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	<title>Wortvogel - 100 % Torsten Dewi &#187; Fantasy Filmf. 09</title>
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		<title>Movie Mania Minis (19)</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 23:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
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		<description><![CDATA[Sky Crawlers Japan, 2008. Regisseur: Mamoru Oshii. Inhalt: In einer nicht näher erklärten Parallelwelt ist der Krieg auf Konzerne verlagert, die ihre Luftkämpfe von genetisch gezüchteten Kinderpiloten austragen lassen. Kannami wird auf eine Basis der Rostock Corporation versetzt, wo er sich in die Flugleiterin Kusanagi verliebt, ebenfalls ein &#8220;Kildren&#8221;. Mehr und mehr wird Kannami klar, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><strong>Sky Crawlers </strong></span></p>
<p>Japan, 2008. Regisseur: Mamoru Oshii.</p>
<p><strong><a title="the-sky-crawlers" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2010/01/the-sky-crawlers.jpg"><img style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2010/01/the-sky-crawlers.thumbnail.jpg" alt="the-sky-crawlers" width="200" height="282" /></a>Inhalt</strong>: In einer nicht näher erklärten Parallelwelt ist der Krieg auf Konzerne verlagert, die ihre Luftkämpfe von genetisch gezüchteten Kinderpiloten austragen lassen. Kannami wird auf eine Basis der Rostock Corporation versetzt, wo er sich in die Flugleiterin Kusanagi verliebt, ebenfalls ein &#8220;Kildren&#8221;. Mehr und mehr wird Kannami klar, dass er zu seinem Vorgänger, einem verstorbenen Piloten, eine mehr als psychische Verbindung besitzt&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Dankt mir für die Zusammenfassung. Das, was ich da oben als Plot beschrieben habe, ist das, was man sich nach geschlagenen zwei Stunden als Zuschauer mühsamst zusammen reimen kann &#8211; wenn man denn wach geblieben ist. Ich kenne nur wenige Filme, die sich to träge und vage einer klaren Narrative verweigern, deren Figuren so stumm und apathisch bleiben. Es mag sein, dass im Roman von Mori Hiroshi erheblich genauer auf die Details eingegangen wird &#8211; auf der Leinwand ist davon allerdings nichts angekommen.</p>
<p>Nicht nur die konkrete Geschichte und die Personen bleiben nebulös &#8211; auch die gesamte Welt, in der &#8220;Skycrawlers&#8221; spielt, ist kaum über Chiffren hinaus definiert. Wo spielt die Handlung? WANN spielt die Handlung? Wer gegen wen? Was ist Sinn und Zweck eines Krieges, der scheinbar nur aus vereinzelten Luftkämpfen besteht, und jenseits der Politik stattfindet? Wieso rauchen die Kildren alle Kette? Es ist eine fremde, kalte Welt, die wir nicht verstehen können &#8211; und die uns deshalb auch nicht im Geringsten schert.</p>
<p>Nachdem der Film sich 90 Minuten lang konsequent weigert, irgendwas zu erklären, werden die gesamte Backstory und der emotionale Aufhänger dann in den letzten 20 Minuten dem Zuschauer in zwei groben, statischen Packen Exposition vor die Füße geworfen. Friss oder stirb. Da sterbe ich lieber.</p>
<p>Diese ganze lähmend diffuse Erzählweise wäre als Realfilm schlimm genug &#8211; als Trickfilm ist sie unerträglich. Simpelst gezeichnete Figuren ohne Details, die zehn Sekunden lang aus dem Fenster starren, ohne dass sich im Frame IRGENDWAS bewegt &#8211; das ist schon provozierend lethargisch. Die attraktivste 2D-Animation gehört dann auch passenderweise dem Basset Hound der Basis, dem mit Abstand lebendigsten Charakter des Films.</p>
<p>Ich sage sowas immer ungern, aber: Das Ende ist eine bodenlose Frechheit. Die Geschichte wird nicht beendet, sie hört einfach auf. Klappe zu, Affe tot. Keine Erklärungen, keine emotionalen Abschlüsse, gar nichts. Eine &#8220;post credits&#8221;-Sequenz setzt einfach wieder alles auf Anfang.</p>
<p>All das ist umso enttäuschender, da &#8220;Skycrawlers&#8221; nicht nur ein an sich spannendes Konzept spazieren trägt, sondern in der technischen Umsetzung hart an der Grenze zum Meisterwerk vorbei schrammt. DIe Figuren mögen detailarm sein, aber ihre Animation ist geradezu erschreckend flüssig. Simple Vorgänge, wie das Absteigen von einem Motorroller, oder das Falten einer Zeitung, haben eine hypnotische Wirkung, einfach weil sie so real wirken. Gegenstände, Hintergründe, Fahrzeuge &#8211; anhand von Referenzbildern wurde alles liebevoll gestaltet, mit geradezu manischer Perfektion.</p>
<p>Und die Luftkämpfe! Grundgütiger, diese Luftkämpfe! In dem Moment, wenn die Piloten von der Basis abheben, explodiert die Dramaturgie, springt &#8220;Skycrawlers&#8221; aus dem Koma in hyperaktive Action, die wirklich sehenswert ist. Komplett in CGI (bis auf die Piloten), zieht eine &#8220;mittendrin statt nur dabei&#8221;-Choreographie den Zuschauer ins Geschehen, wie ich es in den letzten Jahren nur bei &#8220;Battlestar Galactica&#8221; erlebt habe. Man hat das Gefühl, die 3D-Abteilung habe einen ganz anderen Film machen wollen, als die Zeichner der 2D-Drama-Sequenzen. Was &#8220;Skycrawlers&#8221; an Dogfights bietet, ist mehr als State of the Art &#8211; es definiert State of the Art für diesen Bereich.</p>
<p>Aber es hilft nicht: Letztlich quält man sich durch die emotionslosen Dialoge der ausdruckslosen Charaktere, um alle 20 Minuten mal ein Bonbon in Form eines Luftkampfes hingeworfen zu bekommen. Und das KANN nicht genug sein.</p>
<p>Fazit: Eine unsäglich fade &#8220;Wings of Honneamaise&#8221;-Variante, die sich in Parallelwelt- und Psycho-Details verliert, und dafür ungefähr eine Stunde zu lang ist. Es lohnt sich aber, die DVD auszuleihen, um sich zu den einzelnen Luftkämpfen durchzuspulen.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2010/01/movie-mania-minis-19/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Movie Mania Minis (17)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 23:33:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Trick&#8217;r'Treat USA 2007. Regie: Michael Dougherty. Darsteller: Leslie Bibb, Tahmoh Penikett, Lauren Lee Smith, Anna Paquin, Brian Cox Inhalt: Warren Valley, Ohio, an Halloween. Im Verlauf einer Nacht überschneiden sich immer wieder verschiedene grausige Vorgänge okkulter Natur: Ein knurriger Rentner wird von einem Kürbis-Monster heimgesucht, ein Schuldirektor entledigt sich eines unverschämten Kindes, ein paar Teenager [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><strong>Trick&#8217;r'Treat </strong></span></p>
<p>USA 2007. Regie: Michael Dougherty. Darsteller: Leslie Bibb, Tahmoh Penikett, Lauren Lee Smith, Anna Paquin, Brian Cox</p>
<p><strong><a title="trick-or-treat" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2010/01/trick-or-treat.jpg"><img class="attachment wp-att-9444 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2010/01/trick-or-treat.thumbnail.jpg" alt="trick-or-treat" width="200" height="303" /></a>Inhalt</strong>: Warren Valley, Ohio, an Halloween. Im Verlauf einer Nacht überschneiden sich immer wieder verschiedene grausige Vorgänge okkulter Natur: Ein knurriger Rentner wird von einem Kürbis-Monster heimgesucht, ein Schuldirektor entledigt sich eines unverschämten Kindes, ein paar Teenager suchen Dates für eine ganz spezielle Party, und ein Pärchen stellt fest, dass man Halloween nicht folgenlos verfrüht für beendet erklärt&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Wieder so ein Film, der im Internet einen sehr gemischten &#8220;buzz&#8221; erzeugte. Eine Weile lang wurde &#8220;Trick&#8217;r'Trick&#8221;, sicher auch wegen Bryan Singer auf dem Produzenten-Stuhl, sehr gehyped, obwohl das Studio Warner Brothers ihn hatte fallen lassen. Nach ersten Screenings erklärten ihn einige Internet-Buzzer dann für ziemlich banal. Wie im Fall von &#8220;Across the Universe&#8221; stimmt beides &#8211; allerdings nur dann, wenn man es kombiniert.</p>
<p>Zuerst einmal sollte man sich klar machen, dass &#8220;Trick&#8217;r'Treat&#8221; kein Hardcore-Horror sein will. Es ist ein episodischer Gruselfilm im Stil von &#8220;Creepshow&#8221; oder &#8220;Tales from the Crypt&#8221;, der Mädchen zum Kieksen, und Jungs zum Grinsen bringen soll. Nervenzerfetzende Spannung oder großes Erzählkino ist nicht zu erwarten. In seiner ironischen, aber gänzlich unzynischen Einstellung erinnert der Film an &#8220;Night of the Creeps&#8221;, &#8220;Monster Squad&#8221;, und &#8220;Gremlins&#8221;. Das ist erfrischend, und für alte Säcke wie mich fast schon nostalgisch &#8211; aber man muss sich eben auch darauf einlassen.</p>
<p>Bis auf einen verunglückten Monster-Effekt ist &#8220;Trick&#8217;r'Treat&#8221; technisch auf sehr hohem Niveau, mit warmer, dreidimensionaler Kameraarbeit, kompetent geschnittenen Effekt-Sequenzen, und sympathisch symphonischer Musik. Die allesamt soliden Darsteller rekrutieren sich vollständig aus dem kanadischen Bereich, und wieder einmal fällt Anna Paquin positiv auf. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, ihren Part zu einer Art Rahmengeschichte auszubauen, um den Film mehr zu klammern.</p>
<p>Natürlich schadet dem Film ein wenig, dass es keine durchgehende Hauptfigur gibt, dass einige Episoden überhaupt keine klar definierten Protagonisten haben, und dass die achronologische Erzählweise keine dramaturgische Finesse ist, sondern den Flow mitunter arg stört. Das sind alles Fehler, aber keine fatalen.</p>
<p>Fazit: DVD-Futter für den wohlwollend eingestellten Gruselfan, das auch die Freundin genießen kann. Gewinnt an oder um Halloween herum noch einmal deutlich.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2010/01/movie-mania-minis-17/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Movie Mania Minis (15)</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 17:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[The Thaw  (aka Frozen) USA 2009. Regie: Mark A. Lewis. Darsteller: Val Kilmer, Martha MacIsaac, Aaron Ashmore, Kyle Schmid, Steph Song Inhalt: Professor Krupen und sein kleines Team beobachten in der Arktis die Folgen des Klimawandels. Im Kadaver eines tauenden Mammuts finden sie eine seltsame Form von Parasit, die jeden infiziert, der ihr zu Nahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><strong>The Thaw  (aka Frozen)</strong></span></p>
<p>USA 2009. Regie: Mark A. Lewis. Darsteller: Val Kilmer, Martha MacIsaac, Aaron Ashmore, Kyle Schmid, Steph Song</p>
<p><strong><img class="attachment wp-att-9410 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2010/01/the-thaw-900-1200.jpg" alt="the-thaw-900-1200" width="186" height="238" />Inhalt</strong>: Professor Krupen und sein kleines Team beobachten in der Arktis die Folgen des Klimawandels. Im Kadaver eines tauenden Mammuts finden sie eine seltsame Form von Parasit, die jeden infiziert, der ihr zu Nahe kommt. Alle Versuche, die Ausbreitung der Infektion einzudämmen, scheitern. Dann bringt ein Hubschrauber Studenten zum Camp &#8211; und Krupens Tochter&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: &#8220;The Thaw&#8221; ist eine sauber durchdeklinierte &#8220;Das Ding aus einer anderen Welt&#8221;-Variante ohne nennenswerte Überraschungen, aber auch ohne nennenswerte Patzer (sieht man mal von einer etwas undurchdachten und fast schon komischen Amputation ab). Es fällt auf, dass die ganze Produktion deutlich polierter daher kommt als die meisten aktuellen B-Movies, und fast schon Kino-Qualität hat. Das gilt auch für Effekte, Darsteller, und Musik. Fans von Ekelsplatter kommen wohldosiert auf ihre Kosten, es gibt prima Käfer und Larven, die sich in offenen Wunden suhlen.</p>
<p>Man mag sich darüber lustig machen, dass Val Kilmer mittlerweile in Filmen wie &#8220;The Thaw&#8221; mitspielt &#8211; aber wenn man akzeptiert, dass auch Mister Kilmer manchmal Rechnungen zu bezahlen hat, dann muss man eingestehen, dass er sich dafür deutlich beschämenderen Müll hätte aussuchen können. Zumal &#8220;The Thaw&#8221; eine Öko-Message einbaut, die ausnahmsweise mal nicht angetackert wirkt, sondern das Finale von &#8220;Das Ding aus einer anderen Welt&#8221; vom moralischen Standpunkt her für das 21. Jahrhundert neu durchdenkt.</p>
<p>Fazit: Sauber produzierter Parasiten-Horror der alten Schule mit guten Effekten und solidem Budget.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2010/01/movie-mania-minis-15/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Movie Mania Minis (11)</title>
		<link>http://wortvogel.de/2009/12/movie-mania-minis-11/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 22:39:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Infestation USA 2008. Regie: Kyle Rankin. Darsteller: Christopher Marquette, Kinsey Packard, Brooke Nevin, Ray Wise u.a. Inhalt: Cooper hat nicht viel Spaß am Leben – sein Vater respektiert ihn nicht, und in der Firma gilt er als fauler Trottel. Doch eines Tages überfallen riesige Alien-Käfer die Stadt, betäuben die Bewohner, und spinnen sie in Netze. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;"><strong>Infestation</strong></span></p>
<p><a rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/12/Infestation.jpg"><img style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border-width: 0px;" title="Infestation" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/12/Infestation_thumb.jpg" border="0" alt="Infestation" width="174" height="244" align="left" /></a>USA 2008. Regie: Kyle Rankin. Darsteller: Christopher Marquette, Kinsey Packard, Brooke Nevin, Ray Wise u.a.</p>
<p><strong>Inhalt</strong>: Cooper hat nicht viel Spaß am Leben – sein Vater respektiert ihn nicht, und in der Firma gilt er als fauler Trottel. Doch eines Tages überfallen riesige Alien-Käfer die Stadt, betäuben die Bewohner, und spinnen sie in Netze. Cooper kann entkommen, und führt eine kleine Gruppe erst auf der Flucht, dann gegen das Nest der Super-Insekten…</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Manchmal fürchte ich, dass ich mit modernen B-Movies generell zu hart ins Gericht gehe. Ich habe einen qualitativen Mindestanspruch, den der durchschnittliche Zuschauer dieses DVD-Futters augenscheinlich nicht hat. Saubere Kameraarbeit, prima Splatter, und ein paar ausgediente Altstars reichen mir einfach nicht, um in Begeisterungsstürme zu verfallen. Es sind dann Filme wie “Infestation”, die mich beruhigen: geht doch!</p>
<p>Tatsächlich ist dieser billig in Bulgarien gedrehte Käfer-Horror genau die Sorte B-Movie, die mir Spaß macht: temporeich, halbwegs anständig inszeniert, mit ein paar kruden Gags angereichert, und dabei innerhalb der Genre-Klischees noch einfallsreich genug, um nicht zu langweilen.</p>
<p>Dass der durchaus humorvolle Heuler ausgerechnet von einem Veteranen der Trash-Firma UFO, T.J. Sasakegawa, ins  Leben gebracht wurde, überrascht dann doch. Die liefern ja seit “Apokalypse Eis” nicht mehr als Dienst nach Vorschrift ab.</p>
<p>Besonders die Idee, den Protagonisten als vom Leben getretenen Nerd (Christopher Marquette, “Fanboys”) zu etablieren, macht “Infestation” frisch genug, um ihn über die Laufzeit zu retten. Endlich mal ein amerikanisches Setting in einem osteuropäischen Billig-Grusler? Check. Mehr Käfer-Ekel, als in die Laufzeit passen sollte? Check. Einfallsreiches Creature-Design? Check. Abgehalfterter SF-Serienstar? Check (Linda Park). Titten? Check (nicht Linda Park). Humor? Check.</p>
<p>Alles, was ich an “Infestation” kritisieren könnte, von einzelnen Effekt-Shots bis hin zu der wirklich horriblen Charakterisierung der Wetter-Lady mit den Appetit verderbenden Silikon-Brüsten, gehört genau zu den Sachen, bei denen man halt ein Auge zudrücken muss, wenn nicht gerade Sam Raimi auf dem Regiestuhl sitzt. Auch das gigantische Logik-Loch, nach dem eine Großstadt scheinbar ohne jegliche Kenntnisnahme der Restwelt von außerirdischen Käfern eingenommen werden kann, lasse ich durchgehen.</p>
<p>Fazit: Ein Film, der mich für 85 Minuten wieder 16 Jahre alt gemacht hat. Cool.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/12/movie-mania-minis-11/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Kleine Film-Kritiken-Grabbelkiste: OSS 117 2, Blood and Bone, Bronson, Superman and Batman, El Superbeasto, FAQ about Time Travel</title>
		<link>http://wortvogel.de/2009/10/kleine-film-kritiken-grabbelkiste-oss-117-2-blood-and-bone-bronson-superman-and-batman-el-superbeasto-faq-about-time-travel/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 18:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil ich derzeit mit beruflichen Anforderungen kämpfe, die meine Zeit über Gebühr fressen, rattere ich an dieser Stelle einfach mal Kurzkritiken zu ein paar Filmen herunter, die ich in den letzten Wochen gesehen habe. Bei dieser wilden Mischung dürfte für jeden was dabei sein. Eine separate Kritik bekommt dann später noch &#8220;Das Imaginarium des Dr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil ich derzeit mit beruflichen Anforderungen kämpfe, die meine Zeit über Gebühr fressen, rattere ich an dieser Stelle einfach mal Kurzkritiken zu ein paar Filmen herunter, die ich in den letzten Wochen gesehen habe. Bei dieser wilden Mischung dürfte für jeden was dabei sein. Eine separate Kritik bekommt dann später noch &#8220;Das Imaginarium des Dr. Parnassus&#8221; von Terry Gilliam.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>OSS 117: Rio ne répond plus</strong></span></p>
<p><a title="oss" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/oss.jpg"><img class="attachment wp-att-8701 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/oss.thumbnail.jpg" alt="oss" width="200" height="266" /></a>In der Fortsetzung des überraschend liebevollen und sympathischen &#8220;<a href="http://wortvogel.de/2007/07/fantasy-filmfest-2007-oss-117/">OSS 117 &#8211; Der Spion, der sich liebte</a>&#8221; geht es nach Rio, auf der Spur von Altnazis, die frühere französische Kollaborateure zu enttarnen drohen. Der wie immer historisch komplett unbeleckte OSS muss dazu mit einer Agentin des noch sehr jungen israelischen Geheimdienstes Mossad zusammen arbeiten &#8211; Raum genug für eine Menge sexistischer und antisemitischer Ausfälle. Außerdem macht der sich überlegen wähnende Superagent erstaunliche Erfahrungen mit Drogen, der Hippie-Kultur, und latenten homosexuellen Neigungen&#8230;</p>
<p>War der erste OSS-Streifen noch eine passgenaue Parodie der frühen Connery-Bonds, und billigen Eurospy-Filme im Allgemeinen, so orientiert sich &#8220;OSS 117: Rio ne répond plus&#8221; (der ein paar Jahre später spielt) eher an den schrägen, vom Zeitgeist der späten 60er getränkten Design-Experimenten à la Mario Bava und Jess Franco (Franco selbst hat damals ja auch in Rio gedreht). Alles ist Farbe, Geometrie, Hipness, Style. Vielleicht gar keine schlechte Idee, die Entwicklung der Bond-Filme, die dem Zeitgeist ja immer stark verpflichtet war, in den OSS-Parodien im Schnelldurchlauf nachzuvollziehen.</p>
<p><span id="more-8691"></span>Leider ist, nach Abzug des Originalitätsfaktors, eine gewisse Abnutzung des Konzepts spürbar &#8211; Parodien verbrauchen sich halt schneller als die Trends, die sie aufs Korn nehmen (siehe auch die &#8220;Austin Powers&#8221;-Filme). Natürlich ist das alles sehr elegant inszeniert, und Jean Dujardin bleibt eine absolute Offenbarung &#8211; die Hauptrolle in einem &#8220;Gendarm von Saint Tropez&#8221;-Remake kann eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein. Aber man weiß mittlerweile die Masche, mit der OSS zu punkten versucht, und wirklich neue Gags sind dann doch Mangelware. Für deutsche Zuschauer auffällig hingegen ist die erstaunliche Menge an antisemitischen Witzen und die Beschäftigung mit Nazi-Altlasten &#8211; obwohl die zugehörigen Pointen meist auf Kosten des depperten Franzosen gehen. Es bleibt abzuwarten, ob das in der deutschen Version unbeschadet durchkommt.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/10/kleine-film-kritiken-grabbelkiste-oss-117-2-blood-and-bone-bronson-superman-and-batman-el-superbeasto-faq-about-time-travel/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Der einzige wirkliche Fehltritt, der mit aufgefallen ist, ist das große Finale auf der Jesus-Statue in Rio &#8211; hier wird mit relativ aufwändiger CGI gearbeitet, was dem Retro-Look des Films eher abträglich ist. Schlecht getürkte Modellarbeit wäre hier sicherlich homogener gewesen.</p>
<p>Kurzum: Solide, aber weitgehend überraschungsfrei wird die Franchise fortentwickelt &#8211; wem Teil 1 gefallen hat, der ist auch bei Teil 2 nicht falsch.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Bronson</span></strong></p>
<p><a title="bronson" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/bronson.jpg"><img class="attachment wp-att-8702 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/bronson.thumbnail.jpg" alt="bronson" width="200" height="296" /></a>Der Trailer sieht hammergeil aus, so eine Art britischer &#8220;Fight Club&#8221; meets &#8220;Knastfighter&#8221; &#8211; leider kann &#8220;Bronson&#8221; die hochgesteckten Erwartungen trotz einer spektakulären Performance von Tom Hardy nicht erfüllen. Schuld daran ist hauptsächlich die Tatsache, dass der Film (in Anlehnung an eine wahre Begebenheit) praktisch keine Geschichte zu erzählen hat: Der Protagonist kommt als junger Schläger in den Knast, und bleibt dort (mit wenigen Unterbrechungen) über 30 Jahre lang, weil er es nicht lassen kann, auf seine Bewacher und Mitgefangenen einzudreschen. Es wird keine Dramaturgie entwickelt, kein nachvollziehbares Porträt von Bronson gezeichnet: er schlägert, kommt in Einzelhaft, kommt raus, schlägert, kommt in Einzelhaft, etc. Weil es sich nicht um einen Martial Arts-Film handelt, sind die Kämpfe brutal, und realistisch kurz &#8211; van Damme-Fans werden hier wenig Freude haben. &#8220;Bronson&#8221; ist eher für &#8220;Green Street Hooligans&#8221;- und &#8220;Chopper&#8221;-Crowd, ohne diesem Vergleich standzuhalten. Da helfen auch die gewollt gekünstelten Monolog-Intermezzi von Bronson nicht, weil sie keine wirkliche Funktion erfüllen, keinen echten Einblick geben.</p>
<p>Auch technisch reißt &#8220;Bronson&#8221; keine Bäume aus &#8211; es ist halt ein Low Budget-Film, der nie ganz so brutal und tabubrechend wird, wie es vielleicht nötig gewesen wäre, um wenigstens Kultstatus zu erreichen. Der Versuch, drastische Bilder zu vermeiden, um an der Kinokasse abzusahnen, ist augenscheinlich nach hinten losgegangen.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/10/kleine-film-kritiken-grabbelkiste-oss-117-2-blood-and-bone-bronson-superman-and-batman-el-superbeasto-faq-about-time-travel/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Trotzdem muss man die geradezu unglaubliche Performance von Tom Hardy loben &#8211; einem Mann, den wir größtenteils nur als &#8220;Shinzon&#8221; aus &#8220;Star Trek Nemesis&#8221; kennen. Wenn man es nicht weiß, erkennt man ihn nicht wieder. Als stiernackiger Bulle mit totem Blick und kurzer Leitung setzt er wirklich Maßstäbe.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Blood and Bone</span></strong></p>
<p><a title="bloodandbone" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/bloodandbone.jpg"><img class="attachment wp-att-8703 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/bloodandbone.thumbnail.jpg" alt="bloodandbone" width="200" height="297" /></a>Es ist eine tausend mal verwurstete Geschichte, und fast schon ein Remake des frühen van Damme-Kloppers &#8220;Leon&#8221;: Profi-Schläger kommt aus dem Knast, gelangt in den Underground-Fight-Zirkel, wird dort zum Star &#8211; dabei will er doch nur armen Menschen helfen, und selber sauber bleiben.</p>
<p>&#8220;Blood and Bone&#8221; wurde im Netz hoch gelobt &#8211; und anderem bei &#8220;Ain&#8217;t it cool News&#8221;. Es ist leicht zu erkennen, warum: technisch spielt der Film auf erstaunlich hohem Niveau, die Fights sind exzellent choreographiert, um in Gegensatz zu dem Dutzend anderer Schläger-Nasen, das sich seine Zeit in D2DVD-Kloppern vertreibt, hat Michael Jai White tatsächlich Charisma und Talent. &#8220;Blood and Bone&#8221; ist das Produkt von Leuten, die offensichtlich nicht auf Innovation aus waren, sondern darauf, das Bekannte und Bewährte bestmöglich aufzuarbeiten.</p>
<p>Trotzdem wäre es schön gewesen, auch mal eine minimale Abweichung von den Klischees der Streetfighter-Filme präsentiert zu bekommen &#8211; abgesehen davon, dass der Protagonist ein Schwarzer ist. Und White wiederholt hier den Fehler von <a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-black-dynamite/">&#8220;Black Dynamite&#8221;</a> &#8211; er geriert sich als schwarzer Übermensch, als unbesiegbarer Superfighter. Das nimmt den Kämpfen mitunter die Spannung &#8211; wirkliche Gegner scheint es für einen wie Bone nicht zu geben. Es ist diese Seagal-Arroganz, die zwar dem Ego des Stars schmeichelt, der Dramaturgie aber abträglich ist. Da könnte White von van Damme lernen, der sich immer erstmal ordentlich verhauen lässt, bevor er für das Finale aus der Asche kriecht.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/10/kleine-film-kritiken-grabbelkiste-oss-117-2-blood-and-bone-bronson-superman-and-batman-el-superbeasto-faq-about-time-travel/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>So bleibt ein gelackter, exzellent choreographierter, und zur Abwechslung auch mal ordentlich budgetierter Klopper, der einmal mehr zeigt, dass Michael Jay White ein solider Anwärter auf den Thron des B-Actionkönigs ist (wenn ihm Scott Adkins nicht dazwischen kommt). Und viel mehr kann man eigentlich nicht verlangen.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Superman and Batman: Public Enemies</span></strong></p>
<p><a title="supermanbatman" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/supermanbatman.jpg"><img class="attachment wp-att-8704 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/supermanbatman.thumbnail.jpg" alt="supermanbatman" width="200" height="231" /></a>Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch wählen die Amerikaner ausgerechnet Lex Luthor zum Präsidenten, dem es auch tatsächlich gelingt, das Land halbwegs auf die Beine zu bringen. Superhelden werden der Regierung unterstellt, und sind ihr verpflichtet. Wer sich weigert, ist vogelfrei. Erwartungsgemäß lassen sich die &#8220;World&#8217;s Finest&#8221; nicht an die Kette legen &#8211; Superman, weil er Luthors Erzfeind ist; Batman, weil er jede Authorität ablehnt. Doch Präsident Luthor findet einen Weg, Superman als Mörder zu brandmarken, und ihm seine anderen Helden auf den Hals zu schicken &#8211; während ein gigantischer Meteorit aus reinem Kryptonit auf die Erde zurast&#8230;</p>
<p>Nur fürs Protokoll: die &#8220;<a href="http://wortvogel.de/2009/08/ruhe-da-vorne-movie-mania-2009-99-101-heute-green-lantern-first-flight-coco-chanel-the-lost-patrol/">Green Lantern</a>&#8220;- und <a href="http://wortvogel.de/2009/05/ruhe-da-vorne-movie-mania-2009-75-79-heute-white-buffalo-butterfly-effect-revelations-wonder-woman-role-models-american-swing/">&#8220;Wonderwoman</a>&#8220;-Filme fand ich ja eher mau, während &#8220;Justice League: New Frontiers&#8221; meine Gnade fand. auch &#8220;Doomsday&#8221; war okay. &#8220;Gotham Knight&#8221; war ein interessanter Fehlschlag. Bester D2DVD-DC-Film ist in meinen Augen aber immer noch &#8220;The Batman vs. Dracula&#8221;. Mit dem kann sich &#8220;Public Enemies&#8221; zwar nicht messen, verdammt gut ist er aber immer noch. Die Animation ist flüssig, das Voice Acting passend, und es gibt richtig satte Duelle mit Dutzenden von Superhelden, bei denen der Sachschaden beträchtlich ist &#8211; das hier ist die Roland Emmerich-Variante einer Superman-Story. BIG Entertainment.</p>
<p>Hinzu kommt, dass Batman und Superman (angelehnt an eine zu Grunde liegende <a href="http://www.dccomics.com/dcu/graphic_novels/?gn=2714">Comic-Miniserie</a>) ungefähr so aussehen, wie ich das in den 70ern gelernt habe: überlegen, bunt kostümiert, dafür nicht übermäßig/unnötig stilisiert. Es nervt nur ein wenig, dass beide mitunter wie Steroid-Monster aus Muskel-Magazinen aussehen, während bei den Frauen wie &#8220;Power Girl&#8221; das Dekolleté nicht mehr sexy, sondern nur noch lachhaft aussieht. Da wäre weniger deutlich mehr gewesen.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/10/kleine-film-kritiken-grabbelkiste-oss-117-2-blood-and-bone-bronson-superman-and-batman-el-superbeasto-faq-about-time-travel/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Weil ich nichts mit Mangas und Anime anfangen kann, ist mir die Einbeziehung des Charakters &#8220;Hiro&#8221; im dritten Akt schon ziemlich auf den Zeiger gegangen &#8211; es wirkt, als hätten die Macher arg verzweifelt auf den asiatischen Markt geschielt. Braucht es Riesenroboter im DC-Universum? Ich denke nicht.</p>
<p>Trotzdem ist &#8220;Superman and Batman: Public Enemies&#8221; ein unterhaltsamer Remmidemmi-Zeichentrickfilm für Retro-Fans, der sich nicht an Themen überhebt, die für ihn zu schwer sind.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">The Haunted World of El Superbeasto</span></strong></p>
<p><a title="superbeasto" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/superbeasto.jpg"><img class="attachment wp-att-8711 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/superbeasto.thumbnail.jpg" alt="superbeasto" width="200" height="279" /></a>Was für ein Kontrastprogramm &#8211; nach dem vergleichsweise konservativen &#8220;Superman an Batman&#8221; machen wir mit dem anarchischen &#8220;The Haunted World of El Superbeasto&#8221; weiter, einem für das amerikanische Kabelfernsehen produzierten Horror-Comedy-Trickfilm von Rob Zombie. Nazis, Zombies, Titten, Wrestler, Satan, Roboter &#8211; es dürfte selbst hartgesottenen Trashfans schwer fallen, ein Klischee zu finden, das hier ausgelassen wurde. Eigentlich dürfte mir das nicht gefallen &#8211; ich bin ja kein Freund dieser krampfhaft selbstreferentiellen Komödien, die Ideenreichtum dadurch wett machen wollen, dass sie wirklich alles in einen Topf schmeißen, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Und Rob Zombie ist auch nicht so meins &#8211; der verdient seine Kohle praktisch ausschließlich mit fehlgeleiteten Retro-Projekten für alternde Nerds und anspruchslosen Splatter-Nachwuchs.</p>
<p>Aber ich muss es zugeben: Ich habe mich amüsiert. &#8220;El Superbeasto&#8221; funktioniert auf dem Level eines hormonell aus dem Ruder geratenen 14jährigen, verhebt sich niemals an tatsächlicher Parodie, sondern suhlt sich selbstzufrieden in der eigenen Unreife. Von 10 Gags ist durchschnittlich einer milde bis adäquat witzig &#8211; was ausgeglichen wird, in dem die Macher einfach 20 Gags pro Minute einbauen. Macht zwei im begrenzten Rahmen erfolgreiche Gags pro Minute &#8211; und damit deutlich mehr als die Gesamtausbeute des deutschen Kinos 2009. Die Geschwindigkeit und der Wahnwitz gleichen so ziemlich alle Mängel im Storytelling aus. Flüssige Animation, schrille Farben, gut gelaunte Sprecher, und jede Menge Splatter und Prachtmöpse erledigen dann den Rest.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/10/kleine-film-kritiken-grabbelkiste-oss-117-2-blood-and-bone-bronson-superman-and-batman-el-superbeasto-faq-about-time-travel/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Ärger dürfen sich Leute wie JohnKricfalusi (&#8220;Ren &amp; Stimpy&#8221;) und Ralph Bakshi (&#8220;Fritz the Cat&#8221;), deren deutlich mutigere und krudere Produktionen hier auch ästhetisch geplündert werden.</p>
<p>Pubertär, laut, und doch letztlich völlig harmlos &#8211; den hätte ich gerne auf dem &#8220;Fantasy Film Fest&#8221; gesehen. Ansonsten gilt: Freunde einladen, Bier kalt stellen.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">FAQ about Time Travel</span></strong></p>
<p><img class="attachment wp-att-8712 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/10/faq.jpg" alt="faq" width="370" height="277" />Drei Kumpel sitzen in einer Bar. So fangen gerne Witze an, aber nicht Zeitreise-Filme.</p>
<p>&#8220;FAQ&#8221; ist eine seltsame Produktion, und wird nicht gänzlich falsch als &#8220;Dr. Who meets Shaun of the Dead&#8221; beschrieben. Ganz so erfolgreich wie diese beiden Vorbilder ist er zwar nicht, aber dafür hat er deutlich mehr Hirn als &#8220;Evil Aliens&#8221; oder &#8220;<a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-doghouse/">Doghouse</a>&#8220;.</p>
<p>Besetzt mit britischen Komikern, und einer Anna Faris, die offensichtlich den amerikanischen Verkauf garantieren soll, gefällt sich &#8220;FAQ&#8221; als sanfte &#8220;Nerd Comedy&#8221; mal ganz ohne Splatter und Sex. Es geht um drei Kumpel, die an einem Abend in der Kneipe feststellen, dass durch ein Dimensionsloch ständige Zeitverschiebungen stattfinden &#8211; mal rutschen sie nur 30 Minuten in die Zukunft, dann gleich ein paar Jahrzehnte (wo die Apokalypse lauert). Eine junge Zeitloch-Ingenieurin will helfen, die daraus resultierenden Probleme zu lösen, macht aber alles nur noch schlimmer&#8230;</p>
<p>Ich gestehe: Nach 30 Minuten hatte ich den Faden verloren, welche Zeitlinien sich da gerade überschnitten, und welche Version der Hauptfiguren nun die richtige war. Dem Spass tut das aber keinen Abbruch. Obwohl &#8220;FAQ&#8221; über die ganze Laufzeit das Gelände des Pubs nicht verlässt, sorgen die hektischer werdenden Zeitreisen für genügend Abwechslung, und die unterhaltsamen Dialoge lassen das Nerd-Herz ein ums andere mal freudig hüpfen &#8211; wenn z.B. die anwesenden Nerds darauf bestehen, dass &#8220;Nerd&#8221; ein negativ besetzter Begriff sei. Sie bevorzugen &#8220;Imagineer&#8221;.</p>
<p>Natürlich geht es letztlich um nichts, die begrenzten Locations lassen &#8220;FAQ&#8221; manchmal sogar wie eine Zeitreise-Sitcom wirken &#8211; aber in diesem Fall ist die seichte Unterhaltung offensichtlich gewollt. Diese Form britischer Slacker-Comedy braucht kein großes Drama, und begnügt sich mit bezaubernden Details, und überzeugenden Performances.</p>
<p>Letztlich ist &#8220;FAQ&#8221; ein mit relativ wenig Geld, aber viel Liebe  realisierter Konzeptfilm, der auch als TV-Produktion keine schlechte Figur gemacht hätte. Für eher kopfgesteuerte SciFi-Fans wie mich auf jeden Fall eine echte Entdeckung, die ich hiermit gerne weiterempfehlen möchte.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/10/kleine-film-kritiken-grabbelkiste-oss-117-2-blood-and-bone-bronson-superman-and-batman-el-superbeasto-faq-about-time-travel/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>FFF 2009: The Tournament</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 19:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[England 2009. Regie: Scott Mann. Darsteller. Ving Rhames, Kelly Hu, Robert Carlyle, Ian Somerhalder, Liam Cunningham, Scott Adkins u.a. Story: Alle sechs Jahre werden in einer beliebigen Stadt auf dem Globus die besten Profi-Killer aufeinander gehetzt, um für ein hohes Preisgeld zu fighten, bis einer übrig bleibt. Die Duelle ohne Regeln werden von hunderten von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="tournamentposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/tournamentposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8484 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/tournamentposter.thumbnail.jpg" alt="tournamentposter" width="200" height="273" /></a>England 2009</strong>. Regie: Scott Mann. Darsteller. Ving Rhames, Kelly Hu, Robert Carlyle, Ian Somerhalder, Liam Cunningham, Scott Adkins u.a.</p>
<p><strong>Story</strong>: Alle sechs Jahre werden in einer beliebigen Stadt auf dem Globus die besten Profi-Killer aufeinander gehetzt, um für ein hohes Preisgeld zu fighten, bis einer übrig bleibt. Die Duelle ohne Regeln werden von hunderten von Kameras für eine ausgesuchte Klientel von Zockern übertragen. Dieses Jahr ist der Schauplatz eine dröge mittelgroße Stadt in England &#8211; und die Favoriten sind die schöne Lai Lai Zhen und Joshua Harlow, der eigentlich ausgemusterte Sieger des letzten Turniers. Leider landet einer der Sender, die die Mitspieler unter Beobachtung halten sollen, im Magen des versoffenen Priesters Macavoy, der sich plötzlich mitten in einem Wettbewerb befindet, den zu überleben er eigentlich keine Chance hat.</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Wer hätte gedacht, dass der vorletzte Tag des Fantasy Film Fest nochmal so ein Perle bereit hält?! &#8220;The Tournament&#8221; ist blitzsauberes Action-Kino mit B-Genen, aber A-Besetzung. Gerade im Kontrast zum ähnlich aufgebauten &#8220;The Condemned&#8221; zeigt sich prima, dass es außer dem Geld eben doch einen Unterschied zwischen DVD-Rotz und sorgfältig gemachtem Midbudget-Kino gibt.</p>
<p>Natürlich ist die Story doof wie Brot, und man muss sein Gehirn nicht nur ausschalten, sondern durch heftige Schläge mit dem Vorschlaghammer auch davon abhalten, zwischenzeitig mal wieder aufzuwachen. Schon Basis-Fragen werden nicht beantwortet &#8211; warum nehmen die Killer an dem Turnier überhaupt teil, wenn die Chance, es zu gewinnen, so albern gering ist? Wieso merkt die Polizei nichts von den explosiven Verfolgungsjagden und Dutzenden Toten? Warum riskiert Lai Lai für Macavoy immer wieder ihr Leben? Wieviele tausend Kameras sind in der Stadt versteckt worden? Wie kann es nach mehreren Turnieren überhaupt noch fähige Killer geben &#8211; die werden doch alle sechs Jahre dezimiert?</p>
<p><img src="../wp-content/uploads/2009/09/tournament1.jpg" alt="tournament1" width="370" height="211" /></p>
<p>Aber diese ganzen Fragen sind irrelevant, weil &#8220;The Tournament&#8221;, das Geld, das Talent, und die Spielfreude hat, um den Zuschauer anderweitig zu unterhalten: es gibt Verfolgungsjagden, Schießereien, und Fights so sehr &#8220;en masse&#8221;, dass sie wohl billig im Ausverkauf zu kriegen waren. Und jeder Stunt ist sympathisch hausgemacht, einfallsreich, und extrem beeindruckend.</p>
<p>Everything goes &#8211; &#8220;The Tournament&#8221; verlegt den statischen Wettbewerb früherer internationaler Kickboxer-Filme wie &#8220;Bloodsport&#8221; in eine neue Kulisse &#8211; und tritt dann auf den Turbo. Er ist &#8220;Tekken&#8221; und &#8220;King of Fighters&#8221;, gemischt mit &#8220;Double Dragon&#8221; und &#8220;Counterstrike&#8221;.</p>
<p>Das Budget von 12 Millionen Dollar kann ich nicht glauben &#8211; würde ich es glauben, wäre &#8220;The Tournament&#8221; vom Preis/Leistungsverhältnis nicht weniger beeindruckend als &#8220;District 9&#8243;.</p>
<p>Die Stars spielen nur Klischees &#8211; aber das mit Verve und sichtlichem Spaß an der Sache. Es ist tatsächlich ein Unterschied, ob man einen Haufen Handkantenschwinger aus dem örtlichen Fitnessstudio aufeinander los lässt, oder tatsächliche Schauspieler.</p>
<p>So wie &#8220;Black Dynamite&#8221; nach &#8220;Undisputed 2&#8243; Michael Jay White als neuen Action-Superstar empfiehlt, macht &#8220;The Tournament&#8221; wirklich Lust auf mehr, was Scott Adkins angeht &#8211; er hat hier nur eine kleine Rolle, kann sich demnächst aber im extrem vielversprechend aussehenden &#8220;Ninja&#8221; beweisen:</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-the-tournament/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Vielleicht ist es tatsächlich Zeit, van Damme, Seagal, und Lundgren ad acta zu legen, und sich neue Action-Idole zu suchen. In meinen Augen kommen die nicht aus der Wrestling- und MMA-Ecke. Adkins und White FTW!</p>
<p>Fazit: &#8220;The Tournament&#8221; gehört zur neuen Schule des dreckigen &#8220;Extreme Hardcore Actionfilms&#8221;, die ich gerade erfunden habe, um ihn mit &#8220;Crank&#8221; und &#8220;Shoot &#8216;Em Up&#8221; in einem Atemzug nennen zu können. Ein Film mit zuviel zwischen den Beinen, um ein großes Publikum zu finden &#8211; aber die Zielgruppe wird sich vor Begeisterung in die Hose pieseln. Und das ist eigentlich auch okay so.</p>
<p>Großes B-Actionkino &#8211; gibt es nicht mehr oft. Umso schöner, wenn ein Streifen doch noch mal so sehr rockt.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-the-tournament/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil:</strong></span></p>
<p><img class="attachment wp-att-8485 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/upyours.JPG" alt="upyours" width="370" height="355" /></p>
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		<title>FFF 2009: Black Dynamite</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 19:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[USA 2009. Regie: Scott Sanders. Darsteller: Michael Jay White, Arsenio Hall, Tommy Davidson, Kevin Chapman, Richard Edson Story: Irgendwo in Amerika, irgendwann in den frühen 70ern &#8211; ein Schwarzer wird erschossen. Sein Bruder: Black Dynamite, Enforcer und ehemaliger CIA-Agent. Er geht auf einen Rachefeldzug durch die Ghetto-Kultur der Epoche, mit pimpin&#8217; outfits, badass ho&#8217;s, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong><a title="dynamiteposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/08/dynamiteposter.jpg"></a><a title="dynamiteposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/dynamiteposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8481 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/dynamiteposter.thumbnail.jpg" alt="dynamiteposter" width="370" height="245" /></a>USA 2009</strong>. Regie: Scott Sanders. Darsteller: Michael Jay White, Arsenio Hall, Tommy Davidson, Kevin Chapman, Richard Edson</p>
<p><strong>Story</strong>: Irgendwo in Amerika, irgendwann in den frühen 70ern &#8211; ein Schwarzer wird erschossen. Sein Bruder: Black Dynamite, Enforcer und ehemaliger CIA-Agent. Er geht auf einen Rachefeldzug durch die Ghetto-Kultur der Epoche, mit pimpin&#8217; outfits, badass ho&#8217;s, und motherfuckin&#8217; rides, untermalt von groovy tunes. Wie es aussieht, wollen die Bösewichte den Schwarzen Mann durch eine neue Droge &#8220;down&#8221; halten, und nur Black Dynamite kann sie stoppen.</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Ich geb&#8217;s zu &#8211; der Film ist komisch. Michael Jay White ist so ziemlich die perfekte Verkörperung des schwarzen Über-Egos, und würde auch in einem &#8220;echten&#8221; Blaxploitation-Film keine schlechte Figur machen. Viele absichtliche Fehler, Defizite, und Sprünge sind Absicht, schielen auf die krude Machart der Originale. Da wird (unpassende) Footage einfach wiederholt, da wechselt ein Schauspieler mitten in der Szene, und immer wieder sind die Übergänge gewollt sperrig.</p>
<p>Dazu ein Soundtrack, der clever genug ist, eben nicht die Klassiker zu recyceln (wie Tarantino das für &#8220;Jackie Brown&#8221; gemacht hat), sondern deren Stil perfekt emuliert &#8211; mit Texten, die albern genau zum jeweiligen Geschehen auf der Leinwand passen.</p>
<p>Aber ich stelle mich da gerne gegen die Majorität der Kritiken &#8211; der große Brüller ist &#8220;Black Dynamite&#8221; leider nicht. Die meisten Kracher sind im Trailer erheblich effizienter geschnitten als im Film, wo sich doch hin und wieder Längen einschleichen. Es hätte geholfen, die Gagdichte etwas zu erhöhen. Es muss ja nicht gleich ZAZ-Style sein.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/08/dynamite.jpg" alt="dynamite" width="370" height="341" /></p>
<p>Außerdem merkt man, dass Michael Jay White von vorne bis hinten seine Hand im Spiel hatte &#8211; ausgerechnet die Hauptfigur, die er selber spielt, darf nicht veralbert werden, bleibt über die ganze Laufzeit bierernst. Dabei funktionieren Parodien gerade dann am Besten, wenn sie ihre Protagonisten an der inhärenten Absurdität ihrer Situation scheitern lassen. Leider nimmt White seinen Charakter so ernst, wie das sonst nur Steven Seagal tut.</p>
<p>Außerdem leidet &#8220;Black Dynamite&#8221; ein wenig daran, dass er die Vorbilder so genau kopiert, dass auch deren Schwächen wieder nerven: keine wirklich überzeugenden Action-Szenen, doofe Dialoge, und einen Hang zum Klischee, der hier durchaus ein wenig mehr Überspitzung verdient hätte. Die wenigsten Exploitation-Filme sind so gut wie ihre Titel, ihre Trailer, ihre Poster &#8211; und auf &#8220;Black Dynamite&#8221; trifft das auch zu. Nicht so sehr wie auf &#8220;<a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-the-house-of-the-devil/">House of the Devil</a>&#8220;, allerdings.</p>
<p>Aber ich will gar nicht so sehr in die Details gehen, weil der Gesamteindruck meiner Kritik sonst verwässert wird: &#8220;Black Dynamite&#8221; ist sehr lustig, und den Kino-Besuch/DVD-Ausleih allemal wert. Ich hatte halt nur ein wenig mehr erwartet, weil ich den Trailer so toll fand.</p>
<p>Besser als &#8220;I&#8217;m gonna git you sucka&#8221;, aber nicht viel.</p>
<p>Die Warnung sei außerdem angebracht: Zuschauer, die gar keine Ahnung haben, was es mit Blaxploitation auf sich hat, dürften ob der gebotenen Albereien kräftig den Kopf kratzen.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-black-dynamite/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil</strong></span>:</p>
<p><img class="attachment wp-att-8480 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/yougo.JPG" alt="yougo" width="370" height="255" /></p>
<p>Wen solche Details interessieren: Geschrieben habe ich diese Kritik beim Sender EgoFM, während Doc Acula im Tonstudio ein Interview zum Thema &#8220;Trash-Filme&#8221; gab. Der lügt, wenn er den Mund aufmacht&#8230;</p>
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		<title>FFF 2009: Random Thoughts</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 14:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei&#8230; In den nächsten Wochen werde ich noch diverse Filme besprechen (Tournament, Largo Winch, Black Dynamite, OSS 117 &#8211; Rio ne repond pas, Bathory, Bronson, etc.), aber die &#8220;heiße Phase&#8221; des FFF ist vorbei. Schön war&#8217;s mal wieder. Schon komisch, wenn man erst einen Hauptdarsteller (Martin Feifel), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei&#8230;</p>
<p>In den nächsten Wochen werde ich noch diverse Filme besprechen (Tournament, Largo Winch, Black Dynamite, OSS 117 &#8211; Rio ne repond pas, Bathory, Bronson, etc.), aber die &#8220;heiße Phase&#8221; des FFF ist vorbei. Schön war&#8217;s mal wieder.</p>
<ul>
<li>Schon komisch, wenn man erst einen Hauptdarsteller (Martin Feifel), dann den Regisseur (Martin Enlen) des eigenen historischen Zweiteilers &#8220;Dr. Hope&#8221; beim Trashfilm-Besuch im Kino trifft</li>
<li>Es war erfreulich, mit Olaf, Florian, und Gregor ganz altes Fandom- und FFF-Gestein nach Jahren mal wieder zu treffen</li>
<li>Es gab einen FFF-Engel: ein bezauberndes junges Mädchen à la Winona Ryder, mit Zweifarben-Frisur, und seltsam Tim Burton-esken Tätowierungen am ganzen Oberkörper</li>
<li>Werbung für die &#8220;Watchman&#8221;-Blueray mit einem verkleideten &#8220;Rorschach&#8221; &#8211; der Typ war sicher froh, dass man sein Gesicht nicht sehen konnte</li>
<li>Der Promo-Clip zu &#8220;Saw VI&#8221; war wirklich beschissen, nicht durchdacht, und nervte schon nach der zweiten Sichtung &#8211; schlimmer als &#8220;Die Elyandt-Recherche&#8221; 2008</li>
<li>Der neue &#8220;13th Street&#8221;-Clip war toll, hätte aus Rücksicht auf die Mehrfach-Besucher des FFF aber kürzer sein können</li>
<li>Einzige mir aufgefallene Blueray-Projektion &#8220;House of the Devil&#8221; beweist wieder einmal: geht gut, auch im großen Kino</li>
<li>Der Spot für &#8220;Bioshock 2&#8243; hat mich völlig kalt gelassen</li>
<li>Geringste Besucher-Dichte, die ich selbst miterlebt habe: &#8220;Giallo&#8221; und &#8220;House of the Devil&#8221;</li>
<li>Ich hasse Menschen, die Nachos, Popcorn, Cola, UND Eis mit ins Kino bringen, und eine halbe Stunde lang neben mir mampfen &#8211; geht gefälligst vorher was essen!</li>
<li>Vom Publikum gewählt: 3. Platz &#8220;Round da way&#8221;, 2. Platz &#8220;Moon&#8221;, 1. Platz (knapp) &#8220;District 9&#8243; &#8211; kann ich gut mit leben</li>
<li>Meine Top 3: &#8220;Thirst&#8221;, &#8220;Moon&#8221;, und &#8220;District 9&#8243;</li>
<li>Viele Filme (&#8220;Red Cliff&#8221;, &#8220;Black Dynamite&#8221;, &#8220;Largo Winch&#8221;) laden zu der Frage ein, wie die Macher des FFF eigentlich den Begriff &#8220;Fantasy&#8221; definieren</li>
<li>Zehn Minuten zwischen zwei Filmen mit ca. 5 Kilometer Entfernung der Kinos City &#8211; Cinema ist extrem unfair</li>
<li>Es war tatsächlich gut, die Filme früh auszuwählen, und dann keine weiteren Infos (inkl. Programmheft) zu konsumieren, weil es das Kinoerlebnis spürbar frischer macht</li>
<li>Geheimer König des Festivals: Larry Fessenden</li>
<li>Keine kluge Idee, sich mit mir auf eine Diskussion einzulassen, weil man auf meinen Platz hockt &#8211; &#8220;wie, hier gibt es Platzkarten?&#8221;</li>
<li>Der FFF-Vorspann wurde deutlich abgespeckt &#8211; danke dafür</li>
<li>Es war ein gutes Programm mit viel Abwechslung, und keinen fiesen Totalausfällen wie &#8220;36 pasos&#8221; oder &#8220;Virus undead&#8221; (zumindest habe ich keinen gesehen)</li>
<li>Wenn Ron Perlman beim FFF unvermeidlich ist, sollte das für Lena Headey auch gelten</li>
<li>Nächstes Jahr will ich wieder mit Kumpels gucken &#8211; vielleicht in Berlin. Und dann mache ich Video-Bewertungen</li>
<li>Mir fehlten heuer ein bisschen die guten, soliden, unironischen B-Movies aus unerwarteten Ländern (Belize? Kongo? Honduras?)</li>
<li>2010 hätte ich München gerne wieder als ersten Festival-Ort</li>
</ul>
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		<title>FFF 2009: District 9</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 21:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[USA Neuseeland 2009. Regie: Neill Blomkamp. Darsteller: Sharlto Copley, Jason Cope, Nathalie Boltt, Sylvaine Strike u.a. Story: Anfang der 80er Jahre erscheint ein riesiges Raumschiff über Johannesburg. Die 1 Million Aliens an Bord sind verstört, siech, und ängstlich. Sie werden in ein Lager verbracht, aus dem sich schließlich das Ghetto &#8220;District 9&#8243; entwickelt. Als nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="districtposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/districtposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8396 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/districtposter.thumbnail.jpg" alt="districtposter" width="200" height="295" /></a>USA Neuseeland 2009</strong>. Regie: Neill Blomkamp. Darsteller: Sharlto Copley, Jason Cope, Nathalie Boltt, Sylvaine Strike u.a.</p>
<p><strong>Story</strong>: Anfang der 80er Jahre erscheint ein riesiges Raumschiff über Johannesburg. Die 1 Million Aliens an Bord sind verstört, siech, und ängstlich. Sie werden in ein Lager verbracht, aus dem sich schließlich das Ghetto &#8220;District 9&#8243; entwickelt. Als nach über 20 Jahren die Kontrolle über D9 immer schwieriger wird, und die Geduld der Menschen mit den &#8220;Garnelen&#8221; nachlässt, will man die Aliens in ein neues Lager umsiedeln, weit weg von der irdischen Bevölkerung. Der kleine Beamte Wikus soll die Aktion leiten &#8211; ein geschickter Schachzug, um am Ende einen Sündenbock für die brutale und inhumane Vorgehensweise zu haben. Doch Mikus infiziert sich mit einer Biochemikalie außerirdischen Ursprungs, und macht eine erstaunliche Wandlung durch, nicht nur körperlich&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Manchmal ist es schwer, einen Film anzuschauen, ohne sich von den vorab verbreiteten Informationen beeinflussen zu lassen. Als ich für diesen Film im Kino saß, wusste ich natürlich, dass er in Amerika schwer abgeräumt hatte, und dass er von der Kritik in den Himmel gelobt wurde (80 Prozent<a href="http://www.metacritic.com/film/titles/district9"> bei Metacritic </a>sind kein Klacks). Die Erwartungen waren entsprechend hoch.</p>
<p>Andererseits: mein Kumpel Doc Acula von <a href="http://badmovies.de/soap/client.php/District_9">Badmovies</a> hatte sich gerade eher zurückhaltend zum Film geäußert, und Florian Breitsameter von <a href="http://www.sf-fan.de/aktuelle-meldungen/district-9-2009.html">SF-Film.de</a> auch. Das sind zwei Stimmen, die für mich durchaus Gewicht haben.</p>
<p>Wenigstens war es mir gelungen, Trailer und Inhaltsangaben weitestgehend zu meiden &#8211; was Story und Stil angeht, war ich also eher unbeleckt.</p>
<p>Trotzdem: Hype nervt, und deshalb hatte &#8220;District 9&#8243; zuerst einmal Überzeugungsarbeit zu leisten.</p>
<p>Er leistete. Und wie er leistete.</p>
<p><img class="attachment wp-att-8397 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/district.jpg" alt="district" width="370" height="202" /></p>
<p>&#8220;District 9&#8243; nimmt das exakte Grundkonzept von &#8220;Alien Nation&#8221; (was als Krimi konzipiert wurde), und erfindet es als Rassendrama im knallharten Doku-Stil neu &#8211; angereichert mit spektakulären Effekten und einem Gefühl für Action, das ich seit langem nicht mehr gesehen habe. Seit dem ersten &#8220;Matrix&#8221; habe ich keinen Film mehr gesehen, der so souverän und innovativ neue Wege für die Inszenierung von Action aufzeigt. In der eleganten Beiläufigkeit, in der &#8220;District 9&#8243; seine Science Fiction-Elemente (Raumschiffe, Waffen, Aliens) in das visuelle Gesamtbild einfügt, wie er Effekte <em>eben nicht</em> aufmerksamkeitsheischend in den Fokus bringt, sondern als selbstverständlich hin nimmt, begeistert er vielleicht nicht die Technik-Nerds &#8211; aber er macht den SF-Film schlagartig erwachsen. Ich habe diese Technik bisher nur in sehr rudimentären Ansätzen in <a href="http://wortvogel.de/?p=170">&#8220;The Host&#8221;</a> gesehen.</p>
<p>Neill Blomkamps Beherrschung nicht nur der Technik, sondern auch der Narrative ist geradezu erschütternd offensichtlich &#8211; hier ist ein Nachwuchsregisseur, der nichts mehr lernen braucht, dem niemand mehr etwas beibringen muss. Seine Erzählsprache ist voll ausgeformt, reif, und dynamisch. Wenn er am Schluss in beinharte Action geht, dann zeigt er nicht nur, wie man mit viel weniger Geld großflächig Radau macht &#8211; er zeigt auch beinahe schulterzuckend, was für ein Stümper Michael Bay ist. Wer nach &#8220;District 9&#8243; behauptet, für einen Film wie &#8220;Transformers 2&#8243; müssten 200 Millionen Dollar verpulvert werden, der ist von Hollywood verseucht. Zumal Blomkamps Roboter-Action deutlich packender inszeniert ist. Es geht anders, es geht besser, es geht billiger.</p>
<p>Trotzdem war &#8220;Moon&#8221; für mich der bessere Film des Festivals.</p>
<p>Warum? &#8220;District 9&#8243; ist ein über weite Strecken nihilistischer und depressiver Film, der von Menschen wie Aliens nur die hässlichen Seiten zeigt. Es ist kein Science Fiction-Film, der Spass macht &#8211; im Gegenteil: er macht den Sense of Wonder, der uns als Kinder für die SF begeisterte, mit dem Holzhammer zunichte. Die Aliens sind eben nicht weise und freundlich, wir Menschen begegnen ihnen nicht mit Respekt und Neugier.</p>
<p>Auch Wikus und das Alien Christopher sind egoistisch, skrupellos, und geradezu hysterisch auf den eigenen Vorteil bedacht. Für meinen Geschmack dauert es einfach viel zu lange, bis endlich mal wenigstens die Möglichkeit in Betracht gezogen wird, dass nicht alle Menschen rassistische und blutrünstige Drecksäue sind.</p>
<p>Kurzum: Das Welt- und Menschenbild von &#8220;District 9&#8243; stößt mir auf. Vielleicht, weil ich von Filmen mehr &#8220;spirit&#8221; erwarte. Vielleicht, weil ich naiv bin. Aber ich möchte an das Gute im Menschen glauben. Und dieser Film lässt mich da sehr lange zappeln. Man kommt nicht gerade mit Knallerlaune aus dem Kino&#8230;</p>
<p>Die paar Logikfehler und Unstimmigkeiten, die sich in die Story geschlichen haben, verzeihe ich aber locker &#8211; die werden in der großartigen Action ertränkt, dass man gar nicht zum Nachdenken kommt.</p>
<p>So ist &#8220;District 9&#8243; sicher einer der besten Science Fiction-Filme der letzten Jahre &#8211; und wegweisend. Wir sehen hier die Geburt eines neuen Star-Regisseurs, das kann man jetzt schon sagen. Aber es ist auch ein harter Brocken, und nicht gerade Fun für die ganze Familie.</p>
<p>Ab ins Kino &#8211; ab Freitag will ich eure Meinung dazu hören!</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-district-9/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil:</strong></span></p>
<p><img class="attachment wp-att-8398 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/attack.JPG" alt="attack" width="370" height="284" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>FFF 2009: Carriers</title>
		<link>http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-carriers/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 16:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[USA 2009. Regie: Alex und David Pastor. Darsteller: Chris Pine, Piper Perabo, Emily VanCamp, Chris Meloni, Lou Taylor Pucci u.a. Story: Eine Seuche hat die Welt entvölkert. Danny und sein Bruder Brian sind auf dem Weg zur Küste, wo sie die Zeit aussitzen wollen, bis alle Infizierten tot sind. Mit dabei: Brians Freundin Bobby, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="carriersposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/carriersposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8386 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/carriersposter.thumbnail.jpg" alt="carriersposter" width="200" height="268" /></a>USA 2009</strong>. Regie: Alex und David Pastor. Darsteller: Chris Pine, Piper Perabo, Emily VanCamp, Chris Meloni, Lou Taylor Pucci u.a.</p>
<p><strong>Story</strong>: Eine Seuche hat die Welt entvölkert. Danny und sein Bruder Brian sind auf dem Weg zur Küste, wo sie die Zeit aussitzen wollen, bis alle Infizierten tot sind. Mit dabei: Brians Freundin Bobby, und die schweigsame Kate. Doch auf der langen Reise lassen sich Kontakte mit Kranken nicht vermeiden, und auch innerhalb der kleinen Gruppe wächst die Paranoia&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: &#8220;Carriers&#8221; erzählt keine neue Geschichte, und er erzählt sie auch ohne nennenswerte neue Ideen. Bemerkenswert ist eigentlich nur, dass die Handlung (vielleicht sogar einfach aus Kostengründen) erst NACH der großen Epidemie einsetzt, und dass die Infizierten krank sind, aber keine tollwütigen Zombies. Sie sind bemitleidenswert, und nur dann gefährlich, wenn sie um ihr Überleben kämpfen.</p>
<p>Mitunter reicht es aber auch, wenn man eine schon bekannte Idee gut aufarbeitet. Und das gelingt den Pastor-Brüdern allemal. Mit wenig technischem Aufwand wird das überzeugende Bild einer entvölkerten Welt gezeichnet, gekennzeichnet von leeren Straßen, verlassenen Autos, unbesetzten Tankstellen. Die Apocalypse braucht kein hässlicheres Gesicht als die unendliche Einsamkeit.</p>
<p>Die Besetzung, solide und anspruchsvoll für einen B-Film dieser Klasse, schlägt sich prächtig, auch wenn die Rollen schon sehr genretypisch verteilt sind: der Jock, der kleine Bruder, die sexuell Aggressive, die Schüchterne. Und wie bei einem Slasher kann sich der erfahrene Filmfan daran schon ausrechnen, wer am Schluss den ersehnten Strand erreicht.</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/carriers1.jpg" alt="carriers1" width="370" height="246" /></p>
<p>Ähnlich wie bei &#8220;Case 39&#8243; (ebenso ein B-Film, der mit Elementen und Schauspielern aus der A-Liga spielt) hätte ich mir einen größeren Kontext gewünscht. Dass unsere Gruppe einfach nur ans Meer will, scheint mir als Antrieb ein wenig unbefriedigend, zumal sie mehrfach an Orten sind, die eine erheblich komfortablere Aussitzung der Epidemie ermöglichen. Weil es letztlich kein handlungsrelevantes Endziel gibt, wird der Schluss auch eher flach &#8211; die Überlebenden schaffen es ans Meer, Schwarzblende, Nachspann.</p>
<p>Das ändert aber nichts daran, dass &#8220;Carriers&#8221; als Road Movie rasant inszeniert ist, keine Durchhänger hat, und durchaus mal die richtigen Knöpfe drückt, um den Zuschauer auch emotional zu schockieren. Für einen gepflegten DVD-Abend reicht der Streifen allemal.</p>
<p>Auch hier lohnt mal wieder ein Blick in den Trailer &#8211; die ersten 40 Sekunden zeigen ganz flott die Vorgeschichte der Seuche, für die der Film selbst weder Zeit noch Geld hat:</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-carriers/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil:</strong></span></p>
<p><img class="attachment wp-att-8390 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/jawoll.JPG" alt="jawoll" width="370" height="466" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>FFF 2009: Moon</title>
		<link>http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-moon/</link>
		<comments>http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-moon/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 12:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[England 2009. Regie: Duncan Jones. Darsteller: Sam Rockwell Story: Sam Bell geht&#8217;s nicht gut &#8211; wenigstens läuft bald sein 3 Jahres-Vertrag aus, wegen dem er als alleiniger Wartungstechniker in einer Bergbau-Station auf dem Mond hockt, und sich bis zur Paranoia langweilt. Nach einem Unfall mit einem der Rover wacht er wieder in der Station auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="moonposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/moonposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8322 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/moonposter.thumbnail.jpg" alt="moonposter" width="200" height="294" /></a>England 2009</strong>. Regie: Duncan Jones. Darsteller: Sam Rockwell</p>
<p><strong>Story</strong>: Sam Bell geht&#8217;s nicht gut &#8211; wenigstens läuft bald sein 3 Jahres-Vertrag aus, wegen dem er als alleiniger Wartungstechniker in einer Bergbau-Station auf dem Mond hockt, und sich bis zur Paranoia langweilt. Nach einem Unfall mit einem der Rover wacht er wieder in der Station auf &#8211; wundert sich jedoch, dass man ihn für alle Außen-Trips vorläufig gesperrt hat. Sam wagt es trotzdem &#8211; und findet den geschrotteten Rover mit sich selbst drin, schwer verletzt. Nun gibt es zwei Sams. Wahnsinn? Zeitreise? Aliens? Service-Roboter Gerty hüllt sich in verdächtiges Schweigen&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Es wird ja wieder keiner machen, aber ich will es trotzdem gesagt haben &#8211; zum Verständnis dieser Kritik ist es sehr hilfreich, meinen Beitrag zum Thema &#8220;<a href="http://wortvogel.de/?p=2778 ">SciFi ist nicht Science Fiction</a>&#8221; zu lesen, und die Kritik zu &#8220;<a href="http://wortvogel.de/?p=3706 ">The Man from Earth</a>&#8220;.</p>
<p>Ich bin mit einer gewissen Grundskepsis in diesen Film gegangen. Er wurde von der etablierten Schwurbelkritik derart in den Himmel gelobt, dass ich zwei Stunden esoterisches Geseier über die unerträgliche Einsamkeit der menschlichen Seele befürchtete. Sam Rockwell ist ja auch dafür bekannt, sich bevorzugt schwierige Rollen zu suchen. Der Mann macht in Kunst.</p>
<p>Andererseits: In einem mit asiatischen Epen, Slashern, und Slasher-Comedies vollgestopften Festival freut man sich über alles, was die Hirnzellen anregt, also habe ich mir doch die Karte gekauft. Karma braucht Balance.</p>
<p>Gebt mit ein S! Gebt mit ein E! Gebt mit ein N! Gebt mir noch ein S! Gebt mir ein A! Verdammt, das dauert zu lange&#8230; am Ende kommt auf jeden Fall SENSATIONELL dabei raus.</p>
<p>&#8220;Moon&#8221; ist der Film, von dem ich nicht mehr dachte, dass ihn jemand drehen würde. Ein kleiner Film, eigentlich ein 2/1-Personenstück, trotzdem mit aufwändigen und liebevollen Effekten ausstaffiert. Nachdenklich, poetisch, tragisch &#8211; aber niemals kitschig oder selbstverliebt.</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/moon1.jpg" alt="moon1" width="370" height="289" /></p>
<p>Die Präzision des Drehbuchs ist bemerkenswert: Die Beziehung zwischen Sam 1 und Sam 2, die uns anfangs etwas bizarr nonchalant erscheint, entpuppt sich als absolut folgerichtig. Das Geheimnis der zwei Sams wird plausibel und packend aufgelöst, und das Finale ist trotz aller Unwägbarkeiten erhebend und hoffnungsvoll.</p>
<p>Überhaupt ist &#8220;Moon&#8221; zwar ein Drama, aber auch ein Film über die Hoffnung, die Menschlichkeit, und den Wert der Freundschaft. Er hat tatsächlich sowas wie ein Happy End, und man kommt mit leichtem Herzen aus dem Kino. Auch das hatte ich absolut nicht erwartet.</p>
<p>Natürlich wird er ihn nicht kriegen, aber Sam Rockwell hätte den Oscar verdient. Es ist leicht, die gleiche Person zweimal zu spielen. Es ist leicht, die gleiche Person mit entgegen gesetzten Charaktereigenschaften zu spielen (wie die meisten Zwillings-Thriller das tun). Aber es ist unendlich schwer, zwei Personen zu spielen, von denen die eine erst noch lernen muss, die andere zu sein. Rockwell lässt es einfach aussehen.</p>
<p>Ein besonderes Lob auch für den Roboter Gerty, beruhigend-sanft gesprochen von Kevin Spacey. Anfangs fürchtet man ein 2001-eskes Duell Mensch/Maschine, doch Gerty entpuppt sich letztlich ebenfalls als Freund. Alle Wesen der Station, ob organisch oder elektronisch, sitzen schließlich in einem Boot.</p>
<p>Drama, Science Fiction, Krimi &#8211; &#8220;Moon&#8221; packt alles in ein Paket, füllt es bis zum Rand mit Spannung, und stempelt &#8220;Anspruch&#8221; drauf, bevor er es an den Zuschauer weiterreicht. Selten genug, dass ein Programmkino-Film auch ein Mainstream-Publikum unterhalten kann. Duncan Jones schafft den Spagat mühelos.</p>
<p>Ein Film für die ECHTEN Science Fiction-Fans &#8211; die, die lieber &#8220;Silent Running&#8221; als &#8220;Resident Evil&#8221; schauen, lieber &#8220;Dark Star&#8221; als &#8220;Transformers&#8221;, und lieber &#8220;2001&#8243; als &#8220;Riddick&#8221;. Aber auch ein Film für Leute, die einfach nur Kino lieben, Geschichten, Figuren.</p>
<p>Wenn ich beim FFF alljährlich 20 &#8220;House of the Devil&#8221; schauen muss, um nur einen &#8220;Moon&#8221; zu finden &#8211; dann ist es die Mühe wert.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-moon/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Wortvogels pantomimisches Urteil:</span></strong></p>
<p>Ich spreche &#8220;Moon&#8221; hiermit offiziell heilig, und erkläre ihn kritikresistent. Amen.</p>
<p><img class="attachment wp-att-8333 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/heilig.JPG" alt="heilig" width="370" height="319" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>FFF 2009: The House of the Devil</title>
		<link>http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-the-house-of-the-devil/</link>
		<comments>http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-the-house-of-the-devil/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 12:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[USA 2009. Regie: Ti West. Darsteller: Jocelin Donahue, Tom Noonan, Mary Woronov, Greta Gerwig, Dee Wallace, A.J. Bowen Story: Irgendwann in den 80ern &#8211; Studentin Samantha muss Geld für ein eigenes Apartment verdienen, und erklärt sich deshalb bereit, im Haus des seltsamen Paares Ulman die malade Mutter zu betreuen, während draußen eine Mondfinsternis die Nacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="attachment wp-att-8355 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/housedevilposter.jpg" alt="housedevilposter" width="200" height="231" />USA 2009</strong>. Regie: Ti West. Darsteller: Jocelin Donahue, Tom Noonan, Mary Woronov, Greta Gerwig, Dee Wallace, A.J. Bowen</p>
<p><strong>Story</strong>: Irgendwann in den 80ern &#8211; Studentin Samantha muss Geld für ein eigenes Apartment verdienen, und erklärt sich deshalb bereit, im Haus des seltsamen Paares Ulman die malade Mutter zu betreuen, während draußen eine Mondfinsternis die Nacht tiefschwarz färbt. Leider haben die Ulmans mit Samantha weitergehende, und grundlegend unangenehme Pläne&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Ich verkünde das jetzt einfach mal vorab, und ohne Sichtung wirklich aller anderen Festival-Beiträge &#8211; das hier ist der scheißeste Streifen des FFF 2009! Hurra, ich habe ihn gefunden!</p>
<p>Als Hommage an die Slasher und &#8220;Don&#8217;t go in&#8230;&#8221;-Heuler der 80er angekündigt, entpuppt sich &#8220;The House of the Devil&#8221; als exakte Kopie eines dieser billigen kanadischen TV-Filme, die sich damals an den Slasher-Trend dranhängen wollten. Ironie- und spannungsfrei werden Szenen endlos durchgekaut, die schon vor 25 Jahren stinklangweilig waren.</p>
<p>In &#8220;House of the Devil&#8221; passt gar nichts: die Kameraarbeit ist (gewollt?) beschämend statisch, es gibt (gewollt) praktisch kein Sound-Design, und offensichtlich hat man (gewollt?) vergessen, Statisten anzuheuern &#8211; die Uni ist menschenleer, die Stadt ist menschenleer, das Krankenhaus ist menschenleer. In Kombination ergibt das ein Realitätsvakuum, einen erdrückenden Mangel an Leben auf der Leinwand.</p>
<p>Der Film ist so leer und still, dass man während der Laufzeit hören kann, wie die grauen Zellen abschalten &#8211; und wie die Lebensenergie aus dem Ohr auf den Kinoboden fließt.</p>
<p>Und die Dialoge &#8211; endlose Dialoge! Jedes Gespräch zwischen zwei Personen ist ziemlich exakt dreimal so lange, wie es nach gesundem Empfinden sein dürfte. Die Aggressivität, mit der West uns nervt, ist der einzige Funken Energie, der in &#8220;The House of the Devil&#8221; steckt.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/housedevil.jpg" alt="housedevil" width="370" height="245" /></strong></span></p>
<p>Hinzu kommt die totale Abwesenheit jeglicher Art von Handlung: eine geschlagene Stunde lang sehen wir Samantha dabei zu, wie sie Pizza bestellt,  Fernsehen guckt, pinkelt, liest, durch Gänge schleicht. Dabei passiert NICHTS. Sie entdeckt nichts, es geschieht nichts, Event-Dichte null. Dann fällt sie plötzlich in Ohnmacht, und wacht in Gefangenschaft der luschigsten Ansammlung von Satanisten seit dem letzten Lordi-Konzert auf.</p>
<p>Als im dritten Akt eine längere Schwarzblende kam, habe ich vernehmlich laut &#8220;Nachspann &#8211; bitte, BITTE Nachspann!&#8221; geflüstert, und die paar noch verbliebenen Zuschauer haben zustimmend gelacht. Leider ging der Film dann weiter.</p>
<p>Die Verwerflichkeit von &#8220;The House of the Devil&#8221; liegt nicht in seiner Mülligkeit, sondern im mit äußerster Brutalität begangenen Verbrechen der Langweile. Es passiert vor und hinter der Kamera einfach nicht genug, um sich darüber zu ärgern. Man stöhnt nur leise vor sich hin, und hofft, dass es schnell vorbei ist. Ist es nicht. 90 Minuten können sich wie ein ganzes Leben anfühlen&#8230;</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-the-house-of-the-devil/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil:</strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong><img class="attachment wp-att-8358 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/killme.JPG" alt="killme" width="370" height="233" /><br />
</strong></span></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong><br />
</strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>FFF 2009: Tell Tale</title>
		<link>http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-tell-tale/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 11:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[USA 2009. Regie: Michael Cuesta. Darsteller: Josh Lucas, Lena Headey, Brian Cox u.a. Story: Für Terry geht es endlich wieder aufwärts &#8211; er verträgt sein neues Herz ganz gut, beginnt eine Beziehung mit der schönen Ärztin Elizabeth, und kann sich endlich wieder um seine &#8211; von einem genetischen Defekt verkrüppelte &#8211; Tochter kümmern. Doch irgendetwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a title="telltaleposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/telltaleposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8338 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/telltaleposter.thumbnail.jpg" alt="telltaleposter" width="200" height="258" /></a>USA 2009</strong>. Regie: Michael Cuesta. Darsteller: Josh Lucas, Lena Headey, Brian Cox u.a.</p>
<p><strong>Story</strong>: Für Terry geht es endlich wieder aufwärts &#8211; er verträgt sein neues Herz ganz gut, beginnt eine Beziehung mit der schönen Ärztin Elizabeth, und kann sich endlich wieder um seine &#8211; von einem genetischen Defekt verkrüppelte &#8211; Tochter kümmern. Doch irgendetwas stimmt nicht: in Gegenwart bestimmter Personen beginnt Terrys Herz lebensgefährlich heftig zu schlagen, und diese Personen scheinen etwas mit dem Tod vom Spender des Organs zu tun gehabt zu haben. Terry versucht, bei dem zuständigen Cop van Doren Antworten zu finden, doch dieser verfolgt ganz eigene Ziele&#8230;</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Es ist nicht weiter erstaunlich, dass jemand versucht, aus einer extrem kurzen Kurzgeschichte von Poe einen Film zu schinden. Mit Poe ist es wie mit King: irgendwann wird jemand auch deren Einkaufszettel verfilmen (&#8220;Hugh Jackman IST &#8216;<em>Der Einkäufer</em>&#8216; in &#8216;<strong>Stephen Kings Brot und Milch</strong>&#8216;!&#8221;). Erstaunlich ist allenfalls, dass die Erweiterung des Plots, seine Übertragung in die Gegenwart, und seine Fusion mit einer Krimihandlung, tatsächlich halbwegs erfolgreich ist.</p>
<p>Natürlich bleibt vom Original nicht viel mehr übrig als &#8220;Mann kann einen Herzschlag überlaut hören&#8221;, und es ist nicht einmal mehr der eines Fremden, sondern sein eigener. Der Kern von Poes Geschichte wird auf ein Gimmick reduziert &#8211; genau so gut könnte Terry die allseits beliebten Visionen haben (die kommen dann auch noch). Aber man muss hier die Grundsatzfrage stellen: ist mir die Vorlagentreue wichtiger als das funktionierende Skript? Im Zweifelfall ziehe ich ein funktionierendes Skript vor, zumal &#8220;Tell Tale&#8221; sich nicht allzu aggressiv als Poe-Verfilmung vermarktet.</p>
<p>Was die technische Seite angeht, ist &#8220;Tell Tale&#8221; eine echte Scott Free-Produktion: sehr &#8220;slick&#8221;, sehr poliert, durchgehend professionell inszeniert und gespielt, mit ein paar schnickschnackigen Kameraspielereien, die wohl sein müssen, wenn die Brüder Tony und Ridley als Produzenten im Vorspann stehen.</p>
<p>Was &#8220;Tell Tale&#8221; von vielen anderen Genre-Filmen unterscheidet, ist seine Verweigerung klarer Heldenfiguren (dazu kommen wir bei &#8220;District 9&#8243; auch noch). Bis auf Terrys Tochter ist in diesem Film niemand unschuldig, und angesichts seiner brutalen Vorgehensweise taugt auch Terry nicht zum Helden. Das Klischee Cop, traditionell entweder bemüht oder korrupt, bekommt hier eine völlig neue, verstörende Facette. Im Bemühen, die Figuren dreidimensional und gebrochen zu zeigen, findet &#8220;Tell Tale&#8221; erstaunliche Spannung, denn man ahnt tatsächlich nicht, wo die Story hinführen soll. Da gefällt sogar der Twist der am Schluss, der überrascht, obwohl er folgerichtig ist (und sogar diverse offene Fragen beantwortet).</p>
<p><img src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/telltale.jpg" alt="telltale" width="370" height="246" /></p>
<p>Leider ist diese Stärke auch die größte Schwäche von &#8220;Tell Tale&#8221; &#8211; es gibt filmische Standardfiguren, weil wir uns an sie emotional leicht andocken können: der gehetzte Held, die geheimnisumwitterte Schönheit, der skrupellose Gangster. Spätestens, wenn Terry jemandem mehrfach und mit voller Wucht das Gesicht zertritt, mag man ihm als Protagonisten nicht mehr folgen, der Charakter lädt nicht mehr zur Empathie ein. Cuesta baut damit eine Barriere zwischen Zuschauer und Haupfigur, die sehr abträglich ist.</p>
<p>Darum bleibt am Ende ein Film, den ich mehr respektiere als mag. Der mich mehr überzeugt als begeistert. Dem ich wohlwollend auf die Schulter klopfen will, statt ihn begeistert zu umarmen. Lob also aus dem Kopf, statt aus dem Bauch.</p>
<p>Kommen wir zu den Videos. Da in ich heute mal großzügig, und verweise auch auf alternative Adaptionen der Geschichte.</p>
<p><span id="more-8326"></span>Vincent Price gibt eine beeindruckende Performance für eine TV-Aufzeichung mehrerer Poe-Lesungen:</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-tell-tale/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Die sicher schönste Adaption der Geschichte stammt aus dem Jahre 1953, und ist Zeichentrick, vorgelesen von James Mason:</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-tell-tale/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Einen richtigen Trailer zum Film konnte ich leider nicht auftreiben, daher hier eine repräsentative Szene:</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-tell-tale/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Eine ebenfalls sehr schöne Verwendung verschiedener Poe-Motive findet sich in der Episode &#8220;The Black Cat&#8221;, die Stuart Gordon für die Serie &#8220;Masters of Horror&#8221; drehte:</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-tell-tale/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil:</strong></span></p>
<p><img class="attachment wp-att-8337 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/salut.JPG" alt="salut" width="370" height="226" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>FFF 2009: Doghouse</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 13:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[England 2009. Regie: Jake West. Darsteller: Danny Dyer, Stephen Graham, Noel Clarke, Christina Cole, Emily Booth u.a. Story: Sechs intellektuell nicht gerade üppig ausgestattete Londoner Kumpel mieten einen Kleinbus, um nach Moodley zu fahren. Dort soll es viermal soviel Frauen wie Männer geben, und die Jungs erhoffen sich ein alkohol- und sexgeschwängertes Wochenende, um ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="doghouseposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/doghouseposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8330 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/doghouseposter.thumbnail.jpg" alt="doghouseposter" width="370" height="276" /></a></p>
<p><strong>England 2009</strong>. Regie: Jake West. Darsteller: Danny Dyer, Stephen Graham, Noel Clarke, Christina Cole, Emily Booth u.a.</p>
<p><strong>Story</strong>: Sechs intellektuell nicht gerade üppig ausgestattete Londoner Kumpel mieten einen Kleinbus, um nach Moodley zu fahren. Dort soll es viermal soviel Frauen wie Männer geben, und die Jungs erhoffen sich ein alkohol- und sexgeschwängertes Wochenende, um ihren &#8220;inneren Proll&#8221; wiederzufinden. Die verheißungsvolle Geschlechterratio wird allerdings zum Bumerang, als sich herausstellt, dass alle Frauen in Moodley gerade dabei sind, sich in männerfressende Zombies zu verwandeln.</p>
<p><strong>Kritik</strong>: Jake West (der beim Screening auch anwesend war) ist ein sympathischer Rowdy-Filmer. Er macht Bier-Filme, Spass-Granaten für den schnellen Konsum zwischendurch, ohne Nach-, aber dafür auch ohne Nebenwirkungen. Dämliche Typen, geile Weiber, Splatter und dumme Sprüche sind seine Markenzeichen. Das war schon bei seinem Erstling &#8220;Razor Blade Smile&#8221; so, und bei seinem 2005er FFF-Kracher &#8220;Evil Aliens&#8221; auch. Was Jake West dreht, ist ideales Festival-Futter ohne nennenswerten Anspruch, aber mit Verfallsdatum.</p>
<p>Nimmt man das als Maßstab, ist &#8220;Doghouse&#8221; ein guter Film, sogar Wests bester. Zwar ist die Handlung auch diesmal nicht wirklich raffiniert gebaut, und die Dramaturgie beschränkt sich auf episodisches Gerenne von einer Location zur nächsten, aber wenigstens geht West nicht nach der Hälfte die Puste aus, wie das bei &#8220;Evil Aliens&#8221; der Fall war (der Film degenerierte nach einem launigen Anfang zur hirnlosen Farce). &#8220;Doghouse&#8221; hält sein Tempo, seine Stimmung, und seinen Rhythmus. Die Gags rangieren dabei von herrlich grenzdebil bis schmerzhaft grenzdebil.</p>
<p><img class="attachment wp-att-8329 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/doghouse.jpg" alt="doghouse" width="370" height="222" /></p>
<p>Technisch kann sich West, dank eines soliden Budgets, richtig austoben. Die Effekte sind gut umgesetzt, es explodiert hier und da mal was, und am Ende darf ganz Moody zerlegt werden, was West dann auch mit sichtlicher Spielfreude tut.</p>
<p>Als US-Film würde &#8220;Doghouse&#8221; nicht funktionieren, weil ein Großteil der Guckfreude darauf basiert, dass die Helden echte britische &#8220;blokes&#8221; sind: sympathisch, aber versoffen, und hart an der Grenze zum Losertum. Diese Art Männerfreundschaft gibt es außerhalb Englands nur in Kreisklassen-Fußballvereinen. Man verkumpelt sich sofort und gerne mit den Protagonisten.</p>
<p>Die Frage, ob &#8220;Doghouse&#8221; ein &#8220;guter&#8221; Film im klassischen Sinne ist, steht auf einem anderen Blatt. Er hat für meinen Geschmack einfach zu wenig Ambitionen, ihm fehlt das durchgehende Thema (&#8220;Männer müssen Männer sein&#8221; ist ein wenig dünn), und am Ende wird die Geschichte auch nicht wirklich &#8220;zugemacht&#8221;. Fun-Splatter macht Spass, ermüdet dann aber doch irgendwann.</p>
<p>Sagen wir es einfach mal so: als britische Horror-Komödie kommt &#8220;Doghouse&#8221; nie an &#8220;Shaun of the Dead&#8221; ran, ist aber auch nicht so strunzdumm und substanzlos wie &#8220;<a href="http://wortvogel.de/?p=6551">Lesbian Vampire Killer</a>&#8220;. Gelangweilt habe ich mich keine Sekunde. Wenn man ihn nicht auf dem Festival genießen kann, muss man sich für den DVD-Konsum Freunde und ungesunde Snacks ins Haus holen.</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-doghouse/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil:</strong></span></p>
<p><img class="attachment wp-att-8328 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/hurra1.JPG" alt="hurra1" width="370" height="241" /></p>
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		<title>FFF 2009: Pontypool</title>
		<link>http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-pontypool/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 14:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmf. 09]]></category>
		<category><![CDATA[Film, TV & Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Movie-Mania 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Neues]]></category>

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		<description><![CDATA[Kanada 2008. Regie: Bruce McDonald. Darsteller: Stephen McHattie, Lisa Houle, Hrant Alianak, Georgina Reilly, Rick Roberts u.a. Story: Es ist ein eiskalter und stockdunkler Morgen in der Kleinstadt Pontypool bei Ontario, und der zum Lokal-DJ degradierte Shock Jockey Grant Mazzy sinniert am Mikro über den Sinn des Lebens, statt die Verkehrsnachrichten durchzugeben. Doch irgend etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="pontypoolposter" rel="lightbox" href="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/08/pontypoolposter.jpg"><img class="attachment wp-att-8147 alignleft" style="float: left;" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/08/pontypoolposter.jpg" alt="pontypoolposter" width="200" height="296" /></a></p>
<p><strong>Kanada 2008.</strong> Regie: Bruce McDonald. Darsteller: Stephen McHattie, Lisa Houle, Hrant Alianak, Georgina Reilly, Rick Roberts u.a.</p>
<p><strong>Story</strong>: Es ist ein eiskalter und stockdunkler Morgen in der Kleinstadt Pontypool bei Ontario, und der zum Lokal-DJ degradierte Shock Jockey Grant Mazzy sinniert am Mikro über den Sinn des Lebens, statt die Verkehrsnachrichten durchzugeben. Doch irgend etwas passiert &#8211; da draußen. Berichte von Zusammenrottungen kommen rein, panische Anrufe. Gerüchte machen sich breit: gibt es Ausschreitungen? Hat das Militär das Gebiet weiträumig abgeriegelt? Grant versucht, den Wahnsinn für seine Hörer zu ordnen, dabei weiß er selber nicht mehr als sie. Es scheint sich ein Virus auszubreiten, der die Menschen zu tumben, aber gefährlichen Zombies macht. Ein Virus mit einem sehr einzigartigen Übertragungsweg&#8230;</p>
<p><strong>Kritik: </strong>Wie sich aus der Inhaltsangabe unschwer ablesen läßt, ist &#8220;Pontypool&#8221; ein Kammerspiel mit wenigen Figuren, die meiste Action spielt sich außerhalb unseres Blickfeldes ab. Ereignisse werden fast nur über die Lautsprecher übertragen, Tod bedeutet zumeist nur &#8220;dead air&#8221;.</p>
<p>Ich habe es bei &#8220;<a href="http://wortvogel.de/?p=7992">The Killing Room</a>&#8221; ja schon geschrieben &#8211; so eine reduzierte Dramaturgie kann spannend sein, aber auch leicht in die Hose gehen. Glücklicherweise tappst &#8220;Pontypool&#8221; in nicht ganz so viele Fettnäpfchen, und herausgekommen ist ein vielleicht nicht perfekt, aber streckenweise extrem cooler und spannender Paranoia-Thriller.</p>
<p>Die Aussage &#8220;Der etwas andere Zombie-Film&#8221; wird &#8220;Pontypool&#8221; nicht gerecht.</p>
<p><strong><img src="../wp-content/uploads/2009/08/pontypool.jpg" alt="pontypool" width="370" height="247" /></strong></p>
<p>Zuerst einmal ist Stephen McHattie, ein Veteran kanadischer TV- und Filmproduktionen, ein echtes Highlight. Mit knarzender Lederjacke, Cowboy-Hut, und einer whiskygestählten Reibeisen-Stimme übersteht er minutenlange Nahaufnahmen, ohne den Zuschauer zu langweilen. Er hat diese vertrocknete, lebensmüde Authorität, und könnte leicht eines der neuen Charakter-Gesichter des Horrorgenres werden, gleich neben Ron Perlman, Robert Englund, und besonders Lance Henriksen.</p>
<p>&#8220;Pontypool&#8221;-Regisseur McDonald weiß genau, wieviel er enthüllen muss, um den Zuschauer interessiert zu halten &#8211; und zeigt dann noch zehn Prozent weniger. Die Bedrohung für die Radiostation ist lange frustrierende unkonkret, aber genau deshalb so packend. Als sich langsam herausschält, worin die Gefahr besteht, wird es umso direkter &#8211; das Radio selbst ist die Gefahr, die Sendung, die Sprache, einzelne Worte. Grant Mazzys größtes Talent verpufft, weil er es nicht mehr anwenden darf, ohne alle Menschen um sich herum zu gefährden. Mal was anderes als der Macho-Held, der im Zweifelsfall die Schrotflinte aus dem Wandschrank holt&#8230;</p>
<p>Obwohl sich &#8220;Pontypool&#8221; im Verlauf der Handlung immer mehr zu einem &#8220;konventionellen&#8221; Zombie-Thriller entwickelt, verzichtet er konsequent auf die damit verbundenen Verhaltensmuster für die Protagonisten. Die Lösung kann nicht in Gewalt liegen, nicht in einem Serum, nicht einmal in der Flucht. Was bleibt dann noch?</p>
<p>Und an dieser Stelle wird es schwierig für mich. Die Gefahr, wie auch ihre Bekämpfung, befindet sich auf einem intellektuellen Level, das sich kaum visualisieren lässt. In der Buchvorlage &#8220;Pontypool changes everything&#8221; mag es gelungen sein, über Seiten hinweg das recht komplexe existentialistisch-linguistische Konstrukt hinter der Zombie-Seuche zu erklären &#8211; im Film fehlen dazu die Mittel und die Zeit. Die Protagonisten &#8220;erreden&#8221; sich eine Strategie, und es bleibt merkwürdig unbefriedigend. Vielleicht ist gerade dieser Ansatz besser für das Medium Buch geeignet.</p>
<p>Oft genug bekomme ich in diesem Genre Filme vorgesetzt, die nicht ansatzweise so smart sind, wie ihre Macher glauben. &#8220;Pontypool&#8221; hat das entgegengesetzte Problem: die Idee dahinter ist <em>zu</em> smart, und er kann sein zentrales Konzept nicht adäquat transportieren. Doch der Versuch ehrt.</p>
<p>&#8220;Pontypool&#8221; ist genau die Sorte Film, für die ich gerne auf das Fantasy Film Fest gehe. Die Kinoleinwand wird so ein kleiner kanadischer Thriller sonst niemals sehen, und es würde mich wundern, wenn der auch nur einen anständigen DVD-Release bekäme. Es ist einer der Filme, die sonst unter dem Radar durchrutschen, vielleicht irgendwann der SFT o.ä. als kostenloser Beileger reingepackt werden (wie auch die FFF-Filme &#8220;Freeze Frame&#8221; und &#8220;An American Crime&#8221;). Einer, der es verdient hat, auch mal von einem richtigen Publikum in einem richtigen Kino gesehen zu werden.</p>
<p>Wenn nur dieser blöde und nichtssagende Titel nicht wäre&#8230;</p>
<p><a href="http://wortvogel.de/2009/09/fff-2009-pontypool/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Wortvogels pantomimisches Urteil</strong></span>:</p>
<p><img class="attachment wp-att-8300 alignleft" src="http://wortvogel.de/wp-content/uploads/2009/09/respekt.JPG" alt="respekt" width="370" height="418" /></p>
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