Ich will mich zu dem Thema eigentlich gar nicht lange auslassen. Mit fällt nur immer wieder auf, wie einfallslos und schlichtweg schlecht deutsche Kinoposter sind. Da wird mit extrem unschar- fen Bildern gearbeitet, händisch Material zusammen geklebt, ein halbes Dutzend Schriftarten kreischt um Aufmerksamkeit, es gibt keinen visuellen „key“, die Farbphilosophie glänzt durch Abwesenheit, knackige Textzeilen sind Mangelware, und oft genug weiß man nach der schmerzhaften Ansicht nicht einmal, welches Genre da bedient werden soll.

Kurz: Es gibt kein grafisches Grundverständnis, und von Photoshop hat bei den Verleihern auch noch keiner was gehört.

Frech fand ich heute allerdings das Cover der DVD eines mir bis dato unbekannten Ben Becker-Films. Ich habe zum direkten Vergleich mal das Cover von „Swingers“ daneben gesetzt:

kopie.jpg

Und nein, trotz des deutschen Titels glaube ich nicht an einen Insider-Gag, den ich einfach nicht verstanden habe…

Prost, Jungs!



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Peter KrausecomicfreakPeroyTorstenEl Barto Recent comment authors
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El Barto
El Barto

Ben Becker trägt dieselbe Klamotten wie der auf dem rechten Plakat. Das Gesicht schaut total aufgesetzt aus, das ganze Bild schaut so aus als wenns einfach nur gespiegelt wäre. Ben hält seine abgewandte Hand exakt so wie der Herr auf dem rechtem Bild. Absolut erschreckend Oo

Peroy
Peroy

Das ist nicht Tarnung, das ist dreist… als ob’s jetzt wirklich ein Problem gewesen wäre, für so’n deutschen Scheissfilm ein neues Cover-Foto zu schießen…

comicfreak
comicfreak

..die Position von Streichholzschachtel zu Hose stimmen nicht überein, was bedeutet: es ist tatsächlich ein „eigenes“ Foto geschossen worden!

Das macht das Ganze aber noch viel erschreckender.

Da hat sich tatsächlich ein „Kreativer“ die gleichen Klamotten für Becker besorgt, hat ihn gezwungen, das Zeug zu tragen und das blöde Martiniglas zu halten, um dann die anfangs beschworene Unschärfe auf das fertige Bild zu werfen.

Aber das ist Deutschland!

Unser Vermieter hat jetzt auch einen anderen Designer beauftragt ein neues Layout für seine Firma zu „entwickeln“ (nein, wir sind nur die popeligen Mieter, wir sind da nicht gut genug):
das Ergebnis ist nicht schlecht; nur sieht es zu 80% nach dem Logo des Möbelhauses 3 Straßen weiter aus, aber eben nur zu 80%. Das rechtfertigt natürlich den Preis von 4500.-Euro, + 2000.-Euro für Festlegung der Corporate-Identity-Richtlinien.

Mist, jetzt hab ich schon wieder ein Loch in die Tischkante gebissen..

Peroy
Peroy

„Zusammengeschludert“ ist da genau das richtige Wort, da passt ja nicht mal das Licht auf dem Gesicht zur Vorlage, ganz zu schweigen von dem ausgeschnittenen Kopf, der mir ’ne Spur zu groß für den Körper zu sein scheint…

Boah, „ausgeschnittener Kopf“… das klang jetzt aber fies-brutal… 8)

comicfreak
comicfreak

*bitterlich_wein*

Peter Krause

Ich schließe mich meinem Vorweiner an …
Man muß wohl einen sehr sicheren Arbeitsplatz haben, um den Mut aufzubringen, sowas abzuliefern.