effekte gemacht habe (ZDF-Doku-Budget – muß ich mehr sagen!), kann ich das auch locker belegen.

Ich habe für diese Minikohle die sieben Weltwunder, Alexandria, Babylon, das Koloseum in Rom, den Turm von Babylon als Ruine, Jerusalem zur Zeit Davids, Karakorum (Die Hauptstadt Dschingiskahns), Haithabu (Handels/Hauptstadt der Wikinger), den Schatz der Nibelungen, Vineta, die sagenhafte, untergegangene Stadt, den Weltuntergang des Nostradamus, Kleopatras Palastschiff, Zazura, die mystische Stadt in der Wüste, den Rhein in seiner alten Form, den Bau des Suez-Kanals, die Do-X, den Tempel des Salomo mit kompletter Innenausstattung, die Stiftshütte der Juden, Kreisgrabenanlagen, alte Oberservatorien in Norwegen und was weiß ich noch alles gebaut. Teilweise waren nur noch ein paar hundert Euro Budget da und da schieße ich aus der Hüfte ein eilig impovisiertes Modell, das mit dem richtigen Licht, der richtigen Atmophäre und der richtigen Kameratechnik (die ich weltexklusiv habe!) einfach kinomäßig aussieht.

Aber ich entwickele diese Techniken auch immer weiter und längst hat natürlich die Heirat zwischen Modell und digitaler Welt begonnen, siehe Herr der Ringe. So drehe ich auch hin und wieder vor Grün und kombiniere digital. Jedoch ist es immer noch stimmiger – und deutlich billiger – wenn ich dank meiner Erfahrung ein Motiv komplett vor der Kamera – teilweise mit In-Camera-Effects – arrangieren und drehen kann. Dafür habe ich einen riesigen Kran, der auf den hunderstel Millimeter exakt programmiert werden kann.

Ich bin halt ein Ästhet, der Spannung und Geheimnis in die Bilder legen will – beim Drehen, nicht hinterher, beim Zusammenbasteln. In die digitale Aufnahmetechnik steige ich ein, wenn sie 10K Auflösung hat, denn wenn ich einen Systemwechsel von 35mm (mein normales Format) zur elektronischen Aufnahme vollziehe, dann nur, wenn ich dadurch einen Qualitätsgewinn habe. Alles andere leuchtet mir nicht so wirklich ein.

Aber wer interesse hat, mit dem kann ich gerne stundenlang über die Philosophie beim Erzeugen von Bildern diskutieren. Ich mache rein gesehen handwerklich alles, selbstverständlich auch digitale Matte Paintings etc.

Es ist bei mir keine Glaubensfrage und das Aufrechterhalten alter Gewohnheiten, ich kämpfe um ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und ein ästetisches Bild!

Genug Werbung!

Die angenehme Plauderatmosphäre, die sich nach der „Das ist mein Haus – mein Auto – mein Hund“-Phase eingestellt hat, führt mich zwangsläufig und gerne zu dem Punkt, wo ich Abbitte leisten muß bezüglich des Multicharakters und meiner hin und wieder scharfen Worte gegen die Kommantatorenschaft.

Ihr habt einen Standpunkt, ihr seid aber auch lernfähig und könnt Fehler einsehen. Größten Respekt – und von mir eine Entschuldigung!

Onkel Filmi

Also, auf 10K können sie getrost noch lange warten. Bis dahin sind Sie wahrscheinlich schon unter der Erde, und der Wortvogel hat wieder Haare, denn ich glaube ihnen ist da doch ein Fehler unterlaufen (den ich auch erst bemerkt habe, als ich nochmal mit einem befreundeten Kameramann gesprochen habe, der mit der RED arbeitet)

Denn 35mm hat im Negativzustand grade einmal 2K, kann bei der digitalen Abtastung aber bis auf 4K hochgerechnet werden (was wirklich SÄMTLICHE Bildinformationen inklusive Körnung beinhaltet). Durch Negativ, Nullkopie und Positivkopie wird jedoch wieder an Auflösung verloren, so daß man schlussendlich doch wieder bei etwa 2K ankommt, weshalb allgemein auf 2K Basis gearbeitet wird. (Obendrein arbeiten die meisten Kinos sogar nur auf knapp 1K!)

Deshalb ist die Begeisterung über die RED auch so groß, weil sie die zZt beste digitale 35mm Kamera ist, die die höchstmögliche Bildqualität bietet. Kein Wunder also, daß sie mit 2000 verkauften Geräten im letzten Jahr die Nummer 1 unter den Filmkameras war.

Timur Bekmanbetov’s „Wanted“ mit Angelina Jolie ist der erste mit der RED gedrehte Kinofilm der einen breiten Start erhält, es wird also interessant zu sehen sein, wie sich das Bild im Vergleich zu „Superman Returns“, „Apocalypto“ und „Star Wars – Episode 3“ macht – die alle im doch arg niedrigeren 1080p gedreht wurden.

Kurzum kann man also wirklich nur sagen, daß das Preis/Leistungsverhältnis bei rein digitaler Bildaufnahme nicht besser sein kann. Die RED zB kann auch als Einhand-Kamera benutzt werden (mit grade einmal 4 Kilo Gewicht [ohne Monitor] auch kein Wunder!), man hat das zur Zeit bestmögliche Bild, keinen Verlust an Bildinformationen während des Schnittes und der Bildbearbeitung, man kann die digitalen Effekte von vornherein auf die exakt gleiche Auflösung hin planen, muss nicht mehr warten bis die Dailies entwickelt sind, sondern kann das Material gleich sichten, und man spart Geld, da man keinen Filmstock kaufen muss (Bei Episode 3 waren das zB etwas mehr als 2 Mio Dollar!).

So, wer gibt mir jetzt 18000 Dollar damit ich mir zumindestens schonmal den Korpus zulegen kann? 😉

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Digital ist schon fein, klar, aber das mit der Schärfe von 35mm stimmt so nicht. Michael Ballhaus, wie gesagt, (sicher kein Unwissender der Kamera) hat in einem Interview explizit von 8K bei Film gesprochen und ich selbst sehe es, wenn ich mich denn heute ins Kino verirre (meistens mit meinen Kindern): Es ist eindeutig matschiger, die Farben sehen komisch aus (nicht die absichtlichen Bearbeitungen). Sehr deutlich war für mich der Unterschied in der Special Edition von Star Wars zu sehen. Denn Film hatte ich 1978 im gleichen Kino gesehen, wie später die (eigene Meinung) verhunzte Special Edition. Ich saß sogar auf dem gleichen (Lieblings)platz. Der Unterschied war deutlich.

Jetzt kann man einwenden, es gab seitdem Verbesserungen, okay, aber bei Episode III waren Sterne, die bei Episode IV noch winzige, weiße Pünktchen auf schwarzem Grund waren, verschwaschene Flecken auf dunkelgrauem Grund. Das ist recht augenfällig.

Aber ich schaue von Zeit zu Zeit immer wieder hin, vielleicht wird’s ja noch…

Onkel Filmi

Na, wie gesagt, im Kino kommt es IMMER matschiger rüber, wenn auf 1-2K bei den meisten Kinos runtergerechnet wird. Ich habe mir zB „Beowulf“ sowohl im UCI Bochum, als auch der Black Box im Cinedom Köln angesehen, und da lagen Welten zwischen.

Und Ballhaus, ich mag den Mann, er ist ein Meister mit der Kamera, aber letzten Endes ist er für das künstlerisch-handwerkliche, und nicht für das technisch-digitale, sprich entwickeln, digitales Abtasten und konvertieren zuständig. Da glaube ich doch eher den Technikern, wenn sie sagen daß 4K die kompletten Bildinformationen von 35mm beinhalten (Wie bereits gesagt inkl. geringster Körnung, etwas das noch vor 2-3 Jahren unmöglich war).

Mit ihrer Meinung zur Star Wars SE stehen Sie aber glaube ich nicht alleine da auf dieser Seite 😉

Onkel Filmi

Anscheinend widersprechen sich da doch so einige Quellen. Laut einer Studie namens „Image Resolution of 35mm Film in Theatrical Presentation“ beträgt die Auflösung eines 35mm answer prints MTF 1400 zeilen, und der eines release prints MTF 1000, also genau 1K, während die meisten Kinos grade einmal 875 darstellen können.

Die Firma Cinebyte (die Filmbearbeitung und Scanning macht), spricht von 3K bei Farbfilmen http://www.cinebyte.de/html/6_KnowHow_35mm2.html

Wikipedia hingegen spricht ebenfalls von Negativ 2K, komplettem Scan mit 4K, und Kinokopien mit 1K.
http://de.wikipedia.org/wiki/Digitales_Kino#Bildaufl.C3.B6sung

Aber wenn man ehrlich ist, ist das ganze sowieso nur ein theoretischer Wert, denn 35mm FILM ist nunmal analog, und hat halt keine Auflösung in Pixeln wie wir sie heute kennen.

Onkel Filmi

Ich bin da auch nicht sooo bewandert drin, aber wenn man ziemlich viel mit Kameraleuten und Pixelschubsern rumhängt, kommen so Themen mal öfters vor, so daß man sich da wenigstens ein wenig (und wenn nur übers Netz) drüber informiert. Man will ja nicht komplett wie der Ochs am Berge stehen 😉

Und die Glaubensfrage wird halt immer irgendwie im Raum stehen, eben der typische Konflikt „New School“ gegen „Old School“. Fotofilm gegen Digitalkameras, Schwarz-Weiss gegen Farbfotografie, AAA gegen DDD, Vinyl gegen CD…

Bernd Kammermeier
Bernd Kammermeier

Im Grunde habe ihr alle Recht, denn Qualität im Kino entsteht durch einen Strauß von Faktoren.

Wenn (nicht nur von mir) die mangelnde Vorführqualität in Kinos angesprochen wird, kommte es nicht nur auf die Qualität des Ausgangsmaterials an, sondern auf die technische Weiterbearbeitung und die Kopie, sowie den Projektor, sein Objektiv, die verwendete Lampe, die Qualität der Leinwand und nicht zuletzt auch auf die technische Wartung des Kinos, bzw. die Überlastung des Vorführers (und sein Engagement).

Und in allen Bereich hat es die letzten Jahrzehnten gelitten, so daß natürlich weniger dabei herausspringt. Gerade für die großen Cineplex-Kinos ist das extrem schade, denn hier wären echte 70mm-Kopien natürlich eine Augenweide, die das Kino vor immer besser werdenden Heimkinovarianten retten könnte.

Kodak hatt übrigens mal vor etlichen Jahren eine Imagebroschüre herausgebracht, in der Film auf digitale Daten umgerechnet wurde. Dabei kam heraus, daß ein normales 35mm Filmbild Daten von 66 MB beinhaltet. ILM hat in ihren Anfängen für Star Wars das ausgestorbene VistaVision wiederbelebt, um auf eine doppelte Negativgröße (horizontaler 35mm Film!) zu kommen – also digital gesprochen 132 MB/Frame. Der Grund war einfach: Man vermied so Qualitätsverluste durch die Bearbeitung im optischen Printer.

Bibo hatte vor über zehn Jahren, als die mit ihrem damals fortschrittlichen Toccata System arbeiteten, auch ein 8K Scanning eingeplant, jedoch nicht durchführen können, da die Elektronik, die langen Bearbeitungszeiten und die Speichermedien da rebellierten. Deshalb war das (theoretisch beste) 4K, praktisch aber 2K, was dann beim Ausbelichten des Negativs auf 4K interpoliert wurde. Das Ergebnis ist allenfalls erträglich, aber nicht das beste, was Film kann.

Ich glaube auch, daß heute in den meisten Kinos höchstens noch 1K ankommt. Ich mache da immer den „Porentest“. Schaut euch mal bei Gesichtergroßaufnahmen die Poren an. Ab welcher Einstellungsgröße kann man die erkennen. Und dann guckt euch den gleichen Film auf DVD an. Meistens kann ich da die Poren bei gleicher Größe erkennen. Sobald es totaler wird, sind die weg.

Ich gebe zu, ich bin ein Qualitätspedant, aber wer mal echte 70mm-Filme gesehen (z. B. 2001), der weiß, wovon ich spreche. Das ist, als schaue man durch ein Fenster in eine andere Wirklichkeit.

Die Zukunft könnte für mich so aussehen: Drehen auf 8K (z. Zt. nur mit Film möglich), Scannen auf 8K (Auf, Technik, zeig‘ was du kannst!), bearbeiten auf 8K, ausbelichten auf 8K und dann gute Kopien, die wenigstens 4K erhalten. Und dann den Kinos in den Arsch getreten, daß die gescheite Objekte und ausreichend helle Lampen einsetzen, so daß (wenn der Vorführer nicht gerade besoffen ist) auch 3 – 4K auf der Leinwand ankommen. Und wenn dann der Zuschauer auch noch die richtige Brille aufhat oder etwas weniger gekifft hat, dann kribbelt’s in der Magengrube, weil er so was (ich spreche von 30-Jährigen!) noch nie gesehen hat.

Ach, dat wär‘ so wunderschön…

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