BLACK WATER (Austr. 2007, 90 min, englische OV)

REGIE: David Nerlich, Andrew Traucki
DARSTELLER: Diana Glenn, Maeve Dermody, Andy Rodoreda
DREHBUCH: David Nerlich, Andrew Traucki
WEBSITE

Black WaterStory:
Ein Plot wie ein Partywitz: Sitzen drei auf dem Baum. Kommt ein Krokodil vorbei…

Im Ernst: Grace, Lee und Adam fahren die australische Küste entlang, um die Schönheiten des Kontinents zu besichtigen. Sie nehmen an einer Bootstour in Salzwassersümpfe teil. Dort macht ein riesiges Krokodil ihr Schiffchen platt, und die drei Helden finden sich auf einem Baum wieder, der mitten im Wasser steht. Vermißt werden sie nicht, und bis Hilfe kommt, kann es Wochen dauern. Was tun? Man könnte versuchen, das Boot wieder fit zu machen. Aber dazu müsste man erneut ins brackige Wasser…

Kritik:
„Black Water“ möchte sooo gerne der diesjährige „Open Water“ sein. Das Konzept ist extrem ähnlich, der Titel auch, und schon das Plakat verkündet stolz „based on a true story“ (was ich bei diesen Filmen immer für sehr fragwürdig halte).

Tatsächlich ist „Black Water“ als Zwischendurch-Grusler gar nicht so übel. Die Darsteller geben sich Mühe, die Sumpflandschaft ist eine bisher nicht zu sehr ausgelutschte Location, und wenn dann mal das Salzwasser-Krokodil auftaucht, möchte man nicht in den Badelatschen der Protagonisten stecken.

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Leider hakt der Film an diversen Stellen auch böse: zuerst einmal zieht die Spannung zum Ende hin kaum an. Der erste Angriff, bei dem das Boot gekippt wird, ist ebenso effektiv wie die letzte Attacke des Kroks. Alles bleibt in etwa auf einem Level.

Noch schlimmer ist die Tatsache, dass unsere Helden sich ja in relativer Sicherheit befinden. Sie sind ihrem Schicksal nicht ausgeliefert. Jede Krokodilattacke BEDINGT, dass unsere Helden sich entscheiden, aus verschiedenen Gründen wieder ins Wasser zu steigen. Das macht die Angriffe ein wenig vorhersehbar, denn im Gegensatz zu den Haien in „Open Water“ gibt es keine wirklich „unerwarteten“ Probleme.

Damit nicht genug: Die psychologischen Probleme, die sich durch die Belagerung der Krokodile ergeben, sind dem Film kaum einen Nebensatz wert. Nur mal so gefragt: Wie scheißen die Protagonisten? Wie ist es mit Hunger und Durst? Mit dem Gleichgewicht auf dem Ast im Schlaf? Selbst die Schwangerschaft von Grace wird im ersten Akt eingeführt, dann aber sang- und klanglos fallen gelassen. Aus diesen ganzen Details hätte man einen prima Survivalthriller machen können – „Black Water“ beschränkt sich aber auf einen Krok-Angriff nach dem anderen, bis am Schluß kaum noch wer übrig ist.

Und wo wir gerade beim Schluß sind: Das hätte ich doch gerne noch etwas konkreter gehabt…

Dringlichkeit: Freundinnen-tauglicher Horror für einen gemütlich gruselnden DVD-Abend

Positiv:
Knappes Konzept, solide Darsteller, surreale Umgebung

Negativ:
Logische Schwächen, schwache Spannungskurve, unbefriedigendes Ende

3belas2.jpgKeine externe Kritik vorhanden



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Peroy
Peroy

Scheisse, was ist das denn ?!? Haben die da einen gequirkten Knödelkackfilm genommen und einfach die Haie gegen ein Kroko ausgetauscht… ? Nulllösung.

Peroy
Peroy

Wie „Open Water“ mit Krokodil statt Hai und weniger heißen Schnecken. Die Reptil-Belagerung wird da ganz wie erwartet mit viel nervigem hysterischem Gekreische über die Bühne gebracht. Die Angriffe selbst sind verschenkt, nicht mal zu einem bisschen im Wasser verspritzter roter Farbe hat man sich da aufraffen können. Seltsam saft-, kraft- und bisslos, wie ironisch. Ich frag‘ mich, wer sich sowas eigentlich ansehen soll, mal abgesehen von Idioten wie mir. Und dieser pseudodokumentarische HD-Look sollte verboten werden…

Zwei Belas…

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