24
September 2012

Movie Mania 2012 (49): The Dark Knight Returns 1

USA 2012. Regie: Jay Oliva. Sprecher: Peter Weller, Michael McKean, Wade Williams, Ariel Winter, David Selby, Gary Anthony Williams

Story: 10 Jahre lang war Bruce Wayne als Batman in Rente, hat sich die Zeit vertrieben und sich gelangweilt. Dann übersteigen die Übergriffe von Mutantengangs das erträgliche Maß und kurz vor der Pensionierung von Comissioner Gordon taucht der “Dark Knight” wieder auf – alt, rostig, aber umso entschlossener, noch einmal auf den Straßen Gothams aufzuräumen. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe in Form eines neuen “Robin”…

Kritik: “The Dark Knight Returns” steht in praktisch jeder Liste der “best comics of all time” ganz weit oben. Das habe ich nie ganz verstanden. Dass Millers Werk massiven Einfluss hatte, dass es die Superheldencomics aus der Pubertät brachte, dass es zum weltweiten Durchbruch des Graphic Novel-Prinzips beitrug – schon klar. Aber wichtig ist nicht gleich gut.

Okay okay, bevor ich mich hier in eine Sackgasse schreibe – “gut” ist “The Dark Knight Returns” natürlich. Aber es nicht sensationell, nicht bahnbrechend, nicht innovativ. Es ist nur eine verdammt spannende, rein hypothetische Fortschreibung des Batman-Mythos in die nähere Zukunft. Das ist seither so oft (und so oft besser) gemacht worden, dass es schwer fällt, den comichistorischen Wert von der tatsächlichen Qualität zu trennen. Im Gegensatz zu “The Watchmen”, “Death: the high cost of living” und “Akira” ist DKR nicht so gut gealtert. Die Narrative, die Themen, die Politics – alles Kinder ihrer Zeit. Von der total missglückten Fortsetzung rede ich gar nicht erst.

Und daran krankt auch die Verfilmung, deren erster Teil nun auf Scheibe erscheint und die seltsam aus der Zeit gefallen wirkt.

Ja, man hat sich bemüht. Die Hauptfiguren sind simplifizierte, aber klar zu erkennende Umsetzungen der Vorlage (anders z.B. als bei “Superman vs. The Elite”, wo man sich beim Chara-Design sehr viele Freiheiten nahm), diverse der kultigsten Comic-Panels werden sogar 1:1 in Bewegung versetzt. Die Action ist schmackig und hat Wucht, das Voice Acting ist weit über dem Durchschnitt der aktuellen DC-Adaptionen.

Aber schon ganz knapp unter der Oberfläche wird es heikel: Nebenfiguren sind nur sehr kümmerlich gezeichnet und animiert (das erinnert an die schwächeren DC-Trickserien), es gibt kostensparende CGI, die negativ ins Auge springt und die Mutanten als Gegner sind heute so albern wie damals. Weil der Film nur die erste Hälfte der “Dark Knight”-Saga abhandelt (Teil 2 wird 2013 veröffentlicht), fehlt ihm der wirkliche Höhepunkt, der Batman ebenbürtige Antagonist. Den Kampf gegen den strunzdummen Mutantenchef kann man kaum als Highlight gelten lassen.

Überhaupt – die Mutanten. Boah, was für ein Spackenhaufen. Und was wollen die überhaupt? Das generische “totale Anarchie” mal wieder? Schnarch. Das mag in den Zeiten von “Mad Max” noch gerade so hip gewesen sein, heutzutage wirkt es geradezu peinlich. Der Post-Punk-Look macht es nur noch schlimmer.

Das Hauptproblem bleibt allerdings die Story, die schlicht und ergreifend nicht mehr den “pull” hat wie 1986. Batman (und nicht nur er) wurde mittlerweile so oft gebrochen, neu interpretiert und der jeweiligen Generation angepasst, dass diese Clint Eastwood-Version kaum noch Wellen macht. Und in der hier präsentierten vereinfachten Form gibt es nicht mal genug “eye candy”, um darüber hinweg zu täuschen. Die Macher scheinen das auch zu ahnen, denn sie achten sorgsam darauf, den Plot mit Onelinern, präzise getakteten Actionsequenzen und schicken Kompositionen auf Spur zu halten.

Vor 20 Jahren (vielleicht statt des enttäuschenden “Batman: Mask of Phantasm”) wäre dieser DKR sicher ein Knaller gewesen, weil es für so eine düstere und kid-untaugliche Adaption Mut gebraucht hätte. Aber zwei Generationen von Comic-Lesern später, post-Nolan, post-Bane, post-Elseworld ist der Sexappeal limitiert und wird nicht vollständig von Nostalgie aufgefangen. Ich fand “Batman vs. Dracula” deutlich besser, kurioserweise auch “Batman: Year One”, “JLA: New Frontier” ebenso. Selbst “Superman vs. The Elite” hatte ein zeitgemäßeres Thema.

Aber die Enttäuschung, dass hier ein Kultcomic “nur” adäquat adaptiert wurde und es halt ein paar Jahre zu spät kommt, sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass die Macher ihren Job durchaus gut gemacht haben. Sie haben nur den “Kult”-Teil nicht in die Gegenwart retten können.

Fazit: Von schwankender technischer Qualität und an veraltetem 80er Jahre Storytelling leidende, aber dennoch recht packende Umsetzung des Kultcomics.

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Trackback-URL 30 Kommentare
  1. 1
    heino

    Ich finde nicht, dass Watchmen besser gealtert ist. Gleicher Zeitbezug, ähnlicher politischer Hintergrund und ähnliche Storys gab es im Nachhinein auch haufenweise. Natürlich ist TDKR nicht mehr aktuell und ein Kind seiner Zeit, aber dass er durchaus was bewegt hat, sieht man wie auch bei Watchmen an der Zahl der Nachahmer bzw. davon beeinflussten Storys.

    Zum Film:ich hatte mir bisher nur den Trailer angesehen und der wirkte auf mich ziemlich hölzern. Aber dasselbe Problem habe ich mit der Adaption von “Year one”, liegt dann wohl an mir.

  2. 2
    Wortvogel

    @ heino: Ich sehe da einen massiven Unterschied – TDKR und WM mögen beide in den 80ern spielen und auch dort verankert sein, aber die THEMEN von “Watchmen” sind auch heute noch frisch. Das sehe ich bei TDKR nicht.

  3. 3
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    Ich stimme heino zu – Watchmen ist mindestens ebenso schlecht gealtert, wobei ich bei den Themen TDKR sogar noch für wesentlich aktueller, bzw. zeitloser halte.

  4. 4
    DMJ

    Stimme dem Wortvogel zu: TDKR war mein Einstieg in den Superheldencomic und steht darum gewissermaßen ein wenig auf dem Podest, aber als ich ihn vor einiger Zeit mal wieder las, fiel mir auch auf, dass er einflussreich und wichtig war, gut erzählt und spannend ist, aber eigentlich nicht weltbewegend.
    Insbesondere, vergleicht man ihn mit den anderen beiden “großen Reformationscomics” seiner Zeit, erwähntem “Watchmen” und “Maus”.

    Und in der Tat ist “Watchmen” auch nach dem Kalten Krieg noch relevant. Nicht nur, wegen seiner kunsthandwerklichen Perfektion, sondern auch, weil er eben nicht nur eine historische Situation, sondern jede Menge Allgemeinmenschliches erzählt (vom ganzen Superheldendekonstruktionszeug ganz zu schweigen). Ansonsten muss man ja wohl auch besagten Spiegelmann als gestrig und überholt bezeichnen – der Holocaust ist ja nun noch länger her, als der Kalte Krieg. ;)

  5. 5
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    TDKR erzählt doch auch viel “allgemeinmenschliches” und berührt zusätzlich Themen, die auch heute noch ziemlich aktuell sind. Natürlich alles aus Millers ziemlich weit rechts angesiedelter Perspektive, aber Moore ist in der Hinsicht ja auch nicht besser, allenfalls kompatibler mit dem eigenen Geschmack.

    “Weltbewegend” ist ohnehin eine schwierige Bezeichnung, woran macht man das denn fest?

  6. 6
    heino

    @WV:vielleicht wäre es für eine fruchtbare Diskussion ja hilfreich, wenn du mir sagst, welche Themen denn genau bei Watchmen deiner Meinung nach immer noch frisch sind? Ich kann dir da nämlich nicht folgen, auf mich wirkt das Teil ebenfalls sehr angestaubt. Aber ich lasse mich gerne durch gute Argumente überzeugen:-)

    @DMJ:Zu “Maus” kann ich nix sagen, da ich das bis heute nicht gelesen habe. Aber der Holocaust ist natürlich immer noch aktuell, schon allein, weil es ja leider nach wie vor Deppen gibt, die ihn verleugnen. Der Kalte Krieg (und besonders die Aufrüstungsdebatte) ist dagegen imho nur noch blanke Geschichte, da beides heute keine nennenswerte Rolle
    mehr spielt.

  7. 7
    Marcus

    vielleicht statt des enttäuschenden “Batman: Mask of Phantasm”

    Und ich bin raus. Wer sind Sie, und was haben Sie mit Torsten gemacht? ;-)

  8. 8
    Wortvogel

    @ Marcus: Ich wurde seinerzeit im Flieger nach Hamburg befördert, um den Film IM KINO im Rahmen einer großen Präsentation von Warner zu sehen – und fand ihn stinklangweilig. Das “Phantom” ist ein selten lahmer Bösewicht (warum die keinen aus dem Batman-Stall nehmen konnten, wird mir ewig ein Rätsel bleiben) und die Animation fand ich in der Serie schon überbewertet, als Direct to DVD war sie eindeutig zu mager. “Mr. Freeze” fand ich noch schlimmer. Ich mochte “The Batman” lieber.

    @ Heino: Ich will das aus Zeitgründen nicht ausarten lassen, aber: “Watchmen” ist ein Comic über die Verantwortung des Einzelnen für die Gesellschaft, über die verschiedenen Versionen von Gerechtigkeit, über Macht und ihren Missbrauch, aber auch die Korruption durch Macht, might makes right, rule of law. Jeder Charakter in “Watchmen” ist eine Facette davon. Das passt so auch heute noch.

    In “The Dark Knight Returns” sehe ich ehrlich gesagt KEIN Thema.

  9. 9
    Marcus

    @Torsten: “die Animation fand ich in der Serie schon überbewertet”

    Abermals – ich bin raus. Batman TAS ist, einzelne Episoden notwithstanding, jenseits aller Kritik.

    Und “The Dark Knight Returns” hat doch ein Thema. Mehrere sogar:

    – Ist ein Vigilant wie Batman nicht auf seine Art eigentlich genauso irre (oder für die Öffentlichkeit mindestens genauso gefährlich) wie die Kriminellen, die er jagt?
    – Kann ein altgewordener Mann, der eigentlich schon aufgegeben hatte, noch einmal an seine alten Ideale anknüpfen?

  10. 10
    Wortvogel

    @ Marcus: “Batman: TAS” war immer schon überbewertet – allein die Tatsache, dass Bösewichte nicht tatsächlich schießen durften, fand ich affig. Damit sage ich nicht, dass die Serie nicht hervorragende Episoden hatte. Aber auch der seit dem stattfindende Timm/Dini-Kult nervt.

    – Punkt 1 ist das Thema JEDER guten Batman-Geschichte. Da haben wir Millers Werk nichts zu verdanken.
    – Punkt 2 ist kein Thema, sondern der das Setup des Protagonisten.

  11. 11
    Marcus

    Ach ja – Nerdalarm voraus, aber…

    “Das “Phantom” ist ein selten lahmer Bösewicht (warum die keinen aus dem Batman-Stall nehmen konnten, wird mir ewig ein Rätsel bleiben)”

    1. Haben sie doch. http://en.wikipedia.org/wiki/Batman:_Year_Two

    2. Lahm fand ich die Figur nicht – wieso sollte der “Schurke mit gemeinsamer Vergangenheit mit Bruce Wayne”-Shtick immer nur von Two-Face bedient werden.

  12. 12
    Wortvogel

    @ Marcus: “The character of the Phantasm from the animated movie Batman: Mask of the Phantasm is based on the Reaper in terms of appearance and motives” – based on. Ein C-Klasse-Bösewicht aus dem Batman-Universum unter anderem Namen. Sorry, gilt nicht.

    In “Mask of Phantasm” macht nichts wirklich Sinn: wir wissen von Anfang an, dass es eben NICHT Batman ist. Die Spannung, WER Phantasm ist, hält sich extrem in Grenzen, wenn man nicht gerade debil wie ein Brot ist. Andrea Beaumonts Motivation und letztliches Scheitern ist GERADE im Kontrast zu Bruce Wayne kaum stimmig.

    Ich gestehe ja gerne zu, dass man da anderer Meinung sein kann – ich fand’s schwach.

  13. 13
    Marcus

    @Torsten: “Ein C-Klasse-Bösewicht aus dem Batman-Universum unter anderem Namen. Sorry, gilt nicht.”

    Tja, ich sehe halt wiederum nicht ein, wieso man einem Batman-Film vorwirft, nicht die (gerade in TAS) schon hundertmal gesehenen Schurken nochmal aufzukochen.
    Außerdem war doch der Joker auch dabei. Gotcha! :-D

    Naja, hilft nichts – du mochtest ihn eben nicht. Dein gutes Recht.

    Ich fand’s nur seltsam, dass du hier erst (wenn auch sehr gemäßigt) an TDKR rummäkelst, dann “Phantasm” niedermachst (der bei vielen beliebter ist als die Burton-Filme) und am Ende sogar noch TAS runtermachst. Gleich drei heilige Kühe auf einmal – seltsam von einem ausgewiesenen Batman-Fan.

  14. 14
    Wortvogel

    @ Marcus: Ich finde meine Meinung durchaus stimmig. Natürlich war B:TAS seinerzeit das Beste, was es in der Richtung überhaupt gab. Aber ich fand den Hype um die Animation und den Style immer etwas übertrieben – besonders die Hintergründe fand ich nicht sympathisch reduziert, sondern karg. Und die Figuren hatten zu wenig sichtbare Emotion. Besonders Batman war mir hier zu flach gehalten.

    Zur gleichen Zeit fand ich “Gargoyles” ungleich besser.

    Wie gesagt: “The Batman” hat dann einiges rausgerissen.

    Man muss als Fan nicht mögen, was alle mögen. Obwohl ich einer der weltgrößten Superman-Fans bin, fand ich “Superman: The animated series” ebenso mau, schlimmer noch als B:TAS.

  15. 15
    Marcus

    Geschmackssache. S:TAS war okay, aber nicht so gut wie B:TAS.

    Und “The Batman” war cool – schade, dass man nur die 1. Staffel auf DVD in die Finger kriegt…. :-(

  16. 16
    Wortvogel

    @ Marcus: “The Batman” wurde NACH der ersten Staffel deutlich besser, vor allem, weil die auch das Chara-Design noch mal überarbeitet haben (Bruce hat nicht mehr ganz so deutliche diese Jackie Chan-Gedächtnisfresse).

  17. 17
    heino

    @WV:okay, da wird es deutlicher. Ich möchte trotzdem in Teilen widersprechen, denn meiner Ansicht nach geht es in TDKR auch um Macht und deren Missbrauch. Bruce Wayne hat Macht in Form von Geld und fast unbegrenzten Mitteln und mißbraucht sie, um seine Ansichten von Recht und Ordnung durchzusetzen. Die Regierung mißbraucht ihre Macht, indem sie Superman für ihre Zwecke einspannt und ihn sogar auf Batman hetzt, weil der unbequem wird usw. Die Mutanten fand ich allerdings auch schon immer ziemlich lahm und ich kriege wirklich IMMER Zustände, wenn die Villains aussehen wie eine Gruftie/Punk-Mischung (wie z.B. bei den Ghost Rider – und Elektra-Filmen). Das hebt den Superhelden eh schon anhaftenden reaktionären Charakter immer schön hervor.

    Die B:TAS-Serie fand ich damals toll und auch Mask of the Phantasm hatte mir zu der Zeit sehr gefallen. Ist aber lange her, wer weiß, ob cih das heute auch so sehen würde.

  18. 18
    Der Karsten

    Ist man hier eigentlich unten durch, wenn man die “The brave and the bold” Comics ganz dufte findet, die bei Cartoon Network laufen? ^^

  19. 19
    Marcus

    @Karsten: tendenziell ja – aber ich persönlich mag die auch. Eine schöne, actionreiche Verbeugung vor dem Silver Age der Comics.

  20. 20
    Wortvogel

    @ Karsten: Ich fand die Idee anfangs furchtbar, bin dann aber unheimlich in die Serie reingekommen.

  21. 21
    DMJ

    Bei “The Brave and the Bold” ging es mir wie dem Vogel: Erst war ich eher abgeschreckt, aber als ich dann später nochmal hereinschaute, war ich doch bezaubert davon, wieviele (teils auch unbekanntere) DC-Figuren man da kriegte.

    Die hier behauptete “Machtdiskussion” in TDKR sehe ich aber nach wie vor nicht. Als aufgeklärter Leser mag man sich fragen, ob Batman hier nicht ein wenig eigen wird, aber die Story selbst legt das nicht wirklich an. Gut, der Joker wird nur wieder aktiv, weil Batman da ist, aber das ist nunmal ein Nebeneffekt, da Gotham seinen Beschützer ja definitiv braucht. Und weil er nun ja endlich die Samthandschuhe auszieht, ist das Problem dann ja bald endgültig gelöst.
    Superman nutzt seine Macht nicht (für sich) und ist demnach der Loser, am Ende bleibt uns der Trost, dass der starke Mann Batman uns eines Tages alle erlösen wird.

    “Macht” ist damit das Thema, aber es wird nicht irgendwie vielseitig beleuchtet, nicht hinterfragt. Bei “Watchmen” steht am Ende die unauflösbare Frage, ob das, was getan wurde, richtig oder falsch war. Bei TDKR gibt es eigentlich keinen Zweifel. Damit hat Moore einfach schon aus Gründen der Komplexität (die sich ja auch im “Wie” des Erzählens spiegelt) die Nase vorn.

  22. 22
    S-Man

    Ich mocht B:TAS. Immerhin war das MEIN Einstieg in die Superhelden-Thematik, damals als kleiner Knirps in konservativem Elternhaus.

    “Nein, das guckst du nicht! Das ist zu viel Gewalt. Nein, wir kaufen keine Comics, die sind doof.” Ähm, ja… Später begann dann meine Comic-“Revolution” aufgrund der Serie, die mich damals tief beeindruckt hatte. Und ist der Grund, warum ich auch heute Batman als größten aller Superhelden ansehe :)

    BTW: Gargoyles FTW!! :)

  23. 23
    heino

    @DMJ:es ging aber nicht um die Frage der qualitativen Umsetzung, sondern ob die Themen an sich noch modern sind. Und da sehe ich beim Thema Machtmißbrauch – von der Umsetzung mal abgesehen – zwischen TDKR und Watchmen keinen Unterschied, da dieses Thema einfach immer aktuell sein wird.

  24. 24
    Mencken

    Bei TDKR gibt es ja auch noch die Sons of Batman, die Kriminelle einfach umbringen, dazu noch die ganze Robin-Geschichte (immerhin ja ein Kind), die Verhaltensweisen von Superman und Batman im Vergleich (samt Fragen zu Moral, Freundschaft, Loyalität usw.).
    Das Ende ist auch keineswegs eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses, sondern durchaus ambivalent (ansonsten könnte man auch behaupten, Rorschach würde bei den Watchman durch das Ende bestätigt werden), wenn man Millers persönliche politische Ausrichtung betrachtet, sogar in einem überraschenden Ausmaß.

  25. 25
    DMJ

    Hö? Ich hatte doch noch eine Antwort geschrieben… wo ist die hin?
    Egal, versuche ich, die Kernpunkte zu rekonstruieren:

    Ich zweifle eben noch nach wie vor daran, dass das Thema “Macht und ihr Missbrauch” wirklich so weit behandelt wird, sondern eigentlich eher dem Leser von sich aus in den Sinn kommen kann. Denn ich sehe einfach nicht, wo Batman wirklich hinterfragt wird, auch, dass er ein Kind mit hereinzieht, wird nicht wirklich problematisiert und am Ende “segnet” Superman ja gewissermaßen ab, was er tut, wo Doc Manhattan in der Parallelszene bei “Watchmen” eine Wertung vermeidet.

  26. 26
    Mollari

    Nicht nur TDKR hat gelitten. Inzwischen kann ich gar nichts mehr von Miller lesen, ohne daran denken zu müssen, was für ein trauriger alter Mann er ist.

    Ganz im Gegensatz zu Moore, der ein lustiger alter Mann ist.

  27. 27
    heino

    “Ganz im Gegensatz zu Moore, der ein lustiger alter Mann ist.”

    Lustig im Sinne von lächerlich würde ich unterschreiben…….

  28. 28
    DMJ

    Teils ganz sicher auch lächerlich, aber bei ihm gleicht sich das eben durch weiterhin gute Arbeiten aus, zudem (okay, hier subjektive politische Einstellung) wirkt ein kauziger Moore immer noch besser als ein fanatischer Miller.

  29. 29
    Marcus

    So, gerade geguckt. Fazit: besser hätte man das nicht erwarten können.

    Nur ein gravierender Unterschied zum Comic fällt auf: Batmans Voiceover-Narration fehlt hier. Vielleicht ist das aber ganz gut so: in den Comics ist das schon lange so ein Klischee, und im Film hätte das leicht albern wirken können…

  30. [...] Novel wochenlang hier liegen, ohne ihn jemals in den Player zu werfen. Teil 1 hatte mich einfach nicht genug begeistert. Trotz Jay Olivas dynamischer Regie und ein paar sehr guten Actionsequenzen war mir das alles zu [...]

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