In diesen Wochen beginnt in den USA die neue TV-Saison, und über die neuen Serien werde ich sicher noch ein oder zwei Kilobyte Text zu verlieren haben. Vorab: Es wird eine vergleichs- weise lahme Saison ohne wirkliche Highlights.

Im neuen Cynopsis-Newsletter las ich dazu heute ein paar Zahlen, die ich interessant fand:

  • Noch im Jahr 2003 strahlten die Networks in Amerika 49 komödiantische Fiction-Formate aus, und 48 Dramas.
  • Im Herbst 2007 werden es nur noch 22 Comedys sein, und 46 Dramas. Der Rest? Reality und Talentshows.
  • Die großen Networks ABC, NBC und Fox haben ein Zuschauer-Durchschnittsalter über 40, CBS sogar über 50. Durchschnittsalter der Amerikaner: 36.
  • Von den 50 neuen Serien, die im Herbst 2006 gestartet wurden, gehen dieses Jahr nur 17 wieder „on air“.

Fakt ist: Die klassische Sitcom ist praktisch tot, auch Comedys werden verstärkt im „Single Camera“-Stil gedreht, also wie Dramen (siehe dazu z.B. „The Office“ oder „My Name is Earl“). Selbst Ausnahmen wie „How I met your Mother“ werden verstärkt ohne Publikum gedreht (in diesem Fall um mehr bewegliche Sets im Studio zu erlauben).

Mir stinkt’s. Was waren das für Zeiten, als man jede Woche neue Folgen von Frasier, Seinfeld, Friends, Will & Grace, Cybill und 3rd Rock gucken konnte…

P.S.: Dieses Posting habe ich mit Hilfe des „Windows Live Writer Beta 3“-Programms geschrieben. Es befindet sich bei mir in der Testphase, scheint aber (bis auf ein paar Macken) eine recht komfortable Methode zu sein, Blogeinträge offline zu verfassen.



avatar
13 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
9 Comment authors
MirkoPeroyThomasWortvogelUdo Gerhards Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Dominik Schwind

Ja, mir ist das Dahinscheiden der Sitcoms auch schon negativ aufgefallen. Das jetzt so in Zahlen bestätigt zu sehen, schmerzt doch sehr.

rumo
rumo

naja. immer noch besser als eine überfrachtung mit sitcoms, die einfach nicht lustig sind. gute witze müssen eben gekonnt sein.
das gilt natürlich generell für alle serien- und film inhalte. ehe sich die ami-comedys auf atze-schröder humor herablassen bin ich mit weniger auch zufrieden.

Peroy
Peroy

Atze ist Gott. Das Solo-Programm ist der Hammer. Amen.

Hendrik Meyerhof

Also, ich muss sagen, ich freue mich auf die neue Saison. Denn eine Blockbuster-Season, die mit Serien wie LOST oder DESPERATE HOUSEWIVES aufwartet, wie die Saison 2004/05 sie war, ist wirklich selten und gibt’s höchstens alle 5 Jahre.
Ich hingegen hoffe, dass es wieder mehr konstante Serien geben wird, die nicht unbedingt die Superquotenburner sind, aber eben lange und solide laufen. Und obwohl ich bekennender Serial-Fan bin, bin ich deswegen auch ganz froh darüber, dass dieses Jahr (auf Grund der Serial-Flops im letzten Jahr) vermehrt Procedurals an den Start gehen.
Auf JOURNEYMAN, MOONLIGHT und NEW AMSTERDAM bin ich gespannt. Außerdem geht ja auch Bewährtes wie HEROES, LOST, BROTHERS & SISTERS oder DAMAGES weiter. Ach, zum Thema Sitcoms: Pro7 hält leider seit über 1 1/2 Jahren die komplett synchronisierte letzte Staffel von WILL & GRACE unter Verschluss. Ich hoffe, sie kommt wenigstens in der kommenden deutschen TV-Saison, obwohl sie bei den Pro7-Comedys für dieses Jahr (TWO AND A HALF MEN, SCRUBS etc.) leider immer noch nicht angekündigt wurde.
Aber in den USA ist die klassische Sitcom zur Zeit wirklich tot, da fehlt’s echt an gutem „Nachwuchs“, jetzt wo KING OF QUEENS, WILL & GRACE und Co. alle Geschichte sind.

Michael
Michael

Uuuääähh… schüttel… Microsoft… 😉 Kennst Du ecto?

Udo Gerhards

Der Pilot von Pushing Daisies ist sehr klasse, aber ich bin noch nicht ganz sicher, ob die Idee eine ganze Serie trägt. Aber im Zweifel für Bryan Fuller, siehe „Wonderfalls“ (RIP) und „Dead Like Me“ (leider auch RIP).

Ansonsten: Die Pilot-Folge von „Reaper“ regiert – sehr sehr witzig, witziger als die meisten SitComs. Aber auch hier bleibt abzuwarten, ob die Serienmacher aus dem Konzept mehr als „Monster of the Week“-Folgen herausholen können.

Die Pilotfolge der „Sarah Connor Chronicles“ war eher lau, aber nicht so schlecht, dass ich nicht zumindest die ersten paar Folgen auch antesten werde. Ansonsten bleibt immerhin ein noch paar Monate die Vorfreude auf eine hoffentlich kickende, weil jetzt endlich absehbar umrissene, Fortsetzung von „Lost“ 🙂

Thomas
Thomas

Der Trend ist schon lange absehbar.
In Deutschland ist er zwar auch schon angekommen, aber noch weigern sich sowohl RTL als auch Sat.1 das Ende der Sitcom anzuerkennen und ihre Freitagsprogrammierungen zu ändern.
Und man produziert auch weiter fleißig billig gemachte und unlustige Formate wie Herzog oder The IT-Crowd-Adaption.

Thomas
Thomas

Hast recht, ich mag es auch nicht noch nicht gesehene Formate schon vorher in die Pfanne zu hauen, allerdings lassen die Erfahrungswerte wenig gutes erhoffen.
Sowohl bei RTL als auch bei Sat.1 war in den letzten Jahren nichts tolles mehr dabei im Comedybereich.
Und an der Kostenschraube wird weiter fleißig gedreht.

Peroy
Peroy

„Patewka“ ist super… 8)

Mirko

Das ist wirklich eine Horror, ich errinnere mich noch an Zeiten wo ich schnell zuhause sein wollte um eine Gute Serie zusehen. Leider ist das nun nicht mehr so… Ich hatte noch nie drüber nachgedacht aber das Wiso hast du ja gerade geklärt… Es kommt nix gutes mehr