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	<title>Wortvogel - 100 % Torsten Dewi &#187; Fantasy Filmf. 07</title>
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		<title>Kritiken &#8211; schnell und schmerzlos</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 13:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Ankündigung: Ich werde künftig versuchen, meine Kinokritiken immer zwei Wochen vor dem Deutschland-Start online zu setzen. Freut euch auf &#8220;Ratatouille&#8221;, &#8220;Stardust&#8221;, &#8220;Chuck und Larry&#8221;, &#8220;Shoot Em Up&#8221;, &#8220;Wind Chill&#8221;, etc. &#8230; Beichtzeit: Ich komme nicht nach. Pro Woche gehe ich durchschnittlich dreimal zu Pressevorführungen ins Kino, dazu noch ein halbes Dutzend Filme auf DVD, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ankündigung</strong>: Ich werde künftig versuchen, meine Kinokritiken immer zwei Wochen vor dem Deutschland-Start online zu setzen. Freut euch auf &#8220;Ratatouille&#8221;, &#8220;Stardust&#8221;, &#8220;Chuck und Larry&#8221;, &#8220;Shoot Em Up&#8221;, &#8220;Wind Chill&#8221;, etc. &#8230;</p>
<p>Beichtzeit: Ich komme nicht nach. Pro Woche gehe ich durchschnittlich dreimal zu Pressevorführungen ins Kino, dazu noch ein halbes Dutzend Filme auf DVD, ein paar Klassiker im Fernsehen, und diverse Festivals. Müsste ich nicht Geld verdienen &#8211; ich könnte aus dem Blog einen Vollzeitjob machen&#8230;</p>
<p>Aus diesem Grund rattere ich nun mal kurz diverse Reviews herunter, die sich angesammelt haben.</p>
<p><img title="Hairspray" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/hairsprayposter-1.jpg" alt="Hairspray" align="left" /> <strong>HAIRSPRAY</strong>: Ich wollte den Film nicht mögen. Ich bin auch nur ins Kino gegangen, weil man als Kritiker die Cola und das Magnum umsonst bekommt. Musicals sind in den letzten Jahren eine lasche Angelegenheit geworden, John Waters&#8217; Film ist sowieso sakrosankt &#8211; und Travolta in Weiberfummeln?</p>
<p>Selten habe ich so daneben gelegen. &#8220;Hairspray&#8221; legt von der ersten Minute ein mitreißendes Tempo vor, klinkt eine spektakuläre Musik- nummer an die nächste, und treibt den Zuschauer so enthusiastisch durch seine bonbon- bunte Welt, dass man am Ende versucht ist, durch das Kino- Foyer zu tanzen. Würden &#8220;Grease&#8221; und &#8220;Der kleine Horrorladen&#8221; miteinander schlafen &#8211; das Kind sähe wie &#8220;Hairspray&#8221; aus.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2007/09/kritiken-schnell-und-schmerzlos/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Was &#8220;Hairspray&#8221; außerdem von der Teeniekomödienkonkurrenz abhebt, ist eine (auf Waters zurückgehende) Sympathie mit den Underdogs: Am Schluß gewinnen hier die Dicken und die Schwarzen, die Armen und die Unterpriviligierten. Tracy muss nicht (wie in praktisch jedem Teenie-Film) zum schönen Schwan werden, um den Prinzen zu bekommen &#8211; ihr großes Herz und ihre Begeisterung reichen völlig aus.</p>
<p>Abgesehen vom begeisternden Soundtrack und dem fehlerlosen Produktionsdesign muss man vor allem die Darsteller loben: Christopher Walken und Michelle Pfeiffer überdrehen zwar, spielen sich aber nie in den Vordergrund. Zac Efron beweist, dass sein Teenieidol-Status nicht nur den beiden &#8220;High School Musicals&#8221; zu verdanken ist. James Marsden räumt lässig swingend alle böse Erinnerungen an seine miserablen Darstellungen in &#8220;X-Men&#8221; und &#8220;Superman Returns&#8221; weg. Und Hauptdarstellerin Nikki Blonsky? Nicht weniger als sensationell.</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/hs.jpg" alt="hs.jpg" /></p>
<p>Würde man ein Haar in der Suppe finden wollen &#8211; es hieße John Travolta. Klar hängt er sich rein, aber er sieht nie wirklich anders aus als John Travolta mit Fat Suit und 20 Pfund Latex im Gesicht. Das wirft den Zuschauer aus der Realität des Film, so künstlich sie auch sein mag (ein <a href="http://wortvogel.de/?p=151" target="_blank">ähnliches Problem</a> hatte ich ja mit Helge Schneider in &#8220;Mein Führer&#8221;).</p>
<p>Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich das hier schreiben werde: &#8220;Hairspray&#8221; ist mein Film des Jahres.</p>
<p><span id="more-565"></span></p>
<p><img title="28 Weeks later Poster" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/hauptplakat_01jpeg_990x1400.jpg" alt="28 Weeks later Poster" align="left" /><strong> 28 WEEKS LATER</strong>: Aus der Abteilung &#8220;Fortsetzungen, die die Welt nicht braucht&#8221; kommt der Nachschlag zu Danny Boyles hysterischer Digivideo- Zombiefarce &#8220;28 days later&#8221;. Wenigstens haben sich die Macher sichtlich bemüht, die Story konsequent weiter zu entwickeln, und die Ereignisse des ersten Teils in einen größeren Kontext zu stellen. In mehr als einer Beziehung ist 28wl der &#8220;Day of the Dead&#8221; zum &#8220;Dawn of the Dead&#8221; von 28dl (und auch die damit verbundenen negativen Assoziationen sind gewollt). Aber lassen wir den Film für sich selbst sprechen.</p>
<p>28 Wochen nach dem Ausbruch des Rage-Virus ist das isolierte England entvölkert &#8211; die Rage-Zombies sind schlicht verhungert, und da der Virus sich nur von Mensch auf Mensch überträgt, gibt die UNO Entwarnung. Unter der Leitung der Amerikaner (klar) wird in London mit der Neubesiedlung begonnen. Das geht schief (klar), als durch eine infizierte, aber scheinbar immune Frau das Virus in die Quarantäne-Zone gelangt. Den Amerikanern gerät die Situation ratzfatz außer Kontrolle (klar), und schon bald schießen die &#8220;Schutztruppen&#8221; auf alles, was sich bewegt &#8211; inklusive der eigenen Leute (klar, klar und nochmals klar). Ein junges Geschwisterpaar versucht den Ausbruch&#8230;</p>
<p>Man muss schon arg die Augen und Ohren schließen, um in der Quarantänezone nicht die &#8220;Green Zone&#8221; von Baghdad zu sehen, und in den Zombies nicht die Aufständischen. Subilität ist die Stärke von 28wl nicht. Die Autoren haben ein billiges Ziel gesehen &#8211; und gleich mit einer dramaturgischen Panzerfaust drauf geschossen.</p>
<p><img title="28wl" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/szenenbild_14jpeg_1400x929.jpg" alt="28wl" align="middle" /></p>
<p>Technisch ist 28wl dem Original dank des deutlichen höheren Budgets überlegen &#8211; es gelingt Regisseur Fresnadillo beneidenwert perfekt, die Vision eines entvölkerten Englands auf Zelluloid zu bannen. Leider hat er sich entschieden, den hyperhektischen Stil und den Digicam-Look des Vorgängers beizubehalten, was wieder einmal für totales Chaos in den Actionszenen sorgt. Das mag gewollt sein &#8211; <em>schön </em>ist es nicht&#8230;</p>
<p>Am Ende scheitert 28wl allerdings am meisten daran, dass er zwar dynamisch und effizient inszeniert ist, aber nach der Hälfte der Laufzeit alle Versuche, eine anständige Handlung zu erzäh- len, in den Wind schießt. Laßt euch von der Familientragödie der ersten 30 Minuten nicht täuschen &#8211; ist alles komplett für die Tonne. Sobald das Rage-Virus wieder ausbricht, regieren Gewalt, Splatter und Wackelkamera.</p>
<p>http://www.youtube.com/watch?v=Y0oSdqQuzdU</p>
<p>Man hatte die Mittel, doch es fehlte am Talent. Trotzdem sage ich voraus, dass dieser Film Gold ist gegen den demnächst anlaufenden &#8220;Resident Evil: Extinction&#8221;&#8230;</p>
<p><img title="Fido Poster" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/poster03.jpg" alt="Fido Poster" align="left" /> <strong>FIDO</strong>: Wer der Meinung ist, mit &#8220;Shaun of the Dead&#8221; sei alles zum Thema Zombiekomödie gesagt, der sollte sich von &#8220;Fido&#8221; eines besseren belehren lassen.</p>
<p>&#8220;Fido&#8221; spielt in einem US-Vorort der 50er, dessen Norman Rockwell-Idylle nur dadurch getrübt wird, dass außerhalb der Stadtgrenzen Zombies durchs Land stapfen, und man Angehörige mit separiertem Kopf begraben muss, damit sie nicht wieder aufstehen. Elektronische Halsbänder ermöglichen es, Zombies zu domestizieren, und als billige Arbeitskräfte, Haustiere und Sexklaven machen sie den Suburbanites das Leben leichter. Über allem thront &#8220;Zomcon&#8221;, die ambivalente Firma, deren Produkte die Zombieplage in Schach halten.</p>
<p>Timmy ist ein kleiner Junge, der sich nichts sehnlicher wünscht als einen  Freund. Den bekommt er in Form des Zombies &#8220;Fido&#8221;, den die statusbewußte Mama eines Tages einkauft, obwohl Papa Angst vor Untoten hat. Fido erweist sich als Segen für die Familie, hat aber die unangenehme Eigenschaft, Gegnern von Timmy auch mal die Kehle durchzubeißen. Es wird zunehmend schwerer, seine &#8220;Ausfälle&#8221; zu vertuschen. Und überhaupt: Was ist eigentlich mit den Bürgerrechten von Zombies? Sind schließlich auch nur Menschen&#8230;</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/fido-wallpaper-2-800.jpg" alt="fido-wallpaper-2-800.jpg" /></p>
<p>Man merkt es: &#8220;Fido&#8221; ist eine bitterböse Satire über die amerikanische Konsumgesellschaft, deren Prosperität gerne auf Kosten anderer geht. Dafür bedient sich Regisseur Curry ausgerechnet der Heileheilegänschen-Idylle der &#8220;Lassie&#8221;-Serien (manche Szenen sind direkte Zitate &#8211; mit einem Zombie als Collie-Ersatz). Gerade der brutale Kontrast von fleischfressenden Zombies und minzfarbenen Straßenkreuzern gibt &#8220;Fido&#8221; eine eigene Note, und bewahrt ihn vor ungünstigen Vergleichen mit &#8220;Shaun of the Dead&#8221;.</p>
<p><object width="500" height="400"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9zwtZ49bYJ0&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9zwtZ49bYJ0&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="400" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Besonders herausstreichen möchte ich (wie bei &#8220;Hairspray&#8221;) die Ausstattung der Produktion. Man fragt sich, wo die Produzenten in Kanada noch einen derart gruselig-perfekten Vorort gefunden haben. Suburbia sieht hier nach einer Mischung aus &#8220;Desperate Housewives&#8221; und &#8220;Stepford Wives&#8221; aus. Das wirkt alles sehr teuer &#8211; auch wenn der Film kaum ein großes Budget gehabt haben dürfte.</p>
<p>Im Gegensatz zu &#8220;Shaun of the Dead&#8221; ist &#8220;Fido&#8221; jedoch immer eine Komödie mit Horror-Stilmitteln. Es ist kein Horrorfilm an sich. Suspense oder blanken Schrecken sucht man hier vergebens. Kein Film &#8220;von Fans für Fans&#8221;.</p>
<p>Ich lege &#8220;Fido&#8221; jedem ans Herz, der nach Sommer-Blockbustern und ein paar Japano-Gruslern wieder eine echte Delikatesse sucht. Den wirklich furchtbaren und sicher erfolgshemmenden Titel muss man ja nicht mögen&#8230;</p>
<p><img title="Dhoom 2" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/dhoom2_namib.jpg" alt="Dhoom 2" align="left" /> <strong>DHOOM 2</strong>: Okay, gleich nochmal Butter bei die Fische &#8211; ich habe weder &#8220;Dhoom&#8221; gesehen, noch besonders viele Bollywood-Filme. Ist nicht mein Thema. Aber angesichts des Fantasy Filmfests dachte ich: schau mer mal, was der indische Film mittlerweile so drauf hat.</p>
<p>Und das entpuppte sich als nicht gerade wenig&#8230;</p>
<p>Der Plot ist fix zusammengefasst: Superdieb &#8220;A&#8221; (peinlicherweise später als &#8220;Aryan&#8221; geoutet!) wird von Supercop &#8220;Dixit&#8221; (&#8220;Dickshit&#8221; ausgesprochen &#8211; I kid you not!) gejagt. Dixit setzt die Nachwuchdiebin Sunehri auf A an, doch diese verliebt sich in den melancholischen Gauner mit dem Waschbrettbauch. In Rio kommt es zum finalen Showdown.</p>
<p>Genau, und diese dürftige Story erzählt &#8220;Dhoom 2&#8243; in für Bollywood-Maßstäbe bescheidenen zweieinhalb Stunden. Dabei sind die filmischen Unterschiede zum Hollywood-Kino gar nicht mehr so groß: würde man die sinnlosen Tanznummern und die gefühlten 2000 unnötigen Zeitlupen entfernen, käme &#8220;Dhoom 2&#8243; sicher auf massenkompatible 90 Minuten.</p>
<p>Auch sonst erlaubt sich der erfolgreichste Film Bollywoods kaum Schwächen: Die Stunt-Arbeit ist meistenteils atemberaubend, die Kamera läßt jeden Bond-Film schwach aussehen, und die CGI-Effekte haben höchstes Niveau.</p>
<p>Natürlich ist es gewöhnungsbedürftig, wie melodramatisch- heulsusig &#8220;Dhoom 2&#8243; mitunter wird &#8211; bildschöne Menschen leiden an der unerreichbaren Liebe und so weiter. Die Struktur des Drehbuchs hätte man auch straffen können: Man möge mir mal erklären, warum die Rolle von Dixits Kollegin Sonali nach einer Stunde aus dem Film geschrieben wird, die Darstellerin aber als ihre eigene Zwillingsschwester Monali (diesmal Beach Bimbo) wieder auftaucht?! Und hätte man sich den &#8220;lustigen&#8221; (Anführungszeichen = ironisch) Sidekick von Dixit nicht sparen können?</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/09/dhoom2dhoom.jpg" alt="dhoom2dhoom.jpg" /></p>
<p>Besonders in den ausgeklügelten Actionsequenzen lahmt der Film an seiner Länge &#8211; hier mangelt es den Bollywood- Regisseuren an der Erkenntnis, dass in der Kürze die Würze liegt. Was brillant angesetzt wird, läuft sich oft tot, weil zu viele Zeitlupen und Zwischenschnitte jede Suspense versauen. Man vergleiche &#8220;Dhoom 2&#8243; mal mit den offensichtlichen Vorbildern &#8220;Entrapment&#8221; und &#8220;MI: 2&#8243;.</p>
<p>Kein Bollywood-Review ohne Erwähnung der Musik- und Tanznummern: &#8220;Dhoom 2&#8243; verschießt hier sein Pulver leider gleich zu Anfang. Die erste Performance von Hrithik Roshan rockt so massiv das Haus, das Leute wie Ricky Martin sich nur daumenlutschend unter die Decke verkriechen können. Da kann man als Hetero-Mann nur neidisch werden &#8211; und als schwuler Zuschauer bekommt man Schweißausbrüche. Alles, was später folgt, ist nur noch mäßig begeisternde Variation davon.</p>
<p>Hier eine Youtube-Version, die der vollen Pracht einer DVD oder eines Kinosbesuches nicht annähernd gerecht wird:</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2007/09/kritiken-schnell-und-schmerzlos/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Trotz der Defizite ist &#8220;Dhoom 2&#8243; für Zuschauer mit Ausdauer ein echtes Erlebnis &#8211; ein Feuerwerk an Action und Romantik, mit geradezu schmerzhaft schönen Menschen, die sich in einem komischen indisch-englischen Kauderwelsch anhimmeln. Wenn man auch mal &#8220;Style over Substance&#8221; durchgehen läßt &#8211; hier ist der Overkill&#8230;</p>
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		<title>FFF 2007: &#8220;Rise: Blood Hunter&#8221;, &#8220;Edmond&#8221;</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/08/fff-2007-rise-blood-hunter-edmond/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Aug 2007 22:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[RISE: BLOOD HUNTER (USA 2006) Story: Reporterin Sadie Blake treibt sich für ihre Storys gerne in den gruseligeren Schichten der Gesellschaft herum. Das rächt sich böse, als sie ein paar Vampiren über den Weg läuft, die sie prompt &#8220;wandeln&#8221;. Sadie findet Unsterblichkeit und Blutdurst eher unsexy, und unter Anleitung des mysteriösen Arturo beschließt sie, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>RISE: BLOOD HUNTER (USA 2006)</strong></p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/rise.jpg" title="Rise" alt="Rise" align="left" /> <strong>Story</strong>: Reporterin Sadie Blake treibt sich  für ihre Storys gerne in den gruseligeren Schichten der Gesellschaft herum. Das rächt sich böse, als sie ein paar Vampiren über den Weg läuft, die sie prompt &#8220;wandeln&#8221;. Sadie findet Unsterblichkeit und Blutdurst eher unsexy, und unter Anleitung des mysteriösen Arturo beschließt sie, dem Clan der Untoten den Garaus zu machen. Dieselbe Idee hat der Cop Rawlins, dessen Tochter bei den Vampiren ihr Leben ließ. Man schließt sich zusammen&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Oh Mann, was für ein Kappes! Von dem Streifen hatte ich mir einen lustigen Abend versprochen &#8211; moderat budgetierter Actionhorror vom Autor von &#8220;Gothika&#8221; und &#8220;Snakes on a plane&#8221;, überdurchschnittlich besetzt mit Lucy Liu, Michael Chiklis, Carla Gugino, und Leuten wie Robert Foster, Marilyn Manson, und Nick Lachey in Gastauftritten. Das konnte doch kaum schiefgehen.</p>
<p>Aber &#8220;Rise: Blood Hunter&#8221; (übrigens durch &#8220;stupid German money&#8221; kofinanziert, daher vermutlich die teure Besetzung) ist geradezu ein Paradebeispiel, wie ein Regisseur/Autor wirklich ALLES falsch macht, was ihm in die Finger kommt:</p>
<ul>
<li>Die Kamera steht gerne am falschen Platz &#8211; wir sehen Gegenstände, aber es fehlt die Großaufnahme, um sie zu erkennen</li>
<li>Actionszenen sind arhythmisch inszeniert, und verfügen über keinen Druck</li>
<li>Die Schauspieler sind komplett ungeführt, und ihre Leistung schwankt daher von Szene zu Szene</li>
<li>Der Ton des Films ändert sich mit jedem Schnitt, und schwankt hilflos zwischen Drama und schwarzer Komödie</li>
<li>Sadie hat keine nennenswerte Motivation, und ihr grundsätzliches Dilemma (als Vampirin braucht sie Menschenblut) wird nur angerissen</li>
<li>Es wird zwar erwähnt, dass Mentor Arturo eigene Ziele verfolgt, aber das wird nie weiter verfolgt</li>
<li>Der Film verläuft total gerade und vorhersehbar &#8211; Sadie wird Vampirin, bringt die anderen Vampire um, Ende</li>
<li>Die Vampire sind komplette Pussys ohne nennenswerte Kräfte oder Ziel, die eigentlich nur rumsitzen, um sich von Sadie abmurksen zu lassen &#8211; der Film hat null Drive und ein schnarchiges Finale</li>
</ul>
<p>Würde &#8220;Rise: Blood Hunter&#8221; nicht mit Gallonen Kunstblut und ein paar Aufnahmen von Lucy Lius nacktem Hintern prahlen &#8211; er wäre kaum mehr als ein dröger Pilotfilm für eine TV-Serie.</p>
<p>Es wäre an dieser Stelle passend, eine Pointe unter Verwendung des Begriffes &#8220;blutleer&#8221; zu setzen, aber dazu habe ich keine Lust. Der Film hat meinen Humor nicht verdient.</p>
<p>Im Kino war der R: BH denn auch ein Flop, und Madame Liu ist die Karriereleiter seither noch eine Sprosse hinabgeklettert: Ab Herbst spielt sie in der TV-Serie &#8220;Cashmere Mafia&#8221; mit, einem armseligen Abklatsch von &#8220;Sex and the City&#8221;.</p>
<p><em>Sehr</em> gnädige:</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/2belas.jpg" alt="2belas.jpg" /></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><strong>EDMOND (USA 2005) </strong></p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/edmond_l200608181454.jpg" title="Edmond" alt="Edmond" align="left" /></p>
<p><strong>Story</strong>: Edmond Burke ist ein kleiner Spießer mit langweiligem Job und ebenso langweiliger Ehe. Eines Abends will er &#8220;noch kurz mal raus&#8221;, hat aber nicht das geringste Interesse, jemals zurück zu kehren. Er stromert durch die Halbwelt und das Rotlicht-Viertel, versucht linkisch, Sex zu kaufen, und wird permanent über den Tisch gezogen. Doch langsam regt sich was in ihm, und das Tier wird wach: Edmond bewaffnet sich, und schlägt zurück.</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Es gibt wohl kaum potentere Kombinationen als Stuart Gordon (&#8220;Reanimator&#8221;) und Autorenlegende David Mamet (&#8220;Glengarry Glen Ross&#8221;). Dazu eine Besetzung der Kategorie &#8220;feuchter Traum&#8221;: William H. Macy, Mena Suvari, Julia Stiles, Natasha Richardson, Joe Mantegna, Jeffrey Combs.</p>
<p>Leider ist &#8220;Edmond&#8221; ein klassischer Fall von &#8220;Das Ergebnis ist nicht immer mehr als Summe der Teile&#8221;. Was ein kongenialer Mix aus &#8220;Taxi Driver&#8221; und &#8220;Falling Down&#8221; hätte sein müssen, der fiebrige Gewalttraum eines gegängelten Spießers, wird &#8220;dank&#8221; Gordons lebloser, pappiger Regie zu einer artifiziellen Meditation über die Natur der Zwischenmenschlichkeit, und das Gefühl als käufliches Produkt. Emotion kann Macht sein, muss gesetzt werden, ist durch Hilfsmittel wie Geld und Waffen erweiterbar.</p>
<p>Klingt trotzdem nicht schlecht? Tja, wenn die ganze Meditation denn wenigsten auf etwas hinaus liefe! Das Ende ist so bizarr wie unbefriedigend. Man hat das Gefühl, Gordon habe eine unbefriedigende Wendung am Schluß einfach weggeschnitten. Der Film ist plötzlich einfach vorbei. Vorhang. Danke. Vergessen Sie Ihre Jacke nicht.</p>
<p>Selbst Macy, gewöhnlich Garant differenzierter Darstellung, bringt kaum mehr als einen Dackelblick auf.</p>
<p>Das hier schmerzt mich sehr:</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/3belas2.jpg" alt="3belas2.jpg" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Da bin ich ja froh&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2007 11:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; dass ich dem Film &#8220;Black Water&#8221; in meiner Kritik vieles vorgeworfen habe &#8211; nicht aber mangelnden Realismus&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; dass ich dem Film &#8220;Black Water&#8221; in <a href="http://wortvogel.de/?p=445" title="Black Water Kritik" target="_blank">meiner Kritik</a> vieles vorgeworfen habe &#8211; nicht aber mangelnden <a href="http://www.news.com.au/story/0,23599,22241950-13762,00.html" title="Mann im Baum" target="_blank">Realismus</a>&#8230;</p>
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		<title>Fantasy Filmfest 2007: Hallam Foe</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/08/fff-07-hallam-foe/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 13:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[HALLAM FOE &#8211; THIS IS MY STORY (GB 2007) Story: Hallam ist kein glücklicher Teenager &#8211; seit dem Tod seiner Mutter hat er sich zurückgezogen, spioniert anderen Menschen nach, und verdächtigt seine Stiefmutter des Mordes. Als der heimische Konflikt (auch sexuell) eskaliert, flüchtet Hallam nach Edinburgh. Dort lernt er Kate, die Personalchefin eines Edelhotels, kennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>HALLAM FOE &#8211; THIS IS MY STORY (GB 2007)</strong><br />
<img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/hallam.jpg" title="Hallam Foe" alt="Hallam Foe" align="middle" /></p>
<p><strong>Story</strong>: Hallam ist kein glücklicher Teenager &#8211; seit dem Tod seiner Mutter hat er sich zurückgezogen, spioniert anderen Menschen nach, und verdächtigt seine Stiefmutter des Mordes. Als der heimische Konflikt (auch sexuell) eskaliert, flüchtet Hallam nach Edinburgh. Dort lernt er Kate, die Personalchefin eines Edelhotels, kennen &#8211; und verliebt sich in die junge Frau, die seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Doch Hallams Obsessionen lassen ihn nicht los, und als seine Eltern auftauchen, kommt es zum Streit.</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Mannometer, der Autor der Romanvorlage hat aber ein paar ziemlich heftige ödipale Probleme zu verarbeiten, wie es scheint &#8211; Sex mit der Stiefmutter UND einer Doppelgängerin der leiblichen Mutter, darauf muss man erstmal kommen. Und die beiden Frauen, die es dem sehr nerdigen Hallam besorgen, sind Claire Forlani und Sophia Myles &#8211; das riecht eher nach erfüllter pubertärer Masturbations-Phantasie als nach ehrlicher Narrative. Aber Schwamm drüber: &#8220;Hallam Foe&#8221; ist ein bezaubernder, leichtfüßiger Film über einen intelligenten jungen Mann, der massive Schwierigkeiten damit hat, sich abzunabeln. Sämtliche Darsteller überzeugen, und selbst das dröge Edinburgh kommt richtig gut rüber. Eine nennenswerte Story hat der Film nicht, er schwebt eher unbekümmert durch die Laufzeit, bis dann irgendwann&#8230; tja, irgendwas bei Hallam &#8220;klick&#8221; macht. Genau der richtige Film für die Berlinale, wo es auch einen Silbernen Bären für den Soundtrack gab. Was so ein federleichtes Geschichtchen allerdings beim Fantasy Filmfest zu suchen hat, das möge mir mal jemand bitte erklären.</p>
<p>Für Leute, die Strichlisten führen: Scharfer, kurzer Sex mit Claire Forlani ohne echte Nudity, dafür ausführlicher harter Sex samt topless von und mit Sophia Myles. Gibt einen Extra-Bela.</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/6belas11.jpg" alt="6belas11.jpg" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>FFF 07: Free Jimmy und Out of the Blue</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Aug 2007 08:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Sorry für die Pause zwischen den Reviews, aber ich war gegen Ende des Festivals ziemlich ausgepumpt. Die restlichen Kritiken reiche ich in Kurzform nach. Weitere Informationen zu allen Filmen finden sich hier. FREE JIMMY (Norwegen, England 2006) Story: Verschiedene Gruppen (Tierschützer, Ganoven, lättische Mafia) sind hinter dem Junkie-Elefangen Jimmy her, dem ein Haufen Drogen unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry für die Pause zwischen den Reviews, aber ich war gegen Ende des Festivals ziemlich ausgepumpt. Die restlichen Kritiken reiche ich in Kurzform nach.</p>
<p>Weitere Informationen zu allen Filmen finden sich <a title="FFF Programm" target="_blank" href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/pages/filme.html">hier</a>.</p>
<p><strong>FREE JIMMY (Norwegen, England 2006)</strong></p>
<p><img id="image485" alt="fff-0.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/fff-0.jpg" /></p>
<p><strong>Story</strong>: Verschiedene Gruppen (Tierschützer, Ganoven, lättische Mafia) sind hinter dem Junkie-Elefangen Jimmy her, dem ein Haufen Drogen unter die Haut gepflanzt wurde. Jimmy gelingt die Flucht in die norwegische Ödnis, wo er sich mit einem Elch anfreundet. Die komplett hirnbefreiten Verfolger machen sich derweil gegenseitig das Leben schwer&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Wenn nichts sonst, beweist &#8220;Free Jimmy&#8221; doch, dass man mit CGI mehr machen kann als Filme über Pinguine und Trolle. Manchmal fühlt man sich an den rüden Humor und den Stil von Robert Crumb erinnert, zumal beim Skript sicher auch die englische Bearbeitung von Simon Pegg (&#8220;Shaun of the Dead&#8221;) geholfen hat. Leider ist &#8220;Free Jimmy&#8221; trotzdem relativ fade, denn keine der Figuren ist nennenswert symapthisch, und einen wirklichen Fokus hat die Story auch nicht. 75 Minuten lang gehen sich alle Beteiligten rechtschaffen auf die Eier, und dann kommt es zu einem eher unbefriedigenden Ende. Geradezu bizarr ist allerdings die Drogentherapie, die der Elch mit Jimmy durchzieht &#8211; entweder ist das der Gipfel schwarzen Humors, oder es ist wirklich herzzerreissendes Melodrama. Technisch kann &#8220;Free Jimmy&#8221; in der Environment-CGI und bei der Beleuchtung kräftig punkten,  bekommt aber Abzüge bei der Charakter-Animation, den Bewegungen und dem Lip-Synching.</p>
<p>Ein CGI-Film für Biertrinker, die Elefantenkotze komisch finden.</p>
<p><img id="image488" alt="3belas.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/3belas.jpg" /><br />
<strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</strong></p>
<p><strong>OUT OF THE BLUE (Neuseeland 2006)</strong></p>
<p><img id="image486" alt="fff-1.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/fff-1.jpg" /></p>
<p><strong>Story</strong>: In dem beschaulichen, aber ärmlichen Küstenort Aramoana dreht eines Tages der einsiedlerische David Gray durch: Er ballert einen Nachbarn weg, der sich beschwert hat, und zündet dessen Haus an. Dann schnappt er sich den Rest seiner beträchtlichen Waffensammlung, und richtet in der Nachbarschaft ein Massaker an. Die völlig überforderte Polizei ist nicht in der Lage, den Spinner auszuschalten.</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Ja, schon kapiert &#8211; das soll alles quasi-dokumentarisch sein. Hart an der Realität. Also keine Charakterentwicklung, Handlungsbögen, Hauptfiguren oder sonstwas, das man gemeinhin mit dem Begriff &#8220;Film&#8221; verbindet. Meine Fresse, was für ein langweiliger Streifen! 20 Minuten dröges Dorfidyll, bis endlich mal was passiert, und nach der ersten Attacke kriechen 30 Minuten lang Leute flüsternd durch die Gegend, ohne dass was passiert. Mag ja sein, dass die Tat von David Gray (natürlich &#8220;basierend auf Tatsachen&#8221;) für Neuseeland traumatisch war &#8211; traumatisch ist für den deutschen Zuschauer allenfalls die komplette Unfähigkeit der Macher, aus realen Ereignissen eine funktionierende Dramaturgie zu destillieren. Und nein, der Typ links auf dem Bild ist nicht Robert Palmer. Robert Palmer ist tot.<br />
<img id="image489" alt="1bela.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/08/1bela.jpg" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Interna: Wartungsarbeiten / Premonition</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Aug 2007 15:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Privates]]></category>

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		<description><![CDATA[Na Mahlzeit! Gestern ist mir mein Notebook vom Sofa gefallen. Ich dachte, alles sei okay, aber schnell stellte sich heraus, dass die Festplatte massiv gelitten hat. Diese Nachricht schreibe ich auf meinem nur notdürftig ausgestatteten Zweitgerät. Machen wir es kurz: Den heutigen Tag habe ich mit Datenrettung verbracht, der Abend bringt die neue Festplatte (endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na Mahlzeit! Gestern ist mir mein Notebook vom Sofa gefallen. Ich dachte, alles sei okay, aber schnell stellte sich heraus, dass die Festplatte massiv gelitten hat. Diese Nachricht schreibe ich auf meinem nur notdürftig ausgestatteten Zweitgerät.</p>
<p>Machen wir es kurz: Den heutigen Tag habe ich mit Datenrettung verbracht, der Abend bringt die neue Festplatte (endlich mal von 30 auf 80GB aufrüsten), und morgen wird es ca. acht Stunden dauern, das Gerät aus Normalstatus zu bringen. Das kommt davon, wenn man furchtbar viele spezielle Programme benutzt und dementsprechend neu installieren muss.</p>
<p>Und nein: Norton Ghost hilft auch nicht mehr, weil sich von der beschädigten Platte kein Image mehr anlegen läßt.</p>
<p>Um euch bis zu meiner Rückkehr nicht ganz im Regen stehen zu lassen, hier ein paar Worte zum FFF-Film <strong>&#8220;Premonition&#8221;</strong> mit Sandra Bullock:</p>
<p>Story: Linda Harrison erfährt, dass ihr Mann Jim bei einem Autounfall gestorben ist. Am nächsten Morgen wacht sie aber neben ihm auf &#8211; alles in Ordnung. Ein Tag später wacht sie auf &#8211; zu Jims Beerdigung. Linda stellte fest, dass sie eine ganze Woche &#8220;asynchron&#8221; erlebt, und die Tage in falscher Reihenfolge absolviert. Sie beginnt, den Gang des Schicksals zu beeinflussen, um Jims Leben zu retten&#8230;</p>
<p>Kritik: Der zweite Frauengrusler mit Frau Bullock (nach dem etwas schwachbrüstigen &#8220;Das Haus am See&#8221;) ist eine deutliche Steigerung &#8211; die Geschichte ist ein geschickt konstruiertes Puzzlespiel, und die Hauptfigur stellt sich zur Abwechslung mal nicht dumm wie Brot an. Man ahnt zwar, worauf es hinaus läuft, aber trotzdem kann &#8220;Premonition&#8221; solide unterhalten. Ist halt ein Grusler für die Freundin, die es nicht gar so blutig mag.</p>
<p>Nervend nur die Heulsusenmusik von Klaus Badelt, der irgendwo mal gelesen haben muss, dass Suspense mit Geigen und Klavier erzeugt wird &#8211; und nun nichts anderes mehr kann.</p>
<p>Übrigens das Hollywood-Debüt des deutschen Regisseurs von &#8220;Lautlos&#8221;.</p>
<p>Vier Belas.</p>
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		<title>Fantasy Filmfest 2007: OSS 117</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-oss-117/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 08:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[OSS 117: CAIRO, NEST OF SPIES (F 2006, 99 min, frz. OmeU) REGIE: Michel Hazanavicius DARSTELLER: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, Aure Atika, Philippe Lefebvre, Constantin Alexandrov, Saïd Amadis DREHBUCH: Jean-François Halin, Michel Hazanavicius WEBSITE Story: 1955. Top-Agent (und Vollidiot) OSS 117 reist nach Kairo, um den Tod seines Partners Jack zu untersuchen. Er stößt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OSS 117: CAIRO, NEST OF SPIES (F 2006, 99 min, frz. OmeU)</strong></p>
<p>REGIE: Michel Hazanavicius<br />
DARSTELLER: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, Aure Atika, Philippe Lefebvre, Constantin Alexandrov, Saïd Amadis<br />
DREHBUCH: Jean-François Halin, Michel Hazanavicius<br />
<a target="_blank" title="OSS 117" href="http://www.oss117.fr"> WEBSITE</a></p>
<p><strong><img align="left" alt="OSS 117" id="image382" title="OSS 117" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/oss-117-4.jpg" />Story:</strong><br />
1955. Top-Agent (und Vollidiot) OSS 117 reist nach Kairo, um den Tod seines Partners Jack zu untersuchen. Er stößt in ein Wespennest, denn die Ägypter sind nicht gut auf die Engländer zu sprechen, die den Suezkanal kontrollieren. Darum geben sich in der Hauptstadt die Agenten aller Herren Länder die Klinke in die Hand. Von arabischer Kultur versteht OSS gleich null, aber dafür hat er ja die bezaubernde Larmina als Fremdenführerin. Schon bald wird klar, dass Jack in einen groß angelegten Waffenschmuggel verwickelt war…</p>
<p><span id="more-379"></span></p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Eins vorab: „OSS 117“ ist keine Parodie auf „Bond 007“, sondern auf &#8211; „OSS 117“! Tatsächlich war die Romanreihe aus der Feder von Jean Bruce in den 50er und 60er Jahren sehr beliebt, und wurde gleich mehrfach verfilmt. Der neue Film hält sich recht streng an die Mechanismen und Klischees des Originals, überdreht sie aber derart, dass eine Komödie dabei herauskommt. Und die ist wirklich sehenswert, was ich in diesem Fall wörtlich meine – „look &#038; feel“ von „OSS 117“ imitieren derart perfekt den Stil der unzähligen mediterranen Agentenfilm der 60er Jahre, dass man sich unvermittelt um 45 Jahre in der Zeit zurück versetzt fühlt. Würde Jean Dujardin nicht gar so heftig mit den Augenbrauen chargieren – der Film ließe sich kaum von den Originalen unterscheiden. In dieser Hinsicht ist er z.B. „Austin Powers“ weit überlegen. Hinzu kommt, dass Dujardin die Manierismen von Sean Connery, Frank Stafford und Tony Kendall perfekt studiert hat: da sitzt jede Bewegung, jede Haarsträhne, und jedes Nyltest-Hemd.</p>
<p><img alt="oss-117-1.jpg" id="image381" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/oss-117-1.jpg" /></p>
<p>Wer also schon immer ein Fan der klassischen Bond-Abenteuer war, wird von „OSS 117“ prächtig unterhalten – zumal das Drehbuch brillant die kolonialistische Attitüde und den Chauvinismus der Vorlagen veralbert.</p>
<p>Allein, es fehlt mitunter an Knaller-Gags. Zwei, drei Sequenzen stechen heraus, und man wird über die gesamte Laufzeit gut amüsiert, aber die großen Pointen läßt der Film (vielleicht absichtlich) außen vor. So schmunzelt man vor sich hin, während die Schenkel ungeklopft bleiben.</p>
<p>Trotzdem: Jeder Filmfan, der mit den Bond-Abenteuern aufgewachsen ist, sollte sich „OSS 117“ mal ansehen. Der zweite Teil ist ja auch schon in Arbeit.</p>
<p><strong>Dringlichkeit:</strong> Kann man sich im Kino mit der Freundin gönnen, ansonsten gerne auf DVD oder im Fernsehen</p>
<p><img alt="5belas.jpg" id="image384" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/5belas.jpg" /><br />
<strong>Positiv</strong>:<br />
Die Darsteller, das Produktionsdesign, der Humor</p>
<p><strong>Negativ</strong>:<br />
Ein gewisser Gag-Mangel</p>
<p><strong>Hört nicht auf mich:</strong><br />
<em> “Egypt in 1955 is the deadpan setting for OSS 117: Cairo, Nest of Spies, a spy spoof that – rarity of rarities – reps a remake actually worth making. Current comic fave Jean Dujardin plays title character OSS 117 as a kind of James Bond crossed with Maxwell Smart. Sparkling production design, a jubilantly retro score and a genuine flair for using the film and TV vocabulary of the ‘60s to revisit colonial arrogance put pic in the same conceptual ballpark as Austin Powers or The Naked Gun series.” – Variety</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fantasy Filmfest 2007: The Messengers</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-the-messengers/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2007 11:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[The Messengers (USA 2006, 84 min, englische OV) REGIE: Oxide Pang Chun, Danny Pang DARSTELLER: Kristen Stewart, Dylan McDermott, Penelope Ann Miller, John Corbett, Evan Turner DREHBUCH: Mark Wheaton, Todd Farmer WEBSITE Story: Familie Solomon zieht von Chicago ins amerikanische Hinterland, um rund um ein altes Farmhaus Sonnenblumen zu züchten. Man ahnt, es liegt etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>The Messengers (USA 2006, 84 min, englische OV)<br />
</strong></p>
<p>REGIE: Oxide Pang Chun, Danny Pang<br />
DARSTELLER: Kristen Stewart, Dylan McDermott, Penelope Ann Miller, John Corbett, Evan Turner<br />
DREHBUCH: Mark Wheaton, Todd Farmer<br />
<a title="Messengers" target="_blank" href="http://www.messengers-film.de">WEBSITE </a><br />
<strong><img align="left" title="Messengers" id="image394" alt="Messengers" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/messengers-poster.jpg" />Story:</strong><br />
Familie Solomon zieht von Chicago ins amerikanische Hinterland, um rund um ein altes Farmhaus Sonnenblumen zu züchten. Man ahnt, es liegt etwas im Busch, denn Tochter Jess hat ein sichtlich strapaziertes Verhältnis zu den Eltern, und der kleine Ben weigert sich, altersgerecht zu sprechen. Dabei wäre eine solide Eltern/Kind-Kommunikation gerade jetzt wichtig – Krähen greifen immer wieder an, seltsame Flecken erscheinen an den Wänden, und Jess wird das Gefühl nicht los, dass ihr hosenscheissender Babybruder begeistert Sachen anstarrt, die sonst niemand sehen kann…</p>
<p><span id="more-396"></span></p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Die Inhaltsangabe macht es überdeutlich: Ein weiterer „haunted house“-Film, diesmal vom thailändischen Brüderpaar Pang, das mit „The Eye“ international (aber nicht bei mir) Eindruck machte. Hinzu kommt ein Schuß „Die Vögel“, und das übliche „verdrängte Familienproblem“ (diesmal besonders lächerlich – Jess hatte dereinst leicht angeheitert ein Auto geschrottet). Und genau da liegt auch das Problem: „The Messengers“ hat so gar nichts Neues zu bieten. Die üblichen Grusel- und Schockmomente werden in schöner Umgebung sauber abgespult, das Tempo wird solide gesteigert, und am Ende des zweiten Akts gibt es noch die stereotypen „Überraschungen“, die dann zum Finale führen.</p>
<p><img id="image395" alt="messengers.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/messengers.jpg" /></p>
<p>Was „The Messengers“ zumindest in Mittelfeld hält, ist die sehr schöne Produktion, und die gute Leistung aller Darsteller. Kristen Stewart ist nicht nur ein Leckerchen, sondern überzeugt auch auf schauspielerischer Ebene. Ich rechne es den Autoren an, dass sie tatsächlich versucht haben, eine anständige Backstory für das Haus zu entwickeln, auch wenn diese am Schluss doch zu knapp abgehandelt wird.</p>
<p>Alles in allem business as usual. Es fällt erneut auf, wie leicht es heutzutage zu sein scheint, schick aussehende Gruselfilme zu drehen – und wie schwer, diese auch nur mit einer halbwegs interessanten Story auszustatten.</p>
<p><strong>Positiv:</strong><br />
Die Kamerarbeit, die Darsteller, einzelne Schockszenen</p>
<p><strong>Negativ:</strong><br />
Fortschreitende Ideenlosigkeit, unaugegorene Backstory, schwache Twists</p>
<p><img id="image385" alt="3belas.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/3belas.jpg" /></p>
<p><strong>Hört nicht auf mich:</strong><br />
<em>“Like too many horror pictures, The Messengers becomes more boringly prosaic as it goes along, and there&#8217;s an 11th-hour plot twist so dumb and poorly articulated that it destroys the movie. That&#8217;s a shame, because shot for shot, the Pangs might be the most terrifying filmmakers alive.” &#8211; New York Times</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fantasy Filmfest 2007: The Abandoned</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-the-abandoned/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2007 10:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[THE ABANDONED (Spanien 2006, 90 min, englische OV) REGIE: Nacho Cerda DARSTELLER: Anastasia Hille, Karel Roden, Valentin Ganev, Paraskeva Djukelova DREHBUCH: Nacho Cerdà, Karim Hussain, Richard Stanley PRODUZENTEN: Carlos Fernández, Julio Fernández WEBSITE Story: Die 41jährige Filmproduzentin Marie reist nach Russland, um endlich das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften (als Baby wurde sie in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>THE ABANDONED (Spanien 2006, 90 min, englische OV)</strong></p>
<p>REGIE: Nacho Cerda<br />
DARSTELLER: Anastasia Hille, Karel Roden, Valentin Ganev, Paraskeva Djukelova<br />
DREHBUCH: Nacho Cerdà, Karim Hussain, Richard Stanley<br />
PRODUZENTEN: Carlos Fernández, Julio Fernández<br />
<a title="The Abandoned" target="_blank" href="http://www.theabandonedmovie.com">WEBSITE</a></p>
<p><img align="left" title="The Abandoned" id="image365" alt="The Abandoned" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/abandoned-7.jpg" /><strong>Story:<br />
</strong>Die 41jährige Filmproduzentin Marie reist nach Russland, um endlich das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften (als Baby wurde sie in der Pampa ausgesetzt, und später adoptiert). Sie findet heraus, dass ihrer leiblichen Familie ein seit 40 Jahren verlassenes Haus gehörte, welches nun in ihre Besitz übergeht. Das Haus liegt scheinbar am Ende der Welt, auf allen Seiten umschlossen von Wasser. Dort trifft sie Nikolai, der behauptet, ihr ebenso verschollener Bruder zu sein. Schlimmer als der spontane Familienzuwachs sind aber die Zombie-Versionen von Marie und Nikolai, die immer wieder auftauchen – und die Tatsache, dass sich in dem Haus die Zeitebenen nach Lust und Laune zu überschneiden scheinen.</p>
<p><span id="more-367"></span></p>
<p><strong>Kritik:<br />
</strong>„The Abandoned“ fängt stark an, mit harschen Bildern russischer Landschaften, Schauspielern mit gelebten Gesichtern, und einer drückenden Atmosphäre von Isolation und Bedrohung. Man lehnt sich schnell gemütlich zurück in der Vorfreude, einen clever strukturierten „Grusler“ genießen zu können.</p>
<p>Doch wie so viele Filme der aktuellen Welle kann „The Abandoned“ das Versprechen des guten Anfangs nicht einlösen, und verläuft sich immer mehr in beliebigen Suspense-Szenen, die anscheinend willkürlich aneinander gereiht werden. Marie und Nikolai verbringen fast die gesamte Laufzeit damit, besorgt in verrottende Räumlichkeiten zu stieren. Das kann mitunter ganz effektiv sein (die im Schein der Taschenlampe sichtbar werdenden Zeitebenen sind eine verdammt clevere Idee), aber irgendwann ermüdet der Zuschauer, der halt auch gerne mal wissen würde, was zum Teufel das alles eigentlich soll. Leider hat er den Regisseur da nicht auf seiner Seite, und am Ende gönnt sich „The Abandoned“ genau so wenig Auflösung wie das gros der aktuellen Japano-Grusler.</p>
<p><img align="middle" title="The Abandoned" id="image366" alt="The Abandoned" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/abandoned-6.jpg" /></p>
<p>Irgendwann ist der Streifen zu Ende, man kratzt sich am Kopf, und hakt es ab.</p>
<p>Ob man „The Abandoned“ mag, hängt sicher elementar davon ab, ob man seinen Horror eher „old school“ bevorzugt (also story-getrieben), oder doch eher ein Atmosphäre-Junkie ist. Ich bin Ersteres, und daher bekommt der Film eher den Daumen runter. In einem insgesamt schwächeren FFF-Programm wäre ich sicher gnädiger gewesen.</p>
<p><strong>Dringlichkeit:</strong> Kann man sich auch schon mal auf DVD ausleihen</p>
<p><img id="image385" alt="3belas.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/3belas.jpg" /></p>
<p><strong>Positiv</strong>:<br />
Die Kamerarbeit, die Darsteller, das Produktionsdesign.</p>
<p><strong>Negativ</strong>:<br />
Das Plotting, die unnötig extremen Schockeffekte, das Voice Over am Ende.<br />
<strong><br />
Hört nicht auf mich:</strong><br />
<em>“The Abandoned has been rather unceremoniously dumped into U. S. theaters sans previews by Lionsgate. A pity, since this is just the kind of offbeat genre piece that might have benefited from stroking buzz among serious genre aficionados. Those looking for formula slasher fare may be less appreciative, since the pic’s brand of arty, surreal Euro-horror is more beloved by cultists than teenage mallrats. Minimally plotted but beautifully atmospheric nightmare.” – Variety</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fantasy Filmfest 2007: Black Water</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-black-water/</link>
		<comments>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-black-water/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2007 10:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[BLACK WATER (Austr. 2007, 90 min, englische OV) REGIE: David Nerlich, Andrew Traucki DARSTELLER: Diana Glenn, Maeve Dermody, Andy Rodoreda DREHBUCH: David Nerlich, Andrew Traucki WEBSITE Story: Ein Plot wie ein Partywitz: Sitzen drei auf dem Baum. Kommt ein Krokodil vorbei… Im Ernst: Grace, Lee und Adam fahren die australische Küste entlang, um die Schönheiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BLACK WATER (Austr. 2007, 90 min, englische OV)</strong></p>
<p>REGIE: David Nerlich, Andrew Traucki<br />
DARSTELLER: Diana Glenn, Maeve Dermody, Andy Rodoreda<br />
DREHBUCH: David Nerlich, Andrew Traucki<br />
<a title="Black Water" target="_blank" href="http://www.blackwatermovie.com">WEBSITE</a></p>
<p><strong><img align="left" alt="Black Water" id="image442" title="Black Water" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/black-water-poster.jpg" />Story:<br />
</strong>Ein Plot wie ein Partywitz: Sitzen drei auf dem Baum. Kommt ein Krokodil vorbei…</p>
<p>Im Ernst: Grace, Lee und Adam fahren die australische Küste entlang, um die Schönheiten des Kontinents zu besichtigen. Sie nehmen an einer Bootstour in Salzwassersümpfe teil. Dort macht ein riesiges Krokodil ihr Schiffchen platt, und die drei Helden finden sich auf einem Baum wieder, der mitten im Wasser steht. Vermißt werden sie nicht, und bis Hilfe kommt, kann es Wochen dauern. Was tun? Man könnte versuchen, das Boot wieder fit zu machen. Aber dazu müsste man erneut ins brackige Wasser…</p>
<p><span id="more-445"></span></p>
<p><strong>Kritik:<br />
</strong>„Black Water“ möchte sooo gerne der diesjährige „Open Water“ sein. Das Konzept ist extrem ähnlich, der Titel auch, und schon das Plakat verkündet stolz „based on a true story“ (was ich bei diesen Filmen immer für sehr fragwürdig halte).</p>
<p>Tatsächlich ist „Black Water“ als Zwischendurch-Grusler gar nicht so übel. Die Darsteller geben sich Mühe, die Sumpflandschaft ist eine bisher nicht zu sehr ausgelutschte Location, und wenn dann mal das Salzwasser-Krokodil auftaucht, möchte man nicht in den Badelatschen der Protagonisten stecken.</p>
<p><img alt="blackwater-16.jpg" id="image443" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/blackwater-16.jpg" /></p>
<p>Leider hakt der Film an diversen Stellen auch böse: zuerst einmal zieht die Spannung zum Ende hin kaum an. Der erste Angriff, bei dem das Boot gekippt wird, ist ebenso effektiv wie die letzte Attacke des Kroks. Alles bleibt in etwa auf einem Level.</p>
<p>Noch schlimmer ist die Tatsache, dass unsere Helden sich ja in relativer Sicherheit befinden. Sie sind ihrem Schicksal nicht ausgeliefert. Jede Krokodilattacke BEDINGT, dass unsere Helden sich entscheiden, aus verschiedenen Gründen wieder ins Wasser zu steigen. Das macht die Angriffe ein wenig vorhersehbar, denn im Gegensatz zu den Haien in „Open Water“ gibt es keine wirklich „unerwarteten“ Probleme.</p>
<p>Damit nicht genug: Die psychologischen Probleme, die sich durch die Belagerung der Krokodile ergeben, sind dem Film kaum einen Nebensatz wert. Nur mal so gefragt: Wie scheißen die Protagonisten? Wie ist es mit Hunger und Durst? Mit dem Gleichgewicht auf dem Ast im Schlaf? Selbst die Schwangerschaft von Grace wird im ersten Akt eingeführt, dann aber sang- und klanglos fallen gelassen. Aus diesen ganzen Details hätte man einen prima Survivalthriller machen können – „Black Water“ beschränkt sich aber auf einen Krok-Angriff nach dem anderen, bis am Schluß kaum noch wer übrig ist.</p>
<p>Und wo wir gerade beim Schluß sind: Das hätte ich doch gerne noch etwas konkreter gehabt…</p>
<p><strong>Dringlichkeit</strong>: Freundinnen-tauglicher Horror für einen gemütlich gruselnden DVD-Abend</p>
<p><strong>Positiv:</strong><br />
Knappes Konzept, solide Darsteller, surreale Umgebung</p>
<p><strong>Negativ:</strong><br />
Logische Schwächen, schwache Spannungskurve, unbefriedigendes Ende</p>
<p><img alt="3belas2.jpg" id="image444" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/3belas2.jpg" /></p>
<p><em>Keine externe Kritik vorhanden</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fantasy Filmfest 2007: I&#8217;m a Cyborg, but that&#8217;s okay</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-im-a-cyborg-but-thats-okay/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jul 2007 14:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[I&#8217;M A CYBORG, BUT THAT&#8217;S OK (SK 2006, 105 min, OmeU) REGIE: Chan-wook Park DARSTELLER: Su-jeong Lim, Rain, Hie-jin Choi, Byeong-ok Kim, Dal-su Oh DREHBUCH: Chan-wook Park, Seo-Gyeong Jeong WEBSITE (koreanisch) Story: Young-goon lutscht an Batterien, spricht mit Kaffeeautomaten, trägt die Zahnprothese der Großmutter – und sitzt konsequenter- weise in der Klappse. Normales Essen verweigert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>I&#8217;M A CYBORG, BUT THAT&#8217;S OK (SK 2006, 105 min, OmeU)<br />
</strong><br />
REGIE: Chan-wook Park<br />
DARSTELLER: Su-jeong Lim, Rain, Hie-jin Choi, Byeong-ok Kim, Dal-su Oh<br />
DREHBUCH: Chan-wook Park, Seo-Gyeong Jeong<br />
<a title="I'm a Cyborg" target="_blank" href="http://www.cyborg2006.co.kr">WEBSITE</a> (koreanisch)</p>
<p><strong><img align="left" title="Cyborg" id="image439" alt="Cyborg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/cyborg2.jpg" />Story:<br />
</strong>Young-goon lutscht an Batterien, spricht mit Kaffeeautomaten, trägt die Zahnprothese der Großmutter – und sitzt konsequenter- weise in der Klappse. Normales Essen verweigert sie – das täte ihren Cyborg-Innereien nicht gut. Ach so, richtig: Young-goon glaubt, sie sei ein Maschinenwesen, und ihre Aufgabe sei es, „die Weißen“ (Ärzte. Pfleger, Schwestern) zu massakrieren. Leider ist ihr Akku dafür noch nicht weit genug aufgeladen.</p>
<p>Ihre Ärzte hingegen sind der Meinung, dass das mit dem Akku auch nichts mehr wird – auf Grund der konsequenten Nahrungsverweigerung wird Young-goon sterben. Dem schüchternen Mitpatienten Il-Sun, der sich gerne hinter Masken versteckt, ist das gar nicht recht…</p>
<p><span id="more-440"></span></p>
<p><strong>Kritik:<br />
</strong>Chan-wook Park ist ein Ausnahme-Regisseur, der im asiatischen Raum allenfalls mit Takeshi Kitano vergleichbar ist, und weltweit vielleicht noch mit David Cronenberg. Seine Filme zeugen nicht nur von absoluter technischer Brillanz, sondern auch erzählerischem Übertalent. Park beherrscht das Medium auf eine Weise, die es ihm erlaubt, mühelos Genregrenzen zu durchbrechen, und sich das Kino untertan zu machen. Ein Park-Film ist immmer ein Park-Film – nie ein Gangsterfilm, ein Drama, oder eine Komödie.</p>
<p>Auch „I’m a Cyborg, but that’s okay“ (sicher der sympathischste Filmtitel, den ich seit langem gehört habe) ist das Ergebnis einer singulären Vision, die unbeeinflußt geblieben ist von kommerziellen Erfordernissen, oder dem Versuch, nach der Vengeance-Trilogie auf Nummer Sicher zu gehen.</p>
<p><img id="image438" alt="cyborg1.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/cyborg1.jpg" /></p>
<p>Man kann „I’m a Cyborg“ mit dem Satz „Ein koreanischer ‚Einer flog über das Kuckucksnest’“ recht solide auf den Punkt bringen. Und doch ist der Film viel mehr: Liebeskomödie, Drama, Slapstick, Familienfilm, Fantasy. Durch alle Genres zieht sich wie ein roter Faden die Frage nach Selbstbestimmung, nach Identität, nach dem Platz des Einzigartigen in einer Welt der Konformität. Dass damit auch das Dilemma des koreanisches Selbstverständnisses auf den Punkt gebracht wird, sei nur am Rande vermerkt.</p>
<p>Natürlich profitiert Park nicht nur von seiner absolut meisterlichen Handhabe aller dramaturgischen Mittel, sondern von exzellenten Darstellern in extrem schrägen Rollen. Hauptdarstellerin Lim (und ja – ich weiß immer noch nicht, ob das nun Vor- oder Nachname ist) sieht mit Riesenaugen, weißen Augenbrauen und Schockhaar-Perücke wirklich wie ein Alien aus, während Popstar Rain die notwendige Unschuld mitbringt, um Young-goons potentieller rettender Engel zu werden.</p>
<p>Vielleicht ist es das größte Hindernis des Films, dass die Zuschauer eine konsequente Fortführung des „Old Boy“-Stils erwartet haben. Genau dem verweigert sich Park – „I’m a Cyborg“ ist seiner künstlerischen Freiheit ebenso geschuldet wie „Dolls“, den Takeshi Kitano nach „Brother“ drehen MUSSTE, um seine Autonomie zu wahren. Der Bruch der Erwartung ist der Schritt zur völligen Unabhängigkeit.</p>
<p>Okay, genug salbadert – ist der Film denn auch wirklich unterhaltsam? Das steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. „I’m a Cyborg“ ist (mit zwei Ausnahmen) frei von Actionszenen, und handelt von Charakteren, die kaum in der Lage sind, sich zu artikulieren. Man muss sich einlassen, einfühlen, und langsam den Weg in die absurde Welt der Nervenheilanstalt finden. Das erfordert eine gewisse Investition in Aufmerksamkeit, die nicht jeder zu leisten bereit ist (ein Zuschauer drei Sitze links von mir schlief nach einer Stunde ein, und schnarchte laut). „I’m a Cyborg“ bietet sich nicht an, sondern muss erarbeitet werden.</p>
<p>Hinzu kommt ein beständig wechselnder Fokus. Park gibt sich mehr Mühe mit den Nebenfiguren, als vielleicht notwendig gewesen wäre – nur um sie am Schluss dann doch fallen zu lassen. Damit füllt er 105 Minuten Laufzeit, ohne immer den erzählerischen Faden zu halten. Im Kern ist die Geschichte von Young-goon und Il-san außerdem sehr simpel gestrickt.</p>
<p>All das kann man für Schwächen im Drehbuch halten, aber wenn man sich anschaut, wie perfekt Park ohne größere Exposition die Gründe für Young-goons Psychose aufarbeitet, dann wird klar, dass nichts in „I’m a Cyborg“ zufällig ist. Die gewisse erzählerische Unschärfe ist gewollt.</p>
<p>Ach ja: es wird auch gejodelt. Und von den Schweizer Alpen geträumt. Und mit der statischen Elektrizität von Filzsocken geflogen.</p>
<p><strong>Nach längerem Kampf mit mir selbst habe ich mich entschieden, „I’m a Cyborg“ keine Bela-Wertung zu geben.<br />
</strong><br />
<strong>Dringlichkeit:</strong> Für solche Filme wurden Kinoleinwände erfunden – man sollte allerdings wach bleiben können</p>
<p><strong>Positiv:<br />
</strong>Drehbuch, Darsteller, Inszenierung</p>
<p><strong>Negativ:</strong><br />
Längen im Aufbau, Schwierigkeiten, den Fokus zu halten</p>
<p><strong>Hört nicht auf mich:<br />
</strong><em>“Thoroughly inspired, genuinely charming, and gloriously bizarre” – Efilmcritic.com</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fantasy Filmfest 2007: Death Note</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-death-note/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jul 2007 11:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[DEATH NOTE (Japan 2006, 126 min, japanische OmeU) REGIE: Shusuke Kaneko DARSTELLER: Tatsuya Fujiwara, Ken&#8217;ichi Matsuyama, Asaka Seto, Yu Kashii, Shigeki Hosokawa, Erika Toda DREHBUCH: Tetsuya Oishi, Tsugumi Oba und Takeshi Obata (Mangavorlage) WEBSITE Story: Der brillante Student Light findet ein Notizbuch mit der Aufschrift „Death Note“. Jede Person, die er dort einträgt, stirbt. Anfänglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DEATH NOTE  (Japan 2006, 126 min, japanische OmeU)<br />
</strong><br />
REGIE: Shusuke Kaneko<br />
DARSTELLER: Tatsuya Fujiwara, Ken&#8217;ichi Matsuyama, Asaka Seto, Yu Kashii, Shigeki Hosokawa, Erika Toda<br />
DREHBUCH: Tetsuya Oishi, Tsugumi Oba und Takeshi Obata (Mangavorlage)<br />
<a target="_blank" title="Death Note" href="http://www.deathnote.viz.com/">WEBSITE </a></p>
<p><strong><img align="left" alt="Death Note Poster" id="image434" title="Death Note Poster" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/death-note-00.jpg" />Story:<br />
</strong>Der brillante Student Light findet ein Notizbuch mit der Aufschrift „Death Note“. Jede Person, die er dort einträgt, stirbt. Anfänglich noch von der Idee getrieben, die Welt von bösen Kriminellen zu befreien, beginnt er schon bald damit, jeden aus dem Weg zu räumen, der ihm irgendwie hinderlich erscheint. Die Polizei versucht mit einer Sondereinheit, der seltsamen Mordserie auf die Schliche zu kommen – Leiter ist ausgerechnet Lights Vater. Nach einer Weile schaltet sich der geniale „L“ ein, den es reizt, den intellektuellen Kampf gegen Light aufzunehmen…</p>
<p><span id="more-436"></span></p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Vielleicht bin ich einfach nicht der Richtige, um japanische Mangaverfilmungen zu besprechen. Ich will das gar nicht ausschließen. Weder lese ich die telefonbuchdicken Comics, noch erfreue ich mich an absurden Mädchen-Trickserien mit 500 Folgen. J-Horror hat mich angesichts der üblichen Storylosigkeit nie fasziniert, und Superhelden-Teams in schwulen Outfits können mir gestohlen bleiben.</p>
<p>Sei’s drum.</p>
<p>„Death Note“ ist die erste Live Action-Verfilmung eines extrem erfolgreichen Mangas, von dem es auch schon eine Zeichentrickserie gibt. Das Thema ist für japanische Verhältnisse nicht unüblich: Allmachtsphantasien und deren moralische Konsequenz. Und natürlich die (intellektuelle, nicht räumliche) Isolation vom Rest der Gesellschaft. Da passt perfekt, dass Protagonist Light in einer Szene Nietzsches „Jenseits von gut und böse“ (auf deutsch!) liest.</p>
<p>Und ich geb’s ja zu: Das klingt auf dem Papier (pun intended) ganz interessant – was wäre, wenn man einfach den Namen einer Person aufschreiben müsste, der man den Tod wünscht?</p>
<p>Aber für meinen Geschmack ist „Death Note“ eine ziemlich fade Angelegenheit. Die Ausrichtung des Films auf Teenager zeigt sich in der extremen Spannungsarmut, den bunten freundlichen Farben (es gibt kaum Nachtszenen), sowie einem Mangel an echter Atmosphäre und nennenswerter Gewalt (die meisten Opfer sterben an Herzinfarkt, und ein Selbstmord per Kopfschuss bleibt komplett blutfrei). „Death Note“ hat den langweiligen Look eines TV-Films, und ist vollgepackt mit product placement. Das geht sogar soweit, dass das eigentliche Totenbuch so lächerlich unecht wirkt, dass es wohl am ehesten dazu dient, eine perfekte Kopie des Merchandisings zum Film zu sein.</p>
<p>Schade eigentlich, denn angesichts des durchaus gewichtigen Themas hätte man aus „Death Note“ eine interessante Meditation über das Recht auf Selbstjustiz und die Todesstrafe machen können. Das scheitert aber vor allem daran, dass das Drehbuch zwar recht clever das Katz &#038; Maus-Spiel von Light und „L“ verfolgt, bei den moralischen Implikationen aber böse stolpert – wir erfahren nie, ob Light wirklich ein moralisches Dilemma verspürt, und warum er relativ relaxed vom „Rächer der Unschuldigen“ zum blutrünstigen Mörder umschaltet. Ein in meinen Augen wesentlich vielversprechenderer Ansatz wäre es gewesen, die moralische Korruption von Light als graduellen Verfall zu zeigen, als unvermeidbaren Abstieg, der mit übermenschlicher Macht verbunden ist.</p>
<p>Auch ansonsten ist das Skript nicht ganz so schlau, wie es sein möchte: An keiner Stelle wird die Frage geklärt, was denn passieren würde, wenn die Polizei Light wirklich fasst. Es gibt wohl kaum einen Paragraphen im japanischen Strafgesetzbuch, der es einem jungen Mann verbietet, Namen in ein Notizbuch zu kritzeln. Und Light könnte jederzeit mit den Morden aufhören (er ist ja kein Psychopath, der morden MUSS) – was er aber unsinnigerweise nicht tut.</p>
<p><img align="left" alt="Ryuk" id="image435" title="Ryuk" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/death-note-01.jpg" />Sodele, und bis hierher habe ich Ryuk noch gar nicht erwähnt – den Totengott, dem das Totenbuch eigentlich gehört. Als CGI-Kreatur ungefähr auf Egoshooter-Niveau, ist Ryuk vermutlich die größte vertane Chance des Films. Er frisst die ganze Zeit Äpfel, macht halbgare Sprüche, und trägt nichts, aber wirklich gar nichts, zur Handlung bei. Er ist ein Gimmick, visuell zwischen dem Batman-Gegner „Creeper“ und Eddie, dem Maskottchen von Iron Maiden, angesiedelt.</p>
<p>Und als Tüpfelchen auf dem i hat „Death Note“ kein Ende – nur den Einstieg in den zweiten Teil (den ich auch noch besprechen werde). Das ist schon ziemlich frech.</p>
<p>Zusammenfassend: Visuell witzlos, nicht konsequent durchdacht, zu lang, und teilweise albern. Aber wißt ihr was? Die IMDB gibt einen Durchschnittswert von über 7 Punkten an, und es gibt haufenweise begeisterte Kritiken zum Film. Vielleicht verstehe ich davon tatsächlich nichts. Wer einen Hang zum japanischen Kino hat, sollte daher meine Wertung mit extremer Vorsicht genießen (oder gleich ganz ignorieren).</p>
<p><strong>Dringlichkeit:</strong> Man sollte sich den Film sowieso nur als Japan-Allesfresser anschauen, da reicht die DVD allemal</p>
<p><strong>Positiv:<br />
</strong>Cleveres Konzept, kein Standard J-Horror</p>
<p><strong>Negativ:<br />
</strong>Schwacher Look, keine Suspense, zu lang</p>
<p><img id="image437" alt="3belas1.jpg" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/3belas1.jpg" /></p>
<p><strong>Hört nicht auf mich:</strong><br />
<em>“An exciting and suspenseful film that complements fans of the manga, and should appeal to the casual crowd as well. The only thing missing from the film is the sequel to it. And judging from this film, the Death Note film series is in good hands.” – Cinema Repose</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fantasy Filmfest 2007: Unrest</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-unrest/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jul 2007 08:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[UNREST (USA 2006, 85 min, englische OV) REGIE: Jason Todd Ipson DARSTELLER: Corri English, Scott Davis, Joshua Alba, Jay Jablonski, Derrick O&#8217;Connor DREHBUCH: Chris Billett, Jason Todd Ipson WEBSITE Story: Medizinstudentin Allison ist zwar Agnostikerin, aber scheinbar nicht sehr robust – beim ersten Anblick einer Leiche im Anatomie-Seminar bricht sie kotzend ohnmächtig zusammen. Auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>UNREST (USA 2006, 85 min, englische OV)</strong></p>
<p>REGIE: Jason Todd Ipson<br />
DARSTELLER: Corri English, Scott Davis, Joshua Alba, Jay Jablonski, Derrick O&#8217;Connor<br />
DREHBUCH: Chris Billett, Jason Todd Ipson<br />
<a title="Unrest Webseite" href="http://www.unrestfulmovie.com"> WEBSITE</a><br />
<strong><img align="left" alt="Unrest" id="image389" title="Unrest" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/unrest-1.jpg" />Story</strong>:<br />
Medizinstudentin Allison ist zwar Agnostikerin, aber scheinbar nicht sehr robust – beim ersten Anblick einer Leiche im Anatomie-Seminar bricht sie kotzend ohnmächtig zusammen. Auch in den darauf folgenden Nächten in der Pathologie wird sie das Gefühl nicht los, dass irgendetwas mit der Leiche „Norma“ nicht stimmt. Sie scheint sich – zu bewegen? Außerdem kommt es im Krankenhaus immer wieder zu einigen sehr seltsamen Todesfällen. Allison recherchiert, und stößt auf einen Totenkult der Azteken, der scheinbar an der Leiche in der Kühlkammer klebt…</p>
<p><span id="more-391"></span></p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
„Unrest“ gehört zu ersten Staffel des <a title="Horrorfest" target="_blank" href="http://www.horrorfestonline.com/">„After Dark“- Horrorfilm-Festivals</a>, welches diesen Herbst in die zweite Runde geht (weitere Streifen dieser Veranstaltung sind „Gravedancers“ und „The Abandoned“). Dabei werden hauptsächlich solche Filme präsentiert, die mangels großen Verleihs oder Budgets keine eigene Kinoauswertung rechtfertigen, aber für den reinen DVD-Start eigentlich zu schade sind. Die Veranstalter legen dabei ihr Augenmerk auf den Unterhaltungswert für ein breites Publikum.</p>
<p>Und tatsächlich: Im Rahmen der niedrig gesteckten Ziele kann „Unrest“ überzeugen. Zwar werden die okkulten Elemente extrem gering gehalten, aber die permanente Leichenschnippelei im neonbeleuchteten, fast immer menschenleeren Krankenhaus sorgt für wohlige Gruselstimmung. Die diversen Morde werden vage genug gehalten, um die Neugier des Zuschauers zu garantieren. Ob sich Leiche „Norma“ nun wirklich bewegt, bleibt sorgsam unbeantwortet – ziemlich lange kann der Zuschauer alle Vorkommnisse noch Allisons überhitzter Fantasie zuschreiben.</p>
<p>Obwohl der Film kaum mehr als ein Krankenhaus und ein paar wenige Darsteller zu bieten hat, zeigt er doch deutlich, was mit ein bißchen Sorgfalt aus einem begrenzten Budget herauszuholen ist.</p>
<p><img alt="unrest-2.jpg" id="image390" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/unrest-2.jpg" /></p>
<p>Auch beim Skript können die Autoren punkten: Allison und ihre Komilitonen sind für einen Slasher (und das ist „Unrest“ letztlich) erstaunlich gut gezeichnet, und die Dialoge sind nicht gar so künstlich wie bei den meisten Vertretern des Genres. Es gelingt Corrie English mühelos, ihre Figur halbwegs authentisch wirken zu lassen. Da sieht man auch über ein paar handwerkliche Patzer (Medizinstudenten werden nicht mit „Doktor“ angesprochen) hinweg.</p>
<p>Aber es scheint der Fluch des diesjährigen FFF zu sein, dass die meisten Filme auf der Zielgeraden stolpern. Die an sich recht interessante Backstory der Leiche wird nur sehr oberflächlich abgehandelt, und für das Ende ist den Autoren dann rein gar nichts mehr eingefallen. Es gab dieses Jahr bisher noch keinen anderen Film, bei dem ich mit einem solchen „Was? Das war es jetzt?“-Gefühl entlassen wurde. Na ja, mit der Ausnahme von &#8220;End of the Line&#8221;&#8230;</p>
<p>Weiteren Punkte-Abzug gibt es für den unsinnigen Versuch, einen Subplot über &#8220;Agnostizismus gegen Spiritualität&#8221; einzubauen, der auch prompt zu rein gar nichts führt.</p>
<p>Trotzdem bekommt „Unrest“ eine überdurchschnittliche Bewertung, denn im Gegensatz zu Filmen wie „The Messengers“ und „Dead Silence“ hat er einen Unterhaltungswert, der sein Budget und seine Darsteller deutlich übertrifft. Dafür gebührt den Machern schon Respekt.</p>
<p><img alt="4belas.jpg" id="image386" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/4belas.jpg" /></p>
<p><strong>Positiv:</strong><br />
Die Darsteller, der creepige Realismus, Anatomie-Gore</p>
<p><strong>Negativ</strong>:<br />
Extrem schwache Schlusspointe, ein paar logische Fehler</p>
<p><strong>Hört nicht auf mich:</strong><br />
<em>“Every now and then there are movies like Unrest that comes along and pretty much saves the day and restores your faith in what horror films are all about. Lots of kudos of course goes to Jason Todd Ipson for having created something that manages to keep you on the edge of your seat for the whole time.” – Evil Dread</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fantasy Filmfest 2007: Perfect Creature</title>
		<link>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-perfect-creature/</link>
		<comments>http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-perfect-creature/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jul 2007 11:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Perfect Creature (Neuseeland 2007, 90 min, englische OV) REGIE: Glenn Standring DARSTELLER: Dougray Scott, Saffron Burrows, Leo Gregory, Scott Wills, Stuart Wilson DREHBUCH: Glenn Standring WEBSITE Story: In einer Welt, die unserer ähnelt, und doch ganz fremd ist: Vampire, genannt „Brüder“, bilden den Kern der dominanten Religion. Sie schützen die Menschen, und löschen den Durst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Perfect Creature (Neuseeland 2007, 90 min, englische OV)</strong></p>
<p>REGIE: Glenn Standring<br />
DARSTELLER: Dougray Scott, Saffron Burrows, Leo Gregory, Scott Wills, Stuart Wilson<br />
DREHBUCH: Glenn Standring<br />
<a target="_blank" title="Perfect Creature" href="http://www.perfect-creature.com">WEBSITE</a><br />
<strong><img alt="perfect-creature-05.jpg" id="image371" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/perfect-creature-05.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Story:</strong><br />
In einer Welt, die unserer ähnelt, und doch ganz fremd ist: Vampire, genannt „Brüder“, bilden den Kern der dominanten Religion. Sie schützen die Menschen, und löschen den Durst nach Blut mit freiwilligen Spenden. Doch die Vampirpriester haben ein Problem: Es werden keine weiblichen Artgenossen geboren, Fortpflanzung ist praktisch unmöglich, und seit langer Zeit kam kein neuer „Bruder“ mehr auf die Welt. Edgar sollte eigentlich einen Weg finden, dieses Problem zu lösen – doch zu enger Kontakt mit einem Virus hat ihn zu einem blutsaugenden Monstrum gemacht. Er ist nun genau die Sorte Vampir, die es eigentlich nicht geben dürfte – und er lebt seinen Blutdurst auf den Straßen der Stadt aus. Die Kirchenoberen beauftragen ihren besten Mann Silus, Edgar zu finden und unschädlich zu machen. Der enge Kontakt mit den Menschen, besonders der Polizistin Lilly, bringt in Silus Gefühle hervor, die er bisher nicht kannte.</p>
<p><span id="more-372"></span></p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
„Perfect Creature“ war für mich die erste wirkliche Überraschung auf dem FFF. Dem unvorteilhaften Titel nach erwartete ich eine Schmonzette über schöne Frauen, die allen Männern den Tod bringen. Sowas im Format von Frauenfernsehsendern halt. Doch weit gefehlt: „Perfect Creature“ ist großes, ausschweifendes Kino, visuell irgendwo zwischen Verne und Dickens, mit Anleihen an Steampunk und Graphic Novels. Der Film kreiert eine eigene Welt, die unsere hätte sein können, wenn vor ein paar hundert Jahren Vampire die soziale und moralische Kontrolle übernommen hätten.</p>
<p><img alt="perfect-creature-02.jpg" id="image369" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/perfect-creature-02.jpg" /></p>
<p>Produktionstechnisch ist „Perfect Creature“ ein Prachtstück, auch wenn nicht jedes Digital Compositing perfekt sitzt – hier ist Zuschauen höchster Genuss, nicht Zuhören oder Mitdenken. Man kann sich in der Welt des Films völlig verlieren. Dabei helfen auch die exzellenten Darsteller, die getragene Musik, und die sorgsam geschnittenen Actionszenen, von denen es allerdings ruhig mehr hätte geben können.</p>
<p><img alt="perfect-creature-03.jpg" id="image370" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/perfect-creature-03.jpg" /></p>
<p>Leider hat „Perfect Creature“ Probleme, die so verführerische Mythologie des eigenen Universums in die Geschichte des Films einzuweben. Der Grundplot ist eher banal, und manches mal wünscht man sich, die Handlung würde lieber den angedeuteten Verschwörungen hinter den Kulissen folgen, statt sich nur auf die Jagd nach Edgar zu konzentrieren. Es ist fast schon paradox: der Film gibt sich unglaublich Mühe, eine eigene Realität zu erschaffen – nur um diese dann nicht auszuleben. Und dadurch ist auch das Ende unbefriedigend, ganz abgesehen von der Tatsache, dass der große Schlusskampf etwas mau ausfällt. Wieviel hier dem mangelden Budget geschuldet ist, sei dahingestellt.</p>
<p>Insgesamt gebührt Standring aber großes Lob für den Versuch, nicht nur eine Geschichte, sondern gleich dazu eine neue, phantastische Welt zu erzählen. Mit einem Bruchteil des Geldes gelingt es ihm, Big Budget-Heuler wie „League of Extraordinary Gentlemen“ und „Underworld“ zu deklassieren. Er kann sich damit stolz neben „Hellboy“ und „From Hell“ stellen.</p>
<p>SO hätte „Van Helsing“ sein müssen.</p>
<p><strong>Dringlichkeit</strong>: Sollte man auf dem FFF sehen, denn regulär wird er kaum ins Kino kommen, und die visuelle Pracht bedingt eigentlich die große Leinwand</p>
<p><img alt="5belas.jpg" id="image384" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/5belas.jpg" /></p>
<p><strong>Positiv:</strong><br />
Die Kamerarbeit, die Mythologie, die Darsteller, das Produktionsdesign.</p>
<p><strong>Negativ:</strong><br />
Das Finale, die Mängel der Mythologie, einige der CGI-Effekte</p>
<p><strong>Hört nicht auf mich:</strong><br />
<em>“Writer/director Glenn Standring (THE IRREFUTABLE TRUTH ABOUT DEMONS) has a great handle on the action, utilizing a combination of slick CGI, dizzying camerawork … the notion of vampires as making up the Church and living to serve humans, but secretly and simply hoping to preserve their own species is rather intriguing.” – Beyondhollywood.com</em></p>
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		<title>Fantasy Filmfest 2007: The Signal</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jul 2007 11:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 07]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[THE SIGNAL (USA 2007, ca 100 min, englische OV) REGIE: David Bruckner, Dan Bush, Jacob Gentry DARSTELLER: AJ Bowen, Tracy Martin, Scott Poythress, Anessa Ramsey, Robert Sterling, Steve Warren DREHBUCH: David Bruckner, Dan Bush, Jacob Gentry WEBSITE Story: Maja hat sich in Ben verliebt. Das Problem: verheiratet ist sie mit Lewis. Als sie eines abends [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>THE SIGNAL (USA 2007, ca 100 min, englische OV)<br />
</strong><br />
REGIE: David Bruckner, Dan Bush, Jacob Gentry<br />
DARSTELLER: AJ Bowen, Tracy Martin, Scott Poythress, Anessa Ramsey, Robert Sterling, Steve Warren<br />
DREHBUCH: David Bruckner, Dan Bush, Jacob Gentry<br />
<a title="The Signal" target="_blank" href="http://wwww.doyouhavethecrazy.com">WEBSITE </a></p>
<p><strong><img align="left" alt="Signal" id="image429" title="Signal" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/signal.jpg" />Story</strong>:<br />
Maja hat sich in Ben verliebt. Das Problem: verheiratet ist sie mit Lewis. Als sie eines abends von einem Schäferstündchen heimkommt, fallen ihr seltsame gewalttätige Ausraster überall in der Stadt auf. Und auch Lewis scheint sich verändert zu haben, seit Fernsehen, Radio und Telefon nur noch ein wirres Signal ausstrahlen: Er schlägt einem seiner besten Freunde mit dem Baseballschläger den Schädel ein. Am nächsten Morgen ist die Apokalypse da: Landesweit (weltweit?) sind die Menschen durchgedreht, und haben in paranoidem Wahn Massaker angerichtet. Maja beschließt, sich mit Ben zu treffen, um mit ihm zu fliehen – auch wenn sie nicht weiß, wohin. Erzählt wird die Flucht in drei teilweise zeitlich parallel verlaufenden Akten aus den Perspektiven von Maja, Ben, und dem freundlichen Clark.</p>
<p><span id="more-431"></span><strong>Kritik:<br />
</strong>Meine Damen und Herren, ich präsentiere stolz und mit Begeisterung den dritten 6 Bela-Film des Festivals!</p>
<p>„The Signal“ ist einer dieser Filme, die aus dem Nichts kommen, das Publikum begeistern, und über die man noch in einigen Jahren beim FFF reden wird. Er ist eine singuläre Erfahrung, voll roher Kraft, die jedes technische und budgetäre Problem einfach durchstößt. Ein Film mit Vorwärtsdrang, schnell und hart, dabei durch und durch menschlich. Ein Film, der das Kino plötzlich taghell macht, weil über 200 Köpfen die Lichter angehen: „Ach, DARUM bin ich Horrorfilm-Fan!“.</p>
<p>„The Signal“ liest sich auf dem Papier wie ein Bastard aus Stephen Kings Roman „The Cell“ und Danny Boyles „28 days later“. Aber diese Kategorisierung, auch wenn sie schmeichelnd klingt, wird dem Film nicht gerecht: „The Signal“ erreicht mit weniger Mitteln deutlich mehr als die Vorbilder. Dazu trägt vor allem die ingeniöse Entscheidung bei, die drei Akte von drei verschiedenen Autoren und Regisseuren erstellen zu lassen. Wir sehen drei Aspekte der selben Geschichte, die sich nicht nur von der Erzählperspektive unterscheiden, sondern auch von der technischen Umsetzung, der Tonaliät, und der Schauspielerführung. Vereinfacht gesagt: Teil 1 ist ein Hardcore-Actiondrama wie „28 days later“; Teil 2 ist eine absurde Farce, eine Art Gewalt-Sitcom, bei der selbst die Jungs von Monty Python bleich werden würden; Teil 3 ist ein Mindfuck als Kammerspiel. Und auch wenn es schwer vorstellbar erscheint: alle drei Teile greifen perfekt ineinander.</p>
<p><img alt="signal01.jpg" id="image428" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/signal01.jpg" /></p>
<p>Natürlich sieht „The Signal“ auf Grund des Videolooks nicht nach Blockbuster aus, und „Schauspielerei“ hat hier viel mit „Hysterie“ zu tun. Aber der Film saugt einen derart in seine apokalyptisch- perverse Welt, dass sowas komplett irrelevant bleibt.</p>
<p>Erste kleine Bemerkung am Rande: Wie viele andere Zuschauer war ich eine Weile lang überzeugt, dass „The Signal“ ein englischer Film ist. Erst als nach einer Stunde ein Pickup-Truck mit Linkslenkung im Bild erscheint, wird klar, dass es sich um eine amerikanische Produktion handelt.</p>
<p>Zweite kleine Bemerkung am Rande: Gekostet haben kann „The Signal“ nicht viel. Warum genau kann man so etwas nicht in Deutschland produzieren?!</p>
<p>Dritte kleine Bemerkung am Rande: Um „The Signal“ für einen breiteren Release fit zu machen, wurde der Streifen aus der Verleihplanung genommen. Er wird noch einmal eine völlig neue Mischung bekommen, einen neuen Soundtrack, und neue Songs. Die Gelegenheit, ihn in der ursprünglichen Fassung zu sehen, gibt es demnach nur auf dem Fantasy Filmfest. Ich habe so eine ganz üble Vorahnung, dass man beim amerikanischen Release die letzten zehn Sekunden rausschneiden wird (siehe auch „The Descent“ und „Brazil“).</p>
<p><strong>Positiv:<br />
</strong>Hohe Dynamik, kompromisslose Erzählweise, harter Humor</p>
<p><strong>Negativ:<br />
</strong>Dritter Akt etwas überdehnt, Videolook nervt mitunter</p>
<p><img alt="6belas1.jpg" id="image430" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2007/07/6belas1.jpg" /></p>
<p><strong>Hört nicht auf mich:<br />
</strong><em>“Dripping with satire and surprising originality, THE SIGNAL is a lesson in genre deconstruction. It teaches as much as it entertains. Nearly singular in its intelligence, [this] is a fresh example of imagination winning over budget.” – Efilmcritic.com<br />
</em></p>
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