PosterAus der Abteilung: Da bin ich aber mal überrascht…

Story: D’Leh ist ein junger Krieger des Stamms der Yagahl, die ein hartes Leben in der eisigen Tundra fristen. Irgendwann gehen ihnen die Mammuts aus, dann gibt es noch eine Prophezeiung von einem blauäugigen Kind, und berittene Fremde plündern die paar Hütten, und entführen ein paar Yagahl als Sklaven. D’Leh macht sich mit seinen Kumpeln an die Rettung, hauptsächlich, weil unter den Entführten auch die blauäugige Evolet ist, für die sein Herz schlägt. Auf dem Weg nach Ägypten (nie so genannt, aber wir können das anhand von Nil und Pyramiden einfach mal unterstellen) vereinigt er eine Handvoll Negerstämme, um sich dem bösen (und möglicherweise außerirdischen) Herrscher zu widersetzen, der die Menschen für den Bau seiner Prachtpyramiden knechten lässt. Es kommt zum fetten Aufstand.

Dann ist da noch was mit einem weißen Speer, einem verschollenen Vater, und ein paar Höhlenzeichnungen, aber irgendwie ging das an mir vorbei.

Kritik: Ich war nie ein großer Fan von Roland Emmerich, respektiere aber, dass die meisten seiner Filme eine große handwerkliche Leistung darstellen – er kann nicht nur gut mit Spezialeffekten, sondern versteht es auch, eine Ensemble-Besetzung ordentlich zu führen, ohne die Figuren hoffnungslos aus dem Blick zu verlieren. „Independence Day“, „Stargate“, „Day after tomorrow“, zeitweise sogar „Godzilla“ – schnörkelloses Großkino für anspruchslose Popcornfresser. Nie so auf den Punkt wie Steven Spielberg, aber auch nie so rotzschlecht wie Michael Bay. Prima Silberscheiben, um Bild und Ton beim Heimkino zu testen, und mal nachzuschauen, was die aktuelle Effekttechnik so zu leisten imstande ist.

Kurzum: Bei Emmerich weiß man, was einen erwartet – und was man nicht erwarten sollte.

Dachte ich.

Vielleicht hätte mich die Tatsache abschrecken sollen, dass Emmerich in den meisten Interviews dieser Tage kaum auf den Film eingeht. Oder dass er schon vor US-Kinostart fast nur noch über sein nächstes Projekt „2012“ redet (ein absolutes no no, wenn man auf Promotour ist). Oder dass das Gerücht geht, er selbst habe darum gebeten, „10.000 BC“ vom Sommer 2007 ins Frühjahr 2008 zu verlegen, um ihn aus der Transformers/ Spiderman 3/ Shrek 3/ Pirates of the Caribbean 3-Schußlinie zu nehmen. Oder dass sich die deutsche Webseite immer noch nicht die Mühe gemacht hat, die Hintergrund-Texte zu übersetzen.

„10.000 BC“ ist ein so kapitales und vollständiges Desaster, dass man nicht glauben möchte, dass Emmerich da seine Hände im Spiel hatte. Selbst die Sachen, die er sonst im Schlaf absolviert, sehen so aus, als… na ja, als hätte er sie tatsächlich im Schlaf absolviert.

Die Story ist banal, und massiv von „13th Warrior“ geklaut: Eine Horde von „Dämonen“ überfällt einen Stamm, um Sklaven zu nehmen. Unser Held will hinterher, um seine Freundin zu retten. Am Schluss findet er ein größeres Ziel (die Befreiung der versklavten Völker), sein Konkurrent opfert sich im Finale heroisch, und alle Stämme scharen sich hinter ihm. Das alles geschieht ohne jegliche Schnörkel, ohne jegliche Überraschung, ohne jeglichen Twist – und vor allem: ohne Humor. Emmerich nimmt diesen Schund ernst. Die einzelnen Stationen der Geschichte werden nicht erzählt, sondern abgehakt. Und alle fünfzehn Minuten baut Emmerich mechanisch eine Creature- Attacke ein, um den Zuschauer wachzuhalten (Mammut, Riesen-Ostrichdino, Säbelzahntiger). Und die ewig wiederkehrenden Aufnahmen des Hauptdarstellers, wie er mit nacktem Oberkörper in Zeitlupe auf die Kamera zurennt, habe ich irgendwann aufgehört zu zählen. Das war vor 20 Jahren vielleicht mal effektiv, ist mittlerweile aber ein peinlicher Running Gag, und gehört in die Mottenkiste Hollywoods gleich neben dem Zeitlupen-Shot der aufmarschierenden Heldentruppe à la „Armageddon“.

Was eine Stunde lang nach einem Steinzeit-Drama von TV-Film-Kaliber aussieht, dreht in der zweiten Hälfte schlagartig in Fantasy-Territorium ab, wenn Emmerich es sich nicht verkneifen kann, den Bau der großen Pyramiden auf eine Art zu zeigen, bei der Däniken sich vor Begeisterung ins Höschen machen würde. Hier wird zwar endlich mal ein bisschen von dem Budget verpulvert, welches nach unbestätigten Angaben irgendwo zwischen 80 und 130 Millionen Dollar gelegen haben soll – aber leider wird der Film auch so albern, dass man als Zuschauer nur noch abwinkt. Den Sprung von „Am Anfang war das Feuer“ zu „Stargate“ überlebt die Glaubwürdigkeit von „10.000 BC“ leider nicht.

Bitter schmecken die in das Skript eingeschummelten rassistischen Details: D’Leh (übrigens „Held“ rückwärts) ist der Einzige in seinem Stamm, der deutlich kaukasische Gesichtszüge aufweist, und deshalb natürlich die Liebe der blauäugigen (!) Evolet verdient. Der Rest der Yagahl hat eher mongolische Züge. Und natürlich lassen sich die Negerstämme begeistert von D’Leh vereinen, und akzeptieren ihn widerspruchslos als Anführer. Da ist es auch schon kein Wunder mehr, dass die Nomaden keine Ahnung haben, wie man die eigene Wüste durchquert, und erst von D’Leh die Grundbegrife der Navigation per Sternenhimmel erklärt bekommen müssen. Der Neger als solcher braucht halt eine starke Hand, gelle?

Man könnte sich auch darüber aufregen, dass Emmerich wirklich gar keinen Versuch unternimmt, historische Plausibilität wenigstens vorzutäuschen: hier bauen Mammuts die Pyramiden mit, Höhlenmenschen sprechen englisch, Schifffahrt und Waffenkunst aus geschätzten 40.000 Jahren werden in einen Topf geworfen, und die Reise von den eisigen Steppen nach Ägypten scheint gefühlte zwei Wochen zu dauern. Das wäre eigentlich komplett unwichtig, weil Emmerich sich auch nie zuvor um wissenschaftliche Akkuratesse geschert hat. Das Problem an „10.000 BC“ ist jedoch, dass selbst Vorschulkindern der gesammelte Unsinn auffallen dürfte.

Zu der inhaltlichen Banalität und Unausgewogenheit kommt eine für Emmerich extrem untypische Unsicherheit in der Umsetzung der Spezialeffekte: Die Mammuts lasse ich noch durchgehen, aber spätestens bei dem Säbelzahntiger war ich raus. Der ist genau so albern unrealistisch wie die Löwen im Opening von „I am Legend“, und es sollte endlich mal ein Moratorium rausgehen, dass agile Felltiere noch ein paar Jahre brauchen, bis sie glaubwürdig von der Festplatte kommen.

Auch sonst ist „10.000 BC“ nicht das visuelle Fest, das man erwarten dürfte: Die Kameraarbeit ist bestenfalls Hausmannskost, großartige Landschaftsaufnahmen sucht man vergeblich. Erschreckend viele Dialogszenen sind deutlich sichtbar vor Bluescreen aufgenommen worden, und bei Nachtaufnahmen wird das Bild derart körnig, dass man meint, die Effektleute hätten eine Handvoll blau leuchtendem Sand auf das Objektiv der Kamera gepustet. Ich habe TV-Filme gesehen, die mit mehr Sorgfalt inszeniert wurden.

Der letzte Nagel im Sarg ist die elende Geschwätzigkeit des Films. In der Vergangenheit waren die meisten Urzeit-Streifen clever genug, die Kommunikation der Figuren auf das Minimum zu beschränken, und sich teilweise mit Gesten und Geräuschen zu behelfen. Nicht so Emmerich: Hier quasseln die Tundra-Wanderer in einer Tour mit einem unerträglichen Pathos. Immer und immer wieder werden die fadesten Offensichtlichkeiten ausformuliert, und als wäre das noch nicht genug, salbadert auch noch Armin Müller Stahl als Erzähler den Tontrack voll. Der Audio-Overkill tötet jeden Ansatz von Grandezza, den „10.000 BC“ so offensichtlich gerne hätte. Im Ergebnis wirkt der Film wie die aus Versehen verfilmte erste Rohfassung eines TV-Skripts, auf das ein Studio einen zweistelligen Millionenbetrag gepupst hat.

„10.000 BC“ ist nicht schlecht, weil er ein Emmerich-Film ist. Das hatte ich durchaus erwartet. „10.000 BC“ ist sogar für einen Emmerich-Film schlecht. Und das ist die Überraschung, von der ich eingangs gesprochen habe.

P.S.: Ich habe die Darsteller nicht erwähnt. Aus gutem Grund.



avatar
54 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
19 Comment authors
pitEgnatPeroycomicfreakWorld Citizen Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Flo
Flo

Vielleicht waren die Darsteller ja extrem gut und werden daher von dieser vernichtenden Kritik ausgenommen?

ich habe den Film ja nicht gesehen (und auch schon vor dieser Kritik stand er nicht oben auf meiner „jetzt aber schnell sehen“ liste), aber eins wundert mich schon:

Wo kommt denn dieser Zwang her, in einer fiktiven Welt möglichst viel „Realismus“ haben zu wollen? Warum reicht es nicht, wenn die Stimmigkeit innerhalb der fiktiven Welt gegeben ist – konkret: Warum sollen die Jungs und Mädels nicht englisch sprechen? (Oder deutsch, in unseren Kinos?)

In einer Welt, in der Säbelzahntiger, Menschen und Pyramiden zeitgleich existieren und man die Welt in zwei Wochen Fußmarsch durchqueren kann, können von mir aus auch alle englisch sprechen -> klar wäre es lustig, wenn sich die Jungs nur mit Uga Uga und Händen und Füßen verständigen würden…aber das ist ja keine BBC-Dokureihe, sondern ein fiktiver Film.

my 2 cents

Peroy
Peroy

Der schlimmste Satz war ja folgender…

„Am Schluss findet er ein größeres Ziel (die Befreiung der versklavten Völker), sein Konkurrent opfert sich im Finale heroisch…“

Jedes Mal, beim Emmerich, jedes verschissene Mal, ist das irgendwo im Film drin. Ich halte solche Mehrtürer-Selbstmorde einfach nicht mehr aus. Was hab‘ ich gekotzt, als Randy Quaid in „Independence Day“ mit seinem Flugzeug in den Laser geflogen ist… so was sollte verboten werden…

Christian

Dieser Ansatz lässt sich leicht zerbröseln. Emmerich zeigt uns ja nicht eine Geschichte, die auf dem fernen Planeten Klingonien oder auf der Erde im Jahr 2090 spielt, sondern er erhebt schon mit dem Titel „10.000 B.C.“ den Anspruch auf eine uns bekannte Welt, nämlich unsere vor 10.000 Jahren und da torperdiert solch historischer Unfug eben die Glaubwürdigkeit.

Christian

Mein Kommentar bezieht sich auf Flo, das hatte sich überschnitten mit Peroy.

manhunter

„Riesen-Ostrichdino“
Ist damit tatsächlich ein Straussen-Dinosaurier gemeint?

„D’Leh (übrigens “Held” rückwärts)“
Also, wenn das mal nicht ein so richtig bescheuerter Rollenname ist…

„Mehrtürer-Selbstmorde“
Lol, Applaus für Peroy! 🙂

Aber alles in allem muss ich sagen, dass mein Interesse für den Film geweckt ist… Hört sich an nach etwas, das man mit eigenen Augen gesehen haben sollte.

Flo
Flo

@Christian: Finde ich nicht: Ich frage mich ja auch nicht, ob Kevin Costner nicht eher von den Indianern abgemurkst worden wäre statt ihm ein Weibchen zur Frau zu geben. Ich frage auch nicht, ob Indiana Jones wirklich die Bundeslade gefunden hat und deswegen ist mir auch ähnlich egal, ob in dieser fiktiven Welt des Herrn Emmerich Mammuts und Pyramiden gemeinsam auftreten oder alle englisch bzw. deutsch sprechen.

Wie sagte Herr Mittermeyer noch so schön: „Der Film heisst „Auf der Flucht“ und nicht „geschnappt nach 5 Minuten“, auch wenn das vielleicht „realistischer wäre. Es ist ein Film. Eine fiktive Story, die unterhalten soll.

Fazit: Mir darf man gerne eine fiktive Welt aufmachen. Solange man sich im Laufe des Films an die eigenen Gesetze dieser Welt hält ist das für mich kein Problem.

Und jetzt lasst mich nicht damit anfangen, dass in Horrorfilmen die Mädchen immer die Treppe hoch…

PabloD
PabloD

In dem Trailer auf SpOn sieht der Film aus, wie eine Troja-Version ohne Metall (dafür mit Animationen aus Jurassic Park I).

Mich würde mal interessieren, ob im Film geklärt wird, woher die Sklavenhändler/Kopfgeldjäger/Schergen des Bösen (Wüste, Sand, heiß) wussten, dass es am Arsch der Welt (Tundra, Eis, kalt) 10-20 Menschen gibt, die man verschleppen kann. GoogleEarth dürfte es zu der Zeit ja nicht mal bei Emmerich gegeben haben. Und v.a.: warum sind die gerade auf die paar Hanseln beim Bau ihrer Pyramide angewiesen, wo es doch noch ein paar Restschwarze in Afrika gegeben hat?

Julian

Ich kann Torsten nur zustimmen: Der Film ist einfach unglaublich schlecht, und vor allem unglaublich lieblos hingerotzt: Geradezu Unverantwortlich. Nur wenige Tage Fußmarsch und „unüberwindbare Berge“ liegen zwischen dem Bergvolk der Yaghal (die ihre Hütten schlauerweise ungefähr zwanzig Kilometer vom nächsten Wasserlauf, aber dafür auf einem Bergkamm mit super Aussicht errichtet haben) und einem Tropendschungel, der nach weiteren maximalen 10 Kilometern in eine afrikanische Steppe nebst Sandwüste übergeht. Und! so! weiter! (siehe oben) Es ist grauenhaft.

Ich meine, es ist ja völlig okay, wenn man sich künstlerische Freiheiten nimmt, hey, wir sind doch alle erwachsen, aber wenn schon eine Landkarte Europas (!) im Film vorkommt (im Palast des Pharaos oder wie man den verweichlichten Unterdrücker nennen mag), dann sollte man beim Fußmarsch über die Alpen doch wenigstens das Mittelmeer nicht unterschlagen. (Oder sind die Yaghal etwas nördlich von Georgien gestartet und vielleicht von da an den Nil gelaufen? Oder sind das womöglich – uuuh! – ganz andere Pyramiden, die woanders liegen?)

Auch hat mich die ethnische Verteilung der Völker gestört: Im Stammeslager tummeln sich weiß, schwarz (naja, kaffeebraun), asiatisch und arabisch, im Busch lebt keiner, und in der wasserarmen Steppe die Schwarzen, die, wie Torsten schon selbst schreibt, fließend die Sprache der Yaghal sprechen, nur weil einer von denen vor zehn Jahren mal da durchgekommen ist. Die Sklaven beim Paharo sind allesamt schwarz (nach der Georgien-Theorie müßten die durchwanderten Völker Vorläufer der Syrer, Iraker und Saudis sein), die Priester indisch – ich hab mich bei jeder Priesterszene beherrschen müssen, um nicht laut zu lachen, weil ich ständig an Kellner im indischen Restaurant denken mußte: „Wollen viel scharf?“. Der Pharao mag ja viel rumgekommen sein, aber dieser on-screen-Kulturmix ist lächerlich und riecht ein wenig nach Quotenregelung.

Die Tiere sind allerdings recht gut gerendert, doch allesamt zu groß. Moment: So dachte ich bis vor wenigen Minuten. Da ich hier natürlich keinen Quatsch reden will, habe ich nämlich ein wenig recherchiert.

Säbelzahntiger: Legt man die größte Art der Säbelzahnkatzen dem Film zugrunde, dann handelt es sich wohl um ein Smilodon, das tatsächlich um 10.000 vor Christus gelebt hat. Wow, hätte ich nicht gedacht.

Mammuts: Die im Film gezeigten Mammuts sind stark behaart und daher wohl Wollhaarmammuts. Leider wurde hier ein wenig übertrieben, denn diese wurden auch nur etwa so groß wie heutige Elefanten, mit einer „Widerristhöhe von (bis zu) 4 Metern“. Sieht im Film meiner Meinung nach jedoch größer aus. (Zumal man die Kadaver zu großräumigen Hütten umbauen kann.)

Daß es solche komischen Monstervögel wirklich gegeben hat, wußte ich allerdings schon bei der Vorstellung. Es handelt sich wohl um Elefanten-, oder Donnervögel, oder womöglich auch Moas – sofern man bei einigen der Genannten Tivialitäten wie Ausgestorbenheit oder Neuseeländische Herkunft einmal außer Acht läßt. Doch daß es solche Trümmer einmal gegeben hat, steht außer Frage.

Man kann an den Film entweder mit massiver Naivität hintreten und alles schlucken, was da kommen mag – oder man ist halbwegs informiert und schlägt sich während der Vorstellung fortwährend ans Hirn. In jedem Fall aber ist es – und das trotz der erfreulichen Rechercheergebnisse bezüglich der Realitätsnähe der Viecher – unendlich enttäuschend, daß Emmerich so einen inkonsistenten, unlogischen, nichtmal ansatzweise (und das mit viel Fantasie) verdaulichen, gefälligen Film gedreht hat. Schade, wirklich, denn das Thems Steinzeit (Urzeit oder welche Periode da gerade auch herrschte) ist ja wirklich nicht uninteressant, und andere Filmemacher haben ja schon gezeigt, daß es möglich ist, prima Filme in dieser Periode anzulegen.

Leider ist Emmerich dermaßen effektverliebt, daß er sich wohl auf Viecher und Landschaftspanoramen, moderne Family-Werte und optische „Treats“ verlassen hat. Doch, und ich wiederhole mich, wie sagte noch Billy Wilder so richtig? „Drei Dinge braucht ein Film: Ein gutes Drehbuch, ein gutes Drehbuch, ein gutes Drehbuch.“ Leider nix gewesen dieses Mal. Dabei hatte ich mich langsam an Emmerich gewöhnt…

Hier noch einige spontane Einfälle zu Urzeitthemen, die sicher bombastisch verfilmt werden könnten, auch wenn hier die Zeittafeln bisweilen gewaltig gekrümmt werden müßten:

Der Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries (oder ein anderer, wenn’s sein muß, Hauptsache, es kracht)

Der Urmensch gegen knackige Eiszeiten, zum Beispiel die Würm-Eiszeit

Neandertaler trifft Cro-Magnon-Mensch (Thema verfilmt in „Ayla und der Clan des Bären)

Der Scheißtag, als das Mittelmeer vollief

Brauchen wir wirklich eine so große Uhr und auch noch Opfer für die Ernte?

… und so weiter, und so fort. Es gäbe noch viel zu Verfilmen. Warum schlechte Geschichten schlecht erzählen, und noch dazu für soviel Geld?

trackback

[…] hat sich hier niemand als Filmbegleitung für Frau Bü gemeldet? Die  Kritik vom Wortvogel gibts doch noch gar nicht so lange zu […]

BCE
BCE

„Höhlenmenschen sprechen englisch“

Das ist ein lächerlicher Kritikpunkt. Es ist ein Film. Die sprechen Englisch, damit man der Handlung folgen kann. Oder auch anders gesagt: Die sprechen schon ihre eigene Höhlenmenschensprache, aber der Film hat sie freundlicherweise für uns übersetzt.
Und wie gut Filme mit Höhlensprech laufen, hat man ja mit „Am Anfang war das Feuer“ gesehen.

„und in der wasserarmen Steppe die Schwarzen, die, wie Torsten schon selbst schreibt, fließend die Sprache der Yaghal sprechen, nur weil einer von denen vor zehn Jahren mal da durchgekommen ist.“

Da hast Du nicht ganz aufgepasst. Nur einer aus dem Wüstenvolk spricht die Sprache der Yaghal. Und da es anklingt, dass D’Lehs Vater mehrere Jahre dort verbrachte, macht das durchaus Sinn.

„um nicht laut zu lachen, weil ich ständig an Kellner im indischen Restaurant denken mußte: “Wollen viel scharf?”. “

Dem Film Rassismus vorwerfen und sich dann daran belustigen, dass ein Inder nun mal kein perfektes Deutsch spricht?

Bislang hat noch keiner erwähnt, dass die Synchronisation unterirdisch ist. Einmal spricht der D’leh-Sprecher auf einem anderen Darsteller (im Dschungel), ein andermal wird Cliff Curtis ein Satz in den Mund gelegt, der grammatikalisch falsch ist, da er sich eigentlich aufs Sklavenheer beziehen sollte, dem Wortsinn nach aber nun die Sklavenhalter meint

P.S. Der Film war unerträglicher Scheiß.

Ich wünschte, es hätte Aliens oder so gegeben. Dann hätte er vielleicht noch Spaß gemacht …

BCE
BCE

„und ein paar Höhlenzeichnungen, aber irgendwie ging das an mir vorbei.“

„Und natürlich lassen sich die Negerstämme begeistert von D’Leh vereinen, und akzeptieren ihn widerspruchslos als Anführer.“

Die Höhlenmalereien stellen eine Prophezeiung dar, die von einer Art Messias berichtet, der den Beastmaster für den Säbelzahntiger macht und die Stämme vereint. Der Logik des Films folgen, wird D’leh darum zum Anführer bei der Aufgabe, die Völker zu befreien

Peroy
Peroy

„Neandertaler trifft Cro-Magnon-Mensch (Thema verfilmt in “Ayla und der Clan des Bären)“

Hah, und schon hat einer einen Film genannt, der so schlecht war, dass Emmerichs Streifen dagegen schon wieder fein raus ist… 8)

Martin

Ich möchte nur der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, daß der vielkopierte „Zeitlupen-Shot der aufmarschierenden Heldentruppe à la Armageddon“ erstmals 1983 in „Der Stoff aus dem die Helden sind“ auftaucht.

Julian

@BCE: Ich werfe dem Film keinen Rassismus vor, auch sprechen die indischen Priester keine gebrochene Variante der Filmsprache (zumindest nicht in der deutschen Version). Ich meinte nur, daß ich es unpassend finde, wenn so viele Volksgruppen ohne Erklärung zusammengewürfelt werden, das war damals einfach Quatsch: Die meisten Menschen kamen in ihrer gesamten Lebenszeit meist nicht über einige Kilometer um ihre Heimat herum hinaus. Wenn sich mal einer in andere Länder verirrte, war das geradezu eine Sensation. Nicht umsonst haben hierzulande einige Städte Mohren in ihren Wappen (auch wenn das bisweilen anderen Gründe hat).

Wenn aber bei Emmerich so viele verschiedene Ethnien am gleichen Ort auftauchen, dann sollte das entweder erklärt werden oder ist eben ein Punkt für berechtigte Kritik.

Noch was: Okay, von den Leuten in der Wüste spricht nur einer die Sprache der Yaghal. Die spricht er aber fehlerfrei, flüssigst und bewältigt auch kompliziertere Satzkonstruktionen mit Bravour. Klar, die Alternative wäre gewesen, den Schwarzen radebrechen zu lassen, was sicher auch Haue für Emmerich gegeben hätte. Aber unterm Strich wäre es schöner gewesen, wenn das Ganze eleganter gelöst hätte werden können.

Und erinnere ich mich richtig: War nicht die Synchro auch technisch schlecht, mit Leuten, die in jeder Lebenslage klingen, als stünden sie im Studio?

Eines noch: Die „alte Mutter“ scheint in jeder einzelnen Szene zu sterben. Jedesmal hab ich mich aufs neue gewundert, daß sie doch noch lebt…

Tornhill

NEEEEEEIIIIIIN ! ! ! !
Ich will das nicht wahrhaben! Ich habe beschlossen, dass der Film toll wird und will das nicht falsifizieren (auch nicht, indem ich ihn mir ansehe).
Der wissenschaftliche Blödsinn stört mich dabei nicht im geringsten (ich möchte Emmerich hier selbstherrlich unterstellen, „Strichmann und der andalusische Flughund“ gelesen zu haben, was ein ähnliches Geschichtsverständnis hat), lieber Spaß und Monster als historisch korrekte Ödnis – allerdings hätte man ihm dann wirklich einen anderen Titel geben sollen.

Die “Held-rückwärts“-Nummer finde ich übrigens ganz große Klasse.

hulk
hulk

Na solang einer ihn mag ist ja alles in Butter

BCE
BCE

@BCE: Ich werfe dem Film keinen Rassismus vor, auch sprechen die indischen Priester keine gebrochene Variante der Filmsprache (zumindest nicht in der deutschen Version).
———-

Nö, im Film sprechen sie Kauderwelsch (oder was für eine Sprache das auch immer sein soll), aber Dein kleiner Hinweis auf deinen „Wollen viel scharf“-Kellner (ist ja auch schwer lustig, dass der Ausländer, der hier arbeitet, nicht lupenreines Deutsch spricht) lässt zumindest Bedenken darüber aufkommen, wes Geistes Kind hier schreibt. Im Übrigen würde ich heutzutage nicht mehr den Begriff „Mohr“ benutzen.

Noch was: Okay, von den Leuten in der Wüste spricht nur einer die Sprache der Yaghal. Die spricht er aber fehlerfrei, flüssigst und bewältigt auch kompliziertere Satzkonstruktionen mit Bravour.
——

D’Lehs Vater lebte jahrelang beim Wüstenvolk und der Typ, der seine Sprache gelernt hat, war sein bester Freund. Zudem er durchaus mit etwas Akzent gesprochen hat. Aber ein „Wollen viel scharf“ hat er natürlich nicht geradebrecht.

Die meisten Menschen kamen in ihrer gesamten Lebenszeit meist nicht über einige Kilometer um ihre Heimat herum hinaus. Wenn sich mal einer in andere Länder verirrte, war das geradezu eine Sensation.
——

Das ist allen Ernstes eine echt gemeinte Kritik von Dir? Benutzt Du den Realismus-Anspruch auch bei jedem anderen Film? Bei Polizistenfilmen, beim neuen Rambo, bei Science-Fiction-Filmen?
Zudem gebe ich zu bedenken, dass wir so genau nicht wissen, wann welche Völker – oder einzelne Vertreter derselbigen – wie lange und wohin gereist sind. Unser Verständnis für das, was for 12.000 Jahren passiert ist, ist eher gering. Da kratzt die Wissenschaft an der Oberfläche. Bedenkt man aber, dass Völkerwanderungen immer wieder stattfanden, finde ich da nichts so dermaßen Abstrußes an den Reisen. Und das gilt umso mehr, da die Yagahl Nomaden sind.

Die Sklaven beim Paharo sind allesamt schwarz (nach der Georgien-Theorie müßten die durchwanderten Völker Vorläufer der Syrer, Iraker und Saudis sein),
——

Das wissen wir nicht wirklich. Wir haben im Film nur einen Bruchteil der Sklaven gesehen. Und bei den großen Panoramashots von oben war alles so klein, dass man Hautfarben sowieso nicht ausmachen konnte.

Julian

@BCE: Hey, wir reden hier nur von einem Film, von einem schlechten noch dazu! Und wenn er sich schon selbst einen halbwegs wissenschaftlichen Anstrich gibt (durch eine Jahreszahl im Titel), dann darf man doch wohl äußern, wenn einem mit seinem gesunden Halbwissen auch etwas ungewöhnliches auffällt. Ist mir doch schnuppe, ob die Yaghal, über die Du ja bestens Bescheid zu wissen scheinst, Nomaden sind oder nicht. Wenn Emmerich das so drehen will, soll er. Dann soll er sich aber auch nicht wundern, wenn das einem, der gern rational denkt, aufstößt. Als ob ich hier ernsthaft über Völkerwanderungen zu diskutieren anfange…

Auf Deine Rassismus-Vorwürfe gehe ich hier schon gleich gar nicht ein. Lies mal das hier. Also echt.

Peroy
Peroy

Schon wieder Godwin… der alte Hampelmann…

BCE
BCE

@Julian

Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, was die Yaghal sind. Da sie erst zum Ende des Film zu Bauern werden, sind sie zuvor als Jäger zwangsweise zum Nomadendasein gezwungen.

Wissenschaftlicher Anstrich? Ich möchte nicht wissen, wie Du über EINE MILLION JAHRE VOR UNSERER ZEIT herfallen würdest. Auch ’ne Jahreszahl. Und Menschen und Dinos in einem Film. Wahnsinn. Aber immerhin gibt’s Fantasy-Sprech. Wenn Du historisch akkurat bedient werden willst, musst Du Dokumentationen anschauen, nicht aber Spielfilme. Bei 99,9 % aller historischen Filme nimmt man sich bei der geschichtlichen Wahrheit zugunsten der Dramatik Freiheiten

Und Rassismus-Vorwürfe wirst Du Dir schon gefallen lassen müssen, wenn Du Dich über nicht perfekt Deutsch sprechende Ausländer lustig machst. Da bringt Dir auch das Wikipedia-Link-Setzen rein gar nichts.

BCE
BCE

@Wortvogel

Mag sein, dass „EINE MILLION JAHRE…“ nur Fantasy sein will, aber bei 10000 BC sehe ich auch nicht unbedingt, wo Emmerich hier den Anspruch vertritt, etwas Realistisches darstellen zu wollen. Im Gegenteil, die Handlung, die Zusammenstellung der Figuren, die halbgaren Verweise auf Atlantis, die Tatsache, dass Mammuts in Ägypten unterwegs sind – all das zeigt doch, dass hier keine BBC-Dokumentation, sondern ein historisch inakkurater Film gemacht werden sollte.
Nur weil etwas in der Vergangenheit spielt, kann und darf man als Kritiker nicht mit dem Ansatz heran gehen, dass auf absolut akkurate Darstellung und historische Genauigkeit abzuklopfen, denn dann schneiden selbst Filme wie SCHINDLERS LISTE ganz, ganz schlecht ab.

Aus der AICN-Kritik: „The characters themselves speak English. This is fair enough. Thought it bugs me a little, I’m not going to fault a film for adjusting the language for its audience.“

Mal anders gefragt: Welche Sprache hätten die denn sprechen sollen? Es ist ja nicht so, dass wir wissen würde, was vor 12000 Jahren gesprochen wurde. Ergo hätte man eine Phantasiesprache erfinden müssen. Was das Ganze aber auch nicht realistischer erscheinen lassen würde.

Dass wir uns nicht falsch verstehen, der Film ist Scheißdreck, aber manches kann man ihm halt nicht vorwerfen, wenn man’s gemeinhin bei anderen „historischen“ Stoffen ignoriert.

Tinitus

Ich find Wortvogel einfach saulustig. Klar hat Torsten eine etwas eigene Sicht der Dinge. Aber das ist sein Recht oder? Ich kann mir bestimmte Filme auch nur anschauen, wenn mein Hirn schon um StandBy ist. „Sumuru“ zum Beispiel. Gelle Torsten?
Den Film schau ih mir auf jeden Fall mal an. Denn was sollte ich vorher dazu sagen können?
Mir ist geschichtliche Kerrektheit eigentlich sch***egal. Hauptsache Rabbatz! Wenn ich denken will, such ich mir ein Thema und schreib was drüber auf.
Und nun mal zu Thema Rassismus.
„Wolle Rose kaufen?“, „Wolle viel scharf?“. NA UND??? Ich finds lustig. „Der Neger an sich muss ja geführt werden“. Auch geil. Viel schlimmer ist, dass immer gleich einer Rassismus schreit, wenn man mal nen Gag reisst. Und das nur weil des Deutsche Humor irgendwo im Steiss sitzt. Lieber politisch unkorrekt als Fritzchenwitze und „Hausmeister Krause“-Humor. Und das einzig wirklich geniale, nämlich „Herzog“, wurde durch irgendwelchen Müll ersetzt weil es sich nicht an die Normen hielt. Super Deutschland.

Ist es eigentlich auch Rassismus oder Diskriminierung zu sagen „Der Ostfriese ist eine in Norddeutschland vorkommende Menschenform, die hauptsächlich aus verwilderten Dänen besteht.“? Oder geht das grad nochmal durch?

BCE
BCE

@Wortvogel

Ich dachte, dies sei hier eine Diskussion? Pro und Contra, Meinung und Gegenmeinung? Hab ich mich geirrt. Aber dann kann ich natürlich lange warten, dass jemand meine Argumente entkräftigt bzw. Pluspunkte für die seinigen aufführt …

BCE
BCE

Das nenn ich mal „Diskussionskultur“. Bravo.

BCE
BCE

Das heißt, wenn jemand nicht Deiner Meinung ist, dann unterbindest Du eine Diskussion mit Hinweis auf das Hausrecht. Tja, da kann man nichts machen.

In dem Sinne. Du hast Recht, Deine Meinung ist Gold wert. Wir sind alle unwürdig.

BCE
BCE

ich werde künftig daran denken und darauf achten, nur ja nicht der meinung des meisters zu widersprechen und in den chor des wortvogel-hallelujas miteinzustimmen.

BCE
BCE

Passend dazu habe ich nun meine Meinung geändert und finde es auch Scheiße, dass die Steinzeitmenschen Englisch sprechen. Basta!

Marko

Ich hab den Film noch nicht gesehen, aber ich fürchte, die Kritik hier und die Kommentare dazu haben mich mehr unterhalten als es der Film schaffen wird. Danke! ^^

Gruß,
Marko

Tinitus

@BCE: Ich glaube es geht hier nicht um Deine Meinung. Die sollst Du haben. So wei Torsten seine, ich meine und die Anderen hier Ihre.

Was stört ist deine Engstirnigkeit (vielleicht Arroganz?) mit der Du Dich zum Allwissenden erhebst. Wenn ein Anderer nicht Deiner Meinung ist, so ist das sein Recht. Herr Dewi ist Autor. Und offenbar nicht einer der einfachsten Menschen (von der Persönlichkeit her). Und nunja, diese Seite gehört ihm. Wenn Du ihm also ans Bein pinkelst weil er nicht das sagt was Du hören willst, kann er reagieren wie er will.

„Das heißt, wenn jemand nicht Deiner Meinung ist, dann unterbindest Du eine Diskussion mit Hinweis auf das Hausrecht. Tja, da kann man nichts machen.“

Du moserst doch auch rum, dass er nicht Deiner Meinung ist. Was würdest Du sagen, wenn Dich einer auf seiner Seite so angeht? Danke?

Mal zurück zu Thema. Mich stört es in jedem Film, dass offenbar jeder Arsch auf diesem Planeten zig Sprachen beherrscht. Bei Startrek und „Per Anhalter durch die Galaxis“ wurde das vernünftig erklärt. Aber in den meisten Filmen reisen die Leute durch die Zeit, um die Erde, nach Chinatown oder Berlin-Neukölln, und verstehen sich auf Anhieb. Offenbar gibt es die Hollywood Universalsprache. Die beherrscht jeder. Sei es in ferner Zukunft oder in der Vergangenheit.

Speziell in diesem Film prangert er aber nur die Redseligkeit an. Ich hasse es auch wenn ich jemanden nach Hause fahre, und dort angekommen komt der Spruch „Ich steig dann mal aus.“ Ja was denn sonst? Glaubt der ich fahr ihn wieder zurück? Und die Angewohnheit Offensichtliches immer wieder aussprechen zu müssen nervt grad in Filmen extrem. So. Mehr fällt mir grad nich ein.

BCE
BCE

Du moserst doch auch rum, dass er nicht Deiner Meinung ist. Was würdest Du sagen, wenn Dich einer auf seiner Seite so angeht? Danke?

——–

Ich mosere nicht rum, ich habe versucht, an einer Diskussion teilzuhaben. Ich habe Argumente gebracht, auf die bislang keiner eingegangen ist. Anstelle von Argumenten wird hier mit Bezug auf das Hausrecht so getan, als zählen nur die Aussagen des Wortvogels. Warum ist es denn so, dass bislang niemand sich bemüßigt sieht, auf meine Argumente einzugehen? Fällt niemandem etwas ein, womit man sie entkräften könnte? So phantasielos wird die versammelte Runde hier ja wohl nicht sein.

gwildor
gwildor

der film erinnert für mich(zu mindest im trailer) stark an mel gibsons apokalypto. Aber bei Mel Gibson sieht das alles dreckiger und echter aus.

Peroy
Peroy

„Warum ist es denn so, dass bislang niemand sich bemüßigt sieht, auf meine Argumente einzugehen?“

Weil durch diesen kleinen Absatz…

„Dein kleiner Hinweis auf deinen “Wollen viel scharf”-Kellner (ist ja auch schwer lustig, dass der Ausländer, der hier arbeitet, nicht lupenreines Deutsch spricht) lässt zumindest Bedenken darüber aufkommen, wes Geistes Kind hier schreibt. Im Übrigen würde ich heutzutage nicht mehr den Begriff “Mohr” benutzen.“

… alle Argumente hinfällig geworden sind.

Mit so einem fraternisiert man nicht. Brrr…

Wolle Rose kaufen ? 8)

BCE
BCE

@peroy

Ich glaub, das Wort „fraternisiert“ schlägst Du besser noch mal im Wörterbuch nach.

Peroy
Peroy

Aber gudd scharf… 8)

BCE
BCE

Ja, “10.000 BC” ist so ziemlich die kastrierte Fassung von “Apokalypto” (da sind wir auch wieder bei der Sprachproblematik).
——

Eben nicht. Während die Sprache der Mayas in Apokalypto noch erhalten ist, kann man sie eben auch benutzen. Sie ist existent! Die Sprache aus dem Jahr 10.000 v. Chr. ist eben nicht mehr existent. Was wäre also die Patentlösung? Eine erfundene Höhlenmenschsprache?

World Citizen
World Citizen

Hat mir Spaß gemacht diesen Blog zu lesen!
Ich kenn beide Film (noch) nicht, glaube aber jetzt schon – Emmerich halt – dass 10,000 BC derart klischeehaft ist (und zwar in wirklch JEDER Beziehung!!!), dass ich über die haarsträubende Inkonsistenz, die wie ich finde ja das eigentlich Thema hier sind, bestimmt gut lachen kann.

Das gilt auch für Apocalypto – Mel Gibson halt.
Ich erwartete von beiden nichts anderes.

WTF, it’s Hollywood!

Die Synchro werd ich mir bestimmt nicht antun, ich bin doch nicht bescheuert! ich verabscheue es zutiefst mir die miesen deutschen Synchronsprecher anhören zu müssen. Nix da, ich schau mir das nur im Original an!

Die, die kein Englisch können, wissen gar nicht wie schlecht die Übersetzungen sind.

Ich werd mich dann mal wieder melden, wenn ich beide gesehen habe, wann immer das auch sein wird… (now now…)

—————————————————–

Tjaaa, der „Hampelmann“ in den Kommentaren löste es aus, dass ich auf der Seite (mit diversen Ausflügen…) „kleben“ blieb und daher mal drei Zitate, das erste nur wegen dem Thema Film:

And now to something completely different.

Rechtschreibung und Interpunktion sind Geschmackssache.

Es ist vollbracht.

;p

(Rhetorische) Quizfrage: wer kennt den Zusammenhang der letzten beiden Zitate?

trackback

[…] Hier […]

comicfreak
comicfreak

..und ich hab gestern noch zum Göttergatten gesagt, das sei der wohl schlechteste Trailer der Filmgeschichte..

trackback

[…] Links: 10000BC – Kritik von Torsten Dewi Die Statistiken der 4 Rambo-Teile Die Golden-Trailer-Awards    Nerdtalk Episode 37 […]

trackback

Steinzeit

Der Besuch der PV zu 10.000 BC hat nicht nur heiße Diskussionen über dessen Qualität ausgelöst, sondern mich auch mal wieder zu YouTube getrieben. Mir war so, als hätte ich da nicht nur einmal was gesehen, was zum Thema paßt.
Hier eine Auswahl an…

Peroy
Peroy

Zweit- und Drittmeinungen… aber eigentlich isses immer dieselbe…

http://www.dasmanifest.com/01/10000bc.php

http://www.reelviews.net/movies/t/10000_bc.html

Der unten hält „10.000 BC“ sogar für schlechter als „A Sound of Thunder“… das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen… 8)

Egnat
Egnat

Was soll ich sagen. Ich habe mir den Film soeben im Schnelldurchlauf angesehen, da er bereits nach den ersten 10 Minuten unerträglich wurde. Natürlich gab es putzige Szenen, wie die mit der schlecht animierten Säbelzahnmieze, die sich aus mir unerfindlichen Gründen wie ein domestiziertes Hauskätzchen verhalten hat, oder die Mammutjagd, die ich absolut köstlich fand. Lebensgefahr zwischen den Riesenstampferchen. *lol* Das war doch mal was. Obwohl Jurassic Park inzwischen ja etwas angestaubt ist ist, hat es mir ähnliche Szenen dort wesentlich besser gefallen. Das ganze Gequatsche und Heldengedöns hab ich flott überspult, so dass sich der Nervfaktor aus dieser Ecke relativ in Grenzen hielt. Ich hätte mir ne außerirdische Gestalt gewünscht. Dann hätten die Scifi-Fans (ja, hallo hieeeer…) auch was zu lachen gehabt und wären besänftigt worden. So ärgere ich mich fast über die verlorene Zeit, weil nichts, aber so rein gar nichts von dem Film hängen geblieben ist.
Dafür war´s ne Freude die Beiträge dieses Blogs zu lesen. Besten Dank und Euch n schönen Abend.

Grüße aus Berlin 🙂

trackback

[…] wird dann Roland Emmerich höchstwahrscheinlich einen Film drüber machen, bei dem die Amerikaner wieder die Welt retten und die Aliens zu blöd zum “Firewall updaten” […]

trackback

[…] persönlich jeddoch werde diesen Film tunlichst meiden. Ich brauchte mir auch erst gar nicht die Kritik vom Wortvogel durchzulesen, um schon bereits vorab zu wissen das es GENAU SO enden wird mit diesem Streifen! Und […]

trackback

[…] persönlich jeddoch werde diesen Film tunlichst meiden. Ich brauchte mir auch erst gar nicht die Kritik vom Wortvogel durchzulesen, um schon bereits vorab zu wissen das es GENAU SO enden wird mit diesem Streifen! Und […]

pit
pit

Knapp 10 Jahre später…
Warum wird mir eigentlich übel, wenn ich diese hyperintellektuellen Möchtegernbessermachenkommentare lese? Vielleicht kann man den Unterhaltungswert dem Publikum anpassen, welches heutzutage anspruchslos mit Nachos und Cola nach Effekten giert und jedes bestuhlte Leinwandetablissement in eine Popcornwüste verwandelt. Ich fand den Film erstaunlich gut, manchmal muss man einfach nur schauen.