Kritiken – schnell und schmerzlos
Kategorien: Fantasy Filmf. 07, Film, TV & Presse, Neues.
Ankündigung: Ich werde künftig versuchen, meine Kinokritiken immer zwei Wochen vor dem Deutschland-Start online zu setzen. Freut euch auf “Ratatouille”, “Stardust”, “Chuck und Larry”, “Shoot Em Up”, “Wind Chill”, etc. …
Beichtzeit: Ich komme nicht nach. Pro Woche gehe ich durchschnittlich dreimal zu Pressevorführungen ins Kino, dazu noch ein halbes Dutzend Filme auf DVD, ein paar Klassiker im Fernsehen, und diverse Festivals. Müsste ich nicht Geld verdienen – ich könnte aus dem Blog einen Vollzeitjob machen…
Aus diesem Grund rattere ich nun mal kurz diverse Reviews herunter, die sich angesammelt haben.
HAIRSPRAY: Ich wollte den Film nicht mögen. Ich bin auch nur ins Kino gegangen, weil man als Kritiker die Cola und das Magnum umsonst bekommt. Musicals sind in den letzten Jahren eine lasche Angelegenheit geworden, John Waters’ Film ist sowieso sakrosankt – und Travolta in Weiberfummeln?
Selten habe ich so daneben gelegen. “Hairspray” legt von der ersten Minute ein mitreißendes Tempo vor, klinkt eine spektakuläre Musik- nummer an die nächste, und treibt den Zuschauer so enthusiastisch durch seine bonbon- bunte Welt, dass man am Ende versucht ist, durch das Kino- Foyer zu tanzen. Würden “Grease” und “Der kleine Horrorladen” miteinander schlafen – das Kind sähe wie “Hairspray” aus.
Was “Hairspray” außerdem von der Teeniekomödienkonkurrenz abhebt, ist eine (auf Waters zurückgehende) Sympathie mit den Underdogs: Am Schluß gewinnen hier die Dicken und die Schwarzen, die Armen und die Unterpriviligierten. Tracy muss nicht (wie in praktisch jedem Teenie-Film) zum schönen Schwan werden, um den Prinzen zu bekommen – ihr großes Herz und ihre Begeisterung reichen völlig aus.
Abgesehen vom begeisternden Soundtrack und dem fehlerlosen Produktionsdesign muss man vor allem die Darsteller loben: Christopher Walken und Michelle Pfeiffer überdrehen zwar, spielen sich aber nie in den Vordergrund. Zac Efron beweist, dass sein Teenieidol-Status nicht nur den beiden “High School Musicals” zu verdanken ist. James Marsden räumt lässig swingend alle böse Erinnerungen an seine miserablen Darstellungen in “X-Men” und “Superman Returns” weg. Und Hauptdarstellerin Nikki Blonsky? Nicht weniger als sensationell.

Würde man ein Haar in der Suppe finden wollen – es hieße John Travolta. Klar hängt er sich rein, aber er sieht nie wirklich anders aus als John Travolta mit Fat Suit und 20 Pfund Latex im Gesicht. Das wirft den Zuschauer aus der Realität des Film, so künstlich sie auch sein mag (ein ähnliches Problem hatte ich ja mit Helge Schneider in “Mein Führer”).
Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich das hier schreiben werde: “Hairspray” ist mein Film des Jahres.
Story: Reporterin Sadie Blake treibt sich für ihre Storys gerne in den gruseligeren Schichten der Gesellschaft herum. Das rächt sich böse, als sie ein paar Vampiren über den Weg läuft, die sie prompt “wandeln”. Sadie findet Unsterblichkeit und Blutdurst eher unsexy, und unter Anleitung des mysteriösen Arturo beschließt sie, dem Clan der Untoten den Garaus zu machen. Dieselbe Idee hat der Cop Rawlins, dessen Tochter bei den Vampiren ihr Leben ließ. Man schließt sich zusammen…








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