Fantasy Filmfest Fun-Kritiken 2008 (5): Dance of the Dead / Repo! The Genetic Opera / Jack Brooks: Monster Slayer

Gepostet am 9. September, 2008 um 01:49 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 08, Film, TV & Presse, Neues.

Vorab ein Wort an die Freunde von 13th Street, denen ich ja schon lange verbunden bin: Ich habe kein grundsätzliches Problem damit, dass ihr in diesem Jahr WIEDER den Spot mit der Villa im Wald und dem kleinen Jungen zeigt. Klar, nach dem 30igsten Mal nervt es ein wenig, aber ich finde die “kühle Rote” Franziska Petri eigentlich ziemlich lecker, besonders wenn sie süffisant-vieldeutig “vielleicht…” sagt.

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ABER: Es macht mich kirre – jedes Mal! – wenn der Junge fragt, ob sie vielleicht eine Packung Kekse kaufen möchte.

Er hat ein Glas in der Hand. Ein GLAS!!!

Das muss doch jemandem bei der Produktion aufgefallen sein!

Da werde ich zum Hulk…

Okay, ich habe diesmal versucht, die Reviews halbwegs thematisch zu ordnen: “JCVD” und “My name is Bruce” zusammen, “Virus Undead” und “36 pasos” zusammen – und heute sind die Funsplatter-Komödien dran. Zwei aus dem Highschool-Umfeld, eine als Musical.

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The Worst of Fantasy Film Fest 2008: “Virus Undead” & “36 pasos”

Gepostet am 4. September, 2008 um 20:20 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 08, Film, TV & Presse, Neues.

ShitSie sind heimtückisch. Man sieht sie nicht kommen. Hat man einmal auf dem Kinosessel Platz genommen, ist man ihnen ausgeliefert. Schmerz, Übelkeit, Depressionen sind die Folge. Man reibt sich die Augen, als ob sie bluten, man windet sich, verschränkt die Arme vor dem Bauch, als könne man damit signalisieren, dass man nicht weiter belästigt werden will. Sinnlos. Am Ende wird man von den albanischen Multiplex-Putztanten auf dem Boden zwischen den Reihen gefunden, wimmernd in fötaler Position, und zusammen mit klebrigem Popcorn und leeren Bierflaschen aus dem Saal gefegt.

Ich rede von Scheißfilmen. Nicht schlechten Filmen. Scheißfilmen. Da gibt es wesentliche Unterschiede: über “schlecht” oder “nicht schlecht” kann man diskutieren. Einen schlechten Film kann ich mir schön saufen. Er kann durchaus Spass machen, wenn man ihn in der richtigen Gesellschaft anschaut. Er gibt mir Material für Witze, Anekdoten. Und ganz besonders wichtig: ein schlechter Film ist ein normaler, gesunder Bestandteil der Kinokultur. Es gibt gute Filme, mittelmäßige Filme, schlechte Filme. So muss das auch sein.

Nicht so die Scheißfilme. Scheißfilme lassen einen um die Zeit und das Geld trauern, das man in sie investiert hat. Nach einem Scheißfilm möchte man die Tradition des “Fackeln und Mistgabeln”-Pöbels, der den Regisseur wütend aus dem Dorf treibt, wiederbeleben. Scheißefilme lassen einen an Gott zweifeln (oder zumindest an den Investoren), und immer wenn man an sie denkt, ballt sich der Magen zusammen (“Milz an Magen – soll ich mich auch ballen?”). Scheißfilme machen aus Zuschauern Opfer. Scheißfilme heißen so, weil sie wie Hundescheiße am Schuh sind – die kriegt man nicht so leicht aus dem Gehirn gekratzt, weil sie sich in allen Ritzen festsetzen. Man nimmt sie mit, und man versaut die ganze Umgebung mit ihrem Gestank.

Scheißfilme sind die Pest.

Bis jetzt hatte das Fantasy Filmfest 2008 zwei wirkliche Scheißfilme im Programm. Und es wundert wohl niemanden, dass einer davon aus Deutschland kommt.

Willkommen zu “Virus Undead”. Willkommen in der Hölle.

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Radio-Interview: Wortvogel und das FFF

Gepostet am 4. September, 2008 um 17:15 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 08, Film, TV & Presse, Neues.

Gestern hat mich ein Ausbildungs-Radiosender zum FFF interviewt:

Fantasy Filmfest Kritiken-2008 (4):
Like a Dragon / JCVD / My name is Bruce

Gepostet am 1. September, 2008 um 20:49 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 08, Film, TV & Presse, Neues.

Ich geb’s zu – ich bin ein Mädchen. Während ich diese Zeilen in München schreibe, sollte ich eigentlich in Nürnberg sitzen und mir “Jack Brooks: Monster Slayer” ansehen. Und danach noch “Dance of the Dead”. Da sich hier aber zuviel Arbeit angesammelt hat, und ich rechtschaffen müde bin, werde ich diese Filme nächste Woche bei der letzten Etappe des FFF nachholen (plus “Repo! A Genetic Opera”).

TranssiberianAuch heute gibt es wieder die kurze Erwähnung eines Films aus der Abteilung “was genau macht DER auf dem Fantasy Filmfest?”: “Transsiberian“, der neue Film von Brad Anderson, dem Regisseur von “The Machinist”, der sich mittlerweile scheinbar mit einer TV-Karriere abgefunden hat. Für “Transsiberian” ist es ihm allerdings gelungen, eine ziemlich gute Besetzung zusammen zu trommeln: Ben Kingsley, Woody Harrelson, Kate Mara, Emily Mortimer, und die deutsche Allzweckwaffe Thomas Kretschmann (der hoffentlich nicht nach Textmenge bezahlt wurde). Schade nur, dass es nicht für einen besseren Film gereicht hat. “Transsiberian” ist ein hitchcocksches Kriminalspiel, welches fast komplett im titelgebenden Zug angesiedelt ist. Es geht um Drogen, Mord und Korruption, und immer wieder offenbaren die Figuren Facetten, die wir nicht erwartet haben, die aber durchaus logisch erscheinen. Nur leider zieht sich der dünne Plot über 115 Minuten doch arg, und es gibt keine wirklichen Highlights, die den Zuschauer aus seiner Lethargie reißen. Alles schick konstruiert, gut gespielt, schön gefilmt – aber vergleichsweise leblos und ohne wirkliche Identifikationsfigur. Den Prolog hätte man sich schenken sollen.

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Fantasy Filmfest 2008-Kritiken (3): Outlander / Hush / Shuttle

Gepostet am 31. August, 2008 um 13:47 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 08, Film, TV & Presse, Neues.

Cinecitta bei nachtNo retreat, no surrender – nach vier Filmen in Folge fühle ich mich wie der im Finale zusammengeknüppelte Fighter eines x-beliebigen Bloodsport-Klons, dem der Trainer zubrüllt, er soll VERDAMMT NOCH MAL wieder aufstehen, um dem korrupten Champion, der seinen Bruder auf dem Gewissen hat, die Faust ins Gesicht zu rammen.

Und wir wissen ja, wie die Geschichte ausgeht: man rappelt sich auf die Füße, schwankt ein bisschen, geht in die Kranich-Stellung, hört Stimmen (“den Rhythmus deiner Faust findest du im Schlag deines Herzens!”) – und drischt der Drecksau die Schneidezähne in den Rachen.

Geben wir uns also wieder ran – einer muss es ja machen…

Gestern hatte ich angekündigt, heute u.a. “Like a Dragon” zu besprechen. Das verschiebe ich auf morgen, weil “Hush” und “Shuttle” einfach inhaltlich und stilistisch ideal zusammen passen, und sicher auch ein prima Double Feature abgäben.

Ich möchte noch erwähnen, dass zwei von vier Filmen gestern BluRay-Screenings waren, die direkt von der Silberscheibe kamen. Und was soll ich sagen: selbst auf der großen Leinwand ist das Ergebnis mehr als beeindruckend. Keinerlei digitale Artefakte, extrem gute Auflösung, bildstabil, farbecht. Das schlägt locker die Hälfte aller Filmkopien, die man sonst in diesem Rahmen zu sehen bekommt.

Ein paar Worte noch zu den Sternchen-Bewertungen: Eigentlich hasse ich solche mathematischen Fallstricke, weil sie Vergleichbarkeit suggerieren, die nicht vorhanden ist. Den nachfolgenden Wertungen zufolge wäre OUTLANDER “schlechter” als SHUTTLE. Das ist natürlich Blödsinn. Die Bewertungen beziehen viele Faktoren ein, die ohne die Lektüre des ganzen Textes verloren gehen: Anspruch, Budget, Produktionsgeschichte, etc. Hinzu kommt, dass die Bewertungen aus dem Spirit des Fantasy Filmfest entstehen. Das ist eine andere Atmosphäre als beim heimischen DVD-Abend (Begleitung, Müdigkeit, Harndrang). Im Ergebnis kann das sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben: Letztes Jahr habe ich z.B. “The Ferryman” extrem positiv bewertet, was ich mir seither immer wieder vorwerfen lassen muss.

Kurz gesagt: your mileage may vary.

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Fantasy Filmfest 2008-Kritiken (2):
Mirrors / Midnight Meat Train / Terra

Gepostet am 30. August, 2008 um 16:08 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 08, Film, TV & Presse, Neues.

Sodele, Tag 2 meines brachialen Review-Marathons. Bisher können wir auf jeden Fall schon mal festhalten, dass Nürnberg ein ziemlich idealer Ort für so ein Festival ist: man mag das Cinecittá für ein seelenloses Multiplex halten, aber es hat große Säle mit guter Sicht, sauberer Projektion, und liegt mitten in der Nürnberger Altstadt, umgeben von Restaurants, Geschäften und Hotels. Das passt. Außerdem hat es in der fränkischen Metropole den Doc Acula, mit dem man auch längere Sessions stressfrei durchhält.

Perro Come PerroZu “Dog Eat Dog” (dem Ersatz für “Trailerpark of Terror”) nur ein paar Worte, weil ein vollständiger Review nicht lohnt: Eine kolumbianische Gangster-Dramedy um Geld, Verrat, und ziemlich siffige Männer in verschwitzten Hemden. Am Ende sind alle tot. Vergleichsweise unterhaltsam, wenn man auf sowas steht, aber als Beitrag beim FFF eigentlich fehl am Platze. Als große Moral nimmt man mit, dass das “Hotel Corso” in Cali sicher keine 3 Sterne bei Neckermann bekommt. Keine Bewertung.

Ebenfalls an dieser Stelle noch nicht besprechen möchte ich die deutsche Produktion “Virus Undead”. Das hebe ich mir für einen eigenen Artikel auf. Und es dauert ein paar Tage, bis ich von Amazon das “Schimpfwörter-Synomyme”-Buch bekomme…

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Fantasy Filmfest 2008-Kritiken (1):
Restraint / Rage / Afro Samurai

Gepostet am 29. August, 2008 um 19:20 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 08, Film, TV & Presse, Neues.

FFF PlakatIch habe ein paar schwere Wochen hinter mir: In Rekordzeit musste ich mein erstes Kinoskript schreiben (mehr dazu, wenn das Thema spruchreif ist), einen Pitch für einen TV-Zweiteiler ausarbeiten, meine Webseite umgestalten, und diverse Kostenvoranschläge und Besichtigungen für meinen Dachgeschoss-Umbau organisieren. Mittwoch Abend war alles in trockenen Tüchern, und ich habe es ja schon mal gesagt – dann kommt üblicherweise der Crash. Und auf den ist Verlass: In den letzten drei Tagen habe ich pro Nacht zwar neun Stunden geschlafen, bin aber genau so gerädert aufgewacht, wie ich auf die Matratze gefallen bin.

Mir fehlt nicht die Ruhe, mir fehlt die Abwechslung. Die Chance, den Kopf freizublasen, die ewig gleichen Denktretmühlen zu verlassen. Vor ein paar Wochen war mir das mit der Düsseldorf/Köln/Berlin-Tour ganz gut gelungen. Und deshalb bin ich froh, auch diesmal etwas geplant zu haben, was nicht entspannend, aber zumindest abwechslungsreich sein wird.

Ich schreibe diese Zeilen in der Lobby des Motel One-Hotels in Nürnberg-City, kaum 400 Meter vom Cinecittá-Kinocenter entfernt, wo ich mir binnen 4 Tagen 16 Filme ansehen werde. Mein treuer Begleiter ist Doc Acula von Badmovies.de, und das ist nur gerecht, denn vor zwei Jahren kam er nach München, um dort am Fantasy Filmfest 2006 teilzunehmen. Ich gebe den Gefallen also nur zurück.

Einer der Hauptgründe, warum ich heuer nach Nürnberg fahre, statt mir das Festival in meiner eigenen Stadt anzusehen (wie 17 mal zuvor), ist: Die Festivalleitung hat sich dieses Jahr entscheiden, die Tour umzudrehen. Bis 2007 war München immer der Start des FFF, heute sind wir ganz zum Schluß dran. Das kränkt nicht nur mein Ego, es ist auch extrem ärgerlich für meine Blog-Arbeit, weil ich meinen Lesern nicht empfehlen kann, was sie sich in ihren Städten unbedingt ansehen sollen.

Angesichts der Menge der Filme, und der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit, werde ich keine so ausführlichen Kritiken schreiben wie im letzten Jahr. Stattdessen werde ich Filme, die ich an einem Tag gesehen habe, „gruppieren“. Ich hoffe, trotzdem ausreichend Information bieten zu können.

Gestern läutete ich das Festival mit dem Kiefer Sutherland-Gruselstreifen “Mirrors” ein, gefolgt von der Clive Barker-Adaption “Midnight Meat Train”. Diese bespreche ich allerdings erst morgen, denn schon im Vorfeld des Festivals hatte ich diverse Filme in Presse-Screenings und auf DVD gesehen. Die möchte ich zuerst einmal aufarbeiten.

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